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Zukunftsmöglichkeiten "IT-Tausendsassa"

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Hallo Forum, oder besser 大家好!(Hello everyone!)

Ich lese schon eine geraume Zeit im Stillen mit, vor allem in Richtung der Gehaltsthreads, da ich mich seit 2-3 Jahren in einer etwas misslichen Lage sehe.
Vielleicht könnt ihr mir ja eure unverblümte und unzensierte Meinung sagen, da ich wirklich hin und her gerissen bin, wie es denn beruflich weitergehen soll.

berufliche Eckdaten zu mir:
- 2007 Fachinformatiker Systemintegration Lehre begonnen
- 2010 Lehre abgeschlossen (unteres Mittelmaß, ich war zu faul zum Lernen)
- 2010 bis heute im selben Betrieb
- Betrieb mittelständisch, Automobilzulieferer, große Schwierigkeiten in den letzten 48 Monaten
- 2017 bis 2019 Auslandsstandorte in China aufgebaut, währenddessen dort in Shanghai gelebt
- seit 2019 wieder zurück in DE als "Tausendsassa", durch meine lange Betriebszugehörigkeit habe ich in nahezu jedem IT-System Kenntnisse und kann helfen

private Eckdaten, da auch nicht uninteressant für den weiteren Verlauf:
- Anfang 30
- seit 2018 mit einer Chinesin verheiratet, welche derzeit noch in Shanghai lebt
- gute, chinesische Sprach- und Kulturkenntnisse
- bislang hohe Fixkosten für 6-8 private (!) Reisen nach China pro Jahr

Wie ihr seht, führe ich kein 100% "normales" Leben, sondern eher eines auf zwei Kontinenten. Durch diesen ganzen, dämlichen Covid-19 Mist natürlich derzeit völlig aus dem Ruder gelaufen. Für mich und meine Frau steht aber fest, dass wir das gemeinsam durchstehen werden. Irgendwann ist auch die größte Pandemie vorbei.

Zu meinen Problemen. Ich habe eine recht lange Betriebszugehörigkeit zu meiner jetzigen Firma, es sind bald 13 Jahre. Nicht ganz die Hälfte meines Lebens. Hätte ich nie gedacht, dass es mal so lange sein wird. Die Firma ist menschlich gesehen toll, das ist auch das einzige Argument, was mich dort noch hält: Ich habe durchaus Freunde dort und genieße den lockeren Arbeitsstil. Das heißt nicht, dass ich keinen Stress habe, sondern dass ich eher einen freien Arbeitsstil ausleben kann um Probleme anzugehen, die andere wohl eher direkt an den Herstellersupport oder whatever delegiert hätten.

Mein Bruttogehalt pro Monat beträgt 3350€. Bedingt durch Kurzarbeit und dadurch natürlich wegfallende Prämien sind wir aktuell nur mehr bei 1900€. Das tut mir richtig böse weh. Eine wirkliche Besserung ist in den nächsten 24 Monaten in dieser Firma nicht absehbar.

 

Ich habe mich nun persönlich dazu entschlossen, mich auf die Suche nach einer neuen Stelle zu begeben. Mein Traum wäre ein deutsches Unternehmen mit Niederlassungen in China, Arbeitsplatz in Shanghai, wo ich im Prinzip das IT-Projektmanagement im Land übernehme - nur so als Beispiel. Solche Jobs sind nicht einfach zu finden, zumal derzeit, bedingt durch Covi...chkannsnichtmehrhören eh alles still steht. Ich denke aber an die Zukunft. Mit dem Gehalt werde ich auf Dauer nicht glücklich, zumal meine Frau und ich bald eine Familie gründen wollen und es eher unwahrscheinlich ist, dass sie eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland erhalten wird.

Ohne jetzt groß weiter um den heißen Brei zu reden, wie seht ihr die Sache denn?

Würdet ihr dem Arbeitgeber treu bleiben, trotz der hohen finanziellen Einbußen?

