Zum Inhalt springen

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

ich habe gerade von der IHK die Benachrichtigung bekommen, dass mein Antrag abgelehnt wurde. Der angegebene Grund war: "Thema nicht komplex genug". Da die IHK sehr an der Begründung gespart hat, hier mal meine Projektbeschreibung (Projektumfeld lasse ich mal raus). Kurz noch als Information: Ich bin ausschließlich in unserer SAP Abteilung eingesetzt und habe auch aus diesem Grund keinen Zugriff auf Projekte die z.B. Infrastruktur, AD, etc. betreffen und bin deshalb sehr limitiert was Projekte angeht. Dennoch bin ich der Ansicht, dass ein solches Projekt durchaus ein Abschlussprojekt sein kann. Ein solches Upgrade bzw. Neuinstallation kann sich bei sehr großen Installation über mehrere Wochen ziehen und die entsprechenden Konfigurationen einzurichten, kann ebenfalls sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Es handelt sich hierbei um ein kleines/mittleres System mit etwa 500-700GB Datenbankgröße. Einspielen von Fehlerkorrekturen ist bei SAP Upgrades übrigens Standard und nehmen viel Zeit in Anspruch da oft auch manuell noch etwas geändert werden muss. 

Im Rahmen der S/4HANA Migration ist es für Entwickler, Produktmanager und Stakeholder
wichtig die aktuellsten Neuerungen in der SAP Welt testen und bewerten zu können. Aus
diesem Grund stellt die Abteilung „SAP Basis“ ein Testsystem bereit in dem
neue Technologien, wie zum Beispiel das neue Designkonzept SAP FIORI, getestet werden
können, die dann in Folgeprojekten in die produktive Landschaft übernommen werden können.
Im September jeden Jahres veröffentlicht die SAP eine neue Softwareversion ihrer ERP-Suite
S/4HANA. Ein Testsystem auf der aktuellsten Version soll bereitgestellt werden, um die
aktuellen Neuerungen und die Stabilität des Systems testen und bewerten zu können. Weiterhin
müssen die zugehörigen Addons bereitgestellt werden. Im Rahmen des Upgrade oder der
Installation müssen im Prozess manuell Fehlerkorrekturen der SAP, sogenannte S-Notes,
eingespielt werden um Fehler präventiv beheben zu können. Dafür wird vom System der
Prozess unterbrochen und die Korrekturen müssen manuell heruntergeladen und eingepflegt
werden. Weiterhin müssen bereits bestehende Änderungen am Altsystem in das neue System
übertragen werden oder für das Upgrade freigegeben werden.
Ziel des Projektes ist es den Teams ein Demo System mit neuesten Features bereitzustellen, in
dem neue Technologien getestet und evaluiert werden können.

Zeitplanung:

1. Planung
1.1. Darstellung Soll/Ist Zustand - 1h
1.2. Entscheidungsfindung Upgrade bestehendes System/ Neuinstallation – 3h
2. Vorbereitung
2.1. Analyse Softwarestand/Hardware (Entscheidung) System - 2h
2.2. Planung Upgrade in SAP Maintenance Planner - 1h
2.3. Backup – 1h
2.4. Download der benötigten Dateien - 1h
2.5. Installation/Setup SUM - 1h
3. System Upgrade/Installation
3.1. Konfiguration Upgrade/Installation – 2h
3.2. Upgrade/Installation – 6h
3.3. Nacharbeiten - 1h
3.4. Tests - 2h
3.5. Backup nach Upgrade - 1h
4. Puffer (z.B. für Fehlerbehebung) – 5h
5. Anfertigung Projektdokumentation - 8h

Was meint ihr zu der Beschreibung? Kommt das Upgrade/Installation zu einfach rüber? Verbesserungsvorschläge wäre nett, bringen mir aber nichts, weil die IHK beschlossen hat, dass ich mir doch bitte ein neues Thema suchen darf.

 

Viele Grüße

Timo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 6 Minuten schrieb allesweg:

Welche Entscheidungen kannst du treffen?

Egal wie lange es dauert zig Terabyte an Daten zu kopieren - dem Fortschrittsbalken zuschauen ist keine im Abschlussprojekt zu zeigende Kernkopetenz eines Fachinformatikers.

Ist eine Neuinstallation nötig oder wird ein bestehendes System upgegraded? Falls ja, wie wird diese installiert und eingerichtet. Was muss eingerichtet werden, damit das System von den Nutzern getestet werden kann (z.B. SSO, Installation und Einrichtung SAP FIORI). Im Falle des Upgrades, muss eventuell das System neu dimensioniert werden, entspricht es den Anforderungen?

Das es keine Leistung ist beim Balkenschieben zuzuschauen ist mir klar, aber Fehler sind bei SAP Upgrades vorprogrammiert und es ist viel manuelle Arbeit nötig, um das Upgrade durchzuführen. Einfach auf "Upgrade" klicken ist nicht. Mein letztes Upgrade hat durch Komplikationen mehrere Wochen (6-7) gedauert, bis alles wieder einwandfrei funktioniert hat (edit: der Grund war nicht das langsame System). 

Bearbeitet von timooderso

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Du sollst im Abschlussprojekt komplexe Entscheidungen treffen. Bspw. "Wieso habe ich mich für Lösung XY entschieden? Wie ist das wirtschaftlich zu betrachten?" Ein Upgrade eines SAP-Systems beinhaltet eine solche Entscheidung entweder nicht, oder du hast das nicht klar rausgestellt. 

 

EDIT:

vor 52 Minuten schrieb timooderso:

Entscheidungsfindung Upgrade bestehendes System/ Neuinstallation – 3h

Wenn das die "komplexe Entscheidung" sein soll, hätte ich den Antrag auch nicht genehmigt. 

 

Bearbeitet von Listener

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es geht darum, ein komplexes Problem nachvollziehbar mit eigenen Entscheidungen zu lösen. Es geht also NICHT um eine Anleitung, wie man den Server XYZ mit User ABC in die tolle Domäne 123 integriert. Es geht darum, WIESO man das macht, WANN sich das rechnet und welche Alternativen ( es gibt IMMER welche ) WARUM ausgeschlossen wurden.
Und installieren darfst Du es auch ... nur ist Deine Entscheidungsleistung und deren Sachlichkeit die Grundlage der Beurteilung. Klicken kann jeder, es geht darum, daß Du auch ne Idee hast was Du da tust ;)
Ganz grobe und ganz neue Übersetzung meines Lieblingstextes: "Komplex" im Sinne der Prüfungsordnung sind Ansätze, welche in einem Datacenter oder einem Rechenzentrum eingesetzt werden können und nicht mehr in einem kleinen zb Handwerksbetrieb Verwendung finden.
Damit scheiden Ansätze wie "Domaineneinrichung" oder "Ich suche ne Plattform für ein Windows Programm" fast automatisch aus.
Gerne genommen werden:
- Telefonanlagen ( weil Musterprojekt der IHK )
- Monitoring
- Heterogenes Backup
- Softwareverteilung
- Massenbetankung

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 2 Stunden schrieb charmanta:

Es geht darum, ein komplexes Problem nachvollziehbar mit eigenen Entscheidungen zu lösen. Es geht also NICHT um eine Anleitung, wie man den Server XYZ mit User ABC in die tolle Domäne 123 integriert. Es geht darum, WIESO man das macht, WANN sich das rechnet und welche Alternativen ( es gibt IMMER welche ) WARUM ausgeschlossen wurden.
Und installieren darfst Du es auch ... nur ist Deine Entscheidungsleistung und deren Sachlichkeit die Grundlage der Beurteilung. Klicken kann jeder, es geht darum, daß Du auch ne Idee hast was Du da tust ;)
Ganz grobe und ganz neue Übersetzung meines Lieblingstextes: "Komplex" im Sinne der Prüfungsordnung sind Ansätze, welche in einem Datacenter oder einem Rechenzentrum eingesetzt werden können und nicht mehr in einem kleinen zb Handwerksbetrieb Verwendung finden.
Damit scheiden Ansätze wie "Domaineneinrichung" oder "Ich suche ne Plattform für ein Windows Programm" fast automatisch aus.
Gerne genommen werden:
- Telefonanlagen ( weil Musterprojekt der IHK )
- Monitoring
- Heterogenes Backup
- Softwareverteilung
- Massenbetankung

 

Darf ich das so verstehen, dass egal wie einfach die Lösung ist es die Hauptsache ist, dass ich mich lange genug mit dem Lösungsweg beschäftigt habe? 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

das ist auch zu einfach. Aber wenn eine komplexe Anforderung letztendlich einfach zu lösen ist und Du das auch in Bezug auf Kosten/Nutzen und Sicherheit mit Betrachtung von Alternativen darstellst kann das was werden.

