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Quereinstieg, Consultant Stelle, oder lieber "Grundlagen" legen?


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Hallo Freunde!

Nach einiger Zeit nachder ich diesen Thread hier eröffnet habe

 , habe ich eine Stelle im meinen gewünschten Bereich gefunden, als Network Engineer. Diese Stelle habe ich bereits angenommen, und den Vertrag unterschrieben, und sie beginnt ab dem 1.4.

Kurz zu meiner Vorgeschichte, ich bin Quereinsteiger, und seit ca. 1 Jahr im Netzwerkbereich dabei, und CCNA zertifiziert, bald CCNP.

Die Zertifizierungen habe ich als game changer empfunden da sich dadurch extrem viele Möglichkeiten ergeben haben.

 

Nun stehe ich jedoch vor einem Dilemma. In der Zeit kurz nach dem Unterzeichnen des Vertrages, habe ich durch einen Recruiter von Nigel Frank noch eine andere Stelle vorgeschlagen bekommen, als Netzwerkconsultant in einem recht neuen Startup in Düsseldorf (ca. 75km von mir). Dort habe ich das Bewerbungsverfahren mitgemacht, und wurde angenommen. Ein Vertragsangebot mit Mustervertrag wurde mir ebenfalls zugesendet.

Nun stehe ich jedoch vor einem Dilemma, wie gehe ich am besten vor?

Die Firma in welcher ich das Angebot bereits angenommen habe war mir schon zuvor jahrelang durch Praktika bekannt, und mein aktueller Nachbar arbeitet dort auch.

Die Tätigkeit als Network Engineer für Datacenter ist demnach sehr technisch, und dreht sich vorallem um Routing & Switching und SD-WAN bei Großkunden. Demnach sehr viel Interaktion mit der Technik, und daher bestimmt ein großer Lerneffekt. Weiterhin ist der Arbeitgeber sehr renommiert. Das Gehalt liegt bei Grundgehalt 40k, und mit Zertifizierungspauschale bei 46k (Sobald ich den CCNP Status inne hab).  Der Einsatzort wird in einem Radius von 35km von meinem Wohnsitz liegen. Weiterhin Benefits wie extreme Vergünstigungen auf Hardware, und viel lizensierte Software kostenlos. Weiterhin eine private Altersvorsorge, welche vom Arbeitgeber gezahlt wird zu 100%.

Dem gegenüber steht nun das Angebot als Consultant von Firma B, welche ca. 25 Mitarbeiter hat, und ein neues Branch Office in Düsseldorf eröffnet. Die Tätigkeit wird zwar auch unteranderem im technischen Bereich liegen, jedoch liegt hier der Fokus auf der kaufmännischen Seite mit viel Verantwortung, und laut Vertrag: "hohe[r] zeitlicher Flexibilität" einhergeht. Daher sehe ich da in erster Linie nicht sonderlich viel Lernpotenzial und Erfahrungszuwachs, welchen ich in meiner frühen Phase der Karriere doch als recht wichtig empfinde. Vielleicht habt ihr speziell dazu Meinungen, ob man erst mit der Network Engineer Stelle den Lebenslauf aufpeppen sollte, und Erfahrungen zu diesen Dingen sammeln sollte, oder direkt so loslegen soll. Nunja, die Stelle bietet dafür Benefits, wie Gleitzeit, und 1 Tag im Homeoffice. Dazu ein Gehalt von 55k in den ersten 6 Monaten Probezeit, und dannach 60k. Die Kommunikation mit dem Unternehmen ist recht schwierig, vorallem um Fragen zu klären, da jeglicher Kontakt nur über den externen Recruiter stattfinden kann. Direkte Rückfragen sind daher leider nicht möglich, bzw. werden vom Recruiter "generisch" beantwortet. Weiterhin habe ich von dem Unternehmen vorher noch nix gehört, und finde dazu im Internet auch sogut wie garnichts.

 

Daher befinde ich mich nun in dieser Zwickmühle, denn für eine Stelle muss ich mich nun entscheiden, wobei abhängig von meiner Entscheidung die eine Tür zugeht, und sich vielleicht eine andere öffnet, oder andersrum.

Vorzugsweise würde ich von großer Verantwortung gerne wegbleiben, vorallem in einer so frühen Phase, da ich mit entsprechender Materie nach intensivem Nachdenken noch nicht soviel Erfahrung und Wissen habe, wie mir vielleicht dann abverlangt wird in der Consultant Stelle. Andernfalls ist das Attraktive daran das Gehalt. Jedoch habe ich da die Befürchtung dass die Verantwortung auch durchaus mit persönlichem Einsatz nach dem regulären Arbeitsende um 16 Uhr verbunden sein kann, und man so nurnoch an Arbeit denkt, bzw. für die Firma lebt. Sowas will ich eher vermeiden.

Andernfalls ist das ja ein überaus großes Sprungbrett, und ich weiß nicht ob sich solche Stellen in der Zukunft finden

 

 

Das ganze ist wohl ein bisschen lang geschwafelt, aber ich hoffe dennoch auf ein paar Meinungen zu dieser Thematik zu treffen.

Eigentlich dachte ich das Thema sei erledigt, jedoch hoffe ich mir ein bisschen Hilfe bei der Entscheidungsfindung, da ich bis Montag entscheiden muss da ich hier wohl den Grundstein für meine zukünftige Laufbahn lege.

Vielen Dank für die Geduld und das aufmerksame lesen, und auch für eure Antworten!

 

Bearbeitet von FBDIMM
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Ich kann es kurz machen. Ich würde ohne wenn und aber den bereits unterschriebenen Arbeitsvertrag beibehalten und die Consultantstelle nicht in Erwägung ziehen. Grund dafür ist genau das, was du sagst:

Zitat

Jedoch habe ich da die Befürchtung dass die Verantwortung auch durchaus mit persönlichem Einsatz nach dem regulären Arbeitsende um 16 Uhr verbunden sein kann, und man so nurnoch an Arbeit denkt, bzw. für die Firma lebt. Sowas will ich eher vermeiden.

Ich würde genau so eine Arbeitssituation auch um jeden Preis vermeiden wollen. 

Jedoch muss ich zu meiner Persona auch sagen, dass ich mein ganzes Leben mit wenig Geld gut ausgekommen bin und ich mit meinem Einkommen nur für mich selbst und keine anderen Menschen verantwortlich bin.

Es gibt zwei Gründe, die für dich für den Consultantjob sprechen könnten:

1) Die gefällt das Tätigkeitsfeld besser

2) Das mehr an Gehalt bietet einen hohen Mehrwert, will heißen, dass damit Lebensträume oder die gute Entwicklung anderer Menschen erfüllt werden und nicht, dass man sich Unmengen an nutzlosem (teuren) Schrott anschafft, da ja das hohe Gehalt auch zu etwas Nutze sein soll.

Ich finde 40.000,00 für die ersten 6 Monate und danach 46.000,00 schon sehr ordentlich, aber das ist natürlich meine subjektive Meinung.

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Vielen Dank dir, deine Antwort war schonmal prima!

Ja so schaut es aus, zuvor tätig als Elektriker mit einem Gehalt von 26k bin ich sowas auch gewohnt. Nun 24 habe ich jedoch ein kleines aber feines Eigenheim bekommen, Eigentum, und bin eigentlich super zufrieden. Daher fällt die Entscheidung besonders schwer, weil das was ich dann an Mehrverdienst habe würde vermutlich in einer Anschaffung von mehr nutzlosem Schrott resultieren. Aktuell bin ich noch in einer Werkstudententätigkeit, und mein Nettoverdienst liegt bei ca. 1-1,5k im Monat. Damit komme ich aktuell eigentlich sehr gut aus.

Hätte ich wie du schon sagtest, Bedürfnisse welche ein hohes Gehalt erfordern, wie z.B. Familie, dann würde die Entscheidung sehr einfach fallen denke ich.

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Was steht im Vertrag A für den Fall, dass du nicht antrittst?

Consultant mit Gleitzeit und wöchentl. 1 Tag HO bei "hohe[r] zeitlicher Flexibilität"? Joa, wie wird die Zeit denn erfasst?

 

vor 1 Stunde schrieb FBDIMM:

persönlichem Einsatz nach dem regulären Arbeitsende um 16 Uhr

Moment. Du denkst ernsthaft über Arbeitsende 16 Uhr nach, wenn die explizit

vor 1 Stunde schrieb FBDIMM:

laut Vertrag: "hohe zeitlicher Flexibilität"

schreiben? 🤣

Werden Überstunden im Vertrag erwähnt?

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vor 34 Minuten schrieb allesweg:

Was steht im Vertrag A für den Fall, dass du nicht antrittst?

Consultant mit Gleitzeit und wöchentl. 1 Tag HO bei "hohe[r] zeitlicher Flexibilität"? Joa, wie wird die Zeit denn erfasst?

 

Moment. Du denkst ernsthaft über Arbeitsende 16 Uhr nach, wenn die explizit

schreiben? 🤣

Werden Überstunden im Vertrag erwähnt?

Dazu steht nix spezifisches im Vertrag, was bei Nichtantritt passiert.

Gleitzeit wird auch bei Vertrag B nicht erwaehnt, sondern man kann mich laut Vertrag nach Wunsch des AG einsetzen wie es noetig ist. Gleitzeit wurde nur im Gespraech zugesichert.

Zum Erfassen der Arbeitszeit habe ich noch keine Auskunft bekommen.

 

Ueberstunden bei Vertrag B sind lt. Vertrag im gesetzlichen Rahmen mit dem Gehalt abgegolten.

Bearbeitet von FBDIMM
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vor 13 Stunden schrieb FBDIMM:

Daher befinde ich mich nun in dieser Zwickmühle, denn für eine Stelle muss ich mich nun entscheiden,

Hast du doch schon.

vor 13 Stunden schrieb FBDIMM:

habe ich eine Stelle im meinen gewünschten Bereich gefunden, als Network Engineer. Diese Stelle habe ich bereits angenommen, und den Vertrag unterschrieben, und sie beginnt ab dem 1.4.

Mach dich nicht unglücklich und bleibe bei deiner Entscheidung.

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Bleib bei dem, für was du bereits etwas unterschrieben hast.

Das ist eine Firma, die du seit Jahren kennst, wo du bereits Kontakte wie deinen Nachbarn hast und wo du nichtsdestotrotz gerne anfangen möchtest. Startup klingt auf der anderen Seite vielleicht interessant und toll, weil alles so neu ist, bietet mehr Geld, aber wie du selbst schreibst: du findest nicht wirklich etwas zu dem Unternehmen und wirklichen Kontakt zu denen hattest du bislang auch nicht. Das klingt für mich sehr dünn. Der Umstand, dass das eher nach kaufmännischem Netzwerkconsulting klingt ("Ich würde Ihnen diesen Switch empfehlen und für die Konfiguration verbinde ich Sie mit einem unserer Techniker!"), naja, der macht es nicht wirklich besser.

Dazu denke ich, dass du aus einer Firma A jederzeit ins Consulting wechseln könntest, wenn du wolltest. Schwieriger stelle ich es mir mit einem Wechsel aus dem Consulting zu einer Firma A vor, wenn das Technische über die Jahre eher auf der Strecke geblieben ist.

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