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damals "Gehauen" von Kollegen, immernoch gedanken, meinungen?


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Hallo zusammen,

das ist erstmal kein Troll post oder sonstiges, das alles ist vor ca. 2 Jahren passiert und "verfolgt" mich irgendwie bis heute.

Ich habe damals Hilfe gebraucht bei einem Powershell Skript, ich war nie wirklich gut in Powershell und damals erstrecht nicht und habe deshalb mit einem Kollegen der mir die Aufgabe gegeben habe zusammen gesessen. Nachdem wir ein wenig geskriptet haben kam ich an einer Stelle nicht weiter, als ich dann sowas gesagt habe wie "ich weiß gerade nicht weiter" hat er mir einfach auf den hinterkopf "gehauen" (war nicht allzu doll, aber trotzdem!?). Mein Ausbilder, welcher gegenüber saß hat nur ganz erschreckt geschaut und in den Raum etwas wie "was sollte das denn jetzt" gesagt. Ich war schon sehr unter schock und war damals eher jemand der nicht wusste wie man mit sowas umgehen sollte. Ich habe einfach nichts gemacht. Dann ist kurz darauf der Kollege weg gegangen und das war es dann.

Im Nachhinein habe ich ab und zu noch mit ihm geredet und gearbeitet (musste ich), aber eine entschuldigung bzw. das Thema angesprochen haben wir nicht mehr. Ich habe mich zwar stark entwickelt in den letzten 2 Jahren, sozusagen eine komplette 180 grad wende gemacht. Ich kann mich also mittlerweile locker durchsetzen und sage auch wenn etwas nicht passt, aber das Thema beschäftigt mich seitdem und jedesmal wenn der Name des Kollegen fällt muss ich irgendwie an die Situation denken.

mir ist bewusst, dass dies erstmal komisch klingt, ist aber wirklich so passiert. Wie würdet ihr die Situation einschätzen? nur weil ein Azubi im 1/anfang 2. Lehrjahr (!) nicht in Powershell Skripten kann (so einfach es auch war) weil es auch null mein Aufgabengebiet war hat er doch nicht ansatzweise das recht, mich zu berühren? Sehe ich das zu krass oder nicht?

Ich habe bereits mein übernahmevertrag unterschrieben weil 1. Eig. mein Ausbilder klasse und alle anderen Kollegen der Hammer sind und 2. das Geld echt nicht schlecht war. Ich weiß allerdings nicht, ob dies die richtige entscheidung war.

Ich würde mich über eure Einschätzungen und meinungen freuen.

 

 

VG

Bearbeitet von Daniel0612
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vor 8 Stunden schrieb Daniel0612:

Wie würdet ihr die Situation einschätzen?

Kommt auf die Beziehung zwischen euch an. Scheinbar war es für dich nicht ok - dann ist es auch nicht ok.

Wenn das eine einmalige Sache war würde ich das jetzt nicht mehr weiter verfolgen. Auch zu dem Zeitpunkt hätte ich jede Eskalationsstufe über einem persönlichen Gespräch als übertrieben empfunden.

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vor 8 Stunden schrieb Daniel0612:

Mein Ausbilder, welcher gegenüber saß hat nur ganz erschreckt geschaut und in den Raum etwas wie "was sollte das denn jetzt" gesagt.

Warum hast du mit deinem Ausbilder ( der ja Zeuge war ) nicht das Gespräch gesucht. Wenn es dir unangenehm war mit dem Kollegen zu reden, dann wäre er die erste Anlaufstelle gewesen.

Im Nachhinein ... ganz ehrlich, vermutlich wird sich der Kollege gar nicht mehr erinnern. Gibt so "old-school" Kollegen die einem scherzhaft reinboxen und in der Richtung eher Spinner sind.

Du kannst das natürlich ansprechen, aber verspreche dir nicht viel davon. Wird vermutlich wenig Verständnis geben, warum du sowas erst nach 2 Jahren ansprichst. Auch wird es vermutlich defensive Reaktionen auslösen, je nachdem wie du es angehst und was du bezwecken willst.

Ist der Kollege beliebt? Wenn ja, würde wohl mehr auf dem Spiel stehen imo.

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vor 9 Stunden schrieb Daniel0612:

 

das alles ist vor ca. 2 Jahren passiert

Und bis heute scheinbar nicht mehr.

vor 9 Stunden schrieb Daniel0612:

 

auf den hinterkopf "gehauen" (war nicht allzu doll, aber trotzdem!?).

Also war es ein einfacher Klaps, wie man hier und da sowieso mal verdient hat?

vor 9 Stunden schrieb Daniel0612:

 

Ich habe mich zwar stark entwickelt in den letzten 2 Jahren, sozusagen eine komplette 180 grad wende gemacht. Ich kann mich also mittlerweile locker durchsetzen und sage auch wenn etwas nicht passt, aber das Thema beschäftigt mich seitdem und jedesmal wenn der Name des Kollegen fällt muss ich irgendwie an die Situation denken.

Sei mir nicht böse, aber es ist 2 Jahre her und es handelte sich scheinbar um einen Klaps der nicht der Rede wert war.

Schluck es runter wenn du dich um 180 Grad gewendet hast wie du behauptest und steh deinen Mann, das Leben ist kein Ponyhof und krankenhausreif wurdest du ja auch nicht geschlagen. Dazu kommt noch, dass ihr ja scheinbar keine weiteren Auseinandersetzungen hattet, sondern sogar gemeinsam gearbeitet habt ohne weitere Zwischenfälle.

 

Falls ich die Geschichte irgendwie falsch deute, dann korrigier mich bitte.

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vor 10 Stunden schrieb Daniel0612:

Ich würde mich über eure Einschätzungen und meinungen freuen.

Du zweifelst an deiner Entscheidung einen Uebernahmevertrag unterschrieben zu haben, weil dir vor 2 Jahren jemand unverschämterweise einen Schlag auf den Hinterkopf gab. Dass das damals offensichtlich nicht ok war, ist denke ich klar. Aber das viel grössere Problem ist, dass du sowas bis heute nicht vearbeitet hast und sogar deine grosse Entscheidungen beeinflusst. Hört sich für mich als Laie nach Trauma an. Daran solltest du arbeiten.

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vor 55 Minuten schrieb Bender_Schrank:

Also war es ein einfacher Klaps, wie man hier und da sowieso mal verdient hat?

Ich weiß nicht wie man einen körperlichen Angriff auf einen Auszubildenden in irgendeiner Art und Weise verteidigen kann, aber wenn mir jemand einen Klaps auf den Hinterkopf gibt, gibt es 2 Optionen:

Option 1.) Es passiert in meiner Freizeit. Das Gegenüber bekommt mindestens einen Klaps zurück.

Option 2.) Es passiert auf der Arbeit - Betriebsrat/Personalrat. Im Arbeitsumfeld ist es in keinster Weise, irgendwie zu vertreten, andere Mitmenschen körperlich anzugehen. Ich sehe schon das Anschreien von Mitarbeitern als Armutszeugnis in Form von mangelnder Konfliktlösungskompetenz, sowie mangelnder Selbstkontrolle an. Wenn man dann noch handgreiflich wird, ist eine Grenze bei mir überschritten.

Da die Situation mittlerweile schon etwas her ist, kannst Du das als Negativerfahrung abtun und bist in Zukunft besser vorbereitet. Die Übernahme deshalb in Frage zu stellen, halte ich aber nicht für zielführend. Wenn es dich psychisch immer noch belastet, bleibt dir immer noch die Möglichkeit ein klärendes Gespräch mit dem entsprechenden Mitarbeiter zu suchen. Vielleicht schämt er sich auch ganz doll für die Aktion und nutzt die Möglichkeit zur Entschuldigung ;) Ansonsten würde ich die Sache einfach links liegen lassen und weiter nach vorne schauen.

Bearbeitet von thereisnospace
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Nach meiner Ausbildung in der neuen Firma gabs den "Gesellenschlag" (alle Mitarbeiter, 15) durften mir kräftig auf den Hintern hauen (flache Hand) ich habs irgendwie ohne blaue Flecken überlebt. ¯\_(ツ)_/¯

 

Wenn du eine Entschuldigung erwartest sprich den Kerl an, woher soll er wissen das dich das jetzt noch wurmt (ich meine, er ist ein Kerl, kannst froh sein wenn er noch weiß was er eben zum Frühstück hatte) ?

Vielleicht dachte er auch das dieser Spruch sehr witzig und passend wäre: "Ein Klaps auf den Kopf erhöht das Denkvermögen"

Es gibt keine Begründung die Gewalt an Menschen rechtfertigt und wenn dich das so sehr gestört hat dann sprich die Person an, aber du solltest auch nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. (macht der Typ das regelmäßig nicht nur bei dir sondern auch bei anderen ist das eine andere Sache.)
 

 

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Ganz ehrlich: Ich bezweifel, dass dir ein AG Wechsel wirklich hilft. Auf mich wirkt das so als hättest du das ganze noch nicht korrekt verarbeitet, evtl. hast du sogar ein Trauma. Da ist ein AG Wechsel höchstens wegrennen, ich würde an deiner Stelle versuchen das ganze aufzuarbeiten. Evtl. zu einem Psychologen, evtl. mit der Person sprechen (so komisch das auch nach 2 Jahren sein mag). 

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vor 17 Minuten schrieb Chief Wiggum:

Love it, change it or leave it.

Ganz offensichtlich war dir das unangenehm. Dran geändert hast du nichts, ansonsten hättest du ein Gespräch gesucht. Wenn es dich also weiterhin stört: such dir einen anderen AG.

Moin Chief, auch wenn ich zu 99% einer Meinung mit Dir bin, möchte ich Dir hier klar widersprechen. Den generellen Leitspruch: "Love it, change it or leave it" kann man bei ausgelernten Fachkräften, die mit beiden Beinen im Beruf und im Leben stehen, anwenden. Bei Auszubildenden sehe ich das aber definitiv anders.

Der Betrieb hat als ausbildende Stätte, die Verantwortung den Azubi nicht nur fachlich, sondern auch charakterlich weiterzubilden und auf den Arbeitsalltag vorzubereiten. Auszubildende genießen nicht ohne Grund einen besonders schutzwürdigen Status. Die meisten Auszubildenden kommen gerade von der Schule und steigen zum ersten Mal in ihrem Leben ins Arbeitsleben ein. Der Respekt vor dem Betrieb und den Mitarbeitern ist immens hoch (ich erinnere mich noch zu gut an meinen ersten Tag, was trag ich, wie verhalte ich mich, was werden die Leute von mir denken usw.).

In 90% der Fälle passiert nach so einem Klaps rein gar nicht. Die meisten tun das als kleinen Klaps ab, der es nun mal war, also kein großer körperlicher Angriff in die Unversertheit. Bleibende körperliche Schäden oder ähnliches gibt es natürlich nicht. Das Problem ist aber wirklich der "körperliche Angriff" einer Vertrauensperson (in diesem Falle die auszubildende Kraft), die sogar ein Trauma hervorrufen können. Wie wir es in diesem Fall haben! Die Durchschnittsperson würde sich einen Dreck darum scheren, dass er vor paar Jahren mal einen Klaps auf den Hinterkopf bekommen hat. Hier scheint sich aber der Auszubildende seit Jahren schon damit zu beschäftigen - warum es so ist, ob es persönliche Hintergründe hat, ob es psychische Vorbelastungen sind oder was auch immer.

Unabhängig davon haben körperliche Auseinandersetzungen, in welcher Form auch immer, nichts mehr auf dem Arbeitsplatz zu suchen. Wir leben im Jahr 2021 und wir haben genug Sinn und Verstand, um Streitigkeiten verbal lösen zu können.

Ich möchte hierbei aber freundschaftliche Neckereien zwischen guten Kollegen deutlich ausschließen. Das mache ich auch und das ist normal! Es geht hier wirklich um die besondere Situation - Schutzbefohlener im jungen Alter/in der Entwicklung und eine Vertrauensperson im Form einer auszubildenden Kraft im Betrieb.

 

Abschließend deshalb noch mal an den TE: Wenn es dich psychisch wirklich so belastet, dass Du dir nicht sicher bist, ob du übernommen werden willst, suche erstmal das Gespräch mit dem Mitarbeiter. Vielleicht reicht es deinem Kopf damit einen Haken hinter die Sache zu setzen. Solltest Du dann immer noch Probleme haben, würde es sich eventuell lohnen einen Facharzt aufzusuchen. Vielleicht steckt da mehr psychisch hinter. Alles Gute Dir!

Bearbeitet von thereisnospace
typo
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@thereisnospace: ich will das Verhalten des Kollegen nicht gutheissen - so etwas darf nicht passieren. Nur stellt sich mir ehrlich gesagt die Frage, warum man zwei Jahre lang stillgehalten hat. Klar, man will als Azubi nicht anecken und es möglichst allen recht machen. Das darf aber nicht dazu führen,  dass man jahrelang so einen Klotz mit sich schleppt.

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vor 15 Minuten schrieb Chief Wiggum:

@thereisnospace: ich will das Verhalten des Kollegen nicht gutheissen - so etwas darf nicht passieren. Nur stellt sich mir ehrlich gesagt die Frage, warum man zwei Jahre lang stillgehalten hat. Klar, man will als Azubi nicht anecken und es möglichst allen recht machen. Das darf aber nicht dazu führen,  dass man jahrelang so einen Klotz mit sich schleppt.

So in Verbindung von meinen Erlebnissen und im Austausch von anderen Azubis liegt es halt einfach daran, dass viele überliegende Rollen (Ausbilder, Abteilungsleiter, Chef, Azubi höheren Ausbildungsjahr usw.) sich selbst denken sie dürfen alles und prossen es auch gerne um sich herum.

Und dann steht man als Azubi alleine da, weil die anderen den "Täter" schützen

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vor 12 Stunden schrieb Daniel0612:

das ist erstmal kein Troll post oder sonstiges, das alles ist vor ca. 2 Jahren passiert und "verfolgt" mich irgendwie bis heute.

Wie oft musst du denn dran denken? Mehrmals am Tag oder alle paar Wochen mal oder alle paar Monate? 

Das kann natürlich immer verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel immer wenn man jetzt etwas nicht hinbekommt: "gleich haut mir einer hinten drauf". Deshalb würde ich das nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil es einen eben auch blockieren kann. 

Wenn du jetzt gerade öfter dran denkst: Du bis in der Phase des Umbruchs. Man muss sich entscheiden, was man machen möchte. Deshalb liefert das Gehirn und Vor- und Nachteile. Und es ist gut darin! Wahrscheinlich wird der Kollege vom Gehirn als Gefahr wahrgenommen und deshalb sagt es: "bleib nicht dort" aber auch "das ist so lange her, wird schon nicht wieder passieren". Du bist also im Konflikt mit dir selbst. 

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Also das es nicht ok war vor allem wenn du dich dabei unwohl gefühlt hast, müssen wir denke ich nicht sagen, ABER

Bei dem Kollegen gehe ich davon aus das es ein gut gemeintes "Leichte schläge auf den Hinterkopf verbesseren das denkvermögen" war und der da überhaupt keine Böse absicht hatte, wie gesagt ok ist es trotzdem nicht, aber wie auch schon gesagt wurde je nach Alter, Persönlichkeit und "Schlag" hat der garnicht gemerkt das er da vielleicht eine Grenze bei dir überschritten hat.

Ich hab z.b. auch mal einen Chef gehabt der halt sehr Kumpelhaft war und einem ab und zu mal so nen Klaps mit dem Handrück an die Schulter gegeben hat wenn man was gut gemacht hat etc. über das hab ich aber nie wirklich nachgedacht weil ich das jetzt nicht als "tätlichen Angriff" wahrgenommen habe, auch einen Klaps auf den Hinterkopf hätte ich wohl sofern er eben nur so leicht gewesen wäre jetzt nicht als schlimm entpfunden.

Ich denke dein größter Fehler war das du hier nichts gesagt hast, gut in dem Moment warst du vielleicht überrascht und unter "schock" aber spätestens am nächsten Tag oder so hättest du das Ansprechen müssen.

Das du jetzt 2 Jahre später noch immer so ein Trauma von einem Klapps hast, würde mir persönlich ziemlich sorgen machen und du solltest vielleicht mal mit jemand professionellen Reden, da sich das schon nach einem Tiefsitzenden Trauma anhört wenn du hier nach 2 Jahren noch drüber nachdenkst und immer wenn der Name nur fällt etc. 

Also mein Tipp rede mal mit einem Psychologen oder so und schau ob der dir helfen kann dieses Traume zu überwinden.

Unabhängig davon das ich persönlich zugegeben nicht nachvollziehen kann wie einen das so hart traumatisieren kann.

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Mein Ex-Chef hat mir auch ab und an mal einen Klapps gegeben, wenn ich was verbockt habe oder was doofes gesagt habe, allerdings:
1. War ich kein Azubi und

2. hatten wir ein super Verhältnis, da war klar wie das gemeint war, halt rumgeblödel und genecke.

Wie Albi schon schrieb zu 99% hat der MA sich dabei gar nichts gedacht.

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Hi,

wow! da kam ja sehr viel zusammen, das hätte ich gar nicht erwartet. Ich versuche auf alles einzugehen, entschuldigt bitte, falls dies nicht perfekt klappt.

Erstmal: ich danke euch erstmal für die ganzen Antworten. Den Spruch "Leichte schläge auf den Hinterkopf verbesseren das denkvermögen" kannte ich nicht, in dem Kontext könnte ich das schon verstehen. Ich fand es nur dreißt dies zu machen, obwohl er nicht mein Ausbilder ist und ich mich mit ihm sonst auch kaum unterhalten habe, als wäre er ein fremder sozusagen. Es gibt aber denke ich einen zum Kontext wichtigen Punkt, auch wenn er Persöhnlich ist: ich wurde damals in der Schule oft gemobbt. Dies hat extrem mein Sebstbewusstsein genommen und dies zog sich eben dann über das 18 Lebensjahr hinaus. Am Anfang der Ausbildung und noch ein wenig danach war ich eben so ein typischer "entschuldigung für alles" typ und dachte, ich mache alles falsch (bzw. wäre alles meine schuld). Jetzt ist es zwar viel besser und ich bin reifer und habe auch wieder Selbstbewusstsein erlangt, es zieht sich nur noch mit.

Ich weiß natürlich auch, dass so ein "klappser" auch wenn es härter war für viele/fast alle kein großes Ding gewesen wäre bzw. man es einfach hätte vergessen sollen, passiert halt mal. Ich hatte damals einfach null selbstwertbewusstsein und hatte so ein Hilfloses Gefühl. Man kann sich ja eventuell vorstellen, dass so eine Situation es nicht gerade besser macht.

vor 6 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Warum hast du mit deinem Ausbilder ( der ja Zeuge war ) nicht das Gespräch gesucht

Das wäre wahrscheinlich das beste zu dem Zeitpunkt gewesen, dann hätte ich es eventuell auch direkt klären können und die sache wäre evtl. abgehakt gewesen.

 

vor 4 Stunden schrieb thereisnospace:

Option 2.) Es passiert auf der Arbeit - Betriebsrat/Personalrat. Im Arbeitsumfeld ist es in keinster Weise, irgendwie zu vertreten, andere Mitmenschen körperlich anzugehen

Daran habe ich damals auch gedacht, ich bin da auch ganz bei dir. Ich finde es geht einfach nicht, jemanden zu berühren oder sogar zu "klapsen", nur weil er etwas nicht verstanden hat. Dann noch dies zu einer Person zu tun, mit der man nichts zu tun hat. Aber naja..

 

vor 4 Stunden schrieb t0pi:

Wenn du eine Entschuldigung erwartest sprich den Kerl an, woher soll er wissen das dich das jetzt noch wurmt (ich meine, er ist ein Kerl, kannst froh sein wenn er noch weiß was er eben zum Frühstück hatte)

Da gebe ich dir auch völlig Recht, für ihn war es sehr wahrscheinlich nichts schlimmes, eventuell hat er es ja auch so gelernt bekommen und/oder es war für ihn einfach nichts schlimmes und wollte damit auch nichts negatives erreichen, aber sowas sollte man meiner Meinung nach einfach nicht tun. Erstrecht wenn man den Kollegen nicht wirklich kennt und nicht weiß wie dieser Tickt.

 

vor 3 Stunden schrieb thereisnospace:

Der Respekt vor dem Betrieb und den Mitarbeitern ist immens hoch

Danke für deinen Beitrag. Genau so war es bei mir auch, habe im nachhinein mir über alles 10 mal Gedanken gemacht, einfach weil man so viele neue Menschen kennenlernt und man eben in die Arbeitswelt Startet.

 

vor 3 Stunden schrieb Chief Wiggum:

Nur stellt sich mir ehrlich gesagt die Frage, warum man zwei Jahre lang stillgehalten hat

Die Frage ist auch absolut berechtigt, eine wirkliche Antwort darauf kann ich dir nicht wirklich geben. Könnten Angst und auch das eventuelle lostreten einer Kettenreaktion sein, so dachte ich mir. Im nachhinein natürlich ziemlich dumm, aber so habe ich damals gedacht.

 

vor 3 Stunden schrieb pr0gg3r:

Wie oft musst du denn dran denken? Mehrmals am Tag oder alle paar Wochen mal oder alle paar Monate? 

Also Täglich zum Glück nicht (mehr), aber alle paar Wochen kommt das schon wieder hoch.

 

vor 3 Stunden schrieb pr0gg3r:

um Beispiel immer wenn man jetzt etwas nicht hinbekommt: "gleich haut mir einer hinten drauf"

Sowas ist zum Glück bei mir nicht der Fall, da mein Ausbilder das genaue gegenteil war und ich mich immer gut mit ihm verstanden habe. Er ist zum Glück nicht der Typ dafür.

 

Im Schluss will ich mich bei euch nochmal bedanken für eure ganzen Ratschläge und Meinungen. Ich kann wie gesagt komplett verstehen, wenn manche von euch sich nicht in die Lage versetzen bzw. das gar nicht verstehen können. Sowas ist auch an sich für viele komplett bescheuert, sich über sowas Gedanken zu machen. Ich glaube, da ich sowieso ein wenig mit meiner Vergangenheit zu Kämpfen habe wäre es eig. nur richtig, zu einem Psychologen/Therapeuten zu gehen und mit ihm das ganze mal zu besprechen. Ich wollte auch nochmals anmerken, dassmich das zwar immernoch wurmt, es aber auch fast das einzige ist, was sehr negativ hängen geblieben ist. Ich bin ansonsten eigentlich mit allem zufrieden, eben nur damit nicht, und es "verfolgt" mich sozusagen weiterhin. Ich bedanke mich!

VG

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vor 6 Minuten schrieb Daniel0612:

Ich glaube, da ich sowieso ein wenig mit meiner Vergangenheit zu Kämpfen habe wäre es eig. nur richtig, zu einem Psychologen/Therapeuten zu gehen und mit ihm das ganze mal zu besprechen.

Das glaube ich auch und ist der beste Weg.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Selbstentwicklung und Weiterbildung! Und bleib bei Deinem Betrieb, wenn es wirklich nur die eine Geschichte war. Alles Gute Dir.

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