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Starke Verzweiflung macht sich breit als Software Entwickler

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Schönen guten Tag zusammen,
ich weiß noch nicht genau was ich mir von diesem Thread erhoffe, lediglich das ich es mal jemandem erzählen konnte der auch in dem IT – Sektor tätig ist. Die Personen in meinem sozialen Umfeld sind alle leider nicht im IT – Sektor tätig und können mich und meine Verzweiflung daher nicht wirklich verstehen und auch nicht nachvollziehen. Trotzdem muss ich diese Gedanken einfach niederschreiben in der Hoffnung das ich anschließend erleichtert oder aber etwas besser fühle.

Das ganze zu beschreiben oder auf Papier zu bringen fällt mir relativ schwer da es sich um ganz viele kleine wirre Gedanken handelt. Ob berechtigt oder nicht kann ich nicht wirklich beurteilen da ich durch dieses Gedankengut schon teilweise gehemmt bin.

Und zwar geht es darum das ich mich nicht gut genug für den IT – Sektor, speziell für die Software Entwicklung, halte. Das Ganze geht bei mir schon ein paar Monate lang. Das große Problem daran ist, das ich dadurch total gehemmt bin und dadurch auch Sorge habe Fehler zu machen. Das wiederum führt dazu das ich schleichend angefangen habe weniger selbstständig zu sein und versuche alle meine Ideen oder Umsetzungen abzusegnen um keine Fehler zu machen anstatt mal eine Idee vorzubringen, durch umzusetzen und zu schauen was passiert.

Auslöser des ganzen war ein Kollege, der für einen begrenzten Zeitraum bei uns im Team ist. Dieser Kollege ist, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, einfach ein Naturtalent. Zu jedem Problem findet er innerhalb kürzester Zeit eine Lösung bzw. findet in kürzester Zeit eine Idee für eine Lösung. Zudem scheint er sich mit jedem Themengebiet der SW-Entwicklung auszukennen. Beispielsweise Verschlüsselungs- und Kryptografieverfahren. Egal um was es umzusetzen geht – er weiß direkt wie, wieso und weshalb. Ich kann das leider schwer beschreiben – er kennt sich mit Themen aus, mit denen ich noch nie was am Hut gehabt habe. Er kennt scheinbar jede Ecke eines Frameworks. Ich dagegen muss viele Sachen nachschauen, brauche für eine Lösungsfindung deutlich länger und habe manchmal generell das Problem eine Lösung für ein Problem oder eine Anforderung zu finden. Er findet auch immer irgendwelche Ecken im Code, die man verbessern kann oder anpassen kann. Das ist einfach Wahnsinn – gewissermaßen beneide ich ihn einfach um seine Fähigkeiten. Das lässt mich natürlich noch mehr zu dem Schluss kommen das ich einfach ungeeignet für den Beruf bin. Big-O Notation? Noch nie was von gehört! Irgendeinen Abend habe ich mir voller Verzweiflung mal Sortieralgorithmen angeschaut und bin bei QuickSort einfach nur gescheitert – da war für mich klar: Ich habe definitiv einige Probleme.

Sicherlich ist es super, wenn man im Team einen Mentor hat, von dem man immer etwas lernen kann. Auf der anderen Seite ist das für mich total frustrierend zu sehen, dass ich im Gegensatz zu ihm gefühlt einfach eine Vollniete bin. Diese Frustration führt dann zu Hemmungen, schlechter Laune und „Zukunftsängste“ bezogen auf meinen Beruf. Ja an manchen Tagen zieht mich das tatsächlich so runter das ich am liebsten weinen würde da ich einfach feststelle, dass ich so viele Lücken in meinem Wissen habe, das ich es für einfach schier unmöglich halte, jemals auf so ein Level zu gelangen. Warum? Nun weil mein Ego sagt ich muss in allem der beste sein und es darf keinen geben der besser ist als ich, weil das für mich eine Bedrohung ist auf dem Arbeitsmarkt. Natürlich ist das irgendwo krank – nichtsdestotrotz.

Der Kollege und ich sind natürlich gleich alt. Allerdings habe ich nur eine Ausbildung als FIAE abgeschlossen und er ein Informatik-Studium – also wirklich ein richtiges Informatik-Studium, keine Abwandlung davon. Was natürlich noch dazu kommt, ist die Tatsache das jeder in meinem Team, bis auf mir, ein Studium in der Tasche hat. Ich natürlich nicht. Das betrübt einen natürlich ebenfalls und ich komme mir gegenüber den anderen Kollegen im Team einfach nur minderwertig vor. So als, ob man in dem Team auch auf mich verzichten könnte. Einzig der Umstand das die meisten in dem Team, trotz Studium, auch keine besseren Entwickler sind hält mich manchmal bei Laune. Ich bin nun schon acht Jahre in diesem Beruf tätig und habe nicht das Gefühl, dass das bei mir irgendwas ausgemacht hat.

Ein weiteres Problem ist das mein Chef mich gerne im nächsten Jahr als „Lead Developer“ sehen würde was bei mir zusätzlichen Druck und Verzweiflung auslöst – einfach aufgrund der Tatsache das ich gegen den oben beschriebenen Kollegen beispielsweise abstinken würde. Gut, er wird uns bald verlassen, weil zeitlich begrenzt. Wenn ich mir aber überlege das ich andere Entwickler „unter“ mir bekomme die dann um einiges besser sind als ich – wie kann ich dann bitte ein Lead Developer sein? Wer soll ich mich dann bitte in der Person ernst nehmen?

Ich hoffe, ihr könnt euch durch den Kauderwelsch durchkämpfen und könnt mich irgendwie verstehen. Eventuell hat der ein oder andere eine Idee zur Besserung meiner Situation, weil er vielleicht auch schon mal in so einer Situation gesteckt hat.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

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vor 53 Minuten schrieb r4phi:

Ein weiteres Problem ist das mein Chef mich gerne im nächsten Jahr als „Lead Developer“ sehen würde was bei mir zusätzlichen Druck und Verzweiflung auslöst – einfach aufgrund der Tatsache das ich gegen den oben beschriebenen Kollegen beispielsweise abstinken würde. Gut, er wird uns bald verlassen, weil zeitlich begrenzt. Wenn ich mir aber überlege das ich andere Entwickler „unter“ mir bekomme die dann um einiges besser sind als ich – wie kann ich dann bitte ein Lead Developer sein? Wer soll ich mich dann bitte in der Person ernst nehmen?

Lead Developer zu sein bedeutet andere Qualitäten zu haben als besonders schnell eine funktionierende Lösung für ein Programmierproblem zu haben. In unserer Softwareentwicklungsabteilung gibt es auch Führungskräfte, die bisher nur rudimentär programmiert haben, aber dafür andere wichtige Softskills mitbringen. Wir haben hier genug Softwareentwickler, die deutlich besser programmieren können.

Und um dir den Druck vielleicht etwas zu nehmen: Bei mir im Betrieb kenne ich genug Programmierer, die teilweise ewig an einem Problem sitzen und trotzdem sehr geschätzt und für wichtig gehalten werden.
Einen guten Programmierer macht so viel mehr aus als immer schnell die Lösung zu finden. Sei froh, dass dein Chef Dich als Lead Developer sieht und nicht den oben beschriebenen Kollegen! Das wird er nicht gemacht haben, weil er denkt, dass du für die Position ungeeignet bist. Und das obwohl du, wie du schon selbst angemerkt hast, der einzige ohne Studium bist.

Eine Lösung für dein Problem hast du selbst in der Hand. Es gibt nämlich gar kein Problem. Es wird immer wieder Leute geben, die etwas schneller/besser/früher als du können. Sich deshalb den Nutzen abzuschreiben bringt absolut nichts.

Insgesamt hört sich dein Text aber sehr verzweifelt an. Liegt es nur an dem neuen Kollegen? Wie sieht es mit deinem Selbstbewusstsein aus? Vielleicht musst du daran noch etwas arbeiten. Wenn es ein tieferlegendes Problem ist, kann man auch erwägen professionelle Hilfe sich dazuzuholen. Vielleicht reichen da auch schon 1-2 Gespräche. Überleg es dir und lass den Kopf nicht hängen, es ist nämlich alles gut :)

bearbeitet von thereisnospace

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Was du beschreibst ist nahezu ein Lehrbuch-Beispiel für das Imposter-Syndrom; https://de.wikipedia.org/wiki/Hochstapler-Syndrom

Zitat

as Hochstapler-Syndrom, teilweise auch Impostor-Syndrom, Impostor-Phänomen, Mogelpackungs-Syndrom oder Betrüger-Phänomen genannt, ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Betroffene von massiven Selbstzweifeln hinsichtlich eigener Fähigkeiten, Leistungen und Erfolge geplagt werden und unfähig sind, ihre persönlichen Erfolge zu internalisieren.

Trotz offensichtlicher Beweise für ihre Fähigkeiten sind Betroffene davon überzeugt, dass sie sich ihren Erfolg erschlichen und diesen nicht verdient haben. Von Mitmenschen als Erfolge angesehene Leistungen werden von Betroffenen dieses Symptoms mit Glück, Zufall oder mit der Überschätzung der eigenen Fähigkeiten durch andere erklärt. Bei manchen dieser Menschen sind diese Selbstzweifel derart ausgeprägt, dass sie sich selbst für Hochstapler halten und in der ständigen Angst leben, andere könnten ihren vermeintlichen Mangel an Befähigung bemerken und sie als Betrüger entlarven.

Das ganze ist gerade in der IT ziemlich verbreitet, unter anderem weil doch einige Teile der Arbeit daraus bestehen, sich Dinge im Internet zusammenzusuchen.

 

Wärst du so 'schlecht' wie du von dir denkst, hätte dein Chef dich nicht als Lead-Dev ausgesucht, wie @thereisnospace so ausführlich erklärte.

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Weniger das Glas halb leer sehen als viel mehr halb voll.

Die Frage die ich mir gerade stelle und du solltest du dir auch dringend selber stellen, wieso bist du der einzige, den der Chef als Lead Dev auserkoren hat, obwohl du laut deiner Einschätzung der schlechteste Entwickler bist und akademisch der schlecht qualifizierteste bist!?

Du musst irgendwelche Talente haben, die passend für diese Position sind. Vielleicht kannst du Themen besser verbalisieren für andere "Non-Itler", bist also eine sehr gute Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT. Vielleicht bist du empathischer und verstehst dich mit jedem in Team und kannst sehr gut die Leute bewegen oder motivieren. Oder dein Chef mag dich einfach mehr als die anderen. Oder du bist ein Blender ohne es zu wollen.

Und es wird immer einen besseren geben, die wirklichen Cracks hängen fast alle in Silicon Valley. Diese ganzen Überflieger sind aber meistens auch Leute die seit der Kindheit am Ball sind. Die selbst jetzt, viel Freizeit opfern um sich mit diesen Themen auseinander zu setzen.

Und zurzeit sucht jeder Entwickler, egal ob Uni oder Berufsausbildung. Wenn du in einem Ballungszentrum wohnst, würde ich die Existenzangst bei Seite schieben und dich auf das wesentliche konzentrieren.

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Da fällt mir ein Spruch von Heiko Mell ein: "Ein guter Mitarbeiter ist jemand, den sein Chef dafür hält." 

Da dich dein Chef als lead sieht, scheinst du vieles richtig gemacht zu haben! 

Leute wie von dir beschrieben gibt es immer wieder mal, meiner Erfahrung, nach (die sich ja auch mit dem von dir beschrieben Szenario deckt) sind das aber die Ausnahmen und derjenige wäre auch ohne Studium sehr fit. 

Also nur Mut und mehr Selbstvertrauen! 

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vor 50 Minuten schrieb sylenz:

"Ein guter Mitarbeiter ist jemand, den sein Chef dafür hält"

Heiko Mell scheint ein Personalberater vom VDI zu sein. Von dem Verein, der nicht müde wird, den nicht vorhandenen Fachkräftemangel zu beschwören. Meiner Meinung nach ist diese Denkweise genau das, was in der Arbeitswelt schief läuft. Oft werden nämlich die größten Blender befördert. Die Leute, die sich permanent in den Vordergrund drängen.

Da würde ich zum TE lieber folgendes sagen: "Try never to be the smartest person in the room" (das müsste von Michael Dell stammen). Es ist super, wenn Du Kollegen hast von denen Du lernen kannst. Andersherum wäre es nämlich deutlich problematischer und meist nur noch durch einen Firmenwechsel zu lösen. Jetzt hast Du die Gelegenheit, von deinem Kollegen zu lernen. Nutz die Möglichkeit. Ich finde, Du bist in einer sehr guten Ausgangsposition.

PS: BigO-Notation lernt man nicht in der Ausbildung. Habe das auch erst im Studium gelernt. Es ist also kein Wunder, dass er Dir ein wenig voraus ist.

bearbeitet von Kwaiken

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vor 9 Stunden schrieb r4phi:

Und zwar geht es darum das ich mich nicht gut genug für den IT – Sektor, speziell für die Software Entwicklung, halte. Das Ganze geht bei mir schon ein paar Monate lang. Das große Problem daran ist, das ich dadurch total gehemmt bin und dadurch auch Sorge habe Fehler zu machen.

Relativ normal. Der Bereich ist einfach zu groß um alles zu können und Nachschlagen gehört dazu. Keiner kann alles aus dem Effeff. Letztlich muss man wissen wie man Probleme zerlegt und sich rantastet. Das reicht in einen Großteil der Fälle vollkommen aus. Oft hat eine entsprechende Unsicherheit auch damit zutun, dass etwas zu groß ist oder schlecht wartbar ist usw. woran dann oft auch andere Schuld sind und nicht man selbst. Bzw es ist einfach so "historisch gewachsen" und man zieht sich dann diesen Schuh an, dass man es vollkommen beherrscht und kontrollieren können müsste.

vor 9 Stunden schrieb r4phi:

Auslöser des ganzen war ein Kollege, der für einen begrenzten Zeitraum bei uns im Team ist. Dieser Kollege ist, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, einfach ein Naturtalent.

Zum einen wirst du immer wen finden, mit dem du dich vergleiche kannst gegen den du in irgendeiner Form abstinkst. Davon ab verabschiede dich vom Naturtalent. Meistens ist es einfach Zeit, Zeit, Zeit und noch mehr Zeit. Es gibt halt Leute die haben Spaß an Tutorials, sind schon länger dabei und quasi damit aufgewachsen, machen selbst Tutorials oder pflegen einen Blog zum Thema oder Programmieren als Spaß bei irgendwelchen Challenges.

Damit musst du dich aber auch nicht vergleichen und das ist nicht die Norm. Oft liegt sowas auch an verschiedenen Hobbys, der eine ist Single und verbringt mit sowas sein Wochenende, der andere mit der Freundin oder der Familie usw. Das soll auch gar nicht wertend sein in irgendeiner Form aber wir sind eben verschieden. Das jemand in die eine Richtung raus sticht heißt nicht, dass jeder der es nicht tut schlecht ist oder unfähig.

Je mehr man in der IT kann desto leichter fallen neue Sachen, weil sich vieles wiederholt oder sehr ähnlich aufgebaut ist, das kommt ebenfalls hinzu. Dann gibt es natürlich noch den Faktor ob man sich für das unter der Haube interessiert. Es gibt Leute die verdrahten ein paar Bibliotheken und das wars und es gibt Leute die wollen immer wissen wie es unten drunter funktioniert, die wollen bei Fehlern nicht den Code Copy & Pasten der funktioniert, sondern wollen wissen warum sie bei ihrem Code dieses Fehlerbild bekommen haben usw. Sowas summiert sich mit der Zeit zu einem unglaublichen Werkzeugkasten aus dem man schöpfen kann.

vor 9 Stunden schrieb r4phi:

Big-O Notation? Noch nie was von gehört! Irgendeinen Abend habe ich mir voller Verzweiflung mal Sortieralgorithmen angeschaut und bin bei QuickSort einfach nur gescheitert – da war für mich klar: Ich habe definitiv einige Probleme.

Big-O hab ich mir auch letztens erst mal angeschaut. Habe es noch nie im Leben gebraucht. Letztlich ist es nur die Notation zu vorhandenen Sachen die man kennt. Wenn ich es aber nicht benennen können muss und darüber reden muss, dann brauch ich es auch nicht. Selbe mit den Sortieralgorithmen. Alle mal gelernt aber spontan wüsste ich nicht welcher wie genau gearbeitet hat. Könnte sie vermutlich nach Beschreibung aufsetzen aber am Ende hast du das eben mittlerweile in jeder Sprache fertig drin. Das sind so Sachen die lernt man ggf. für irgendwelche Übungsaufgaben bei hippen Unternehmen während der Bewerbung.

Oder mal ganz platt gesprochen, eigentlich hast du deine Variablen, Arrays, Funktionen, Verzweigungen und Schleifen und so gut wie alles was da noch drauf kommt ist doch nur zur Codeorganisation und dafür das Menschen es lesen können, erweitern können, der Compiler nicht nochmal rüber muss usw. Mag Ausnahmen geben und ich hab sicher auch was ganz Elementares vergessen aber eben im groben. Das heißt nicht dass die Sachen unwichtig wären. Sie sind mit das Wichtigste und was einen guten Entwickler von einem Einsteiger meist unterscheidet.

vor 9 Stunden schrieb r4phi:

Ja an manchen Tagen zieht mich das tatsächlich so runter das ich am liebsten weinen würde da ich einfach feststelle, dass ich so viele Lücken in meinem Wissen habe, das ich es für einfach schier unmöglich halte, jemals auf so ein Level zu gelangen.

So ging es mir als ich in meinen Unternehmen angefangen habe. Riesen Codebase, keinerlei Dokumentation, keine Einarbeitung. Quasi ins kalte Wasser geworfen. Ich habe auch das Gefühl gehabt ich werde das alles nie können. Hätte damals mein letztes Hemd verwettet, dass man während der Probezeit bemerken wird, dass ich überhaupt nix kann und mich vor die Tür setzt. Ich hatte da wirklich panische Angst, weil es mir unangenehm war, ich noch Zuhause gewohnt hatte und nicht gewusst hätte wie ich das meinen Eltern erkläre, ich hab quasi schon ein riesiges Problemkonstrukt gesponnen und vor 1000 Sachen Angst gehabt, völlig umsonst. Mittlerweile würde ich mich bei uns in der reinen Entwicklung als Stärksten bezeichnen, was das Domänen bzw. Branchenwissen angeht sicherlich auch vorne mit dabei, dafür habe ich noch andere Schwächen aber das ergänzt sich dann gut mit anderen Kollegen. Ich konnte mir auch nie vorstellen das alles mal zu wissen aber es ist schon erstaunlich was wir uns alles merken können. Am Ende brauch es meist nur Wiederholung und Zeit. Dafür muss man nicht besonders schlau sein, nur offen und interessiert und sich natürlich dem aussetzen und den Sachen nicht aus dem Weg gehen.

vor 9 Stunden schrieb r4phi:

Einzig der Umstand das die meisten in dem Team, trotz Studium, auch keine besseren Entwickler sind hält mich manchmal bei Laune.

