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Nach FiSi Ausbildung Wirtschaftsinformatik studieren?

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Hallo zusammen,

ich denke darüber nach nebenberuflich an der FOM Wirtschaftsinformatik oder Informatik zu studieren. Bin mir aber aufgrund meiner schulischen Vorbildung super verunsichert und na ja... ich halte von meiner Bildung selbst nicht viel - ich habe es aber von "Tellerwäscher" bis jetzt zum Fachinformatiker geschafft.

Lebenslauf in Kurz: Förderschule/Sonderschule (Lernbehindert), 1. Ausbildung, nebenbei Abendrealschule besucht (Hauptschulabschluss), 2. Ausbildung FiSi (Fachoberschulreife zuerkennt) , ca. 5 Jahre im Service Desk mit Server Administration verbracht, jetzt 1 Jahr Vollzeit in der Administration von WinServern und aller darauf installierbaren Systeme. Ich bin jetzt 30... 

Seit einigen Jahren bin ich nebenberuflich mit IT Dienstleistungen selbständig (vor allem Privatkunden und KMUs)

Selbsteinschätzung: Praktisch gut. Bei theoretischen Themen brauche ich oft länger bis ich es verstehe oder raffe es auch gerne nie. 

Schulfächer mit "da mache ich mir sorgen" : Mathe, Englisch (nie gelernt, aber ich verstehe beim lesen die meisten Texte) und alle anderen fächer ^^

Warum will ich studieren?

Aufstiegschancen verbessern, Gehalt verbessern und mich selbst noch mal herausfordern.

In der Berufsschule (Fachinformatiker) habe ich mich oft sehr unwohl gefühlt, weil ich so schlecht im Unterricht bzw. beim lernen war. 

 

Wie ist Eure Einschätzung/Meinung? 

Ich weis auch nicht.... Ich denke ich kann stolz auf mein Werdegang sein, aber ich bin es irgendwie nicht ;(

Danke Euch fürs lesen ;)

 

 

 

 

 

bearbeitet von speede

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vor 1 Stunde schrieb speede:

In der Berufsschule (Fachinformatiker) habe ich mich oft sehr unwohl gefühlt, weil ich so schlecht im Unterricht bzw. beim lernen war. 

 

 

 

Ich habe Respekt vor Leuten mit so einem Lebenslauf, besonders wenn sie sich überlegen dann noch ein Studium drauf zu satteln. Wir brauchen aber ein bisschen mehr Infos, um dich besser einschätzen zu können. 

Was ist dir in der Berufsschule schwer gefallen (Themen oder Art der Wissensvermittlung)? Je nachdem kann das dann in der Hochschule machbar sein oder nicht. 

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Gast Konketea

Als jemand der sich selbst von einem bescheidenem Hauptschulabschluss über viele Jahre nach oben gearbeitet und die FISI Ausbildung als IHK Bester und neben der Ausbildung noch das FOM Winfo Studium mit 1.x abgeschlossen hat, kann ich nur sagen: Einschätzen kann das eigentlich keiner so wirklich. Da ist einfach von zu vielen Parametern, dem persönlichen Potential und den bisherigen Erfahrungen abhängig, wie man auf verschiedene Lern- und Stressituationen reagiert. Wie gut man sich selbst organisieren kann. Wie fleißig man ist. Wie viel Durchhaltevermögen man hat. Und auch vor allem davon wie man sich während des Studiums entwickelt. Sich selber zu motivieren, Zeitmanagement lernen, Strategien für die Prüfungsphasen entwickeln - das sind alles Dinge die dazugehören und die man nicht vorher zwangsläufig beherrschen muss.  Das Studium ist auch ein Prozess. Eine Denk- und Charakterschule, an der man emanzipiert (oder halt nicht).

Was ich aus den letzten Jahren für mich mitgenommen habe: Wenn die Leute Probleme im Studium haben, dann liegt es selten daran dass ein Fach zu kompliziert ist. Eher finden die Leute keinen Zugang mit der Stoffmenge umzugehen und kein System sich adäquat auf die Prüfungen vorzubereiten. Die lernen dann entweder nicht richtig oder das falsche. Dazu kommt fehlende Selbstreflexion über die Zeit der Prüfungsphase und etwaige Schlüsse die man daraus ziehen kann (was lief gut, was lief schlecht, woran muss ich arbeiten, wie kann ich effizienter lernen etc.). 

Klar gibt es Leute die den Eindruck erwecken, sie würden wie Gott gegeben durchs Studium gehen. Für die meisten ist Erfolg im Studium allerdings ein Berg, den man mühsam erklimmen muss. Der stellt sich meistens erst in den höheren Semester ein.

