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Missverständnis / fürs falsche Unternehmen entschieden


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Moin, 

 

ich habe vor kurzem die Ausbildung als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung angefangen. 

 

Ich habe mir im Vorfeld viele Gedanken zu dem Unternehmen gemacht in dem ich arbeiten möchte.

Meine Prioritäten waren im groben: 

- Ich möchte nicht als only Support Mensch ausgebildet werden

- Ich möchte innerhalb der Ausbildung so gut es geht programmieren lernen. 

- Es sollte viel Fachwissen vorhanden sein von dem man lernen kann

 

Ich hatte 4 Angebote und habe mich aufgrund eines Missverständnisses falsch entschieden. 

Ich habe in einem Unternehmen angefangen wo der Bereichsleiter IT-Entwicklung mit im Vorstellungsgespräch saß. Als ich gefragt habe was es so für Abteilungen in der Entwicklung gäbe, hat der irgendwie 2 IT Abteilungen aufgezählt und meinte es gäbe noch X (viele) Abteilungen mehr. 

Im August habe ich dort angefangen und es stellte sich raus, mit Entwicklung meinte er nicht IT-Entwicklung sondern sowas wie Produktentwicklung (Industrieunternehmen).

Ich hab erwartet, dass dort viele Programmierer in X Abteilungen sitzen, die alle zu verschiedenen Themen was programmieren, aber meine IT-Entwicklungsabteilung besteht jetzt aus 3 Leuten. 1 Teamchef, 1 Datenbanktyp und Ich. Der Datenbanktyp sagt von sich aus, er kann überhaupt nicht programmieren(was stimmt). Der Teamchef kann zwar programmieren, aber er kümmert sich hauptsächlich um organisatorisches - also er hat keine Zeit. Zudem habe ich die gefragt was ich die nächsten 3 Jahre da machen werde & die meinten, ich würde hauptsächlich Standardsoftware konfigurieren, administrieren und wenn überhaupt, Mal ein kleines Programm schreiben, was die Standardsoftware irgendwie unterstützt.

 

Das ist alles nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Priorität Nummer 1 ist bei mir wirklich, dass ich gescheit lerne Software zu entwickeln. Ich lese oft, dass manche in der Ausbildung nicht wirklich programmieren lernen & sich danach alles in Eigenregie zuhause selbst beibringen müssen, um irgendwie an Softwareentwickler Jobs zu kommen. 

Es ist wirklich mein Nummer 1 Ziel & Nummer 1 Priorität, so gut es geht programmieren zu lernen, damit ich nach den 3 Jahren eine solide Basis an Wissen habe & mich auch guten Gewissens auf ein paar Softwareentwickler Jobs bewerben kann. Ich konkurriere dann ja schließlich mit fertigen Studenten. 

 

Jetzt überlege ich natürlich das Unternehmen zu wechseln.

Sehe ich das ganze zu kritisch?

Würdet ihr das Unternehmen wechseln?

Wie erkläre ich das am Besten in einem Vorstellungsgespräch? Verstehen die Personaler dieses Missverständnis überhaupt? Für die ist ja ganz oft: ,,Ausbildungsplatz = Ausbildungsplatz, die Rahmen Inhalte der IHK hält ja jeder ein, was ist das Problem?" 

 

Ich würde mir dann ein Unternehmen suchen, welches als Unternehmensgegenstand Software herstellt & wo ich auf LinkedIn & Xing vorher abchecke, wie viele Programmierer da arbeiten. 

(Das hatte ich übrigens auch bei dem Unternehmen gemacht, wo ich grade arbeite, aber da war ich zu naiv und hab dem Bereichsleiter vertraut, dass Entwicklung = IT-Entwicklung ist)

 

Für die Ausbildung bin ich auch umgezogen und 2 der 3 Unternehmen, die ich abgesagt habe, sind jetzt in entgegengesetzter Richtung. Bei den wird es schwierig sich noch Mal zu melden. Und das andere Unternehmen hat eine genau so kleine IT Abteilung wie mein jetziges. 

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Sehe ich auch so, wenn wechseln dann jetzt. Dafür ist die Probezeit da. Problem ist halt, dass du jetzt wohl nur Resterrampejobs bekommst... und ob die besser sind. Alternativ das erste Jahr weitermachen und währenddessen bewerben für 1.9 nächstes Jahr bei anderen Firmen und wenn möglich im 2 LJ einsteigen.

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Eher früher, als später wechseln. Denn verlorene Zeit holt man selten auf - die Zeit ist dann einfach verloren, selbst wenn man andere Erfahrungen sammeln kann.

Die Suche nach passenden Unternehmen kann schon eine Herausforderung werden. Auch ich sehe hier ein Terminproblem, aber laut Branchenverbänden bleiben jedes Jahr zahlreiche Lehrstellen unbesetzt. Die Chance ein Unternehmen zu finden, bei dem noch eine Ausbildung gestartet werden kann ist natürlich schlechter.

Alternativ -> Einige Studiengänge starten zum 1.10. - auch hier gibt es natürlich ein Platzproblem und Fristen. Aber es wäre "theoretisch" eine Möglichkeit. Start zum WS 2021 dann halt.

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vor 8 Stunden schrieb tkreutz2:

Die Suche nach passenden Unternehmen kann schon eine Herausforderung werden. Auch ich sehe hier ein Terminproblem, aber laut Branchenverbänden bleiben jedes Jahr zahlreiche Lehrstellen unbesetzt. Die Chance ein Unternehmen zu finden, bei dem noch eine Ausbildung gestartet werden kann ist natürlich schlechter.

Ist das aber auch auf den Fachinformatiker bezogen? Für den Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung gibt es eher zuviele Bewerber für zu wenig Lehrstellen, falls irgendwas übrig bleibt, sind es eher sehr schlechte Stellen oder sie existieren nur auf dem Papier.

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Am 14.9.2021 um 17:30 schrieb Wambo93:

Für die Ausbildung bin ich auch umgezogen und 2 der 3 Unternehmen, die ich abgesagt habe, sind jetzt in entgegengesetzter Richtung. Bei den wird es schwierig sich noch Mal zu melden. Und das andere Unternehmen hat eine genau so kleine IT Abteilung wie mein jetziges. 

Nur weil du den Unternehmen abgesagt hast, heißt das ja nicht dass die dich genommen hätten und selbst wenn, noch  lange nicht dass die Plätze unbesetzt geblieben sind.

Du kannst es aber zumindest mal versuchen, einem Azubi wird "die falsche Wahl" eher nachgesehen als einem AN mit genug Lebens- und Berufserfahrung.

Fragen kostet nix, Erfolg ist fraglich. Was du noch tun kannst ist warten bis die BS losgeht und dort Klassenkameraden, Lehrer oder den Direktor fragen ob die wissen bei welchen Unternehmen ggf. Plätze frei sein könnten. Der Direktor sollte das wissen(in Erfahrung bringen können, wer weniger oder keine Azubis angemeldet hat als sonst, oder einen wieder abgemeldet.

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Am 15.9.2021 um 21:19 schrieb DeveloperX:

Ist das aber auch auf den Fachinformatiker bezogen?

Das ist eine sehr gute und auch berechtigte Frage. Gerne wird über Branchenverbände getrommelt, wenn man auf zukünftige Entwicklungen pocht. Aber ähnlich ist es auch bei Themen wie einem Informatik Studium generell. Zu Beginn einer Ausbildung kann sich vieles auch regional schon stark verändert haben und Statistiken spiegeln ja nur Werte der Vergangenheit oder einer zukünftigen Prognose wieder.

Bei vielen Unternehmen herrscht seit Corona noch Unsicherheit, obwohl die Industrie langsam wieder anzieht. Gleichzeitig stehen andere Herausforderugen an z.B. der Chipmangel, der Industriebetriebe zeitweise in Kurzarbeit zwingt.

Es ist richtig, dass viele junge und motivierte Leute versuchen, in den Beruf rein zu kommen, aber manchmal scheitert es auch an "Kleinigkeiten".

Ich hatte 2011 für einen Microsoft Gold Partner gearbeitet, der einen .NET Entwickler in Koblenz einstellen wollte. Sehr kleines Unternehmen. Bewerber - Fehlanzeige. Nach 6-monatiger Stellenanzeige wurde es dann aufgegeben und die Aufträge wurden über das bestehende Freelancer Net vergeben, obwohl Kapazität für eine Festanstellung vorhanden gewesen wäre.

Eine Informaik Studentin, die sich vorstellen wollte, hatte bereits nach dem Betreten des Büros wieder kehrt gemacht mit den Worten "Wie, das ist das Unternehmen (Größe) ".

Aus der Sicht, vielleicht einfach mal den Mut haben, auch Pro-Aktiv auf Unternehmen zu zu gehen und schauen, ob sich etwas daraus entwickelt. (Nicht auf Stellenanzeigen warten).

Bearbeitet von tkreutz2
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Am 15.9.2021 um 21:19 schrieb DeveloperX:

Ist das aber auch auf den Fachinformatiker bezogen? Für den Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung gibt es eher zuviele Bewerber für zu wenig Lehrstellen, falls irgendwas übrig bleibt, sind es eher sehr schlechte Stellen oder sie existieren nur auf dem Papier.

es ist zwar OT, aber:

Nur weil es zig Bewerber auf eine Stelle gibt, heißt es noch lange nicht, dass auch zwingend ein passender Kandidat dabei ist.

Und es kann immer noch sein, dass ein potentiell passender FI-Ausbildungswilliger sich nicht bei DEM konkreten Unternehmen beworben hat, welches noch mindestens einen  Ausbildungsplatz frei hat.

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