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Ausbildungsbetrieb wechseln


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Hallo,

in meinem letzten Post habe ich meine Schwierigkeiten mit eurer Hilfe einmal erörtert.
Ich hatte eben ein Gespräch mit dem Schwerbehindertenbeauftragten und der Ausbildungsleiterin. Sie sind ratlos und können mir nicht helfen. Sie geben mir keine Chance zu zeigen, dass ich meine behinderungsbedingten Probleme bearbeiten kann. Auch eine Ausbildungsbegleitung wird abgelehnt, weil sie mir vermutlich nicht helfen wird.
Das machen sie fest an der E-Mail die ich vor drei Wochen der Mitarbeiterin des Integrationsfachdienstes schrieb. letzte Woche und diese Woche sind aber ganz gut gelaufen.
Ich werde den Ausbildungsplatz hier verlieren. 

Wie wechselt man seinen Ausbildungsbetrieb? Was muss ich beachten? Geht das zeitnah?
Noch habe ich die Probezeit nicht beendet. Und vermutlich werde ich noch in der Probezeit gehen müssen. Das habe ich heute erfahren.

Gibt es Anlaufstellen, die mich auf diesem Weg begleiten können?


Lg,
Ala

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Du hast mehrere Möglichkeiten:

1) Ruf bei deiner IHK an und frage, ob sie dir helfen können, noch freie Plätze zu finden

2) Jobbörsen durchsuchen und Betriebe anschreiben/anrufen und fragen, ob ein Einstieg für das Jahr 2021/2022 noch möglich ist

3) Frage bei deinen Klassenkameraden und Lehrern in der Berufsschule, ob diese noch freie Plätze haben oder vermitteln können

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Hallo,

wir hatten auch Fälle in der Klasse wo Mitschüler Ihren Betrieb wechseln wollten. Gründe waren mir nicht bekannt.

Der Klassenlehrer hat die jeweiligen Personen dabei unterstützt neue Firmen zu finden.

Einfach mal mit deinem Klassenlehrer erstmal besprechen. Wenn die dir nicht helfen können schicken die dich so oder so zur IHK.

Bearbeitet von Kouseiii
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Du kannst in der Probezeit den Betrieb wechseln, wenn du einen Ausbildungsplatz bei einer anderen Firma hast, ihn aber zu bekommen, kann ggf. sehr schwierig werden, auf wieviele Stellen hast du dich den vor der Ausbildung beworben, hast du noch andere Zusagen gehabt?

Wenn du die Hochschulreife hast, kannst du notfalls auch ein Studium anfangen.

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Ich würde mich spätestens jetzt mal an die entsprechenden Personen im Personalrat der Behörde wenden. Der scheint doch was falsch zu laufen. Ich weiss zwar nicht was du in der e- Mail geschrieben hast, aber es muss doch eigentlich bereits vor Ausbildungsbeginn festgestanden haben , dass du besonderen Unterstützungsbedarf hast. 

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Normalerweise würde ich von einer Behörde auch erwarten  dass sie anders mit Azubis umgeht. Man kann Probezeit auch verlängern, wenn es Schwierigkeiten gibt. Es sei denn die maximale Länge für die Probezeit ist erreicht. So geht man normalerweise nicht mit jungen Menschen um. Dass man Unterstützung nicht zulässt, finde ich auch  merkwürdig. 

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Meine Frage erstmal an dich:

Weiß die Firma/Behörde, weshalb du eine Schwerbehinderung hast und wie sich diese auf die Arbeit/Zusammenarbeit auswirken kann?

Ich habe deinen anderen Thread überflogen und für mich klingt das so, als ob unglaublich anstrengend bist (zumindest aus deren Sicht, das heißt nicht, dass du es tatsächlich bist) und sie deshalb keinen Bock mehr auf dich haben.

Die deutsche Sprache zeichnet sich durch eine Vielzahl von Weichmachern aus wie hätte, könnte, würde.
Das bedeutet nicht, dass du eine Wahlfreiheit hast, wenn du Aufgaben bekommst sondern man will nur freundlich sein bzw. klingen.
Wenn man dich fragt "Könntest du noch zwei Monitore tauschen?" dann bezieht es sich nicht auf die Fähigkeit, ob du grundsätzlich in der Lage bist zwei Monitore zu tauschen, sondern es ist viel mehr als freundlicher Arbeitsauftrag zu sehen.

Du bist bestimmt so jemand, der beim Klamotten shoppen vom Verkaufspersonal mit "Kann ich Ihnen weiterhelfen?" angesprochen wird und du dann erwiderst "Ich weiß nicht, ob Sie das können.".

Sehe es deshalb als eine persönliche Challenge für dich an, die deutsche Sprache besser für dich zu verstehen.
Weichmacher = Freundlichkeit bzw. Höflichkeit

Du erwähnst eine E-Mail. Hast du die denn selbst geschrieben oder fremde Hilfe?
Gerade in wichtigen Momenten - wenn der Job/die Ausbildung auf dem Spiel steht, das ist so einer - ist es sehr ratsam (tue es!) externe Hilfe in Anspruch zu nehmen und nicht das Bedürfnis siegen zu lassen, dass man es alleine schaffen kann.

Bist du eigentlich in einer Selbsthilfegruppe oder dergleichen?
Das könnte dir helfen (das wird dir helfen!) wie andere mit Ihrer Schwerbehinderung im beruflichen Alltag zurechtkommen und können (das machen die dann auch) hilfreiche Tipps, wie man in kritischen Situationen umgehen kann und du bekommst auch noch andere Anlaufstellen genannt.

 

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Bei mir war die erste Anlaufstelle ein Vertrauenslehrer an der Schule. Der hat mir dann den weiteren Schritt erklärt und ich habe mich mit der IHK in Verbindung gesetzt - diese wiederum hat mich an die Agentur für Arbeit weitergeleitet, weil ich unbedingt die Ausbildung fortführen wollte, aber noch keinen Betrieb hatte, in dem ich das machen konnte. 

Da ich in Bayern lebe war meine letzte Option (nach 3-4 Monaten ohne Betrieb aber mit Beschulung in der BS) in eine "Maßnahme" aufgenommen zu werden. Ob es diese Möglichkeit überhaupt in anderen Bundesländern gibt, weiß ich nicht. Dort bin ich quasi als Azubi angemeldet und die Stelle hat mir geholfen, einen Kooperationsbetrieb zu finden, der mich praktisch ausbildet, aber (noch) nicht bezahlt, sondern das über die Stelle läuft. 

Das wichtigste beim Wechsel ist eigentlich einen Betrieb zu finden, in dem du die Ausbildung fortfahren kannst. Ich bin da aber "sofort" raus, weil es nicht mehr zu ertragen war. Deine erste tatsächliche Anlaufstelle wird die IHK sein, du kannst aber selbstverständlich erstmal mit jemanden in der Schule drüber sprechen. Das hat mir sehr geholfen, den ersten Schritt zu wagen.

Wünsche dir alles Gute :)

Edit: ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr in der Probezeit

Bearbeitet von KsR
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vor 14 Stunden schrieb DeveloperX:

Du kannst in der Probezeit den Betrieb wechseln, wenn du einen Ausbildungsplatz bei einer anderen Firma hast, ihn aber zu bekommen, kann ggf. sehr schwierig werden, auf wieviele Stellen hast du dich den vor der Ausbildung beworben, hast du noch andere Zusagen gehabt?

Wenn du die Hochschulreife hast, kannst du notfalls auch ein Studium anfangen.

Ich habe nur eine Bewerbung geschrieben. Und die Stelle hatte ich auch sofort bekommen. Bei der Stadt und da sitze ich aktuell. 
Ich habe die Fachhochschulreife. Damit könnte ich Studieren, jedoch habe ich dafür nicht die finanziellen Mittel und meine Eltern verdienen zu viel, als dass ich Bafög bekommen wurde. Einen Studienkredit werde ich nicht abzahlen können, wenn ich keinen Job habe. Eine Doppelbelastung: Job + Studium ist mir leider zu viel.
 

vor 13 Stunden schrieb bene98:

Ich würde mich spätestens jetzt mal an die entsprechenden Personen im Personalrat der Behörde wenden. Der scheint doch was falsch zu laufen. Ich weiss zwar nicht was du in der e- Mail geschrieben hast, aber es muss doch eigentlich bereits vor Ausbildungsbeginn festgestanden haben , dass du besonderen Unterstützungsbedarf hast. 
Normalerweise würde ich von einer Behörde auch erwarten  dass sie anders mit Azubis umgeht. Man kann Probezeit auch verlängern, wenn es Schwierigkeiten gibt. Es sei denn die maximale Länge für die Probezeit ist erreicht. So geht man normalerweise nicht mit jungen Menschen um. Dass man Unterstützung nicht zulässt, finde ich auch  merkwürdig. 

Eigentlich gehen sie super mit mir um, sind transparent. Das Problem ist letztlich die Schwierigkeit, die sich aus meiner Einschränkung ergibt. Mit Autistetn muss man ganz genau kommunizieren, aber es wird erwartet, dass ich mich dem System zu 100% anpasse, obwohl ich es schon versuche. Das Grundproblem ist fehlgeschlagene Kommunikation.

vor 12 Stunden schrieb Wissenshungriger:

Meine Frage erstmal an dich:

Weiß die Firma/Behörde, weshalb du eine Schwerbehinderung hast und wie sich diese auf die Arbeit/Zusammenarbeit auswirken kann?

Ich habe deinen anderen Thread überflogen und für mich klingt das so, als ob unglaublich anstrengend bist (zumindest aus deren Sicht, das heißt nicht, dass du es tatsächlich bist) und sie deshalb keinen Bock mehr auf dich haben.

Die deutsche Sprache zeichnet sich durch eine Vielzahl von Weichmachern aus wie hätte, könnte, würde.
Das bedeutet nicht, dass du eine Wahlfreiheit hast, wenn du Aufgaben bekommst sondern man will nur freundlich sein bzw. klingen.
Wenn man dich fragt "Könntest du noch zwei Monitore tauschen?" dann bezieht es sich nicht auf die Fähigkeit, ob du grundsätzlich in der Lage bist zwei Monitore zu tauschen, sondern es ist viel mehr als freundlicher Arbeitsauftrag zu sehen.

Du bist bestimmt so jemand, der beim Klamotten shoppen vom Verkaufspersonal mit "Kann ich Ihnen weiterhelfen?" angesprochen wird und du dann erwiderst "Ich weiß nicht, ob Sie das können.".

Sehe es deshalb als eine persönliche Challenge für dich an, die deutsche Sprache besser für dich zu verstehen.
Weichmacher = Freundlichkeit bzw. Höflichkeit

Du erwähnst eine E-Mail. Hast du die denn selbst geschrieben oder fremde Hilfe?
Gerade in wichtigen Momenten - wenn der Job/die Ausbildung auf dem Spiel steht, das ist so einer - ist es sehr ratsam (tue es!) externe Hilfe in Anspruch zu nehmen und nicht das Bedürfnis siegen zu lassen, dass man es alleine schaffen kann.

Bist du eigentlich in einer Selbsthilfegruppe oder dergleichen?
Das könnte dir helfen (das wird dir helfen!) wie andere mit Ihrer Schwerbehinderung im beruflichen Alltag zurechtkommen und können (das machen die dann auch) hilfreiche Tipps, wie man in kritischen Situationen umgehen kann und du bekommst auch noch andere Anlaufstellen genannt.

 

Die Behörde weiß sogar durch meine Bewerbung schon, dass ich eine Schwerbehinderung habe. Ich bin auch im Bewerbungsgespräch offen damit umgegangen. Ich passe von meinen Qualifikationen super in den Job, lediglich die sozial-emotionale Komponente macht es anscheinen schwer, obwohl ich noch im Bewerbungsgespräch fragte, ob die sich unter Autismus überhaupt etwas vorstellen können. Es wurde genickt. Das freundliche und höfliche verstehe ich. Nur warum spricht man im passiv I und Passiv II, wenn man doch etwas möchte? Das sind jetzt aber nur Beispiele, die in dem Maße auf der Arbeit bisher nicht vorkamen. Bei uns gibt es andere Schwierigkeiten. 

Die E-Mail hatte ich eigenständig verfasst an die Dame vom Integrationsfachdienst. Sie durfte diese aber auch an meine Arbeit weiterleiten. Die Mail schrieb ich allerdings vor ca. zwei Wochen. Diese Woche und letzte Woche lief es aber super auf der Arbeit. Jedoch bezieht sich die Abteilung nur noch auf die Mail. In der Zwischenzeit hat sich aber auch etwas verändert. Die Frau des Integrationsfachdienstes hat mir ein paar Dinge erklärt, die ich so nicht wissen oder verstehen konnte. Eine Chance, dass ich Dinge auch verändere oder verändern kann, nach den ersten 5 Wochen lässt man mir nun nicht mehr.

Derzeit nutze ich den Integrationsfachdienst als Anlaufstelle, die Mitarbeiterin ist derzeit allerdings noch zwei Wochen im Urlaub. Ich hatte mit ihr aber vorher schon Kontakt. Einer Selbsthilfegruppe bin ich zur Zeit nicht angehörig.

 

vor 12 Stunden schrieb KsR:

Bei mir war die erste Anlaufstelle ein Vertrauenslehrer an der Schule. Der hat mir dann den weiteren Schritt erklärt und ich habe mich mit der IHK in Verbindung gesetzt - diese wiederum hat mich an die Agentur für Arbeit weitergeleitet, weil ich unbedingt die Ausbildung fortführen wollte, aber noch keinen Betrieb hatte, in dem ich das machen konnte. 

Da ich in Bayern lebe war meine letzte Option (nach 3-4 Monaten ohne Betrieb aber mit Beschulung in der BS) in eine "Maßnahme" aufgenommen zu werden. Ob es diese Möglichkeit überhaupt in anderen Bundesländern gibt, weiß ich nicht. Dort bin ich quasi als Azubi angemeldet und die Stelle hat mir geholfen, einen Kooperationsbetrieb zu finden, der mich praktisch ausbildet, aber (noch) nicht bezahlt, sondern das über die Stelle läuft. 

Das wichtigste beim Wechsel ist eigentlich einen Betrieb zu finden, in dem du die Ausbildung fortfahren kannst. Ich bin da aber "sofort" raus, weil es nicht mehr zu ertragen war. Deine erste tatsächliche Anlaufstelle wird die IHK sein, du kannst aber selbstverständlich erstmal mit jemanden in der Schule drüber sprechen. Das hat mir sehr geholfen, den ersten Schritt zu wagen.

Wünsche dir alles Gute :)

Edit: ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr in der Probezeit

Es gibt Maßnahmen über das Jobcenter für Erwerbslose. Wieder in eine Maßnahme möchte ich jedoch nicht. Ich möchte im Beruf bleiben :)
Eine Einstiegsqualifizierung könnte ich mir noch vorstellen und darüber hinaus dann in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden.

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vor 3 Stunden schrieb Ala:

Es gibt Maßnahmen über das Jobcenter für Erwerbslose. Wieder in eine Maßnahme möchte ich jedoch nicht. Ich möchte im Beruf bleiben :)
Eine Einstiegsqualifizierung könnte ich mir noch vorstellen und darüber hinaus dann in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden.

Die Maßnahme hat mir ermöglicht, in der Ausbildung zu bleiben. Für mich war dieser Punkt das wichtigste. War quasi die letzte Chance für mich

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vor 3 Stunden schrieb Ala:

Eigentlich gehen sie super mit mir um, sind transparent. Das Problem ist letztlich die Schwierigkeit, die sich aus meiner Einschränkung ergibt. Mit Autistetn muss man ganz genau kommunizieren, aber es wird erwartet, dass ich mich dem System zu 100% anpasse, obwohl ich es schon versuche. Das Grundproblem ist fehlgeschlagene Kommunikation.

Man muss damit klarkommen dass du nicht zu 100% anpassen kannst. Das hat ja nichts damit zu tun dass du nicht willst, sondern es geht einfach nicht. Als würde ich einen Querschnittsgelähmten die Treppen hoch schicken und dann meckern wenn er mir zu langsam nach oben kriecht (mal als plakatives Beispiel).

vor 3 Stunden schrieb Ala:

Die Behörde weiß sogar durch meine Bewerbung schon, dass ich eine Schwerbehinderung habe. Ich bin auch im Bewerbungsgespräch offen damit umgegangen. Ich passe von meinen Qualifikationen super in den Job, lediglich die sozial-emotionale Komponente macht es anscheinen schwer, obwohl ich noch im Bewerbungsgespräch fragte, ob die sich unter Autismus überhaupt etwas vorstellen können. Es wurde genickt.

Sagen wir mal so: irgendjemand wird (vielleicht) das Thema Authismus gegoogelt und die ersten 3 Zeilen gelesen haben. Im Vorstellungsgespräch dann "so schlimm scheint das ja nicht zu sein" gedacht haben und das wars.

Abgesehen davon ist es gängige Praxis seine Schwächen, Fehler und das Unwissen zu vertuschen. Ich kenne relativ wenige Menschen die sich hinstellen und sagen "kann ich nicht", "weiß ich nicht" oder "was bedeutet $Fremdwort". Da ich so einer bin, weiß ich auch warum viele Menschen so reagieren wie sie reagieren. Zugeben dass man etwas nicht kann oder weiß sorgt immer für schiefe Blicke.

vor 3 Stunden schrieb Ala:

Das freundliche und höfliche verstehe ich. Nur warum spricht man im passiv I und Passiv II, wenn man doch etwas möchte? Das sind jetzt aber nur Beispiele, die in dem Maße auf der Arbeit bisher nicht vorkamen. Bei uns gibt es andere Schwierigkeiten. 

Weil einem von klein auf eingetrichtert wird, dass es als extrem unhöflich gilt zu sagen "ich will..." (außer auf dem Standesamt :) ).

Deswegen sagt man "ich möchte dass du XY" oder "kannst du bitte XY" und nicht "ich will dass du XY". Für den Großteil der Leute ist klar, dass das keine Bitte sondern eine Aufforderung ist. Keine Frage nach dem "bist du in der Lage dazu" sondern eine höfliche Form von "mach das gefälligst".

So wird es, zwar in anderen Situationen, bei dir aktuell ablaufen. Der Ausbilder meint er hätte dir eine klare Anweisung gegeben, du verstehst das aber nicht als solche -> Problem

vor 3 Stunden schrieb Ala:

Die E-Mail hatte ich eigenständig verfasst an die Dame vom Integrationsfachdienst. Sie durfte diese aber auch an meine Arbeit weiterleiten. Die Mail schrieb ich allerdings vor ca. zwei Wochen.

Das Weitergeben lassen war wahrscheinlich ein Fehler, kann man jetzt aber nicht mehr ändern.

Für die Zukunft: Informationen die für die vermittelnde Stelle sind niemals unkommentiert der "Gegenseite" zukommen lassen. Wenn, dann nur im Rahmen eines persönlichen Gespräches (mit Übersetzer).

vor 3 Stunden schrieb Ala:

Diese Woche und letzte Woche lief es aber super auf der Arbeit. Jedoch bezieht sich die Abteilung nur noch auf die Mail. In der Zwischenzeit hat sich aber auch etwas verändert. Die Frau des Integrationsfachdienstes hat mir ein paar Dinge erklärt, die ich so nicht wissen oder verstehen konnte.

Je nach Inhalt der Mail würde ich trotzdem noch einmal versuchen das Gespräch mit allen Beteiligten zu suchen. Nimm jemanden aus deinem privaten Umfeld mit. Jemanden der dich kennt und für dich "übersetzen" kann. Erkläre was du mit der Mail aussagen wolltest und lass dir erklären wie die Mail verstanden wurde.

Dinge die du nicht weißt oder nicht verstehst sollte man dir von sich aus erklären, und in Anbetracht deiner - mit fällt kein besseres Wort dafür ein - Einschränkung müsste man eben etwas mehr auf dich eingehen als auf den 0815 Azubi.

vor 3 Stunden schrieb Ala:

Eine Chance, dass ich Dinge auch verändere oder verändern kann, nach den ersten 5 Wochen lässt man mir nun nicht mehr.

Genau dieser Punkt tut mir extrem leid für dich, auch wenn du aktuell alles brauchen kannst außer Mitleid.

Die Probezeit sollte auch dazu da sein, dass ein Azubi sein Fehlverhalten noch ändern kann. Dass man dir diese Chance offensichtlich nicht lasen möchte finde ich persönlich extrem unfair.

Natürlich kenne ich jetzt nur deine Seite der Geschichte, keine Ahnung was dein Ausbilder uns erzählen würde. aber so wie es bis jetzt scheint versucht man den einfachen Weg zu gehen.

vor 18 Stunden schrieb Wissenshungriger:

Ich habe deinen anderen Thread überflogen und für mich klingt das so, als ob unglaublich anstrengend bist (zumindest aus deren Sicht, das heißt nicht, dass du es tatsächlich bist) und sie deshalb keinen Bock mehr auf dich haben.

Wenn das wirklich der Fall sein sollte empfinde ich das als große Frechheit. Es ist ja nicht so dass keiner wissen konnte worauf man sich einlässt. Man hätte vorher überlegen können ob man damit umgehen kann und will. Sich als Ausbildungsbetrieb informieren  müssen welche Probleme auftauchen können die man sonst nicht hat. Sie hat es ja sogar im VG gefragt ob man weiß was Autismus ist.

Klar kann man jetzt sagen "wird nicht, weg mit ihr solange es noch geht". Man könnte es auch als persönliche Herausforderung sehen einem Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine Chance zu geben.

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Am 17.9.2021 um 08:34 schrieb Ala:

Ich habe nur eine Bewerbung geschrieben. Und die Stelle hatte ich auch sofort bekommen. Bei der Stadt und da sitze ich aktuell. 
Ich habe die Fachhochschulreife. Damit könnte ich Studieren, jedoch habe ich dafür nicht die finanziellen Mittel und meine Eltern verdienen zu viel, als dass ich Bafög bekommen wurde. Einen Studienkredit werde ich nicht abzahlen können, wenn ich keinen Job habe. Eine Doppelbelastung: Job + Studium ist mir leider zu viel.

Warum hast du eigentlich keine Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung Ausbildung gemacht? Wenn dir das programmieren Spaß macht dann ist sowas eher für einen Autisten geeignet da du viel weniger soziale Interaktionen mit anderen Mitarbeitern hast. Bin aktuell Software-Entwickler und habe auch mal ein Praktikum als IT Admin gemacht und das war Nichts für mich, man muss ständig rumlaufen, irgendwas am Rechner/Notebook beheben (was in 90% der Fälle durch etwas richtig Leichtes wie einem Neustart zu lösen ist) und halt auch viel sozial interagieren. Als Entwickler ist das i.d.R deutlich weniger umständlich.

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vor einer Stunde schrieb DeveloperX:

Bin aktuell Software-Entwickler und habe auch mal ein Praktikum als IT Admin gemacht und das war Nichts für mich, man muss ständig rumlaufen, irgendwas am Rechner/Notebook beheben (was in 90% der Fälle durch etwas richtig Leichtes wie einem Neustart zu lösen ist) und halt auch viel sozial interagieren.

Das ist genau eine Erfahrung. Ich könnte genau die entgegengesetzte Erfahrung aufzeigen. Auch als Admin kann man in einem ordentlich aufgestellten Betrieb ohne Herumlaufen seine Arbeit verrichten. Soziale Interaktion ist m.E. in allen IT-Berufen unerlässlich. Wer nicht im Team arbeiten kann, oder Probleme mit sozialer Interaktion hat, wird es (bis auf Ausnahmen) immer schwieriger haben. 

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Am 19.9.2021 um 17:25 schrieb DeveloperX:

Warum hast du eigentlich keine Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung Ausbildung gemacht? Wenn dir das programmieren Spaß macht dann ist sowas eher für einen Autisten geeignet da du viel weniger soziale Interaktionen mit anderen Mitarbeitern hast. Bin aktuell Software-Entwickler und habe auch mal ein Praktikum als IT Admin gemacht und das war Nichts für mich, man muss ständig rumlaufen, irgendwas am Rechner/Notebook beheben (was in 90% der Fälle durch etwas richtig Leichtes wie einem Neustart zu lösen ist) und halt auch viel sozial interagieren. Als Entwickler ist das i.d.R deutlich weniger umständlich.

Ich bin mir nicht sicher, ob mir programmieren eher liegt. Bisher liebe ich alles, was mit Hardware zu tun hat, weshalb ich mich dann eher auf SI fokussiert habe. Jetzt umschwenken würde ich zur Not aber auch.
In unserem Betrieb läuft man übrigens weniger rum. Wir lösen viel über Dameware und Remotedesktop.

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Am 19.9.2021 um 18:48 schrieb Listener:

Soziale Interaktion ist m.E. in allen IT-Berufen unerlässlich. Wer nicht im Team arbeiten kann, oder Probleme mit sozialer Interaktion hat, wird es (bis auf Ausnahmen) immer schwieriger haben. 

Das bedeutet aber nicht, dass man unfähig ist fachlich zu arbeiten. Absprachen kann ich nur das WIE ist immer eine Sache. Schwammige oder ungenau formulierte Arbeitsanweisungen verstehe ich nicht, so sehr ich mich auch anstrenge. Da bedarf es eine etwas andere Kommunikation. Kurze und klare Formulierungen. Das können Neurotypische und das wäre für mich hilfreich. Wenn das Kolleg*innen berücksichtigen, dann hätte ich vermutlich wenig Schwierigkeiten. Fachlich bin ich nämlich nicht so schlecht.

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Am 19.9.2021 um 17:25 schrieb DeveloperX:

Warum hast du eigentlich keine Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung Ausbildung gemacht? Wenn dir das programmieren Spaß macht dann ist sowas eher für einen Autisten geeignet da du viel weniger soziale Interaktionen mit anderen Mitarbeitern hast. Bin aktuell Software-Entwickler und habe auch mal ein Praktikum als IT Admin gemacht und das war Nichts für mich, man muss ständig rumlaufen, irgendwas am Rechner/Notebook beheben (was in 90% der Fälle durch etwas richtig Leichtes wie einem Neustart zu lösen ist) und halt auch viel sozial interagieren. Als Entwickler ist das i.d.R deutlich weniger umständlich.

Kommt drauf an wo man am Ende als Entwickler landet. Ich habe während und nach der FIAE Ausbildung keinen Kundenkontakt gehabt, aber viele anderen gehen in diese Entwickler-Berater-Hybris Richtung, weil es da mehr zu verdienen gibt.Der Anwendungsentwickler hat ja auch die Aufgabe andere Leute zu schulen oder vor fremden Leuten Präsentationen zu halten. Wären jetzt zwei Punkte für mich, wo ich mich auch nicht wohl fühlen würde.

Wir hatten damals in der Berufschule ebenfalls einen Autisten. Ein netter Typ, wenn man erst mal wusste wie er tickt. Er war in den IT-Spezifischen Fächern vermutlich der Beste, aber "Laberfächer" wie Deutsch/Kommunikation, Politik und die Projektmanagmentteile die in Anwendungsentwicklung und Wirtschaft drankamen waren nichts für ihn. Er hat die Ausbildung auch im zweiten Jahr damals abgebrochen, obwohl keiner fachlich besser im programmieren war als er. Die Gründe für seinen Abbruch kenne ich nicht genau. Ich vermute mit dem richtigen Umfeld wäre er ein hervorragender Kandidat für ein Informatikstudium mit Abschluss.

Viele Unternehmer denken bei Autisten oder autistisch veranlagte Menschen sofort an Überflieger in der IT. Autist und IT ist im Moment so ein Trend, dass jeder halbwegs begabte IT-Mensch sich selbst voller Stolz irgendwie als Autist o.ä. erklärt. Die Betriebe springen auf diesen Trend auf, ohne zu wissen wie man mit diesen Menschen richtig umgeht.

@Ala Bei dir ist die Frage, wie das in Zukunft aussehen wird? Denn die nächste Ausbildung kann sich ebenfalls als Flop erweisen. Ich denke so ein Vorstellungsgespräch ist keine Grundlage für solch eine Ausbildung, weil es schlicht zu kurz ist um sich richtig kennenzulernen. Die Chemie zwischen dir und deinem Ausbilder muss einfach passen und das merkt man auch nicht erst nach 1 oder 2 Tagen, sondern meist erst nach Wochen oder Monaten, wenn die ersten Stresstests kommen. Eigentlich müsstes du vor einer Ausbildung 2-3 Monate den Betrieb kennenlernen um festzustellen ob du da passt. Es ist die Frage wie sehr dich der Betrieb dann in Aufgaben einbindet die dir Spass machen.

 

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