Dann wird das wohl das normale Level sein. Ggf. geht es denen genauso und sie denken sich, dass du nicht mal ein Studium hast und trotzdem auf ihrem Level oder teilweise mal stärker dabei bist. Du hast nun ein Kollegen gehabt, für kurze Zeit, der mal raus gestochen hat, ohne Hintergründe zu kennen usw. Mach dich da mal nicht verrückt.

vor 9 Stunden schrieb r4phi:

Ein weiteres Problem ist das mein Chef mich gerne im nächsten Jahr als „Lead Developer“ sehen würde was bei mir zusätzlichen Druck und Verzweiflung auslöst – einfach aufgrund der Tatsache das ich gegen den oben beschriebenen Kollegen beispielsweise abstinken würde.

Dann scheinen deinen Chef stärken an dir aufgefallen zu sein, die du nicht siehst oder für selbstverständlich hältst. Ggf. kannst du gut mit deinen Kollegen, ggf. hast du hin und wieder mal was delegiert oder die Tatsache, dass du nun aus Unsicherheit hier und da fragst lässt darauf schließen, dass du kommunikativer bist und Sachen vernünftig organisierst und abstimmst. Das was du da als Angst wahrnimmst sind vielleicht schlicht nötige Absprachen, die bei anderen ohne diese Angst ggf. mal fehlen, wo ggf. auch mal was in die Hose geht.

Dein Text zeigt ja, dass du dir sehr viele Gedanken machst. Ist ja nicht so als könnte man sagen du hast nix auf dem Kasten und dir ist eigentlich alles Sche.. egal. Ich lese da raus, dass du mit deinen Kollegen mithalten kannst, die ein Studium haben, was ja meist als höherwertig angesehen wird und dass du dir eine Menge Gedanken machst und wohl auch noch an dir arbeiten möchtest, wenn du dir entsprechende Themen noch angesehen hast.

Ggf. brauchst du fachlich ja wirklich noch ein wenig Handwerkszeug. Das ist aber nix Negatives. Finde raus womit du gut lernen kannst, seien es Bücher, Tutorials von bestimmten Leuten auf bestimmten Blogs oder Youtube. Zieh mal ein kleines Hobbyprojekt auf wo du Themen einbeziehst wo du Defizite siehst und meinst das wirst du bei der Arbeit auch benötigen und gut ist.

Aber vor allem, mach dich nicht so fertig, weil du dich mit den Stärken eines anderen vergleichst. Wie gesagt gerade in unserer globalen Welt mit dem Internet, Social Media usw. kann man sowas ja endlos weiterspinnen. Das jemand im eigenen Kreis mal groß raus sticht gibt es eher selten.

bearbeitet von Velicity

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Natürlich lernt man in einem Informatik-Studium andere Sachen als in der Ausbildung, denn das Studium hat ein anderes Ziel als die Ausbildung. Was man davon dann jedoch später im Berufsleben braucht, ist ein ganz anderes Paar Schuhe. Ja, mit den Grundlagen im Studium hat man eine breitere Basis, auf der man aufbauen kann, aber für einen hohen Prozentsatz der Arbeiten braucht man das gar nicht. Das ist aber halt der Grund, wieso er z.B. von Kryptographie halt etwas (wie viel keine Ahnung) Ahnung hat und von noch vielen anderen Themen, mit denen du einfach noch keine Berührungspunkte hattest bisher.
Wenn er sich von klein auf persönlich dann auch noch für die Softwareentwicklung interessiert hat und immer noch private Zeit dafür opfert, dann ist es ganz normal, dass er sich mit diversen Themen recht gut auskennt und ein guter Programmierer ist.

ch denke mal, der Kollege hat in seinem Leben vermutlich schon diverse Firmen von innen gesehen und natürlich lernt man dann auch Code ganz anders zu analysieren, wenn man sich dauernd durch unbekannten Code und für die diversen Richtungen arbeiten muss, der auch nicht immer sinnvoll dokumentiert ist, oder der Fehler enthält. Natürlich entwickelt man dann auch ein Gespür dafür, was man am besten bei einem Problem machen kann - einfach aufgrund der vielfältigen vorherigen Erfahrungen und dass man vielleicht auch von anderen Kollegen gelernt hat.

Ich kenne das aus meiner freiberuflichen Zeit (7 Jahre), dass man ganz anders an Probleme (bei mir war es im Netzwerkbereich) herangeht, wenn man bestimmte Probleme einfach schon kennt, wie wenn man diese zum ersten Mal sieht.

Wenn du mit der Ausbildung unzufrieden bist, hast du noch immer die Möglichkeit, nebenberuflich ein (Fern)Studium zu beginnen. Dafür musst du dann natürlich aber auch wieder Zeit opfern. Ob dir das viel bringt, oder ob du vielleicht einfach mal ein paar Bücher darüber lesen solltest, und das vollkommen ausreichen würde, weiß ich natürlich nicht. Die Frage ist aber halt auch, ob dein Leben deine Arbeit ist, oder ob du noch ein Leben neben der Arbeit hast, in der du dich nicht mit Dingen für die Arbeit beschäftigen willst.

Ich persönlich habe für mich entschieden, dass mir es das nicht wert ist, sondern mit meine private Zeit wichtiger ist und ich kein Studium brauche. Was ich für meinen Job wissen muss, lerne ich und wenn ein neues Thema kommt, dann muss man sich halt einarbeiten. Kommt ein ähnliches Thema dann wieder, dann kann man auf die vorher gewonnene Erfahrung zurück greifen.

Dass du einen Quick Sort nicht auf Anhieb hin bekommst oder verstehst, sollte zwar eigentlich nicht so sein, aber ich denke mal, dein Problem ist da eher, dass du nicht in Ruhe drüber nachgedacht, sondern dich selber zu sehr unter Druck gesetzt hast, und nicht, dass du es nicht kannst. Sonst hättest du wohl die Ausbildung auch nicht erfolgreich absolviert. Ein Quicksort macht vereinfacht gesagt ja schließlich nichts anderes, als über die Matrix fahren und die Werte tauschen, falls das eine größer (oder kleiner) als das daneben liegende ist.

zu Lead Dev:
Ich denke auch, dass du bestimmte Qualitäten hast, die der Chef zu würdigen weiß und dass du aus dem Grund den Posten bekommst und nicht, weil du der Überflieger in der Programmierung bist. Als Lead Dev ist dein Hauptaugenmerk auch nicht mehr unbedingt die Programmierung, sondern du hast dann auch noch andere Aufgaben. Wie dir diese liegen, muss man halt schauen.

vor 9 Stunden schrieb Def_Con:

Weniger das Glas halb leer sehen als viel mehr halb voll.