Wie gesagt ... eher nix was auch im Soho eingesetzt werden kann. Das sollte schon Richtung KMU / Enterprise IT gehen ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ok wie sieht es mit folgendem Thema aus:

Implementation eines Release Cycle Managements zur Standardisierung von Prozessabläufen in Entwicklung und Betrieb von SAP Anwendungen

Software mäßig lässt sich da leider wenig auswählen, aber wären Entscheidungsprozesse wie Ablauf und Dauer eines Zyklus (wie ist wird der Zyklus ausgestaltet bzw. welche Phasen gibt es) in Zusammenschluss mit Entwicklung und Betriebsteam denkbar?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 3 Minuten schrieb timooderso:

Implementation eines Release Cycle Managements

das ist schon das Kill-Kriterium. Du darst am Ende implementieren, aber das ist nicht das Projekt. Außer Du kommst aus BaWü ?

Sprich mit Deinem Ausbildungsbetrieb. Im SAP Umfeld kannst Du recht wenig machen ... Du kannst für eine SAP HANA schauen, welche Hochverfügbarkeitslösung am besten passt oder eine Monitoringlösung über alle Nodes suchen und installieren. Aber Du musst! zwingend Auswählen und Entscheiden

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 2 Minuten schrieb charmanta:

das ist schon das Kill-Kriterium. Du darst am Ende implementieren, aber das ist nicht das Projekt. Außer Du kommst aus BaWü ?

Sprich mit Deinem Ausbildungsbetrieb. Im SAP Umfeld kannst Du recht wenig machen ... Du kannst für eine SAP HANA schauen, welche Hochverfügbarkeitslösung am besten passt oder eine Monitoringlösung über alle Nodes suchen und installieren. Aber Du musst! zwingend Auswählen und Entscheiden

Mein größtes Problem an der Sache ist, dass ich zum einen ausschließlich in dieser Abteilung eingesetzt bin (über den ganzen Ausbildungsverlauf) und wir den kompletten technischen Betrieb von Externen verwalten lassen. So kann ich z.B. weder ein Monitoring noch für die HANA eine HA Lösung aufbauen. Ich habe drei Linux Hosts, die als reverse Proxy für die SAP Cloud dienen - die könnte ich mit entsprechenden Skripten selbst monitoren und eventuell einen Prometheus + Grafana Stack aufbauen, aber da hört es auch schon auf.

Bin übrigens in RLP

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Besprich Dich mal ganz dringend mit Deinem Ausbilder und zeig ihm auch ruhig diesen Verlauf hier.

Dein Betrieb ist verpflichtet Dich a) nach PO auszubilden und b) Dir ein Projekt zu ermöglichen.

So wird das nix ... auch nicht mit der Prüfung. Dein ganzes Fachgespräch hat eher nix mit SAP zu tun ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo ich melde mich zurück,

 

ich habe mit meinem Ausbilder über das Thema gesprochen und wir haben uns dazu entschlossen ein vollständig neues Thema zu wählen. Da mir noch kein schöner Titel eingefallen ist, habe ich den erstmal weggelassen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir zu dem Antrag und/oder dem Thema Feedback geben könntet:

 

Projektbeschreibung:

Im Rahmen der neuen Cloud Strategie der SAP wird die bereits bestehende Plattform „Neo“ und alle dort bereitgestellten Dienstleistungen in den kommenden Jahren abgeschaltet. Für einen großen Teil der Services gibt es derzeit im neuen Cloud Umfeld der SAP keine Alternativen, sodass eine Migration auf eine neue Plattform notwendig ist. Weiterhin werden für einen Teil der Services, die bis zum Laufzeitende der Plattform noch verfügbar sind die Kosten aufgrund von neuen Lizenzverträgen deutlich steigen, da zuvor günstige Rabatte und Pakete angeboten wurden, die jetzt nicht mehr verfügbar sind. Aus diesem Grund wurde entschieden diese ebenfalls frühzeitig auf eine neue Plattform zu migrieren um hohe Lizenzkosten und eine hohe Abhängigkeit durch SaaS Produkten zu vermeiden.
Ziel des Projektes ist es eine alternative Plattform zum Betrieb der Anwendungen zu finden und bereitzustellen, die es erlaubt Anwendungen mit Anbindungen an Backendsysteme, Anwendungen diverser Programmiersprachen sowie weitere kleine Containeranwendungen verschiedenster Art zu betreiben. Im Rahmen einer Analyse muss festgestellt werden, welche Arten von Anwendungen vorhanden sind. Weiterhin müssen die technischen Anforderungen der Anwendungen zusammengetragen und bei der Wahl der Plattform berücksichtigt werden. Diese Plattform soll es ermöglichen, die aktuell auf viele Dienste der SAP Cloud „Neo“ verteilten Anwendungen kosteneffizient betreiben und zentral verwalten zu können. Weiterhin sollen Anwendungen und Dienste nun auch georedundant bereitgestellt werden, was auf der SAP Cloud „Neo“ nur für einige wenige Dienste möglich war. Da ein Großteil der Plattformen in diesem Bereich mehrere Arten der Bereitstellung (Hosted, On-Premise, Managed) bieten muss ebenfalls entschieden werden, ob die Plattform von FIRMA selbst betrieben werden soll, oder die Plattform als Dienstleistung bezogen wird. Die Entscheidung auf eine Plattform wird die Art und Weise der Anwendungsbereitstellung ebenfalls beeinflussen. Weiterhin muss entschieden werden welche Dienste und Anwendungen im Rahmen dieses Projekt migriert werden können und welche, z.B. aufgrund von hohem Migrationsaufwand, in Folgeprojekten migriert werden.


Projektumfeld:
<FIRMENANTEIL>
Seit über 20 Jahren werden Technologien aus dem Hause SAP eingesetzt, die die Produktions- und Geschäftsprozesse planen, steuern und überwachen um eine hohe Produktivität sicherzustellen. Zusätzlich zu den On-Premise Systemen werden seit 2016 vermehrt auch Cloud Dienstleistungen der SAP eingesetzt. Durch fehlende Funktionalitäten ist auch der Bedarf an einer weiteren Cloud Plattformen gewachsen und Azure wurde als zweite Cloud Umgebung eingeführt. Daraus ist eine dynamische Infrastruktur entstanden in der beide Cloud Plattformen, sich gegenseitig ergänzend, zusammengewachsen sind und zusammen mit den On-Premise Backend Systemen eine hybride Struktur geschaffen haben.

Projektphasen:

  1. Analyse und Planung
    1. Aufnahme Ist-Zustand                                3h
    2. Erstellung Soll-Konzept                                2h
    3. Vergleich der Plattformen (techn. Anforderungen, Features, Kosten)        4h
    4.  Vergleich von Bereitstellungsmöglichkeiten der Plattform            2h
  2. Projektdurchführung
    1. Bereitstellung der Plattform                            2h
    2. Einrichten der Plattform                            4h
      1. Anbinden an Versionierungssysteme/Container Registry
      2. Einbinden in bereits bestehende Deploymentprozesse
    3. Migration einer Anwendung aus Portfolio                    2h
  3. Testphase
    1. Überprüfung der Plattform hinsichtlich Hochverfügbarkeit, Funktionalität    2h
    2. Testen einer migrierten Anwendung auf Funktionsfähigkeit            1h
  4. Dokumentation und Projektabschluss
    1. Ist-/Sollvergleich                                1h
    2. Erstellung eines Kundenhandbuches                        3h
    3. Erstellung Projektdokumentation                        8h

Dokumente:
•    Projektdokumentation
•    Kundenhandbuch
 

Viele Grüße

Timo

Bearbeitet von timooderso
typo gefunden

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich an , um mit Deinem Konto zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.


Fachinformatiker.de, 2020 SE Internet Services

fidelogo_small.png

if_icon-6-mail-envelope-closed_314900.pnSchicken Sie uns eine Nachricht!

Fachinformatiker.de ist die größte IT-Community
rund um Ausbildung, Job, Weiterbildung für IT-Fachkräfte.

Fachinformatiker.de App


Get it on Google Play

Kontakt

Hier werben?
Oder senden Sie eine E-Mail an

Social media u. feeds

Jobboard für Fachinformatiker und IT-Fachkräfte

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Fachinformatiker.de verwendet Cookies. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung