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Hi zusammen,

wie denkt ihr denn über IT Consulting ohne Firmenwagen mit Zwangsnutzung des ÖPNV?
Es gibt keine Car Allowance auf der Stufe. Auf der nächsten Stufe gibt es Firmenwagen oder 11 Cent für die Privat PKW Nutzung.
Ich habe für mich bisher Consulting ohne Firmenwagen immer ausgeschlossen, da für den ÖPNV nicht sehr günstig wohne.

Jetzt liegt mir aber ein mittelmäßiger Vertrag vor und da der Arbeitsmarkt gerade angespannt ist, denke ich doch darüber nach das anzunehmen.
Überstunden sind alle abgegolten, Reisezeit ist laut Webseite Arbeitszeit, laut Kununu & Co aber eher doch nicht, da nicht mehr als 40 Stunden die Woche aufgeschrieben werden dürfen.
Reisetätigkeit ist im Arbeitsvertrag nicht eingeschränkt, also 100%. Derzeit arbeiten alle überwiegend im Homeoffice und je nach Kunde soll das auch ohne Corona der Fall sein,
aber garantiert wird nichts. Im Worst Case bin ich also jeden Tag unterwegs, und zwar mindestens 3h (1,5h einfach).

Für mich also eine absolute Blackbox und der Vertrag lässt das schlimmste zu, daher fällt mir die Entscheidung nicht leicht.

 

 

 

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Bei der Sache mit den Überstunden würde ich genau auf die Formulierung achten, da eine solche Klausel schnell ungültig sein kann. Die Reisezeit pinselt mir dezent ein Fragezeichen auf die Stirn: Ist das nun Arbeitszeit oder nicht? Das sollte dir der AG auf Nachfrage doch verbindlich beantworten können.

Hinsichtlich Zwangs-ÖPNV wäre die erste Frage, ob sich der AG an den Kosten beteiligt oder dich darauf sitzen lässt, gerade wenn er sich beim Einstieg noch gegen einen Firmenwagen sträubt... Ansonsten frage ich mich, ob das Unternehmen nur regionale Kunden hat oder du grundsätzlich bundesweit oder international (z.B. DACH) operieren musst? Ich glaube das wäre für mich auch nicht zu vernachlässigen, wenn es darum geht, ob ich mir das antun würde. Denn "Reisetätigkeit" ist dann irgendwie kein Zuckerschlecken mehr.

 

Gerade eben schrieb janagut:

In Corona-Zeiten darf man auch mal arbeitslos sein, meine ich.

Lack gesoffen? 😉

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vor 19 Minuten schrieb janagut:

Tja, wie sieht es denn auf der Ausgaben-Seite für dich aus? Familie? Haus?

Biste Angestellter (gewesen) oder mehr so Freelancer?

Ich war Angestellter und finanziell drückt es nicht unbedingt. Wie lange ich schon ohne Anstellung bin, ist eher der Punkt.

vor 5 Minuten schrieb Visar:

Bei der Sache mit den Überstunden würde ich genau auf die Formulierung achten, da eine solche Klausel schnell ungültig sein kann. Die Reisezeit pinselt mir dezent ein Fragezeichen auf die Stirn: Ist das nun Arbeitszeit oder nicht? Das sollte dir der AG auf Nachfrage doch verbindlich beantworten können.

Die Klausel ist bei dem Gehalt ungültig, hatte ich aber mehr oder weniger schon immer so in meinen Arbeitsverträgen, deshalb überrascht mich das nicht. Wenn man mault, ist mal halt raus, bliebe noch Stunden zu dokumentieren und dann einzuklagen, hilft mir jetzt aber bei der Entscheidung erstmal nicht 😁

Reisezeit ist Arbeitszeit, so sagt die HR. Auf den Bewertungsportalen ist aber zu lesen, das von Vorgesetzten entsprechend Druck gemacht wird, beim Kunden 40 Stunden abzurechnen. Somit verpufft IMHO die Reisezeit in den abgegoltenen Überstunden. Ansonsten gehen bei meiner Anbindung schon mindestens 3h täglich nur das Reisen drauf.

vor 5 Minuten schrieb Visar:

Hinsichtlich Zwangs-ÖPNV wäre die erste Frage, ob sich der AG an den Kosten beteiligt oder dich darauf sitzen lässt, gerade wenn er sich beim Einstieg noch gegen einen Firmenwagen sträubt... Ansonsten frage ich mich, ob das Unternehmen nur regionale Kunden hat oder du grundsätzlich bundesweit oder international (z.B. DACH) operieren musst? Ich glaube das wäre für mich auch nicht zu vernachlässigen, wenn es darum geht, ob ich mir das antun würde. Denn "Reisetätigkeit" ist dann irgendwie kein Zuckerschlecken mehr.

ÖPNV strecke ich vor und kann es am Ende vom Monat abrechnen, was genau ob jetzt nur Bus oder auch Taxi, weiß ich nicht. Und es gibt nicht nur beim Einstieg keinen Firmenwagen, sondern erst auf der nächsten Stufe und das ist dann die erste Manager Stufe. Die Stelle, um die es hier geht, ist schon Lead.

Die Firma agiert weltweit, der Arbeitsvertrag lässt auch explizit einen Weltweiten Einsatz zu. Das Unternehmen hat Niederlassungen verteilt über ganz Deutschland, natürlich wird man bevorzugt regional eingesetzt, aber das kann nicht garantiert werden. Auch wochenweise beim Kunden wird es mit Sicherheit geben.
 

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vor 1 Stunde schrieb janagut:

Einfach Gewerbe anmelden (muss doch gehen bei eigener Bude, ohne Publikumsverkehr) und sich selber vermarkten. Oder denke ich mir das zu leicht?

Wieso gehst du von einer eigenen Bude aus bzw. welche Relevanz sollte die haben? Wenn ich ein Gewerbe anmelde und nicht freiberuflich arbeite, habe ich noch Spaß mit der IHK, muss am Standort Gewerbesteuer zahlen etc. Dann bräuchte ich ja noch ein Produkt, welches ich vermarkte. Es bliebe noch eine freiberufliche Tätigkeit, aber das passt dann nicht mehr so ganz zu meiner letzten Tätigkeit und die Auftragsakquise dürfte sich derzeit schwierig gestalten, zumindest habe ich auf Xing & Co einige Kontakte zu Freiberuflern, die geradezu nach Aufträgen betteln. Und zu guter Letzt, bin ich derzeit über meine Frau krankenversichert, da müsste ich dann schon einen gewissen Umsatz erzielen, damit es sich lohnt die Krankenversicherung selbst zu bezahlen.

Darum sollte es hier aber nicht gehen, ich kenne mich mit den Verträgen im Consulting nicht aus. Und das was ich vorliegen habe, lässt eben alles offen und gerade der Firmenwagen bzw. die fehlende Car Allowance verschlechtern das ganze deutlich, daher die Frage in die Runde, da hier ja auch einige im Consulting arbeiten.

Bearbeitet von Ulfhednar

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Hier mal meine Rahmenbedingungen:

Mein AG stellt mir ein Fahrzeug Klasse VW / Kombi zur Verfügung inklusive Tankkarte und normaler 1% Versteuerung. Normaler VW Passat Kombi mit Business Ausstattung (Navi usw.) liegt somit bei etwas unter 50000 Euro - somit ca. 4xx Euro monatliche Versteuerung.

Ansonsten sind 40 Stunden normal - wie bei dir - möglichst 40 Stunden an den Kunden weitergeben und die Fahrzeit / Überstunden sind automatisch mit dem Gehalt abgegolten - sind somit deine Freizeit / Privatvergnügen.

Weiterhin kriege ich einen "Zusatzlohn" von 2 Euro pro fakturierter Stunde an den Kunden. Hotelkosten usw. werden natürlich übernommen.

Du musst dir daher überlegen - willst du das oder nicht - nicht Jeder ist für dieses Consulting Leben / Arbeitgeber Ausbeute gemacht und gewillt! ;-)

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Bei mir nennt es sich nicht Consulting, aber im Endeffekt kommt es auch auf Reisetätigkeit (20-50%) raus - nach Corona.


Es gibt kein Auto, man kann ÖPVN abrechnen oder selbst mit dem Auto fahren (dann relativ ordentliche 0.45EUR/km).
Überstunden gibt es auch nicht wegen hohem Gehaltsniveau, also schaue ich selbst die 40h-Woche halbwegs einzuhalten. Das ist nicht immer einfach, man muss lernen sich nicht so viel Druck lassen zu machen.

Bei den genannten europa- oder sogar weltweiten Einsatz würde ich zwingend Bahn 1.Klasse und mindestens Prem.Economy bei Flügen aushandeln...

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Insgesamt bin ich auch nicht wirklich scharf auf einen Firmenwagen, ich war vorher aufgrund der Leitungsposition auch firmenwagenberechtigt, habe es aber aufgrund der zu versteuernden Kilometer zum Arbeitsplatz und der schlechten Auswahl an Fahrzeugen, nicht in Anspruch genommen.

vor 56 Minuten schrieb Eichi1979:

Du musst dir daher überlegen - willst du das oder nicht - nicht Jeder ist für dieses Consulting Leben / Arbeitgeber Ausbeute gemacht und gewillt! 😉

Ich habe genug Ausbeutung mit abgegoltenen Überstunden und Reisezeit ins Ausland hinter mir... ich dachte da wird das Consulting nicht so wild werden ;)

vor 11 Minuten schrieb fi23:

Es gibt kein Auto, man kann ÖPVN abrechnen oder selbst mit dem Auto fahren (dann relativ ordentliche 0.45EUR/km).

Sowas wäre mir noch am liebsten, aber auch da sind es ja auf der nächsten Stufe nur 0,11€/km, das ist auch keine Option.

vor 11 Minuten schrieb fi23:

Überstunden gibt es auch nicht wegen hohem Gehaltsniveau, also schaue ich selbst die 40h-Woche halbwegs einzuhalten. Das ist nicht immer einfach, man muss lernen sich nicht so viel Druck lassen zu machen.

Du hast aber auch ein Gehaltsniveau, wo das dann in Ordnung ist. Bei dem Vertrag liegt das Fixgehalt deutlich unter 60k€.

vor 11 Minuten schrieb fi23:

Bei den genannten europa- oder sogar weltweiten Einsatz würde ich zwingend Bahn 1.Klasse und mindestens Prem.Economy bei Flügen aushandeln...

Die standen nie zur Diskussion bisher, ich gehe auch nicht davon aus, dass der Fall eintritt. Aber der Arbeitsvertrag würde es halt hergeben.

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vor 2 Minuten schrieb Ulfhednar:

aber auch da sind es ja auf der nächsten Stufe nur 0,11€/km, das ist auch keine Option.

Mal eine Verständnisnachfrage: Es wird NICHT die steuerfreie Kilometerpauschale gezahlt, sondern stattdessen grosszügige 11 Cent / Kilometer?

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vor 5 Minuten schrieb Chief Wiggum:

Mal eine Verständnisnachfrage: Es wird NICHT die steuerfreie Kilometerpauschale gezahlt, sondern stattdessen grosszügige 11 Cent / Kilometer?

ja richtig, es gibt 11 Cent mit dem Hinweis, dass die Differenz zu der steuerlich zulässigen Aufwendung als Werbungskosten geltend gemacht werden kann.

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vor 9 Stunden schrieb Ulfhednar:

Jetzt liegt mir aber ein mittelmäßiger Vertrag vor und da der Arbeitsmarkt gerade angespannt ist, denke ich doch darüber nach das anzunehmen.

Jetzt muss ich doch nochmal nachhaken. Musst Du suchen oder suchst Du nur so nebenbei?
Weil die 0.11EUR/km sind halt mal Faktor 3 ggüber der gesetzlichen Regelung und ein Hinweis, dass steuerlich "aufzustocken" klingt irgendwie schon billig...

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vor einer Stunde schrieb Ulfhednar:

ja richtig, es gibt 11 Cent

Dann sollte man ein der Erstattung angemessenes Fahrzeug für die Kundentermine wählen. Kreative Vorschläge? Lanz Bulldog auf Frittenfett vonne Bude umme Ecke?

Sorry, aber selbst mit 32 Cent steuerfrei deckt man nicht alle Ausgaben für das Fahrzeug. Der Verweis auf die Werbungskosten in der Steuererklärung ist doch nur Hohn. Du sollst also die Fahrtkosten für ein ganzes Jahr vorfinanzieren?

Falls du wirklich suchen musst: es gibt auch in der aktuellen Lage Branchen, die nicht wissen, wie sie ihre Arbeit schaffen sollen... eventuell aus dem Consulting rausgehen?

 

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vor 37 Minuten schrieb allesweg:

Inklusive BYOD? Also inklusive voll geladenen Akkus in Notebook und Smartphone?

Ich gehe nicht davon aus ;)
Aber das Ganze war eh etwas chaotisch, es sollte noch ein weiteres Gespräch geben, stattdessen kam gleich das Angebot. Lief halt alles Remote.

vor 18 Minuten schrieb fi23:

Jetzt muss ich doch nochmal nachhaken. Musst Du suchen oder suchst Du nur so nebenbei?

Ich bin derzeit ohne Job, nach 15 Jahren und einer relativ stressigen Zeit zum Schluss, habe ich mir seit November, nach ein paar Bewerbungsgesprächen in einer falschen Richtung und einer Zusage, die aufgrund eines Einstellungsstopps zurückgezogen wurde, eine Auszeit genommen. Nachdem ich im Februar noch eine kleine Zertifizierung eingeschoben habe, bin ich seit März wieder auf der Suche. Leider läuft das nicht so dolle... es gab mehrere Interview Prozesse, die zwischendrin gecancelt wurden, aufgrund Kurzarbeit/Einstellungsstopp was auch immer. Inzwischen hatte ich aber auch diese Woche schon wieder zwei Gespräche und habe auch nächste Woche nochmal drei. Allerdings ist der Vertrag schon für den 01.06 und hat leider etwas länger gedauert, bis er bei mir ankam, ich kann eine Entscheidung also insgesamt nicht mehr lange rauszögern.
Finanziell sind auch weitere Monate ohne Arbeit kein Problem, wir kommen auch mit einem Gehalt aus und meine Frau verdient in IGM sehr gut.
Trotzdem mache ich mir eben Sorgen, aufgrund der aktuellen Situation und wann eine Auszeit nachher zu lange ist um noch gute Angebote zu bekommen.

vor 18 Minuten schrieb fi23:

Weil die 0.11EUR/km sind halt mal Faktor 3 ggüber der gesetzlichen Regelung und ein Hinweis, dass steuerlich "aufzustocken" klingt irgendwie schon billig...

 

vor 14 Minuten schrieb Chief Wiggum:

Sorry, aber selbst mit 32 Cent steuerfrei deckt man nicht alle Ausgaben für das Fahrzeug. Der Verweis auf die Werbungskosten in der Steuererklärung ist doch nur Hohn. Du sollst also die Fahrtkosten für ein ganzes Jahr vorfinanzieren?

Das kam vielleicht falsch rüber, aktuell steht nur der ÖPNV zur Verfügung. Bei der Firma gibt es auf der Stufe, auf der ich eingestellt werden soll, keinen Firmenwagen und keine Fahrkosten für die Nutzung des privat PKW. Erst auf der nächsten Stufe gibt es entweder einen Firmenwagen oder die besagten 0,11€/km. Die nächste Stufe ist aber Manager, da würde ich auch nicht so schnell hinkommen.

vor 14 Minuten schrieb Chief Wiggum:

Falls du wirklich suchen musst: es gibt auch in der aktuellen Lage Branchen, die nicht wissen, wie sie ihre Arbeit schaffen sollen... eventuell aus dem Consulting rausgehen?

Ich komme nicht aus dem Consulting, das ist auch nicht meine erste Wahl. Nur passt scheinbar zu meinem Techstack und Vorerfahrung am besten eine Consulting Rolle, noch dazu sind sonst die meisten Stellenanzeigen verschwunden und paradoxerweise auch die Consulting Firmen die, die am ehesten reagieren. 

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Du musst zum Kunden entweder per ÖPNV fahren oder musst die Fahrtkosten bis zur Steuerrückerstattung vorstrecken? 

Unzulässige Überstundenregelung?

 

Selbst wenn ich bei der Agentur für Arbeit suchend gemeldet wäre würde ich dieses “Angebot“ ohne Sanktionen zu befürchten ablehnen.

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vor 10 Minuten schrieb allesweg:

Du musst zum Kunden entweder per ÖPNV fahren oder musst die Fahrtkosten bis zur Steuerrückerstattung vorstrecken? 

Unzulässige Überstundenregelung?

Nein, ich muss auf jeden Fall mit dem ÖPNV fahren, das mit den Fahrtkosten und privat PKW gilt erst ab der nächste Stufe, also eine Beförderung. In der Stufe gibt es aber dann auch Firmenwagen, aber keine Ahnung zu welchen Konditionen.

vor 10 Minuten schrieb allesweg:

Selbst wenn ich bei der Agentur für Arbeit suchend gemeldet wäre würde ich dieses “Angebot“ ohne Sanktionen zu befürchten ablehnen.

Ich beziehe keine Leistungen, ich habe nur die Sorge, ein Angebot abzulehnen und dann auch in 6 Monaten noch ohne Job da zu stehen, vielleicht auch weil ich die Befürchtung habe, dass der Arbeitsmarkt (nochmal) einknickt. 
Zumal das Gehalt auch nicht so unterirdisch schlecht ist, zu dem bereits angedeuteten Fixgehalt, kommt ja noch ein variabler Anteil. Nur die Rahmenbedingungen sind halt bescheiden und der Vertrag lässt auch ein Worst Case Szenario zu.

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Grundsätzlich kann der Arbeitgeber das Verkehrsmittel festlegen, kann sogar wie in dem Falle bestimmte „Anreize“ dazu schaffen. Er hat dir aber entsprechende Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen (hier: ÖPNV-Fahrkarte). Eine nachträgliche monatliche Abrechnung ist für mich schon einmal ziemlich grenzwertig.


Bei Außendienste zum Kunden ist Fahrzeit = Arbeitszeit! Mit PKW sowieso schon, denn als Fahrer muss sich auf den Verkehr konzentriert werden. Das gilt auch fürs Fahrrad.
Für Außendienstler gehört Reisen zur Haupttätigkeit. Consulting beim Kunden ist defacto Außendienst. 
Die Dienstreise beginnt halt schon an der Wohnungstür!
Oder fährst du täglich erst zur Firma und danach per ÖPNV zum Kunden? Ich würde mir bei den Vorzeichen wahrscheinlich sogar die Mühe machen. 

Lässt der Arbeitgeber die Wahl, welches Fortbewegungsmittel genommen werden darf, ist nicht jede Fortbewegung auch Vergütungspflichtig. Insbesondere wenn man kein Außendienstler ist und eine feste erste Tätigkeitsstätte hat. 

Erst wenn du leitend, sprich Führungspositionen bekleidest, in der du Personalverantwortung trägst, sie einstellen/entlassen zu können bzw. disziplinarisch (nicht fachlich!) für Personal verantwortlich bist, sind Arbeitszeiten pauschal mit dem Gehalt  abgegolten bzw. vertragliche Regelungen im Arbeitsvertrag zulässig.
Die Rechtsprechung geht bei einer Vergütung oberhalb von 75k€ (Grenze lag 2014 so hoch, mittlerweile wahrscheinlich so um 85k€+ ) allmählich von einer Führungsposition aus, das ist aber insbesondere auch von der jeweiligen Unternehmens- bzw. Gehaltsstruktur abhängig. 

Auf deinem aktuellen Karrierelevel legt der Arbeitgeber das Verkehrsmittel (ÖPNV) fest. Insofern begibt er sich arbeitsrechtlich auf sehr dünnes Eis. 
Die EU-Arbeitszeitregeln wurden ja bereits mehrfach im Grundsatz wegen Verstöße vorm EUGH geklärt. Daher ja auch die Pflicht zur Arbeitszeitüberwachung bzw. -erfassung.

Meine persönliche Meinung: 

Der Arbeitgeber scheint eher nicht zu den Guten zu gehören.
Bist du unbedingt auf den Job angewiesen: Go4it und weiter bewerben.

Kannst du dir den Luxus einer Auszeit noch weiter gönnen, würde ich empfehlen nach anderen, weiteren Jobs Ausschau zu halten und die Auszeit noch etwas weiter zu genießen.

Bearbeitet von tTt

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vor 21 Stunden schrieb Ulfhednar:

Ich beziehe keine Leistungen, ich habe nur die Sorge, ein Angebot abzulehnen und dann auch in 6 Monaten noch ohne Job da zu stehen, vielleicht auch weil ich die Befürchtung habe, dass der Arbeitsmarkt (nochmal) einknickt. 
 

biste seit November 2018 auffer Suche oder: November 2019?

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Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt.
- schlechtes Gehalt
- abgegoltene Überstunden
- kaum/keine Kompensation für Reisetätigkeit
- 11h pro Tag arbeiten

Klingt doch nach einem richtigen Traumjob - in der Sonne liegen und Cocktails schlürfen. Wer DIE Konditionen madig machen will, der ist doch nur neidisch!

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Um mal noch was zum eigentlichen Thema zu sagen: Ich habe jahrelang Consulting ohne Firmenwagen gemacht. Ich habe sehr zentral gewohnt, daher war ÖPNV bzw. Taxi kein Problem für mich. Unsere Kunden saßen in deutschen oder internationalen Großstädten und waren daher gut mit ICE / Flugzeug + Taxi erreichbar. In einer normalen Woche ist man Montags angereist und Donnerstags wieder abgereist. Übernachtet wurde in Hotels. Die Abrechnung der Reisekosten erfolgte direkt nach Einreichen der Reisekostenabrechnung und nicht erst am Monatsende. Zur Zahlung wurde eine Firmenkreditkarte (2 Monate Abrechnungszeitraum) verwendet, die vom privaten Konto abgebucht hat. Da kamen teilweise Summen im 4-stelligen Bereich zusammen. Die hätte ich keinesfalls vorgestreckt.

Unter diesen Bedingungen war Consulting ohne Firmenwagen problemlos machbar. Wenn du allerdings auf dem Land wohnst, schlechte ÖPNV Anbindung hast und deine Kunden im Umkreis von 1,5 Stunden Autofahrt sitzen, sind das eher schlechte Voraussetzungen für Consulting mit ÖPNV. Hinzu kommen die Überstunden, die mit dem Gehalt abgegolten sind (war bei mir anders) und die seltsame Regelung mit den 11ct/km. Das klingt für mich nach Mittelstand oder kleiner Klitsche, wo man am besten noch Geld mitbringt um da arbeiten zu dürfen.

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