Zum Inhalt springen

Udacity Online "Nanodegrees": Was ist davon zu halten?


 Teilen

Empfohlene Beiträge

Kennt jemand Udacity ( Udacity-Website ) und hat eventuell schon mal so ein "Nanodegree" belegt?

Mich würde theoretisch der iOS-Developer (Kurs-Beschreibung) interessieren.

Die Preise sind ja gut zünftig, um es mal gelinde zu sagen. 359 Euro pro Monat. Bei der veranschlagten Länge von 6 Monaten wären das sagenhafte 2154 Euro für so ein Zertifikat. Nicht schlecht für einen Online-Kurs.

Was ist davon zu halten?

Sind diese Zertifikate überhaupt bei den Arbeitgebern bekannt und anerkannt?

Was ich damit meine: Wenn ich so ein Zertifikat einer Bewerbung belege, kann ich dann davon ausgehen, dass ein Personalchef, Recruiter etc. weiss was das ist?

Sind die Dinger entsprechend gut und lernt man da wirklich so viel, dass der Preis gerechtfertig ist?

Ich habe mal in das kostenlose Kotlin-Bootcamp von Udacity reingeschaut. Ich fand das nicht berauschend. Viele von den Videos waren sehr kurz und nicht dramatisch viel Inhalt.

Insofern habe ich da meine Bedenken.

Falls jemand also Erfahrungen mit Udacity hat, würden die mich interessieren. Das gleiche gilt für Meinungen bezüglich dieser "Degrees".

 

 

 

 

Bearbeitet von jon02
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 11 Stunden schrieb jon02:

Sind diese Zertifikate überhaupt bei den Arbeitgebern bekannt und anerkannt?

Gute Frage. Die Akzeptanz ist im englischsprachigen Raum sicherlich deutlich höher. In Deutschland scheinen viele Unternehmen dagegen immer noch nicht zu wissen, was sie mit Udacity, Udemy & Co. und deren Zertifizierungen anfangen sollen. Das gilt aber wohl fast schon generell für Entwicklerzertifikate, die weitestgehend als überflüssig betrachtet werden.

Frei nach dem Motto:

"Entweder kannst du eine Sprache oder du kannst sie nicht, wozu brauchst du ein Zertifikat um iOS-Developer zu sein?"

vor 11 Stunden schrieb jon02:

kann ich dann davon ausgehen, dass ein Personalchef, Recruiter etc. weiss was das ist?

Nö.

vor 11 Stunden schrieb jon02:

Falls jemand also Erfahrungen mit Udacity hat, würden die mich interessieren. Das gleiche gilt für Meinungen bezüglich dieser "Degrees".

Mein Bruder hat vor ein paar Jahren ein Nanodegree bei Udacity erworben, er scheint das Ganze für sinnvoll befunden zu haben, ansonsten würde es kaum noch im Lebenslauf stehen 😆 Er hatte zumindest überlegt noch irgendetwas in die Richtung zu machen, irgendwann kamen dann aber zumindest Arbeitsplatzwechsel und Hausbau dazwischen. Pfff.. Erwachsenwerden.. wie überbewertet.

Die Qualität bei Udacity kann aber natürlich von Kurs zu Kurs schwanken, darüber muss sich jeder im Klaren sein. Das dürfte auch daran liegen, dass Kurs A in der Hand irgendwelcher Leute liegt die mal damit gearbeitet haben und ansonsten in der Lehre verschwunden sind; und Kurs B wird vielleicht von einem Unternehmen wie Google und dem Gründer der Plattform gemanaged, da steht dem Empfinden nach schnell die Reputation der Plattform auf dem Spiel.

vor 55 Minuten schrieb Mathias G.:

das hört sich für mich eher nach Maßnahme an, die man macht, wenn irgendwer ne Kostenübernahme stellt. 

