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Welche Erfahrungen habt ihr mit Trägern für Umschulungen zum Fachinformatiker gemacht


David RS.

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Solange die Kritik an den Trägern sachlich bleibt und keine Personen namentlich genannt werden (bzw. auch kein "der grauhaarige, bebrillte Dozent für XY in ABC) sehe ich persönlich(!) da kein Problem wenn einer schreibt dass es bei Bildungsträger ABC und XY Stadt keine guten Erfahrungen gemacht hat weil Grund1, Grund2, Grund3.

Einfach nur ein Rant im Sinne von "BildungsträgerABC ist der letzte Dreck11!!!!111" bringt keinem was.

 

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Ich bin bei einem Träger mit 2 großen "C" im Namen.

Während meiner Umschulung zum FISI habe ich viel Negatives über den Träger gehört; ich kann das nur zum Teil bestätigen. Für mich steht und fällt die Qualität der Umschulung nicht zu Letzt mit der Qualität der Dozenten. Dort gibt es durchaus einige sehr engagierte und fähige Dozenten - es ist aber wohl Glücksache diese auch zu bekommen. Ich hatte oft Glück, andere eher nicht.

Das liegt aber auch irgendwie in der Natur der Sache: Wenn ich als Informatiker Spaß an der Arbeit habe, dann ist es vielleicht nicht meine erste Wahl Dozent für UmschülerInnen zu werden und alle paar Wochen den gleichen (Grundlagen-)Stoff zu wiederholen. Die Aussichten auf dem Berufsmarkt sind zu gut für gute Leute und man munkelt, dass der Dozenten-Job auch von der Bezahlung her nicht die interessanteste Alternative ist.

Ich habe auch UmschülerInnen von mehreren anderen Bildungsträgern kennen gelernt und die einzigen die nichts auszusetzen hatten waren diejenigen von Dr. Heuer IT-Akademie. Ob das Zufall ist kann ich nicht beurteilen, ich habe keine große Sample-Size.

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Der Bildungsträger ist das eine, die Dozenten das andere.  Ich hatte einen sehr guten Dozenten in Datenbanken und Netzwerk. Aber ein DB / Netzwerk-Spezialist ist aus mir als FIAE dennoch nicht geworden.

Es genügt nicht, wenn ein Dozent sehr gut in seinem Fach ist.  Er muss es auch gut rüber bringen. Ein Dipl. Info ist ja nicht unbedingt ein ausgebildeter Lehrer.

Die BWL/Wiso Dozenten waren Fachlich Ok, aber als Lehrer waren das Nieten.

Pauschal kann man das nie genau sagen, weil ja die Dozenten auch gern mal den Bildungsträger wechseln.

 

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Ich beschreibe auch mal den mit den zwei großen C. Standort Essen. Umschulung: FIAE.
Erstmal kurz ein wenig Background zu mir. Zum damaligen Zeitpunkt war ich 28, und konnte mir zwar schon immer meinen eigenen PC zusammenbauen, hatte mal mit 16 versucht Python und C++ zu lernen für 'n halbes Jahr, aber das war's auch schon an Vorwissen. Also quasi 0.


Zum Träger an sich: Ist voll okay. Da kann ich nix gegen sagen, die machen schon ihren Job (also verwalten & informieren & Equipment zur Verfügung stellen).

Die Dozenten hingegen. Big oof, ne. Die Qualität schwankt da in alle Extreme. Es gab soweit ich mich entsinne 3 richtig gute Dozenten, die ihren Unterricht sinnvoll gehalten haben. Dann einen, bei dem wir uns alle beschwert haben, um einen neuen zu bekommen, weil das einfach untragbar war. Der Rest der Dozenten liest dann zu 90% ne PowerPoint vor. Ist das schlecht? Ja. Sehr sogar. Ich hole dazu mal etwas aus gleich, möchte aber noch an dieser Stelle die Dozenten loben die sich Mühe gegeben haben, die waren nämlich einfach nur richtig gut, und da hat's Spaß gemacht, zumal der Schwierigkeitsgrad aber eben auch die Interaktivität da meist auch mal etwas angehoben wurde. Zumindest war man dort nicht gelangweilt und hat fachlich gut dazu gelernt.

