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Hallo Leute,

Bin Dozent für eine verkürzte IT-Umschulung für besonders begabte Menschen, die an der Uni waren, aber dort das falsche studiert haben.

Haben aktuell im Kurs einen besonders ehrgeizigen Neuling, der gern beide Zweige zugleich erwerben möchte (FIAE und FISI).

Nun hat man mir gesagt, das geht nur so:
- Erst das eine machen, mit Prüfung von der IHK.
- Dann 3 Jahre in dem anderen Zweig arbeiten.
- Dann eine "externe" Prüfung (als Privatperson).

Wie sieht's aus, kennt jemand hier eine Alternative zu dieser Vorgehensweise? (muss natürlich legal sein - oder zumindest nicht verboten)

✍️👀👂

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Ne, das ist korrekt. Aber wieso nach drei Jahren dann nochmal die Prüfung machen ? Wenn Dein Kunde den FiSi Schein hat kann er auch als AE arbeiten. Nach einiger Zeit spielt der Lehrberuf keine Rolle mehr. Tätigkeitsfeld der beiden Berufe ist aber unterschiedlich ... ich rate dringend dazu, dass er sich entscheidet und nicht "totlernt"

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In unserer Umschulung haben wir ohnehin den meisten Unterricht gemeinsam gehabt. Ich glaube, wir waren nur 6 Wochen getrennt? 3 Wochen Windows Server/SQL-Server/Exchange für die FISIs, während die AEs Java hatten und 3 Wochen Linux Netzwerke, während die AEs C# hatten. Kommt mir also wirklich nicht sinnvoll vor, da zwei Abschlüsse machen zu wollen. 

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Ich denke auch, dass ihm das auf dem Arbeitsmarkt keine großen Vorteile bringt. Wer einen Admin etc. holt der will nen FISI...dem wird nicht groß jucken, ob man auch den FIAE hat (wenn doch, dann kann er die ein oder andere Schulung machen und das wars).

Interessant ist das eher für Ausbeutervereine, wo man der "Allrounder" ist (sprich: "Der bezahlen wir nicht viel uns sparen ne weitere Stelle ein...perfekt") und dort will er nicht arbeiten.

Ich würde auf die 2-3 Jahre Berufserfahrung nicht verzichten nur um sagen zu können "Haha guckt her ich bin sogar noch FISI"

vor 22 Minuten schrieb Dozi:

(muss natürlich legal sein - oder zumindest nicht verboten)

😐

bearbeitet von KeeperOfCoffee

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Beide Felder bieten doch mehr als genug Möglichkeiten sich exzessiv in Themenfepder zu stürzen.

FISI CCNA und AWS Google Cloud Zertifikate.

FIAE Diverse Programmiersprachen uvm.

Er sollte wirklich nicht seine Zeit damit vergeuden und nur in die Breite gehen. 

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Wir haben gesagt bekommen, dass, wenn wir beide Abschlüsse haben wollen, zuerst den einen Abschluss machen müssen und nach einem halben Jahr die zweite Prüfung mit nur GA1 (GA2 und WiSo werden übernommen) und einem weiteren Abschlussprojekt ablegen können. Einer aus unserer Klasse wollte das gerne so machen. Es bringt aber eher wenig. 

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Erachte ich als unnötig und ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich noch Ehrgeiz oder eher Unentschlossenheit ist, am Ende nicht (wieder) die falsche Wahl treffen zu wollen. Sich alle Möglichkeiten offen zu halten...

Empfehle dem Kandidaten jedoch eher, sich früh in einem Bereich zu spezialisieren und die Zeit ansonsten in den Erwerb vom Zertifikaten o.Ä. zu investieren. Das wird ihm weitaus mehr bringen als beide Abschlüsse zu haben. Oo

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Hallo,

vor 4 Stunden schrieb Dozi:

Haben aktuell im Kurs einen besonders ehrgeizigen Neuling, der gern beide Zweige zugleich erwerben möchte (FIAE und FISI).

