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Schwierigkeiten mit heutigen Bewerbungsprozessen

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Hallo an die Community,

ich wollte mich gerne um eine neue Arbeitsstelle bewerben, doch irgendwie bin ich ziemlich von den Bewerbungsprozessen der potenziellen Unternehmen genervt.

Wie die meisten suche ich Stellenausschreibungen auf den hiesigen Job-Portalen. Dabei meide ich HR-Ausschreibungen. Also nur direkten Gesuche von Unternehmen.

Wenn ich eine passende Stelle gefunden habe, die auf meine Expertise passt, bewerbe ich mich mit Motivationsschreiben, Lebenslauf, Projektbogen und Arbeitszeugnissen. Soweit so gut. Wie es viele erleben, kommen einige Angebote zu Bewerbungsgesprächen/-aktionen, einige Absagen und einige Unternehmen melden sich gar nicht.

Bei den Unternehmen die sich nicht melden, da bin ich auch froh, dass Sie sich nicht melden. Denn so eine Aktion ist schon vielsagend über das Unternehmen. Vor allem, wenn in Ihrer Stellenausschreibung steht, dass Sie sich binnen 3 Tagen oder etc melden. Da wird schon ein schlechter Start präsentiert, obwohl man noch nicht einmal dort angefangen hat. Zufälligerweise aktualisieren diese Unternehmen in regelmäßigen Abständen deren Gesuche.

Worauf ich hinaus will, sind die Unternehmen die eine positive Erstreaktion auf die Bewerbung gezeigt haben.

Darunter waren leider sehr viele, die mir sehr negativ aufgestoßen sind!

  • Obwohl im Anschreiben ein jährlicher Gehaltswunsch (ca. 45'000€) von mir angegeben wurde, wurde man zu Zig Telcos geladen und/oder man musste einen Haufen Probeaufgaben erledigen. Um dann am Ende gesagt zubekommen, dass man nur 32'000€ (Bsp.) bekommen kann.
  • Einige Unternehmen sehr komplexe Probeaufgaben stellten und diese auch dokumentiert haben wollten. Wo man diesen Aufgaben wirklich als eigene UserStory mir SubTasks ansehen konnte. Da hatte ich das Gefühl nur ausgenutzt zu werden, da das Unternehmen es nicht mit den eigenen Mitarbeitern hinbekommen hat. Besonders stutzig wurde ich, als mir dann noch ein Probearbeitstag angesagt wurde, wo ich meine Lösung präsentieren und in deren bestehende Software implementieren sollte!
  • Eine friss oder stirb Attitüde hatten. "Wir bieten Dir nur das an. Nimm es oder geh. Es gibt ja genug Menschen, die in Ihren Unternehmen arbeiten wollen."
  • Ein für sich selbst positives Gefühl hatte und das Unternehmen sogar eine positive Zusage machte, sich dann aber nicht mehr meldet.

Ich kann es nicht verstehen, dass in der heutigen Zeit sowas noch zelebriert wird. Gute IT-ler und vor allem mit vielseitigen Projekterfahrungen wachsen nicht auf Bäumen. Auch muss man beachten, dass in den meisten Stellengesuche Mond-Anforderungen sind und wenn man diese schon Recht gut erfüllen kann, dann so behandelt wird.

Sind solche Verhalten heute Gang und Gebe oder habe ich nur Pech? Suche ich in den falschen Plattformen oder wohne ich gar im falschen Ort (Niedersachsen)? Für mich ist so etwas nicht begreifbar. Da verstehe ich langsam, dass viele sich Selbstständig machen und dann solchen Unternehmen als Freelancer Preise von Gut und Böse um die Ohren hauen, wenn Sie für diese arbeiten sollen.

 

Kleine Info:

Ich bin Frontend - und Web-Entwickler mit ca. 3 Jahren Berufserfahrung.

 

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Also ich habe weitestgehend die gleichen Erfahrungen gemacht, nur das die Zahlen ein bisschen höher waren und ich bisher keinerlei Aufgaben hatte, die einem echten Task entsprochen hätten, sonst trifft es das aber ziemlich.
Ich hatte auch schon ein bisschen die Region in Verdacht, da hier auch noch andere User in der Region wohl ähnliche Erfahrungen gemacht haben, aber ich bin in Stuttgarter Ecke unterwegs.

