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alltägliche Diskriminierung


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vor 9 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Frauen gelten als Karriergeil, wenn sie nicht zu Hause bleiben. Die Gesellschaft erwartet also, dass sie zu Hause bleibt und der Mann arbeiten geht. Darum wirst du gefragt.

Wir bleiben beide zu Hause ... ich wüsste auch nicht wo mein Vergleich hinkt. Es geht einfach darum, das man als bestimmte Personengruppe Fragen ausgesetzt wird, die anders geprägt sind. Das gilt für Männer, Frauen und andere Geschlechter. Bei @alleswegkam die Frage zur Elternzeit z. B. nicht so gut an wie bei mir.

Und natürlich heiße ich Diskriminierung nicht gut. Ich finde es aber auch nicht gut, wenn aufgrund einzelner Aussagen jemandem direkt Diskriminierung unterstellt wird. Denn wenn man den Eingangspost liest tut die TE das.

Außerdem bin ich ebenfalls der Meinung, dass es eben auch noch an einem selbst liegt wie man damit umgeht. Da können durchaus andere Sichtweise eingenommen werden als "ich muss mich rechtfertigen".

Bearbeitet von OkiDoki
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Gerade eben schrieb OkiDoki:

Wir bleiben beide zu Hause ...

gleich lang?

vor 1 Minute schrieb OkiDoki:

Es geht einfach darum, das man als bestimmte Personengruppe Fragen ausgesetzt wird, die anders geprägt sind.

Aufgrund einer Eigenschaft, welche keinen direkten Bezug zur Frage hat. Das nennt man "Vorurteil". Und Unterstellen von bestimmten Fertigkeiten (oder deren Fehlen) aufgrund NICHT zusammenhängender Eigenschaften ist Diskriminierung.

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vor 4 Minuten schrieb allesweg:

Und Unterstellen von bestimmten Fertigkeiten (oder deren Fehlen) aufgrund NICHT zusammenhängender Eigenschaften

Und wo tut das jemand?

Bei "Hi, the IT Guy is here", "Wieso willst du als Mann in Elternzeit?" u.v.a.m werden nicht direkt fehlende Fertigkeiten unterstellt. Wenn ist das Interpretation der angesprochenen Person.

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So formuliert bin ich natürlich bei dir.

Das sehe ich aber in den Beispielen der TE "nur" in dem Beispiel mit dem Bewerbungsgespräch. Da dann direkt allen anderen ("Hi, IT Guy is here" und "Ich wollte doch zur IT") auch Diskriminierung zu unterstellen finde ich halt nicht in Ordnung.

vor 9 Minuten schrieb allesweg:

"Du nimmst Elternzeit? Kannst du das überhaupt so als Mann?"

So würde ich das auch nicht ok finde. "Wieso gehst du als Mann in Elternzeit?", aber schon.

Es kommt auch immer noch drauf an, ob das die HR im Rahmen eines Bewerbungsgesprächs fragt oder nen Bekannter nebenbei im lockeren Gespräch.

Bearbeitet von OkiDoki
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Wenn ich einige der Beiträge hier so lese... bei allem Verständnis. 
Jeder hat ja ein paar Befindlichkeiten, aber man sollte sich mal ein dickeres Fell aneignen und am Selbstbewusstsein arbeiten. 

"Warum wollen Sie als Frau in der IT Arbeiten?" - Weil ich es kann und Sie offenbar jemanden brauchen.

Man muss einfach mal lernen, nicht immer alles persönlich zu nehmen. Das macht krank.
Im Gegenzug kann man aber auch nicht erwarten, dass jeder immer zu 100% politisch korrekt ist. Das ist einfach fernab der Realität. 

 

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"Why do you look so sad, just smile it is easy"...

 

"Free speach!!!111elf ich hab das Recht dir sexistische und dämliche Fragen zu stellen, mir schei* egal wie du das aufnimmst und dich fühlst komm klar damit!!!111elf"

vor 10 Minuten schrieb Polar:

Man muss einfach

Nein

Bearbeitet von KeeperOfCoffee
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vor 28 Minuten schrieb Polar:

Man muss einfach mal lernen, nicht immer alles persönlich zu nehmen. Das macht krank.
Im Gegenzug kann man aber auch nicht erwarten, dass jeder immer zu 100% politisch korrekt ist. Das ist einfach fernab der Realität. 

 

Oder einfach mal die Klappe halten und sich nicht wie ein Chauvi zu benehmen....