Ich denke, am Ende kannst du es nur probieren. Wichtig ist halt, dass du nicht vorschnell aufgibst.

bearbeitet von Konketea

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Einfach machen! Alles andere ist schwierig vorauszusehen. Du wirst auf jeden Fall einen größeren Aufwand haben als andere und dabei zu bleiben ist das schwierigste. In so ein nebenberufliches Studium geht man mit hoher Motivation herein, nach 2,3 oder 4 Jahren kann das dann schon ganz anders aussehen. Einen zusätzlichen Strich durch die Rechnung können dir dann noch die persönlichen Voraussetzungen machen, welche sich in den Jahren ebenfalls ändern könnten.

Wenn örtlich möglich solltest du an einer staatlichen FH studieren wo der Semesterbeitrag < 300 € beträgt und nicht wie an privaten gerne mal 1800+.

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Guten Morgen,

grundsätzlich kann man das schon schaffen, auch wenn es ohne Fachhochschulreife oder (Fach)Abitur schwierig wird, da dir die notwendigen Grundlagen fehlen.  Deshalb würde ich dir empfehlen, dass du dir die Stoffe vor dem Studium verinnerlichst. Dazu gibt es eine kostenlose Lernplattform von Hochschulen: (kann sich jeder kostenlos registrieren und nutzen).

https://viamint.haw-hamburg.de

Ansonsten was Mathe betrifft kann ich dir noch die Videos von Daniel Jung auf Youtube empfehlen. Hat mir selber sehr geholfen. Es gibt dann auch noch ein Buch von Pearson-Verlag, was auch ganz gut sein soll. Nennt sich Brückenkurs Mathematik.

Und ja, es gibt seitens der Hochschule entsprechende Unterstützungskurse, Vorkurse, Konsolidierungsmodule usw. aber diese dienen vor allem zur Wiederholung und sollen nicht das Gymnasium ersetzen. Bevor das wieder jemand anmerkt....

Zitat

Wie ist Eure Einschätzung/Meinung? 

Ich hatte früher auch nur ein Hauptschulabschluss und bin erst durch die Ausbildung an den Realschulabschluss gekommen. Das hat mich persönlich motiviert weiterzumachen, sodass ich durch das Berufskolleg die Fachhochschulreife erlangt habe. Anschließend habe ich studiert. Ich war auch nie der 1er oder 2er Schüler und hatte auch in diversen Fächern schwierigkeiten. Aber es ist alles machbar!

Die allerwichtigste Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium: Motivation, Lernbereitschaft und Interesse. Wenn dies vorhanden ist, dann schafft man das auch. Unabhängig ob man nun regulär mit Hochschulreife oder unregulär über die Berufsausbildung studiert. Wie bereits oben geschrieben, gab es bei uns ein Konsolidierungsmodul, welches zum Ziel hatte, das alle Studenten das gleiche notwendige Grundwissen besitzt.

Zitat

Ich weis auch nicht.... Ich denke ich kann stolz auf mein Werdegang sein, aber ich bin es irgendwie nicht ;(

Klar! Kannst du definitiv. ? 

Viele Grüße

bearbeitet von Exception

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Ich finde auch, dass du auf deinen Werdegang stolz sein kann, auch bin ich mir sicher, dass du das Studium schaffen könntest.

Allerdings glaube ich, dass es durch die "mangelnde"' Vorbildung extrem zeitaufwändig und nerverraubend wäre.

Deswegen würde ich mir an deiner Stelle sehr gut überlegen, ob es mir das wirklich wert ist, vor allem da man ja leicht einmal vergisst wie viel Lernaufwand/Stress man z.B. in der Ausbildung gehabt hat, wenn es schon eine Weile her ist. Und ein Informatikstudium ist sicher deutlich schwerer! Ich kenne einige Leute, die daran gescheitert sind.

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vor 17 Stunden schrieb SaJu:

Was ist dir in der Berufsschule schwer gefallen (Themen oder Art der Wissensvermittlung)? Je nachdem kann das dann in der Hochschule machbar sein oder nicht. 

Ist natürlich schon etwas her das ich in der Berufsschule war. Aber der Gedanke dort noch mal hinzu müssen wäre für mich schon schrecklich.

Ich glaube die Schnelligkeit das neue Wissen in mein Kopf zu bekommen und das es jeden Schultag halt neue Themen gibt hat mich ziemlich belastet. Aufgrund des Unwohlseins in der Berufsschule hatte ich auch keim richtigen Kontakt zu anderen Mitschülern wodurch das "Hilfestellung" geben auch nicht da wahr... 

Ich glaube - auch mit meiner Berufserfahrungen die ich habe - kann ich mich so einschätzen, dass ich der praktische Typ bin... Gib mir ein Server und der läuft, muss ich den Server bzw. seine Funktion detailliert erklären wüsste ich nicht wie ich das anstellen sollte.

Wie arbeite ich heute im Alltag gerne?

Ich habe eine Aufgabe, setzt die direkt praktisch um und lese nebenbei das wichtigste zum Thema und setze es auch direkt um. 

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Danke für Eure Antworten!

