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Gast /sqrt

Studienabbruch und Ausbildung im IT-Bereich

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Gast /sqrt

Moin,

ich wollte einfach mal nach euren Erfahrungen hinsichtlich der Situation in der IT-Branche bezüglich Ausbildung/Studium fragen.

Kurze Erläuterung meiner beruflichen Vorgeschichte: Nach der Realschule hab ich keine Ausbildung als Fachinformatiker bekommen, da mein Zeugnis schlecht und ich aufgrund meines jungen Alters in den Vorstellungsgesprächen zu eingeschüchtert war. 3 Jahre Ausbildung als Koch folgten. Ich mochte den Arbeitsinhalt sehr gerne, 6 Jahre nach der Ausbildung hatte ich aber vom Rest die Schnauze voll. Wer nicht in der Gastro arbeitet, kann es sich meist nicht vorstellen, aber die Zustände sind teilweise doch unmenschlich. Habe meine Allg. Hochschulreife nachgeholt und alle 2 Jahre 1,0 halten können. War super motiviert und voller Elan endlich einen Job in der IT zu bekommen. Programmieren/Entwickeln ist nicht mein Hobby Nummer 1, aber es macht mir Spaß und ich könnte mir gut vorstellen damit Geld zu verdienen.

Habe dann mit dem super Zeugnis gedacht ich probiere ein Studium. Aber aktuell, nach dem Mathe Vorkurs, bin ich ziemlich abgeturnt von vielen Sachen. 

  1. Ich habe langsam wieder das Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit. Ich bekomme elternunabhängiges Bafög, was nicht schlecht ist, aber es fühlt sich halt nicht so sicher an wie ein Gehalt.
  2. Meine "Lernenergie" die ich in der Schule 2 Jahre halten konnte ist jetzt irgendwie weg. Ich fühle mich eher vollgestopft und der Gedanke an zig Prüfungen laugt mich aus.
  3. Ich habe nach den 2 Jahren tagelangem Lernen (ich musste sau viel tun für die 1,0) ein "erhöhtes Freizeit-Bedürfnis". Ich würde mich privat gerne mehr ausleben. Das Studium scheint mir bis jetzt aber noch zeitintensiver als die Schule zu sein. 24h Job, insbesondere Informatik.
  4. Der Mathevorkurs hat mich komplett zerlegt. In der Schule hätte ich jeden Tag Mathe haben können, konnte immer alles nachvollziehen und habe mich noch über den Schulstoff hinaus mit den Zusammenhängen beschäftigt, vor der Klasse Gesetze hergeleitet und war halt voll dabei. Im Mathe Vorkurs hatte ich plötzlich keine Ahnung mehr von nichts und bin inzwischen komplett raus. Übungen nichts gebacken bekommen, Vorlesungen trotz Versuchen des Eindenkens nicht verstanden.
  5. Das Studentenleben reizt mich halt auch zu 0%, da ich mich primär für meine berufliche Bildung interessiere und nicht zum Selbstzweck studiere, wie das anscheinend einige machen :S
  6. Zudem soll man ja eigentlich nur etwas studieren wenn man da mit 100% Leidenschaft und Haut und Haaren drin steckt. Und ja ich habe Spaß am Programmieren, aber ich glaube manchmal für ein ganzes Studium reicht meine Begeisterung dann vielleicht nicht? :S

All das hat mich jetzt ziemlich gedämpft und weil ich mich wieder wohler fühlen wollte, habe ich diverse Bewerbungen für eine Ausbildung als Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung) zu 2021 abgeschickt. Im Prinzip habe ich mich damit ja schon entschieden das Studium ad acta zu legen, falls sich dort etwas ergibt.

Wenn ich daran denke, endlich an die Arbeit meines zukünftigen Berufes herangeführt zu werden, statt stundenlang Mathe zu pauken macht mich das irgendwie glücklich. Zudem habe ich gehört, dass man wohl auch mit einer Ausbildung nach einigen Jahren 45-50k Jahresgehalt erreichen kann. Mehr ist natürlich immer schön, aber ich lebe relativ sparsam und denke wenn ich clever vorsorge wird das schon reichen. Hauptsache ich komme in einem Unternehmen unter wo ich viel unterschiedliches lerne und mir eine gute Basis für eine Karriere bauen kann.

