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IT nebenberuflich


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Hallo zusammen,

ich überlege momentan ein Kleinunternehmen zu gründen und als IT Freelancer zu arbeiten.

Kurz zu mir: Ich bin 2017 mit meiner FiSi Ausbildung fertig geworden. Habe danach noch ca. 1 Jahr weiter gearbeitet und habe dann eine andere Ausbildung begonnen und arbeite dort weiterhin. Trotzdem arbeite ich nebenbei bei einem IT Systemhaus, welches ich damals verlassen habe und kümmere mich um kleinere Aufgaben/Projekte, welche zeitunkritisch sind (450€ Basis. Habe relativ viel zusammenhängende Freizeit). Der nächste Schritt wäre es das Systemhaus als Kunden und dazu noch bei anderen Kunden weitere kleine Projekte zu übernehmen. Als Administrator findet man, meiner Meinung nach, sehr wenige Aufgaben und Projekte in Teilzeit. Ich habe dann darüber nachgedacht mich mit Java auseinandersetzen und kleine Programmierungsprojekte zu übernehmen. Da ist der Markt für Freelancer in Teilzeit größer. Leider habe ich nicht so große Java Erfahrungen, da den einzigen Kontakt, welchen ich mit Java hatte, der in der Schule war. Ich kann leider schwer beurteilen, wie viel Zeit ich benötige, um in Java brauchbar fit zu werden. 

Nun ist meine Frage, soll ich über LinkedIn usw. Unternehmen anschreiben und fragen ob es dort was für mich zu machen gibt? Oder soll ich mich tatsächlich in Programmierung fit machen und irgendwann ( 1 bis 2 Jahren) kleine/ leichte Projekte zu übernehmen?

Ich finde es immer etwas schade, dass ich in Programmierung nicht so fit bin. Deswegen hätte ich sogar eine große Motivation mich in diesen Bereichen fit zu machen.

Weiter wäre die Frage, ob ich lieber Kurse besuchen oder mir lieber alles selber beibringen soll? Was macht mehr Sinn?

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Die Frage ist nicht, ob und welche Kure du besuchen solltest. Die Frage ist, ob du dir aller Konsequenzen der Gründung bewußt bist.

Also: Welche Kosten kommen auf dich zu, wieviel Umsatz musst du monatlich mindestens generieren um die Kosten zu decken?
Bist du (auch im Kontext Familie/Partner) bereit auf sehr viel Freizeit zu verzichten?
Hast du Rücklagen um bspw, so etwas wie den Lockdown zu überbrücken?
Welche "Backups" kannst du potentiellen Kunden anbieten, falls du mal ausfällst?

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Es gibt einige Punkte, in denen sich selbständige Arbeit von der Arbeit als Angestellter unterscheiden, darüber sollte man sich zunächst voll und ganz bewusst werden.

Der Bereich Freelancer stellt noch eine "Sonderzone" im Bereich Selbständigkeit dar. Die Projektvergabe funktioniert hier oft über entsprechende Börsen- und Marketplaces, setzt aber auch voraus, dass jemand absoluter Experte auf einem bestimmten Gebiet ist. Bei Microsoft sind dies beispielsweise einige, die auch den Status eines MVPs haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_MVP

Für die Unterstützung von Selbständigkeit gibt es Existenzgründerberatungen. Selbständigkeit erfordert auch Marktanalyse und KUNDENAKQUISE. Mit einfach ein paar Unternehmen anschreiben funktioniert so etwas nicht. Kundenkontakte müssen mühsam über einen Zeitraum aufgebaut werden. Man geht bei Gründung auf Basis einer Selbständigkeit von einer Durststrecke von mindestens 1 Jahr aus, bevor man überhaupt mal in die schwarzen Zahlen kommt und von der Selbständigkeit leben kann. Ergo benötigt man eine Finanzierung oder/und entsprechende eigene Rücklagen. Eine Finanzierung erhält man nur, wenn man über einen Business-Plan verfügt, der vom Kreditgeber abgenickt und Dich als kreditwürdig einstuft - sonst wird es mit der Gründung eher schwierig.

In der Vergangenheit wurden Gründungen von der Arge gefördert. Auch Hochschulen unterstützen Studenten, die ein Startup gründen wollen.

Aber wie gesagt, ohne entsprechende Kapitalbasis dürfte dies schwierig werden. Ansonsten bleibt nur der Freelancer Markt online. Dieser Markt ist recht zerrupft und schon sehr speziell. Also Nischen, bei denen man zunächst Experte sein muss, um in diesen Nischen Geld zu verdienen.

Auch die Agentur für Arbeit oder Hochschulen bieten immer wieder Gründungsberatungen an. Ich würde bei Interesse hierzu zunächst versuchen, eine entsprechende Beratung in Anspruch zu nehmen.

Viel Erfolg !

Bearbeitet von tkreutz2
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Zur Unternehmensgründung gilt alles was oben gesagt wurde.

Zum Thema Java: Was hälst du davon zuerst noch einmal als Angestellter Programmierer zu arbeiten und so deine Kenntnisse auf Vordermann zu bringen? Ich denke da lernst du mehr als durch irgendwelche Onlinekurse und wirst obendrauf auch noch bezahlt.

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vor 2 Stunden schrieb tkreutz2:

Der Bereich Freelancer stellt noch eine "Sonderzone" im Bereich Selbständigkeit dar. Die Projektvergabe funktioniert hier oft über entsprechende Börsen- und Marketplaces, setzt aber auch voraus, dass jemand absoluter Experte auf einem bestimmten Gebiet ist. Bei Microsoft sind dies beispielsweise einige, die auch den Status eines MVPs haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_MVP

MVPs sind aber eher die, die viel für die Community machen. Also die, die Vorträge halten, Fachartikel schreiben, etc. Ein Freelancer, der "nur" ein "Experte" (Experte in was?) ist, wird kein MVP.

vor 12 Stunden schrieb Alfawhiskey92:

Ich habe dann darüber nachgedacht mich mit Java auseinandersetzen und kleine Programmierungsprojekte zu übernehmen.

Die Welt der Softwareentwicklung hat sich seit den 90ern stark geändert und ist wesentlich komplexer geworden. Einfach ein Java-Buch zu lesen wird nichts bringen, um eine qualitativ gute Software zu entwickeln. Da braucht man schon mehr, als nur Java-Kenntnisse. Das fängt schon damit an, dass viele heutzutage eine Web-Applikation haben möchten. Da kommst du mit Java alleine nicht mehr so weit. Schon gar nicht nebenbei als kleines Projekt.

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vor 33 Minuten schrieb Whiz-zarD:

MVPs sind aber eher die, die viel für die Community machen. Also die, die Vorträge halten, Fachartikel schreiben, etc. Ein Freelancer, der "nur" ein "Experte" (Experte in was?) ist, wird kein MVP.

Die Welt der Softwareentwicklung hat sich seit den 90ern stark geändert und ist wesentlich komplexer geworden. Einfach ein Java-Buch zu lesen wird nichts bringen, um eine qualitativ gute Software zu entwickeln. Da braucht man schon mehr, als nur Java-Kenntnisse. Das fängt schon damit an, dass viele heutzutage eine Web-Applikation haben möchten. Da kommst du mit Java alleine nicht mehr so weit. Schon gar nicht nebenbei als kleines Projekt.

Das stimmt natürlich. Die Frage mag möglicherweise auch sein, wenn jemand in die Selbständigkeit einsteigen möchte, ob eine Freelancer Tätigkeit generell dabei eine Hilfestellung ist oder ob andere Formen der Selbständigkeit je nach Schwerpunk besser oder schlechter geeignet wären.

Ich habe gerade einen Blick auf die Berufsprofilbeschreibung der Webmasters Europe Akademie für den Bereich WebDev geworfen.

https://de.webmasters-europe.org/berufsprofile/web-entwickler-web-developer

Mir ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, wie stark der Arbeitsmarkt eingebrochen ist seit Beginn der Corona Krise.

Aus Sicht der "Berufsprofile" dessen, was dort angeboten würde. (Da das Stichwort "Java Dev") gefallen ist.

Mir ist aber auch noch nicht ganz klar, wo der Threadsteller die Gratwanderung vom Systemhaus zum Dev sieht.

Aus der Sicht würde ich schon empfehlen, eine Beratung zu in Anspruch zu nehmen, die das Geschäftsmodell mit Alleinstellungsmerkmal und Businessplan unter die Lupe nehmen sollte.

Streiche MVP und ersetze durch Alleinstellungsmerkmal + Businessplan im Bereich Dev generell mit und ohne Web-Bezug.

Bearbeitet von tkreutz2
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vor 1 Stunde schrieb tkreutz2:

 

Mir ist aber auch noch nicht ganz klar, wo der Threadsteller die Gratwanderung vom Systemhaus zum Dev sieht.

 

Moin zusammen, also die Gratwanderung ist eher, dass ich der Meinung bin, dass man als Freelancer eher Dev Projekte bekommt, als Systemadministratoren Aufgaben. Das ist momentan nur meine Einschätzung, kann sein dass ich es falsch sehe.

 

Zum Thema Unternehmen gründen: Ich bin weiterhin und werde weiterhin Hauptberuflich meinen jetzigen Job weiter ausführen. Als Kleinunternehmer, wo drin nur ich arbeite, wollte ich mich auf IT konzentrieren. Die Frage ist aber eher, wo drin ich bessere Perspektive haben werde? In der Systemadministrator Richtung oder in der dev Richtung? Falls in dem zweiten, dann wollte ich mir Tipps einholen, wie ich in dem am Bereich am besten fit werde. Allerdings bin ich auch motiviert mich als Admin weiter zu bilden und dort evtl. noch Zertifikate zu machen

 

 

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vor 42 Minuten schrieb Alfawhiskey92:

Die Frage ist aber eher, wo drin ich bessere Perspektive haben werde? In der Systemadministrator Richtung oder in der dev Richtung?

Das kommt vermutlich auch sehr stark auf die eigenen Fähigkeiten und die eigene Motivation an. Als Entwickler da irgendwie Fuß zu fassen, wenn man hauptberuflich eigentlich nichts mit Softwareentwicklung am Hut hat und sich sein Wissen durch Bücher/Online-Tutorials ohne praktische Erfahrung zusammenschustert, halte ich für relativ schwer; auch wenn das augenscheinliche Angebot größer wirkt als für administrative Aufgaben/Projekte. Dafür ist die Konkurrenz und deren Skillvorsprung, meiner persönlichen Meinung nach, zu groß.

vor 47 Minuten schrieb Alfawhiskey92:

also die Gratwanderung ist eher, dass ich der Meinung bin, dass man als Freelancer eher Dev Projekte bekommt, als Systemadministratoren Aufgaben.

Nur weil die Nachfrage größer ist, heißt das ja noch lange nicht, dass dann auch ausgerechnet du diese Projekte bekommst. Den Einstieg zu finden und die ersten erfolgreichen Projekte abzuschließen wird ohne nachweisliche Praxiserfahrung sehr sehr schwer. Wie @0x00geschrieben hat, ist da der bessere Weg erst einmal in Anstellung die entsprechenden Fähigkeiten zu lernen und zu erproben und mit dem so gewonnen Portfolio nach Angeboten zu suchen.

TLDR: Wenn du als Systemadministrator arbeitest, das gelernt hast und darin Erfahrung hast, sollte das auch der Bereich sein, in dem du nebenberuflich als Selbstständiger etwas machen solltest, nicht in einem für dich komplett neuem und unbekannten Gebiet, wo vermutlich jeder Informatikstudent ab dem 3. Semester anfangs zumindest günstiger, schneller und besser ist.

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Ich halte einen Einstieg als selbsttändiger Programmierer für sehr schwer möglich- ohne tatsächliche Vorkenntnisse. Ich würde sagen - "Schuster bleib bei deinen Leisten". Es gibt sicherlich genug kleine Selbstständige wie Ärzte, Rechtsanwälte, Tischler  etc. die auf der Suche nach einer zuverlässigen It-Betreuung sind- den Weg würde ich gehe und da versuchen zusätlich zu deinem 450€ Job etwas aufzubauen - das andere sind für mich Luftschlösser. 

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vor 17 Stunden schrieb Alfawhiskey92:

Leider habe ich nicht so große Java Erfahrungen

Man muss, wenn man selbständig ist - egal ob haupt- oder nebenberuflich (ich war schon beides) - sein Handwerk sehr gut beherrschen. Wenn man dann erst noch lernen muss, sehe ich das als problematisch, schon alleine weil die Einschätzung fehlt, ob man etwas überhaupt - in einer Zeit, die sich wirtschaftlich überhaupt lohnt - überhaupt hinbekommt. Das "learning on the fly" in produktiven Projekten halte ich zudem für problematisch: Wie will man das denn dem Kunde in Rechnung stellen? Keiner wird dafür bezahlen, dass mehr Stunden nötig sind, als bei einem erfahrenen Entwickler.

vor 17 Stunden schrieb Alfawhiskey92:

Als Administrator findet man, meiner Meinung nach, sehr wenige Aufgaben und Projekte in Teilzeit.

Hast du denn überhaupt schon alle Quellen ausgeschöpft?

vor 17 Stunden schrieb Alfawhiskey92:

Ich kann leider schwer beurteilen, wie viel Zeit ich benötige, um in Java brauchbar fit zu werden. 

Ehrliche Antwort: Für immer. Programmieren lernt man nicht und kann es dann. Es ist ein ständiges weiter entwickeln. Es hört ja auch nicht beim Programmieren auf, sondern fängt da erst an. Software Prinzipien, Design Pattern, praktische Erfahrung, ... 

Ich frage mich, wie du da gegen andere konkurrieren möchtest. Denn nebenher das alles aufzuholen, wird nicht funktionieren.

vor 6 Stunden schrieb tkreutz2:

Man geht bei Gründung auf Basis einer Selbständigkeit von einer Durststrecke von mindestens 1 Jahr aus, bevor man überhaupt mal in die schwarzen Zahlen kommt und von der Selbständigkeit leben kann.

Ich würde da - aus eigener Erfahrung - auch eher von 5 Jahren reden. Man braucht, bis man einen (zufriedenen) Kundenstamm hat der auch ständig etwas von einem will. Und hier reden wir von hauptberuflicher Tätigkeit, nebenberuflich dauert das dann natürlich um ein vielfaches länger.

vor 17 Stunden schrieb Alfawhiskey92:

Deswegen hätte ich sogar eine große Motivation mich in diesen Bereichen fit zu machen.

Motivation ist schon mal ein wichtiger Punkt. Aber hast du dann auch Motivation, dich mit Kunden rumzuärgern? Angebote, Pflichtenhefte und Rechnungen zu schreiben? Steuern zu machen? Am Wochenende zu arbeiten? Die Tätigkeit zu beherrschen ist das eine, unternehmerisches Denken das andere und dann noch das ganze Zeugs drumrum wieder etwas anderes. Das kann ganz schnell demotivieren, wenn man eigentlich nur programmieren möchte.

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vor 12 Minuten schrieb pr0gg3r:

Ich würde da - aus eigener Erfahrung - auch eher von 5 Jahren reden. Man braucht, bis man einen (zufriedenen) Kundenstamm hat der auch ständig etwas von einem will. Und hier reden wir von hauptberuflicher Tätigkeit, nebenberuflich dauert das dann natürlich um ein vielfaches länger.

5 Jahre bis man ständig Aufträge hat oder 5 Jahre bis man die schwarzen Zahlen erreicht? Weil 5 Jahre für schwarze Zahlen sehe ich schon als sehr hoch angesetzt an...

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vor 1 Minute schrieb 0x00:

5 Jahre bis man ständig Aufträge hat oder 5 Jahre bis man die schwarzen Zahlen erreicht? Weil 5 Jahre für schwarze Zahlen sehe ich schon als sehr hoch angesetzt an...

Schwarze Zahlen scheibt man hoffentlich von Anfang an ;) Ich meinte eher 5 Jahre, bis man keine "Sorgen" mehr haben muss, nicht genügend Aufträge zu bekommen, Urlaub richtig planen kann, nicht mehr Tag und Nacht arbeiten muss. Einfach gesagt: bis die Vorteile der Selbständigkeit denen einer Festanstellung überwiegen. Lass es von mir aus 3 Jahre sein, aber ich würde eher weniger "optimistisch" planen.

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Was hast du denn außer der Idee, als Entwickler selbstständig zu werden?

Welches Alleinstellungsmerkmal? Warum sollte ich (nach deiner Zertifzierung) DICH buchen und keinen Entwickler, welcher seit seinem Berufsabschluss 2017 aktiv professionell durch-entwickelt hat und das per Arbeitszeugnissen und/oder Referenzprojekten belegen kann?

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vor 3 Stunden schrieb Alfawhiskey92:

Zum Thema Unternehmen gründen: Ich bin weiterhin und werde weiterhin Hauptberuflich meinen jetzigen Job weiter ausführen.

Mittlerweile sind ja Rückfragen von ein paar Vorpostern eingetroffen. Wenn der Hauptjob zufriedenstellend läuft, finde ich es persönlich eigentlich auch besser, ein wenig Zeit für Familie und Freizeit als Ausgleich übrig zu halten, anstelle zusätzlicher Belastungen neben dem Hauptjob. Weiterbildungen, die für die Erhaltung oder Entwicklung des Hauptjobs unterstützen können, würde ich hier auch als sinnvoller ansehen. Aber erzähl doch mal etwas über Dein Alleinstellungsmerkmal.

Bearbeitet von tkreutz2
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vor 4 Stunden schrieb tkreutz2:

Mittlerweile sind ja Rückfragen von ein paar Vorpostern eingetroffen. Wenn der Hauptjob zufriedenstellend läuft, finde ich es persönlich eigentlich auch besser, ein wenig Zeit für Familie und Freizeit als Ausgleich übrig zu halten, anstelle zusätzlicher Belastungen neben dem Hauptjob. Weiterbildungen, die für die Erhaltung oder Entwicklung des Hauptjobs unterstützen können, würde ich hier auch als sinnvoller ansehen. Aber erzähl doch mal etwas über Dein Alleinstellungsmerkmal.

Da gebe ich dir im grundegnommen auch Recht. Jedoch kann man nebenbei echt bequem arbeiten, vor allem aus dem Home Office. Arbeiten vor Ort würde ich, gerade als Admin, auch vor Ort machen (Hardware installieren, WLAN usw.) Und Hauptberufliche Weiterbildungen werden auch in den nächsten 1 bis 2 Jahren unternommen. Dort kann ich jetzt momentan nicht viel mehr machen. Bis dahin allerdings, wollte ich die Zeit noch etwas nutzen und mich in der Informatik weiter fit machen und evtl. meine Reichweite erhöhen bzw. mehr verdienen wollen (Durch ein Kleinunternehmen eben. da privat die Grenze des Verdienstes bei 450€/m ist).

Ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal zu definieren ist schwierig. Ich glaube dass ich mich nicht besonders von anderen abhebe. In den letzten Jahren habe ich mich aber relativ viel mit Backups beschäftigt und ich werde mich noch weiter in der Netzwerktechnik frisch machen (wird momentan von mir gefordert). So dass ich vielleicht beide Themen bei kleinen Firmen gut anwenden kann. Natürlich kann ich aber auch vieles, was ein Admin eben können muss (Viel Microsoft) und privat habe ich auch paar Sachen in Richtung Linux gemacht.

vor 5 Stunden schrieb allesweg:

Was hast du denn außer der Idee, als Entwickler selbstständig zu werden?

Welches Alleinstellungsmerkmal? Warum sollte ich (nach deiner Zertifzierung) DICH buchen und keinen Entwickler, welcher seit seinem Berufsabschluss 2017 aktiv professionell durch-entwickelt hat und das per Arbeitszeugnissen und/oder Referenzprojekten belegen kann?

Das ist natürlich eine gute Frage. Ich weiß auch nicht so wirklich wie groß die Konkurrenz auf diesem Markt ist. Das ich keine Chance gegen dev's bin, welche in diesem Zeitraum durch entwickeln und im businss sind, ist natürlich logisch. Evtl. hätte ich mir dann eine Nische gesucht. Aber der Thread macht mir ja schon deutlich, dass ich mir das ganze evtl. zu einfach vorgestellt habe. Für diesen Austausch und Meinung bin ich aufjedenfall dankbar.

vor 5 Stunden schrieb pr0gg3r:

 

[...] Hast du denn überhaupt schon alle Quellen ausgeschöpft? [...]

Motivation ist schon mal ein wichtiger Punkt. Aber hast du dann auch Motivation, dich mit Kunden rumzuärgern? Angebote, Pflichtenhefte und Rechnungen zu schreiben? Steuern zu machen? Am Wochenende zu arbeiten? Die Tätigkeit zu beherrschen ist das eine, unternehmerisches Denken das andere und dann noch das ganze Zeugs drumrum wieder etwas anderes. Das kann ganz schnell demotivieren, wenn man eigentlich nur programmieren möchte.

Ich habe um ehrlich zu sein, noch keine wirkliche Plattform gefunden, wo IT'ler für die Betreuung von kleinen IT-Infrastrukturen gesucht werden. Hätte ich da eine vernünftige Vorgehensweise an "Arbeit" zu kommn, dann wäre mir die Idee Programmierung zu lernen nicht in den Sinn gekommen :D

 

Ich denke, dass wenn ich mich auf zwei kleine Firmen konzentriere, dann wird es von der Arbeitsbelastung noch gehen. Unser Systemhaus hat auch kleinere Firmen und dort sehe ich, dass die relativ angenehm sind. Falls es zu viel wird, muss ich dann eben den Kunden abgeben. Das werde ich dann erst herausfinden, inwieweit ich zufriedendstellend leisten kann und noch Freizeit haben kann.

vor 6 Stunden schrieb bene98:

Ich halte einen Einstieg als selbsttändiger Programmierer für sehr schwer möglich- ohne tatsächliche Vorkenntnisse. Ich würde sagen - "Schuster bleib bei deinen Leisten". Es gibt sicherlich genug kleine Selbstständige wie Ärzte, Rechtsanwälte, Tischler  etc. die auf der Suche nach einer zuverlässigen It-Betreuung sind- den Weg würde ich gehe und da versuchen zusätlich zu deinem 450€ Job etwas aufzubauen - das andere sind für mich Luftschlösser. 

Ja ich denke auch, dass es mehr Sinn macht mich auf solche kleinen Unternehmen zu konzentrieren und evtl. dort mich zu "einzukaufen".

 

vor 6 Stunden schrieb Rienne:

TLDR: Wenn du als Systemadministrator arbeitest, das gelernt hast und darin Erfahrung hast, sollte das auch der Bereich sein, in dem du nebenberuflich als Selbstständiger etwas machen solltest, nicht in einem für dich komplett neuem und unbekannten Gebiet, wo vermutlich jeder Informatikstudent ab dem 3. Semester anfangs zumindest günstiger, schneller und besser ist.

Die Einsicht ist aufjedefall da. Aber ist ja auch gut, dass ihr mir das so offen schreibt. Ich bin im Moment eben in einer "Findungsphase" und tausche mich im Freundeskreis und eben auch hier aus und will eben herausfinden, ob es murks oder realistisch ist. Aufjedenfall danke für den Post.

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vor 48 Minuten schrieb Alfawhiskey92:

Ich habe um ehrlich zu sein, noch keine wirkliche Plattform gefunden, wo IT'ler für die Betreuung von kleinen IT-Infrastrukturen gesucht werden.

Warum nur? 🤔

Wenn ich an meiner fremd-betreuten IT-Infrastruktur sitze und $dringendeTätigkeit JETZT! machen will und etwas nicht funktioniert, will ich JETZT! jemanden beim Betreuer erreichen, der mein Problem binnen x Stunden löst.

Wie klein kann x bei einer nebenberuflichen OneManShow sein? Samstags um 21 Uhr? An dessen Hochzeitstag vor den 6wöchigen Flitterwochen? ;)

Oder bei $KMU mit mehreren Mitarbeitern? Oder bei $großemSystemhaus?

Je nach Geldbeutel kann x einstellig sein, auch am Wochenende.

Wenn ich jetzt jedoch einen solchen Vertrag mit 4h bis Techniker vor Ort vereinbart habe, aber zwischendurch auch du mal dran warst, könnte es gut sein, dass der Techniker nach 4h da ist und nach 4:05 wieder weg....

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vor 55 Minuten schrieb allesweg:

Warum nur? 🤔

Wenn ich an meiner fremd-betreuten IT-Infrastruktur sitze und $dringendeTätigkeit JETZT! machen will und etwas nicht funktioniert, will ich JETZT! jemanden beim Betreuer erreichen, der mein Problem binnen x Stunden löst.

Wie klein kann x bei einer nebenberuflichen OneManShow sein? Samstags um 21 Uhr? An dessen Hochzeitstag vor den 6wöchigen Flitterwochen? ;)

Oder bei $KMU mit mehreren Mitarbeitern? Oder bei $großemSystemhaus?

Je nach Geldbeutel kann x einstellig sein, auch am Wochenende.

Wenn ich jetzt jedoch einen solchen Vertrag mit 4h bis Techniker vor Ort vereinbart habe, aber zwischendurch auch du mal dran warst, könnte es gut sein, dass der Techniker nach 4h da ist und nach 4:05 wieder weg....

Ja aber dann ist es ja doch schwer solche Arbeiten zu finden. Deswegen war ich der Meinung dass Dev unproblematischer ist

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Das hab ich nicht behauptet. Die anderen und ich versuchen nur dir klar zu machen, dass es nicht reicht zu sagen, ich hab die und die Kenntnisse und hab Lust auf IT, also mach ich ein Kleinunternehmen auf.

Es geht neben den IT Kenntnissen um ganz viel zum Thema Kosten, Haftung, Verträge und Datenschutz und 100 andere Fragen.

Stell dir einfach vor, ich bin Chef eines KMU und Du bietest mir Dienstleistung im Bereich Backup an.
Erstellst Du einen unterschriftsreifen Vertrag den mein Rechtsanwalt abnickt oder soll ich (wenn ich selber RA, Wirtschaftsprüfer etc. bin) oder mein Anwalt den Vertrag erstellen. Bist du sicher dann alle Konsequenzen einschätzen zu können?

Bearbeitet von MartinSt
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Stichwort Risikoabsicherung im Bereich IT-Dienstleistung. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung (Suchmaschine des Vertrauens bemühen), schlägt auch mit Kosten zu buche, die man erst mal rein holen muss.

Ohne Versicherung kann es heftig werden. Ein Produktionsausfall in einem Industrieunternehmen wegen Fehler an der EDV, die ein Dienstleister verursacht hat, kann schon mal 500 TEUR / Tag kosten. (z.B. Autozulieferer mit High Speed Lean Fertigung).

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vor 10 Stunden schrieb Alfawhiskey92:

Deswegen war ich der Meinung dass Dev unproblematischer ist

Kommt auf die Arbeiten an, wie viel man dafür bezahlen will und wie man mit Folgethemen umgehen will.

Es ist immer die Frage: gebe ich den Auftrag an einen einzelnen Menschen oder an ein größeres Unternehmen? Will ich die vermeintliche Sicherheit, dass $großeFirma Folgewartung auch noch in 5 Jahren machen kann oder will ich ein wirklich abgeschlossenes Gewerk, welches nach Abschluss des Auftrags vollständig an mich übergeben wird?

Egal ob FISI, Softwareentwickler, Handwerker, ...

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Ich frage mich bei der Thematik auch die ganze Zeit, was das für Projekte sein sollen bzw. wie viel Zeit pro Monat aufgewendet werden möchte, wenn wir hier von einem monatlichen "Zuverdienst" von 450€ sprechen. Da kann man mMn nicht viel mehr machen, als einmal die Woche für 2 Stunden an einer Webseite basteln oder die Webseite für 2 Kunden wöchentlich warten/updaten. Für sowas braucht man keinen Pool an Kunden oder Aquise oder sonst irgendwelche Quellen, die einen dauerhaft mit Aufträgen füttern. Da reicht es auch, das Restaurant und den Schneider um die Ecke zu fragen, ob sie jeweils 200€ im Monat über hätten und in nem halben Jahr ne Webseite haben wollen, die man dann wöchentlich wartet/updatet und ggf. noch nen Kommentarbereich hostet... 😅

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vor 19 Minuten schrieb Rienne:

Da reicht es auch, das Restaurant und den Schneider um die Ecke zu fragen, ob sie jeweils 200€ im Monat über hätten und in nem halben Jahr ne Webseite haben wollen, die man dann wöchentlich wartet/updatet und ggf. noch nen Kommentarbereich hostet... 😅

Aber wieso sollte man dafür 200 € im Monat bezahlen, wenn man dies mittels Baukästen auch für weniger Geld haben kann? Sei es z.B. über Jimdo oder Strato. Ein einfacher Onlineshop über Jimdo kostet 15 € pro Monat und hab da auch Support.

Bearbeitet von Whiz-zarD
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vor 20 Minuten schrieb Rienne:

Ich frage mich bei der Thematik auch die ganze Zeit, was das für Projekte sein sollen bzw. wie viel Zeit pro Monat aufgewendet werden möchte, wenn wir hier von einem monatlichen "Zuverdienst" von 450€ sprechen. 

So wie ich das verstanden habe sprechen wir hier von mehr als 450 Euro. Deswegen das Kleinunternehmen. 

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