 

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Also neben dem beschrieben, was ich so unterschreiben kann, finde ich die Videointerviews seit Corona sehr nervig.
Was früher das telefonische Erstgespräch war, läuft jetzt per Video, gerne auch mal zwei davon, bevor dann das eigentliche Gespräch kommt. Und dann werden sie auch genauso schnell abgesagt, wie irgendwelche internen Meetings, also ein paar Stunden vorher.

Ich hatte für eine Bewerbung Ende Mai ein einstündiges Gespräch, mit einem potenziellen Kollegen, zur fachlichen Ersteinschätzung, dann Anfang Mai nochmal eines mit einem anderen Kollegen. Dann wurde das richtige Gespräch angesetzt für letzte Woche Montag, das wurde 4 Stunden vorher abgesagt, wegen eines Kundentermins. Dafür soll es jetzt heute um 16 Uhr statt finden, da wird es dann 4 Gesprächspartner geben und wenn das gut verläuft, kommt noch mindestens ein Präsenztermin und dann noch einer mit der Personalabteilung.

Ich müsste mir auch erstmal eine Webcam kaufen, da ich keinen Laptop habe, der erste Versuch mit dem Handy war nicht so toll, weder konnte ich das stabil fixieren, noch konnte ich meinen Gesprächspartner bzw. die dann gezeigte Folie erkennen. Dann ist der Hintergrund nicht wirklich neutral, ein Blick von meinem Monitor aus, wäre für mich zu viel Eingriff in meine Privatsphäre. Ist ja schön, dass meine Gesprächspartner die, eher schlechte, Verschleierung des Hintergrunds anschalten können, ich als Gast in den Meetings kann es nicht.
Derzeit sitze ich dann immer mit einem geliehenen Laptop in der Küche, denn da habe ich einen neutralen Hintergrund.

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Dass in der Bewerbung angegebene Gehaltswünsche ignoriert werden, extrem verzögert oder gar nicht reagiert wird, das positive als auch negative Gefühl täuscht,... - ja. Leider weder neu, regional beschränkt, nur gegenüber Personen mit geringer Berufserfahrung oder auf Firmengröße, Branche, ... einschränkbar. 

Echte Tasks habe ich jedoch noch nie erlebt.

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Das Hauptproblem seid nicht ihr oder der Prozess, sondern die BWL Flaschen die in der Perso-Abt sitzen.  Leute ohne Ahnung von der Materie sollen IT Bewerber auswählen und nerven immer öfter die Bewerber.

Ich könnte ein Buch drüber schreiben. Teils 3-12 Monate keine Rückmeldung, trotz mehrmaliger Nachfragen. Nicht lesen der Unterlagen etc. So klappt das natürlich nicht mit dem Einstellen dringend benötigter IT Fachkräfte die man angeblich so Händeringend sucht.

Die Konstruktivsten Interviews hatte ich immer dann, wenn ITler aus der Fachabteilung für die Personalfindung zuständig waren und die destruktivsten bzw teils desaströsen Gespräche, wenn BWLer als Personaler Schauspielern.

Dazu kommt die KI gestützte Bewerber Software, die auch noch einiges kaputt macht. Gute Interviews mit BWLern als HR gabs nur dann, wenns ne wirklich nette Person war.

 

 

 

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Das meiste hatte ich damals nicht erlebt. Gehalt war nicht im Anschreiben gefordert, daher war es Thema im Gespräch. Probeaufgaben gab es nirgendwo. Friss oder stirb bedingt. Die Unternehmen waren sich halt klar, was sie zahlen wollten. Einige haben dann quasi instant das Gespräch abgewürgt, mehr oder weniger freundlich, andere sind von sich aus schon mit dem gekommen, was sie zahlen. Rückmeldungen gab es so gut wie überall und bei den meisten damals auch Einladungen zum Gespräch und danach auch ne Rückmeldung.

Waren aber alles auch kleinere Unternehmen und mein Berufseinstieg. Da war eigentlich immer wer zugegen, der auch in der Materie steckt und es war eher ein wenig Smalltalk ums Fachliche herum. Sprich was ich so gemacht habe, was genau das Unternehmen macht, welche Technologien zum Einsatz kommen, größe der Projektteams und so Sachen.

