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Hallo,

nachdem mein neuer Arbeitgeber ein Führungszeugnis sehen will, würde mich interessieren wie das so im allgemeinen üblich ist. Wer von Euch musste bei einer Arbeitsstelle ein Führungszeugnis vorlegen? Und gibt es hier Leute, die keines vorlegen mussten?

Von Interesse wäre vielleicht noch ob Ihr Anwendungsentwickler seid oder Systemintegratoren und in welchem Bereich Ihr arbeitet.

Viele Grüße
espresso

bearbeitet von Espresso
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Gibt bestimmte Arbeitgeber wo das nötig ist, weil du in entsprechenden Branchen tätig sein wirst. Bei einem meiner alten Arbeitgeber war es so man musste keins haben, aber wenn man zu einem Projekt bei einer großen Versicherung gewechselt ist, war das FZ Pflicht, da die Versicherung einen sonst garnicht eingekauft hat.

Wenn du mit der Regierung oder so zutun hast, kann das auch durchaus der Fall sein oder bei Banken. Ist also relativ gängig je nach Branche :)

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Hallo,

kommt grundsätzlich drauf an, ob FISI oder FIAE. Häufig wird dies vor allem bei IT-Systemadministratoren verlangt, da diese meistens auf kritische Kundensystemen zugreifen müssen. Und wer schon mal wegen Computer Sabotage, Betrug, Spionage oder ähnliches verurteilt wurde, den würden wir kaum Zugriff auf die Systeme unserer Kunden geben wollen. Bin mir da zwar nicht ganz sicher aber viele ISPs haben auch Zertifizierungen wie z.B. ISO 27001, welche zu gewissen Sicherheitsmaßnahmen vorschreiben. Als ich noch für einen mittelständischen ISP gearbeitet habe, war zumindest für die Systemadministratoren verpflichtend, ein Führungszeugnis vorzulegen.

Viele Grüße

 

 

bearbeitet von Exception

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Ich (FiSi) kenne es auch als durchaus üblich - in gewissen ISO-Richtlinien, bzw. spätestens im Rahmen einer angestrebten Zertifizierung, ist dies vorgegeben. Das ist auch nachvollziehbar, wenn man mit den bereits erwähnten kritischen Systemen bzw. mit personenbezogenen Daten arbeitet.

Falls das eine Rolle spielt, du kannst (meines Wissens) nicht "gezwungen" werden, eins vorzulegen, jedoch bekommst du dann wohl auch nicht den Job ;) ähnlich wie bei einer Mieterselbstauskunft.

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Beim aktuellen AG musste ich damals (TM) noch eins vorlegen, mittlerweile sind wir davon komplett abgekommen, da es entweder unnötig, oder nicht zielführend ist, und zwar auch aus folgenden Gründen:

  • Man wird nicht gezwungen, Einträge, die nichts mit dem Job zu tun haben offenzulegen (was geht es den AG an, ob der AN z.B. wegen Körperverletzung vorbestraft ist, wenn das für den Job nicht relevant ist)
  • Es ist nur eine Momentaufnahme, solange der AN nicht einfährt, bekommt der AG nicht mit wenn sich was am Führungszeugnis ändert.

Wenn in Branchen in denen es sinnvoll ist (Versicherung, Bank, ISP...) nicht regelmäßig ein aktuelles FZ vorgelegt werden muss, ist es m.E. auch Makulatur das bei der Einstellung zu verlangen.

Was sagt ein sauberes FZ nun wirklich aus? Das ich wirklich ehrlich bin, oder dass man mich einfach noch nicht erwischt hat?

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Zitat

Was sagt ein sauberes FZ nun wirklich aus? Das ich wirklich ehrlich bin, oder dass man mich einfach noch nicht erwischt hat?

Zumindest dass diese Person vorher noch nicht straffällig aufgefallen ist oder zumindest dass die letzte Straftat vor einem sehr langen Zeitraum verübt wurde (zumindest wenn man nicht in eine JVA eingebuchtet wurde). Es gibt grundsätzlich keine 100% Sicherheit aber man kann einiges tun, um sich best möglichst abzusichern. Schließlich kann man bei (Computer) Sabotage, Betrug oder Spionage nicht nur einen sehr hohen Schaden anrichten, sondern dass kann im schlimmsten Fall auch existenzgefährdend sein. Reale Beispiele gibt es bereits zahlreiche.