Maßnahme klingt so nach Jobcenter. 🤔 

Wenn ich mich international bewerben wollen würde, wäre so ein Nanodegree sicherlich eine Überlegung wert, um nicht nur auf die paar Zeilen mit der Berufserfahrung im Lebenslauf hinweisen zu müssen. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Über 2000€ für einen einzigen Kurs? Das wäre es mir nicht wert. Ich habe vor ein paar Jahren zwei Techdegrees bei TeamTreehouse abgeschlossen. Den ersten für 3x150$/Monat und den zweiten für 3x199$/Monat. Bei Bewerbungsgesprächen waren die Zertifikate ein Plus und ich würde die Erfahrung, die ich damals dort mit den Kurs-Projekten sammeln konnte, nicht missen wollen.

Ich würde dir also eher TeamTreehouse empfehlen, allerdings gibt es dort momentan keinen Techdegree für IOS mehr.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 13 Minuten schrieb Visar:

 

Maßnahme klingt so nach Jobcenter. 🤔 

Wenn ich mich international bewerben wollen würde, wäre so ein Nanodegree sicherlich eine Überlegung wert, um nicht nur auf die paar Zeilen mit der Berufserfahrung im Lebenslauf hinweisen zu müssen. 

Berufserfahrung > Rest 

Das Zertifikat wird kaum einen Unterschied machen. Die 2k kann man in Weiterbildung besser investieren

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 7 Stunden schrieb Mathias G.:

Berufserfahrung > Rest

So pauschal gilt das im Land der Scheine nicht.

@jon02 Aktuell gibt's einen kostenlosen Probemonat. Schau es dir doch einfach an. Was ist dein langfristiges Ziel? Wozu das Zertifikat? Willst du dich als iOS-Entwickler bewerben? Oder als automatisierender Admin den Horizont erweitern?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 1 Stunde schrieb allesweg:

So pauschal gilt das im Land der Scheine nicht.

Das stimmt, allerdings stellt sich mir die Frage ob Zertifikate von Pluralsight / Udemy / Udacity überhaupt eine Akzeptanz genießen. Letztendlich bescheinigen diese Zertifikate nur eins: Jemand hat eine Serie von Videos zu Ende abgespielt. Die Person muss sich dafür schließlich nicht mal vor dem Monitor befinden.

Wenn es darum geht was vorzeigbares in der Hand zu haben würde ich, auf Basis dieser Online-Kurse, folgendes machen:

  1. GitHub Repo anlegen
  2. Basierend auf dem Online-Kurs ein Projekt umsetzten was auf den Themen der Online-Kurse oder des Online-Kurses basiert allerdings nicht 1:1 das Projekt aus dem Kurs ist. Hintergrund ist das man das Wissen in einem anderen Context anwendet. Alles 1:1 aus dem Kurs nachzuprogrammieren ist einfach.
  3. Das Projekt in meinem GitHub Repo bereitstellen
  4. Das Repo als Referenz bei Bewerbungen einreichen

Dass man sich in seiner Freizeit auf diesen Plattformen zwecks Fort- und Weiterbildung bewegt kann man sicherlich in der Bewerbung oder im Lebenslauf unterbringen. Ob es Sinnhaft ist x Zertifikate von Online-Kursen der Bewerbung beizulegen Bezweifel ich.

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Vorab, es liegt mir fern das Udacity Angebot abzuwerten, da ich es nicht kenne. Aber was die Preisgestaltung angeht, unterscheidet es sich nicht von herkömmlichen Bootcamps. Das "Mekka" für Boot Camps im Bereich iOS Dev ist eigentlich.

https://www.bignerdranch.com

Was mich persönlich stören würde, wäre die englische Sprache im Kurs. Auch wenn englisch für Programmierer Pflicht ist, muss es nicht unbedingt sein, den Kurs dazu auch noch in der englischen Sprache hören zu müssen. Meiner Meinung nach geht das in deutscher Sprache leichter. Aber das ist ein rein subjektives Empfinden. Es mag ja Leute geben, die in der englischen Sprache heimisch sind.

