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Kann die falsche Wahl der Technologie oder gar den IT-Sektor kurz zu verlassen ein nachhaltiges Problem werden?

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Huhu zusammen,

 

ich habe das Thema hier bis vor kurzem interessiert mit verfolgt:
 

Ich wollte es nicht ganz off the Topic führen, darum möchte ich mal eure Sicht auf zwei ähnliche Fragestellungen wissen:

Ich  bin aktuell noch in Ausbildung aber mache mir natürlich schon Gedanken wie der Markt mit Corona etc danach aussehen wird. Klar was genau ist kann keiner Wissen und soll hier auch nicht diskutiert werden. 

Aber nehmen wir mal an nach der Ausbildung findet man einen Job, der auf einer recht ungefragten Technologie basiert, oder man findet erst mal garnichts und würde vielleicht aber in einem anderen Bereich außerhalb der IT etwas finden. Für mich steht egtl. jetzt schon recht früh in der Ausbildung (und nach abgebrochenem Informatik Studium) fest, dass ich Entwickler bin und auch bleiben will. Und ich frage mich ob ich dem Ziel langfristig schaden kann in dem ich:

1. Z.b. eine Position annehme in einer Agentur oder einem kleinen Unternehmen, dass einfach mit veralteter Technik arbeitet, vielleicht ein Softwareprodukt hat, dass ewig nicht modernisiert wird. Jetzt nichts Nieschiges wie Cobol, wo man ja teilweise sogar mit Handkuss genommen wird. Zum Beispiels was ich hier auch manchmal lese eine Agentur, die noch mit PHP5 oder noch älter arbeitet (was laut Stackoverflow ja ohnehin eine der unbeliebtesten Programmiersprachen ist)

2. Für ein Jahr (bis man was anderes findet) ganz aus dem IT-Bereich hinaus, viele kaufmännische Berufe nehmen ja gern Quereinsteiger aus dem IT Bereich, zahlen auch nicht mal schlecht, aber man macht eben sehr lange nichts mit IT.

 

Nun frage ich mich wie ein Personaler das sehen würde wenn man sich in einem der beiden Fälle währenddessen dann weiterhin auf Stellen bewirbt, die einen mehr interessieren. Meine Vorstellung wäre, dass der Personaler bei mir zum Beispiel denken würde : Ok, er hat in der Ausbildung viel mit C# gemacht, jetzt hat er ein halbes Jahr garnichts mit C# gemacht, entwickelt in PHP und will jetzt schon wieder weg davon und bei uns wieder C# machen. Der ist aber komisch. Equivalent dazu das gleiche mit Ausbildung als ITler dann im kaufmännischen Bereich, jetzt wieder in der IT arbeiten?

Dem gegenüber steht natürlich dass man vielleicht sogar ein paar Monate oder wenn es blöd läuft noch länger arbeitslos ist und eine Lücke im Lebenslauf hat.

Ich fage mich was im Worst Case für potentielle "interessante" Arbeitgeber der gravierendere Minuspunkt ist?

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Moin,

1. Ist natürlich nicht ideal, ich sehe da aber keine langfristigen Probleme. Wenn man in der Entwicklung bleibt und sich im privaten Bereich auch in den modernen Disziplinen fit hält kann man imo immer wieder den Anschluss finden.

2. Das stelle ich mir kurzfristig bedeutend schwieriger vor. Als ehemaliger Auszubildender verliert man damit quasi seinen Welpenschutz und tauscht ihn gegen "Der macht eigentlich Kaufmann"-Schutz ein. 5 Jahre oder 2 Jobs später sollte das aber auch keine Rolle mehr spielen.

 

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Ein zunehmendes Alter kann eine Hürde sein bei Jobwechselabsichten. Es muss nicht zwingend so sein, je nach Marktlage, Region, Branche oder Fachgebiet. Aber das ist dann eher der Faktor, über den ich mir Gedanken machen würde und spreche aus eigener Erfahrung. Denn jünger wird man ja nicht.