Hat jemand von euch ähnliche Auslandserfahrung und kann mir berichten, wie er das Thema Ausland zukünftig gehandhabt hat?

 

Habt Dank!

Stellt gerne Fragen!

Viele Grüße
Thomas

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Hallo @da'jia'hao,

auch wenn das ziemlich viel Text ist, kann ich darauf sehr kurz antworten:

vor 3 Minuten schrieb da'jia'hao:

Ohne jetzt groß weiter um den heißen Brei zu reden, wie seht ihr die Sache denn?

Würdet ihr dem Arbeitgeber treu bleiben, trotz der hohen finanziellen Einbußen?

Nein!

 

3350€ monatlich, für jemanden, der für die Firma viel Zeit im Ausland verbingt (oder verbracht hat), der alle IT-Systeme im Detail kennt und 13 Jahre Erfahrung in seinem Beruf hat?

Wenn du, wie du schon sagst, für einen deutsche Konzern den "IT-Projektmanager Standort Shanghai"  machst und Außenstandorte mit aufbaust landest du vermutlich eher bei dem Doppelten, als bei deiner aktuellen Summe.Gerade im Anbetracht das du bald eine Familie Gründen willst, sollte  Geld dir wichtiger sein als das du in einem Mittelständler den Chef duzen darfst und mit den Kollegen mal ein Bier trinken gehst... Das kann man mit 20 machen, aber wenn sich dann Familie am Horizont anbahnt, wird Geld halt zunehmend wichtiger.

Mein Rat: Such dir einen anderen Job. Du hast sehr wertvolle Auslandserfahrungen und sprichst chinesisch. Viele große Konzerne würden sich darüber freuen, die auch entsprechend entlohnen.

Gruß

treffnix

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Bei dir wären Personalvermittler mit Connections nach China sicherlich eine gute Sache. So eine billige Arbeitnehmerüberlassung, wie die Halsabschneider es machen gibt es eher nur in Deutschladn, bzw als Import von China nach Deutschland. Nicht in die andere Richtung. Deine IT-Kentnisse im Aufbau und deine Sprachkentnisse sind da sicherlich auch wertvoll.

Ansonsten alles was @treffnix gesagt hat. Du warst leider viel zu lange bei der Firma. Wenn ich mir das schon vorstelle. Mit 10 Jahren BE jahrelang in China Standorte aufbauen. Für 40k. Aua

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vor 19 Minuten schrieb da'jia'hao:

Mein Bruttogehalt pro Monat beträgt 3350€.

Ich musste das jetzt echt 3 mal lesen weil ich sicher gehen wollte das da BRUTTO und nicht NETTO steht... Wow...

Lauf Forest Lauf...

13 Jahre BE + deiner Erfahrungen, deinem Auslandsaufenthalt und Chinesisch Kenntnissen... Du bist gnadenlos unterbezahlt würde ich behaupten sogar in Gehaltschwächeren Gegenden, wie Treffnix schon sagte wenn du bei einer halbwegs großen Firma unterkommst die dich nach China schickt und da da mit Sprachkenntnissen und technischen KnowHow glänzen kannst, bist du sicher schnell beim doppelten an Gehalt.

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Noch eine Ergänzung von mir: Hier im Forum wird einigen Azubis (natürlich nicht allen) empfohlen nach der Ausbildung 40k zu fordern. Ein großer Teil der Leute hier hat die 40k innerhalb von weniger als 3-4 Jahren BE geknackt. Allein wenn ich überlege, das du zumindest die letzten 5 Jahre, jedes Jahr statt 40k auch 55k hättest bekommen können... Ich denke ich brauche das nicht vorrechnen. Das wären einige Besuche bei deiner Frau in China mittlerweile :) 

Hast du denn schon versucht bei deiner jetzigen Firma versucht mehr Geld zu bekommen?

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vor 33 Minuten schrieb charmanta:

sowas solltest Du nicht in einer Bewerbung schreiben ... das hat NIEMAND ;)

Das ist vermutlich bezogen auf die IT-Systeme in seiner Firma.

vor einer Stunde schrieb da'jia'hao:

- seit 2019 wieder zurück in DE als "Tausendsassa", durch meine lange Betriebszugehörigkeit habe ich in nahezu jedem IT-System Kenntnisse und kann helfen

 

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Ich denke du hättest da mal früher aktiv werden müssen bzw. regelmäßiger.. damit dein Gehalt angepasst wird. Hängt sicher auch von Leistung und Verantwortung ab aber wird ja wohl gegeben sein. Das hast du anscheinend verpennt aber sowas passiert einem auch nur einmal im Leben. Ihr seid Automobilzulieferer, hast du da nicht ein paar kontakte aufbauen können zu anderen.. Zuliefern oder gar Autokonzernen? Die sind doch gut und breit in China vertreten. Vielleicht kannst du da was anzapfen?

 

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COVID macht reisen schwierig, aber ich denke, dass Du abgesehen davon sehr interessant für Firmen mit Beziehungen nach China bist.

Das 40K lächerlich sind, muss man nicht drüber reden. Mich würde mal das Gehaltsgefüge der Firma sowie auch das "Gehalt" Deines Chef's interessieren, wenn ein anscheinend sehr wichtiger und erfahrener Schlüssel Mitarbeiter so entlohnt wird.

Was Du woanders bekommen könntest hängt natürlich davon ab, inwiefern die Firmen von Deinen Erfahrungen profitieren können. Schon als "normaler" Admin sind es dann schnell 60K bei Mittelstand oder größeren Firmen, wenn auch noch die China Erfahrung genutzt werden kann bestimmt wie die anderen bereits sagten 80K+ Sky is the limit. So eine Stelle wiederum zu finden ist natürlich nicht so einfach wie eine normale Admin Stelle.

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vor 15 Stunden schrieb Showtime86:

So eine Stelle wiederum zu finden ist natürlich nicht so einfach wie eine normale Admin Stelle.

Weiß nicht, finde solche stellen sind recht häufig anzutreffen:

Hier z. B. - HO und Travel 40% nach China: IT Service Manager Workplace. Das Gleiche gibt es als Head of und einige weitere stellen (aus dem deutschen HO). Wuerth z. B. hat auch einen IT Standort in China und wäre sicherlich einer Bewerbung nicht abgeneigt. 

Zum Gehalt sage ich lieber nichts. Außer, dass beim monatlichen Blick auf die Personalkosten beim Chef regelmäßig die Sektkorken knallen dürften. 

 

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Ich schließe mich den Kollegen an. Schnell weg dort. 3.300 Euro sind, sogar bei 13 Monatsgehälter, bestenfalls knapp über 40k. Das ist für 10+ Jahre Berufserfahrung viel zu wenig. Berücksichtigt man die regelmäßigen Dienstreisen nach China, wird es zu einem waschechten Dumpinglohn.

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tja, "schnell weg" kann bös enden in Corona-Zeiten. Im neuen Betrieb ist man erstmal "der Neue", und wenn die vorhandenen Mitarbeiter Angst um ihren Arbeitsplatz haben und ääääh "moralisch flexibel" sind ....

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vor 6 Minuten schrieb janagut:

tja, "schnell weg" kann bös enden in Corona-Zeiten. Im neuen Betrieb ist man erstmal "der Neue", und wenn die vorhandenen Mitarbeiter Angst um ihren Arbeitsplatz haben und ääääh "moralisch flexibel" sind ....

Kann es auch in normalen Zeiten, sich nur aus Angst deshalb weiter verarschen zu lassen, ist auch nicht sonderlich klug... Soll er halt mal den Markt sondieren und sehen was er so findet. Mit 13 Jahren BE und nur 40k Jahres gehalt hat er jedenfalls jetzt einen echt schlechten Stand von dem er sich wahrscheinlich eher verbessert als verschlechtert. 

