Zum Inhalt springen

wie darstellen: "Abi oder Mittlere Reife" --> ist egal!


Technician

Empfohlene Beiträge

Hallo,

folgendes Problem:

ich soll bei einer Veranstaltung darüber informieren, dass Mittlere Reife kein Hindernis für eine IT-Ausbildung darstellt und dass man als (guter) Realschul-Absolvent in der Ausbildung genauso gut "mitkommt" wie jemand, der Abitur hat.

Vor allem geht es mir dabei darum, dass man in der Realschule keinen für die Ausbildung wichtigen Stoff verpasst.

Aber es soll nicht so rüberkommen a la "Schulbildung ist eh unwichtig" (...denn unter den Zuhörern werden auch einige Lehrer sein, sowie Gymnasiasten, die sich sonst vielleicht denken "äähhh, und wozu mach ich dann Abi?!"...)

Wer kann mir Tipps geben?

Grüße,

Technician

P.S.: Ich selbst habe Mittlere Reife, bin aber mit etlichen Zusatzkenntnissen im mathematischen Bereich in die Ausbildung gestartet

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vielleicht geht es, wenn Du Inhalte der Ausbildung (z.B. Berufsschulfächer) vorstellst.

Realschüler mit wirtschaftlichen Zweig u. Wirtschaftsschüler haben ja es ja eher in BWL leichter, dafür vielleicht in anderen Bereichen schwerer

im Gegensatz haben eventuell die Abiturienten Vorteile im mathematischen Bereich aber z.B. in BWL ihre Schwierigkeiten

--> Tenor: Jede Schulart deckt nicht alles der Ausbildung ab. Es gibt für beide Schülertypen etwas neues zu lernen.

------

Wäre das ein Ansatz für Dich?

Doham (der auch "nur" Mittlere Reife hat :D )

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Doham,

Originally posted by Doham

vielleicht geht es, wenn Du Inhalte der Ausbildung (z.B. Berufsschulfächer) vorstellst.

Ja, das wär schon mal ein guter Ansatz!

Originally posted by Doham

im Gegensatz haben eventuell die Abiturienten Vorteile im mathematischen Bereich aber z.B. in BWL ihre Schwierigkeiten

... wobei es aber in der IT-Ausbildung mehr auf das logische Denken ankommt, als auf die Dinge, die man "fachlich" im Mathe-Unterricht lernt. (Kurvendiskussionen, Integrale etc. kommen in der IT-Ausbildung eher nicht vor ;))

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

wichtig sind englisch-kenntnisse, die natürlich bei den abiturienten meist besser sind. kenntnisse in physik sind auch notwendig.

es kommt immer auf den einzelnen an, es gibt abiturienten, die ihr stur auswendig-gelerntes nicht anwenden können, weil sie es lieber lernen, statt zu verstehen. das solltest du mit reinbringen.

weiterhin noch - compi = hobby ist immer von vorteil. :)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Originally posted by Keksfahrer

wichtig sind englisch-kenntnisse, die natürlich bei den abiturienten meist besser sind. kenntnisse in physik sind auch notwendig.

englisch: ja, ich denke, dass hier v.a. die Englischkenntnisse in Bezug auf "sich ausdrücken können und Texte verstehen" besser sind

physik - hierbei würde ich aber sagen:

außer Grundlagen der Elektrotechnik sind keine weiteren Physikkenntnisse nötig!

Diese E-Technik-Grundlagen erhält man auch in der Realschule (zumindest hier in Bayern ist das Stoff der 9. und 10. Klasse!), und werden außerdem in der Berufsschule nochmal durchgenommen (Parallelschaltung, Reihenschaltung, Trafo etc...)

Originally posted by Keksfahrer

es kommt immer auf den einzelnen an, es gibt abiturienten, die ihr stur auswendig-gelerntes nicht anwenden können, weil sie es lieber lernen, statt zu verstehen. das solltest du mit reinbringen.

ja - gerade das Anwenden-Können, auch unter veränderten Bedingungen, ist sehr wichtig

Originally posted by Keksfahrer

weiterhin noch - compi = hobby ist immer von vorteil. :)

das kommt sowieso mit rein :)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Den Aspekt Gelerntes anwenden können und nicht nur stur auswendig lernen halte ich auch noch für ziemlich wichtig.

Dazu würde ich noch erwähnen, das in dem Beruf auch viel Selbstverantwortung beim Lernen/Arbeiten gefordert wird. Ausserdem auch die Bereitschaft sich auf wechselnde Ereignisse einzustellen.

Vielleicht solltest Du auch noch Überstunden, Termindruck usw. mit erwähnen - ohne die Schüler zu erschrecken ;)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Originally posted by Doham

Dazu würde ich noch erwähnen, das in dem Beruf auch viel Selbstverantwortung beim Lernen/Arbeiten gefordert wird. Ausserdem auch die Bereitschaft sich auf wechselnde Ereignisse einzustellen.

Vielleicht solltest Du auch noch Überstunden, Termindruck usw. mit erwähnen - ohne die Schüler zu erschrecken ;)

Ja, um diese Dinge geht es auch.

Es betrifft aber nicht meinen Vortrag - in meinem Vortrag soll es v. a. darum gehen, dass eine FI-Ausbildung auch für diejenigen geeignet ist, die nicht zu denen gehören, die ein 1,x-Abi haben und Mathe-Leistungskurs hatten ;)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Originally posted by Technician

Vor allem geht es mir dabei darum, dass man in der Realschule keinen für die Ausbildung wichtigen Stoff verpasst.

Aber es soll nicht so rüberkommen a la "Schulbildung ist eh unwichtig" (...denn unter den Zuhörern werden auch einige Lehrer sein, sowie Gymnasiasten, die sich sonst vielleicht denken "äähhh, und wozu mach ich dann Abi?!"...)

P.S.: Ich selbst habe Mittlere Reife, bin aber mit etlichen Zusatzkenntnissen im mathematischen Bereich in die Ausbildung gestartet

Hallo Technican,

wie wärs wenn du es mit einer Beschreibung einer täglichen Arbeit versuchst ?

Du könntest zum Beispiel ein konkretes (nicht zu schweres) Problem aufzeigen und deinen Zuhören die Methoden und Prinzipien erklären die du zur Lösung dieses Problem verwendest. Damit könntest du zeigen dass es bei diesem Beruf auf die Fähigkeit ankommt Zusammenhänge zu erkennen und Analysen durchzuführen.

Außerdem kannst du Paralellen zum Unterrichtsstoff ziehen indem du zum Beispiel auf die logischen Grundverknüpfungen eingehst (Schaltalgebra) oder die Mengenlehre im Zusammenhang mit SQL. (Ich hoffe dass stimmt so *duck*)

Ob Abitur Vorteile in der Ausbildung bringt kann ich leider nicht beurteilen, da ich auch nur mittlere Reife hab. Ich hab die Erfahrung gemacht das Abiturienten oft einen Vorteil haben da sie "besser" lernen können und neue Aspekte schneller verstehen.

Gruss

Feivel

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Feivel,

Originally posted by Feivel

Du könntest zum Beispiel ein konkretes (nicht zu schweres) Problem aufzeigen und deinen Zuhören die Methoden und Prinzipien erklären die du zur Lösung dieses Problem verwendest. Damit könntest du zeigen dass es bei diesem Beruf auf die Fähigkeit ankommt Zusammenhänge zu erkennen und Analysen durchzuführen.

die Inhalte einer Fachinformatiker-Ausbildung werden bereits in dem Vortrag direkt davor behandelt.

Danach ist mein Vortrag, und danach ein Vortrag, in dem es um Programmieren und Problemlösung geht.

Originally posted by Feivel

Außerdem kannst du Paralellen zum Unterrichtsstoff ziehen indem du zum Beispiel auf die logischen Grundverknüpfungen eingehst (Schaltalgebra) oder die Mengenlehre im Zusammenhang mit SQL. (Ich hoffe dass stimmt so *duck*)

Auf das mit den logischen Grundverknüpfungen als Beispiel bin ich schon gekommen - und "Mengenlehre --> SQL" ist auch noch ein guter Punkt! :)

Originally posted by Feivel

Ob Abitur Vorteile in der Ausbildung bringt kann ich leider nicht beurteilen, da ich auch nur mittlere Reife hab. Ich hab die Erfahrung gemacht das Abiturienten oft einen Vorteil haben da sie "besser" lernen können und neue Aspekte schneller verstehen.

Dass die Lernmethoden von Realschule <--> Gymnasium stark voneinander abweichen (in Bezug auf Selbstständigkeit) mag, wie ich mitbekommen habe, auf viele Bundesländer zutreffen. Ist hier in Bayern aber nicht so ausgeprägt (jedenfalls gibt's in Bezug auf die Realschule, an der ich gewesen bin, keinen wesentlichen Unterschied!)

Aber ob man neue Dinge schneller versteht - das liegt wohl eher an der Auffassungsgabe, als an der Schulbildung.

Gruß,

Technician

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Originally posted by Technician

Aber ob man neue Dinge schneller versteht - das liegt wohl eher an der Auffassungsgabe, als an der Schulbildung.

Na danke, den hab ich jetzt auch verstanden....*schmoll*

zum Thema:

Wie lang sollen die einzelnen Vorträge denn mindestens werden ?

Ist natürlich schade das die anderen Gesichtpunkte vorher bzw. nachher schon angesprochen werden, die wären ein guter Ansatz gewesen. Ich finde auch dass es schwierig ist eine allgemein gültige Aussage über alle Ausbildungsberufe zu treffen, die Anforderungen an einen it-Kaufmann weichen doch ziemlich von einem FiSI ab.

Und wenn du die einzelnen Ausbildungsberufe im Detail ansprichst ? z.B. bei It-kaufmann braucht man (gute) mathematische Grundlagen und betriebwirtschaftliches Verständnis. beim Fisi mehr physik und auch mathe.

Dazu würd ich einfache Beispiele geben (z.B. Zinsrechnung für IT-Kaufleute, elektr. Widerstand berechnen für Fisi´s). So kommt für die Realschüler nicht der Eindruck auf sie hätten keine Chance und die Abiturienten sehen dass es multiple Aufgabenbereiche gibt.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Originally posted by Feivel

zum Thema:

Wie lang sollen die einzelnen Vorträge denn mindestens werden ?