Was die Themen angeht, steckt ja die Fachabteilung den Bedarf ab. Ich glaube nicht, dass ein Personaler hier thematisch filtert, der reicht ja die Kandidaten lediglich an die Fachabteilung durch und unterstützt dann ggf. den Auswahlprozess. Personaler schauen sich aber auch immer den gesamten Werdegang an. Es wäre eben zu kurz, würde man das auf eine einzige Position oder Thema reduzieren.

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vor 3 Stunden schrieb r4phi:

Gibt es diesbezüglich Erfahrungswerte ab welchem Alter das eine Hürde ist oder sein kann?

Sofern man dem glauben schenken kann, was auch unter Kollegen so mal gesprochen wird, kann die 50 Plus schwierig werden zumindest für Festanstellungen bei spontanen Wechselwünschen. Aber sicher sind hier auch jede Menge individuelle Faktoren zu beachten, die eine Rolle spielen.

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vor 9 Minuten schrieb tkreutz2:

Sofern man dem glauben schenken kann, was auch unter Kollegen so mal gesprochen wird, kann die 50 Plus schwierig werden zumindest für Festanstellungen bei spontanen Wechselwünschen. Aber sicher sind hier auch jede Menge individuelle Faktoren zu beachten, die eine Rolle spielen.

Ich glaube da ist sogar was dran.
Selbst Dave Thomas, der Autor von Pragmatic Programmer, hat ja geschrieben, dass er um die 50 herum gesagt bekommen hat er sei in dem Alter, wo man nicht mehr "technical" sein kann. Dann ist er Manager geworden und hat es gehasst...

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vor 11 Stunden schrieb Chris-Info:

Ich glaube da ist sogar was dran.
Selbst Dave Thomas, der Autor von Pragmatic Programmer, hat ja geschrieben, dass er um die 50 herum gesagt bekommen hat er sei in dem Alter, wo man nicht mehr "technical" sein kann. Dann ist er Manager geworden und hat es gehasst...

Ich habe keine verwertbaren Daten zu diesem Thema.  Aber wenn man sich die Stellenanzeigen so anschaut (diese ist aus dem aktuellen Pool hier).

--------------------------

Das erwartet Dich: 

  • ein aufgeschlossenes, junges Team
  • praxisorientiertes Arbeiten
  • ein moderner Arbeitsplatz im Mac Umfeld
  • ein Macbook auch zur privaten Nutzung
  • flache Hierarchien und kurze Kommunikationswege
  • Viel Spaß auch beim Kickern und bei Teamevents

Das erwarten wir: 

  • Eine Arbeitsprobe - Zeig uns, was Du bisher schon programmiert hast
  • erfolgreich abgeschlossenes Abitur ist wünschenswert
  • technisches Verständnis und logisches Denken
  • Spaß an Teamarbeit, aber auch an selbstständiger Problemlösung
  • Flexibilität und Lernbereitschaft
  • Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Persönliches Engagement und einen guten Kommunikationsstil
  • Kenntnisse im Apple Bereich sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig

-------------------------------

muss man zwei realistische Fragen stellen.

a) Wie passt dort ein älterer - wenn auch erfahrener - Programmierer rein ?

b) Würde jemand der Generation 50 Plus überhaupt eingeladen werden zu einem Vorstellungsgespräch ?

Sowohl zu a) als auch zu b) hätte ich gewisse Zweifel. Viele Karriereportale setzen auf "Young Professionals". Die Anzeigen sprechen ja schon für sich.

Der Markt für Senior Developer ist sicher ein anderer, als der Markt für Young Professionals. Auch arbeiten in diesem Markt viele Leute als Freelancer.