Aktuell bin ich sehr unzufrieden mit meiner Situation und wollte mal eure Meinung dazu hören. Meint ihr, dass das angesichts meines aktuellen Befindens die richtige Entscheidung ist, bzw. ob man auch mit einer Ausbildung langfristig Glück und Erfolg erntet?

Danke Euch!

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vor 46 Minuten schrieb /sqrt:

. Zudem habe ich gehört, dass man wohl auch mit einer Ausbildung nach einigen Jahren 45-50k Jahresgehalt erreichen kann. 

Je nach Region sind im Laufe der Karriere auch 70k+ möglich. Vorausgesetzt man lässt sich nicht ausbeuten und hält sich stets up-to-date :)

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Gast /sqrt
vor 58 Minuten schrieb Whitehammer03:

Je nach Region sind im Laufe der Karriere auch 70k+ möglich. Vorausgesetzt man lässt sich nicht ausbeuten und hält sich stets up-to-date :)

Wow ok. Gut zu wissen. Ist das auch vom Ausbildungsbetrieb abhängig wo man gelernt hat, bzw. bestimmt man damit unumkehrbar schon die Richtung in welche man sich entwickelt, oder ist man da relativ frei in der Art seiner Laufbahn?

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Ja. Es kommt sehr auf den Ausbildungsbetrieb, Weiterbildungen und Deine Berufserfahrung an. Kurz: Du wirst für Deine Qualifikation bezahlt und was Du kannst!

Wenn Du in einem typischen "Ausbeutungsbetrieb" landest, der Dich nicht fördert und Dir nichts beibringt, hast Du natürlich nicht die Chancen wie in einem Unternehmen, das in Dich investiert und qualifiziert ausbildet.

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Gast /sqrt
vor 31 Minuten schrieb SaJu:

Ja. Es kommt sehr auf den Ausbildungsbetrieb, Weiterbildungen und Deine Berufserfahrung an. Kurz: Du wirst für Deine Qualifikation bezahlt und was Du kannst!

Wenn Du in einem typischen "Ausbeutungsbetrieb" landest, der Dich nicht fördert und Dir nichts beibringt, hast Du natürlich nicht die Chancen wie in einem Unternehmen, das in Dich investiert und qualifiziert ausbildet.

Wie finde ich am Besten heraus zB beim Vorstellungsgespräch, wie der Betrieb diesbezüglich eingestellt ist? Bzw. nach welchen kriterien sollte ich filtern und worauf sollte ich genau achten?

Habe mich ausschließlich bei größeren Unternehmen mit möglichst gutem kununu-score in der IT-Abteilung beworben, da ich glaube dass hier noch am meisten Ressourcen bestehen um mir etwas beizubringen. Auf reine IT-Unternehmen habe ich mich mangels Angebot nicht beschränken können.

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vor 52 Minuten schrieb /sqrt:

Wie finde ich am Besten heraus zB beim Vorstellungsgespräch, wie der Betrieb diesbezüglich eingestellt ist? Bzw. nach welchen kriterien sollte ich filtern und worauf sollte ich genau achten?

Frag nach den genauen Ausbildungsinhalten und wie es vermittelt wird. Sind auch Weiterbildungen und Schulungen integriert? Hast du einen oder mehrere Ausbilder mit entsprechender Erfahrung? Gibt es einen betrieblichen Ausbildungsplan? 

Schau am Besten, dass entsprechende Schulungen auch noch irgendwo festgehalten werden oder vorherige Azubis so etwas auch bekamen. Bei mir gab es in diese Richtung nur leere Versprechen.... 

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Genau kannst du es nie wissen. Es kommt schließlich auch auf die Standorte an. Wenn du die Ausbildung bei %bekanntemUnternehmenX%  hast und dieses gut bewertet ist, dann sagt dies schlecht was aus, denn die gute Bewertung kann aus München kommen und du machst die Ausbildung in Hamburg.

Auch sagt die Größe eines Unternehmens schlecht was aus, meine Kollegen in der BS waren fast alle bei Dax Unternehmen...im 2 LJ. haben sie fast alle gemekert wie schlecht die Ausbildung doch sei.