Wie ist den aus eurer siecht die Notwendigkeit im IT Bereich ein Studium zu besitzen?

Ich will kein Geschäftsführer einer multimillionen Firma werden, aber Teamleider/Verantwortung für Bereich XY wäre schon mein Ziel und das entsprechende Gehalt dafür. Meine Überlegung für das Studium Wirtschaftsinformatik war eben auch die eigene Selbständigkeit, aber ob es gibt soviel Konkurrenz auf dem Markt .... 

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Zitat

Wie ist den aus eurer siecht die Notwendigkeit im IT Bereich ein Studium zu besitzen?

Das ist sehr schwer zu beantworten. Informationstechnik ist ein rießen großer Bereich. Deshalb gibt es auch nicht die IT-Ausbildung bzw. den IT-Studiengang sondern ganz viele und nach der Ausbildung gibt es zahlreiche Job Möglichkeiten. 

Die Frage ist daher: wohin willst du? Wo siehst du dich in ein paar Jahren?  

Wenn du nur studieren gehen willst wegen des Gelds, dann würde ich eher davon abraten. Man hat auch mit einer Berufsausbildung im IT-Bereich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten mit denen man auch hochrangige Positionen besetzen kann. In meinen ehemaligen Ausbildungsbetrieb bei einem ISP haben die meisten Teamleader, Product Owner usw.  nur eine Berufsausbildung und kein Studium. ?

 

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Erstmal Respekt zu deinem Werdegang. Du scheinst ein Malocher zu sein.

Da du explizit Wirtschaftsinformatik angesprochen hast: Hier ist viel Theorie drin und Thematiken die so erstmal schwer greifbar oder abstrakt sind. Teilweise bleibt die Praxis dorf auf der Strecke.

Mathe und Englisch sind wichtig. Grade was die betriebswirtschaftlichen Themen angeht, wirst du ohne nicht auskommen.

 

Falls du deine Maloche in einem Industrieunternehmen verrichtest und die Prozesse kennst und nachvollziehen kannst wäre das ziemlich hilfreich. Die Frage ist dann immer nur, was will man als Wirtschaftsinformatikter werden. ERP, BI, E-Business,, ....

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Am 4.9.2019 um 19:05 schrieb Exception:

Die Frage ist daher: wohin willst du? Wo siehst du dich in ein paar Jahren?  

Hey @Exception

danke für deine Einschätzung.

Also ich denke ich möchte in den nächsten Jahren auf jeden Fall in den Senior-Level, wobei ich aktuell bei einen Unternehmen bin das viel zu klein ist für ein Senior. Im weiteren Verlauf wünsche ich mir schon weitergehenden Verantwortungsbereich... vielleicht ein abgegrenzter Bereich wo ich das sagen und die Verantwortung habe. 

Bei meinen alten Arbeitgeber war ich auch der inoffizieller Ausbilder für Azubis, grundsätzlich finde ich Ausbildung von jungen Menschen sehr wichtig. Aufgrund meines eigenen Lebenslauf würde ich gerne "Chancenlosen" eine Chance geben. Aber dafür muss ich noch bisschen "älter und ruhiger" werden :D

bearbeitet von speede

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Am 5.9.2019 um 12:23 schrieb PHA:

Erstmal Respekt zu deinem Werdegang. Du scheinst ein Malocher zu sein.

Danke... ich weis was ich will - nur manchmal nicht wie ich zum Ziel komme. 

Na ja, also die Bereiche die man laut Informationsseiten nach einen Wirtschaftsinformatik Studium machen kann interessieren mich eigentlich gar nicht. Klar Projektmanagement sollte jeder ITler mal gelernt haben, aber alles andere? 

Ich bin gerne der Techniker - gerne mit Verantwortung und Entscheidungsmöglichkeiten. 

 

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Hi,

eigentlich nützen dir die Einschätzungen hier nichts. Was soll dir jemand raten, der dich gar nicht kennt? 

Du kannst dich ja einfach mal (nebenberuflich, den Job dafür aufgeben würde ich nicht) einschreiben, und schauen wie es so läuft. Dann kannst du dir vorstellen was es heisst, selbstständig zu lernen. Vielleicht liegt dir das ja mehr, als du vermutest. Oder eben gar nicht. Dann hast du aber auch selber mehr Ruhe in dir.

Wenn dir von fremden Leute abgeraten wird, ist der Gedanke noch nicht tot, er wird vermutlich irgendwann nochmal keimen, dann stehst du wieder vor der Frage. Dann lieber jetzt, als in 10 Jahren. 

Aufstiegschancen hast du auch so, du musst natürlich immer etwas Glück haben, dich gut verkaufen können und Chancen erkennen. Das mag mit Studium leichter sein, aber eine Garantie ist es nicht. Auch nicht für mehr Gehalt. Ein richtiger Experte wird man nur durchs Machen, da kannst du Theorie lernen bis du schwarz wirst. 

bearbeitet von carstenj

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