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Verwaltungsinformatik

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Nach meiner FISI-Ausbildung überlege ich nun mich für ein VIT-Studium in einer Landes/Bundesbehörde zu bewerben.

 

Auf der anderen Seite fände ich auch ein Berufsbegleitendes Studium der Wirtschaftsinformatik nicht schlecht und weiß nun nicht so wirklich wie ich mich entscheiden soll...

 

Für das Studium der Verwaltungsinformatik spricht für mich vor allem das schnellere beenden des Studiums (3 Jahre statt 4 Jahre berufsbegleitend) und das man höchstwahrscheinlich um einiges mehr an Freizeit über die Zeit hat, als wenn man 4 Jahre lange neben einem 40h Job studiert. Darüber hinaus unterscheidet sich der Verdienst abzüglich Studiengebühren nur um vielleicht etwa 300€. Nach dem Studium wird man auch unbefristet als Beamter im gehobenen Dienst übernommen.

 

Für Wirtschaftsinformatik würden meiner Meinung nach die etwas ansprechenderen Studieninhalte und wahrscheinlich auch ein besseres Ansehen bei Arbeitgebern die nicht im öffentlichen Dienst angesiedelt sind sprechen.

 

Was meint Ihr dazu?

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Dir ist schon klar, dass du dann fast an den öffentlichen Dienst binden würdest? Denn darauf ist das Studium ausgerichtet.

vor 7 Minuten schrieb Leahcim418:

Nach dem Studium wird man auch unbefristet als Beamter im gehobenen Dienst übernommen

Was für ein Beamter genau?

Bearbeitet von KeeperOfCoffee

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Wenn du irgendwann die Chance haben möchtest auch in der freien Wirtschaft Fuß zu fassen würde ich eher zum Winf tendieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du in der freien Wirtschaft mit dem VIT viel anfangen kannst ... für mich steckt also auch die Frage dahinter, ob du ein Leben lang in irgendwelchen Behörden arbeiten möchtest oder nicht. Ist natürlich alles etwas überspitzt dargestellt, aber die Richtung meiner Aussage wird glaube ich klar.

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Du musst dir halt im Klaren sein, dass dieses Studium nur bedingt viel mit "Informatik" zu tun hat. Du wirst mehr über die Prozesse im ö.D. lernen, über Recht und Gesetz, Datenschutz, Wirtschaftsprüfung, Ausschreibung etc. pp

Nur weil da Informatik draufsteht, ist da nicht unbedingt viel Informatik drinnen.

Wenn du gut in Gesetzestexten durchblättern bist, dann ist das kein Problem.

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vor 24 Minuten schrieb Leahcim418:

Was meint Ihr dazu?

Ich meine, deine Beweggründe zu einem anschließenden Studium sind ungünstig:

- Vergleich des Zeitaufwands (mit deinem Hinweis auf vermeintlich mehr Freizeit in einem Studiengang klingt es nach Bequemlichkeit)

- Kohle

- Ansehen (so ein Ego-Ding?)

 

Ist denn ein Studium für dich überhaupt die richtige Wahl? Weshalb willst du überhaupt studieren? Blende meine Kriterien oben mal ganz aus. Was spricht für dich dann noch dafür, zu studieren?

Wo willst du mal hin mit deinem Studium / ist es wirklich dafür die "richtige" Wahl?

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Mit so vielen Antworten in der kurzen Zeit habe ich garnicht gerechnet, schonmal vielen Dank dafür.

Das ich im Normalfall nach so einem Studium auch im öffentlichen Sektor bleibe ist mir klar, sollte man doch irgendwann mal in den Privatsektor wechseln wollen hätte ich nicht gedacht, dass der Studiengang wirklich so miserabel in der Privatwirtschaft angesehen wird, klar ist es nur 50% it und 50% vwl mit vielen staatlichen Bezügen, wäre aber trotzdem davon ausgegangen das es etwas zählt, den Bachelor bekommt man ja dort schließlich auch nicht geschenkt.

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Ich meine, deine Beweggründe zu einem anschließenden Studium sind ungünstig:
- Vergleich des Zeitaufwands (mit deinem Hinweis auf vermeintlich mehr Freizeit in einem Studiengang klingt es nach Bequemlichkeit)
- Kohle
- Ansehen (so ein Ego-Ding?)
 
Ist denn ein Studium für dich überhaupt die richtige Wahl? Weshalb willst du überhaupt studieren? Blende meine Kriterien oben mal ganz aus. Was spricht für dich dann noch dafür, zu studieren?
Wo willst du mal hin mit deinem Studium / ist es wirklich dafür die "richtige" Wahl?


Mich bewegt zu einem Studium zum einen natürlich die besseren Gehaltsaussichten, darüber hinaus fühle ich mich aber auch etwas unterfordert, bin überwiegend im 1st 2nd Level Support tätig, habe die Ausbildung mit 94 Punkten bestanden und möchte mich eben weiter bilden und es nicht nur beim Fachinformatiker belassen.

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vor 4 Minuten schrieb Leahcim418:

Mich bewegt zu einem Studium zum einen natürlich die besseren Gehaltsaussichten

Was genau schwebt dir da vor. Als Verwaltungsinformatiker wärst du an den ö.D. gebunden. Dort würdest du normalerweise nach Tarifvertrag besoldet.

Während des Studiums würdest du Anwärterbezüge bekommen (so ca. 1200€ brutto)

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Was genau schwebt dir da vor. Als Verwaltungsinformatiker wärst du an den ö.D. gebunden. Dort würdest du normalerweise nach Tarifvertrag besoldet.
Während des Studiums würdest du Anwärterbezüge bekommen (so ca. 1200€ brutto)

Einstiegsgehalt liegt je nachdem wo man das Studium absolviert und arbeitet bei ca. 2860€ brutto -> ca. 2350€ netto.
Anwärterbezüge variieren auch je nachdem welches Bundesland, oder ob es eine Bundesbehörde ist.

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Die Wahl des Studiengangs des Geldes wegen zu treffen ist mMn. nicht zielführend. Warum würde denn Wirtschaftsinformatik 4 Jahre dauern?

Ist auch nicht geplant diese des Geldes wegen zu treffen, es ist aber trotzdem ein Faktor der mit einfließt.
Weil ich es wahrscheinlich nicht in 3 Jahren neben einem Vollzeitjob schaffen würde.

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Wärst Du verbeamtet auf Lebenszeit? Direkt nach dem Studium müsstest Du x Jahre arbeiten? Ich würde mich für das entscheiden, was Dich persönlich mehr interessiert. Natürlich ist es schön, sich vermutlich den Rest seines Lebens keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen zu müssen. Das aber auch nur, wenn einem die Arbeit gefällt. Gefällt Dir die Arbeit? Kannst Du dir vorstellen, dass auf Dauer zu machen? Einen anderen Grund sehe ich in der Verwaltungsinformatik gerade nicht.

Ist die Regelstudienzeit 4 Jahre oder planst Du schon extra mehr ein? Bei 4 Jahren hättest Du zwischendurch bestimmt genug vorlesungsfreie Zeit.

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Wärst Du verbeamtet auf Lebenszeit? Direkt nach dem Studium müsstest Du x Jahre arbeiten? Ich würde mich für das entscheiden, was Dich persönlich mehr interessiert. Natürlich ist es schön, sich vermutlich den Rest seines Lebens keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen zu müssen. Das aber auch nur, wenn einem die Arbeit gefällt. Gefällt Dir die Arbeit? Kannst Du dir vorstellen, dass auf Dauer zu machen? Einen anderen Grund sehe ich in der Verwaltungsinformatik gerade nicht.
Ist die Regelstudienzeit 4 Jahre oder planst Du schon extra mehr ein? Bei 4 Jahren hättest Du zwischendurch bestimmt genug vorlesungsfreie Zeit.


2 Jahre nach dem Studium kommt die Verbeamtung auf Lebenszeit. Schwer zu sagen ob mir die Arbeit dann gefallen wird, es kann ja praktisch jeder Bereich sein in dem man eingesetzt wird oder werden kann.

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Die Frage sollte wohl eher sein, Beamter oder nicht? Und erfüllst du auch die sonstigen Anforderungen für eine Verbeamtung?

Und dann auch die Frage bzgl. der PKV. Wenn du gesund bist ist das kein Problem. Wenn nicht kommst du zwar über eine Öffnungsklausel auch rein aber dann muss man Mal überlegen und durchrechnen (soweit möglich) was das für den Rest des Lebens bedeutet mit Basistarif, Kostenvorschuss wenn du Medikamente brauchst, Verwaltungsaufwand etc..

