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Arbeiten für umme? Offtopic-Diskussion aus dem Event-Thread


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Am 7.9.2021 um 08:04 schrieb Kwaiken:

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich mittlerweile der Annahme anheim gefallen bin, dass @Velicity ein Forentroll ist. Der Beste, den ich je gesehen habe. 

Das hat nix mit Troll zutun. Ich identifiziere mich eben stark mit meinem Job bzw. der Tätigkeit an sich. Natürlich ist die Softwareentwicklung für mich auch nicht alles und ich habe durchaus andere Hobbies, sei es Sport, Gitarre spielen, mal ins Kino gehen, ne Radtour etc. pp.

Aber der Computer nimmt auch außerhalb des Jobs Zeit ein. Ich hab Spaß dran. Mal tüftelt man an was Eigenem, schaut sich etwas an, dass einen interessiert, mal hilft man jemand aus, ist in Foren aktiv, in Discords etc. pp. Oft gibt es natürlich Synergien mit der Arbeit. Sachen mit denen man sich 40-50 Stunden die Woche auseinandersetzt, die beschäftigen einen nun einmal, dazu hat man dann auch mehr Ideen, mehr Probleme etc. pp.

Und ja meine Zufriedenheit auf der Arbeit hängt damit auch ziemlich zusammen mit der Qualität der Arbeit. Das an vielen Stellen bewusst gefuscht wird. Viele Probleme ignoriert werden, weil sie zu viel Aufwand bedeuten würden und der Grund warum alles so ist, ist eben "historisch gewachsen" und den Kunden stört es nicht so sehr, dass er Geld dafür zahlt, dass sich was ändert.

Vieles davon ist eben für mich purer Stress und raubt mir den Spaß an der Tätigkeit. Da sind Supportfälle, die da durch heraufbeschworen werden, die überwiegend bei mir landen, auch außerhalb der Arbeitszeit. Wir haben eine Rufbereitschaft die rum geht, wenn ich dran bin schön und gut. Mal einen Kollegen aushelfen, der nicht weiter kommt oder neuer im Team ist, ist auch schön und gut. Ich würde aber sagen bei 80% der Fälle, die über ein Neustart eines Prozesses oder ähnliches hinausgehen werde ich hinzugezogen, was sich dann je nach Aufkommen auch anfühlen kann als hätte ich 2-3 Wochen die Bereitschaft gemacht, statt 1.

Und auch wenn mir Fehleranalysen mit am meisten Spaß machen, sind viele der Sachen einfach nur idiotisch und mehr als vermeidbar. Auch hab ich da echt Probleme, dem Kunden ein vom Pferd zu erzählen, dass man ihn das ggf. noch als Anwenderfehler oder ähnliches verkaufen kann und dafür kassiert und ihn nicht direkt zu sagen, was Sache ist. Keine Ahnung, ich kann nicht zur Arbeit gehen, meine Arbeit machen, den Kopf dabei ausschalten und gut, mich belastet sowas. Hab da teilweise das Gefühl der gegenüber am Telefon muss denken ich bin total verblödet und habe überhaupt keine Ahnung von meiner Arbeit.

Da gibt es viele Stellen wo man ran müsste. Vieles war technisch früher nicht anders möglich, ist es aber mittlerweile seit 20 Jahren. Viel ist vom Aufbau gelöst, wie vor 50 Jahren, einfach weil die Leute damals Know-How anderer Technologien hatten, führt aber heute vermehr zu Problemen, Fehlern, mehr Wartungs- und Entwicklungsaufwand.

An vielen dieser Stellen kommt dann ein Pflaster drauf, welches die Performance verschlechtert und die Gesamtkomplexität erhöht. Jobs die Fehler nachdem sie entstanden sind bereinigen, etc. pp. Gerade Performance ist auch so ein Thema, was bei uns bzw. unseren Kunden immer wieder hoch kocht. Ich reiß mir da in meinen Bereich wirklich den A.. auf und optimiere was geht, darf dann aber die heiligen Standardroutinen aufrufen, die ich nicht anfassen soll, was im aktuellen Zustand auch nur dafür sorgen kann, dass das ganze System auseinander fällt.

Dann habe ich eine relativ komplexe Anwendung, die verdammt viel macht und in wenigen Millisekunden z.B. für 500 Datensätze durch ist, vernünftig testbar und optimiert ist und verständlich geschrieben ist. Muss dann aber für diese 500 Datensätze eine Routine aufrufen, die kaum etwas macht aber pro Datensatz so lange brauch. Anstatt da bei zu gehen kommen dann Sachen wie Multithreading und co. dazu, an Stellen wo es kaum einen Sinn macht und nur mehr Probleme verursacht, da die Daten eh im Zusammenhang stehen, entsprechende Locks brauchen etc. pp. Man stapelt den Sche.. einfach immer höher.

Also ja, ich wäre bereit da ein paar Stunden in lockerer Atmosphäre mit einer Pizza und ein Bierchen bei einer Veranstaltung, die keine Pflicht ist zu investieren, weil diese Sachen mich quasi 40-50 Stunden die Woche massiv stören. Warum soll ich nicht 12 oder 24 Stunden im Jahr etwas ohne Geld machen, was meine Zufriedenheit im Zweifel massiv erhöht für die anderen 2.200 Stunden, meinen Stress hier senkt, ggf. auch die Stunden. Weil ich dafür kein Geld kriege?

Klar ist das schöner, wenn man das im Arbeitsalltag einbauen kann, es fester Bestandteil der Arbeit ist, der Kunde irgendwie dafür zahlt, die Mitarbeiter dafür bezahlt werden etc. pp. Wenn diese Option aber nicht angeboten wird und die andere schon, dann wäre sie mir hier trotzdem tausend mal lieber als der Status Quo. Dabei geht es für mich um eine Währung, die mir wesentlich wichtiger ist als ein paar zusätzliche Euros. Ich sehe da kein Grund das zu verteufeln, weil der böse Arbeitgeber damit was umsonst kriegt. Sche.. ich drauf, um den geht es mir nicht, sondern darum, dass ich weniger Stress habe und mehr Spaß habe. Das ich mich während meiner Arbeit auf die zu lösenden Probleme konzentrieren kann als immer wieder mit den selben Schwachsinn aufhalten muss.

Ich werde aktuell vermutlich weit aus mehr Stunden damit verbraten Kollegen beim Support zu helfen, ebenso ohne extra Tallerchen, als ich das mit so einem Konzept machen würde, durch die da durch eingesparte Zeit. Also ja, Overall ist es vermutlich sogar eine Gehaltserhöhung und Stundenreduzierung. Aber wie gesagt, die Kohle ist mir an dieser Stelle sche.. egal. Für mich ist Zufriedenheit bzw. Reduktion von Unzufriedenheit deutlich mehr wert als ein paar Euro, vorausgesetzt man nagt nicht eh am Hungertuch und brauch das Geld wirklich bzw. hat finanzielle Sorgen. Wenn wir von zwei Tagen im Monat ausgehen, dann sind das Netto bei mir gut 150 Euro im Monat. Klar Geld stinkt nicht, ich lege aber eh schon gut die Hälfte meines Gehalts bei Seite, diese 150 Euro da sind oder nicht, davon merke ich nix, während die andere Lösung sich auf 220+ Tage im Jahr meines Lebens positiv auswirken könnte und vermutlich auch würde, keine Ahnung warum man das unbedingt als trollen verstehen möchte. Zumal ich von der Tätigkeit eben so ziemlich genau das, sicherlich auch an 1-2 Tagen im Monat am Wochenende ohnehin schon mache, nur eben nicht für die großen Baustellen in unserem Laden, es ist also für mich nicht einmal zusätzliche Arbeit, es ändert sich nur wer den Code am Ende ausführt und das jemand daran verdient, daraus entsteht für mich aber kein Nachteil.

Bearbeitet von Velicity
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vor 5 Minuten schrieb Velicity:

Also ja, Overall ist es vermutlich sogar eine Gehaltserhöhung und Stundenreduzierung.

Da ist die Software totaler Müll, Du verwendest deine Freizeit und Mühe darauf sie kostenlos zu verbessern und redest Dir das auch noch schön.

vor 9 Minuten schrieb Velicity:

Wenn wir von zwei Tagen im Monat ausgehen, dann sind das Netto bei mir gut 150 Euro im Monat.

Das sind 1.800 EUR Netto im Jahr. Davon kann man einen wirklich schönen Urlaub machen. Und den macht auch jemand. Auf deine Kosten. 

Grundgütiger. Das ist schon kein Stockholm mehr, das ist ein eigenes Forschungsgebiet.

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vor 1 Minute schrieb Kwaiken:

Da ist die Software totaler Müll, Du verwendest deine Freizeit und Mühe darauf sie kostenlos zu verbessern und redest Dir das auch noch schön.

Ist sie, das ist ja das Problem. Das ändert sich aber nicht von alleine. Und ja kostenlos aber nicht umsonst. Wie gesagt für mich steht der Spaß an der Arbeit und Reduktion von unnötigen Stress und Unzufriedenheit deutlich, deutlich, deutlich über Geld.

vor 5 Minuten schrieb Kwaiken:

Das sind 1.800 EUR Netto im Jahr. Davon kann man einen wirklich schönen Urlaub machen. Und den macht auch jemand. Auf deine Kosten. 

Ja, da haben wir wieder das Geld. Erstmal reizt mich Urlaub nicht groß, das zusätzliche Geld würde stumpf auf dem Konto gammeln, sind dann eben nur 1.800 Euro mehr im Jahr. Wenn ich in den Urlaub fahren wollen würde, dann hab ich genug Geld dafür. Was ist so schwer daran zu verstehen, dass es mir nicht an Geld fehlt, sondern mein Problem ist, dass mir die Arbeit nicht wirklich schmeckt, obwohl ich die Tätigkeit sehr gerne ausführe und das man das mit so einer Aktion z.B. deutlich verbessern könnte.

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vor 13 Minuten schrieb Chief Wiggum:

Frage aus dem Off: die wievielte fruchtlose Velicity-Diskusssion soll das jetzt werden?

Tschulligung dass ich wieder darauf eingegangen bin. Aber um diese Frage zu beantworten: der Zähler war nur ein DWORDLONG und hatte einen Überlauf 😇

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vor 21 Minuten schrieb Bitschnipser:

unterbezahlt kann man auch woanders arbeiten, wo man weniger unzufrieden ist.

Korrekt, das ist immer die Lösung. Aber irgendwelche Probleme wird es doch überall geben, das Szenario würde für mich immer noch das Gleiche bleiben. Sind dann eben ggf. nur andere Probleme. Für mich bleibt auch dann der Spaß and er Arbeit weit über 150 Euro im Monat an Geld und das war schon der worst case mit zwei Tagen je Monat.

Davon ab weiß man im Vorfeld eben auch nicht, ob das Gras auf der anderen Seite wirklich grüner ist. Habe genug bei Partnerunternehmen und co. mitbekommen, wo vieles gleich oder sehr ähnlich lief. Ggf. liegt es auch mit an der Branche, der Firmengröße, was weiß ich. Ich glaube so verkauft wurde das in den Bewerbungsgesprächen auch niemanden.

Klar kann ich aus Erfahrungen lernen, schauen wie und wo Überstunden anfallen, was für Unzufriedenheit sorgt usw. und dann im Bewerbungsgespräch sagen eine Rufbereitschaft mache ich nicht mit, Inbetriebnahmen beim Kunden Vorort auch nicht, da dort auch oft Überstunden anfallen können und wenn etwas sche.. gelöst ist, dann möchte ich das man das Problem angeht und da nicht drum rum baut oder die Finger davon lässt, weil man Angst hat, dass alles auseinander fällt.

Oder eben einfach die Branche wechseln in einem Bereich, wo es sowas einfach nicht gibt, wobei ich da natürlich viel an Know-How aufgeben würde. Und bei einem Wechsel vermutlich der Tech-Stack ein anderer sein würde.

Btw mal ein anderer Gedanke. Wie steht ihr eigentlich OpenSource gegenüber, zumal es da häufig das gleiche Setting gibt. Leute arbeiten in ihrer Freizeit an einer Lösung, sei es weil es ihnen einfach Spaß macht, um ihre Fähigkeiten zu verbessern in bestimmten Bereichen, was häufig auch umsonst dem Arbeitgeber zugute kommt. Dazu werden die Lösungen dann häufig von anderen in kommerziellen Produkten verwendet, wovon dann quasi wieder ein anderer in den Urlaub fährt..

Bearbeitet von Velicity
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vor 11 Minuten schrieb Velicity:

Klar kann ich aus Erfahrungen lernen, schauen wie und wo Überstunden anfallen, was für Unzufriedenheit sorgt usw. und dann im Bewerbungsgespräch sagen eine Rufbereitschaft mache ich nicht mit, Inbetriebnahmen beim Kunden Vorort auch nicht, da dort auch oft Überstunden anfallen können

Man kann natürlich auch von einem Extrem (man macht alles umsonst mit) ins anderes Extrem (ich mach gar nichts mehr) ... oder man wählt einen Zwischenschritt. Wie wäre es mit dem Abbummeln der Überstunden oder einer Vergütung? Aber umsonst so ein Event mitmachen, weil der Chef zu geizig ist? Ne danke ... wenn umsonst arbeiten, dann nur ehrenamtlich für einen guten Zweck ^^

Bearbeitet von OkiDoki
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Mein AG hat mir ein Bierkasten zu sitzen gegeben sowie ein 486er mit 1 MB Ram und ein 12 Zoll Röhrenmonitor.
Weil mich das stört hab ich erstmal für 15.000 Euro mir einen gescheiten Schreibtisch, Stuhl, PC Monitor usw gekauft, weil wer will denn so arbeiten?
Dazu nur Shareware also nochmal 5000 Euro an SW, weil ich muss ja auch Spaß am arbeiten haben.

Bearbeitet von Graustein
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@OkiDoki wie gesagt, mir geht es darum, dass man die Sachen eben nicht riechen kann und bestimmte Situationen dafür eben eine höhere Wahrscheinlichkeit bieten.

Bei Inbetriebnahmen die weiter weg sind gehen schon mal 5-7 Stunden für die Anreise drauf. Die liegt man i.d.R. dann aber auch so, dass man trotzdem möglichst früh da ist und Montags arbeiten kann und fährt Freitags erst später weg. Und groß im Hotel hocken und viele Wochen zusätzlich da sein bringt auch keinen was, ergo kommen bei sowas fix Stunden zusammen. Der Kunde muss am Tag irgendwie arbeiten, wo man ihn betreut, einige Änderungen wo das System nicht läuft können aber nicht gemacht werden und verschieben sich in die späten Stunden etc. pp.

Und auch die Rufbereitschaft ist ja bei kundenspezifischen Sachen eben an gewisses Know-How gebunden. Nicht jeder ist in jeden Projekt tief drin, Leute sind unterschiedlich gut in Themen wie Fehleranalysen usw. Ich glaube nicht, dass es da in anderen Firmen nicht auch Know-How Träger gibt, die durch sowas stärker belastet werden. Gleiche mit Kundenkontakt und generell Support.

Und die Vergütung ist wieder das Thema Geld, die das Problem an der Stelle eben nicht löst. Ich möchte kein Schmerzensgeld, sondern weniger Schmerzen.

Also das sicherste ist damit Sachen, die zu diesen Schmerzen führen aus dem Weg zu gehen. Am Ende wirbt eben keiner mit den Sachen, die nicht richtig laufen, oft kriegt man die auch nicht während der Probezeit mit usw.

@Graustein man kann es auch komplett übertreiben. Aber ja, ich hatte hier z.B. auch einen privaten Monitor mit dran, der Zuhause in der Abstellkammer gegammelt hat. Ich habe mir eine andere Tastatur und Maus geholt, ich hab mir hier einen Ventilator hingestellt und die Musik dödelt aus meinen alten Boomblaster aus den 90ern, der Zuhause nicht mehr genutzt wurde. Das alles erzeugte nun aber keine großen Mehrkosten und erhöht meine Zufriedenheit.

Nicht weil die Bedingungen unmenschlich wären, wie in deinen überspitzen Beispiel, sondern weil ich mich dafür entschieden habe und es mir das wert ist.

Bearbeitet von Velicity
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vor 1 Minute schrieb Velicity:

Ich möchte kein Schmerzensgeld, sondern weniger Schmerzen.

Das erreichst du unteranderem aber bei deinem AG mit Geld. Umso teurer du ihm die Überstunden und die Rufbereitschaft machst, desto seltener wird er das von dir in Anspruch nehmen wollen ... 

Gibt auch andere Möglichkeiten, mit Geld lässt sich sowas aber einfach steuern. Und wenn du es nicht brauchst, spende es halt... dann hast du wenigsten für einen guten Zweck gearbeitet ^^

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vor 8 Minuten schrieb OkiDoki:

Das erreichst du unteranderem aber bei deinem AG mit Geld

Das ist ja genau der Punkt.

Der AG hat keinerlei Grund Geld in die Hand zu nehmen, wenn der Kram sowieso kostenlos von den Mitarbeitern gefixt wird, sobald die Schmerzen einfach nur groß genug sind. Das einzige was der AG lernt ist, dass er an der Schmerzschraube der MA drehen muss.

Bearbeitet von Kwaiken
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 @Kwaiken wir reden doch bei dem ganzen um optionale Sachen, die vielleicht die Anwendung verbessern oder das Leben der Entwickler angenehmer machen. Wo soll der AG da lernen, dass er Geld in die Hand nehmen muss. Die Alternative kann genauso sein, dass man die Sachen belässt wie sie sind. Das tut dem AG nicht weh.

Und wenn die Entwicklungszeit sich bei einigen Sachen erhöht, dann kommt eben noch mehr Pfusch rein oder andere Sachen die kaum Aufwand machen werden höher bepreist, so dass es am Ende egal ist. Der Kunde hat eh keine Ahnung was wie viel Aufwand im System bedeutet.

Solange man genug Kunden ranschafft, die vorhandenen fleißig für Erweiterungen zahlen, für Anwenderfehler, die aufgrund schlechter Benutzerfreundlichkeit entstehen oder für Fehler der Anwendung, die man ihnen als solche verkauft, passt das aus Sicht des AG doch alles.

vor 28 Minuten schrieb OkiDoki:

Das erreichst du unteranderem aber bei deinem AG mit Geld. Umso teurer du ihm die Überstunden und die Rufbereitschaft machst, desto seltener wird er das von dir in Anspruch nehmen wollen ... 

In der Theorie kann ich sowas abfeiern, wobei das zum einen zeitlich oft nicht möglich ist, als auch dann natürlich das Ergebnis schmälert. Schneide mir also ins eigene Fleisch bzgl. möglicher Boni.

Davon ab geht es mir ja nicht um das Thema an sich, sondern um Probleme die überhaupt unnötigerweise entstehen oder Sachen, die meiner Meinung nach ein Kollege, der mich hinzuzieht selbst hätte lösen können sollen. Ich wüsste nicht wie man sowas großartig unterschiedlich bepreisen möchte.

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vor 8 Minuten schrieb Velicity:

wir reden doch bei dem ganzen um optionale Sachen, die vielleicht die Anwendung verbessern oder das Leben der Entwickler angenehmer machen. Wo soll der AG da lernen, dass er Geld in die Hand nehmen muss. Die Alternative kann genauso sein, dass man die Sachen belässt wie sie sind. Das tut dem AG nicht weh.

Er lernt natürlich nicht, dass er mehr Geld in die Hand nehmen muss, wenn du die Arbeit einfach während deiner Freizeit machst. 

Entweder er gibt dir Zeit die Systeme zu optimieren oder dir geht Arbeitszeit und dem AG somit Produktivität verloren. Wenn man sich über ein Tool oder ein System regelmäßig beschwert und dies plötzlich problematisch wird, nur weil der AG das stetig ignoriert, wird er nichts ändern, wenn du das alles privat machst. 
"Funktioniert doch, der macht das doch."
Manchmal muss et knallen. 

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vor 9 Minuten schrieb OkiDoki:

Na die sind dir ja egal ... du hast ja genug Geld und was soll das bisschen mehr auf dem Konto. Also einfach abfeiern

Das betrifft dann aber im Zweifel nicht nur mich, wenn das Ergebnis schlechter ist und es deshalb keinen Boni oder einen Niedrigeren gibt, sondern genauso meine Kollegen.

Mal davon ab schlage ich mich dann immer noch mit Problemen rum, die es meiner Meinung nach nicht geben soll. Auch wenn ich dafür dann an anderer Stelle ein paar Stunden weniger mache, ein paar Euro weniger kriege und ein anderer im Zweifel ein paar Stunden mehr machen muss.

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vor 10 Minuten schrieb Velicity:

nicht nur mich, wenn das Ergebnis schlechter ist und es deshalb keinen Boni oder einen Niedrigeren gibt, sondern genauso meine Kollegen.

Einen Kollegen wie dich hätte ich gerne, dann könnte ich gleich weniger arbeiten und mehr chillen, weil ich weiß, dass du das sowieso machst. 
Die Begründung ergibt für mich keinen Sinn, denn wenn der Arbeitgeber eine qualitativ hochwertige Arbeit möchte, muss er dafür auch entsprechend zahlen. 
Zusätzliche Arbeit nicht entsprechend honorieren, aber das beste Ergebnis erwarten, klappt nur bei Arbeitnehmern, die ihre Freizeit für den Beruf opfern.

Ich gebe während der Arbeitszeit nach bestem Wissen und Gewissen das Beste, Feierabend ist allerdings Feierabend und Wochenende dann eben Wochenende. 

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vor 14 Minuten schrieb Asura:

Ich gebe während der Arbeitszeit nach bestem Wissen und Gewissen das Beste, Feierabend ist allerdings Feierabend und Wochenende dann eben Wochenende. 

Und Urlaub ist Urlaub als kleine Ergänzung noch dazu, da wir wissen das hier auch gerne verteidigt wird das man im Urlaub angerufen wird.

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vor 1 Stunde schrieb Velicity:

 

Also das sicherste ist damit: Sachen, die zu diesen Schmerzen führen, aus dem Weg zu gehen.

Wie schlimm müsste es werden, dass du den AG wechseln würdest? Aktuell sieht es leider so aus, als würde "normaler" Frust etc. nicht annähernd ausreichen, müsste es denn wirklich ein (anhaltender) Nervenzusammenbruch sein, oder direkt ein lupenreiner Burnout?

Es ist ja grundsätzlich löblich, so ein tiefgehendes Verantwortungsgefühl vorweisen zu können, jedoch kann man selbst als Laie erkennen, dass dies Selbstzerstörung auf höchstem Niveau ist... Und irgendwie hat man sogar aus der Ferne das Gefühl dir dabei helfen zu müssen, das zu verstehen. Sonst hört es sich leider so an, dass es in absehbarer Zeit zu schwerwiegenden Schäden kommen wird. 

Bearbeitet von wulf
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Ich habe echt lange überlegt, ob ich echt noch mal etwas zu @Velicity schreiben soll, oder nicht, da es ja eh auf taube Ohren stößt. Aber vielleicht verhindert es wenigstens, dass andere sich selber in eine solche (psychische) Sackgasse begeben. Einerseits immer und immer wieder jammern über die Arbeitsbedingungen, aber zeitgleich jegliche Kritik daran mit irgendwelchen Gegenargumenten abschmettern und jeden gut gemeinten Rat ausschlagen, ist auf Dauer für keine Seite gut. Ganz ehrlich @Velicity: Ohne aus deiner Comfort-Zone auszubrechen und dich einfach mal auf andere Stellen zu bewerben und selber zu erfahren wie viel mehr oder weniger grün das Gras auf der anderen Seite ist, lohnt es sich mMn nicht, dass du hier jedes Mal wieder Romane verfasst. Was soll im schlimmsten Fall passieren, wenn du dir eine andere Stelle suchst, die dir vielleicht mehr von dem, voran du Spaß hast, bietet und weniger von den nervigen Nebentätigkeiten? Idealerweise auch noch für mehr Geld oder wahlweise mehr Freizeit. Selbst wenn dir die andere Stelle im Nachhinein doch nicht so gefallen sollte, wird dich dein jetziger Arbeitgeber vermutlich wieder mit Kusshand zurücknehmen, so günstig wie du bist und man dich ja auch nicht mehr einarbeiten braucht. :D

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vor 24 Minuten schrieb Albi:

Und Urlaub ist Urlaub als kleine Ergänzung noch dazu, da wir wissen das hier auch gerne verteidigt wird das man im Urlaub angerufen wird.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich jetzt schon frage, wie der Chef - der die Wochenendarbeit als LAN-Party verkaufen und mit nem Sixpack und ner Pizza die MA abspeisen wollte - darauf reagieren würde, wenn man ihm sagt:

"Hey, Chef, ich habe eine ganz tolle Idee! Ich mache jetzt DO und FR diese Woche bezahlt frei. Bestell Dir doch ne Pizza und ne Cola auf meine Kappe und mach Dir zwei schöne Tage ohne mich!"

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