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vor 8 Stunden schrieb spix:

Gute Interviews mit BWLern als HR gabs nur dann, wenns ne wirklich nette Person war.

Oder sich in der Rolle wohl fühlen, die sie eigentlich ausfüllen sollten: Hilfsfunktion für die Fachabteilung beim Bewerbungsprozess. Koordination der Termine, Organisatorisches, sich kümmern um die Vertragsunterzeichnung, Bestellung des Mentors während der Einarbeitung, Ansprechpartner bei HR-Fragen, etc. 

Leider gibt es aber in diesen Positionen oft einen Menschenschlag, den man auch wo anders manchmal beobachten kann. Prädestiniert sind hierfür Sachbearbeiter, Finanzbeamte, Ordnungsamt, Dozenten, usw. Jede Position, die mit ein bisschen Macht über Andere verbunden ist. Diese wird dann nicht selten bis zum Exzess ausgelebt. Wichtig ist hierbei das Wörtchen bisschen. Hat jemand viel Macht, gib es diese Exzesse seltener. Da gab es mal ein Experiment und einen Fachbegriff aus der Verhaltenspsychologie für, der mir leider entfallen ist.

Bearbeitet von Kwaiken

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Also ich kann das auch bestätigen. 
Habe mich im Frankfurter Raum beworben, und hatte dann auch mehrere Einladungen bekommen. 
Bei einer Firma war ich dann auch beim Gespräch was sehr gut lief und wurde dann zum Probearbeiten eingeladen. 
30 Minuten!!! vor Beginn des Termins rief mich die HR von der Firma an und sagte den Termin ab, da die Entwickler nicht gekommen seien, auf Grund von Streik des ÖPNV und ob es denn 2 Tage später ginge. 

Da ich meine Devise habe, für sowas nur einen Urlaubstag zu opfern, war die Firma damit raus :) 
In einer anderen Firma hatte ich dann auch alle Gespräche: Erstgespräch, Probeabeitstag, Vertragsunterzeichnung,  das ging eigentlich relativ gut und war auch alles legitim, so dass ich dann letztendlich hier gelandet bin :)


Teilweise habe ich von manchen Firmen jetzt ein halbes Jahr später absagen zum Bewerbungsprozess bekommen, was echt ne Frechheit ist. 

Bearbeitet von sharpy35

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Hi,

ich habe sowohl die Gehaltsverhandlungen erlebt als auch das Nicht-Zurückmelden. Gerade auf Xing was gelesen:

https://www.xing.com/home/stories/4536530401

Das ist auch deswegen nicht uninteressant, weil da nicht nur ITler zu Wort kommen wie meistens hier, sondern eben auch Personaler, Geschäftsführer und Abteilungsleiter.  

Bei einem meiner alten Arbeitgeber habe ich die Bewerbung eines Bekannten eingereicht, und selbst diese Firma hat es nicht geschafft, diesem eine Absage zu erteilen. Selbst nach mehrmaliger Nachfrage meinerseits (man darf ja damit auch nicht übertreiben wenn man selber noch dort angestellt ist :) ) ist das nicht passiert, bis heute nicht, und es ist ein gutes Jahr her. 

Das hat meiner Meinung nach mit fehlendem Respekt zu tun. Genau wie das Herunterhandeln um mehrere tausend Euro, das Gehaltsgefüge in vielen Firmen und und und.  

Eine Absage ist das aller aller mindeste, was man von einem Unternehmen erwarten kann. 

EDIT: Um nicht nur zu meckern: Ich glaube dennoch, die überwiegende Mehrheit an Unternehmen hat ein funktionierendes Personalmanagement, wo sowohl der Bewerbungsprozess als auch das spätere Arbeiten fair ist, nur leider wird das Bild sehr verzerrt, weil gerade die, die an ein schlechtes Personalmanagement geraten, sich häufiger zu Wort melden. 