Zitat
  • Man wird nicht gezwungen, Einträge, die nichts mit dem Job zu tun haben offenzulegen (was geht es den AG an, ob der AN z.B. wegen Körperverletzung vorbestraft ist, wenn das für den Job nicht relevant ist)

Stimmt. Dann bekommt man allerdings auch den Job nicht. Siehe Beitrag von @Han_TrioIm Führungszeugnis werden alle Straftaten eingetragen - nicht nur Gewaltstraftaten. Und wie bereits geschrieben ist für ein Unternehmen, dass an einer längeren Präsenz am Markt interessiert ist, sehr wohl relevant, ob der AN bereits an Wirtschaftskriminalität beteiligt war. Auch in Hinblick auf die Wiederholungsgefahr.

bearbeitet von Exception

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vor 43 Minuten schrieb Exception:

Zumindest dass diese Person vorher noch nicht straffällig aufgefallen ist oder zumindest dass die letzte Straftat vor einem sehr langen Zeitraum verübt wurde (zumindest wenn man nicht in eine JVA eingebuchtet wurde). Es gibt grundsätzlich keine 100% Sicherheit aber man kann einiges tun, um sich best möglichst abzusichern. Schließlich kann man bei (Computer) Sabotage, Betrug oder Spionage nicht nur einen sehr hohen Schaden anrichten, sondern dass kann im schlimmsten Fall auch existenzgefährdend sein. Reale Beispiele gibt es bereits zahlreiche.

Da ist die Frage, sind das Wiederholungstäter, oder Ersttäter?

Schlussendlich kann man den Leuten nicht in den Kopf schauen, und solange man keine Informationen über die finanziellen Verhältnisse angeben muss, besteht immer ein Risiko. Wie anfällig jemand für nicht ganz legale Sachen ist, hängt auch viel mit der finanziellen Lage zusammen.

Zitat

Stimmt. Dann bekommt man allerdings auch den Job nicht. Siehe Beitrag von @Han_Trio

Wie oben schon geschrieben, ist das (mit) ein Grund warum mein AG mittlerweile drauf verzichtet ein FZ anzufordern. Dass es andere AG gibt, bei denen man dann den Job nicht bekommt ist mir klar... Ebenso dass alle, nicht nur Gewaltstraftaten, eingetragen werden.

Es ist aber auch völlig egal ob man wegen Vermögensdelikten, Gewaltstraftaten oder KiPo vorbestraft ist, wenn es nichts mit dem Arbeitsplatz zu tun, geht es den AG nichts an. Die Tatsache, dass der AG hier ein Druckmittel in der Hand hat, macht sein Vorgehen in meinen Augen moralisch sehr fragwürdig, richtig ist es zumindest nicht.

Wenn es Gründe gibt (Kunde will das so, Admin bei der Bank/Börse etc.) sollten diese direkt mit kommuniziert werden.

 

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Hängt von der Branche ab.

Gerade in Bereichen die mit (öffentlicher) Sicherheit zu tun haben ist immer damit zu rechnen, dass du eine Stelle mit Eintrag im Führungszeugnis nicht bekommen wirst. Da ist es dann auch egal, um was für einen Delikt es sich gehandelt haben mag und ob das mit der Stelle zu tun hat oder nicht.

Eine Firma, bei der ich mich als FIAE Ende 2018 für das zweite Pflichtpraktikum beworben hatte, hat das mir gegenüber auch recht offen kommuniziert. Die haben aber auch u.a. Hard- und Software für Röntgengeräte an Flughäfen hergestellt.

Da ist natürlich recht klar, dass du da niemanden ohne reine Weste sitzen haben willst.

Bei der Firma, bei der ich am Ende wirklich gelandet bin, musste ich keines vorlegen. Im "normalen" Dienstleistungssektor ist das aber auch eher unüblich. Führungszeugnisse machen IMHO nur in sehr speziellen Nischen Sinn.

bearbeitet von Visar

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vor 22 Stunden schrieb Maniska:

[...]

Es ist aber auch völlig egal ob man wegen Vermögensdelikten, Gewaltstraftaten oder KiPo vorbestraft ist, wenn es nichts mit dem Arbeitsplatz zu tun, geht es den AG nichts an.

[...]

 

Natürlich kann das den AG was angehen. Ich kann das gut verstehen wenn der AG ein FZ haben möchte, letztlich gibt es ja auch ein Vertrauensverhältnis zwischen AG und AN. Vor allem in Bezug auf Gewaltstraftaten würde mich das als AG sehr wohl interessieren, so Leute möchte ich nämlich nicht unbedingt um mich oder meinen Angestellten, Kunden o.ä. haben wollen. 

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Also als ich für einen Hersteller von Kredit-, Debit- und Versichertenkarten gearbeitet habe, musste man bei der Einstellung ein FZ und eine Schufa-Auskunft vorlegen. Zusätzlich musste alle 6 Monate ein aktuelles FZ vorgelegt werden (die Kosten dafür hat der AG erstattet).

Grund war, dass das von den PCI*-Richtlinien vorgeschrieben wurde und die Firma ansonsten hättte dichtmachen können, weil sie die nötigen Zertifizierungen nicht (mehr) bekommen hätte.

PCI=Payment Card Industry

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