Das ist Victimblaming von feinsten.

Bearbeitet von Whiz-zarD
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vor 19 Stunden schrieb CoffeeJunkie:

Heute im Büro - externe Firma, ich hab ein IT Problem gelöst und ihnen LAN und WLAN zur Verfügung gestellt.

Kunde am Telefon: "Hi, the IT Guy is here ......"

Was war denn dabei der Kontext? Hat der Kunde tatsächlich auf Englisch geantwortet und war das nur eine kurze Antwort um zu sagen, dass er im Moment keine Zeit hat?

Zusätzlich zur schnellen Antwort kann dann es auch möglich sein, dass der Kunde Englisch nicht als Muttersprache spricht und sich dementsprechend nicht bewusst ist, dass 'guy' spezifisch für Männer ist und dies ggf. anderswo aufgeschnappt hat.

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vor 4 Minuten schrieb Whiz-zarD:

"Chill mal! Lass dir Eier wachsen!"

So lautete meine Antwort nicht. Aber man muss auch nicht immer alles auf die Goldwaage legen. 
Manches passiert im Eifer des Gefechts. 

Und einige Fragen, ob "erlaubt" oder nicht, wie z.b. "als Frau in der IT", kann auch schlicht ein Test sein, um die Schlagfertigkeit des Bewerbers zu prüfen. Das muss nicht immer von oben herab passieren. 

Und so kann man eben potenzielle Problemkandidaten direkt aussortieren, weil sie schwer ins Team integrierbar sind und man davon ausgehen kann, dass der Betriebsrat alle 2 Tage auf der Matte steht. 
 

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vor 11 Minuten schrieb Polar:

Und einige Fragen, ob "erlaubt" oder nicht, wie z.b. "als Frau in der IT", kann auch schlicht ein Test sein, um die Schlagfertigkeit des Bewerbers zu prüfen. Das muss nicht immer von oben herab passieren. 

Wozu muss jemand seine Schlagfertigkeit beweisen, wenn die Person einfach sein Job erledigen möchte? Wir reden hier nicht von Bewerbungsgesprächen, sondern vom puren Berufsalltag.

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Erst einmal vorweg: Ich finde es spannend, dass Leute anderen erklären was sie nun als Diskriminierung zu empfinden haben. Besonders dann, wenn sie selber diese Behandlung nicht erfahren. Sprecht bitte nur aus Eurem Erfahrungshorizont - und wenn Ihr das nicht könnt, weil Ihr den notwendigen Erfahrungshorizont nicht habt: Hört erstmal zu, statt direkt die Augen zu verdrehen.

Zweitens ist "Krieg mal ein dickeres Fell" ein schlechtes Argument, weil es nichts anderes ist als ein (ziemlich unkonkreter) Lösungsansatz wie mit Diskriminierung umgegangen werden sollte.

Drittens macht Ihr den Kapitalfehler ein isoliertes Beispiel zu nehmen und auseinanderzunehmen, statt zu verstehen dass da eine Menge "steter Tropfen" dabei ist. Ein einziges "Hey, der IT Guy ist da" ist zwar ziemlich daneben, wenn eine Frau kommt, aber das alleine bringt niemanden hier auf die Palme. Auch nicht die Threaderstellerin, vermute ich mal.

Der Unterschied ist, was sie sich wahrscheinlich sonst schon so anhören durfte. Dann ist im Zweifel der "Guy" in der Ankündigung eine weitere fröhliche Mikroagression - und ja, auch in den USA und England wird "you guys" oft schon durch "y'all" ersetzt (und so mache ich es auch schon eine ganze Weile). Wenn sie immer wieder durch solche Aussagen oder Fragen wie "Wie kommt es, dass Du als Frau in der IT arbeitest" gezeigt bekommt, dass man ihr das eigentlich nicht zutraut - und sie sich damit auch immer wieder beweisen muss - dann ist das anstrengend und nagt an den Nerven.

Ich hab ein dickes Fell. Ein verdammt dickes inzwischen nach allem, was ich mir anhören darf, wenn ich einfach nur durch die Stadt gehe. Aber das ändert nichts daran, DASS ich es mir anhören darf. Nur weil ich damit umgehen kann, wird es nicht weniger diskriminierend. Ich mache im Zweifel übrigens dann deswegen die Klappe auf und ärgere mich, weil diese Worte eine andere Person mit weniger dickem Fell verletzt und ggf. sie zu Dingen bewegt, die ihr selbst schaden könnten.

Neugierde, warum jemand etwas macht/hat, ist kein Grund, nachzufragen. Deine Neugierde ist Dein Problem. Niemand muss sie füttern, wenn die Person das nicht will. Und Neugierde ist auch kein Grund übergriffig zu sein. Wenn da eine Netzwerktechnikerin steht, die den Server verkabeln und den Switch konfigurieren soll, dann lässt Du sie das machen und fragst nicht, warum sie als Frau denn im Netzwerk arbeitet. Das kannst Du machen, wenn Du die Person besser kennenlernst und ihr in 'ner Pause zusammen sitzt. Aber nicht, wenn sie einfach nur für ihren Job da ist.
Das ist so ein bisschen so, wie der Zahnarzt, der mich nach meinen Hormonpräparaten fragt und ob ich denn schon operiert sei. Hat nix mit dem Job zu tun, aber wenn ich gerade da bin kann man ja mal fragen. Ist ja "nur Neugierde".

Was falsche Anreden angeht und falsche Pronomen - glaubt mir, auch das kann verbale Gewalt sein. Schon durchaus erlebt (und dagegen gewehrt).

Und um mal ein Beispiel aus meinem Arbeitsalltag zu geben: Wir telefonieren mit einer Fremdfirma. "Wir" sind mein Kollege und ich. Der Herr von der Fremdfirma sagte dann an einer Stelle zu einem Kollegen (für uns hörbar), dass er mit dem Techniker und der Frau Carwyn spricht. Klar. Frau. Die kann ja keine Technikerin sein.

Bevor Ihr wieder mit den Augen rollt: Wie geht's Euch denn, wenn Euch stumpf die Kompetenz abgesprochen wird und Ihr bspw. statt "Projektleitung" "Schreibkraft" genannt werdet? Nichts anderes war das hier in meinem Beispiel.

Aber um mal den Bogen zu spannen: Ich selber habe relativ gut klar, wann was bewusst falsch gemeint ist und wann es ein Versehen ist und reagiere unterschiedlich darauf. Auf das eine vielleicht klar und deutlich mit klarer Haltung. Auf das andere freundlich, ggf. aufklärend und sensibilisierend. Denn oftmals sind Diskriminierungsmechanismen so in uns eingeprägt, dass wir sie gar nicht bemerken. Es ist also mitnichten ein "Ich bin einfach zu empfindlich und nehme alles viel zu persönlich". 

Beides gilt, soweit der "Konflikt" auf Augenhöhe ist. Gibt es ein hierarchisches Machtgefälle im Unternehmen, wird es schwieriger, aber auch da gibt es Wege, solche Konflikte anzugehen.

TLDR: "Nimm das nicht persönlich und sei nicht so empfindlich" ist leicht dahergesagt, wenn man nicht selber in der betreffenden Lebensrealität Zuhause ist.

Irgendwann sollte ich doch mal mein "Walking in my shoes" Projekt umsetzen. Dann merken vielleicht einige, dass es gar nicht so einfach ist, wenn man xy ist.

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Tatsächlich hat mich die Begebenhait von gestern nicht an den Rand der Vezweiflung gebracht, aber mich durchaus geärgert...

Einfach weil es oft passiert, ich kann damit schon umgehen.

 

In Bewerbungsgesprächen habe ich auf die Frage (Sie - als Frau in der IT?) durchaus salopp geantwortet, a la mein Nageldesigner ist ein Mann, wo ist das Problem.

Ich weiß, wo ich fachlich stehe.

Mein Problem ist nur, dass solche Begebenheiten ziemlich häufig und regelmäßig vorkommen.

Tatsächlich von mir unbekannten Kunden, habe ich ein Mal mit denen zusammengearbeitet, fällt es weg.

 

In meinen 17 Bewerbungsgesprächen bin ich 14 Mal gefragt worden, bei meiner jetzigen Firma und der Firma davor - wo viele eine sozial. Vergangenheit hatten, da war schon in der Schule klar, Mädchen wie Jungs können in allen Gebieten gut sein, es muss nur Interesse vorhanden sein.

 

Auf der anderen Seite hörte ich bei Bewerbungen - gerade im ÖD - wenn ich die andere Frage beantwortet habe, das ist aber schön, daß eine Frau in dem Bereich arbeitet.

Ich bin auch keine Quotenfrau.

Ich bin einfach eine Fachinformatikerin.

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vor 4 Stunden schrieb allesweg:

Historisch? Euch ist bewusst, dass die IT historisch gesehen eine Frauendomäne war?

Die damalige Informationstechnologie hatte kaum etwas mit heutigen IT Jobs zutun. Männer haben Frauen kurz nachdem zweiten Weltkrieg eingeholt und sind seitdem in der stabilen Mehrheit.

Allgemein lässt sich sagen, dass man als Außernseiter in einem Beruf immer einer etwas anderen Behandlung ausgesetzt ist, dass kann auch Vorteile haben (z.B interne Frauenquote bei Unternehmen wie Siemens oder dem Öffentlichen Dienst), aber eben auch Nachteile.

Auch Männer sind teilweise massiven Diskriminierungen ausgesetzt wenn sie ein frauendominierten Beruf ausüben. So haben männliche Erzieher z.B häufig nur eingeschränkten Zugriff auf die Kinder, weil sie ja "Pädos sein könnten". Interessant ist auch diese Studie hier:

"We see that there are obstructions to men entering certain parts of the labor market. In the application process, we don't see any discrimination against women who want to get into male-dominated occupations. But we find considerable discrimination against men in female-dominated occupations"

https://phys.org/news/2021-02-men-obstructed-female-dominated-occupations.html

Liegt vielleicht auch daran dass es kaum Maßnahmen gegen Diskriminierung von Männern im Berufsleben gibt und die Politik sich fast komplett auf Frauen (Frauenquote etc.) fokusiert.

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Nein, es ist Whataboutism, weil vom Thema abgelenkt wird. Mag sein, dass bei bestimmten Berufen Männer es in der Bewerbungsphase(!) schwieriger haben (mehr hat die Studie nicht herausfinden können) aber weißt du was? Männer verdienen auch in diesen Berufen mehr als Frauen und denen wird nicht die Kompetenz abgesprochen. Auch als Friseur oder Krankenpfleger werden sie als Friseur oder Krankenpfleger wahrgenommen und nicht als Anhängsel, der nur die Protokolle schreibt und müssen nicht dumme Sprüche ertragen.

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@Bitschnipser Es ist mir bewusst, dass auch andere diskriminiert werden, aber das ändert nichts an der Tatsache, das ich in meinem beruflichen Leben öfter damit umgehen muss.

Wenn ich den Whataboutism überspitzen würde, müßte ich sagen als alleinerziehende Mutter mit einem Vollzeitjob, der mich und die Kinder ernährt, bin ich privilegiert. (Im Vergleich zu Afghanistan und anderen Gebieten).

Trotzdem kränkt es mich jedes Mal. 

Ich persönlich gehe davon aus, wenn jemand den Abschluss (IHK/HWK/Uni) in der Tasche hat, hat er/sie/es fachliche Kompetenz. Das Geschlecht oder Sexualität (LGBTQ) interessieren mich dabei überhaupt nicht. Persönliche Sympathie / Antipathie schon eher.

Wenn ich als Systemadmin einer Firma eine Lösung präsentiere möchte ich nicht durch Fraulichkeit glänzen, sondern durch meine Lösung des Problems - und als Reaktion zu hören, Hi, The guy from the IT is here ( weiteres Bla Bla über die Lösung) ist strange.

Das ist repektlos und gehört sich nicht und verletzt mich als Person die daneben steht und wirkt auf mich so, dass ich als Frau eben keine IT Probleme lösen könnte.

 

Bearbeitet von CoffeeJunkie
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Am 8.10.2021 um 13:32 schrieb OkiDoki:

Aber das ist doch Sache der eigenen Ansicht und wie man selbst damit umgeht. Die Frage des Gegenübers kann und ist meistens ja auch nur aus persönlichem Interesse. Ich glaube nicht, dass jemand tatsächlich eine Rechtfertigung dafür erwartet sondern viel eher die Geschichte dahinter hören möchte um die Person besser kennenzulernen.

Wenn ich im Vorstellungsgespräch meinen Lebenslauf durchgehen soll und da die Frage "warum dann IT" kommt, kann ich das nachvollziehen und das ist auch völlig in Ordnung, vor allem weil mein Lebenslauf nicht ganz gerade ist. Das ist aber auch was anderes als wenn mich die Kollegen fragen "wie, als Frau in die IT???" oder die obligatorischen "Frauen und Technik" Sprüche kommen.

Wenn ich dann aber hergehe und diesen Rat hier befolgen würde:

Am 8.10.2021 um 14:44 schrieb Polar:

Jeder hat ja ein paar Befindlichkeiten, aber man sollte sich mal ein dickeres Fell aneignen und am Selbstbewusstsein arbeiten.

Bzw den hier:

Zitat

um die Schlagfertigkeit des Bewerbers zu prüfen. Das muss nicht immer von oben herab passieren. 

Dann hab ich wahlweise meine Tage, soll mich nicht so anstellen oder bringe unfrieden ins Team.

Wenn man dann aber als Frau nach einigen Frauenwitzen einen Spruch bringt wie "Wie viel ist ein Mann wert? - ??? - 1,80DM - ??? - Zwei Eier und ein Kümmerling" ist so was auf einmal gar nicht mehr so lustig.

Am 8.10.2021 um 13:32 schrieb OkiDoki:

Und mal anders rum .. ich bin ein Mann, ich gehe in Elternzeit und auch ich werde häufig gefragt warum ich als Mann in Elternzeit gehe.

  • Würde eine Frau so etwas gefragt werden? Vermutlich nicht.

Nein, als Frau wird man aber ganz übel angefeindet wenn man NICHT in Elternzeit geht, sondern direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten will. Und da ist es sogar komplett egal warum, den Stempel "Rabenmutter" hat man dann und den wird man auch nicht wieder los.

Am 8.10.2021 um 13:32 schrieb OkiDoki:

Für mich sind diese Fragen völlig in Ordnung, es weicht wie @Bitschnipserschrieb halt vom historischen Standard ab. Nur durch das Beantworten der Fragen kann man ja überhaupt dem eingestaubten Bild entgegenwirken. Und ganz ehrlich für mich zeigt das meistens eher Interesse vom Gegenüber als irgendwas negatives.

 

 

 

Am 8.10.2021 um 13:56 schrieb Whiz-zarD:

Wie wäre es, wenn man einfach sein eigenes Weltbild hinterfragt, anstatt die Frauen mit unangebrachten und zum Teil unangenehmen Fragen zu belästigen? Gerade die IT besteht aus Aufgaben, die jeder machen kann. Egal ob Mann, Frau oder Divers. Wozu muss man wissen, warum nun EINE Frau diesen Beruf ausübt? Sie hat einfach Lust drauf, es interessiert sie und damit verdient man Geld, fertig. So wie jeder andere auch, der einen Job in der IT hat. Mehr muss man doch nicht wissen.

Dein Vergleich hinkt extrem. ;)
Frauen gelten als Karriergeil, wenn sie nicht zu Hause bleiben. Die Gesellschaft erwartet also, dass sie zu Hause bleibt und der Mann arbeiten geht. Darum wirst du gefragt.

Es sind auch nie die einzelnen Aussagen oder Situationen, es ist das Gesamtpaket. Wenn ich mich immer wieder erklären muss was ich als Frau in der IT mache, wenn man mir immer wieder meine Fachkenntnis abspricht, ich mir immer wieder dumme Sprüche anhören muss...

Am 8.10.2021 um 15:35 schrieb sonicschall:

Zusätzlich zur schnellen Antwort kann dann es auch möglich sein, dass der Kunde Englisch nicht als Muttersprache spricht und sich dementsprechend nicht bewusst ist, dass 'guy' spezifisch für Männer ist und dies ggf. anderswo aufgeschnappt hat.

Klar, kann sein dass jemand die Sprache gut genug beherrscht um mit Kollegen zu sprechen, das Wort "Guy" zu kennen aber nicht die Bedeutung des Wortes.

Am 8.10.2021 um 15:40 schrieb Polar:

So lautete meine Antwort nicht. Aber man muss auch nicht immer alles auf die Goldwaage legen. 
Manches passiert im Eifer des Gefechts. 

Und einige Fragen, ob "erlaubt" oder nicht, wie z.b. "als Frau in der IT", kann auch schlicht ein Test sein, um die Schlagfertigkeit des Bewerbers zu prüfen. Das muss nicht immer von oben herab passieren.

Wenn man meine Schlagfertigkeit testen will, dann darf man aber meine Aussagen danach auch nicht auf die Goldwaage legen, erwarten dass ich mich politisch korrekt verhalte oder was auch immer. Dann darf es in der Situation kein Machtgefälle geben und keine "Wertung" meiner Aussage. Das ist in einem Bewerbungsgespräch niemals gegeben, ich kann, wenn ich den Job haben will, da nicht die Sprüche raushauen die ich sonst bringen würde. Nicht weil ich das nicht kann, sondern weil ich im Zweifelsfall den Job brauch.

