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Gibt es keine solcher Jobs mehr?


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Hallo Kollegen.

Ich bin gelernter Informatikkaufmann ohne nennenswerte Kenntnisse. Mein erster Job war im IT Support, offiziell 2nd Level Support. Damals dachte ich noch, so ein Job ist normal. Jedoch: Es waren einfach nur 1st Level Tätigkeiten OHNE Hotline. Wir waren für ein bestimmtes Themengebiet in unserer Supportgruppe eingeteilt und konnten uns dort die Aufgaben raussuchen. Wir waren geliehene IT Kräfte für ein Kunden, einen Konzern und deshalb haben deren interne IT da auch noch mitgemischt. Wir waren also nur eine Unterstützung. Dies war aber einfach der Unternehmensschwerpunkt meines alten AGs, dass er IT Kräfte ausgeliehen hat.

Jedenfalls, war die Arbeit wirklich leicht zu erledigen, es wurde alles auch ausführlich erklärt und man wurde sehr an die Hand genommen. Noch dazu kam, dass ich mich mit dem Kollegen, der mich eingearbeitet hat und in meiner Gruppe war, sehr gut verstand, sodass wir eigentlich sogar schon Freunde waren.

Ich ging später aus dem Job, um das Abi nachzuholen, ist zwar gescheitert, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls endete meine Tätigkeit dort im Februar 2017. Später, nach einer Krankheitsphase, wollte ich einen neuen Job und dachte, es sollte wieder so wie der alte werden. Aber Pustekuchen... Ich fand nichts. Es gab nur 1st Level Hotline Stellen. Aber Hotline kann ich überhaupt nicht ab, da kriege ich echt das sprichwörtliche Kotzen.

Jetzt bin ich arbeitslos und trauere meinem alten Job nach. Es war einfach zu schön dort. Klar, war es auch mal langweilig, weil die Tätigkeiten wirklich einfach waren, aber alles in allem hatten wir einfach so viele Freiheiten. Kein Großraumbüro, gratis Kaffee und Tee sowieso Obst und ab und an Süßigkeiten. Nebenbei durften wir im Internet surfen, Musik hören und YouTube schauen. Unglaublich.

Danach fand ich nur noch Hotline Stellen mit Großraumbüro. Es gab kaum Einarbeitung, man war von Anfang an den anderen egal, niemand wollte einem helfen, jeder hat nur nach sich selbst geschaut. Wenn man was nicht wusste, wurde man angepampt... So waren alle meine Jobs danach. Jetzt bin ich wieder krank und soll eine Reha machen. Das Arbeitsleben macht mich echt fertig. Es kann doch nicht sein, dass es überhaupt keine Jobs, wie den ich früher hatte, mehr gibt?!

Übrigens ging es mir nach meinen letzten Jobs nach dem ersten Job so schlecht, dass ich einen Reizmagen/darm bekommen habe.

Ich musste bei meinem ersten Job auch nie Überstunden machen. Freitags war sowieso nach dem Mittagessen kaum mehr was los, sodass man, sollte man Arbeit über haben, diese da erledigen konnte. Meist aber hat man sich dann einfach mit den Kollegen über privates unterhalten oder YouTube geschaut.

Ich bin einfach total verzweifelt. Meine Ärztin meint, ich brauche einen Job, der genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Aber soetwas scheint es gar nicht mehr zu geben. Die Wahrscheinlichkeit der Existenz von Jobs wie mein erster ist so gewöhnlich wie im Lotto den Jackpot zu knacken...

Was soll ich tun?

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Hallo @nihilist666 und Willkommen im Forum!

0x00 ist mir zuvorgekommen, wollte ich auch fragen.

Die Situation, wie du sie beschreibst, kenne ich auch (Großraumbüro, Telefonie die vollen 8 Stunden mit meist einseitiger Arbeit), aber: Jobs in der IT sind so unterschiedlich wie die jeweiligen Betriebe zu denen man sich bewirbt. Wie ich herauslese magst du den offenen / familiären Kontakt zwischen den Kollegen. Zugegeben, nicht überall gibt es das. Meistens haben nur kleine IT-Teams die Möglichkeit so eng zusammenzuarbeiten. Meiner Erfahrung nach findet man sowas eher im Mittelstand mit <500 Mitarbeitern (interne IT ungefähr 10 Leute) oder als Dienstleister / Systemhaus.

