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Was für Programmierkenntnisse hattet / habt ihr vor Ausbildungsbeginn als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung?


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Guten Morgen.

tatsächlich habe ich bisher eigentlich null Kenntnisse. Ich versuche mir gerade Java anzueignen, aber ohne die Liste mit Befehlen, werde ich da auch erstmal wenig durchsteigen.

ich hoffe, in der Schule lerne ich das in der Basis, um much privat weiter zu bilden.

Aktuell kann ich keine Programmiersprache oder programmieren und morgen ist schon meiner Ausbildungstag 😰… 
Allerdings werde ich auch im Bereich Systemintegration ausgebildet. Ich überlege aber jetzt schon, später auch Weiterbildungen für Anwendungsentwicklung zu besuchen. 

Hast du denn schon einen Ausbildungsplatz?

Liebe Grüße,
Ala

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Systemintegration ist aber auch deutlich leichter zu bekommen da es dort umgekehrt ein Azubiplatzüberschuss gibt (dafür verdient man dann später häufig schlechter als ein FIAE), sind sogar immernoch relativ viele Stellen frei für das Jahr 2021.

Zitat

Aktuell kann ich keine Programmiersprache oder programmieren und morgen ist schon meiner Ausbildungstag

Denke Programmierkenntnisse sind aber auch nicht so wichtig für eine FiSI Ausbildung. Da muss man halt wahrscheinlich skripten können mit etwas wie PowerShell oder Bash. Und halt die Java Grundlagen um den Programmierteil in der Berufsschule zu schaffen.

Zitat

Hast du denn schon einen Ausbildungsplatz?

Ja. Fange im September an.

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Etwas Java und Python (je ein Buch mal gelesen), und ein mehr C# (war ein Scriptkiddie ... irgendwas zusammengeschustert ohne Konzept).

Die Berufsschule war recht leicht, alles vom ersten Schuljahr in Sachen Programmierung konnte ich eigentlich schon (das hätten aber wohl auch 4h Tutorials im Netz abgedeckt...

).

Schwieriger war es, dass ich mir meine alten Fehler und Gewohnheiten abtrainiere...und Konzepte verinnerlichte. Ich hatte von OOP so gut wie Null Ahnung.

Im Endeffekt wäre es evtl. sogar ein besserer Start gewesen, wenn ich keine Vorkenntnisse gehabt hätte.

Ich habe mich aber sehr spät beworben für Plätze damals...ich habe meine andere Ausbildung beendet und festgestellt, dass ich das nicht wirklich auf Dauer machen kann. Wegen der Vorkenntnisse wurde ichh dann noch in eigentlich volle Ausbildungsteams gequetscht...

vor 1 Stunde schrieb Ala:

Aktuell kann ich keine Programmiersprache oder programmieren und morgen ist schon meiner Ausbildungstag 😰… 

Brauchst du ja aucz nicht. Evtl. etwas SQL später für die AP...und selbst wohl PowerShell und evtl. etwas Python. Mit Java wirst du als FISI nomalerweise wenig in Berührung kommen.

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vor 2 Stunden schrieb Fachinf78282:

Systemintegration ist aber auch deutlich leichter zu bekommen da es dort umgekehrt ein Azubiplatzüberschuss gibt

Deutlich leichter? Ist das deine persönliche Erfahrung oder worauf beruht die Aussage?

vor 2 Stunden schrieb Fachinf78282:

dafür verdient man dann später häufig schlechter als ein FIAE

Die Zahlen würden mich interessieren, hast du mal einen Link zu der Quelle?

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vor 3 Stunden schrieb eneR:

Deutlich leichter? Ist das deine persönliche Erfahrung oder worauf beruht die Aussage?

Dadurch das die Azubiplatz : Bewerberquote laut der Agentur für Arbeit wesentlich besser ist? Ist doch klar dass etwas prinzipiell leichter zu bekommen ist wenn es 200 Bewerber für 400 Ausbildungsplätze gibt statt umgekehrt, ist auch der Grund warum es noch relativ viele freie Plätze gibt, was man anhand der IHK Lehrstellenbörse sehen kann.

vor 3 Stunden schrieb eneR:

Die Zahlen würden mich interessieren, hast du mal einen Link zu der Quelle?

vor 2 Stunden schrieb Brapchu:

Sorry aber das ist aus meinen Erfahrungswerten einfach falsch.