Anerkennung von Zertifikaten hängt sicher auch vom künftigen geplanten Umfeld und regionalen Faktoren ab. Wenn dieser Anbieter über den großen Teich bekannt ist und Unternehmen genau darauf wert legen würden, wäre das gegeben. Aber wenn ich mir die Stellenanzeigen in unserem Land betrachte, sehe ich doch, was Arbeitgeber fordern. Und Zertifikate von diesem Anbietern sind mir dort noch nicht begegnet.

Ob deren System also für die Vermittlung eines künftigen Tätigkeitsfeldes auch hier bei uns funktioniert, müsste man also erst einmal auf den Prüfstand stellen. Auch der IHK Abschluss ist noch keine Garantie dafür, dass man um die Ecke die gewünschte Stelle bekommt. Aber im Zweifelsfall glaube ich, dass man damit die besseren Karten bei einer Bewerbung um eine Stelle hätte. Natürlich spielen hier immer eine Menge individueller Gegebenheiten eine Rolle.

Es gibt ein paar interessante Karriere-Blogs- und Foren rund um den Einstieg als iOS Developer nach Schwerpunkt. Vielleicht wäre es einmal hilfreich dort ein wenig zu stöbern. In Frankfurt gibt es jährlich ein OSX Developer Treffen (in Zeiten von Corona sicher dieses Jahr verschoben), aber das wäre dann ein Weg, um Kontakt mit Developern im deutschsprachigen Raum aufzunehmen, die rund um iOS tätig sind. Stellenanzeigen und Gesuche sind dort übrigens bedingt durch die Corona Krise derzeit kostenlos.

https://osxentwicklerforum.de

Das Treffen der deutschsprachigen Community. (fällt dieses Jahr wegen Corona aus).

https://macoun.de

Ob ein Präsenztraining mit personal Trainer besser ist, als wenn man sich das Wissen selbst aneignet, hängt meiner Meinung stark davon ab, ob man mit dem Trainer auf einer Wellenlänge ist oder eher nicht. Das Problem in Klassen ab einer gewissen Studentenzahl hängt immer von unterschiedlichen Wissensständen der Teilnehmer ab und ob im Gesamtrahmen genügend Zeit ist, um die persönlichen "Knoten" zu lösen oder nicht. Daran ändert leider auch eine virtualisierte Lernumgebung wenig.

Ich kann daher nur die Empfehlung geben, sich immer einen Kurs erst einmal anzuschauen, bevor man hier eine Entscheidung trifft.

 

Bearbeitet von tkreutz2
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich persönlich habe zwar keinen solchen Nanoabschluss, finde die Idee dahinter jedoch durchaus sinnvoll. Für mich ist das in etwa so etwas wie die klassischen Cisco- oder Microsoft-Zertifikate. Damit kann man nachweisen, dass man sich mit Materie x beschäftigt hat. Die gibt es nun einmal nicht für jedes Thema.

Historisch lassen sie sich sowieso anders erklären, weil es im angelsächsischen Raum keine Ausbildung wie bei uns gibt. Da gibt es nur Studierte und Quereinsteiger. Von daher müssen die Quereinsteiger auch eine Möglichkeit haben, ihren Einstieg zu ermöglichen.

  • Öffnet einem dies alle Türen und bekommt man nur deswegen die sechsstelligen Jobs?
    Nein, mit Sicherheit nicht.
  • Ist es eine Möglichkeit selbstbestimmt zu entscheiden, in welche Richtung man sich fortbilden möchte, ganz ohne Präsenztermine während der Arbeitszeit?
    Ja. Und das ist sehr viel wert, weil man nicht auf den guten Willen des Arbeitgebers angewiesen ist. 
  • Ist es ein Plus, wenn man sagen kann "Ausbildung zum FIAE in 2015, danach 3 Jahre gearbeitet mit Java, dann ein Nanodegree in NoSQL-Datenbanken und dort möchte ich nun hin"?
    Davon bin ich überzeugt. Siehe Punkt zwei.