Der Unterricht: Erstmal sei gesagt, dass man sich das ein wenig wie an der Uni vorstellen kann, nur in weniger durchdacht. Dir wird quasi 6std lang vorgelesen, und du versuchst nicht einzuschlafen. Irgendwo zwischendurch gibt's eventuell mal Aufgaben oder sowat, und am Ende des Kurses halt ne Klausur. Jetzt könnte man ja an mir nörgeln, ich solle doch aufpassen statt einzuschlafen - habe ich, nur war das Tempo so variabel und mir teils zu langsam, dazu war's eben fast nur Theorie und selten interaktiv, also kaum so, dass man wirklich mal mitdenken / diskutieren konnte. Da fällts schon schwer konzentriert zu bleiben, weil man einfach nur Infos aufnimmt - Frontalunterricht über Wochen und mehrere Stunden je Tag ist auch eher so letztes Jahrhundert, ne. Mein Klausuren-Schnitt ist aber trotzdem 1,7. Trotzdem war es grausig zum Großteil.

Wie hier schon jemand anders geschrieben hat: Die Dozenten mögen fachlich zwar alle durchweg mindestens OK sein, aber denen fehlt ganz oft leider die Ahnung zur Wissensvermittlung. Und das ist leider auch deren Job, und der wird eben nicht wirklich erfüllt des öfteren. Ich hätte lieber ein Buch gehabt, und das durchgearbeitet, als mich an den PC zu setzten und mir dieses Präsi-Runterrattern anzuhören. Aber gut, ist ja kein Wunschkonzert, also musste man da durch, für die Anwesenheitserfassung.

Es existiert zwar auch sowas wie Nachmittagsunterricht, aber meiner Erfahrung nach wurde der kaum bis gar nicht genutzt. Weder von Schülern noch Dozenten. Schade eigentlich, man könnte nämlich auch einfach sagen, dass knapp 30% der Umschulung somit ungenutzt sind, und das kann ja eigentlich nicht sein, oder?

Zur Umschulung allgemein mal ein paar Worte:
Die Umschulung ballert ja nun diese Ausbildung in 2 Jahren durch. Und das merkt man, dass es einfach nur von Thema A zu Thema B geht und die Zeit knapp ist. Fühlt sich alles irgendwie eher nach "abarbeiten" statt wirklich nach ziel gerichtetem lernen an die meiste Zeit. Das ist ja auch OK, aber wie man oben schon rauslesen kann ist die Umsetzung dieser Umschulung arg inkonsistent.

Fazit:
Würd ich die Umschulung so nochmal machen? Eher weniger. Da wär ich dann doch besser an der Uni geblieben. Das wollte ich aber eben nicht, weil ich praktisch was machen wollte und keine Lust mehr auf Theorie hatte. Ergo wäre für mich eher eine betriebliche Ausbildung was gewesen. Dann hätte die halt 3 Jahre gedauert. Dafür wäre dann Qualität denke ich allein durch das arbeiten im Betrieb anders gewesen. Tja. Ich könnt jetzt auch noch wieder ne Runde über den Chaosladen namens IHK abranten, aber hey, wayne und so. Ich werde in meinen Praktikumsbetrieb übernommen, von daher ist's für mich am Ende alles gut gelaufen und ich hab mein Ziel erreicht.

Bearbeitet von Emerald-Hedgehog
ExcuseMeAberDasGehtDichJaMalGarNixAnWennIchHierRechtschreibFehlerKorrigiere.tiff
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Um welche Erfahrungen geht es dir?

Organisatorisches, Ausstattung, Dozenten?

Eine Aussage über den Ablauf bei ComCave München lässt sich nur schwer eingeschränkt auf Rosenheim übertragen.

Der heute bei GFN eingekaufte freie Dozent kann schon nächste Woche vom IBB gebucht sein.

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vor 16 Minuten schrieb allesweg:

Um welche Erfahrungen geht es dir?

Organisatorisches, Ausstattung, Dozenten?

Eine Aussage über den Ablauf bei ComCave München lässt sich nur schwer eingeschränkt auf Rosenheim übertragen.

Der heute bei GFN eingekaufte freie Dozent kann schon nächste Woche vom IBB gebucht sein.

Ich würde behaupten: Alles was mit der Umschulung selbst, abseits dem Praktikum und der IHK, zu tun hat.

Und dazu gehören auch die Dozenten, denn, surprise, die sind Verantwortung des Bildungsträgers. Wenn der viele Nieten einstellt, dann scheint der die Dozenten eben nicht richtig zu begutachten. Ob der Dozent nächstes Jahr woanders ist o.ä. hat damit per se erstmal nix zu tun. Daher denke ich, dass man sowas schon erwähnen kann, zumindest mal so ganz allgemein.
Was der Leser daraus für Schlüsse zieht, ist ja nun sein Bier, das hier ist ja eher anekdotisch zu betrachten.

Bearbeitet von Emerald-Hedgehog
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Ich habe einzelne Kurse bei verschiedenen dieser Unternehmen über verschiedene Standorte gemacht und kann nur sagen:

  • die PCs vor Ort erfüllen die (Mindest-)Anforderungen für den jeweiligen Unterricht (Videokonferenz ohne ruckeln & originalverpacktes 3,5mm-Klinkenheadset zum ersten Termin)
  • die Anwendungen/Websites für die Teilnahme von zu Hause erfüllen ihren Zweck (Negativbeispiel war, dass man sowohl AdobeFlash als auch AdobeAir brauchte)
  • mäßige Dozenten werden nicht während eines laufenden Vertrages abgezogen, dazu müssten gravierende Mängel nachgewiesen werden (üblicherweise 10 Minuten verspätet oder 1/3 Unterricht 2/3 themenfremdes Gelaber reichen nicht)
  • mit zig anderen Menschen in einem PC-Raum sitzen und per Webkonferenz unterrichtet werden kann echte Präsenzschulungen kaum ersetzen. Selbst wenn noch ein weiterer Teilnehmer deines Kurses am Standort ist, muss dieser nicht mit dir in einem Raum sitzen
  • fachliche/inhaltliche Prüfung der Unterrichtsinhalte findet kaum statt
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Zitat

die PCs vor Ort erfüllen die (Mindest-)Anforderungen für den jeweiligen Unterricht

Das kann ich auch nur so bestätigen, und langsam waren se jetzt in dem Sinne auch nicht. Ganz normale Office-Desktops halt. Da hatten bei uns einige gemeckert, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Dass die PCs manchmal 'nen Moment beim Anmelden gebraucht haben ist ja jetzt nicht super überraschend, oder macht den PC gleich unbrauchbar. Das lag eher am Netzwerk schätze ich, genau wie die Teilnehmer-Website, die manchmal lahm wie sonst was war. Aber alles in vertretbarem Maße.

Bearbeitet von Emerald-Hedgehog
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Naja, wenn etwas die Mindestanforderungen erfüllt, dann funktioniert es gerade so damit... Negativbeispiel bei mir war >5 Minuten von Powerbutton bis Logon-Screen und noch mal >5 Minuten bis der Desktop aufgebaut war. Ursachen: nicht vorhandene Geräte in der Boot-Reihenfolge, Zugriffe auf nicht mehr existente Server, keine Hintergrundleplizierung, Updates zwangsweise beim Boot und nicht Logoff (WOL?) .... Wenn ein Betrieb mit einer solchen IT-Infrastruktur FISIs ausbildet, ...

 

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Das finde ich eben völlig verschmerzbar und deshalb gewichte ich das kaum. Brauchter halt seinen Moment beim hochfahren, das bringt weder meine Produktivität noch meinen Ablauf irgendwie in Gefahr. Schlimm wäre, wenn das öffnen von Programmen so lange brauchen würde, aber wenn die Kiste einmal lief, lief se eben wie jeder x-beliebige Office-PC. Optimal ist natürlich trotzdem anders. Auch: Die Ausbildung hätte man auch auf 'nem Raspberry Pi absolvieren können vom Hardware-Anspruch her. :D

 

Zitat

Wenn ein Betrieb mit einer solchen IT-Infrastruktur FISIs ausbildet, ...

...dann liegt das daran, dass der Betrieb/Bildungsträger nicht IT als Spezialgebiet hat und da auch nur ganz normale ITler arbeiten, die auch nicht perfekt sind, und wahrscheinlich mehr Arbeit haben als sie qualitativ ordentlich bewältigen können. :D

Bearbeitet von Emerald-Hedgehog
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