 

Bearbeitet von carstenj

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vor 38 Minuten schrieb sharpy35:

30 Minuten!!! vor Beginn des Termins rief mich die HR von der Firma an und sagte den Termin ab

Also mitten während der Anfahrt, kurz vor Ankunft. 

vor 39 Minuten schrieb sharpy35:

sagte den Termin ab [...] auf Grund von Streik

Provokante Frage an HR: gilt Streik auch als Begründung, bezahlt frei zu haben?

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vor 50 Minuten schrieb sharpy35:

30 Minuten!!! vor Beginn des Termins rief mich die HR von der Firma an und sagte den Termin ab

Da hätte sie mich schon gar nicht mehr erreicht, bzw ich wäre nicht ans Telefon gegangen da ich je nach Entfernung schon da , oder zumindest auf dem Weg gewesen wäre.

Wenn der Kollege der als betreuender Ansprechpartner sich überraschen krank meldet, in der Nacht die Firma/Hardware abgefackelt ist o.ä Notfälle ok, aber "unsere MA bleiben trotz vereinbartem Termin aus planbaren Gründen im HO und es ist uns egal" geht gar nicht.

Egal wie, mieses Handling von HR (entweder werden intern Termine nicht verbindlich abgesprochen, oder es gibt null Konsequenzen bei Verstößen) da würde ich gar nicht hin wollen... Zwar nen Urlaubstag geopfert, aber immerhin dann zur freien Verfügung gehabt, hat ja auch was.

Zitat

Teilweise habe ich von manchen Firmen jetzt ein halbes Jahr später absagen zum Bewerbungsprozess bekommen, was echt ne Frechheit ist. 

Ich habe teilweise noch Bewerbungen von 2014 "offen". Da fällt mir ein, dort könnte ich doch mal den Datenschutzi ärgern und fragen ob was gespeichert ist 😛

 

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Ich habe während meiner Bewerbungsphase für die Ausbildung zum FiSi einige Einstellungstests machen müssen.
Bei einer Firma wurde ich zu einem Assesment Center über 2 Tage eingeladen.
Dort habe ich dann direkt abgesagt, da ich keine Lust auf irgendwelche Konkurrenz- und Machtspielchen habe.

Nach meiner Ausbildung (mit 1 Jahr BE) hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen (200 MA) mit dem ITler, Personaler und Assistentin der GL. Es wurden in den Bewerbungsunterlagen keine Gehaltsangaben gefordert. Als ich dann meinen Vorschlag vorgebracht habe, konnte ich nur noch in verdutzte Gesichter schauen.
Anschließend gab es eine kurze Führung und die Info "Wir melden uns bis nächste Woche bei Ihnen".
Danach habe ich nie wieder etwas von der Firma gehört.
Habe dann auch nochmal von meiner Seite aus abgesagt und um die Löschung meiner Daten gebeten.
-> Keine Rückmeldung

Dann hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen mit etwa 800 MA.
Das Gespräch fand mit einem Dipl. Psychologen (Personaler) und dem IT-Leiter statt.
Das technische Gespräch und das Gehaltsgespräch waren angenehm.
Dann kam aber auf einmal das Thema von Wegen: "Wir sind ein christlich konservatives Unternehmen, daher könnten Ihre Tattoos und Piercings abschreckend wirken oder ekel erzeugen......bla bla".
Damit war die Sache für mich auch gegessen.
Aber damit nicht genug, hat mich der Personaler zum Ende hin noch gebeten einen Text mit 100 Wörtern abzuschreiben.
Diesen Mitschrieb sollte ich ihm dann aushändigen, da meine Handschrift anschließend von einem Spezialisten ausgewertet werden solle, um Erkenntnis darüber zu erlangen, welche Charaktereigenschaften ich besitze?!

An der Stelle habe ich abgebrochen und mich verabschiedet. Der Personaler hat dann über Xing noch einmal den Kontakt gesucht und um ein zweites "klärendes" Gespräch gebeten. Habe ihm dann meine Sicht der Dinge und meine Meinung zu dieser "Firmenmentalität" geschildert und Ihn freundlich abgewiesen.