Ob dies nun 2.000 Euro wert ist, das wage ich zu bezweifeln. Allerdings bin ich überzeugt, dass dies auch günstiger geht. Im Regelfall gibt es bei solchen Online-Angeboten immer Angebote, Rabatte und Co. Bei Steam kaufen auch alle bevorzugt, wenn es mal wieder 75 % Rabatt gibt, weil die regulären Preise echte Apothekenpreise sind. :D

Zudem geht es bei solchen Kursen immer auch um die Masse. Mit einem Kurs, der drei Monate dauert, wirst Du Deinen Marktwert nicht verdoppeln können. Wie auch? Wenn Du jedoch eine Ausbildung vorweisen kannst, etwas Berufserfahrung und dazu noch zwei oder drei solche Nanoabschlüsse, das sieht natürlich gut aus.  

Bearbeitet von Errraddicator
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Abgesehen von dem Preis (oder gerade wegen dem Preis), habe ich ähnliche Bedenken wie r4phi.

Bei Udemy bekommt man am Schluss ein Zertifikat, wenn man die Videos alle angeschaut hat.

Dann gibt es noch zig andere Anbieter (eDx, Coursera, OpenSAP, OpenHPI ...) und bei allen kann man solche "Zertifikate" machen.

Nichts gegen die Anbieter. Ich finde deren Angebote klasse. Die "Leistungsnachweise" sind aber oftmals nur eine Formsache.

Bei Udacity sind die Kurse wenigstens "Projekt-basiert". Das heisst: Man muß programmieren. Aber: Eine Google-Suche und ich habe eine Vielzahl an GitHub-Repositories gefunden. Von Leuten, die den Kurs in der Vergangenheit belegt habe. Kann ich mir alles anschauen und (leicht abgeändert) übernehmen. Oder jemand hilft mir. Kumpel, Schwager ... Theoretisch könnte ich auch jemanden bezahlen, dass er mir die Projekte macht.

Ich habe schon einige Fortbildungen (Herstellerzertifikate, Akademischer Bereich) durchgezogen und da kann man nicht so einfach betrügen. Geht nicht! Ausweiskontrolle, Smartphone alles abgeben. Alleine in einen Raum. Oben hängt eine Webcam und das Ganze wird auch noch aufgezeichnet.

In Anbetracht der inflationären Situation, frage ich mich ob solche Zertifikate überhaupt etwas wert sein können. Wenn man diese an allen Ecken und Enden vom Web hinterhergeworfen bekommt. Und nicht klar ist, ob überhaupt eine nennenswerte Leistung erbracht wurde. Das ist doch einem Personalchef, Geschäftsführer, Personaldisponenten, etc. überhaupt nicht zumutbar, dass der da noch irgendwie differenzieren kann, welche Zertifikate etwas Aussagekraft haben und welche nicht.

Das meine ich halt mit Bedenken. Das Du am Ende 2000 Euro für einen Schein ausgegeben hast, der quasi nichts wert ist.

 

 

Bearbeitet von jon02
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

  • 1 Jahr später...

Wenn man die angegebenen benötigten Klausuren oder Projekte nicht besteht, bekommt man auch kein Zertifikat.

Das ist wie mit Deinem IHK- oder Hochschul-Abschluss: Man muss zeigen, dass man in einem bestimmten Umfang alles verstanden hat. Dafür müssen die Lektionen absolviert sein und die Prüfungen/ Projekte absolviert sein. Für das erfolgreiche Bestehen gibt es dann die Zertifikate.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Schreibe jetzt und erstelle anschließend ein Benutzerkonto. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung wiederherstellen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

 Teilen

Fachinformatiker.de, 2021 by SE Internet Services

fidelogo_small.png

Schicke uns eine Nachricht!

Fachinformatiker.de ist die größte IT-Community
rund um Ausbildung, Job, Weiterbildung für IT-Fachkräfte.

Fachinformatiker.de App

Download on the App Store
Get it on Google Play

Kontakt

Hier werben?
Oder sende eine E-Mail an

Social media u. feeds

Jobboard für Fachinformatiker und IT-Fachkräfte

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Fachinformatiker.de verwendet Cookies. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung