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@pascontz Ich habe im Februar meine Umschulung zum FIAE abgeschlossen und kann daher die Basics aufsagen. Meine Umschulung hat laut Umschulungsvertrag ca. 23.500,00 Euro gekostet inkl. des n

Zum Beispiel gleich in deinem nächsten Beitrag: Du redest mit einem ausgebildeten Koch, der ein paar (sicherlich eher private) IT-Projekte durchgeführt hat. Diese sind sicherlich auf deinem erw

Ich verstehe auch nicht was die Begründung sein sollte warum man einem gesunden im Lohn stehenden Koch Mitte 20 der einfach kein Interesse mehr am Job hat nun eine staatliche finanzierte Umschulung er

vor 17 Minuten schrieb pascontz:

Ich habe meinen Berufswunsch genannt und bin Technik interessiert und habe an mehreren Projekten bereits gearbeitet freizeitlich, die alle was mit IT zu tun hatten. 
 

und damit war gemeint, dass die Kosten dafür kein Problem für mich wären. Nicht einen Leistungsträger zu finden und nein ich weiß auch nicht, was damit gemeint ist. Das habe ich aber auch schon bereits oben geschrieben...

Dann berichte doch mal genau über die Projekte? Wenn Du an divsersen Projekten in der IT mitgearbeitet hast, dann wird es dir sicher nicht schwer fallen einen Ausbildungsplatz als FI zu finden.

Was bedeutet "die Kosten sind kein Problem für dich"? Willst Du alle Kosten selber tragen? Kann es sein, dass Du gar nicht weißt was eine Umschulung ist? Willst Du den Bildungsträger selber finanzieren?

 

Bearbeitet von bitty
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vor 5 Minuten schrieb bitty:

Dann berichte doch mal genau über die Projekte? Wenn Du an divsersen Projekten in der IT mitgearbeitet hast, dann wird es dir sicher nicht scher fallen einen Ausbildungsplatz als FI zu finden.

Was bedeutet die Kosten sind kein Problem für dich? Willst Du alle Kosten selber tragen? Kann es sein, dass Du gar nicht weißt was eine Umschulung ist? Willst Du den Bildungsträger selber finanzieren?

Einen Fragesteller mit Fragen zu bombardieren, die teilweise nur auf die Offenbarung von Unwissenheit abzielen, halte ich nicht für zielführend. Wie wäre es alternativ einfach zu erklären, was es mit einer Umschulung auf sich hat und/oder den TE mit Links zu versorgen? Er hat offensichtlich den Wunsch sich zu erkundigen, sonst hätte er sich hier nicht im Forum angemeldet und das Thema erstellt. Ich weiß absolut worauf du hinauswillst, aber so eine Art wirkt eher abschreckend und unfreundlich.

Bearbeitet von thereisnospace
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vor 19 Minuten schrieb bitty:

Dann berichte doch mal genau über die Projekte? Wenn Du an divsersen Projekten in der IT mitgearbeitet hast, dann wird es dir sicher nicht schwer fallen einen Ausbildungsplatz als FI zu finden.

Was bedeutet "die Kosten sind kein Problem für dich"? Willst Du alle Kosten selber tragen? Kann es sein, dass Du gar nicht weißt was eine Umschulung ist? Willst Du den Bildungsträger selber finanzieren?

 

Ich verstehe deine schlechte Laune, jeder hat mal einen schlechten Tag. Atme tief ein und aus und lese bitte alle meine Antworten in diesem Thread. Ich hab schon mehrmals gesagt, dass ich gerne genaueres zum Thema Umschulung wissen möchte und wie sowas abläuft. Danke.

PS: ich muss mich jetzt auch nicht hier beweisen, warum ich den Weg gehen möchte. Ich wollte nur wissen, wie ich am besten ans Ziel komme 

Bearbeitet von pascontz
Nachtrag
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vor 26 Minuten schrieb bitty:

Wo siehst Du denn einen unangemessenen Ton und Vorwürfe?

Zum Beispiel gleich in deinem nächsten Beitrag:

vor 23 Minuten schrieb bitty:

Dann berichte doch mal genau über die Projekte? Wenn Du an divsersen Projekten in der IT mitgearbeitet hast, dann wird es dir sicher nicht schwer fallen einen Ausbildungsplatz als FI zu finden.

Du redest mit einem ausgebildeten Koch, der ein paar (sicherlich eher private) IT-Projekte durchgeführt hat. Diese sind sicherlich auf deinem erwarteten Niveau. Also lass den überheblichen Ton bitte sein.

 

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vor 2 Stunden schrieb pascontz:

Aber wie macht man sowas genau?

Es gibt verschiedene Leistungsträger, je nachdem, aus welchem Grund man Leistungen empfangen will / kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsträger_(Sozialrecht)

Bei einer sozialrechtlich geförderten Umschulung geht es darum, einem Menschen, der aus welchem Grund auch immer nicht mehr im alten Beruf arbeiten kann eine neue Perspektive zu bieten.

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@pascontz

Ich habe im Februar meine Umschulung zum FIAE abgeschlossen und kann daher die Basics aufsagen.

Meine Umschulung hat laut Umschulungsvertrag ca. 23.500,00 Euro gekostet inkl. des neunmonatigen Pflichtpraktikums. Ich hatte das Glück die Umschulung auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Damals war eigentlich mein Plan mir einen Halbtagsjob zu suchen und mir in der übrigen zeit selber das Programmieren beizubringen. Da hat mich meine Betreuerin vom Jobcenter gefragt, ob ich nicht lieber eine Umschulung machen wollte. Ich habe mich kurz informiert (ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, was eine Umschulung ist) und natürlich zugesagt, denn ungefähr dasselbe Einkommen wie mit einem einfachen Halbtagsjob, dafür anerkannter Abschluss und Vollzeitlernen möglich. Förderlich dafür war bei mir der Umstand, dass ich bis dato keinen Abschluss hatte.

So gut wie niemand finanziert eine Umschulung selber. Daher ist es Voraussetzung, dass du arbeitssuchend bist, wenn du einen sogenannten Bildungsgutschein haben möchtest, der dir die Umschulung finanziert. Dieser Bildungsgutschein ist eine KANN- und KEINE MUSS-Leistung, d.h. du kannst nicht auf Bewilligung eines solchen Bestehen. Jedoch müsste ein Jobcenter eine Ablehnung auch immer begründen, was häufig nicht geschieht.

Wichtig zu wissen ist der Umstand, dass die Bewilligung eines solchen Bildungsgutscheins abhängt von

a) der Arbeitsmarktprognose deines bisherigen Abschlusses bzw. deines bisherigen Umfeldes, in welchem du gearbeitet hast. Da die Coronapandemie gerade der Gastronomie schwer zu schaffen macht, kannst du hier sehr gut begründen, weshalb die Jobaussichten momentan aussichtslos und auch zukünftig eher mau sein werden.

b) vom Etat des für dich zuständigen Jobcenters. Es gibt pro Quartal oder pro halbes Jahr ein gewisses Budget für Bildungsgutscheine. Wenn das Budget ausgeschöpft ist, werden keine vergeben, aber man wird nie diese Begründung angeben, sondern z.B. ausführen, dass auch mit der gewünschten Umschulung die Jobaussichten schlecht blieben. Generell ist es empfehlenswert am Anfang eines Quartals den Antrag zu stellen.

Während der Umschulung bekommst du entweder ALG1 (falls du direkt vor der Arbeitslosigkeit länger als 1 Jahr gearbeitet hast und deine Arbeitslosigkeit noch nicht länger als 12 Monate andauert) oder ALG2 (mit den Haupterschwernissen wie keine Wirtschaftsgemeinschaft mit genügend verdienender Frau/Partnerin und keinem Vermögen über Höchstgrenze (ich glaube 150 Euro pro Lebensjahr).

Ansonsten gibt es zur Umschulung nicht so viel zu sagen. Ich war mit meinem Bildungsträger zufrieden, aber generell wirst du keinen Bildungsträger finden, welcher seine Umschüler als Elitestudenten ansieht, daher mache dich darauf gefasst dir viel im Selbststudium beizubringen.

Wichtiger als der schulische Teil ist das Pflichtpraktikum. Je länger, desto besser. Wenn du hier gute Arbeit leistest, dann ist eine Festanstellung in greifbarer Nähe (ich und mehrere Mitschüler wurden übernommen).

So, ich habe mal das Wichtigste aufgeschrieben falls eine Umschulung für dich in Frage käme 🙂

 

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Danke für den offenen Bericht aus der Sicht eines Umschülers. :)

vor 1 Minute schrieb Dragonstar:

Meine Umschulung hat laut Umschulungsvertrag ca. 23.500,00 Euro gekostet inkl. des neunmonatigen Pflichtpraktikums.

 

Reine Kosten des Umschulungsunternehmens oder ist da auch dein Unterhalt in Form von ALG1 enthalten? Rein so aus persönlicher Neugier.

 

 

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vor 4 Minuten schrieb Chief Wiggum:

Es gibt verschiedene Leistungsträger, je nachdem, aus welchem Grund man Leistungen empfangen will / kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsträger_(Sozialrecht)

Bei einer sozialrechtlich geförderten Umschulung geht es darum, einem Menschen, der aus welchem Grund auch immer nicht mehr im alten Beruf arbeiten kann eine neue Perspektive zu bieten.

So wie ich gelesen habe, wird eine Umschulung gefördert, wenn ich durch eine Krankheit meine aktuelle Arbeit nicht mehr nachgehen kann, oder mein Arbeitsplatz gefährdet ist. Ich weiß nicht, ob das durch Corona zutrifft. Das müsste ich mal in Erfahrung bringen. Ich weiß aber auch durch andere Mitarbeiter meiner Branche, dass sich die Bundesagentur zumindest bei Weiterbildungen querstellt.

Höchstwahrscheinlich müsste ich eine Umschulung also aus eigener Tasche bezahlen. Das wäre in meiner finanziellen Lage auch möglich. Nur weiß ich nicht, ob das der schlauste Weg wäre, oder ich noch anders an diesen Job heran komme.

Das müsste ich alles erstmal in Erfahrung bringen und ob eine Umschulung zum Fachinformatiker überhaupt angeboten wird. 

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Ich schreibe hier mit einem ausgebildeten Koch, der dir @Chief Wiggum geschrieben hat, dass ein Leistungsträger kein Problem darstellt. Dann gehe ich davon aus, dass er sich vorher darüber informiert hat. Im nächsten Satz fragt er dich/uns aber direkt wie das funktioniert.

Dann schreibt er uns das er die Umschulung finanziell selber tragen kann. Das sei kein Problem. Einen Moment später ist es dann schon wieder unmöglich für ihn die Umschulung selber zu finanzieren.

Dann schreibt er uns von privaten "Projekten" in der IT. Jeder Ausbilder würde jetzt fragen was das für Projekte sind. Das ist doch nicht böse gemeint.

Selbst wenn keine IT Erfahrung vorliegt, dann müssen wenigstens die persönlichen Grundlagen passen.

Und jemand der gerne Fachinformatiker werden möchte, seit Monaten aber in Kurzarbeit ist und den ganzen Tag Zeit hat eine Suchmaschine zu bedienen, der könnte doch vielleicht schon wissen was eine Umschulung ist, wie eine Umschulung finanziert wird und wie eine Umschlung abläuft. Wenn diese Grundlagen nicht vorhanden sind, dann kann man aus einem Koch keinen Fachinformatiker machen.

Hier geht es nicht um eine Person die mit 16 Jahren von der Schule kommt.

Bearbeitet von bitty
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vor 3 Minuten schrieb pascontz:

Höchstwahrscheinlich müsste ich eine Umschulung also aus eigener Tasche bezahlen. Das wäre in meiner finanziellen Lage auch möglich.

Wenn du Reserven auf der Kante hast: such dir lieber eine Ausbildungsstelle. Noch sind viele Firmen im Auswahlprozess für dieses Ausbildungsjahr.

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vor 9 Minuten schrieb Dragonstar:

@pascontz

Ich habe im Februar meine Umschulung zum FIAE abgeschlossen und kann daher die Basics aufsagen.