Aber die Frage, die man in diesem Zusammenhang immer stellen muss ist halt immer: "welcher Karrierepfad ist sicher bis zur Rente". Und wenn wir davon ausgehen, dass wir bis 70 arbeiten müssen - mir sind bisher noch wenige 69-jährige Programmierer begegnet. Und da man selbst irgendwann in fortgeschrittener Altersklassifizierung stehen wird, muss man sich immer selbst die Frage stellen. Wo stehe ich mit 40, 50, 60 - 5 Jahre vor der Rente etc.

Mit 40 Plus den Job zu verlieren, kann schon existentielle Folgen mit sich bringen. Darüber sollte man sich bewusst sein. Und in diesem Zusammenhang sprechen wir eben von Karrierepfaden, die mehr als eine Veränderung beinhalten können/sollen/müssen - sitzt man diese Planung aus, kann sich das fürchterlich rächen. Und ein Fehler in der Karriereplanung kann es auch sein, bis zum Alter von 39 Plus bei einem einzigen Arbeitgeber zu verharren, der keine Jobgarantie bis zu Rente geben kann (zivile Wirtschaft vs Beamte auf Lebenszeit).

Von einer Person im Alter von Mitte 40 wird erwartet, dass die Lebensplanung sicher ist und bestimmte Ziele erreicht sind. Die Corona Krise dürfte nun viele Menschen vor genau diese Voraussetzung stellen, dass sie die Erfahrung machen, wie unsicher eigentlich ihre bisherige Lebensplanung war. Aus diesem Hintergrund wäre es besser, auch Unsicherheiten mit in eine Planung einzubeziehen.

Ich fürchte auch, dass die wenigsten Alltagsprogrammierer im Falle eines Falles eine Zweitkarriere als erfolgreicher Buchautor starten, sofern sie mal ihre Anstellung in Serie verlieren z.B. durch wirtschaftliche Ereignisse.

Bearbeitet von tkreutz2

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vor 50 Minuten schrieb tkreutz2:

Mit 40 Plus den Job zu verlieren, kann schon existentielle Folgen mit sich bringen. Darüber sollte man sich bewusst sein. Und in diesem Zusammenhang sprechen wir eben von Karrierepfaden, die mehr als eine Veränderung beinhalten können/sollen/müssen - sitzt man diese Planung aus, kann sich das fürchterlich rächen. Und ein Fehler in der Karriereplanung kann es auch sein, bis zum Alter von 39 Plus bei einem einzigen Arbeitgeber zu verharren, der keine Jobgarantie bis zu Rente geben kann (zivile Wirtschaft vs Beamte auf Lebenszeit).

Kann ich nachvollziehen und klingt auch gar nicht so berauschend. Wie soll allerdings so ein Karrierepfad für einen Entwickler aussehen? Jeder Entwickler ist irgendwann mal 40+ und nicht jeder kann Manager werden. 
 

Ich für mich bin mir jedenfalls bewusst das es für mich in 7 Jahren (dann bin ich 40) düsterer wird. Muss aber gestehen das ich diesbezüglich keine Ahnung habe wie ich den ganzen entgegenwirken kann. 
 

PS: ich kenne sogar zwei Entwickler Ü60. Einer geht sogar dieses Jahr vom Entwickler rüber zum Rentner

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Ich finde beide besprochenen Szenarien nicht ideal.

Den IT-Bereich zu verlassen, wenn man doch eigentlich IT machen möchte, empfehle ich auf keinen Fall. Es bietet für mich zu viele Risiken und zu wenige Chancen. Klar, aktuell ist der IT-Markt nicht mehr so gut wie vor ein oder zwei Jahren, aber gerade für Einsteiger sollte sich weiterhin etwas finden lassen. Da ist es allemal besser im Thema zu bleiben, anstelle sich etwas komplett fremdes anzueignen.

Das Szenario mit der alten Technologie ist befristet keine Hürde, langfristig hingegen schon. Gerade bei IT-Fachkräften mit Berufserfahrung steigen die Anforderungen häufig schneller als die Gehälter, sodass Du am Anfang mit Grundlangen punkten kannst, währenddessen Du nur wenige Jahre später schon richtig was vorweisen musst. Und das dann für vielleicht 30 % oder ganz selten 50 % mehr Gehalt. Die Ratio stimmt hier nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Meine Ratschläge:

  1. Besser ein IT-Job als gar keiner oder ein Fachfremder.
  2. Besser eine alte Technologie als keine.
  3. Beides ist nur befristet sinnvoll. Wenn Du in so einer Situation steckst und die Probleme erkennst, versuche, Deine Situation min. jährlich zu verbessern. 

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vor 21 Stunden schrieb Chris-Info:

Ok, er hat in der Ausbildung viel mit C# gemacht, jetzt hat er ein halbes Jahr garnichts mit C# gemacht, entwickelt in PHP und will jetzt schon wieder weg davon und bei uns wieder C# machen. Der ist aber komisch. Equivalent dazu das gleiche mit Ausbildung als ITler dann im kaufmännischen Bereich, jetzt wieder in der IT arbeiten?

Ich sag es mal so: Gerade wenn du noch jung bist, hast du die Möglichkeiten "dich auszuprobieren". Macht dir vielleicht C# Spaß oder doch eher Web oder doch eher Java oder wie auch immer. Dennoch empfehle ich dir sehr, dass du dabei innerhalb der IT bleibst. Ich würde sogar sagen, dass trotz Corona die IT-Branche relativ gut aufgestellt ist. Natürlich überlebt nicht jede Wischi-Waschi-Webagentur, aber IT-Unternehmen mit einem soliden Geschäftsmodell sind weniger von der Krise betroffen bzw. haben sehr gute Aussichten.

 

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vor 2 Stunden schrieb r4phi:

Kann ich nachvollziehen und klingt auch gar nicht so berauschend. Wie soll allerdings so ein Karrierepfad für einen Entwickler aussehen? Jeder Entwickler ist irgendwann mal 40+ und nicht jeder kann Manager werden. 
 

Ich für mich bin mir jedenfalls bewusst das es für mich in 7 Jahren (dann bin ich 40) düsterer wird. Muss aber gestehen das ich diesbezüglich keine Ahnung habe wie ich den ganzen entgegenwirken kann. 
 

PS: ich kenne sogar zwei Entwickler Ü60. Einer geht sogar dieses Jahr vom Entwickler rüber zum Rentner

Ja, das ist genau eine der entscheidenden Fragen. Auch ich habe schon gehört, dass man ITlern nicht unbedingt empfiehlt, bei dem gesamten Karrierepfad den Bereich IT zu verlassen.

Zu den Zeiten, als ich noch Student war, haben wir uns auch thematisch mit dieser Frage innerhalb der Hochschule beschäftigt. Unsere Dozenten damals (in meinem Fall 1996) waren der Meinung, dass man nach erfolgreichem Arbeitsleben in der Industrie beispielsweise in Forschung- oder Lehre wechseln könnte.

Tatsächlich habe ich im Rahmen meiner Laufbahn auch noch jemanden persönlich kennenlernen dürfen, dem genau dieser Schritt gelungen ist. Also wäre dass zumindest ein Szenario, welches nicht völlig unrealistisch wäre.

Aber es wäre auch schön, wenn andere Teilnehmer sich zu diesem Thema einmal beteiligen könnten. Vielleicht wäre es aber dann besser, einen eigenen Strang hierzu zu öffnen, denn es hat ja nichts mehr mit der konkreten Frage des TE zu tun und fremde Threads zu kapern ist kein guter Stil.

Liest eigentlich der TE noch mit und wäre an einer Diskussion interessiert, oder interessiert dieses Thema überhaupt jemanden in dieser Gruppe ?

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vor 4 Stunden schrieb tkreutz2:

Ich habe keine verwertbaren Daten zu diesem Thema.  Aber wenn man sich die Stellenanzeigen so anschaut (diese ist aus dem aktuellen Pool hier).

