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Vertrauensarbeitszeitmodel ja oder nein?

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Das hängt vom Betrieb und eigenen Typ ab. Ich hatte einmal VAZ und das war super. Ich habe ziemlich genau meine 40 Wochenstunden gemacht, war super flexibel und wurde nie schief angeschaut. Selbst wenn, hätte es mich nicht interessiert.

Da gibt es aber auch genug Horrorgeschichten, die anders klingen und nicht jeder hat das dicke Fell, etwaige blöde Blicke zu ertragen. Von daher gibt es da kein klares Fazit zu.

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vor 8 Minuten schrieb Errraddicator:

Das hängt vom Betrieb und eigenen Typ ab. Ich hatte einmal VAZ und das war super.

ich hatte es halt jetzt 2 mal und beide mal wars ne Katastrophe in der Umsetzung und hab halt auch einige negative Berichte aus dem Bekanntenkreis. Bei der VAZ ist mir einfach zu viel schwamming bzw. nicht geregelt.

Ich hab lieber ein normales Gleitzeitsystem mit entsprechend flexibler Arbeits/Kernzeit, da ist wenigstens fest geregelt wie das mit Überstunden usw. ist. Wie gesagt ich würde wohl bei keiner Firma mehr arbeiten die VAZ anbietet, die Erfahrungen waren einfach extrem negativ damit.

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Wenn du deinen normalen Tagesablauf hast (hat wenig für mich mit fehlender Eigenorganisation zutun), ist es auch scheiße wenn du dann ne Stunde später anfangen musst weil dir jemand Meetings nach deiner eigentlichen Arbeitszeit reinstellt, klar kannst du "Da bin ich schon weg" sagen, gibt aber genug Leute die das sicher nicht machen würden und dann schiebt man halt die Überstunden. Kenn aber auch Leute die da knallhart einfach nicht in das Meeting gehen. Das sehen genug AGs anders und es steht nach wie vor in den Verträgen alle Überstunden sind abgegolten beim VAZ Model, ob das jetzt rechtens ist oder nicht. Punkt. Klar kannst du es dir wahrscheinlich irgendwie einklagen oder mit Anwalt drohen, das tut aber so gut wie niemand weil dann hat sich das ganze Arbeitsverhältnis eh erledigt. 

 

Das alle Überstunden bei VAZ mit dem Gehalt abgegolten sind ist nicht korrekt.Das Überstunden mit dem Gehalt abgegolten werden is zudem erst ab einem Jahreseinkommen von 75.000 Rechtskräftig. Laut Entscheidung des europäischen Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2019 müssen auch bei VAZ Überstunden vom Arbeitgeber protokolliert und vergütet werden.

Somit bleibt bei VAZ lediglich ein flexibler Arbeits- und Endbeginn.

 

 

 

 

 

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vor 14 Minuten schrieb InTheVoid:

Das alle Überstunden bei VAZ mit dem Gehalt abgegolten sind ist nicht korrekt.Das Überstunden mit dem Gehalt abgegolten werden is zudem erst ab einem Jahreseinkommen von 75.000 Rechtskräftig. Laut Entscheidung des europäischen Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2019 müssen auch bei VAZ Überstunden vom Arbeitgeber protokolliert und vergütet werden.

Somit bleibt bei VAZ lediglich ein flexibler Arbeits- und Endbeginn.

Und interessiert nach wie vor Unmengen an Firmen nicht, es steht trotzdem im Vertrag "Alle Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten", egal ob Gesetze schon seit Jahren sagen das sowas nicht rechtskräftig ist. Das weiß ich selbst, nur was willst du machen entweder du unterschreibst nicht oder du gehst mit dem Anwalt dagegen vor und versucht deine "Rechte" später einzuklagen, nur wie gesagt dann hat es sich mit dem Arbeitsverhältnis erledigt.

 

wie gesagt den flexiblen Zeiten kannst du auch bei Gleitzeit haben.

bearbeitet von Albi

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vor 12 Minuten schrieb InTheVoid:

Das alle Überstunden bei VAZ mit dem Gehalt abgegolten sind ist nicht korrekt.Das Überstunden mit dem Gehalt abgegolten werden is zudem erst ab einem Jahreseinkommen von 75.000 Rechtskräftig. Laut Entscheidung des europäischen Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2019 müssen auch bei VAZ Überstunden vom Arbeitgeber protokolliert und vergütet werden.

Somit bleibt bei VAZ lediglich ein flexibler Arbeits- und Endbeginn.

Und damit ist die Schnittmenge zwischen "VAZ" und "Gleitzeit ohne Kernzeit" quasi 100%. Maximal könnte man hier noch eine Unterscheidung mit "VAZ kennt keine Minusstunden" anführen...

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Kommenden Mittwoch hab ich das Vorstellungsgespräch in der Firma mit der VAZ. Ich werde direkt nachfragen ob dieses Model wie Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit und mit Erfassung der Überstunden fungiert oder ob in diesem Model Überstunden “nicht Existent“ sind.
Sollte letzteres der Fall sein werde ich die Gehaltsverhandlung mit 47.000 € Jahresbrutto statt 42.000 starten ;D
Es handelt sich um eine Junior Softwareentwickler Stelle.

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vor 36 Minuten schrieb InTheVoid:

Sollte letzteres der Fall sein werde ich die Gehaltsverhandlung mit 47.000 € Jahresbrutto statt 42.000 starten ;D
Es handelt sich um eine Junior Softwareentwickler Stelle.

Was Th0mka sagt, warum weniger ansetzen? Wenn du 42K willst, solltest du eh höher ansetzen, damit noch Spielraum zum Runterhandeln durch die Firma ist. Und ich seh Lebenszeit irgendwo immer etwas wichtiger als Gehalt, die Option auf Auszahlen wäre nur eine Notfalllösung falls man es nicht schafft alle Überstunden bis Tag X (z.b. 31.12.) abzufeiern.

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Bei uns gibt es Vertrauensarbeitszeit. Dass man irgendwie schief angeschaut wird, kommt nicht vor. Durch Homeoffice, Termine beim Kunden vor Ort, etc. weiß auch niemand wirklich, wie viel andere arbeiten. Einige Kollegen arbeiten auch z.B. lieber nachts und sind tagsüber nicht vor Mittag im Büro.

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Ich persönlich mag ja das Modell "Solange die Kunden zufrieden sind und pünktlich ihre Rechnungen zahlen, kannst Du kommen und gehen wann und machen was Du willst". Gepaart mit Management by Exception erzielt dieses Modell meiner Meinung nach die höchste Arbeitszufriedenheit beim MA. Als Kennzahl nehme ich dann gerne die Krankheitstage am Ende des Jahres. Und die sind meist im niedrigen, einstelligen Bereich. Selbst bei Müttern und Vätern.

bearbeitet von Kwaiken

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vor einer Stunde schrieb Kwaiken:

Ich persönlich mag ja das Modell "Solange die Kunden zufrieden sind und pünktlich ihre Rechnungen zahlen, kannst Du kommen und gehen wann und machen was Du willst". Gepaart mit Management by Exception erzielt dieses Modell meiner Meinung nach die höchste Arbeitszufriedenheit beim MA.

Das Modell klingt auch gut. Wir haben keine Kunden für die wir entwickeln, wir haben eigene Produkte. Dadurch betreuen und entwicklen wir zu viert an insgesamt 6 Projekten. Wir haben für die Projekte noch Anforderungen im Jira für das ganze nächste Jahr, zumindest an Arbeitzeit. Von der Prio her sollte mindestens die hälfte schon erledigt sein. Dazu kommen noch Supportfälle, die natürlich immer urgent sind. Es gibt permanent Beschwerden warum dieses oder jenes nicht fertig ist und entsprechend auch dauern umpriorisierungen.
Andauernd muss man sich noch verschiedensten Stellen gegenüber rechtfertigen, warum dieses oder jenes noch nicht umgesetzt/gefixt ist. Das alleine ist schon toxisch, aber mit VAZ wird es schnell kriminell.
 

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vor 12 Stunden schrieb Matt84:

Es gibt permanent Beschwerden warum dieses oder jenes nicht fertig ist und entsprechend auch dauern umpriorisierungen.

Genau dafür gibt es Team-/Anbteilungs-/Bereichs- oder Prozessleiter, je nachdem welches Schimpfwort bei euch dafür benutzt wird.

Die sind eigentlich genau dafür da, zu schauen dass die Priorisierung stimmt. Wenn diese dann ach nach "wer schreit am lautesten" oder "wer ist chefiger" die Prio immer wieder neu auswürfeln, so what. Aber ja, schlechte Teamleitung wird durch VAZ nicht besser :)

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vor 20 Minuten schrieb Maniska:

Genau dafür gibt es Team-/Anbteilungs-/Bereichs- oder Prozessleiter, je nachdem welches Schimpfwort bei euch dafür benutzt wird.

Die sind eigentlich genau dafür da, zu schauen dass die Priorisierung stimmt. Wenn diese dann ach nach "wer schreit am lautesten" oder "wer ist chefiger" die Prio immer wieder neu auswürfeln, so what. Aber ja, schlechte Teamleitung wird durch VAZ nicht besser :)

So groß sind wir nicht. Wir sind eine Tochterfirma (10 Mitarbeiter) einer mittelständischen Firma (200 Mitarbeiter). Mein Chef ist der Geschäftsführer und seine Hauptaufgabe ist Sales, dementsprechend ist er auch viel unterwegs. Teile der Teamleitung übernehme ich, die Priorisierung gehört nicht dazu. Im Grund leitet der Chef einfach alles weiter und sagt es muss fertig werden und das ist jetzt das wichtigste. Und dann gibt es eben noch Vorstände und deren Assistenten der Mutterfirma, die brauchen auch immer alles asap.
Und dann eben Kunden die sich beschweren, dass was nicht läuft, was zu 90% nicht von uns verschuldet wurde, Daten in der Software bein Kunde murken, Probleme in der Infrastruktur, VPN vom Kunde geht mal wieder nicht. Aber wir sind die, die das dann immer rausfinden müssen, da die Probleme letztendlich in unserem Produkt zum Vorschein kommen.

 

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@Albi

Ich bevorzuge auch ein Modell mit Zeiterfassung und klaren Regeln, sofern Gleitzeit und Home Office ordentlich möglich sind. Das ist sauberer, genauso flexibel und fairer für alle. Ich wollte nur sagen, dass VAZ nicht per se schlecht sein muss. Das kann auch Spaß machen, solange es gut gestaltet wird. :)

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Wird bei uns sehr gut gelebt, man kann kommen und gehen wie man will, solange die Arbeit erledigt wird und wichtige Termine stattfinden, ist alles gut.

Ich habe noch von keinem Kollegen gehört, dass er sich über Arbeit beschwert, die er nicht freiwillig aufgenommen hat.

Priorisierung passiert informell, es wird aber von allen akzeptiert, wenn sich etwas Runterpriorisiertes dann verspätet.

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vor 15 Stunden schrieb Matt84:

Das alleine ist schon toxisch, aber mit VAZ wird es schnell kriminell.

Eine VAZ ohne klare Regeln dient meist nur dazu, dem AG das Zeit-Controlling bei möglichst flexiblem und ausbeuterischen Einsatz der MA zu ersparen. Bedeutet oft im Klartext: nur früher kommen und später gehen ist OK. Hier sollte man sich nicht von "Sie können die Stunden abfeiern, wenn es nicht so viel zu tun gibt" einlullen lassen. Denn man sitzt in dem VG nicht weil es in der Firma gerade wenig zu tun gibt ...

vor einer Stunde schrieb Matt84:

Im Grund leitet der Chef einfach alles weiter und sagt es muss fertig werden und das ist jetzt das wichtigste.

Solche Kunden habe ich auch. Hier muss man aber klare Kante zeigen und sagen, dass der Kontext-Switch viel Overhead produziert. Und wenn zu häufig umpriorisiert wird, man nur mit dem Overhead beschäftigt ist. Kommt darauf ein geschwurbeltes "Wir sind eben in einem dynamischen Umfeld", dann auf einem Ticketsystem bestehen und die Anzahl der PRIO1-Tickets auf die Anzahl der MA beschränken, sowie die Prio nur von einer Person festlegen lassen; und sei es der Chef.

Alles andere führt dazu, dass ein MA mehrere PRIO1-Tickets gleichzeitig jongliert und damit auch die Fehlerquote exorbitant steigt. Das führt zu noch mehr Unzufriedenheit bei den Kunden, zu Fehlern in der Software und damit noch mehr Tickets. Aus diesem Kreis kommst Du nicht mehr raus und kannst das Rad nur noch durch dauerhafte Mehrarbeit drehen.

vor einer Stunde schrieb Matt84:

Aber wir sind die, die das dann immer rausfinden müssen, da die Probleme letztendlich in unserem Produkt zum Vorschein kommen.

Wir haben das so gelöst, dass der Kunde ein bestimmtes Kontingent an Support-Minutes kaufen kann. Es kann auch für seine Heizung ein Ticket aufmachen und der MA arbeitet daran. Geht alles von seinem Kontingent ab, es sei denn der Fehler ist durch das Produkt verschuldet. Läuft eigentlich ganz gut.

Nachdem die Kunden einige Male durch Larifari-Tickets ihr Kontingent aufgefressen haben und nachkarren mussten, achten sie jetzt darauf, auch selbst mal Troubleshooting zu betreiben und nur dann Tickets aufzumachen, wenn es zu 99% dem Produkt zuzuschreiben ist.

vor 58 Minuten schrieb Errraddicator:

Ich bevorzuge auch ein Modell mit Zeiterfassung und klaren Regeln, sofern Gleitzeit und Home Office ordentlich möglich sind.

Korrekt. Anders geht es auch meiner Meinung nach nicht. 

Eine mir bekannte Beratung fährt z. B. das Modell von zwei Gleittagen im Monat, die durch Überstunden finanziert werden. Hast Du z. B. ein Fakturaziel von 4 Tagen / Woche und hast in einem Monat 4,5 Tage / Woche verschrieben, kannst Du Dir 2 Gleittage als Urlaub in diesem Monat holen (Tage können nicht kumuliert werden, um ein Ansammeln zu vermeiden - sie sollen der Erholung dienen und nicht der Verlängerung des Jahresurlaubs).

Dauerhafte Faktura von > 4,5 - 5 Tage wird ebenfalls strikt unterbunden, da der MA sonst seinen administrativen Verpflichtungen (Sales-Dokumente bearbeiten, Kommunikation mit Kollegen, Weiterbildung zu neuen Features, Webinare, Schulungen, etc.) auf Dauer ohne Überstunden nicht nachkommen kann.

 

bearbeitet von Kwaiken

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vor 20 Stunden schrieb InTheVoid:

Das Überstunden mit dem Gehalt abgegolten werden is zudem erst ab einem Jahreseinkommen von 75.000 Rechtskräftig

Jain. Die Regelung greift, wenn man "Besserverdiener" ist. Festgemacht wird das an der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, die jährlich angepasst wird. Derzeit liegt die Grenze bei 80.400 € (West) und 73.800 € (Ost). Die Angaben beziehen sich auf die Jahresbruttogehälter.

Zum Thema: Ich habe bisher bei zwei Unternehmen mit Vertrauensarbeitszeit (VAZ) gearbeitet (bzw. arbeite beim zweiten noch) und bei beiden keine negativen Erfahrungen bzgl. der Arbeitszeit gemacht. Wenn ich an einem Tag mal 2 Stunden früher gehe und dafür am anderen Tag 2 Stunden länger bleibe, guckt mich keiner meiner Kollegen schief an. Die machen das nämlich genau so. Es wird aber auch nicht kontrolliert ob ich tatsächlich meine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ableiste. Mir wird vertraut. Das ist der Kern von VAZ. Ich hätte grundsätzlich auch kein Problem damit zu stempeln, aber da ich derzeit keine Probleme mit dem Modell VAZ habe, wäre Stempeln für mich nur ein unnötiger Mehraufwand.

Die Erfahrungen variieren hier stark, wie der Thread zeigt, ich wollte nur mal beisteuern, dass es auch positive Beispiele geben kann.

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Also bei uns gab es immer noch die Projektzeiterfassung, da konnte man schon ganz gut ablesen wie lange die Leute gearbeitet haben. Wenn da jemand permanent nur 4 Stunden am Tag bucht, stimmt eben auch was nicht.

Ich kam mit der VAZ eigentlich ganz gut klar, hatte aber auch meine Zeiten in den die Überstunden in solchen Mengen angefallen sind, dass ich keine Chance hatte die abzubauen. Aber das geht allein auf meine Kappe.
Was mich eher gestört hat, es gab dadurch keine Gleittage. Gerade als Pendler hätte ich doch lieber komplette Tage abgebaut. Meine Frau hat auch regelmäßig die letzten Wochen im Jahr frei, weil die Stunden auf dem Konto abgebaut werden müssen.

Daher mal zwei Fragen an die Leute mit VAZ:

Hattet ihr keine Projektzeiterfassung?

Sieht euer VAZ Modell Gleittage vor?

bearbeitet von Ulfhednar

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vor 11 Minuten schrieb Ulfhednar:

Hattet ihr keine Projektzeiterfassung?

Es gibt eine "Projektzeiterfassung". Allerdings werden dort nur ganze Tage erfasst. Letztendlich dient die Erfassung der Tage mehr als KPI und nicht als Zeiterfassung. "Projekte" sind bei uns Prüfungen und haben eine festgelegte Länge in Manntagen. Am Ende der Prüfung wird evaluiert ob die Manntage ausgeschöpft oder sogar überschritten wurden. Daraus werden Lessons Learned für die nächsten Prüfungen in ähnlich gelagerten Themenfeldern abgeleitet.

vor 11 Minuten schrieb Ulfhednar:

Sieht euer VAZ Modell Gleittage vor?

Prinzipiell ja. Man soll Überstunden aufschreiben und hat die Möglichkeit eine bestimmte Anzahl Gleittage pro Monat als Ausgleich zu nehmen. In der Praxis machen wir keine Überstunden. Ich arbeite für einen großen Konzern und Überstunden müssten vom Leiter der Abteilung angeordnet und durch den Betriebsrat genehmigt werden. Da das einen großen Aufwand darstellt, werden Überstunden nie angeordnet. Daraus folgt, dass ich keine Überstunden mache. Auch nicht "off the books" oder sowas. Ich arbeite stumpf meine 38 Stunden ab.

bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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vor 4 Stunden schrieb Errraddicator:

@Albi

Ich bevorzuge auch ein Modell mit Zeiterfassung und klaren Regeln, sofern Gleitzeit und Home Office ordentlich möglich sind. Das ist sauberer, genauso flexibel und fairer für alle. Ich wollte nur sagen, dass VAZ nicht per se schlecht sein muss. Das kann auch Spaß machen, solange es gut gestaltet wird. :)

Klar kann VAZ gut sein, nur wie gesagt ich hab halt leider nur schlechte Erfahrungen gehabt. Das Problem ich seh halt einfach mehr potentielle Probleme als Vorteile darin. Wie gesagt ein Gleit richtig umgesetzt kann genau so gut und flexibel sein mit weniger "Risiko" weil eigentlich alles nur auf Vertrauen basiert.

vor 3 Stunden schrieb TooMuchCoffeeMan:

Ich hätte grundsätzlich auch kein Problem damit zu stempeln, aber da ich derzeit keine Probleme mit dem Modell VAZ habe, wäre Stempeln für mich nur ein unnötiger Mehraufwand.

Gut bei mir ist das "Stempeln" nie ein Mehraufwand gewesen, bei einem AG lief immer ein Zeiterfassungsprogramm am Rechner mit das sich mit dem Start vom PC automatisch starten lies wenn man das wollte, heißt sobald du den Rechner angemacht hast, hat der deine Zeit getracked bist du den Rechner runtergefahren hast oder einen gewissen Zeitraum inaktiv warst.

In meiner aktuellen Firma stempel ich automatisch wenn ich ins Gebäude gehe da ich durch ne Sicherheitsschleuse muss mit meinem Ausweis, würde ich das nicht würde ich nicht ins Gebäude kommen xD Im HO müsste ich es nur per Hand eintragen.

vor 2 Stunden schrieb Ulfhednar:

Also bei uns gab es immer noch die Projektzeiterfassung, da konnte man schon ganz gut ablesen wie lange die Leute gearbeitet haben. Wenn da jemand permanent nur 4 Stunden am Tag bucht, stimmt eben auch was nicht.

...
Was mich eher gestört hat, es gab dadurch keine Gleittage. Gerade als Pendler hätte ich doch lieber komplette Tage abgebaut. Meine Frau hat auch regelmäßig die letzten Wochen im Jahr frei, weil die Stunden auf dem Konto abgebaut werden müssen.

Daher mal zwei Fragen an die Leute mit VAZ:

Hattet ihr keine Projektzeiterfassung?

Sieht euer VAZ Modell Gleittage vor?

Das mit der Projektzeiterfassung war z.b. bei einem meiner 2 VAZ Erfahrungen so ein negativ Beispiel, auf der einen Seite hieß es VAZ und auf der anderen wurde erwartet das man mindestens 85% fakturierbar pro Woche seine Arbeit an Projekten erfasst, ist man drunter gefallen wurde man sofort vom TL drauf gestupst das man nicht genug fakturiert (mit ein Grund warum ich dieses Wort mittlerweile nicht mehr hören kann...). Letztendlich hatte man also doch eine geprüfte Zeiterfassung unter dem lächerlichen Deckmantel einer VAZ und was ich so mitbekomme ist das bei nicht wenigen unternehmen der Fall.

Das eben keine Überstunden getrackt werden macht das mit den Gleittagen halt immer schwierig und ich finde das auch sehr angenehm, vor allem jetzt wo ich auch "Weitpendler" bin mit 2 Std. einfachen Arbeitsweg, da werde ich sicher mal wenn ich Überstunden haben den ein oder anderen Gleittag machen und meine Woche auf 4 Tage verkürzen wenn möglich.

 

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Naja man muss halt nicht stempeln. Bin mir sicher dass einige statt Ihre "40h" eher 30-33h machen. Ich verstehe "Vertrauensarbeitszeit" eher als DU musst nicht stempeln wir glauben schon dass du deine 40 h machst. Das einige AG es ausnutzen etc. wäre nichts neues.... @Graustein

bearbeitet von Zaroc

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Am 6.11.2019 um 14:30 schrieb wira:

[...]Ich hab aber jetzt Jahre in einem Unternehmen gearbeitet, wo man angemault wurde, wenn man um 5:20 (morgens) eingestempelt hat, da war noch keine zweite Person im Haus (Arbeitsschutz/Brandschutz). wenn man halt nur 10 Minuten zur Arbeit hat (um die Zeit) und die Sonne ins Schlafzimmer scheint (im Sommer).

Da könnte es aber vielleicht eher das Problem gewesen sein, dass es bei vielen Firmen vor 6 Uhr morgens Nachtzuschläge gibt und das Unternehmen die selbstverständlich nur dann zahlen will, wenn sie auch notwendig sind.

Am 7.11.2019 um 10:00 schrieb Graustein:

Klar 100% geht (fast) nie. Wenn man einen Termin hat, dann hat man den halt. Wird aber bei den meisten nicht so oft vorkommen bzw bei uns werden Termine schon mittig gelegt.

Also wenn ein Termin nach Feierabend ohne vorherige Abstimmung einfach eingesetzt wird, dann kommt da von mir im Normalfall keine Zusage. Ich finde es immer eine Frechheit, wenn diejenigen Leute, die morgens um 11 Uhr erst aufschlagen dann Termine einstellen, die nach Arbeitsende diverser Mitarbeiter sind. Da kann man ja durchaus auch andere Termine finden als ab 18 Uhr...

Am 7.11.2019 um 12:30 schrieb Albi:

[...] Das sehen genug AGs anders und es steht nach wie vor in den Verträgen alle Überstunden sind abgegolten beim VAZ Model, ob das jetzt rechtens ist oder nicht. Punkt. [...]

Wenn keine gezahlt werden, mache ich auch keine Überstunden, wenn nicht zwingend notwendig. Und die kann man dann innerhalb des Monats ausgleichen, wenn sie nicht gerade am letzten oder vorletzten Tag anfallen.

Am 7.11.2019 um 17:20 schrieb Kwaiken:

Ich persönlich mag ja das Modell "Solange die Kunden zufrieden sind und pünktlich ihre Rechnungen zahlen, kannst Du kommen und gehen wann und machen was Du willst". Gepaart mit Management by Exception erzielt dieses Modell meiner Meinung nach die höchste Arbeitszufriedenheit beim MA. Als Kennzahl nehme ich dann gerne die Krankheitstage am Ende des Jahres. Und die sind meist im niedrigen, einstelligen Bereich. Selbst bei Müttern und Vätern.

Kann man machen, wenn man keinen Service für bestimmte Zeiträume abdecken muss. Ansonsten muss man Früh- und Spätaufsteher haben, so dass es passt und immer wer zu den vorgegebenen Zeiten vor Ort ist. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass immer mehr Leute lieber früher anfangen als später, was dann wieder zu Problemen dabei führt.

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vor 2 Stunden schrieb Crash2001:

Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass immer mehr Leute lieber früher anfangen als später ...

Zum einen verschiebt sich das ein wenig, sobald man Kinder hat. Zum anderen pendeln viele AN mittlerweile: ein MA bei einem Kunden von mir braucht ~1,5 zur Arbeit und fährt um 5:00 Uhr von zu Hause los, nachdem er für die Kiddies alles vorbereitet hat. 6:00 oder 6:30 ist er dann schon am PC und um 13:30 - 14 Uhr wieder auf dem Heimweg.

Die Spätkommer sind oft DINKs, Singles oder junge Leute. Die nutzen dann z. B. den Dienstag zum feiern oder für die Kinonacht mit dem Partner und kommen dann nicht vor 11. Bleiben dann aber auch bis ~20 Uhr.

bearbeitet von Kwaiken

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Aaah DINK = Double Income, no Kids. Noch nie gehört bisher die Abkürzung.
Dann gehöre ich auch zu den DINKs.

Ja gut, bei dem Verkehr hier in München kommt man früh morgens und am frühen Nachmittag natürlich besser durch. Vor 6 Uhr dürfte ich aber nicht anfangen, da es da sonst Zuschläge geben würde, die nicht bezahlt werden wollen.
als ich damals 3 Monate nach Ingolstadt täglich 80km/Richtung gependelt bin, bin ich aber auch schon um 5 Uhr rum los, damit ich hin keine 1,5h brauche, sondern eher 45 Minuten und zurück nur ca. 1h statt 2h.

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vor 3 Stunden schrieb Kwaiken:

Die Spätkommer sind oft DINKs, Singles oder junge Leute. Die nutzen dann z. B. den Dienstag zum feiern oder für die Kinonacht mit dem Partner und kommen dann nicht vor 11. Bleiben dann aber auch bis ~20 Uhr.

Das sieht bei uns im Unternehmen etwas anders aus ... fast alle DINKs triffst du bei uns schon ab 07:00 Uhr spätestens ab 08:00 Uhr an, während die Personen mit Family teilweise erst gegen 09:00 Uhr erscheinen, weil die Kinder halt noch zur Schule, KiTa oder sonst was müssen.

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