Meine Umschulung hat laut Umschulungsvertrag ca. 23.500,00 Euro gekostet inkl. des neunmonatigen Pflichtpraktikums. Ich hatte das Glück die Umschulung auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Damals war eigentlich mein Plan mir einen Halbtagsjob zu suchen und mir in der übrigen zeit selber das Programmieren beizubringen. Da hat mich meine Betreuerin vom Jobcenter gefragt, ob ich nicht lieber eine Umschulung machen wollte. Ich habe mich kurz informiert (ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, was eine Umschulung ist) und natürlich zugesagt, denn ungefähr dasselbe Einkommen wie mit einem einfachen Halbtagsjob, dafür anerkannter Abschluss und Vollzeitlernen möglich. Förderlich dafür war bei mir der Umstand, dass ich bis dato keinen Abschluss hatte.

So gut wie niemand finanziert eine Umschulung selber. Daher ist es Voraussetzung, dass du arbeitssuchend bist, wenn du einen sogenannten Bildungsgutschein haben möchtest, der dir die Umschulung finanziert. Dieser Bildungsgutschein ist eine KANN- und KEINE MUSS-Leistung, d.h. du kannst nicht auf Bewilligung eines solchen Bestehen. Jedoch müsste ein Jobcenter eine Ablehnung auch immer begründen, was häufig nicht geschieht.

Wichtig zu wissen ist der Umstand, dass die Bewilligung eines solchen Bildungsgutscheins abhängt von

a) der Arbeitsmarktprognose deines bisherigen Abschlusses bzw. deines bisherigen Umfeldes, in welchem du gearbeitet hast. Da die Coronapandemie gerade der Gastronomie schwer zu schaffen macht, kannst du hier sehr gut begründen, weshalb die Jobaussichten momentan aussichtslos und auch zukünftig eher mau sein werden.

b) vom Etat des für dich zuständigen Jobcenters. Es gibt pro Quartal oder pro halbes Jahr ein gewisses Budget für Bildungsgutscheine. Wenn das Budget ausgeschöpft ist, werden keine vergeben, aber man wird nie diese Begründung angeben, sondern z.B. ausführen, dass auch mit der gewünschten Umschulung die Jobaussichten schlecht blieben. Generell ist es empfehlenswert am Anfang eines Quartals den Antrag zu stellen.

Während der Umschulung bekommst du entweder ALG1 (falls du direkt vor der Arbeitslosigkeit länger als 1 Jahr gearbeitet hast und deine Arbeitslosigkeit noch nicht länger als 12 Monate andauert) oder ALG2 (mit den Haupterschwernissen wie keine Wirtschaftsgemeinschaft mit genügend verdienender Frau/Partnerin und keinem Vermögen über Höchstgrenze (ich glaube 150 Euro pro Lebensjahr).

Ansonsten gibt es zur Umschulung nicht so viel zu sagen. Ich war mit meinem Bildungsträger zufrieden, aber generell wirst du keinen Bildungsträger finden, welcher seine Umschüler als Elitestudenten ansieht, daher mache dich darauf gefasst dir viel im Selbststudium beizubringen.

Wichtiger als der schulische Teil ist das Pflichtpraktikum. Je länger, desto besser. Wenn du hier gute Arbeit leistest, dann ist eine Festanstellung in greifbarer Nähe (ich und mehrere Mitschüler wurden übernommen).

So, ich habe mal das Wichtigste aufgeschrieben falls eine Umschulung für dich in Frage käme 🙂

 

Vielen Dank für dein Bericht! Das hilft mir auf jeden Fall weiter. 23.000€ ist dann doch schon eine gewaltige Menge, womit ich nicht gerechnet hätte. Es wird schwer werden das finanziert zu bekommen, auch wenn durch die Pandemie die Gastronomie stark gefährdet ist. Andere meiner Mitarbeiter haben wie bereits geschrieben, schon Bildungsgutscheine beantragt, die abgelehnt wurden. Ich sehe da ehrlich gesagt schwarz :(

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vor 3 Minuten schrieb pascontz:

23.000€ ist dann doch schon eine gewaltige Menge, womit ich nicht gerechnet hätte.

Dann eventuell einfach vorher recherchieren, bevor man hier aneckt. 😉 Nach der kurzen Eingabe von "Kosten Umschulung" in der Suchmaschine Google wird dir gleich an exponierter Stelle der Betrag von ~36.000 Euro für Schulungsunternehmen und Unterhalt des Umschülers genannt.

Deshalb auch mein Hinweis: such dir eine Ausbildungsstelle, mit etwas Reserve auf der hohen Kante kommst du mit Azubivergütung und BAB / Wohngeld oder anderen Förderungen eher zum Ziel.

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vor 17 Minuten schrieb Chief Wiggum:

Danke für den offenen Bericht aus der Sicht eines Umschülers. :)

Reine Kosten des Umschulungsunternehmens oder ist da auch dein Unterhalt in Form von ALG1 enthalten? Rein so aus persönlicher Neugier.

Reine Kosten des Umschulungsunternehmens. Mit Regelsatz (432 Euro) + Monatsticket ÖPNV (27,50) + Miete (warm 300) kamen bei mir noch ca. 24 x 760 Euro = 18.240,00 Euro hinzu, also alles in allem über 40.000,00 Euro. Da bin ich wirklich dankbar in einem solch starken Sozialstaat zu leben, aber mit den höheren Steuern, die ich nun den Rest meines Lebens zahlen kann im Vergleich zu Jobs ohne Abschluss, habe ich vor es der Gesellschaft bis zur Rente zurückzuzahlen 🙂

Noch eine Anekdote zum Bildungsgutschein.

Am Anfang wurde ich aufgefordert mit bei Bildungseinrichtungen zu informieren und Kostenvorschläge einzuholen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass die Kosten des Bildungsträgers keine Rolle spielen, solange diese konkrete Maßnahme vom Jobcenter zertifiziert ist. Wenn ein Bildungsträger für einen neuen Lehrgang noch keine Maßnahmenummer hat, kann deswegen auch kein Bildungsgutschein ausgegeben werden. 

Jedoch ist ein einmal ausgehändigter Bildungsgutschein für ALLE Bildungsträger gültig, welche eine zertifizierte Maßnahme im Bereich des ausgehändigten Bildungsgutscheins vorweisen können. Heißt konkret, wenn ein Bildungsgutschein für eine Umschulung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ausgehändigt wurde, dann nicht nur für das Angebot eines speziellen Anbieters (z.B. desjenigen, welchen der Antragssteller am besten fand oder denjenigen, der die niedrigsten Kosten verursacht und evt. vom Jobcenter präferiert werden würde). Ich weiß es, weil ich ursprünglich einen anderen Bildungsträger ausgewählt hatte, welcher aber leider zwei mal hintereinander nicht die notwendige Teilnehmerzahl zusammenbekam. Als ich meinen Bildungsgutschein abgeben wollte, hat meine Betreuerin die Maßnahmenummer des Bildungsträgers in den Computer eingetragen und ganz erschrocken gesagt, dass diese Maßnahme 34.000,00! Euro kosten würde, also satte 10.000,00 Euro mehr als der Bildungsträger, bei welchem ich die Umschulung letztlich durchgeführt habe.

Wäre jedoch die notwendige Teilnehmerzahl zusammengekommen, wäre mein Bildungsgutschein auch für den 34.000,00 Euro Bildungsträger gültig gewesen.

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Noch eine letzte Anmerkung.

Es muss sowohl beim Bildungsträger als auch bei einem vom Jobcenter beauftragtem Anbieter ein Intelligenztest absolviert werden. Ich fand diesen relativ einfach. Bei guten Ergebnissen empfehlen die Bildungsträger häufig den FIAE, bei weniger guten den FISI oder IT-Kaufmann.

Der Hammer war, dass sich meine Jobcenterbetreuerin sehr über mein Ergebnis vom vom Jobcenter beauftragtem Institut (dieser Test ist umfangreicher als der der Bildungsträger) gefreut hat, aber dann im Nachgang meinte, dass die Scheine auch dann ausgestellt werden, wenn man schlecht abschneidet :D

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vor 16 Minuten schrieb pascontz:

Vielen Dank für dein Bericht! Das hilft mir auf jeden Fall weiter. 23.000€ ist dann doch schon eine gewaltige Menge, womit ich nicht gerechnet hätte. Es wird schwer werden das finanziert zu bekommen, auch wenn durch die Pandemie die Gastronomie stark gefährdet ist. Andere meiner Mitarbeiter haben wie bereits geschrieben, schon Bildungsgutscheine beantragt, die abgelehnt wurden. Ich sehe da ehrlich gesagt schwarz :(

Niemals auf die Idee kommen die Umschulungskosten selber zu finanzieren! Besser hartnäckig bleiben und Initiative zeigen, d.h. direkt Bildungsträger in deiner Nähe heraussuchen, Angebote geben lassen und dann ausführlich begründen, weshalb deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit der Umschulung deutlich besser sind als ohne.

Aber es stimmt schon, dass auch der örtliche Faktor eine Rolle spielt. Ich habe schon oft gehört, dass Berlin, gerade die Problembezirke, ein deutlich höheres Budget für Weiterbildungen und Umschulungen besitzen als ein bayerischer Landkreis, der das Wort Arbeitslosigkeit nur vom Hörensagen kennt.

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vor 14 Minuten schrieb Dragonstar:

Es muss sowohl beim Bildungsträger als auch bei einem vom Jobcenter beauftragtem Anbieter ein Intelligenztest absolviert werden. Ich fand diesen relativ einfach. Bei guten Ergebnissen empfehlen die Bildungsträger häufig den FIAE, bei weniger guten den FISI oder IT-Kaufmann.

Dann sieht man ja was man von so einem Test halten kann...

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Ich verstehe auch nicht was die Begründung sein sollte warum man einem gesunden im Lohn stehenden Koch Mitte 20 der einfach kein Interesse mehr am Job hat nun eine staatliche finanzierte Umschulung ermöglichen sollte. Also wenn das gehen würde, wäre ich schon sehr verwundert. Umschulung sind für andere Situationen gedacht.

Ich denke das ist jetzt einfach ein Floh im Ohr, denn man wieder los werden sollte. Ausserdem ist das Thema Qualität und Akzeptanz (gerade in der Konstellation) eines Umschülers hier immer wieder Thema im Forum. Somit ist der Weg so oder so eher eine schlechte letzte Option.

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vor 2 Stunden schrieb bigvic:

Ich verstehe auch nicht was die Begründung sein sollte warum man einem gesunden im Lohn stehenden Koch Mitte 20 der einfach kein Interesse mehr am Job hat nun eine staatliche finanzierte Umschulung ermöglichen sollte. Also wenn das gehen würde, wäre ich schon sehr verwundert. Umschulung sind für andere Situationen gedacht.

Ich denke das ist jetzt einfach ein Floh im Ohr, denn man wieder los werden sollte. Ausserdem ist das Thema Qualität und Akzeptanz (gerade in der Konstellation) eines Umschülers hier immer wieder Thema im Forum. Somit ist der Weg so oder so eher eine schlechte letzte Option.

Sehe ich absolut nicht so.

Seit wann ist man denn vor allem in der heutigen Zeit dazu verpflichtet bis zur Rente diesen einen Job nachzugehen, den man gelernt hat? 

Meine Beweggründe hatte ich genannt. Die Ausbildung habe ich damals angefangen, weil ich sonst nichts anderes gefunden hätte. Meine Interessen sind ganz andere im Leben. Ich bin jetzt mit der Ausbildung fertig, habe 2-3 Jahre bisschen Geld verdient und gut ist. Der Beruf wird mich aber nicht erfüllen, vor allem wenn ich jetzt mit fast 25 Jahren so langsam an eine Familie denke. 

Ob mir nun diese Umschulung bewilligt wird oder nicht, ist doch meine Sache. Die Voraussetzungen erfülle ich in erster Linie sehr wohl. Ein unsicherer, bedrohter Arbeitsplatz trifft ja wohl zu Corona Zeiten auf mich zu. Also einfach freuen, wenn es klappt. Wenn nicht, gibt es ja auch noch andere Wege. 

Auch habe ich gedacht ein Forum wie dieses hier, vor allem in der Sparte für Ausbildungen bin ich an der richtigen Stelle. Letzten Endes ist es doch meine Entscheidung welchen Weg ich gehe. Optimismus ist okay, aber sowas @bigvic geht gar nicht. Ich bin keine 40 Jahre alt, wo es vielleicht zu spät wäre etwas anderes zu lernen. Ich habe mein ganzes Leben noch vor mir. „Ein Floh im Ohr“ ist es ebenfalls nicht, denn diese Entscheidung treffe ich nicht erst seit gestern. 

Mir wurde schon von anderen Mitgliedern weitergeholfen, die Diskussion kann dann jetzt beendet werden. Vielen Dank :)

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vor 12 Minuten schrieb pascontz:

Sehe ich absolut nicht so.

Seit wann ist man denn vor allem in der heutigen Zeit dazu verpflichtet bis zur Rente diesen einen Job nachzugehen, den man gelernt hat? 

 

Kannst du sehen, wie du magst. Richtig liegst du damit jedoch nicht.

Die aktuelle Situation wird von der Agentur vmtl. als temporär eingestuft. Des Weiteren bist du nicht arbeitslos, womit deine Argumentation, dass dein Job bedroht ist, hinfällig wäre.

Natürlich musst du nicht bis zur Rente in einem Job arbeiten, der dich nicht erfüllt. Bedenke aber, dass du die Schuld für den Weg trägst, den du gegangen bist. Wieso sollte dir auf Staatskosten geholfen werden, wenn du selbstverschuldet in diese Situation gekommen bist?

Wenn du etwas in deinem Leben ändern möchtest, musst du zu deinen Fehlern stehen und jetzt die Kurve kriegen. Den Gedanken mit der Umschulung würde ich an deiner Stelle vergessen. Dieser kostet dich nur Zeit und Energie, die du lieber in Bewerbungen investieren kannst.

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vor 43 Minuten schrieb Mirel:

Kannst du sehen, wie du magst. Richtig liegst du damit jedoch nicht.

Die aktuelle Situation wird von der Agentur vmtl. als temporär eingestuft. Des Weiteren bist du nicht arbeitslos, womit deine Argumentation, dass dein Job bedroht ist, hinfällig wäre.

Natürlich musst du nicht bis zur Rente in einem Job arbeiten, der dich nicht erfüllt. Bedenke aber, dass du die Schuld für den Weg trägst, den du gegangen bist. Wieso sollte dir auf Staatskosten geholfen werden, wenn du selbstverschuldet in diese Situation gekommen bist?

Wenn du etwas in deinem Leben ändern möchtest, musst du zu deinen Fehlern stehen und jetzt die Kurve kriegen. Den Gedanken mit der Umschulung würde ich an deiner Stelle vergessen. Dieser kostet dich nur Zeit und Energie, die du lieber in Bewerbungen investieren kannst.

Ich gehe auch gar nicht davon aus, dass es bei mir mit der Umschulung funktionierten wird. Wenn es klappt, sage ich aber sicherlich auch nicht nein dazu. Wieso sollte man darauf verzichten wollen? 

Der Weg ist auch nicht der einzige. Keine Ahnung wieso sich das Thema jetzt so festgefahren hat, aber es gibt noch andere Möglichkeiten, die aufgezählt wurden und ich ebenso in Anspruch nehmen werde, wie die Umschulung. 

Bearbeitet von pascontz
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vor 41 Minuten schrieb pascontz:

Optimismus ist okay, aber sowas @bigvic geht gar nicht. Ich bin keine 40 Jahre alt, wo es vielleicht zu spät wäre etwas anderes zu lernen. Ich habe mein ganzes Leben noch vor mir. „Ein Floh im Ohr“ ist es ebenfalls nicht,

Du hast die äußerst wichtigen Gedanken von @bigvic falsch verstanden. Er führt zwei wichtige Punkte an, die Du bei Deiner Entscheidung mitberücksichtigen solltest:

1. Du gehörst nicht unbedingt zur Zielgruppe der Menschen, deren Umschulung gefördert wird. Die meisten Umschulungen sind für Menschen gedacht, die aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in ihrem bisherigen Beruf arbeiten können. Aus diesem Grund solltest Du überlegen, wie viel Zeit Du in diese Option investierst. Die Suche nach einem Ausbildungsplatz wird wahrscheinlich (nicht einfacher aber) zielführender sein.

2. Ob gerechtfertigt oder nicht, der Berufseinstieg nach der Ausbildung mit Umschulung ist schwieriger als der Einstieg mit absolvierter Berufsausbildung. Dies wird u.a. damit begründet, dass sich ausgebildete Fachinformatiker durch die tägliche Mitarbeit in einem Unternehmen, sich mehr Praxisnähe auszeichnen. Umschüler erwerben ihre praktischen Kenntnisse "nur" durch Praktika.