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Das erwartet Dich: 

  • ein aufgeschlossenes, junges Team
  • praxisorientiertes Arbeiten
  • ein moderner Arbeitsplatz im Mac Umfeld
  • ein Macbook auch zur privaten Nutzung
  • flache Hierarchien und kurze Kommunikationswege
  • Viel Spaß auch beim Kickern und bei Teamevents

Das erwarten wir: 

  • Eine Arbeitsprobe - Zeig uns, was Du bisher schon programmiert hast
  • erfolgreich abgeschlossenes Abitur ist wünschenswert
  • technisches Verständnis und logisches Denken
  • Spaß an Teamarbeit, aber auch an selbstständiger Problemlösung
  • Flexibilität und Lernbereitschaft
  • Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Persönliches Engagement und einen guten Kommunikationsstil
  • Kenntnisse im Apple Bereich sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig

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muss man zwei realistische Fragen stellen.

a) Wie passt dort ein älterer - wenn auch erfahrener - Programmierer rein ?

b) Würde jemand der Generation 50 Plus überhaupt eingeladen werden zu einem Vorstellungsgespräch ?

Ich mag mich irren (oder die Stelle ist extrem schlecht formuliert), aber mir scheint du hast da einen Ausbildungsplatz rausgesucht:
- abgeschlossenes Abitur
- arbeitsproben

und insbesondere:
- praxisorientiertes Arbeiten

sind Punkte, die ich so eingetlich nur von Ausbildungsstellen kenne.

Dass da ein älterer, erfahrener Programmierer natürlich nicht eingeladen wird sollte eigentlich jedem klar sein. Das hier auch lieber jemand aus der eigentlichen Zielgruppe 16-25 genommen wird, statt 50 Plus wird auch keiner leugnen.

Aber führt ja auch komplett am Thema vorbei. Hier ging es ja nie um Personen, die mit 50 noch keinerlei Erfahrung im IT-Bereich haben. Hier ging es um Personen die in höherem Alter vielleicht nicht mehr direkt technisch eingesetzt werden können, oder die mit 50 nochmal vom Java-Entwickler zu C# möchten etc.

 

vor 3 Stunden schrieb Errraddicator:

Meine Ratschläge:

  1. Besser ein IT-Job als gar keiner oder ein Fachfremder.
  2. Besser eine alte Technologie als keine.
  3. Beides ist nur befristet sinnvoll. Wenn Du in so einer Situation steckst und die Probleme erkennst, versuche, Deine Situation min. jährlich zu verbessern. 

Finde ich eine sinnvolle Abstufung. 

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vor einer Stunde schrieb Chris-Info:

Ich mag mich irren (oder die Stelle ist extrem schlecht formuliert), aber mir scheint du hast da einen Ausbildungsplatz rausgesucht:
- abgeschlossenes Abitur
- arbeitsproben

und insbesondere:
- praxisorientiertes Arbeiten

sind Punkte, die ich so eingetlich nur von Ausbildungsstellen kenne.

Dass da ein älterer, erfahrener Programmierer natürlich nicht eingeladen wird sollte eigentlich jedem klar sein. Das hier auch lieber jemand aus der eigentlichen Zielgruppe 16-25 genommen wird, statt 50 Plus wird auch keiner leugnen.

Aber führt ja auch komplett am Thema vorbei. Hier ging es ja nie um Personen, die mit 50 noch keinerlei Erfahrung im IT-Bereich haben. Hier ging es um Personen die in höherem Alter vielleicht nicht mehr direkt technisch eingesetzt werden können, oder die mit 50 nochmal vom Java-Entwickler zu C# möchten etc.

 

Finde ich eine sinnvolle Abstufung. 

Die Stelle ist im Stellenpool dieses Forums so veröffentlicht. Über das Karrierelevel kann man mutmaßen, dass sie sich an Leute richtet, die sich noch am Anfang ihrer Karriere befinden.