 

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Gast /sqrt
vor 8 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Genau kannst du es nie wissen. Es kommt schließlich auch auf die Standorte an. Wenn du die Ausbildung bei %bekanntemUnternehmenX%  hast und dieses gut bewertet ist, dann sagt dies schlecht was aus, denn die gute Bewertung kann aus München kommen und du machst die Ausbildung in Hamburg.

Auch sagt die Größe eines Unternehmens schlecht was aus, meine Kollegen in der BS waren fast alle bei Dax Unternehmen...im 2 LJ. haben sie fast alle gemekert wie schlecht die Ausbildung doch sei.

 

Ja hab ich mir gedacht, dass man da schlecht vorsorgen kann. Aber nehmen wir mal an ich habe Pech, ist es dann sehr schwer nach der Ausbildung wechseln und sich fortzubilden/selber hochzupushen? Oder weiß dann jeder potenzielle Arbeitgeber, dass man bei Betrieb xyz ja kaum was gelernt haben kann und man hat Probleme was gescheites zu finden?

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Du kannst auch gute Noten schreiben, wenn Dein Betrieb schlecht ist (Voraussetzung Du setzt Dich zum lernen hin!).

Ich habe mir hier im Forum Hilfe gesucht, wenn ich nicht weiter wusste. Mit steigender Erfahrung als Azubi bin ich dan der Linux-Community beigetreten und habe darüber einiges gelernt.

Es ist kein Problem direkt nach der Ausbildung zu wechseln. Es gibt extra Junior-Positionen für Berufsanfänger ohne "besondere" Vorkenntnisse. Wenn Du ein entsprechendes Interesse zeigst und Deine Noten gut sind, kann man auch darüber sich dann hoch arbeiten.

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Gast /sqrt
vor 1 Stunde schrieb SaJu:

Du kannst auch gute Noten schreiben, wenn Dein Betrieb schlecht ist (Voraussetzung Du setzt Dich zum lernen hin!).

Ich habe mir hier im Forum Hilfe gesucht, wenn ich nicht weiter wusste. Mit steigender Erfahrung als Azubi bin ich dan der Linux-Community beigetreten und habe darüber einiges gelernt.

Es ist kein Problem direkt nach der Ausbildung zu wechseln. Es gibt extra Junior-Positionen für Berufsanfänger ohne "besondere" Vorkenntnisse. Wenn Du ein entsprechendes Interesse zeigst und Deine Noten gut sind, kann man auch darüber sich dann hoch arbeiten.

Das hört sich gut an. Dann mach ich mir mal nicht allzu viel Sorgen. Ich hoffe sehr es wird bei dem von mir favorisierten Betrieb was. Die Ausbildungsplätze dort sind natürlich sehr begehrt im ganzen Bundesland, daher wird das vermutlich schwer 😕

Aber ich hoffe :)
Danke Euch allen für die Antworten.

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Wieso willst du bis 2021 warten?

Das aktuelle Ausbildungsjahr ist gerade erst gestartet, da wird es noch einige "Wechsel" in der Probezeit geben (falsche Berufswahl, nicht ausbildbar, etc...) und vielleicht sind auch Stellen unbesetzt geblieben. Viel gelaufen ist ja noch nicht.

Wenn ein Start 2020 für dich eine Option ist würde ich mich Mal an die zuständige IHK wenden. Die helfen da meistens gerne. Es gibt auch Programme für Studienabbrecher, die bei der Vermittlung in die Ausbildung unterstützen. Evtl. gibt es das auch bei euch.

 

Gruß Bockreiter

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Gast /sqrt
vor 10 Stunden schrieb Bockreiter:

Wieso willst du bis 2021 warten?

Das aktuelle Ausbildungsjahr ist gerade erst gestartet, da wird es noch einige "Wechsel" in der Probezeit geben (falsche Berufswahl, nicht ausbildbar, etc...) und vielleicht sind auch Stellen unbesetzt geblieben. Viel gelaufen ist ja noch nicht.

Wenn ein Start 2020 für dich eine Option ist würde ich mich Mal an die zuständige IHK wenden. Die helfen da meistens gerne. Es gibt auch Programme für Studienabbrecher, die bei der Vermittlung in die Ausbildung unterstützen. Evtl. gibt es das auch bei euch.

 

Gruß Bockreiter

Naja weil natürlich nur Stellen für 2021 ausgeschrieben sind... Das mit der IHK wusste ich gar nicht, danke für den Tipp! Wobei die guten Betriebe ja selten unbesetzt bleiben.

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vor 18 Stunden schrieb /sqrt:

Habe mich ausschließlich bei größeren Unternehmen mit möglichst gutem kununu-score in der IT-Abteilung beworben, da ich glaube dass hier noch am meisten Ressourcen bestehen um mir etwas beizubringen. Auf reine IT-Unternehmen habe ich mich mangels Angebot nicht beschränken können.

Meiner Meinung nach ein großer Fehler. Wie bereits geschrieben wurde, sagen die Bewertungen bei großen Unternehmern mit mehreren Standorten meist nicht viel aus.

Auch ist die Perspektive nach der Ausbildung - meiner Erfahrung nach - in einem mittelständischen Unternehmen wesentlich besser.

Schlecht ausgebildet werden kannst du überall. Versprechungen, die nie eingehalten werden, kann es auch überall geben.

Mir hat bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes eine Recherche geholfen. Mein Wunschunternehmen verfolgte offensichtlich den Plan, zu expandieren und sich die Mitarbeiter selbst auszubilden. Dieser Grundgedanke wurde auch im Vorstellungsgespräch weitergeführt.

Daher wäre mein Vorschlag, sich gründlich zu informieren und abzugleichen, ob dieselben Werte auch im Vorstellungsgespräch aufgegriffen werden oder ob die Texte auf der Unternehmensseite lediglich dazu da sind, um einen schönen Text geschrieben zu haben.

Nur wie bereits erwähnt: eine Garantie gibt es nie.

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vor 22 Stunden schrieb /sqrt:

Moin,

Aktuell bin ich sehr unzufrieden mit meiner Situation und wollte mal eure Meinung dazu hören. Meint ihr, dass das angesichts meines aktuellen Befindens die richtige Entscheidung ist, 

Danke Euch!

Ich glaube, dass Dein letzter Satz Dich zu dem eigentlichen Kern zu Deinem Problem führt. Denn ungeachtet von dem, was vielleicht aus technischer Sicht aus der Situation jetzt die Chancen- und Möglichkeiten sind, ist die eigene Zufriedenheit für die Entscheidung doch ein sehr wesentlicher Punkt auch für den möglichen Erfolg.

Ich glaube darüber hinaus, dass Du Dir noch nicht wirklich darüber im klaren bist. Denn ich lese zwischen den Zeilen sehr viele Widersprüche in sich, die eigentlich zeigen, dass die Entscheidung noch nicht wirklich "gereift" ist.

Du solltest Dir tatsächlich vorher vollständig im klaren sein in welche Richtung Du möchtest, bevor Du eine endgültige Entscheidung triffst, denn sonst wird auch dieser Weg nichts, als ein weiterer Irrweg werden.

Und aus dieser Sichtweise (aktuelles Befinden) kann ich nicht sagen, dass die Entscheidung wirklich "reif" wirkt.

Unabhängig von der Entscheidung kannst Du natürlich in der Zwischenzeit ausloten, ob die eine oder andere Richtung für Dich in Frage kommen könnte.

Aber ab dem Zeitpunkt, wo eine Sache anläuft z.B. durch Abschluss eines Ausbildungsvertrages, sollte man auch bereit dazu sein, den eingeschlagenen Weg bis zum Ende durchzuziehen.

Ich fürchte, dass in Deinen Überlegungen einige Früchte zu tief hängen, d. h. Du setzt Punkte bereits als gegeben voraus, obwohl sich doch noch ein gewisser Weg zu diesen Zielen befindet.

Du solltest auch an Deinem Selbstbild und Deiner Selbsteinschätzung arbeiten. Du stellst Dich als 1.0er Kandidat dar, der aber dann doch am Mathe-Vorkurs scheitert. Bevor Dir nicht klar ist, worin der Widerspruch liegt, solltest Du auch keine Entscheidung in anderen Bereichen treffen.

Das klingt jetzt erst einmal hart, bremst Dich vielleicht auch in Deiner Vision- und Vorstellung aus, aber letztendlich würde Dich auch eine Ausbildungssituation ähnlich schnell auf den Boden der Tatsache zurückholen.

Mache mal ein paar Programmierkurse (z.B. Online) und zeige, dass Du auch als Typ die Kapazität besitzt ein Thema bis zum Ende mit Erfolg durchzuziehen. Danach kann man dann weiter schauen.

Bearbeitet von tkreutz2

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Gast /sqrt
vor 54 Minuten schrieb tkreutz2:

Du solltest Dir tatsächlich vorher vollständig im klaren sein in welche Richtung Du möchtest, bevor Du eine endgültige Entscheidung triffst, denn sonst wird auch dieser Weg nichts, als ein weiterer Irrweg werden.

Klar, aber vorher weiss man eben nie ob eine Entscheidung richtig ist. Mehr als Probieren geht nicht.

vor 54 Minuten schrieb tkreutz2:

Ich fürchte, dass in Deinen Überlegungen einige Früchte zu tief hängen, d. h. Du setzt Punkte bereits als gegeben voraus, obwohl sich doch noch ein gewisser Weg zu diesen Zielen befindet.

Welche Punkte genau?

 

vor 54 Minuten schrieb tkreutz2:

Du solltest auch an Deinem Selbstbild und Deiner Selbsteinschätzung arbeiten. Du stellst Dich als 1.0er Kandidat dar, der aber dann doch am Mathe-Vorkurs scheitert. Bevor Dir nicht klar ist, worin der Widerspruch liegt, solltest Du auch keine Entscheidung in anderen Bereichen treffen.

Ich stelle mich nicht dar. Ich schildere Tatsachen um den Hergang zu veranschaulichen.

Ich habe ein 1,0 Zeugnis und bin im Vorkurs gescheitert. Eine Tatsache. Und das kann auf mangelnde Leidenschaft zur Mathematik bzw. auf allgemeine Lernfrustration zurück zu führen sein, bzw. darauf, dass ich im Abi mit 4h lernen pro Tag gut aus kam und am Wochenende frei hatte. Ich bin sozusagen Luxus gewöhnt, den ich im Studium nicht haben werde, den mir eine Ausbildung aber bietet. Erkläre mir wo der Fehler an meinem Selbstbild oder meiner Selbsteinschätzung liegt. Ich bin vielleicht allerhöchstens zu faul für ein Studium, das wäre aber eher eine leichte Charakterschwäche, die ich jetzt als nicht so tragisch erachte, aber nicht mangelnde Selbstreflektion.

vor 54 Minuten schrieb tkreutz2:

aber letztendlich würde Dich auch eine Ausbildungssituation ähnlich schnell auf den Boden der Tatsache zurückholen.
 

Woran machst du das fest? Das Mathematik-Niveau der Ausbildung soll laut Berichten noch unter dem liegen was im Abitur gefordert wird. Ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, aber das schaffe ich wohl dann doch noch.

vor 54 Minuten schrieb tkreutz2:

Mache mal ein paar Programmierkurse (z.B. Online) und zeige, dass Du auch als Typ die Kapazität besitzt ein Thema bis zum Ende mit Erfolg durchzuziehen. Danach kann man dann weiter schauen.

Ok, vielleicht hätte ich das schreiben sollen. Habe bereits einen Java Grundkurs (in Eigenregie mit ein paar Büchern) hinter mir und habe schon ein bisschen Erfahrungen im privaten Bereich gesammelt. Ich habe also tatsächlich schonmal programmiert. Ist nicht so als hätte ich es noch nie gemacht.

Du unterstellst mir also aufgrund meines Wunsches zum Studienabbruch, dass ich jemand bin der nie was durchzieht. Das ist ziemliches Schubladendenken, da Du diesen Abbruch nicht in Verhältnis setzt zu dem was ich schon "durchgezogen" habe. Wenn man etwas abbricht, dann meist aus Gründen. Ich bin der Meinung man muss nichts auf Zwang beenden, was schon am Anfang nicht gerade verspricht erfolgreich zu werden. Da kann man seine Zeit gleich sinnvoller investieren.

Anmerkung: ich hoffe ich habe nicht zu offensiv geschrieben, ich glaube aber, dass du mich von einem Podest aus betrachtest und muss da ein paar Mal einlenken. Nichtsdestotrotz würde mich interessieren wie du auf bestimmte Annahmen kommst, bzw. was genau du meinst.
 

Bearbeitet von /sqrt

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vor 20 Minuten schrieb /sqrt:

Anmerkung: ich hoffe ich habe nicht zu offensiv geschrieben, ich glaube aber, dass du mich von einem Podest aus betrachtest und muss da ein paar Mal einlenken. Nichtsdestotrotz würde mich interessieren wie du auf bestimmte Annahmen kommst, bzw. was genau du meinst.
 

Ich glaube nicht, dass es mir zusteht, Dich zu beurteilen. Was ich sage, ist lediglich ein Spiegel zu dem, wie der Text den Du geschrieben hast, auf mich wirkte. Du solltest dem nicht zu viel Bedeutung zuordnen, am Besten vergisst Du alles, was ich geschrieben habe. Ich ziehe hiermit meine Aussagen vollständig zurück, leider kann ich den Beitrag nicht mehr löschen.

Ich wünsche Dir aber auf Deinem Weg viel Erfolg !

Bearbeitet von tkreutz2

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Vielleicht solltest Du es erstmal 1-2 Semester lang versuchen. Manchmal brauch es auch Zeit, um sich an das neue Niveau zu gewöhnen. Möglicherweise wäre auch ein Wechsel an eine Fachhochschule denkbar und sinnvoll.

Ansonsten kannst du dich nächstes Jahr bei einem Studienabbrecherprogramm bewerben. Es gibt auch welche, die im Februar beginnen(z.B.Bonn).

 

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Am 10.10.2020 um 11:23 schrieb /sqrt:

Habe dann mit dem super Zeugnis gedacht ich probiere ein Studium. Aber aktuell, nach dem Mathe Vorkurs, bin ich ziemlich abgeturnt von vielen Sachen. 

Der Mathevorkurs ist doch ein Crashkurs, der freiwillig ist (war jedenfalls damals bei uns so) und dem keine allzugroße Bedeutung beigemessen wurde. Ausschlaggebend ob man ein Studium fortführt oder nicht, sollte doch eher sein, ob und wie gut man die Prüfungen besteht. Also wenn du mich fragst: ich würde versuchen als Plan A das Studium zu verfolgen und schauen wie es läuft, wenn es nicht läuft, dann auf Plan B vorzeitig umsteigen (spätestens nach Ende des ersten Semster) und Ausschau nach Ausbildungsplätzen halten. Ich glaube es kommt bei der Ausbildungssuche bei Personalern auch besser an, wenn du das Studium nach 2 Semestern mit ein paar bestandenen Prüfungen abbrichst, als wenn du es nach ein paar Wochen wegen des Mathevorkurs tust.

Bearbeitet von Bluejazzer

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Der Mathevorkurs ist doch ein Crashkurs, der freiwillig ist (war jedenfalls damals bei uns so) und dem keine allzugroße Bedeutung beigemessen wurde.

Ersteres ja, letzteres definitiv nein. Meine Erfahrung ist es, dass die meisten an der Basismathematik scheitern als an der Höheren Mathematik. Wenn man Schwierigkeiten mit dem Stoff der Basismathematik hat, so wie der TO, dann ist das natürlich kein Grund sofort aufzugeben. Allerdings muss man dann anfangen ordentlich zu lernen. Bei meiner Hochschule wurde deshalb sogar ein Basismathematik Testat eingeführt, den man bestehen muss, um eine Zulassung zur Mathematik Klausur zu erhalten, damit eben nicht so viele Studenten an der Mathematik scheitern. 

Ansonsten stimmte ich dir vollkommen zu. 

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Ich würde jetzt das Studium wegen einen Vorkurses auch nicht aufgeben. Ist es eigentlich FH oder Uni?

Du wirst auch in der Ausbildung nicht viel weniger machen als im Studium.

Studium ist ein VZ „Job“ aber sicher nicht 24/7. wenn man wirklich morgens bis Nachmittag was gescheites macht kann man ist am Wochenende es ruhig angehen.

Elternunabhängiges Bafög ist ja auch ne gute Bank. 

Dazu kommt man mit Studium besser an die „guten Jobs“

jetzt scheinst du auch noch jung und frei zu sein. Wenn man später im Berufsleben steht mit Familie macht man das nicht mehr so einfach.

ich hab mein Studium auch aufgegeben um einfach zu arbeiten (hatte schon IT Ausbildung). Heute wünschte ich mir ich hätte es damals durchgezogen.

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Gast /sqrt
vor 2 Stunden schrieb tkreutz2:

Ich glaube nicht, dass es mir zusteht, Dich zu beurteilen. Was ich sage, ist lediglich ein Spiegel zu dem, wie der Text den Du geschrieben hast, auf mich wirkte. Du solltest dem nicht zu viel Bedeutung zuordnen, am Besten vergisst Du alles, was ich geschrieben habe. Ich ziehe hiermit meine Aussagen vollständig zurück, leider kann ich den Beitrag nicht mehr löschen.

Ich wünsche Dir aber auf Deinem Weg viel Erfolg !

Öhm ok Schade.... Also ich wollte dir jetzt nicht den Mund verbieten oder so, nur dass Du deine Feststellungen vielleicht genauer erläuterst. 

Danke Dir!

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Gast /sqrt
vor 43 Minuten schrieb Interrupt:

Ersteres ja, letzteres definitiv nein. Meine Erfahrung ist es, dass die meisten an der Basismathematik scheitern als an der Höheren Mathematik. Wenn man Schwierigkeiten mit dem Stoff der Basismathematik hat, so wie der TO, dann ist das natürlich kein Grund sofort aufzugeben. Allerdings muss man dann anfangen ordentlich zu lernen. Bei meiner Hochschule wurde deshalb sogar ein Basismathematik Testat eingeführt, den man bestehen muss, um eine Zulassung zur Mathematik Klausur zu erhalten, damit eben nicht so viele Studenten an der Mathematik scheitern. 

Ansonsten stimmte ich dir vollkommen zu. 

Hm. Mir kam das halt nicht gerade wie Basismathematik vor... Basismathe sind für mich eher diese "Werkzeuge" wie das Auflösen komplexer Gleichungen durch Rechenoperationen oder das Können von Vokabeln. An einer Funktionsgleichung zu sehen wie sie verläuft usw.

Im Vorkurs ging es unter anderem um das Herleiten irgendwelcher seitenlanger Formeln mit Beträgen, Produkten aus Summen irgendwelcher Sinuse und Cosinuse und wie anhand dieses Beispiels  beweisen kann, dass... "setze Behauptung xyz ein" wahr ist. 

Nach ca. 45min rumrechnen an einer Aufgabe kann ich das nicht mehr als Basismathe ansehen tut mir Leid 😕

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vor 9 Minuten schrieb /sqrt:

Im Vorkurs ging es unter anderem um das Herleiten irgendwelcher seitenlanger Formeln mit Beträgen, Produkten aus Summen irgendwelcher Sinuse und Cosinuse und wie anhand dieses Beispiels  beweisen kann, dass... "setze Behauptung xyz ein" wahr ist. 

Dann war das bestimmt eine Uni? Dann würde ich dir eher zu einer FH raten, da man dort nur angewandte Mathematik lernt. Da muss man nicht so viel Beweisen und Herleiten. Es kann natürlich auch am Dozenten liegen, der den Vorkus unnötig kompliziert umgesetzt hat.  Normalerweise wird im Vorkurs nur das Abitur Stoff wiederholt, also Bruchrechnen, Wurzel- und Potenz sowie Logarithmus und Exponentialgleichungen usw. Da kann es schon manchmal sein, dass der Dozent die Gültigkeit der Regeln beweißt, damit die Studenten auch den Hintergrund kennen.

Ansonsten dient der Vorkurs auch dazu da, um deine Kommilitone kennen zu lernen. Hast du die Chance genutzt? Dann würde ich euch empfehlen eine Lerngruppe zu bilden. Du bist nicht der einzigste mit Schwierigkeiten mit Mathe. Genau aus diesem Grund gibt es ja den Mathe Vorkurs. 😉 

Bearbeitet von Interrupt

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Am 10.10.2020 um 11:23 schrieb /sqrt:
  • Der Mathevorkurs hat mich komplett zerlegt. In der Schule hätte ich jeden Tag Mathe haben können, konnte immer alles nachvollziehen und habe mich noch über den Schulstoff hinaus mit den Zusammenhängen beschäftigt, vor der Klasse Gesetze hergeleitet und war halt voll dabei. Im Mathe Vorkurs hatte ich plötzlich keine Ahnung mehr von nichts und bin inzwischen komplett raus. Übungen nichts gebacken bekommen, Vorlesungen trotz Versuchen des Eindenkens nicht verstanden.

So wie ich das verstanden habe, hast du noch gar keine Vorlesung belegt (Semester fangen ja jetzt erst dann an)?? Dann würde ich mich nicht von diesem - blöden - Vorkurs entmutigen lassen. Ja, ich habe auch einen Vorkurs belegt und naja fands nicht so super, der Vorlesungsstoff hat sich dann aber doch nochmal deutlich davon unterschieden. Mathe muss man halt einfach durch! Du hast deine Hochschulreife supergut nachgeholt, dann packst du das Studium doch locker. Natürlich unterscheidet sich Mathe nochmal (ich sag mal so: in der Schule ist es rechnen, in der Vorlesung ist es Mathematik), aber auch das kann man schaffen wenn man sich hinsetzt und lernt. Und das kannst du ja, sonst hättest du nicht so gute Noten gehabt. Also nicht entmutigen lassen. Augen zu und durch, dann klappt das schon.

 

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Gast /sqrt
vor einer Stunde schrieb Interrupt:

Normalerweise wird im Vorkurs nur das Abitur Stoff wiederholt, also Bruchrechnen, Wurzel- und Potenz sowie Logarithmus und Exponentialgleichungen usw. Da kann es schon manchmal sein, dass der Dozent die Gültigkeit der Regeln beweißt, damit die Studenten auch den Hintergrund kennen.

 

vor 59 Minuten schrieb pr0gg3r:

der Vorlesungsstoff hat sich dann aber doch nochmal deutlich davon unterschieden.

Naja, in den Übungen sollten wir diesen Rattenschwanz aber auch anhand komplexerer Gleichungen beweisen können. Und derselbe Professor hält auch die anderen Mathe-Vorlesungen. Er meinte, das später baut noch darauf auf. Also dürfte das nicht gerade einfacher werden...

 

vor 59 Minuten schrieb pr0gg3r:

 

Augen zu und durch, dann klappt das schon.

 

Naja wie gesagt ist jetzt eh zu spät, habe ja schon Bewerbungen abgeschickt an alle möglichen Betriebe. Die ja auch nach dem Studium meine potenziellen Arbeitgeber wären und sich dann ganz bestimmt später fragen würden, warum zur Hölle ich jetzt doch studiert habe und das als ziemlich heftige Inkongruenz zu meinem Nachteil auslegen.

vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Du wirst auch in der Ausbildung nicht viel weniger machen als im Studium.

Das hab ich noch von niemandem gehört. Soll ein Unterschied von Tag und Nacht sein. Was ich auch glaube. Alleine der Vorkurs hat mich unter der Woche sämtlicher Freizeit beraubt, dass ich absolut keine Zeit mehr für meine privaten Hobbys hatte. An den Arbeitstagen der Ausbildung hat man i.d.R. nicht mehr zu tun als vielleicht noch 1h zu wiederholen was man gelernt hat, oder Berichtshefte zu schreiben. zumal man sich im Studium mit wesentlich (unnötig) komplexerem Stoff beschäftigt. Glaube nicht, dass man das vergleichen kann? 😮

Außerdem sehe ich das Studium mittlerweile als eine wirtschaftliche Katastrophe. Nach der Ausbildung muss ich keine 12.000€ zurückzahlen und ich bin schneller wieder im 9 to 5 Rythmus. Und der Betrag bezieht sich auf Regelstudienzeit. Verdienst ist ja wohl bei beidem gut, frage mich dann halt warum zur Hölle ich mir den Aufwand und die Kosten des Studiums antun sollte. 😕

Bearbeitet von /sqrt

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