Oder es wie ein Ingenieur sehen, der sagen würde, das Glas ist um die Hälfte zu groß für den Inhalt. ;) 

 

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Schönen guten Morgen zusammen,
erst mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Entschuldigung das die Rückmeldung erst jetzt erfolgt.

Am 17.11.2019 um 13:26 schrieb thereisnospace:

Insgesamt hört sich dein Text aber sehr verzweifelt an. Liegt es nur an dem neuen Kollegen? Wie sieht es mit deinem Selbstbewusstsein aus? Vielleicht musst du daran noch etwas arbeiten. Wenn es ein tieferlegendes Problem ist, kann man auch erwägen professionelle Hilfe sich dazuzuholen. Vielleicht reichen da auch schon 1-2 Gespräche. Überleg es dir und lass den Kopf nicht hängen, es ist nämlich alles gut

Natürlich bin ich etwas verzweifelt. Oder sogar sehr viel verzweifelt. Ob es nur an dem neuen Kollegen liegt, habe ich noch nicht herausgefunden. Eventuell ist er nur der Trigger für etwas tief sitzendes. Soweit bin ich bislang aber noch nicht gekommen. Professionelle Hilfe - gut das ist gefühlt immer ein Tabu - Thema. Da habe ich auch mehr die Sorge das mich die Person nicht versteht. Vor allem da mein Bekanntenkreis mich nicht versteht.

Wie du richtig angemerkt hast: Selbstverständlich gibt es immer jemanden der besser ist als man selbst. Das ist mir zwar klar, nur nicht bewusst. Ich mache mir dabei selber immer den Druck zu versuchen der bessere oder der Beste zu sein. Ob das eine Art tief sitzender Geltungsdrang ist? Gute Frage!

Ob ich gute Softskills besitze oder nicht kann ich eben sowenig bewerten wie die Frage, ob ich ein "guter" Entwickler bin. Das ist aber ein generelles Problem. Ich würde mich nie als jemand bezeichnen der irgendwas gut kann. Das ist auf der einen Seite schade, auf der anderen Seite tut etwas Bescheidenheit und Demut auch ganz gut. Die goldene Mitte zwischen den beiden extremen wäre wünschenswert.

Am 17.11.2019 um 13:50 schrieb RubberDog:

Was du beschreibst ist nahezu ein Lehrbuch-Beispiel für das Imposter-Syndrom; https://de.wikipedia.org/wiki/Hochstapler-Syndrom

Danke - dieses Syndrom kenne ich bereits. Jedoch hat mir das Wissen darüber bislang noch nicht wirklich weitergeholfen.

Am 17.11.2019 um 21:23 schrieb Def_Con:

Du musst irgendwelche Talente haben, die passend für diese Position sind. Vielleicht kannst du Themen besser verbalisieren für andere "Non-Itler", bist also eine sehr gute Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT. Vielleicht bist du empathischer und verstehst dich mit jedem in Team und kannst sehr gut die Leute bewegen oder motivieren. Oder dein Chef mag dich einfach mehr als die anderen. Oder du bist ein Blender ohne es zu wollen.

Das ist eine sehr gute Frage. Blender ohne es zu wollen stelle ich mir schwer vor. Ich sehe das eher so: Mein Chef hat keine Ahnung und ich habe einfach Glück. Für mich gibt es bei solchen keine anderen Erklärungen. Lediglich: Mein Chef hat keine Ahnung das ich nichts kann und ich habe einfach Glück.

Am 17.11.2019 um 22:12 schrieb Kwaiken:

Heiko Mell scheint ein Personalberater vom VDI zu sein. Von dem Verein, der nicht müde wird, den nicht vorhandenen Fachkräftemangel zu beschwören. Meiner Meinung nach ist diese Denkweise genau das, was in der Arbeitswelt schief läuft. Oft werden nämlich die größten Blender befördert. Die Leute, die sich permanent in den Vordergrund drängen.

Genau das möchte ich eben nicht - also nur befördert oder irgendwas werden, weil ich ein Blender bin. Ich bin aber eigentlich das komplette Gegenteil - nämlich ziemlich bescheiden und rede die Dinge, die ich tue, sehr klein.

Am 17.11.2019 um 22:12 schrieb Kwaiken:

Jetzt hast Du die Gelegenheit, von deinem Kollegen zu lernen. Nutz die Möglichkeit. Ich finde, Du bist in einer sehr guten Ausgangsposition.

Da bin ich natürlich auch froh drüber - definitiv. Ich nutze diese Gelgenheit auch.

Am 17.11.2019 um 22:12 schrieb Kwaiken:

PS: BigO-Notation lernt man nicht in der Ausbildung. Habe das auch erst im Studium gelernt. Es ist also kein Wunder, dass er Dir ein wenig voraus ist.

Das sollte ich dann vielleicht auch tun. Auch, wenn ich sicherlich nicht der prädestinierte Mensch für ein Studium bin. Vor allem nicht für ein reines Informatikstudium. Dann lieber eine Abwandlung davon - wenn überhaupt.

 

Auf die restlichen Antworten werde ich auch noch eingehen, ich muss nur leider nun los!
Vielen lieben Dank so weit für die Hilfe.

to be continued

 

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Für mich hört sich das eher nach einem grundsätzlichen Problem an. Vor allem das hier

vor 51 Minuten schrieb r4phi:

Ich würde mich nie als jemand bezeichnen der irgendwas gut kann

deutet darauf hin, dass du ein sehr geringes Selbstwertgefühl hast und nicht richtig einschätzen kannst, was du gut kannst und was nicht. Das hat mit Demut an sich auch wenig zu tun, meiner Meinung nach. Nur weil man sich selbst gut kennt und weiß worin seine Stärken liegen muss man damit ja nicht angeben. Ich würde dir raten zu überlegen, ob du dir nicht wirklich professionelle Hilfe suchst. Es ist sehr viel einfacher mit jemand anderem, der Ahnung hat, an solche Probleme heranzugehen. Die Probleme haben in der Regel auch einen Ursprung und meist ist es hilfreich den herauszufinden. Dafür braucht man sich auch überhaupt nicht schämen! Und du musst es ja niemandem erzählen. Wegen dem nicht verstanden werden.. das kann natürlich immer passieren. Und fühlt sich auch nicht gut an. Aber wenn dus nicht versuchst, wird sich wahrscheinlich auch nicht viel ändern. Wenn man sich unwohl und unverstanden fühlt, muss man das dann ja auch nicht weiterführen. Falls du Fragen zu ner evtl. Therapie hast, kannst du mir auch gern ne PN schreiben, ich kann dir bisschen was dazu erzählen.

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vor 4 Stunden schrieb krümelfrosch:

deutet darauf hin, dass du ein sehr geringes Selbstwertgefühl hast und nicht richtig einschätzen kannst, was du gut kannst und was nicht.

Frage ist auch was bedeutet gut? Ist gut besser als durchschnittlich für den Zeitaufwand im Vergleich zu Kollegen oder ist gut besser als der normale Mensch der nix damit zutun hat.

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Am 20.11.2019 um 07:46 schrieb krümelfrosch:

Für mich hört sich das eher nach einem grundsätzlichen Problem an

Wie gesagt - ich bin bei sowas ziemlich bescheiden unterwegs. Oft hört man ja "Tue gutes und sprich darüber" - das bin aber nicht ich. Auch bin ich kein Blender, glaube ich zumindest. Jedenfalls verkaufe ich bewältigte Aufgaben nicht für das aller beste je dagewesene oder schmeiße mit Buzz-Words nur so um sich. Das definitiv nicht. Ich bin dabei eher pragmatischer. Selbstverständlich habe oder kenne ich auch Kollegen die alles bereits im Vorfeld als "Das wird super" "Ja klar bekomme ich das hin" verkaufen, am Ende davon aber leider nicht wirklich den Anfangs versprühten Optimismus abliefern können. 

Was die Therapie angeht - ja da hatte ich schon auch in der Vergangenheit einige Berührungspunkte mit und auch einiges durchgemacht. Natürlich ohne etwas darüber meinem AG zu berichten. Wie auch schon oben gesagt - der "neue" Kollege kann auch wieder ein Trigger sein der diese Seiten von mir zum Vorschein bringt. Wie dem auch sei.

Am 20.11.2019 um 12:15 schrieb Velicity:

Frage ist auch was bedeutet gut?

Kann diese Fragen den überhaupt beantwortet werden? Ich denke das liegt doch selbst immer im Auge des Betrachters. Eine Lösung die du als gut empfindest kann ich als total am Ziel vorbei empfinden, überspitzt gesagt.  

Am 17.11.2019 um 22:12 schrieb Kwaiken:

Die Leute, die sich permanent in den Vordergrund drängen.

Da bin ich beispielsweise das komplette Gegenteil von. Wenn ich Ideen, Lösungen und Verbesserungsvorschläge habe (die habe ich erstaunlich oft und das ohne Studium ;) ) bringe ich das auch ein und erarbeite dann zusammen mit den Kollegen eine Lösung. Ich prahle damit aber nicht oder hänge das an die große Glocke. Der Typ bin ich nicht. Wenn das nötigt ist um erfolgreich zu sein dann entspreche ich diesem Typus wohl nicht. Aber ich kenne solche Leute die sich gerne in den Vordergrund drängen müssen. Wie oben gesagt: Buzz Word Bingo.

Am 17.11.2019 um 21:23 schrieb Def_Con:

Die Frage die ich mir gerade stelle und du solltest du dir auch dringend selber stellen, wieso bist du der einzige, den der Chef als Lead Dev auserkoren hat, obwohl du laut deiner Einschätzung der schlechteste Entwickler bist und akademisch der schlecht qualifizierteste bist!?

Das habe ich mich auch schon oft gefragt:
Die Antwort ist für mich einfach - mein Chef ist ein Idiot und hat keine Ahnung das er damit einen großen Fehler macht. Anders kann ich mir das nicht erklären.

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Am 20.11.2019 um 06:43 schrieb r4phi:

Ich würde mich nie als jemand bezeichnen der irgendwas gut kann.

 

vor 5 Stunden schrieb r4phi:

Anders kann ich mir das nicht erklären.

Ich wäre, dank meiner psychologischen Glaskugel, auch für Impostor-Syndrom.

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vor 16 Stunden schrieb r4phi:

Die Antwort ist für mich einfach - mein Chef ist ein Idiot und hat keine Ahnung das er damit einen großen Fehler macht. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Oder du erkennst einfach nicht, dass du deine Arbeit doch ganz gut machst. Aber ich hab das Gefühl wir drehen uns im Kreis. Es kann hier niemand wirklich beurteilen, ob du deine Arbeit gut machst oder nicht.

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r4phi, ich glaube die Lead-Position zu übernehmen, wird dir helfen mal über das fachliche Gedöns hinauszuschauen und dein Team mal komplett zu überblicken, mit all den Herausforderung die das mitbringen wird. Da wirst du schnell merken, was einen guten Mitarbeiter, nebst der Fachkompetenz ausmacht. Lass dir diese Chance nicht entgehen! Karriere heißt ,nebst dazugehörigen Skills, auch Glück - zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit den richtigen Vorgesetzten so eine Gelegenheit zu erhalten.  Lass deine Angst dir das nicht versauen. Downsizing kannst du im schlimmsten Fall immer noch betreiben.

Was Heiko Mell angeht, ich les den, nicht ohne das eigene Hirn einzuschalten, ganz gerne und kann nicht bestätigen, dass er in das Horn des Fachkräftemangels bläst, eher das Gegenteil. Und kann vieles von seinen Antworten unterschreiben.

bearbeitet von NotKnown

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Guten Morgen zusammen

@krümelfrosch 
Das ist natürlich richtig. Das kann hier wirklich niemand. Deshalb ist deine Aussage "Wir drehen uns hier im Kreis" total legitim.

@NotKnown 
Das Angebot werde ich selbstverständlich annehmen - wer nicht wagt der nicht gewinnt. Wenn ich dann in der Position scheitere dann ist das so. An sich auch gar kein Problem. "You miss 100% of the shots you don't take" - ich kann also nur gewinnen.

Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass das vom Team auch angenommen werden muss. Meiner Meinung nach bringt es nichts, wenn mein Chef mich zum Lead kürt, mein oder das Team mich als solches aber nicht annimmt. Dessen bin ich mir soweit bewusst. "Autorität kann gewährt werden, Führung wird verdient." habe ich mal irgendwo gelesen. Dieser Aussage kann ich nur zustimmen.

Was ich aber letztens an Feedback von meinem Chef bekommen habe, basierend auf Rückmeldungen vom Team, mache ich mich wohl doch sehr sehr gut und teilweise werde ich auch schon als solches angesehen.

Nichtsdestotrotz, 
der besagte Kollege ist einfach nur krass. Dieses hohe Maß an fachlicher Kompetenz gepaart mit der Ultraschnellen Lösungs- und Ideenfindung ist mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen. Vor allem das Auge für Codeverbesserungen. Wahnsinn. Da kann man sich einfach nur eingeschüchtert und unwohl fühlen. Wahnsinn. Ich hoffe das wird mir nicht als Maßstab auferlegt sonst kann ich nur scheitern.

Einzige was ich tatsächlich an ihm zu bemängeln habe sind seine sozialen sowie Team Kompetenzen. Er macht viel Eigenständig und brodelt vor sich seine Sachen hin. Irgendwann kommt dann mal "ich habe das und das umgebaut". Zudem nimmt er ungern Ideen oder Vorschläge von anderen an. Letztens hatte ich wieder so einen Fall wo ich ihm gesagt habe er solle das so und so mal probieren damit es bei der DB Relationship keine sync Probleme gibt. Wollte er erst mal nicht so machen... nach einigem herumprobieren hat er es dann trotzdem so gemacht.... und es entsprechend dann auch so verkauft. Fand ich schade das von seiner Seite aus aktiv nicht nach Hilfe gefragt wurde. Aber gut.

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vor 7 Minuten schrieb r4phi:

Nichtsdestotrotz, 
der besagte Kollege ist einfach nur krass. Dieses hohe Maß an fachlicher Kompetenz gepaart mit der Ultraschnellen Lösungs- und Ideenfindung ist mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen. Vor allem das Auge für Codeverbesserungen. Wahnsinn. Da kann man sich einfach nur eingeschüchtert und unwohl fühlen. Wahnsinn. Ich hoffe das wird mir nicht als Maßstab auferlegt sonst kann ich nur scheitern.

Einzige was ich tatsächlich an ihm zu bemängeln habe sind seine sozialen sowie Team Kompetenzen. Er macht viel Eigenständig und brodelt vor sich seine Sachen hin. Irgendwann kommt dann mal "ich habe das und das umgebaut". Zudem nimmt er ungern Ideen oder Vorschläge von anderen an. Letztens hatte ich wieder so einen Fall wo ich ihm gesagt habe er solle das so und so mal probieren damit es bei der DB Relationship keine sync Probleme gibt. Wollte er erst mal nicht so machen... nach einigem herumprobieren hat er es dann trotzdem so gemacht.... und es entsprechend dann auch so verkauft. Fand ich schade das von seiner Seite aus aktiv nicht nach Hilfe gefragt wurde. Aber gut.

Und genau das sind die Gründe warum du Lead werden sollst und er nicht.
Er ist ein Code-Gott, kann aber nicht mit Menschen.
Du bist vielleicht ein durchschinttlicher Entwickler, dafür gut mit Menschen und kannst im Team koordinieren.
Dein Chef weiß wahrscheinlich von euren Fähigkeiten und will eben eure Stärken fördern.
Den sozial inkompetenten Code-Gott zum Lead macht und er dementsprechend weniger codet. Das wäre eine Beförderung nach peter-Prinzip. Lass die Leute die ihren Job gut machen das machen was sie gut können und helfe denen die in einer anderen Position noch mehr können.
Dein Chef sieht schon was du gut kannst und dementsprechend hat er dich dazu ausgewählt.

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vor 4 Minuten schrieb r4phi:

Einzige was ich tatsächlich an ihm zu bemängeln habe sind seine sozialen sowie Team Kompetenzen. Er macht viel Eigenständig und brodelt vor sich seine Sachen hin. Irgendwann kommt dann mal "ich habe das und das umgebaut". Zudem nimmt er ungern Ideen oder Vorschläge von anderen an.

Und hier ist der Grund, wieso dein Chef DICH als Lead Developer sehen will. Wie oben schon erwähnt ist fachliche Kompetenz nicht alles was einen guten (Lead) Developer ausmacht.
Selbst wenn besagter Kollege nicht befristet bei euch wäre, bezweifle ich, dass dein Chef ihn für eine solche Position in Betracht ziehen würde, da er zwar ein Ass in ein paar Aspekten ist, aber in ein paar anderen Aspekten total abstinkt. Und gerade als Lead Developer sollte man doch (Buzzword-Alarm!) kommunikativ, sowie kritik- und teamfähig sein.

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vor 1 Minute schrieb 0x00:

Und hier ist der Grund, wieso dein Chef DICH als Lead Developer sehen will.

Aber Achtung...

vor 3 Minuten schrieb Bitschnipser:

Und genau das sind die Gründe warum du Lead werden sollst und er nicht.

Der Code-Gott kann auch ohne dich weiter vor sich hin brodeln und guten Code erzeugen, auch wenn er ihn nicht zum Bestpreis verscherbeln wird können, da ihm ein paar soziale Kompetenzen abgehen. Du hingegen hast als Lead nichts, wenn es niemanden zum leaden gibt 😉 

Vergessen viele Führungskräfte ganz gerne.

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vor 6 Minuten schrieb r4phi:

Nichtsdestotrotz, 
der besagte Kollege ist einfach nur krass. Dieses hohe Maß an fachlicher Kompetenz gepaart mit der Ultraschnellen Lösungs- und Ideenfindung ist mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen. Vor allem das Auge für Codeverbesserungen. Wahnsinn. Da kann man sich einfach nur eingeschüchtert und unwohl fühlen. Wahnsinn. Ich hoffe das wird mir nicht als Maßstab auferlegt sonst kann ich nur scheitern.

Einzige was ich tatsächlich an ihm zu bemängeln habe sind seine sozialen sowie Team Kompetenzen. Er macht viel Eigenständig und brodelt vor sich seine Sachen hin.

Ich möchte jetzt auch mal meinen Senf dazu geben und eine Parallele zu mir ziehen.

Ich bin "nur" ITSE und bin irgendwie in die AE Schiene gerutscht. Habe dann nach der Ausbildung eine Stelle als.NET Entwickler angenommen. War der einzige Nicht-Akademiker im Team.. da war ich auch schnell eingeschüchtert, hat auch nicht lange gehalten dort.. War dann auch doch ziemlich eingeschüchtert ob mein Know How denn reicht um mich als Entwickler durch zuschlagen? Kann ich überhaupt mit den ganzen Profis mithalten?

Auf meiner aktuellen Stelle, wieder als .NET Entwickler, ist es jetzt anders. Ich bin erst 3 Monate hier. Arbeite momentan zu 95% für einen speziellen Kunden. Habe oft den Fall, das ich die Schätzungen für einzelne Tasks überschreite, auch wohl mal um eine nicht kleine Stundenzahl. Hatte mir schon fast wieder sorgen um meinen Job gemacht, bis mich mein Chef mal in einer ruhigen Situation ansprach. Der Kunde hatte wohl geäußert, das er die anderen beiden Entwickler auf dem Projekt gerne durch mich ersetzen möchte, auch wenn die beiden jeweils mehr Erfahrung haben und deutlich schneller und besser coden als ich. Die sind zu vergleichen mit dem von dir beschriebenen Kollegen - Fachlich fitter, aber wollen nicht mit zum Vor-Ort Termin, wollen nicht mit dem Kunden telefonieren und haben kein Interesse die Situation des Kunden zu verstehen. Der Kunde wäre sehr zufrieden mit mir, Chef sagt ich würde einen sehr guten Job machen, obwohl ich das von mir nicht wirklich dachte.

Es muss immer fachlich fitte Personen geben und Personen, die auch gut alles drumherum können. Ich für mich versuche fachlich mir etwas abzuschauen von den anderen, weiß seit dem Gespräch aber auch das sowohl Chef als auch Kunde trotz evtl. fachlicher Mangel sehr zufrieden mit mir sind.

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Es wird immer jemand zum leaden geben und wenn nur impliziert in einer Gruppe. Die Projekte werden nicht weniger komplex in jeglicher Natur. Ohne anständige Organisation kommt da kein Produkt zusammen, was langfristig rentiert und nicht nach 3 Monate irgendwo auf dem Datenmüller dahinwabert. Ich kenne Beide Seiten und Teams führen finde ich als Skillset exakt genauso gleichwertig wie Coden, und es kann schlichtweg nicht jeder, auch wenn der eine oder andere sich "Lead" schimpft. Ein heterogenes Team zu führen ist kein Kindergeburtstag. Hat der TE bereits in einem winzig kleinen Beispiel mit seinem Code-Gott erfahren. 

@r4phi Halte dein Fachskills leicht geschärft und arbeite an den Führungskills. Wenns drauf ankommt, wird man zwar kein Code-Gott mehr, aber kann genauso gut wieder mit den fachskills weiter Geld verdienen . 

bearbeitet von NotKnown

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Hallo zusammen,

also noch mal: Ich mach mir bezüglich der Stelle kein Stress. Wenn es nichts zum "leaden" geben sollte oder aber es sich im Nachhinein herausstellt, dass ich dafür gar nicht geeignet bin, dann ist das so. Wenn es klappt, dann freue ich mich, wenn nicht dann ist das auch vollkommen okay. Wie gesagt: Es war die Idee meines Chefs, nicht meine. 

Am 6.12.2019 um 10:30 schrieb Kwaiken:

Der Code-Gott kann auch ohne dich weiter vor sich hin brodeln und guten Code erzeugen, auch wenn er ihn nicht zum Bestpreis verscherbeln wird können, da ihm ein paar soziale Kompetenzen abgehen. Du hingegen hast als Lead nichts, wenn es niemanden zum leaden gibt

Natürlich kann er das. Ich kann das aber auch. Bislang hat das auch geklappt. Ich habe ja auch nicht erwähnt, dass ich überhaupt nichts auf die Kette kriege - nur eben langsamer und nicht wie ein "Wissensgrab". Ich bin mir einfach nur nicht bewusst das ich auch, was drauf habe und verkaufe mich gegenüber anderen nur schlecht. Ansonsten wäre das Feedback auch nicht so ausgefallen.

vor 23 Stunden schrieb NotKnown:

Halte dein Fachskills leicht geschärft und arbeite an den Führungskills. Wenns drauf ankommt, wird man zwar kein Code-Gott mehr, aber kann genauso gut wieder mit den fachskills weiter Geld verdienen . 

Das tue ich ganz unabhängig davon sowieso schon. Regelmäßig. Auch wenn die Fülle an Frameworks und Know-how die man sich aneignen kann, mich schon oft überwältigen s was öfters auch dazu führt, dass ich mich selbst einfach nur überfordert fühle und ich dadurch in ein Loch falle. Man weiß langsam überhaupt nicht mehr was man lernen soll. Das ist aber ein anderer Punkt und bedarf ggf. professionelle Hilfe.

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vor 22 Stunden schrieb r4phi:

Ich bin mir einfach nur nicht bewusst das ich auch, was drauf habe und verkaufe mich gegenüber anderen nur schlecht.

Wenn Du Dir bewusst bist, dass Du Dir nicht bewusst bist, bist Du Dir eigentlich bewusst. Und wenn ich mir deine Angaben im Eingangspost so ansehe, ...

Am 17.11.2019 um 12:35 schrieb r4phi:

Ich dagegen muss viele Sachen nachschauen, brauche für eine Lösungsfindung deutlich länger und habe manchmal generell das Problem eine Lösung für ein Problem oder eine Anforderung zu finden.

Und

Am 17.11.2019 um 12:35 schrieb r4phi:

und bin bei QuickSort einfach nur gescheitert

deutet für mich nicht darauf hin, dass Du fachlich was drauf hast. Und auch dass dein Chef dich als Lead sehen will, hat nichts mit deinen fachlichen Fähigkeiten zu tun, sondern deutet eher auf das Fehlen dieser hin. Klingt jetzt wirklich gemein, soll es aber nicht. Warum? Weil es nicht schlecht ist. Vor allem nicht für dich!

Ein taktisch kluger Chef würde nie sein bestes Rennpferd im Stall zum Kutschen-Zugpferd befördern. Es ist viel einfacher ein neues Zugpferd zu kaufen oder ein schwächeres Rennpferd auf eine Position zu setzen, wo es eben nicht mehr rennen muss. Daher wird in der Arbeitswelt in der Regel nie der beste Developer Lead. Sein bestes Pferd auf seiner besten Position aufzugeben wäre ökonomisch das Blödeste, was ein Chef tun könnte. Und wenn Du dich eher in der Lead-Rolle wohl fühlst, statt in den tiefen Eingeweiden irgendwelcher Code-Blöcke, dann hast Du (unbewusst) alles richtig gemacht.

Deswegen propagiere ich hier auch oft, dass man sich auf seiner Position nicht permanent den Hintern bis zu den Ohren aufreißen sollte, wenn man irgendwo anders hin befördert werden will. Meist erreicht man so nämlich genau das Gegenteil.

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