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Vergütung Rufbereitschaft - ist das Angebot angemessen?

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vor 45 Minuten schrieb iceman30:

Für mich ist mein Arbeitgeber ein Stück Familie und wenn mein Chef mich fragen würde, ob ich abends mal das Telefon hüten würde, würde ich nicht mal auf die Idee kommen nach der Bezahlung zu fragen. Lebensqualität drückt sich irgendwann nicht mehr im Bruttolohn aus.

Für mich ist mein AG in erster Linie.. Mein AG. Nicht mehr und nicht weniger. Damit rangiert er irgendwo zwischen "(mehr oder weniger flüchtiger) Bekannter" und "Freund" und deutlich unter "Familie". Familie und Freunde bekommen jederzeit Unterstützung, da ich im Umkehrschluss weiß, dass ich diese auch bekommen würde wenn nötig. Bekannten tu ich auch gerne mal einen Gefallen, aber wenn ich dann nur der Depp bin der allen beim Umzug hilft aber selbst ohne Helfer dasteht, gibts keine Vorschussgefallen mehr.

Analog beim AG: gibt er mir das Gefühl dass er auf mich eingeht, mal 5 gerade sein lässt wenn was ist und erwidert er einen Gefallen, dann bekommt er das auch von mir. Fordert er hingegen ohne oder mit inakzeptabler Gegenleistung, dann gibts halt nichts.

Ich persönlich weigere mich, Rufbereitschaft zu machen, auch bei einem AG Wechsel wäre das ein k.o. Kriterium. Allerdings habe ich kein Problem damit, wenn bei wirklichen Problemen mein Handy klingelt. Solange ich selbst entschieden kann "passt gerade" oder "passt nicht" bzw ich mein Handy weder dabei haben noch hören muss ist das kein Problem. Und bis jetzt hab ich mich IMMER beim Anrufer gemeldet, aber ggf erst dann als es gepasst hat.

Aber feste "Du MUSST jetzt erreichbar sein, innerhalb von Zeitraum X dran sitzen..." Vorgaben? Nope, nicht in diesem Leben, oder nur mit so viel Schmerzensgeld, dass es sich für den AG nicht lohnt.

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vor einer Stunde schrieb iceman30:

Für mich ist mein Arbeitgeber ein Stück Familie und wenn mein Chef mich fragen würde, ob ich abends mal das Telefon hüten würde, würde ich nicht mal auf die Idee kommen nach der Bezahlung zu fragen. Lebensqualität drückt sich irgendwann nicht mehr im Bruttolohn aus. 

Ein AG ist noch immer ein AG... Und nein ganz sicher kein Teil der Familie. Der AG gibt mir Geld damit ich ihm meine Arbeitsleistung zur Verfügung stelle. Es ist schön wenn man sich mit dem AG gut versteht aber mehr als über ein gutes Bekanntenverhältnis um deine Private Analogie weiterzuführen, wird es da nie geben. Selbst wenn man soweit geht und ein "freundschaftliches" Verhältnis mit dem AG hat, spätestens beim Thema Geld hört die Freundschaft auf. 

Wenn der AG will das ich meine Arbeitsleistung zur Verfügung stelle, noch dazu über das vertraglich Festgelegte Maß hinaus, dann erwarte ich eine entsprechende Gegenleistung und die muss in einer höhe sein das vor allem ICH guten Gewissens sagen kann, ja dafür opfere ich gerne meine Freizeit, weil ich davon was habe.

Zur Lebensqualität, sofern man nicht schon im 6 Stelligen Bereich ist, kann man immer noch finanziell seine Lebensqualität verbessern. Wie gesagt wenn dem AG diese RB etc. so wichtig sind, dann muss er halt auch in die Tasche greifen und Geld locker machen.

vor einer Stunde schrieb iceman30:

Deshalb fasse ich meinen ersten Beitrag noch einmal kurz zusammen:

Mach es nicht abhängig von dem Geld, sondern von den wirklich wichtigen Faktoren. 

Geld ist nicht alles aber mit einer der wirklich wichtigen Faktoren.

Es bringt mir nix wenn mein AG ein tolles Arbeitsklima hat, wenn er mich nicht entsprechend entlohnt. Genau wie dem AG egal ist ob ich mir ein neues Auto gekauft habe und ich deshalb mehr Geld brauche, ist mir auch egal ob er mit einem Kunden eine 24/7 Vereinbarung geschlossen hat, die besetzt werden muss. Wenn er mich nicht entsprechend dafür entlohnt, kann er sich jemand anderen suchen. Gleiche gilt wenn ich nicht entsprechend Leistung bringe um die Gehaltserhöhung für das neue Auto zu rechtfertigen, dann werd ich auch nicht mehr Geld bekommen.

Grundsätzlich gilt, wir leben nicht um zu arbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben. Und nein tatsächlich sind für mich nette Kollegen und ein gutes Arbeitsklima niemals ein Grund bei einer Firma zu bleiben, wenn die Arbeit selbst und das Gehalt nicht passen.

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vor 2 Stunden schrieb Kwaiken:

Wenn es mit abends mal das Telefon hüten getan wäre, gäbe es die Diskussion hier erst gar nicht. Du kannst mir aber glauben, dass es damit definitiv nicht getan ist. Bei einer Fachkraft aus der IT gehört am Ende des Tages etwas mehr dazu, als nur "mal den Hörer zu halten".

Hinzu kommt, dass wir hier über eine regelmäßige Tätigkeit sprechen, die der Arbeitgeber dem Kunden sicherlich gesondert in Rechnung stellt bzw. speziell als Produkt anbietet ("Unsere IT Experten sind für Sie verfügbar bis 24 Uhr, auch am Wochenende."). Da kann ich als Arbeitnehmer wohl erwarten, dass ich an dem Wert den ich damit erzeuge monetär beteiligt werde. Gerade wenn einem die "Komfort Zone" wichtig ist, weil man seine Kinder gerne aufwachsen sehen möchte, sollte einem die eigene Freizeit auch etwas wert sein. Und das drückt sich im Angestelltenverhältnis nun mal über die Bezahlung aus.

bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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vor 11 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Und das drückt sich im Angestelltenverhältnis nun mal über die Bezahlung aus.

Vollkommen richtig.

Vor allem finde ich, dass diese Aussage:

vor 1 Stunde schrieb Albi:

Geld ist nicht alles...

meist von den AGs kommt. Vor allem, wenn es darum geht, etwas von diesem unwichtigen etwas als Gegenleistung in die Hand nehmen zu müssen. Der nette AG schafft doch so ein tolles Klima, Freigetränke und Kicker! Und der böse AN denkt nur ans Geld!

Wenn der AG aber Geld für den AN ausgibt und der AN dann sagt "Weißt Du was? Ich arbeite dafür jetzt weder mehr, noch besser. Bin aber super nett zu Dir, bringe Dir mal nen Kaffee mit, wenn ich die Küche gehe und bin sonst auch super gesellig mit Haribo an meinem Schreibtisch! Leistung ist doch nicht alles!" zeigt er Dir 'nen Vogel.

bearbeitet von Kwaiken

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vor 2 Stunden schrieb Kwaiken:

Aber aus dem 95%-igen HO ohne Aussicht auf Rufbereitschaft, dem Abholen der Tochter von der Kita und beim Fußball schauen des Sohnes lässt es sich gut über die Rufbereitschaft der anderen diskutieren. 

Gleiches dachte ich mir auch. Mal wieder "typisch HR". Keine Ahnung von nix, pünktlich um 3 dem Hammer fallen lassen, wenn man eben überhaupt im Büro ist, wegen Dauer-HO (HO gilt natürlich nicht für die IT, die MUSS ja 24/7 vor Ort sein, falls mal was ist).
24/7 Rufbereitschaft mit "ich bin auch mal abends 10 Minuten bereit am Telefon mit wem zu sprechen (aber natürlich nicht wenn Fußball vom Sohnemann ist) gleichsetzen.

Top.

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vor 18 Minuten schrieb Graustein:

24/7 Rufbereitschaft mit "ich bin auch mal abends 10 Minuten bereit am Telefon mit wem zu sprechen (aber natürlich nicht wenn Fußball vom Sohnemann ist) gleichsetzen.

Top.

Eben das!

Die Sache mit "mal" ans Telefon in der Freizeit und "mal" am WE/frühmorgens/Spätabends Updates einspielen, "mal" wenn alle anderen (inkl HR und GF) Hardware tauschen, im schlimmsten Fall bis zum nächsten Geschäftsbeginn dran sitzen und ggf keine Lösung haben... Das alles haben "wir" bei der Jobwahl mit einkalkuliert (und auch beim Gehalt). Betonung auf "mal".

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Eben, mal ist denke ich drin, je nach Gehalt. Beispiel, ich verdiene in IGM ca. 85.000
Da hab ich keinen Schmerz mit mal abends oder mal am WE ne Remote mit wichtigen Kunden zu machen (z.b. arabische Länder haben ja Fr/Sa Wochenende und Sonntag ist Werktag).
Eben Betonung auf mal. Mal heißt bei mir max. 1-2 x im Monat.
Mir würde, auch bei dieser Gehaltshöhe, sicherlich nicht einfallen gratis oder gegen einen kleinen Obolus regelmäßige Breitschaft zu leisten.

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