Beim Vorstellungsgespräch in dem Unternehmen in welchem ich nun seit bald einem Jahr angestellt bin, hatte ich zwei Gespräche. Hier hatte ich mein Wunschgehalt bereits in der Bewerbung angegeben. Dieses wurde auch nicht großartig heruntergehandelt, sondern mehr auf einen "Kompromiss" mit Leistungszulage hingearbeitet. Somit bekomme ich aktuell 3K aufs Jahr mehr als ich mir eigentlich gewünscht hatte. Wird natürlich weniger, sollte meine Leistung nachlassen.
Das Erste mit der Personalerin (sehr freundlich und entgegenkommend) und meinem zukünftigen IT Kollegen.
Im Zweiten Gespräch kam dann der Kaufmännische IT Leiter dazu.
Mir wurde eine Aufgabenstellung zu einem geplanten Projekt gegeben. Ich hatte 20 Minuten Zeit mir zu überlegen in welcher Reihenfolge ich die Aufgaben angehen würde, was es jeweils zu beachten gibt und ob ich Gefahrenpotentiale sehe.
Meine Ausarbeitung sollte ich dann schnell vor den 3 Juroren vortragen.

Nach 20 Minuten, als ich mich noch auf der Heimfahrt befand, habe ich den Anruf bekommen mit der Nachricht dass sie mich gern im Team hätten.

Somit konnte ich hier auch schon einiges miterleben. ;) Die christliche Firma mit Ihrer Kristallkugel wird mir wohl in ferner Zukunft noch den ein oder anderen lustigen Moment bescheren können, wenn ich das meinen Bekannten erzähle :D 

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vor 35 Minuten schrieb Maniska:

Da hätte sie mich schon gar nicht mehr erreicht, bzw ich wäre nicht ans Telefon gegangen da ich je nach Entfernung schon da , oder zumindest auf dem Weg gewesen wär

Ja, tatsächlich saß ich noch quasi in nem Cafe in Firmennähe, da ich immer sehr frühzeitig losfahre, da ich bei Bewerbungsgesprächen nie zu spät kommen will :D Aber da war ich schon echt sauer, weil ich dann direkt wieder nach Hause fahren konnte. 

vor 35 Minuten schrieb Maniska:

Egal wie, mieses Handling von HR (entweder werden intern Termine nicht verbindlich abgesprochen, oder es gibt null Konsequenzen bei Verstößen) da würde ich gar nicht hin wollen... Zwar nen Urlaubstag geopfert, aber immerhin dann zur freien Verfügung gehabt, hat ja auch was.

Ja und das sehe ich eben als Hauptproblem. Aber gut, bin zum Glück mega glücklich in meiner neuen Firma und kann mich nicht beklagen :)

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vor 24 Minuten schrieb Walter1337:

 

Nach 20 Minuten, als ich mich noch auf der Heimfahrt befand, habe ich den Anruf bekommen mit der Nachricht dass sie mich gern im Team hätten.

Sowas hatte ich auch mal :D 

Bewerbung abgeschickt:
5 min später Einladung zum Termin am nächsten Tag. 
2 Stunden nach dem Termin Anruf, dass sie mich haben wollen.
Am nächsten Tag Vetrag unterschrieben. 

Manchmal kanns so einfach unkompliziert sein :D

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Also ich hatte gestern ein onsite Gespräch, übrigens das erste seit Corona, dem voraus gingen in den letzten Wochen ein Telefongespräch und ein Video Meeting. Ich hatte rund 4 Stunden Anfahrt und es ging um eine Rolle als Software Architect/Project Manager in einer größeren Consulting Firma und für eine Branche, aus der ich keine Erfahrung mitbringe, aber privates Interesse habe.
Nach dem üblichen Lebenslauf diskutieren, ging es dann schnell um den Punkt Scrum Master, da ich in Entwickler Teams schon Scrum eingeführt habe und für das ein oder andere Projekt Scrum Master war, hat mich das erstmal nicht gewundert. Irgendwann wurde mir dann eröffnet, dass man mich aufgrund der fehlenden Branchenerfahrung ja nicht in den von mir präferierten Rollen zum Kunden schicken können, ob ich mir denn auch vorstellen könnte als Scrum Master zu arbeiten. Leider ist die Stimmung dann ein bisschen gekippt, denn mein Ziel war das eigentlich nicht und ich habe aufgrund der fehlenden Branchenerfahrung auch die Gehaltsvorstellungen niedriger angesetzt. Ich habe dann auch nur gesagt, dass ich das schon machen kann, aber mein Ziel die anderen Rollen sind und bleiben. Rückblickend ging das ganze Gespräch dann eigentlich auch nur darum, herauszufinden, wie gut ich als Scrum Master wäre. Mal schauen, wie abweisend ich dann rüber kam, man will bis Mitte Juli Rückmeldung geben, ob es in die nächste Runde geht.
Ist mir jetzt auch das erste Mal passiert, dass es dann plötzlich um eine andere Position ging.
Und dafür, war ich dann gestern knapp 12 Stunden unterwegs 😲

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Danke für die vielen Antworten.

Wie es sich liest, bin ich mit der Situation nicht allein. Das ist wiederum Schade zuhören, dass so etwas weit verbreitet ist.

Wer gute Mitarbeiter haben will, muss auch einen guten Umgang, Offenheit und Ehrlichkeit pflegen. Dabei meine ich explizit den Umgangston, die Behandlung und den Respekt untereinander. Das alles in eigene Prozesse verpackt, wie z.B. auch bei einem Bewerbungsverlauf.

Nach den ganzen Posts heißt es dann nur Suchen und den richtigen Arbeitgeber finden :-)

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vor 1 Stunde schrieb bitweiser:

Wie es sich liest, bin ich mit der Situation nicht allein. Das ist wiederum Schade zuhören, dass so etwas weit verbreitet ist.

Momentan, mit "Argument Corona", hört man schon mal "Sie müssen froh sein, dass wir sie überhaupt eingeladen haben."

Der Bewerber als Untermensch.

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vor 1 Minute schrieb frfr:

Der Bewerber als Untermensch.

Eventuell solltest du einmal nachdenken, in welchem historischen Zusammenhang vermehrt dieser Begriff verwendet wurde und dann überlegen, ob du den Begriff in dieser Form heute so verwenden willst.

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Ich hatte neben den obligatorischen Programmieraufgaben auch vermehr Verhaltensfragen und tue mich sehr schwer damit.

Fragen wie:

Was war ihr größter Erfolg/Misserfolg letztes Jahr?
Erzählen sie mir von einer Konfliktsituation mit ihrem Vorgesetzten, wie kam es dazu, wie sind sie damit umgegangen?

Eine Situation, in der sie Aufgaben übernommen haben, die nicht ihrem Tätigkeitsfeld entsprechen, wie kam es dazu, wie sind sie damit umgegangen?

Eine Situation, bei der sie sich außerhalb ihrer Komfortzone bewegen mussten…

Eine Situation als ein Kunde etwas wollte, was nicht seine tatsächlichen Bedürfnissen entspricht…

Eine Situation, in der sie ein Ziel nicht nur erreicht haben, sondern die Erwartung deutlich übertroffen haben…

 

Ich bin so unglaublich schlecht darin, solche Fragen zu beantworten, ich weiß das ich schlecht bin mich selbst zu verkaufen, aber bei solchen Fragen stehe ich komplett auf dem Schlauch und mir fällt einfach keine passende Situation ein.
Oder auf die schnelle dann nur Situation die, die ich so lieber nicht wiedergeben möchte, da ich sonst über die vorherige Firma/Vorgesetzten ziemlich schlecht reden würde oder ich mich außerhalb irgendwelche Gesetze bewege.

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vor 1 Stunde schrieb BadSentiment:

Ich bin so unglaublich schlecht darin, solche Fragen zu beantworten ...

Ich halte solche Fragen für absolut sinnfrei. Werden meist 1:1 aus den Recruiting-Büchern von eher unerfahrenen HR-MAs genutzt weil sie sonst nicht wissen, was sie den Bewerber im VG überhaupt fragen sollen. Aber sie sind nun einmal da und müssen ja wenigstens irgendwelchen Aktionismus zeigen.

Hier passieren meist zwei Dinge: Du hast entweder einen, der sich darauf vorbereitet hat und eine zurechtgelegte Story erzählt. Erkenntnisgewinn gleich Null. Oder einen, der bei sowas ins Schleudern gerät, weil bei ihm die Leistung spricht und nicht sein Mundwerk. Keine Reaktion nach Lehrbuch: Minuspunkte. Und u. U. kickst Du jemanden aus dem Prozess raus, der wirklich gut gepasst hätte. 