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vor 7 Minuten schrieb janagut:

Erstma Fortbildung mitnehmen, das ist nie schlecht.

Ausbildereignung, MS-Server-MCSA, sonstwas....

Wer einem Sysadmin (leite ich mal von der Beschreibung Tausendsassa ab) mit 10 Jahren BE - davon 3 Jahre BE in Shanghai Standorte aufgebaut, wo die Rolle vmtl. mehr als "vorinstallierte Rechner anstecken" war - zu einer MS Basis Zertifizierung rät, der hat den Schuss nicht gehört...

Oder ist ein sehr stumpfer Personaler, den nur die schnörkeligen Zettel mit geschwungener Unterschrift und Firmenstempel interessieren. Beide sind ähnlich verloren

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vor einer Stunde schrieb janagut:

Verbesserung ist gut und richtig, aber halt planvoll.

Erstma Fortbildung mitnehmen, das ist nie schlecht.

Ausbildereignung, MS-Server-MCSA, sonstwas....

Zertifizierungen sind sicher nicht verkehrt, aber mit dem Geringen Gehalt sowas aus eigener Tasche zahlen wenn die Firma ihm die nicht zahlt, nur um zu hoffen das sie einem mehr bringen als 13 Jahre BE + Auslandsaufhenthalte und Sprachkenntnisse in einer Sprache die in der Weltwirtschaft neben Englisch durchaus auch nicht selten vorkommt. Seh ich ähnlich wie Bitschnipser, das glaubst du ja selbst nicht. Ich muss jedesmal den Kopf schütteln wenn ich deine Beiträge hier im Forum lese, sorry.

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vor 1 Stunde schrieb janagut:

Erstma Fortbildung mitnehmen, das ist nie schlecht.

Dieser Satz suggeriert, der TE würde in der Firma Fortbildungen bekommen. Glaubst du wirklich, eine Firma, die dem AN nach 13 Jahren Betriebszugehörigkeit 40k zahlt, zahlt eben diesem Fortbildungen? Ich glaube ja nicht daran. Und wenn doch, dann nur mit dem Geld, was überbleibt, weil ihm so ein mickriges Gehalt gezahlt wird.

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nöö, ich glaub, da gibts was vom Arbeitsamt, die wollen vermeiden, dass Arbeitslosigkeit entsteht oder falls doch Arbeitslosigkeit entsteht, diese eben verkürzen.

im neuen Job muss er sicher Vollgas geben, da ist dann für sowas keine Zeit mehr,

und wenn die neue Firma dann "abbrennt", dann hat er gar nix.

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vor 20 Minuten schrieb janagut:

gibts was vom Arbeitsamt, die wollen vermeiden, dass Arbeitslosigkeit entsteht

1. Schenkt dir d. Arbeitsamt keinen Bildungsgutschein außer du bist schwer vermittelbar. Da muss DU d. Arbeitsamt überreden. MCSA wird nicht geschenkt und wenn du pech hast ist die Schulung nichts wert weil man innerhalb von 1 Woche dir Inhalte in d. Kopf presst wo du die Prüfung nicht bestehst.

2. Schwer Vermittelbar = Schwer Vermittelbar da muss man wirklich sehr viel Pech haben o. wirklich schlecht sein damit man da reingruppiert wird. Notfalls arbeitest du bei einem Halbsabschneider wo du den ganzen Tag nur PC auspackst und eine Inventarnummer reinschreibst und es in einer Datenbank nachträgst. Selbst dass wäre eine Arbeit die du machen kannst und schwupp wird keine Weiterbildung dafür benötigt...

 

 

Bearbeitet von Zaroc

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vor 30 Minuten schrieb janagut:

nöö, ich glaub, da gibts was vom Arbeitsamt

Wie du schon merkst: deine Aussagen kommen hier aufgrund fehlender Realitätsnähe nicht gut an. Bitte vor dem Absenden weiterer Beiträge doch mal den eigenen Beitrag kritisch hinterfragen.

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