Was will denn der Zeitgenosse damit erreichen? Meiner Meinung nach gibt es wenige Stellen, die eine solche Doppelqualifikation erfordern. Zudem könnte man mal überlegen, wie sowas bei einem potentiellen Arbeitgeber ankommt. "Nicht Fisch, nicht Fleisch, kann sich nicht entscheiden"...

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Guten Abend,

das meiste wurde ja schon bereits gesagt. Man kann problemlos nach der Ausbildung zwischen den Bereichen wechseln, da Inhaltlich exakt das selbe ist. Die Fachrichtungen unterscheiden sich lediglich bei den Aufgaben im Betrieb.

Sinnvoller ist daher eine berufliche Weiterbildung zu machen, wobei ich im Entwicklungsbereich eher auf Referenzen als auf Zertifikate setzen würde. Dazu z.B. einfach ein Account auf Github erstellen und an Open Source Projekten mitwirken. Aktuell findet ja ohnehin das Hacktoberfest statt. Dann lohnt sich das erst recht ;-)

Viele Grüße

bearbeitet von Exception

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Gast Konketea

Ein bisschen muss man das Argument, man könne ja eh zwischen den Bereichen wechseln, etwas entkräften. Man kann natürlich nicht als Anwendu gsentwickler jede Sysadmin Stelle annehmen und auch nicht als Sysadmin jede Entwicklerstelle. 

Richtig ist, dass die Türen nicht verschlossen sind, aber es kostet meist zusätzlichen Aufwand und Engagement sie zu öffnen. Oft ist dies auch mit Gehaltseinbuße verbunden. Es macht in meinen Augen wenig Sinn von vornherein zu planen, dass man umschwenkt und nach der Ausbildung wieder bei 0 anfängt.  Denn oft ist es ja nicht das Wissen in der Berufsschule was den Marktwert ausmacht, sondern das, was man im Betrieb lernt. Und das ist bei beiden Fachrichtungen in der Regel völligisch unterschiedlich und selbst innerhalb der jeweiligen Fachrichtung nicht einheitlich. 

Ich würde mich trotzdem dem Tenor anschließen, dass beide Abschlüsse zu erwerben keinen Sinn macht. Viel mehr würde ich mich für einen Abschluss entscheiden und bei ungebändigten Interesse die Fühler in der Freizeit in die jeweilige andere Fachrichtung stecken. 

Wenn ich da eine Empfehlung abgeben sollte für Leute die beides interessant finden:  Anwendungsentwickler lernen und zusätzlich LFCS (oder alternativ LPIC1+2) und CCNA erwerben. Die Zertifikate machen einem zwar nicht zum Sysadmin, das Grundlagen wissen sollte aber ausreichen um Junior DevOp Stellen anzunehmen. Nach meiner Erfahrung nach tun sich Anwendungsentwickler leichter das heute notwendige Wissen, was man für Cloud usw. braucht, zu erwerben, als die Sysadmins mit grundlegenden Software Engineering und Tools vertraut zu machen. Brauchen tut man heute oft halt beides und Wissen in beiden Bereichen kann man gut verkaufen. 

Ich denke wenn er sich nur fuer das eine oder das andere interessiert, würde er ja ohnehin nicht beide Abschlüsse anstreben. Das wäre daher mein Vorschlag sich möglichst breit aufzustellen. 

bearbeitet von Konketea

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vor 6 Minuten schrieb Konketea:

Ein bisschen muss man das Argument, man könne ja eh zwischen den Bereichen wechseln, etwas entkräften. Man kann natürlich nicht als Anwendu gsentwickler jede Sysadmin Stelle annehmen und auch nicht als Sysadmin jede Entwicklerstelle. 

Das ist auch der Fall, wenn du nach der Ausbildung 5 Jahre als Entwickler arbeitest. Die AG sehen dich dann auch als Entwickler an und du wirst relativ schwer eine Sysadmin Stelle bekommen. Schließlich hat man 5 Jahre lang nichts in der Richtung gemacht. 

Zertifikate...naja die sind doch immer nur eine Zeit lang gültig, oder? Habe hier schon öfters gehört, dass ungültige Zertifikate auch nix wert sind. Wenn interessiert es schon, dass man vor 3 Jahren Wissen über XY hatte und dann nie mehr was damit zu tun gehabt hat.