Be sowas finde ich Fragen nach dem letzten Engagement besser: "Erzählen Sie mir von irgendeinem Projekt, was Ihnen im Gedächtnis geblieben ist" - "Aha! Spannend! Gab es denn schwierige, technische Herausforderungen?" - "Soso. Und terminlich? Lief alles glatt? War der Kunde zufrieden?" ...

Bei den guten Leuten sieht man dann plötzlich wie der schüchterne Mensch vor einem beim Erzählen über seine Arbeit/Projekte förmlich aufblüht und gar nicht mehr aufhört zu reden (hatte mal einen, den ich sogar unterbrechen musste. Er sagte dann zu mir "Ja, Moment, das Beste kommt gleich!!!" und lies sich nicht stoppen bis er die technische Pointe erzählt hat - war ihm dann im Anschluss etwas peinlich, als er merkte, dass er 20 Minuten durchgeredet hat. Er wurde dann eingestellt). Bei anderen bekommt man dann sowas wie "Puh. Hm. Keine Ahnung. Habe mal X für Y gemacht." - "Wie haben Sie denn X gelöst?" - "Ja, normal eben. Wie immer." - "Und? War irgendwas technisch schwierig? Kunde zufrieden" - "Ja, ne. Wie immer halt. Alles ok.".

Da weißt Du dann oft schon, dass du maximal einen hast, der nur seinen Job macht. Vielleicht nicht weniger. Aber auch nicht mehr. 

Bearbeitet von Kwaiken

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vor 3 Stunden schrieb BadSentiment:

Fragen wie:

Warst du bei amazon/aws?
Die haben ihre 14 Leadership Principles und zu denen gibt es jeweils einen Fragenkatalog von ca. acht Fragen, so kommen über 110 Fragen zusammen und für alles gibt es dann noch weitere Prüffragen.

Tell me about a time, when a team member was not performing well and it impacted your work?
How did you handle the situation?
Why didn't it perform well?
What was the result?
What have you learned from this specific situation?

So ungefähr sieht eine der 110 Fragen aus. Die werden auch schon, da noch ein bisschen verpackt, im Online Assessment abgefragt und auch im Telefon Interview werden dann drei bis vier gestellt plus die Kontrollfragen und wenn man weiterkommt und ein onsite Gespräch hat, wird neben dem technischen Verständnis, auch nochmal diese behavioral questions gefragt. Wem dann in dieser sechsstündigen Runde die Beispiele ausgehen und keine der vorher zurechtgelegten Geschichten recyclen kann, hat Pech.
Ich bin übrigens auch an diesen Fragen gescheitert, trotz vieler Jahre Berufserfahrung, fällt mir ad hoc einfach nicht zu jeder Situation ein Beispiel ein, zumal das Interview auf Englisch ist. Normal kein Problem, in einem Interview aber für mich ein zusätzlicher Stressfaktor und der indische Akzent meiner Interviewerin hat es nicht leichter gemacht. 🙄

 

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vor 6 Stunden schrieb BadSentiment:

da ich sonst über die vorherige Firma/Vorgesetzten ziemlich schlecht reden würde oder ich mich außerhalb irgendwelche Gesetze bewege.

Fände ich auch schwierig. Die meisten Probleme im Arbeitsumfeld sind ja nicht, weil die Anforderungen groß komplex wären. Die kommen eher zu Stande aufgrund von Altlasten, Budgets, Fehlplanungen, Kommunikationsproblemen etc. pp. Sowohl gute Projekte, als auch schlechte haben meist mit dem eigenen Team, ggf. mit dem Kunden, weiteren Partnern usw. zutun.

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Am 9.7.2020 um 09:28 schrieb BadSentiment:

Ich bin so unglaublich schlecht darin, solche Fragen zu beantworten, ich weiß das ich schlecht bin mich selbst zu verkaufen, aber bei solchen Fragen stehe ich komplett auf dem Schlauch und mir fällt einfach keine passende Situation ein.

Es geht meistens auch gar nicht darum, die Fragen zu beantworten, sondern ob man auf die Situation souverän reagiert. 

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