Habe zumindest sehr häufig gelesen dass dies so sein soll. Weiß natürlich dass es generell individuell ist und jmd der in Richtung IT Security mit Weiterbildung geht, mit einer FISI Ausbildung prinzipiell mehr verdienen kann als ein Frontendentwickler. Ansonsten ist zB auch das Durchschnittsverdienst (laut Stepstone) von typische Berufe die ein FIAE ausübt etwas höher als typische Berufe die ein FISI ausübt.

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vor 6 Stunden schrieb Fachinf78282:

Systemintegration ist aber auch deutlich leichter zu bekommen da es dort umgekehrt ein Azubiplatzüberschuss gibt (dafür verdient man dann später häufig schlechter als ein FIAE), sind sogar immernoch relativ viele Stellen frei für das Jahr 2021.

Ich finde es äußerst interessant, dass du solche Aussagen tätigst, obwohl du nichtmal die Ausbildung angefangen hast. :D Ich dachte damals (ich bin nun ausgebildeter FISI) vor meiner Ausbildung, dass ich ja schon Ahnung hätte, da ich mal ein paar Tage lang im Netz mich durchgelesen habe zu den Ausbildungen, wie der hase so läuft. Ich habe mich Gewaltig geirrt.

Ich kenne dich zwar nicht und das ist nicht böse gemeint, aber solche Aussagen zu tätigen ist meines erachtens einfach blöd. :D ich verdiene sogar mehr in meiner Firma als unsere FIAE, da wir 4 FIAE ausgebildet haben und ich der einzige FISI war. Von daher kann ich deine Aussage so nicht unterstützten.

zurück zum topic: Wenn du die Grundlagen drauf hast und dich halbwegs gut überzeugen kannst sollte es eig. kein problem sein... selbst ich wurde damals zu 2 FIAE-Bewerbungsgesprächen eingeladen, die ich dann aber sehr verhauen habe. Ich hatte nur Java Grundkentnisse angegeben und hatte Fachabi mit Schwerpunkt Informatik.

Da ich finde das Programmieren sehr an bedeutung für viele Menschen zugenommen hat und diese dann schon früher anfangen (z.B während des Abiturs oder vorher), können sich die Firmen eben rauspicken welchen Bewerber sie nun nehmen. Das war auch vor 3 Jahren bei mir bereits der Fall, obwohl viele Firmen dann den eigentlichen Sinn hinter der Ausbildung vergessen und einfach schnell jemanden haben wollen der viel Geld einbringt.

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Um auf die Frage im Threadtitel zu antworten: 
Ich fange morgen meine Ausbildung an und habe bisher keine Programmierkenntnisse, das wusste die Firma auch schon als ich mich beworben hatte und wie schon von Vielen hier im Forum gesagt wurde, soll man das ja alles in der Ausbildung lernen.

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Zitat

wie schon von Vielen hier im Forum gesagt wurde, soll man das ja alles in der Ausbildung lernen

Jaja das hört man viel und gerne hier. Im Optimalfall ist das so, vielleicht war das auch mal so, aber meine Erfahrung ist weit davon entfernt.

Meine Schulbildung und Lebenslauf haben mich gewissermaßen gebrandmarkt und ich bin absolut überzeugt, dass ich ohne meine Erfahrungen (Python & JS) und eigenen Projekte, keine (anständige) Stelle gefunden hätte. 
Morgen ist auch mein erster Tag 😛.

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vor 8 Stunden schrieb Infinity246:

Ich finde es äußerst interessant, dass du solche Aussagen tätigst, obwohl du nichtmal die Ausbildung angefangen hast. :D Ich dachte damals (ich bin nun ausgebildeter FISI) vor meiner Ausbildung, dass ich ja schon Ahnung hätte, da ich mal ein paar Tage lang im Netz mich durchgelesen habe zu den Ausbildungen, wie der hase so läuft. Ich habe mich Gewaltig geirrt.

Sachen wie die Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen lernt man ja nicht in der Ausbildung, sondern man beschäftigt sich eher in der Bewerbungsphase damit.

vor 8 Stunden schrieb Infinity246:

Ich kenne dich zwar nicht und das ist nicht böse gemeint, aber solche Aussagen zu tätigen ist meines erachtens einfach blöd. :D ich verdiene sogar mehr in meiner Firma als unsere FIAE, da wir 4 FIAE ausgebildet haben und ich der einzige FISI war. Von daher kann ich deine Aussage so nicht unterstützten.

Ich muss halt sagen, ich hab das gefühlt überall gelesen und wie gesagt, wenn ich mir persönlich die durchschnittliche Gehälter von typischen FISI Gehältern anschaue

z.B

https://www.stepstone.de/gehalt/Systemadministrator-in/city/Muenchen.html

https://www.stepstone.de/gehalt/Netzwerktechniker-in/city/Muenchen.html

(53.100 und 49.200)

sind sie halt schon niedriger als die Durchschnittsgehälter von typischen FIAE Berufen:

z.B

https://www.stepstone.de/gehalt/Software-Entwickler-in/city/Muenchen.html

https://www.stepstone.de/gehalt/NET-Developer/city/Muenchen.html

(59.000 € und 64.200 €)

Hier ist außerdem ebenfalls ein Beispiel:

Zitat

Die Berufsausbildung zum Fachinformatiker erfolgt in Deutschland im dualen System und erstreckt sich über drei Jahre. Der Auszubildende muss sich dabei zwischen den Fachrichtungen „Systemintegration“ und „Anwendungsentwicklung“ entscheiden. Je nach Berufsbild ergeben sich im weiteren Verlauf Unterschiede in den Verdienstmöglichkeiten. So betrug zum Beispiel das durchschnittliche Jahresgehalt eines Netzwerk-Operators (Stufe I) in Deutschland im Jahr 2016 rund 41.500 Euro. Ein Software-Ingenieur (Stufe I) bezog ein Gehalt von durchschnittlich rund 44.000 Euro pro Jahr.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155339/umfrage/ausbildungsverguetung-und-einstiegsgehalt-fuer-fachinformatiker/

Ausnahmen bestätigen die Regel. Nur weil man selber mehr verdient, weil man als Admin alleine für etwas Größeres zuständig ist oder gut verhanden kann, heißt es nicht, dass die Durchschnittswerte falsch sind.

vor einer Stunde schrieb CryptoOverflow:

Meine Schulbildung und Lebenslauf haben mich gewissermaßen gebrandmarkt und ich bin absolut überzeugt, dass ich ohne meine Erfahrungen (Python & JS) und eigenen Projekte, keine (anständige) Stelle gefunden hätte. 
Morgen ist auch mein erster Tag 😛.

This! Hab auch eine ganz gute Vergütung ausgehandelt (1070€/1250€) dadurch dass ich schon Programmierkenntnisse hatte und argumentiert habe, dass ich auch schneller produktiv arbeiten kann als jemand der mit 0 anfängt.

 

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Am 1.8.2021 um 01:01 schrieb Fachinf78282:

in der Praxis werden halt häufig schon Bewerbungen vom HR Department abgelehnt, wenn man garkein Vorwissen hat

wer Vorkenntnisse fordert, will keine Grundlagenausbildung betreiben.

Ich konnte vor meiner Ausbildung etwas VBA-copy-paste-Makrorekorderspaghettiverschlimmbesserung und wollte das mit diesem Programmieren ordentlich lernen.

Am 1.8.2021 um 01:01 schrieb Fachinf78282:

da es beim Fachinformatiker AE ein ziemlich großen Bewerberüberschuss

Masse ist nicht alles. Wenn sich auf Stelle 20 Bewerbungen rein kommen und davon dann

  • 5 voller Rechtschreib- und Grammatikfehler sind
  • 2 auf fettverflecktem & ausgefranztem Karopapier
  • 2 "Yo ich bin voll der Gamer und will was mit PCs machen, aber kein Mathe oder nachdenken!"
  • 2 "Ich bräuchte aber zwingend Unterstützung beim Umzug und Wohnungssuche, da ich aus $ländlicheGegendWeitWeg bin und unbedingt in $cooleGroßstadt will!"
  • 1 "ich bin der ultimative IT-Crack und biete euch an, mich auszubilden!"
  • 1 "ich will das nur machen, weil man danach VIEL Geld verdient!!!"
  • 1 "mir wurde zu dem Beruf geraten!"
  • ...

fällt auf, dass ich Mehrfachnennungen hatte und vielleicht eine nicht völlig hoffnungslose Bewerbung dabei ist.

 

vor 8 Stunden schrieb Fachinf78282:

dadurch dass ich schon Programmierkenntnisse hatte und argumentiert habe, dass ich auch schneller produktiv arbeiten kann als jemand der mit 0 anfängt.

Welche Ausbildungsdauer ist denn vereinbart?

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Ich konnte ebenfalls gar nichts. Naja gut, hatte Info-Abi gemacht, aber das war mehr logisches Denken anstatt Programmieren. Im Gymnasium ist bei mir das Programmieren zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Ergo keine Ahnung von gar nichts. Musste sogar bei der Frage "Was ist eine Variable" passen :D

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Ich konnte etwas C und Java die ich in der Obestufe und in den ersten Semstern Technische Informatik gehabt hatte. Aus heutiger Sicht gesehen war ich jedoch weit davon entfernt wirklich gut in beidem zu sein. 😁

Am 1.8.2021 um 01:01 schrieb Fachinf78282:

Es wird ja häufig geschrieben dass man keinerlei Vorkenntnisse braucht in diesem Forum, aber in der Praxis werden halt häufig schon Bewerbungen vom HR Department abgelehnt, wenn man garkein Vorwissen hat da es beim Fachinformatiker AE ein ziemlich großen Bewerberüberschuss gibt.

Ich glaube die meisten Bewerbungen werden abgelehnt nicht unbedingt weil sie keine Programmierkenntnisse haben, sondern weil sich meist aus Noten oder Hobbys nicht ableiten lässt, ob man eine Affinität an IT-Themen vorhanden hat. Die Fachinformatiker-Ausbildung ist ein sehr gefragter Ausbildungsberuf und viele Stellen gibt es nicht. Daher haben die Unternehmen die Qual der Wahl wen sie nehmen und sie nehmen meist den, der die o.g. Affinität vorweisen kann.

Das muss nicht zwangsläufig Programmieren sein, macht es aber mit der aus Kombination gute Noten in den richtigen Fächern und paar IT-Hobbys einen stimmigeren Eindruck, denke ich. Und von diesen Bewerbern gibt es sehr viele.

Die Leute haben hier im Forum haben Recht: formell muss man nicht Programmieren können. Aber formell muss man nicht das (Fach)-Abitur haben, trotztdem haben ~65% der Fachinformatikerazubis die Hochschulzugangsberechtigung. Am Ende legen die Firmen fest, welches Anforderungsprofil der Azubi erfüllen sollte.

Bearbeitet von Bluejazzer
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vor 3 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Schwieriger war es, dass ich mir meine alten Fehler und Gewohnheiten abtrainiere...

Ich lese hier so oft von angeblichen Angewohnheiten und ich frage mich immer, was das sein soll? Es gibt ja nicht DIE Programmierung. Sowohl sich selbst auch auch die Sprachen entwickeln sich ja weiter. Man bleibt ja nicht nach der Ausbildung stehen und hat für den Rest des Lebens ausgelernt. Fehler gehören nun mal dazu und durch Erfahrung lernt man, die Fehler zu korrigieren. Ein Erfahrener Entwickler wird auch erstmal lauter Fehler in einer Sprache machen, die er nicht kennt. Von daher ist es auch völlig legitim, wenn man auch mit Halbwissen die Ausbildung anfängt. Personen, die dann nicht der Lage sind, ihr Code zu reflektieren und dann versuchen, beim nächsten Mal diesen besser zu schreiben, werden auch in 20 Jahren keine guten Entwickler sein. Man befindet sich also in ständigen Wandel. Ich brauche mir z.B. nur die letzten Jahre anschauen, was ich bei C# getan hat. Wenn unser Azubi mich fragt, wieso das Problem so gelöst wurde und nicht so, lautet oft die Antwort, dass es damals das Sprachfeature nicht gab.

vor 3 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Im Endeffekt wäre es evtl. sogar ein besserer Start gewesen, wenn ich keine Vorkenntnisse gehabt hätte.

Sehe ich nicht so. Wenn man ein Beruf auswählt (ganz egal welcher), sollte man schon man schon wissen, warum man ihn auswählt und dazu gehört auch, dass man ein paar Erfahrungen gesammelt hat, ob einem der Beruf wirklich zusagt. Wer also z.B. Mechaniker werden möchte, der sollte schon mal einen Hammer oder einen Schraubendreher in der Hand gehalten haben und so sehe ich es auch mit der Softwareentwicklung. Es muss kein großartiger Wissensstand vorhanden sein aber aus Neugierde sollte man schon mal reingeschaut haben. Wer das nicht tut, läuft halt die Gefahr, falsche Vorstellungen über den Beruf zu haben und dann enttäuscht zu sein. Ich habs ja bei meiner Ausbildung gesehen. Da denken dann einige, man könnte nach der Ausbildung Facebook hacken und Objektorientierung wäre sowas wie Scratch.

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@Whiz-zarD solange man dann einsieht, dass der Lehrer einen besseren Weg kennt, ist das OK. Wenn man aber darauf besteht, dass die eigene Lösungsmöglichkeit besser sei, trotz dass dies objektiv messbar* widerlegbar ist, wird es nervig.

*sowohl lines of code, Rechenlast als auch reine Laufzeit

vor 15 Stunden schrieb Whiz-zarD:

Wer also z.B. Mechaniker werden möchte, der sollte schon mal einen Hammer oder einen Schraubendreher in der Hand gehalten haben und so sehe ich es auch mit der Softwareentwicklung. Es muss kein großartiger Wissensstand vorhanden sein aber aus Neugierde sollte man schon mal reingeschaut haben.

Ja, mal reingeschaut. Vielleicht sogar einige Zeilen selbst geändert/neu geschrieben. Bis zu einem Umfang, welchen man in einem zweiwöchigen Schülerpraktikum absolvieren könnte. Aber was man nicht mitbringen muss sind öffentliche OpenSource-Projekte auf Github, eigene Apps oder einen perfekten Webauftritt.

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@Whiz-zarD mir ging es nur darum, dass ich vor der Ausbildung eher so richtung "Skript-Kiddie" war. WinForms schnell gebastelt, OOP nicht richtig umgesetzt, alle möglichen Yt Tutorials für Bare Münze genommen. Sozusagen "basteln bis es funktioniert" :D. Also ja...mit Hammer und Schraubenziehen auf etwas gehauen bis es eine Monströsität war die der Compiler trotzdem angenommen hat.

Dann wird man in eine Umgebung geworfen, wo man Standards einhalten muss (war Software für Krankenhäuser). Mit internem Framework, so hat Google auch nicht wirklich gehofen :D.

Ich kann also nicht wirklich sagen, dass diese Zeiten große Gemeinsamkeiten teilen. 

vor 15 Stunden schrieb Whiz-zarD:

paar Erfahrungen gesammelt hat, ob einem der Beruf wirklich zusag

Dazu gehört etwas mehr als einen Taschenrechner zu bauen und frustriert über Bugs zu sein imho ... deswegen gibt es ja die Probezeit (in der ich feststellen konnte da mehr gingen als erwartet). Gibt viele die gerne Programmieren, aber mit anderen Dingen nicht klar kommen.

 

Generell bezieht sich meine Meinung eher darauf: 

War es wirklich besser, dass ich OOP falsch gelernt bzw. falsch umgesetzt habe (Pre-Ausbildung), oder wäre es besser gewesen, wenn ich sie "from scratch" in der Ausbildung gelernt hätte? Ich habe meine ersten Erfahrungen in der Bewerbung angegeben...als ich meinem Ausbilder meine "Version" von OOP zeigte hat er die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen :D 

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vor 16 Minuten schrieb allesweg:

@Whiz-zarD solange man dann einsieht, dass der Lehrer einen besseren Weg kennt, ist das OK. Wenn man aber darauf besteht, dass die eigene Lösungsmöglichkeit besser sei, trotz dass dies objektiv messbar* widerlegbar ist, wird es nervig.

