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Wenn ein Azubi absichtlich durchfällt?

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Darf ich ma fragen woher sein Desinteresse kommt? liegt es vllt. doch ein bissl an der betrieblichen Ausbildung? ich will / möchte dir auf keinen Fall so etwas unterstellen, aber bei mir war es auch stellenweise so das ich einfach nichts zu tun hatte und so mein Desinteresse auf ein Maximum angestiegen ist...

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass die Ausbildung bei uns das Gelbe vom Ei ist. Aber man kann sich nicht beschweren, dass man nicht gefordert wird. Bei uns ist sehr viel eigenverantwortliche Arbeit. Man bekommt z.B. gesagt: "Schreib bitte ein Programm, dass dieses und jenes macht", wobei dieses und jenes meist schon sehr detailliert ist. Und dann ist man erst einmal auf sich gestellt. Wenn man Fragen hat, ist aber sofort jemand da, der dir weiter hilft.

Ich persönlich habe dabei sehr viel gelernt, wahrscheinlich mehr, als wenn mir alles "vorgekaut" worden wäre.

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Im BBiG § 14 Absatz 3 steht:

Besteht der Auszubildende die Abschlussprüfung nicht, so verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis auf sein Verlangen bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr.

Muss der Auszubildende das schriftlich beantragen?

Frank

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Ich glaube schon. Allerding darf man nicht unendlich oft die Abschlussprüfung widerholen. Ich glaube man hat insgesamt 3 Versuche und das macht dann insgesamt 1,5 Jahre maximaler Verlängerungsfrist. Danach wird der Ausbildungvertrag nichtig oder täusche ich mich?

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3 Versuche und das macht dann insgesamt 1,5 Jahre maximaler Verlängerungsfrist.

1. Versuch (regluär) + 0,5 Jahre

2. Versuch + 0,5 Jahre

3. Versuch

macht bei mir 1 Jahr länger, als üblich... Oder?

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ich dachte 1 Versuch (regulär) + 3 Wdh. ALso eigentlich 4 insgesamt.

Zitat

§ 34 BBiG Abschlußprüfung

(1) In den anerkannten Ausbildungsberufen sind Abschlußprüfungen durchzuführen. Die Abschlußprüfung kann zweimal wiederholt werden.

(2) [...]

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Im BBiG § 14 Absatz 3 steht:

Muss der Auszubildende das schriftlich beantragen?

Frank

genau heißt es im § 14 (3) BBiG

Besteht der Auszubildende die Abschlußprüfung nicht, so verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis auf sein Verlangen bis zur nächsten Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr.

heißt also..er muß sein begehren in irgendeiner form äußern... schriftlich ist da wohl die besten methode....

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Oha, da hat sich dein Chef aber einen Bären aufbinden lassen. Es gibt keinen besonderen Kündigungsschutz für die Zeit vor der Prüfung. Da gilt das BBiG wie zu jedem anderen Zeitpunkt der Lehre auch. :eek:

Wir haben mal gelernt, dass je weiter die Ausbildung fortgeschritten ist, es umso schwerer ist den Azubi zu entlassen. Quasi einer ausm 1. Lehrjahr leichter zu entlassen ist als einer im 3.

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Hi,

heißt das,:

(1) In den anerkannten Ausbildungsberufen sind Abschlußprüfungen durchzuführen. Die Abschlußprüfung kann zweimal wiederholt werden.

dass die Abschlussprüfung 2mal wiederholt werden darf? Also insgesamt 3mal? Und für die 2 Wiederholungen höchstens ein Jahr (halbes Jahr / Wiederholung) ansetzen darf? Ich dachte immer man darf die AP nur ein einziges mal wiederholen.

Ich wüsste mal gerne was da Fakt ist.

Gruß

debitux

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Wir haben mal gelernt, dass je weiter die Ausbildung fortgeschritten ist, es umso schwerer ist den Azubi zu entlassen. Quasi einer ausm 1. Lehrjahr leichter zu entlassen ist als einer im 3.

Das Ausbildungsverhältnis kann nur aus wichtigem Grund gekündigt werden. Je weiter die Ausbildung fortgeschritten ist, desto höhere Ansprüche gelten für "wichtige Gründe". Insofern hat die IHK recht. Wir haben auch solch leidvolle Erfahrungen gemacht.

Gruß

Menzemer

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Wir haben mal gelernt, dass je weiter die Ausbildung fortgeschritten ist, es umso schwerer ist den Azubi zu entlassen. Quasi einer ausm 1. Lehrjahr leichter zu entlassen ist als einer im 3.

Ja. Das hat tatsächlich etwas mit dem Zeitpunkt zu tun. Es dürfte selbst bei einem wichtigen Grund schwierig werden, eine Kündigung durchzusetzen, wenn ein Ende des Ausbildungsverhältnisses ohnehin in Kürze absehbar ist, weil hier die Maßnahme unverhältnismäßig hart sein kann.

@debitux

J, heisst es. Lt. BBiG kannst du die Prüfung zweimal wiederholen. Außerdem kannst du bei Nichtbestehen der ersten Prüfung dein Ausbildungsverhältnis ohne Zustimmung des Betriebes um ein halbes Jahr verlängern. Solltest du die erste Widerholungsprüfung nicht bestehen, endet zwar dein Ausbildungsverhältnis, du hast aber einen Rechtsanspruch auf eine 2. Wiederholung bei der nächsten Prüfung - auch ohne Ausbildungsverhältnis.

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Sorry... bin zu faul alles nachzulesen.

Wie ist also jetzt der Stand der Dinge? Ist er durchgefallen?

Das kann erst nach Präsi und Fachgespräch sagen. Und das ist ja AFAIK erst nächsten Monat. Vorher kann man nur spekulieren; Ergebnisse von den schriftlichen hat er jedenfalls noch nicht.

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Ein nicht einfaches Problem....

Ich würde erstmal die Gründe versuchen zu recherchieren, warum er die Motivation

verloren hat. In meiner Ausbildung durfte ich auch "eigenverantwortlich" arbeiten

was dann im einzelnen hieß das ich zu 80% ohne genaue Anweisungen, Feedback oder

Hilfen auf ein Problem losgelassen wurde. War schon wenig motivierend wenn man

Tage an einen Fehler sitzt und keiner mal Zeit hat Tips zu geben.

Naja, aber zurück zu eurem Azubi...

In meinem Betrieb gab es einmal bei Problemen in der Schule ein Feedbackgespräch

mit Ausbilder und Geschäftsführern indem ich Aussage zu meinen Noten und den

betrieblichen Leistungen abliefern musste. Dann wurden ich nach Zielen gefragt

die ich mir stellen würde um die Noten zu verbessern. Anschließend wurde ein

schriftlicher Bericht erstellt, der in meine Ausbildungsakte kam.

Vielleicht würde dies dem Azubi ein wenig helfen, voran zu kommen?

Alternativ würde ich darauf hinweisen das er es nicht einfacher haben wird,

wenn er sich so schleifen lässt. Derzeit kommen auf 1600 offene Stellen ca.

18300 Bewerber (Quelle: Arbeitsamt) und dies ist ein Trend der sich seit dem

Zusammenbruch des IT-Booms kontinuierlich fortsetzt.

Fragt ihn mal, wie er sich seine Zukunft so vorstellt und was aus ihm werden will.

Wie alt ist er denn Zur Zeit?

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Ich würde erstmal die Gründe versuchen zu recherchieren, warum er die Motivation verloren hat. In meiner Ausbildung durfte ich auch "eigenverantwortlich" arbeiten was dann im einzelnen hieß das ich zu 80% ohne genaue Anweisungen, Feedback oder Hilfen auf ein Problem losgelassen wurde. War schon wenig motivierend wenn man Tage an einen Fehler sitzt und keiner mal Zeit hat Tips zu geben.

Ich habe unsere Ausbildung oben schon beschrieben. Bei uns musst du schon versuchen, das Problem selber zu lösen; aber man bekommt immer Hilfe, wenn man sie braucht.

Naja, aber zurück zu eurem Azubi...

In meinem Betrieb gab es einmal bei Problemen in der Schule ein Feedbackgespräch mit Ausbilder und Geschäftsführern indem ich Aussage zu meinen Noten und den betrieblichen Leistungen abliefern musste. Dann wurden ich nach Zielen gefragt die ich mir stellen würde um die Noten zu verbessern. Anschließend wurde ein schriftlicher Bericht erstellt, der in meine Ausbildungsakte kam. Vielleicht würde dies dem Azubi ein wenig helfen, voran zu kommen?

Alternativ würde ich darauf hinweisen das er es nicht einfacher haben wird,

wenn er sich so schleifen lässt. Derzeit kommen auf 1600 offene Stellen ca.

18300 Bewerber (Quelle: Arbeitsamt) und dies ist ein Trend der sich seit dem

Zusammenbruch des IT-Booms kontinuierlich fortsetzt.

Fragt ihn mal, wie er sich seine Zukunft so vorstellt und was aus ihm werden will. Wie alt ist er denn Zur Zeit?

Er ist 23. Es wurde schon mehrfach versucht, mit ihm zu sprechen. Rumgekommen ist dabei nichts. Unsere GF hätte ihm wohl mehr Dampf unterm Hintern machen sollen...

Ich denke, dass ihm genau klar ist, dass er auf dem Arbeitsmarkt keine Chance hat. Anstatt sich aber auf den Allerwertesten zu setzen und dagegen "anzukämpfen", hat er halt resigniert. Was soll man da noch tun?

Übrigens: Auf die Frage, was er nach der Ausbildung mal werden soll, war seine Antwort: "Weiß nicht" *mit den Schultern zuckt*

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