Es ist nicht leicht solche Stellen zu finden aber lass den Kopf nicht hängen,  zunächst wurde ich bei meinem aktuellen AG nach dem Bewerbungsgespräch liegen gelassen, hab zwischenzeitlich woanders angefangen (schnell gemerkt das es mir dort nicht gefällt) und hab dem Betrieb eine zweite Bewerbung hinterhergejagt.

Frage auch bei kleinen Firmen in deiner Nähe ob die eine interne IT haben und diese Verstärkung suchen. Sofern der einverstanden ist mach einen Probetag und schnuppere bei den Mitarbeitern aus wie das Klima im Team ist. Wenn's dir danach dort nicht gefällt sagst du dort deine Bewerbung ab und gehst zum nächsten Gespräch bis du was findest. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Jobsuche!

Grüßle,

zelosq

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Das Problem ist, dass IT Support Stellen immer mehr ins Ausland ausgelagert werden. Im Prinzip so wie Du es beschreibst. Viele Leute im Großraumbüro, sehr viele Billigkräfte, die im Ausland noch billiger sind. Das ist leider der Trend. Besonders bei großen Konzernen. 

In Deutschland wird in Zukunft immer mehr der Spezialist gesucht. 

Was ist denn wenn Du als Informatikkaufmann in den IT-Einkauf oder in das Lizenz Management gehst?  Support und besonders Support an der Hotline würde ich auch nicht machen. 

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Ich frag mal anders rum: Wenn du keine Hotline machst im 1st lvl Support, welchen Mehrwert bietest du dann im Vergleich zu einem Indischen Supportteam?

Einfache Aufgaben gehen dort auch ohne Qualitätsverlusten, die Hotline nimmt die Tickets in Englisch auf, sodass dort auch keine Probleme entstehen und die Kosten sind um ein Vielfaches geringer, ohne Betriebsrat, Gewerkschaft und allem drum und dran.

Noch dazu beschweren sich die Leute dort nicht und haben nochmal deutlich beschissenere Arbeitsbedingungen die Sie hinnehmen müssen.

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vor 42 Minuten schrieb nihilist666:

Meine Ärztin meint, ich brauche einen Job, der genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Alles nicht böse gemeint, aber das Leben ist kein Wunschkonzert.
Für mich liest sich das so:
Damals war ich im 1 lvl hab bisschen den usern geholfen, ansonsten hatte ich meine Ruhe im Kämmerlein und hab YT geschaut oder im Netz gesurft und am Freitag war Arbeit ab 1 eh aus.
Jetzt muss ich 8h lang arbeiten?! und Freitags geht es auch bis 16 Uhr? und ab und an wenn viel los ist auch noch Überstunden?
Dazu kein Raum für mich alleine sondern mit anderen, die dann auch noch was von mir wollen?

Wenn du nicht so belastbar bist, wäre vielleicht einfach ein TZ Job das richtige? Das kommt aber halt auch mit TZ Geld.
Ansonsten das Thema Erwartungen, du bist ja aus-gelernt und das schon länger. Hast ja schon im Support gearbeitet.
Wenn du jetzt immer komplett an die Hand genommen werden musst/willst. Ist halt schwierig.
Da muss man auf Junior Stellen, aber selbst da wird eigentlich schon ein wenig Wissen erwartet.
Da würde ich dich jetzt in der Pflicht sehen, es wäre also Zeit die Vergangenheit mit dem chilligen Job zu vergessen und erst mal in Vorleistung zu gehen. Ist natürlich doof, aber so ist es.


Achtung, nicht ganz ernst genommener Vergleich:
Du hattest mal ein Supermodel als Freundin obwohl 150kg schwer, nie gewaschen und arbeitslos.
Dann hast du dich von ihr getrennt. Jetzt gucken dich die "heißen" mädels nicht an und die 100kg schweren H4 Damen willst du nicht. Da muss man halt selber erst mal was tun.

Bearbeitet von Graustein
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vor 2 Minuten schrieb Graustein:

 das Leben ist kein Wunschkonzert.

Würde ich auch so sehen. Du brauchst etwas Frustrationstoleranz bei der Jobsuche.

Vielleicht ein Supportjob in einem kleineren Unternehmen mit Inhouse IT. Um das telefonieren wirst du nicht herumkommen, allerdings kannst du beeinflussen wie viel. Frag, ob du beim Bewerungsgespräch deinen Arbeitsplatz sehen kannst. Frag, wie so der Alltag aussieht.

Du kannst nie wissen wie das menschliche sich entwickelt, aber beim Bewerbungsgespräch kannst du schonmal einen ersten Eindruck bekommen. Du siehst schonmal die Leute mit denen du arbeitest.

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Vermutlich wird es so Jobs auch anders wo geben, häufig aber sicher nicht. Die meisten Unternehmen haben kein Geld zu verschenken und bezahlen ihre Mitarbeiter fürs YouTube schauen. Ich glaube die Chancen, dass du nochmal ein anderen Laden findest, wo die Sachen so ablaufen ist verdammt gering, da kannst du dir vermutlich zig Unternehmen anschauen, bevor du wieder so was findest.

Natürlich kannst du via Fragen, Umgebung und den Eindruck den du da kriegst ein wenig drauf schließen, wie es da abläuft aber vermutlich wird selbst in so einen Laden so gut wie jeder YouTube ausmachen, wenn Chef/Personaler mit einen neuen Bewerber kurz durch die Räume laufen. Wie zuerst genannt, alten AG probieren ist wohl mit Abstand deine sicherste Chance.

Ich mein First-Level ohne Hotline? Da konkurrierst du ja schon fast mit Chat-Bots, die den Benutzer auf einer Homepage zu den richtigen Knowledgebase Artikel führen, sofern die Themen nicht sehr speziell sind.

Habe zwar schon einige kleinere IT-Abteilungen gesehen, wo es ziemlich locker zuging aber die haben eben trotzdem gearbeitet und auch nicht leichte Aufgaben gehabt, nur eben kein Zeitdruck, viele Freiheiten, lockere Stimmung und co. Das ist meist ein gewisses Benefit für die Leistung nicht etwas, dass statt Leistung vorhanden ist.

Verstehen kann dich vermutlich jeder und viele wünschen sich in die Schulzeit zurück aber das Leben ändert sich inkl. Pflichten und Verantwortungen.

Bearbeitet von Velicity
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Mich würde eine Stelle, bei der ich nicht unwesentliche Teile der Arbeitszeit mit YouTube überbrücken müsste nicht erfüllen. Das spricht meiner Meinung nach auch gegen die Firma. Warum sollte man jemanden beschäftigen, wenns für diese Person nichts zu tun gibt?

Vielleicht solltest du dich nach Stellen umschauen, welche für Projekte geschaffen wurden. Ich bin in so einer Stelle für die Ablösung eines Mainframes und könnte nicht zufriedener sein. Ich komme aus dem 1st Level mit Dienst am Telefon und habe es gehasst.

Meine persönliche Einschätzung ist, dass es besser für den Geist ist, wenn man wirklich was am Tag gerissen hat anstatt das man vor lauter Langeweile und Nichtstun sich mit YouTube während der Arbeitszeit vergnügt. Das war übrigens eine harte Pille, die ich auch schlucken musste in meiner Ausbildung. Manchmal hatte ich auch solche Tage wo absolut nix los war. Das eine oder andere Mal freut man sich darüber, aber irgendwann ist das auch lästig.

 

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Ich habe auch 1 Jahr als Programmierer gearbeitet, wobei ich denke, dass ich da sehr schlecht drin bin. Jedenfalls war der Chef immer unzufrieden mit mir (gegen Mitte/Ende) und hat ständig geschimpft. Es gab zwar auch keine wirkliche Einarbeitung, aber das soll ja normal in der IT sein, das ist eben der de facto Standard.

Deshalb glaube ich kaum, dass es sinnvoll wäre, die Programmierer Schiene weiterzuverfolgen. Dazu muss man einfach begabt sein. Wobei es halt viel mehr Spaß gemacht hat als Support und es gab auch viel mehr Geld.

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vor 9 Stunden schrieb nihilist666:

Dazu muss man einfach begabt sein

Ich habe auch immer geglaubt ich wäre dafür nicht begabt - ehrlich.
Mittlerweile bin ich aber bereits zehn Jahre in dem Beruf. Sicherlich bin ich nicht der beste oder gehöre auch nicht zu den besten aber das ist vollkommen in Ordnung. Wichtig ist nur das du bei dem Thema am Ball bleibst und kontinuierlich daran arbeitest besser zu werden. Nicht besser als andere, sondern besser als du es vor einer Woche warst.

Alles, was ich bislang nicht konnte oder kannte habe ich mir einfach selbst beigebracht.
Bei manchen Themen hat es länger gedauert, bei anderen ging es schneller.

Wenn es dir Spaß macht: Warum nicht einfach in dem Gebiet "angreifen" und daran arbeiten?

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vor 18 Stunden schrieb tappsi:

Das Problem ist, dass IT Support Stellen immer mehr ins Ausland ausgelagert werden. Im Prinzip so wie Du es beschreibst. Viele Leute im Großraumbüro, sehr viele Billigkräfte, die im Ausland noch billiger sind. Das ist leider der Trend. Besonders bei großen Konzernen. [...]

Kenne ich aber mittlerweile schon einige Gegenbeispiele, die mit dem ausländischen Support unzufrieden waren und bei dem der Support wieder ins Inland zurückgegangen ist. Bei meiner aktuellen Stelle ist die Tendenz auch in der Richtung.

Bearbeitet von Crash2001
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Du hast als ITK im 2nd-lvl-Support die Zeit totgeschlagen, danach erfolglos Abitur nachzuholen versucht und als Entwickler in der Probezei nach kurzer Zeit gescheitert. Jetzt suchst du einen Job, bei welchem du für lediglich Präsenz zeigen bezahlt wirst.

Bei deinen bisherigen (wie vielen?) Arbeitgebern gab es keine Einarbeitung, weshalb du verallgemeinerst.

Und weshalb will dich wer auf Reha schicken?

Bearbeitet von allesweg
Entwickler-Zeit gefixed. Danke @r4phi
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Am 10.6.2021 um 11:02 schrieb allesweg:

Du hast als ITK im 2nd-lvl-Support die Zeit totgeschlagen, danach erfolglos Abitur nachzuholen versucht und als Entwickler in der Probezei nach kurzer Zeit gescheitert. Jetzt suchst du einen Job, bei welchem du für lediglich Präsenz zeigen bezahlt wirst.

Bei deinen bisherigen (wie vielen?) Arbeitgebern gab es keine Einarbeitung, weshalb du verallgemeinerst.

Und weshalb will dich wer auf Reha schicken?

Du (und andere) musst nicht gleich übertreiben.

Ich habe sehr wohl in meinem ersten Job gearbeitet. Aber wir sind nun mal nicht in Arbeit untergegangen. Klar war auch mal viel los. Aber es war im großen und ganzen recht entspannt, gab eben auch regelmäßig mal Leerlaufzeiten, vor allem Ende der Woche oder in Ferienzeiten. Und meiner Erfahrung nach ändert sich sowas meistens dann, wenn die Leitung immer mehr Aufträge reinholt. So war es auch in einem anderen Job. Da wurden immer mehr Aufträge angenommen und die Mitarbeiter kamen nicht hinterher. Obwohl man schon gut verdient hatte und Stammkunden hatte.

Wie dem auch sei. Ich suche einfach einen entspannten Job so wie mein erster. Wichtig ist einfach, dass man kein Zeitdruck hat, lockere, familiäre Stimmung und man in Ruhe vor sich hinarbeiten kann. Zumindest nach der Probezeit spätestens.

Meinen alten AG kann ich nicht anfragen. Der hat gar keine Webseite mehr und wüsste sonst auch nicht mehr wie ich die Leute kontaktieren können bzw ob es die Firma noch gibt. Vielleicht wurde sie auch aufgekauft und firmiert jetzt woanders und ich hab es nicht mitbekommen. Wer weiß.

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Um ehrlich zu sein, du hast dir mit deiner Beschreibung deiner Arbeit keinen Gefallen getan.

Am 9.6.2021 um 16:17 schrieb cortez:

Vielleicht ein Supportjob in einem kleineren Unternehmen mit Inhouse IT. Um das telefonieren wirst du nicht herumkommen, allerdings kannst du beeinflussen wie viel. Frag, ob du beim Bewerungsgespräch deinen Arbeitsplatz sehen kannst. Frag, wie so der Alltag aussieht.

 Und nochmal die Frage, hattest du schon einmal in diese Richtung geschaut?

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vor 19 Minuten schrieb nihilist666:

Du (und andere) musst nicht gleich übertreiben.

Ich wage mal zu behaupten @allesweg ist nicht der einzige der deine Posts entsprechend deutet...
Eventuell kommst du ja drauf wieso wenn du deinen Eröffnungspost noch mal durchgehst.

Wie dem auch sei, die wenigsten gößeren Firmen (also die jenigen die in früheren Jahren Unmengen an Geld für den IT Support deines ehemaligen AGs rausgeworfen haben) haben noch etwas im Haus das sich "interne IT" schimpft, der Regelfall ist eher der, dass das Monitoring über Indien, China, Ungarn, Slovenien etc. läuft, vor-Ort noch ein/zwei "helping Hands") sitzen, Wartung läuft über Hersteller oder TPMs.

Trotzdem viel Erfolg beim suchen.


 

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Am 9.6.2021 um 15:19 schrieb nihilist666:

Ich bin einfach total verzweifelt. Meine Ärztin meint, ich brauche einen Job, der genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Ärztin im Sinne von Hausarzt oder welches Fachgebiet?

Am 9.6.2021 um 15:19 schrieb nihilist666:

Was soll ich tun?

Termin mit nem Psychologen oder Ähnliches machen. Der kann dir bestimmt dabei helfen mittel- bis langfristig in der Lage zu sein auch normal anspruchsvolle Jobs auszuüben.

Bearbeitet von OkiDoki
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vor 2 Stunden schrieb nihilist666:

Du (und andere) musst nicht gleich übertreiben.

Ich habe sehr wohl in meinem ersten Job gearbeitet. [...]

Wie dem auch sei. Ich suche einfach einen entspannten Job so wie mein erster. Wichtig ist einfach, dass man kein Zeitdruck hat, lockere, familiäre Stimmung und man in Ruhe vor sich hinarbeiten kann. [...]

Übertreibe ich? Beschreibst du ein zu lockeres Arbeitsleben?

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vor 49 Minuten schrieb allesweg:

Übertreibe ich? Beschreibst du ein zu lockeres Arbeitsleben?

Ich beschreibe ein Arbeitsleben, dass Standard sein sollte.

Es sollte nicht Standard sein, dass man der Arbeit nicht mehr Herr wird und nicht hinterherkommt. Dass man ständig Überstunden hat und keinen Ausgleich. Dass ein Elitedenken herrscht und wer nicht die geforderte Maximalleistung bringt, Charakterschwach oder erbärmlich ist. Dass man nicht richtig eingearbeitet wird. Dass der Mensch nichts wert ist, sondern sich nur durch seine Arbeitskraft definiert.

Was bringt dieser Zwang des ständigen Wachstums? Warum diese Arroganz und das Elitedenken?

Der Mensch muss sich immer über andere erheben, das ist von der Natur so vorgesehen. Dennoch sollte man im 21 Jahrhundert mal davon loskommen.

Wer keinen guten Job hat und nicht viel verdient, der ist kein Mensch, oder zumindest ein wertloser Mensch. Das ist das Diktat der Leistungsgesellschaft und des Kapitalismus. Schon die früheren Wegbereiter des Kapitalismus haben gesagt, nur durch die Arbeitskraft und Leistung wird der Mensch zu einem vollwertigen Menschen. Und darauf baut das System auf. Auch unseres.

 

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vor 1 Minute schrieb allesweg:

Mit viel Leerlauf, keinen Terminen und lockerer Stimmung? Träum weiter...

Wer das leugnet und nicht wahrhaben will, ist Teil des Problems.

Ein Kumpel von mir hat zusammen mit anderen ein Unternehmen gegründet. Die arbeiten wann sie wollen, sind total lieb und nett und zusätzlich zur Mittagspause machen die auch mal so Unterbrechungen und flaxen herum. Da wird Spaß gemacht und alles ist sehr familiär. Ich war schon in deren Büros zu Besuch und habe mich einfach nett dort unterhalten.

Das ist einfach die perfekte Arbeitsatmohspäre. An etwas arbeiten, das Spaß macht. Mit Leuten, die wie eine Familie sind. Ohne Druck, ohne Deadlines. Keine Schimpfen, kein Streit, kein zur Sau machen. Keine toxische Maskulinität. Und du kannst alles immer Fragen, niemand reißt dir den Kopf ab. Würden sie mich bezahlen können, würde ich bei ihnen arbeiten. Aber wie es nun mal in der Welt so ist: Die Welt wird von den schlechten Menschen bestimmt.

Jedenfalls beweist dies, dass so etwas möglich ist. Es ist nur einfach nicht gewollt! Das selbe wie mit der Homoehe. Es ist möglich, aber einfach nie gewollt gewesen. Und die betroffenen leiden darunter, was der Gesellschaft aber egal ist, da Minderheiten ja ohnehin nicht wichtig sind.

Im Übrigen ist es auch so, dass dieses Elitedenken in der IT ein Subproblem der toxischen Maskulinität ist.

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