Lange Rede, kurzer Sinn: @bigvic meint nicht, dass Dein Wunsch nach Veränderung der Floh in Deinem Ohr sei. Er rät Dir nur Deine Energie in den zielführendsten Weg zu investieren.

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vor 4 Stunden schrieb bigvic:

Ich verstehe auch nicht was die Begründung sein sollte warum man einem gesunden im Lohn stehenden Koch Mitte 20 der einfach kein Interesse mehr am Job hat nun eine staatliche finanzierte Umschulung ermöglichen sollte. Also wenn das gehen würde, wäre ich schon sehr verwundert. Umschulung sind für andere Situationen gedacht.

Ich denke das ist jetzt einfach ein Floh im Ohr, denn man wieder los werden sollte. Ausserdem ist das Thema Qualität und Akzeptanz (gerade in der Konstellation) eines Umschülers hier immer wieder Thema im Forum. Somit ist der Weg so oder so eher eine schlechte letzte Option.

An sich hast du recht, weswegen ich damals auch sehr verwundert war, dass mir eine Umschulung seitens des Jobcenters aus einfach so angeboten wurde, obwohl sie gar nicht wissen konnten, ob ich auf dem Jobmarkt wirklich keine Chance hätte (ich hätte ohne Probleme irgendeinen Call-Center / Support Job bekommen können, das war für mich auch ohne Abschluss nie ein Problem).

Bei meinen Mitschülern sah es folgendermaßen aus: (Alle Bewilligungen in 2019, also weit vor Corona.)

Einer Mitte 20 und gelernte Pflegekraft, welche sehr stark auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Einer selbständiger Toningenieur und wollte einfach nicht mehr diese Arbeitszeiten (häufig Abends, wenn Theatervorstellungen, etc. liefen). Eine Mitte 20 hat vorher im Vertrieb gearbeitet. Einer Ende 30 ist gelernter Erzieher, welche ebenfalls am Arbeitsmarkt nachgefragt sind. Übrigens alle auch diejenigen, die ziemlich gut abgeschlossen haben und übernommen wurden.

Generell waren da schon einige, die höchstwahrscheinlich auch so einen Job bekommen hätten. Wie ich schon schrieb, es kommt auch stark auf die örtlichen Verhältnisse an. Wer eine stark erhöhte Bewilligungswahrscheinlichkeit eines Bildungsgutscheins haben möchte, sollte nach Berlin ziehen. Am besten nach Neukölln, Lichtenberg, Marzahn und andere eher strukturschwache Bezirke. 

Generell ist es natürlich so, dass die Umschulungen sehr viel Steuergeld verschlingen. Auf einer Seite habe ich gelesen, dass in Deutschland jedes Jahr ca. 50.000 Menschen eine Umschulung beginnen. Wenn man mal unrealistischerweise davon ausgeht, dass alle Umschulungen auch abgeschlossen werden (die Bildungsträger bekommen die Gesamtsumme in monatlichen Raten ausbezahlt, nicht als Gesamtsumme am Anfang) und eine Umschulung inkl. ALG 1/2 36.000 kostet, die hier schon mal genannt wurden, dann sind das rund 1,8 Mrd. Euro jährlich (in der Realität wohl deutlich weniger, da viele Umschulungen abgebrochen werden).

In 2019 betrug der Haushaltsposten für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, worunter ALG 2 und Umschulungen fallen (ALG1 ist nochmal ein anderer Topf, da sozialversicherungs- und nicht steuerfinanziert), 37,7 Milliarden Euro.

D.h. die Kosten für Umschulungen werden real deutlich unter 5% der Gesamtausgaben betragen, was ich persönlich für vertretbar halte, wenn man dafür Menschen deutlich bessere Lebensperspektiven bieten kann. Und darunter verstehe ich nicht nur einfach einen Job zu haben, sondern auch einen, der den Interessen und Fähigkeiten der Person eher entspricht.

Aber nichtsdestotrotz kann man wirklich dankbar sein in einem solchen Land wie Deutschland geboren worden zu sein, welches solche Chancen ermöglicht.
 

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