Am 8.10.2021 um 15:40 schrieb Polar:

Und so kann man eben potenzielle Problemkandidaten direkt aussortieren, weil sie schwer ins Team integrierbar sind und man davon ausgehen kann, dass der Betriebsrat alle 2 Tage auf der Matte steht.

Also passt der Kandidat nicht ins Team wenn er oder sie sich gegen Respektlosigkeit ihm oder anderen gegenüber wehrt und ggf. den BR informiert? Sorry, dann ist nicht der Kandidat doof, sonder das Team ist menschlich schei*e.

Am 8.10.2021 um 16:03 schrieb Carwyn:

Bevor Ihr wieder mit den Augen rollt: Wie geht's Euch denn, wenn Euch stumpf die Kompetenz abgesprochen wird und Ihr bspw. statt "Projektleitung" "Schreibkraft" genannt werdet? Nichts anderes war das hier in meinem Beispiel.

Lustig wird es dann, wenn der neue Dienstleister mit Leiter IT, Admin m und Admin w in einer Produktvorführung sitzt, Admin w von DL konsequent ignoriert wird und am Ende zu hören bekommt, dass er die Unterlagen doch bitte an Admin w schicken soll, das diese nachher eine Entscheidungsempfehlung ausspricht bzw die endgültige Entscheidung trifft. Ich finde es immer wieder lustig wie schnell ein Gesicht von "normal" zu "rot", zu "kreidebleich" zu "grünstich" wechseln kann, wenn den Herrn dann auffällt dass man den Entscheidungsträger gerade "etwas" zu schlecht behandelt haben könnte.

Vorteil: der DL ist nach solchen Fällen unheimlich kooperationsbereit und schnell :D

Am 8.10.2021 um 18:16 schrieb CoffeeJunkie:

Ich bin auch keine Quotenfrau.

Ich bin einfach eine Fachinformatikerin.

THIS! Deswegen ärgert mich "positive Diskriminierung" genau so wie negative.

Am 8.10.2021 um 18:17 schrieb DeveloperX:

Allgemein lässt sich sagen, dass man als Außernseiter in einem Beruf immer einer etwas anderen Behandlung ausgesetzt ist, dass kann auch Vorteile haben (z.B interne Frauenquote bei Unternehmen wie Siemens oder dem Öffentlichen Dienst), aber eben auch Nachteile.

Ich will keine Quotenfrau sein die man halt einstellen musste und ich bin das kleinste Übel. Ich will einen Job nicht aufgrund meines Geschlechtes haben sondern aufgrund meiner Qualifikation und ggf. noch wegen den Sympathiepunkten.

Am 8.10.2021 um 18:17 schrieb DeveloperX:

Auch Männer sind teilweise massiven Diskriminierungen ausgesetzt wenn sie ein frauendominierten Beruf ausüben. So haben männliche Erzieher z.B häufig nur eingeschränkten Zugriff auf die Kinder, weil sie ja "Pädos sein könnten". Interessant ist auch diese Studie hier:

"We see that there are obstructions to men entering certain parts of the labor market. In the application process, we don't see any discrimination against women who want to get into male-dominated occupations. But we find considerable discrimination against men in female-dominated occupations"

https://phys.org/news/2021-02-men-obstructed-female-dominated-occupations.html

Liegt vielleicht auch daran dass es kaum Maßnahmen gegen Diskriminierung von Männern im Berufsleben gibt und die Politik sich fast komplett auf Frauen (Frauenquote etc.) fokusiert.

An Stelle darf aber mE nicht unerwähnt bleiben, dass Männer in Frauenberufen (von den interessanterweise immer mehr aus der Definition rausfallen, Köchin war auch jahrhundertelang ein klassischer Frauenberuf) auch gerne von ihren eigenen Geschlechtsgenossen diskriminiert werden. Allerdings wird ihnen in dem Zusammenhang in den seltensten Fällen die fachliche Qualifikation abgesprochen. Der schwule Friseur ist genauso ein Klischee wie der pädo-Erzieher im Kindergarten.

Was männliche Hebammen abgeht, da sind es oft genug die werdenden Väter die es nicht so toll finden dass dort ein anderer Kerl ist. Teilweise, aber nicht ganz so ausgeprägt auch bei Frauenärzten. Diese sind aber bei der Geburt im Regelfall nicht ständig begleitend dabei, das übernehmen afaik eher Pflegekräfte oder Hebammen.

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