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Am 9/11/2020 um 12:47 PM schrieb OkiDoki:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass du in der freien Wirtschaft mit dem VIT viel anfangen kannst ...

Dazu muss ich sagen, dass es immer darauf ankommt. Meine aktuelle Firma wurde von jemanden gegründet, der aus dem öffentlichen Dienst kommt und es gibt auch viele private Anbieter von Dienstleistungen, die sich explizit an öffentliche Einrichtungen, Städte und Kommunen richten. Wir suchen aktuell zum Beispiel idealerweise einen Verwaltungsinformatiker oder zumindest jemand, der Erfahrung im Thema öffentliche Verwaltung hat. Die Frage ist halt, ob man an der entsprechenden Thematik auch Spaß hat.

Mit einem "normalen" Wirtschaftsinformatikstudium ist man da aber definitiv flexibler. Ich glaube jedoch, dass nach ein paar Jahren Berufserfahrung, keiner mehr danach schaut, welchen Hochschulabschluss man gemacht hat, sondern eher danach, was man für Skills und (Projekt-)Erfahrung in der Vergangenheit eingesetzt und gesammelt hat.

Die Frage ist aber ja auch, was man für sich selber möchte. Beamter zu sein ist ja per se erst einmal nichts schlechtes. Die Bezahlung ist aber gerade im IT-Bereich in der freien Wirtschaft wesentlich attraktiver.
Wenn du bereits überlegst, in diese Richtung zu studieren, spricht mMn nichts dagegen, es zu versuchen. Mann muss ja auch erst einmal eine entsprechende Zusage für das Verwaltungsinformatikstudium bekommen. Vielleicht wird dir auch während des Bewerbungsprozesses auch klarer, ob das etwas ist, was du dir vorstellen kannst oder eben nicht. Ein berufsbegleitendes Studium kannst du ja jederzeit antreten.

Am 9/11/2020 um 12:55 PM schrieb KeeperOfCoffee:

Du musst dir halt im Klaren sein, dass dieses Studium nur bedingt viel mit "Informatik" zu tun hat. Du wirst mehr über die Prozesse im ö.D. lernen, über Recht und Gesetz, Datenschutz, Wirtschaftsprüfung, Ausschreibung etc. pp

Nur weil da Informatik draufsteht, ist da nicht unbedingt viel Informatik drinnen.

Naja, vergleicht man das Verwaltungsinformatik-Studium mit dem Wirtschaftsinformatik-Studium, sind die Verhältnisse des IT-Teils doch ungefähr gleich. Auch bei Verwaltungsinformatik besteht der Studieninhalt aus 50% IT-Themen und die andere Hälfte beschäftigt sich, analog zu den Wirtschaftsthemen beim Winf-Studium, mit Verwaltung.

Am 9/11/2020 um 12:40 PM schrieb Leahcim418:

Für das Studium der Verwaltungsinformatik spricht für mich vor allem das schnellere beenden des Studiums (3 Jahre statt 4 Jahre berufsbegleitend) und das man höchstwahrscheinlich um einiges mehr an Freizeit über die Zeit hat, als wenn man 4 Jahre lange neben einem 40h Job studiert.

Ich wäre mir nicht wirklich sicher, ob du mehr Freizeit haben wirst. Das Angebot für Verwaltungsinformatik ist ein duales Studium, d.h. du wirst in deiner "Freizeit", entsprechende Praktika bei den Behörden machen und den Rest der Zeit vermutlich vor allem mit lernen beschäftigt sein. Die angeblich kürzere Studienzeit würde ich übrigens nicht zwingend als Vorteil sehen, da beide Studiengänge grundsätzlich erst einmal auf die selbe Zeit ausgelegt sind und man bei beiden leicht auch länger brauchen kann.
Was spricht eigentlich dagegen, ggf. seine Arbeitszeit während eines berufsbegleitenden Studiums ein wenig zu reduzieren? Die so entstehenden finanziellen Einbußen kann man ja ggf. durch die dadurch resultierende kürzere Studiumsdauer wieder ausgleichen.

Da hier der Tenor bezüglich des Vewaltungsinformatikstudiums doch eher negativ ist, sei übrigens angemerkt, dass gerade für die ganzen "Cyber Security Freaks" es ein idealer Einstieg ist, beim Bundeskriminalamt genau dieses duale Studium zu absolvieren.

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