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Game Design Studium ohne Abi


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Hey, um's kurz zu halten:

ich hab kein Abitur gemacht, aber eine Ausbildung zum FIAE. Ich hab gehört, dass man nach 3 Jahren Berufserfahrung auch studieren kann. Deshalb wollte ich fragen, ob das jemand von euch schon gemacht hat und ob es möglich ist, das eben auch in Richtung Game Design zu machen.

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vor 8 Minuten schrieb Graustein:

IT nahen Studiengang

Das ist ja die Crux...Game Design hat nicht zwangsläufig irgendwas mit IT zu tun.

Game Designer schreiben normalerweise überhaupt keinen Code...das machen Game Developer.

Game Design hat mehr was mit dem Ausarbeiten von Konzepten für Spiele, Ideen von Spielemodi, dem theoretischen Entwickeln von Charakteren, Lore, Spielewelten etc. pp. zu tun.

Und: Auch das "Designen", sprich Zeichnen und Modellieren, ist nicht Job eines Game Designers...das machen Artists...

Bearbeitet von KeeperOfCoffee
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Naja, soviel gibt es ja nicht, ich glaube es wird unterteilt in Technisch, Kaufmännisch, wobei der FI ja beides ist. Dann gibt es noch sozial und medizinisch oder so?
Als FI kann man jedenfalls ne breite Palette studieren, wobei es immer auf die Hochschule ankommt was sie anerkennt.

Ich weiß noch an der FernUni Hagen durfte man als IT-Systemelektroniker lange NICHT Informatik studieren, als FI schon.
Dafür durfte er BWL oder Wirtschaftsinformatik studieren...
Mittlerweile geht das auch als ITSE, Informatik.

Da Game Design ja idR an privaten FHs angeboten wird (?) nehmen die vermutlich (?) jeden der sich halbwegs qualifiziert 😉

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@KeeperOfCoffeeDanke für die Info. Irgendwo hast du ja recht, aber ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass man dort Sachen lernt, wie man z.B. mit dem OpenGL Framework arbeitet, wie man Game-Engines entwickelt, etc. Sprich eigentlich noch Sachen, die vor dem Entwickeln des Spiels passieren, sofern man keine vorgefertigte Engine verwendet. Evtl. sollte ich mir noch ein paar Studiengänge anschauen, die meine Erwartungen besser erfüllen.

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vor 33 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Das ist ja die Crux...Game Design hat nicht zwangsläufig irgendwas mit IT zu tun.

Ich gehe sogar so weit und sage der Game Designer hat mit IT überhaupt nichts am Hut in seiner Rolle, die er später ausübt.

Er wird eher viele Elemente des Projektmanagements in seiner täglichen Arbeit vereinen.

 

Dennoch werden die meisten Studiengänge - je nach Zusammensetzung der Module - thematische Schnittstellen zu den Game Artists und den Developern schlagen, damit der angehende Game Designer auch fachlich mit diesen Personen kommunizieren kann.

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Moin,

ich persönlich würde dir abraten einen Nischenstudiengang wie Informatik – Game Engineering zu wählen. Denn seien wir mal ehrlich: wer kennt solch einen Studiengang? Ich würde sogar behaupten dass selbst die Spieleindustrie kaum solche einen Studiengang kennt. Und was ist wenn du nach dem Studium nicht in der Spielebranche tätig sein möchtest? Es ist natürlich auch mit solch einem Abschluss möglich in einer anderen Branche tätig zu sein aber es wird natürlich etwas schwieriger werden.

Die Unterschiede zwischen einem normalen Informatik Studium und einem solch einem Nischenstudiengang dürfte übrigens auch nur sehr gering sein.  Von daher würde ich dir eher zu einem normalen Informatik Studiengang raten.

Ein Studium vermittelt dir übrigens nur die Grundlagen. Die eigentliche Spezialisierung findet dann in den Betrieben statt. 

MfG

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Welche Hochschule (keine Fernuni) bietet denn einen solchen Studiengang überhaupt an ?

Also ich habe noch keine Stellenanzeige eines Game-Herstellers gelesen, wo das gefragt wäre.

Das wäre dann übrigens das erste, was ich mir ansehen würde, wenn mich diese Branche interessieren würde. (Die Stellenanzeigen der Publisher und damit verbundenen Skills).

Bearbeitet von tkreutz2
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vor 1 Minute schrieb tkreutz2:

Welche Hochschule (keine Fernuni) bietet denn einen solchen Studiengang überhaupt an ?

Meine Hochschule beispielsweise:

https://www.hs-kempten.de/informatik/bachelor/game-engineering

Aber auch große bekannte Unis bieten mittlerweile solch einen Studiengang an:

https://www.tum.de/studium/studienangebot/detail/informatik-games-engineering-bachelor-of-science-bsc

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vor 25 Minuten schrieb tkreutz2:

Welche Hochschule (keine Fernuni) bietet denn einen solchen Studiengang überhaupt an ?

https://www.fh-wedel.de/bewerben/bachelor/computer-games-technology/

Ist zwar eine private FH und auch nicht gerade Günstig (weil Land Schleswig-Holstein meint, Fördergelder kürzen zu müssen) aber sie legt dennoch Wert auf Qualität und steht auch im engen Kontakt mit vielen großen Firmen rund um Hamburg.

Bearbeitet von Whiz-zarD
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vor 7 Stunden schrieb tkreutz2:

Welche Hochschule (keine Fernuni) bietet denn einen solchen Studiengang überhaupt an ?

An der TH Köln (nicht privat) kann man Digital Games studieren und darin seinen Bachelor machen. Dort gibt es 3 Schwerpunkte, einer davon ist Game Design. Allerdings kommt man da nur über eine Eignungsprüfung rein und lsut Flyer auch nur mit Abitur. Man könnte dort aber nachfragen, wie das mit beruflicher Qualifikation aussieht...wobei ich vermute, dass da sowieso schon nur ein sehr geringer Teil der Bewerber genommen wird.

Bearbeitet von Rienne
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Das einzige, was vielleicht hilfreich ist, ist ein Studium mit algorithmischer Geometrie (Informatik) - wenn du unbedingt game engines entwickeln willst. Aber explizit wird danach nicht gefragt. Viel wichtiger sind 🔥extrem🔥gute c/cpp Skills, um sowas z.B. zu verstehen https://www.youtube.com/watch?v=p8u_k2LIZyo.

Kannst du auch hier z.B. alles nachlesen:

https://ea.gr8people.com/jobs/167258/c-software-engineer-production-systems-frostbite

oder hier:

https://epicgames.wd5.myworkdayjobs.com/en-US/Epic_Engineering/job/Cary-NC/Engine-Programmer_R4247

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vor 10 Stunden schrieb Interrupt:

Und was ist wenn du nach dem Studium nicht in der Spielebranche tätig sein möchtest?

dann hat er immernoch eine Ausbildung mit Berufserfahrung. Zumal er ja auch durchaus nicht darin arbeiten muss. Manch einer hier im Forum mit großem Gehalt *hust* @blaargh *hust* studiert ja auch mehr für die "persönliche Erfüllung"

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vor 47 Minuten schrieb r00t:

ist ein Studium mit algorithmischer Geometrie (Informatik)

Eher analytische Geometrie als Teilgebiet der linearen Algebra, aber ja. Wer Spiele entwickeln will, sollte unbedingt vorher Informatik studiert haben. Die dort vermittelten Mathematikkenntnisse sind unabdinglich für den späteren Job.

 

vor 18 Minuten schrieb Bitschnipser:

mehr für die "persönliche Erfüllung"

Eher für den Wissensgewinn weil das für meine tägliche Arbeit extrem relevant ist 😉 das ist mir tatsächlich wichtiger als irgendwann einen Schein zu haben.

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vor 37 Minuten schrieb blaargh:

Eher analytische Geometrie als Teilgebiet der linearen Algebra, aber ja. Wer Spiele entwickeln will, sollte unbedingt vorher Informatik studiert haben. Die dort vermittelten Mathematikkenntnisse sind unabdinglich für den späteren Job.

Soweit ich weiß, baut algorithmische Geometrie zum Großteil darauf auf. Algorithmische Geometrie hat den Vorteil, dass man da sowas wie z.B. Triangulierung von Polygonen, Punktlokalisierung etc. lehrt, direkt anhand von Implementationen (https://scale.iti.kit.edu/teaching/2020ws/comput_geom).

Beides zu belegen wird bestimmt auch nicht schaden 🤷‍♂️

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Danke schonmal für die ganzen Infos, hört sich fast so an als sollte ich erstmal Informatik studieren? Und ja, primär will ich das für mich selbst studieren aus Eigeninteresse. Falls sich ein Job daraus gewinnen lässt ist das auch gut, aber primär eben nur für mich :D

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vor 37 Minuten schrieb r00t:

Soweit ich weiß, baut algorithmische Geometrie zum Großteil darauf auf.

Das ist korrekt. Vielleicht habe ich es etwas blöde formuliert. Algorithmische Mathematik löst Probleme (zum Teil) mithilfe des Erlernten aus der linearen Algebra. Beides ist relevant, sollte aber am besten in der richtigen Reihenfolge behandelt werden. Wer z.B. lineare Optimierung (Thema in algorithmischer Mathematik) lernen möchte sollte schon einmal von euklidischen Vektorräumen gehört haben.

 

vor 8 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

was den jetzt?

Na, der Herr Dop4miN hat ja hier: 

 

vor 12 Stunden schrieb Dop4miN:

dass man dort Sachen lernt, wie man z.B. mit dem OpenGL Framework arbeitet, wie man Game-Engines entwickelt

geschrieben dass er gerne Game engines entwickeln würde. Das hat dann ja nichts mehr mit Game Design zu tun.

 

Bearbeitet von blaargh
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Ist vielleicht etwas Offtopic, aber woher kommt das eigentlich, dass die Bedingungen in der Spielebranche so schlecht sind, wie es oft gesagt wird? Liegt das auch an dem enormen Wettbewerb? Denn es ist ja schon so, dass ständig zig Spiele erscheinen und jedes Spiel irgendwie herausstechen will. Oder ist es einfach so, dass in der Chefetage so viele BWLer sind, die den maximalen Gewinn bei minimaler Gegenleistung herauspressen wollen und die Arbeitnehmer nehmen das an, dankbar überhaupt von einem Spieleentwickler genommen worden zu sein? Würde mich mal interessieren...

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Spiele zu entwickeln wird halt immer teurer. In Zukunft soll ein PS5 Spiel an die 200 Millionen Euro in der Produktion kosten (https://www.pcgames.de/Playstation-5-Konsolen-265878/News/Budgets-sollen-bald-schon-200-Millionen-US-Dollar-ueberschreiten-1379093/)

Spieleentwicklung ist eine Investition über mehrere Jahre, die komplett in die Hose gehen kann. Die Teams in den Spieleschmieden werden unterdessen immer größer um die Anforderungen zu stemmen.

Man erinnere sich an No Mans Sky...dass war für die Verältnisse ein extrem winziges Team...sie konnten die versprochenen Anforderungen deswegen nicht erfüllen. Dazu haben die Hersteller noch ihren Sitz in nicht gerade billigen Gegenden.

Man hat ja, z.B. die Berichte gelesen, dass Mitarbeiter von Blizzard teilweise nicht mal ihren täglichen Bedarf stemmen konnten.

 

Die Spieleindustrie fischt oft nach Entwicklern, die immer schon den Traum hatten zu entwickeln und mit viel Elan und Idealismus an die Sache heran gehen...dies verspricht die Möglichkeit das Gehalt zu drücken.

vor 9 Minuten schrieb casual_dev:

Oder ist es einfach so, dass in der Chefetage so viele BWLer sind, die den maximalen Gewinn bei minimaler Gegenleistung herauspressen wollen und die Arbeitnehmer nehmen das an, dankbar überhaupt von einem Spieleentwickler genommen worden zu sein? Würde mich mal interessieren...

Die klassichen kleinen Spielebuden von früher gibt es ja kaum noch. Und wenn doch, dann sind dies sehr kleine Teams die wie ein Startup ums überleben kämpfen.

Viele junge Entwickler wollen "was mit Games" machen, weil man nicht in der "langweiligen" oder "gierigen" Wirtschaft arbeiten will. Das es aber kaum noch Unterschiede gibt, sehen diese Leute aber dann nicht. Die Mentalität der frühen Spieleindustrie ist längst gestorben.

 

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vor 4 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Man erinnere sich an No Mans Sky...dass war für die Verältnisse ein extrem winziges Team...sie konnten die versprochenen Anforderungen deswegen nicht erfüllen. Dazu haben die Hersteller noch ihren Sitz in nicht gerade billigen Gegenden.

Gerade bei No Mans Sky hat das Team aber selber Schuld, weil sie selber einen Hype entwacht haben, den sie nicht gerecht wurden.

vor 4 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Die Mentalität der frühen Spieleindustrie ist längst gestorben.

Welche Mentalität? Es ging immer ums Geld. Warum kam es in den 80ern zum video game crash? Weil der Markt mit inkompatiblen Konsolen überschwemmt wurde, die alle ihre eigene Spielebibliothek hatten, die überwiegend aus schlechten Kopien der Arcade-Spielen bestanden. E.T. war nur die Spitze des Eisberges. Man hat Schrott am laufenden Band produziert.

Viele scheinen auch die 90er zu romantisieren aber die Welt der Videospiele bestand mehr als aus Bullfrog, Blizzard, Westwood und id Software. Erinnert sich keiner mehr um die große Diskussion um die geschönten Screenshots? Das war ein großer Eklat in den 90ern und vom Sexismus will ich erst gar nicht sprechen. Nee, sorry, da sind wir schon ein großes Stück weiter, auch wenn der Sexismus in der Branche immer noch sehr hoch ist.

Ich denke sowieso, dass es kurz oder lang wieder zu einem Crash kommen wird. Vielleicht nicht so heftig, wie in den 80ern und vielleicht sind wir da schon drinnen aber dass die Produktionskosten enorm in die Höhe steigen, zeigt, dass die derzeitige Entwicklung von Videospielen nicht haltbar ist. Mit Microtransactions hat man versucht, dagegen zu wirken aber das kam nicht gut an. Schon in den 90ern versuchte man es auch mit product placement aber dies kommt bei Spielern ebenfalls nicht gut an. Also wird man in Zukunft immer weniger größere Franchises sehen und irgendwann wird auch mal ein Call of Duty oder Assassins's Creed ausgelutscht sein. Ich denke, wir werden uns wieder mit simpleren Spielen begnügen müssen und seien wir doch mal ehrlich: Open World-Spiele sind jetzt auch nicht so der Hit. Ja, man kann sich vielleicht durch eine große Stadt bewegen aber sie ist komplett statisch und langweilig.

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