Die einzelnen Vorträge dauern jeweils ca. eine halbe Stunde.

Ich habe eine halbe Stunde Zeit, um folgendes zu behandeln:

- wie bin ich auf die Idee gekommen, FIAE zu werden?

- dem Argument "wie soll man denn das schaffen, wenn man weder ein Geek ist, noch ein 1,x Abi hat" entgegenwirken

Originally posted by Feivel

Ist natürlich schade das die anderen Gesichtpunkte vorher bzw. nachher schon angesprochen werden, die wären ein guter Ansatz gewesen. Ich finde auch dass es schwierig ist eine allgemein gültige Aussage über alle Ausbildungsberufe zu treffen, die Anforderungen an einen it-Kaufmann weichen doch ziemlich von einem FiSI ab.

Und wenn du die einzelnen Ausbildungsberufe im Detail ansprichst ? z.B. bei It-kaufmann braucht man (gute) mathematische Grundlagen und betriebwirtschaftliches Verständnis. beim Fisi mehr physik und auch mathe.

Dazu würd ich einfache Beispiele geben (z.B. Zinsrechnung für IT-Kaufleute, elektr. Widerstand berechnen für Fisi´s). So kommt für die Realschüler nicht der Eindruck auf sie hätten keine Chance und die Abiturienten sehen dass es multiple Aufgabenbereiche gibt.

In dem Vortrag davor geht es zwar vorwiegend um die FI-Ausbildung, aber es werden auch andere IT-Berufe angesprochen (auch in Bezug auf die unterschiedlichen Tätigkeiten, die es im IT-Bereich gibt: den Kundenberater, den "Schraubsler", den "Programmierer im stillen Kämmerlein", den Planer etc.)

-----

Was ich bis jetzt habe:

Realschüler: kennt sich im betriebswirtschaftlichen Bereich besser aus

Abiturient:

hat u. U. bereits Informatik-Unterricht gehabt

hat im Mathematikunterricht Methoden der Problemlösung gelernt, die in der Ausbildung hilfreich sind

stofflich verpasst man in der Realschule nichts für die IT-Ausbildung wesentliches

wichtig ist vor allem, dass man sich für IT interessiert, da in diesen Jobs der Computer zum "alltäglichen Werkzeug" wird (einerseits führt man "Computer-Tätigkeiten" wie Programmieren, Computer zusammenbauen etc. aus, andererseits nutzt man den Computer auch als Informationsmedium z.B. Internet, Mail, Präsentationen...)

-----

Grüße,

Technician

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Würde nicht allgemein sagen das Realschüler Vorteile in der BWL haben. Weil Wirtschaftsrealschulen nicht unbedingt die Mehrzahl darstellen. Ich war zb auf einer normalen. Und bin jetz auf einem Gymnasium und habe übrigens kein Informatik ;))

Und wenn ichs hätte würde ich nur Turbo Pascal lernen :o)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Originally posted by d*oofy

Würde nicht allgemein sagen das Realschüler Vorteile in der BWL haben. Weil Wirtschaftsrealschulen nicht unbedingt die Mehrzahl darstellen. Ich war zb auf einer normalen.

uppsala, das ist wohl auch je nach Bundesland unterschiedlich.

"normal" gibt's hier in Bayern gar nicht, sondern Wahlpflichtfächergruppen.

Wahlpflichtfächergruppe I: Technik (ein oder zwei Stunden Mathe & Physik pro Woche zusätzlich, außerdem Technisches Zeichnen; außer Sozialkunde kein BWL)

Wahlpflichtfächergruppe II: Kaufmännisch (um ein oder zwei Stunden Mathe & Physik weniger als WPFG I; anstelle von TZ wird Textverarbeitung/Steno unterrichtet; außerdem Rechnungswesen und Wirtschaft&Recht)

Wahlpflichtfächergruppe III: wurde damals nicht angeboten; ist sozialer oder fremdsprachlicher Zweig

Originally posted by d*oofy

Und bin jetz auf einem Gymnasium und habe übrigens kein Informatik ;))

Und wenn ichs hätte würde ich nur Turbo Pascal lernen :o)

Deswegen hab ich ja auch "u. U." (unter Umständen) hinzugesetzt ;)

Dass der Informatik-Unterricht an einigen Gymnasien nicht sonderlich hochwertig ist (nur sture Abtipperei - und die restliche Zeit wird rumgesurft....), stimmt übrigens :)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung wiederherstellen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

Fachinformatiker.de, 2024 by SE Internet Services

fidelogo_small.png

Schicke uns eine Nachricht!

Fachinformatiker.de ist die größte IT-Community
rund um Ausbildung, Job, Weiterbildung für IT-Fachkräfte.

Fachinformatiker.de App

Download on the App Store
Get it on Google Play

Kontakt

Hier werben?
Oder sende eine E-Mail an

Social media u. feeds

Jobboard für Fachinformatiker und IT-Fachkräfte

×
×
  • Neu erstellen...