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Ein Lehrer der Berufsschule hat uns erzählt, dass einige Fachinformatiker-Auszubildende, die bei der Bundeswehr angestellt waren, nach den 3 Jahren für ihre FISI-Ausbildung auch noch im folgenden Jahr ihre Abschlussprüfung als FIAE abgelegt haben, und dafür quasi das 3. LJ nochmal bei der Parallelklasse "wiederholt" haben. Ich kann dir leider nicht sagen, welche Prüfungen dazu abgelegt werden mussten (ob GA2 und WiSo nochmal), aber so wie es der Lehrer erzählt hat, war das für die Bundeswehrler wohl relativ praktisch, verpflichtet hatten sie sich ohnehin für eine längere Zeit, auf die Höhe des Wehrsolds hatte es auch keinen Einfluss, und es verhinderte wohl sogar, dass sie während dieser Zeit auf Auslandseinsätze geschickt werden konnten. Ich weiß nicht, ob es da länderabhängig oder zwischen den IHKs nochmal Unterschiede gibt, in meinem Fall war es aber die IHK Schwaben in Bayern. Ich denke mal, am ehesten kann dir auch deine zuständige IHK Auskunft geben.

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IT ist meiner Meinung nach eines der wenigen  Berufsfelder in denen die formelle Bezeichnung des Abschlusses relativ egal ist.

Bachelor und "nur" Sysadmin ist hier genauso vertreten wie Ausbildung und Führungsposition. Ob nun in der Ausbildung schwerpunktmäßig das Thema "Programmierung" oberflächlich angekratzt wurde oder das Thema "Administration" ist relativ egal und mit jedem Tag arbeiten im ein oder anderen Themenfeld wird es noch viel egaler.

Es gibt hier im Form genug Beispiele die zwar X gelernt haben aber in Bereich Y arbeiten.

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Gast Konketea
vor 9 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Das ist auch der Fall, wenn du nach der Ausbildung 5 Jahre als Entwickler arbeitest. Die AG sehen dich dann auch als Entwickler an und du wirst relativ schwer eine Sysadmin Stelle bekommen. Schließlich hat man 5 Jahre lang nichts in der Richtung gemacht.

Ja eben drum würde ich nicht für einen "harten cut" lernen. Wenn man sich für beides interessiert, gibt es ja durchaus Jobs, wo Wissen aus beiden Bereichen auch honoriert wird. Die Strategie zum Erwerb des Wissen in beiden Abschlussprüfungen zu suchen halte ich nur für unvorteilhaft. Das was man in der Berufsschule lernt ist halt eher so... naja.

vor 9 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Zertifikate...naja die sind doch immer nur eine Zeit lang gültig, oder? Habe hier schon öfters gehört, dass ungültige Zertifikate auch nix wert sind. Wenn interessiert es schon, dass man vor 3 Jahren Wissen über XY hatte und dann nie mehr was damit zu tun gehabt hat.

Die Empfehlungen zu den Zertifikaten beziehen sich auch eher auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen. Zertifikate bieten hier eine gute Struktur an sich mit den Themen zu beschäftigen - besser als das was man in der Schule lernt. Wo man als Entwickler nix mehr mit Linux und/oder Netzwerken zu tun hat, halte ich hingegen für eher die Ausnahme. Wenn er sich auf gezielte Schnittstellen Positionen bewirbt ("DevOp") ist das oft sogar ein must have.

Zertifikate als Nachweis haben nach meiner Erfahrung kein echtes Verfallsdatum. Klar, wenn das 10 Jahre her ist und man dann wirklich nichts mehr damit zu tun hätte, geschenkt. Das künstliche "Ablaufdatum" das viele Zertifikate mitbringen existiert natürlich einzig und allein damit das Geschäftsmodell der Anbieter am leben gehalten werden kann. Interessieren tut sich dafür keiner wirklich und ich habe auch noch nie erlebt, dass jemand ein 3 Jahre altes Zertifiakt nicht mehr aufführt, nur weil der Anbieter sich vorstellt, man müsste die Prüfung jedes Jahr neu ablegen. Das aber nur am Rande.

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