*sowohl lines of code, Rechenlast als auch reine Laufzeit

Dabei geht es nicht mal um Lehrer und Schüler, sondern um Selbstreflektion und selbst unter den Diplom-Informatikern mit 20+ Berufserfahrung findest du welche, die diese Fähigkeit nicht haben und solche Menschen werden IMO auch keine guten Entwickler. So einer musste es mal bei uns auf die harte Tour lernen, indem wir sein Code, als er im Urlaub war, komplett gelöscht und neugeschrieben haben. Wir waren binnen weniger Tage fertig, während er für seinen unwartbaren Spaghetticode mehrere Wochen benötigt hatte. Selbst nach Jahren ist er immer noch nachtragend.

vor 35 Minuten schrieb allesweg:

Ja, mal reingeschaut. Vielleicht sogar einige Zeilen selbst geändert/neu geschrieben. Bis zu einem Umfang, welchen man in einem zweiwöchigen Schülerpraktikum absolvieren könnte. Aber was man nicht mitbringen muss sind öffentliche OpenSource-Projekte auf Github, eigene Apps oder einen perfekten Webauftritt.

Das hab ich auch nie behauptet. Es gibt aber heutzutage viele Möglichkeiten, wie man mal in diese Thematiken reinschuppern kann. Inzwischen gibt es ja so viele kostenlose Tutorials und Tools. Wer es spielerisch angehen möchte, für den gibt es ja z.B. Lego Mindstorm (und was es da sonst noch von Lego gibt), Google Grashopper, Arduino, Webseiten mit Scratch, etc. Auch gibt es Hackathons und Workshops, die sich speziell an Jugendliche richten, die kaum bis gar keine Erfahrungen haben. Das Angebot ist extrem vielfältig geworden. Das Problem ist halt, dass man die Angebote erstmal finden muss. Zu meiner Schulzeit gab's ja auch noch den Werksunterricht und ich finde, Schulen sollten auch sowas für's Programmieren anbieten aber nicht als Pflichtverantstaltung, sondern freiwillig, wo jeder mal erste Erfahrungen machen kann, wer möchte.

vor 4 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

War es wirklich besser, dass ich OOP falsch gelernt bzw. falsch umgesetzt habe (Pre-Ausbildung), oder wäre es besser gewesen, wenn ich sie "from scratch" in der Ausbildung gelernt hätte? Ich habe meine ersten Erfahrungen in der Bewerbung angegeben...als ich meinem Ausbilder meine "Version" von OOP zeigte hat er die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen :D 

Ich würde sogar behaupten, dass viele erfahrene Programmierer OOP auch nicht so richtig verstanden haben. Man liest ja immer wieder, dass OOP Vererbung und Polymorphie hervorgebracht haben aber sowas kann schon C auch wenn es nicht unter diesen Begriffen verkauft wird. OOP hat zwar Vererbung und Polymorphie vereinfacht aber der wahre Mehrwert von OOP ist die Umkehrung der Abhängigkeiten aber dies liest man kaum in Büchern.

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vor 3 Stunden schrieb Whiz-zarD:

Selbst nach Jahren ist er immer noch nachtragend.

Oje, das hatte ich auch mal in einem Projekt. Wir haben eine 2000 Zeilen-Spaghetticode-Datei refactored und der Streit war da. Aber es gibt nicht "dein Code" oder "mein Code". Code ist immer ein Team-Artefakt und das sollte jeder Entwickler, der in einem Team arbeitet, verstehen. Wobei wenn solcher Code ins Repo kommt, dann ist ja auch im Review was falsch gelaufen. Das heißt wiederum, nicht nur der Entwickler ist dafür verantwortlich, sondern auch das Team - sofern es solche Qualitätssicherungsmaßnahmen üerhaupt gibt und diese ernst genommen werden.

vor 3 Stunden schrieb Whiz-zarD:

Ich würde sogar behaupten, dass viele erfahrene Programmierer OOP auch nicht so richtig verstanden haben.

Würde ich auch behaupten. Das einzige was OOP macht, ist eine weiteren Abstraktionsgrad hinzuzufügen, wodurch Komplexität rausgenommen wird. Nun kann man mit OOP wunderbar was für tolle Dinge machen (die "Realität" abbilden oder Design Pattern z. B.) aber ich würde mal - ganz provokant - behaupten, dass man alles was man mit OOP abbilden kann, auch ohne OOP abbilden kann (aber dann eben komplexere "Gebilde"/Strukturen/Code hat). 

vor 4 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

War es wirklich besser, dass ich OOP falsch gelernt bzw. falsch umgesetzt habe (Pre-Ausbildung), oder wäre es besser gewesen, wenn ich sie "from scratch" in der Ausbildung gelernt hätte?

Was heißt denn "OOP richtig lernen"? Ich finde, gerade OOP ist auch ein sehr praktisches Thema, an dem man sich ausprobieren muss. Man macht eine Struktur, fällt nach paar tausend Zeilen aber auf die Schnauze. Ändert die Struktur, löst ein Problem, schafft dann aber 5 neue die aber auch erst wieder nach ein paar hundert Zeilen ans Tageslicht kommen. Ich muss sagen, die Ausbildung hat mir da nicht viel geholfen (an einer Stelle hat es "Klick" gemacht und dann habe ich OOP geliebt), aber im Grunde muss man machen, machen, machen. Im Grunde gibt es ja kein "falsch", solange es compiliert ;) Der Rest ist Erfahrung mit Pattern und Prinzipien, die man eben auch lernen muss - aber genauso praktisch anwenden muss. Dann weiß man, was verwendet man wie oder wo verstößt man ganz bewusst, um eben andere Vorteile zu erhalten.

Am 1.8.2021 um 01:01 schrieb Fachinf78282:

Es wird ja häufig geschrieben dass man keinerlei Vorkenntnisse braucht in diesem Forum, aber in der Praxis werden halt häufig schon Bewerbungen vom HR Department abgelehnt, wenn man garkein Vorwissen hat da es beim Fachinformatiker AE ein ziemlich großen Bewerberüberschuss gibt.

Back to topic:

Da ich einen extrem schlechten Schulabschluss hatte, waren für mich die Vorkenntnisse sehr wichtig. Es war eher so: "du machst was mit Computern? Dich brauchen wir!" wobei rückblickend waren meine Kenntnisse nicht besonders groß, bisschen GUI zusammen klicken und eine Verzweigung oder eine Schleife (trotzdem habe ich mich gefühlt wie der King haha) bzw. Computer zusammenbauen, Router einrichten, Websever betreiben etc., was man eben so macht. Ich hätte damals jede Ausbildung angenommen, aber zum Glück wusste jemand, dass ich fit mit Computern bin und so habe ich zu meiner Ausbildung gefunden.

Natürlich heißt es immer "man braucht keine Vorkenntnisse". Das halte ich aber für sehr theoretisch. So bisschen Kontakt mit Computern und IT gehabt zu haben, kann sicherlich nicht schaden. Ich rede nicht von "ich bin mega Profi-Programmierer", aber so ein "hab schonmal bisschen HTML und JavaScript" gemacht oder ein Kommandozeilenprogramm in Java oder C++ kann bestimmt auch nicht schaden. Dann kann man zumindest argumentieren: "hab ich schonmal gemacht, finde ich interessant, finde ich spannend, macht mir Spaß, will ich beruflich machen".

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  • 1 Monat später...
Am 2.8.2021 um 08:53 schrieb 0x00:

Ich konnte ebenfalls gar nichts. Naja gut, hatte Info-Abi gemacht, aber das war mehr logisches Denken anstatt Programmieren. Im Gymnasium ist bei mir das Programmieren zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Ergo keine Ahnung von gar nichts. Musste sogar bei der Frage "Was ist eine Variable" passen :D

Ich kenne leider Leute, die als Junior "Programmierer" angestellt sind, und bei der Frage immer noch passen müssen :P

 

Zum Thema: ich habe erst aus Spaß, dann später auch mit dem Ziel, mich damit zu bewerben ca. 2 Jahre nebenher Webentwicklung gemacht. Tutorials nachgebastelt, Bücher gekauft, eigene Projekte gemacht - bis zu React und ein wenig Backend bin ich gekommen. Für die Ausbildung bin ich damit definitiv "drüber" gewesen, aber der AG hat sich gefreut und konnte mich direkt in entsprechenden Projekten einsetzen. Dadurch konnte ich direkt am vorher gelernten ansetzen und weiter machen.

Ich finde nicht, dass da jeder den gleichen Weg gehen muss, die Ausbildung sollte auch ohne direkte Programmiervorkenntnisse starten können. Aaaber, schaden kanns sicher nicht. Und ich wollte vor der Ausbildung auch für mich selbst wissen, ob ich dafür gemacht bin und auch langfristig Freude am Programmieren habe - das konnte ich für mich auch nur durchs Tun herausfinden.

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