Sofern also morgen jemand über eine Umschulung im fortgeschrittenen Alter beschließen würde, diesen Berufsweg einzuschlagen - welche realistische Chancen hätte er dann auf eine Arbeitsstelle ? Das wäre ja dann der Azubi 50 Plus.

Es wird ja immer behauptet, eine Ausbildung in dem Beruf wäre das entscheidende Kriterium. So gesehen kann man die Fragestellung durchaus erweitern.

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vor 18 Stunden schrieb Chris-Info:

Selbst Dave Thomas, der Autor von Pragmatic Programmer, hat ja geschrieben, dass er um die 50 herum gesagt bekommen hat er sei in dem Alter, wo man nicht mehr "technical" sein kann. Dann ist er Manager geworden und hat es gehasst...

 

vor 6 Stunden schrieb r4phi:

Kann ich nachvollziehen und klingt auch gar nicht so berauschend. Wie soll allerdings so ein Karrierepfad für einen Entwickler aussehen? Jeder Entwickler ist irgendwann mal 40+ und nicht jeder kann Manager werden. 

Das ist in Deutschland, mit den wenigen reinen Techfirmen, eh eine andere Ausgangslage. In den USA oder auch bei den US-Firmen in Deutschland, gibt es viele Stellen als Software Engineering Manager. Abseits der Firmen gibt es hier aber kaum solche Stellen, das benennt man gerne mal als Team Manger, ist dann aber zu 90% eine Entwicklerstelle und obendrauf ist man noch technical Lead. Das ist heißt im Umkehrschluss auch, dass der Techstack passen muss und das grenzt das Ganze dann noch weiter ein.
Und wenn man dann auf einer Manager Stelle war, erschwert das zusätzlich noch den Einstieg in Stellen ohne den leitenden Anteil.

Was der alte Entwickler dann macht, sage ich euch, wenn ich wieder in einer Anstellung bin.
 

 

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In der IT wird es immer Spezialisten wie auch Generalisten geben. Der eine Entwickler hat viele Programmiersprachen kennengelernt, der andere nur eine, kennt diese aber in der vollen Tiefe.
Je nach Betrieb und Projekt ist manchmal das eine oder andere Fachwissen mehr gefragt. 

Eine pauschale Empfehlung zu geben, fällt mir daher sehr schwer. 

Gerade am Anfang ist der Generalist für mich eher im Vorteil. Jemand, der unterschiedliche Programmiersprachen gelernt hat (auch vielleicht eine etwas ältere), hat für mich bewiesen lernfähig zu sein bzw. zu bleiben.
Der Spezialist mit einem tiefen Wissen in einer einzelnen Programmiersprache beweist für mich Ausdauer bzw. Biss, am Ball zu bleiben und nicht gleich beim ersten Widerstand aufzugeben. 
 

Beides ist halt gefragt, abhängig vom Betrieb. Die eigenen Interessen zeichnen deinen weiteren Weg. 
 

vor 11 Stunden schrieb Errraddicator:

Meine Ratschläge:

  1. Besser ein IT-Job als gar keiner oder ein Fachfremder.
  2. Besser eine alte Technologie als keine.
  3. Beides ist nur befristet sinnvoll. Wenn Du in so einer Situation steckst und die Probleme erkennst, versuche, Deine Situation min. jährlich zu verbessern. 

Dem kann ich mich auch fast komplett anschließen, wobei für mich gilt: Lieber ein fachfremder Job als kein Job. 
 

Die Personalabteilung kann zumeist nicht ganz genau beurteilen, ob Programmiersprache X oder Y passend ist, sie kann aber unterscheiden, ob es fachfremd war oder nicht.

Selbstlösungskompetenz steht bei mir ziemlich hoch im Kurs und gebe ich meinen Azubis immer mit: 

Jede/r ist seines Glückes Schmied.
Nicht immer nur abwarten, passiv bleiben und reaktiv handeln, sondern proaktiv arbeiten, stets alle Möglichkeiten in Betracht ziehen sowie selbstreflektiert durch die Welt gehen.
Und natürlich ganz wichtig: den Spaß nicht vergessen! Wer in seinem Job nicht glücklich ist, wird langfristig auch nicht erfolgreich sein. 

Bearbeitet von tTt

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Am 6.6.2020 um 16:33 schrieb Ulfhednar:

das benennt man gerne mal als Team Manger, ist dann aber zu 90% eine Entwicklerstelle und obendrauf ist man noch technical Lead.

Ein Team Manager hat Personalverantwortung.

Ein Technical Lead hat Programm-/ Produkt-/ Projektverantwortung.

Überschneidungen sind möglich bis üblich, aber nicht zwingend erforderlich.

 

Zum Thema: ein Entwickler bildet sich entweder weiter und schwenkt (zusammen mit seinem Arbeitgeber) auf neue Technologien oder ist sich seiner alten Technologie so sicher, dass diese bis zu dessen Renteneintritt eingesetzt wird. Oder er sattelt um vom Entwickler zum Personalverantwortlichen. In Forschung oder Lehre muss man auch die aktuellen Technologien beherrschen!

Ich bin aktuell in einem sehr alten Team (Altersdurchschnitt knapp unter 60, ein Externer >70) mit "etablierter" Technologie, die schon seit Jahrzenten totgesagt wird. Ob das bis zu meiner Rente hält, kann ich nicht abschätzen, aber die nächsten 10 Jahre wird das System sicher noch laufen.

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Am 6.6.2020 um 08:57 schrieb tkreutz2:

muss man zwei realistische Fragen stellen.

Ich habe eine dritte Frage:

Wie passt ein reiner Berufs-Entwickler da rein? Jemand, der zu Hause nicht programmiert, darf/kann gar keine Arbeitsprobe abliefern.

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vor einer Stunde schrieb allesweg:

Ein Team Manager hat Personalverantwortung.

Ein Technical Lead hat Programm-/ Produkt-/ Projektverantwortung.

Überschneidungen sind möglich bis üblich, aber nicht zwingend erforderlich.

Nein erforderlich ist das nicht, aber wie du schon schreibst, ist es üblich. Ich war Team Manager und Technical Lead und suche auch nach solchen Stellen und bis jetzt hatten alle noch einen sehr hohen Programmieranteil.
Und genau das war auch das Problem mit meinem Job, in Ruhe coden konnte ich nur noch im Homeoffice oder außerhalb der üblichen Arbeitszeiten, denn mit dem was dabei raus kommt, wenn ich alle 20 Minuten gestört werde oder in der Stunde zwischen zwei Meetings mal dazu komme, bin ich selbst absolut nicht überzeugt. Da mir aber nur solche Stellen unterkommen, wo ich dann neben den 10% Leitung noch 90% entwickeln soll, muss ich mich in eine andere Richtung orientieren, ist aber nicht so leicht, denn so richtig gefragt sind Entwickler auf anderen Positionen dann doch nicht, gerade auch wenn vorher Leitung im Spiel war.

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Ein Lead leitet. Ein Entwickler wird von einem Lead geleitet. Wenn ein Entwickler Lead sein soll, woran erkennt ein Außenstehender die aktuell ausgefüllte Rolle?

Wer 10% Lead und 90% Entwickler will, ist zu klein für einen dezidierten Lead, ignoriert die Problematik Kontextwechsel oder ignoriert gar, was die tatsächlichen Aufgaben eines Leads sein sollten.

Empfehlung @Ulfhednar: suche in größeren IT-Truppen.

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vor 2 Minuten schrieb allesweg:

ignoriert die Problematik Kontextwechsel oder ignoriert gar, was die tatsächlichen Aufgaben eines Leads sein sollten.

Ja...

Das Beispiel, welches ich im Kopf hatte, war mit disziplinarischer Verantwortung für 14 Entwickler, so wie Steuerung eines weiteren Teams im Ausland, zudem die Verantwortlich für den gesamten Softwareentwicklungsprozess. 
So in etwa das, was ich vorher gemacht habe, nur das ich da in Deutschland weniger Entwickler hatte, dafür aber mehr Projekte in der Verantwortung und entsprechende Budgets.

Aber es nun mal nur eine Handvoll Stellen auf dem Markt, für mich bedeutet das eben umorientieren.

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Weil das hier so super rein passt, will ich Mal von einem Jobangebot erzählen. Mir wurde vorgeschlagen, dass ich nach dem Studium als Senior DevOps Engineer einsteigen kann und mein eigenes Team aufbauen darf. Schön und gut bis hierher! Anfangs werde ich 3 Berufsanfänger anleiten und einarbeiten. Es werden "weltweit" immer mehr Projekte, wofür ich Verantwortung übernehmen würde. Irgendwann werde ich in kürzester Zeit bis zu 100 Leuten unter mir haben. 

Wie bezeichnet man Personen in so einer Position? Mit 100 Leuten sehe ich mich dann nicht mehr als Teamleiter, genauso wenig als Lead Engineer. Da könnte man sich gleich eher als Geschäftsführer mit fachlicher Verantwortung bezeichnen. 

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Ich sag mal leitende/r Angestellte/r. Mit 100 man unter dir war’s das eh mit Devops und Engineer.
Ich weiß, für jemanden der so viel auf Titel gibt wie du eine eher unschöne Antwort aber man kann’s ja irgendwie verdenglischen.

Bearbeitet von eneR

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vor 10 Stunden schrieb SaJu:

Wie bezeichnet man Personen in so einer Position? Mit 100 Leuten sehe ich mich dann nicht mehr als Teamleiter, genauso wenig als Lead Engineer. Da könnte man sich gleich eher als Geschäftsführer mit fachlicher Verantwortung bezeichnen. 

Nein, Geschäftsführer nicht. Du leitest ja nicht die Geschäfte.

Je nach Struktur des Unternehmens gibt es da vermutlich unterschiedliche Bezeichnungen für. Bei uns wäre so Jemand ein Bereichsleiter, vorausgesetzt du leitest den Bereich auch disziplinarisch.

Bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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Am 8.6.2020 um 08:18 schrieb allesweg:

Ich habe eine dritte Frage:

Wie passt ein reiner Berufs-Entwickler da rein? Jemand, der zu Hause nicht programmiert, darf/kann gar keine Arbeitsprobe abliefern.

Vermutlich kann man nicht alle individuellen Werdegänge in Rollen pressen, die für alle Welt verständlich gleichaussagend sind. Vieles ergibt sich aus der persönlichen Historie- und Entwicklung.

Der klassische Entwickler, der sagen wir mal von der Uni in den Beruf startet, bleibt ja auch nicht stehen, sondern entwickelt sich im Berufsleben weiter und sammelt Wissen und Erfahrungen. Daraus resultieren dann ggf. auch ganz andere Aufgabengebiete, die mit ursprünglichen Vorstellungen aus dem Studentenleben nicht mehr viel zu tun haben. Der Teil, der noch etwas mit "Programmieren" zu tun hat, könnte vernachlässigend klein geworden sein. Der organisatorische Teil wächst mit Erfahrungen.

Erfahrungen kann man in kein Papier pressen und es wäre wohl sinnfrei dazu Arbeitsproben zu verlangen. Bei einem beruflichen Wechsel kann ein neuer Arbeitgeber dem glauben schenken, oder er lässt es.

Die Frage dazu müsste also lauten. Gibt es denn überhaupt "reine Berufs-Entwickler"  und wenn ja, wie definiert sich dann deren Tätigkeits- und Aufgabengebiet ?

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