Guten Morgen, ich habe mir das Feedback verinnerlicht und den Antrag - hoffentlich - entsprechend angepasst. Der gesamte Antrag zielt nicht mehr nur auf die Automatisierung einer OPNsense Firewall ab, sonder auf die Automatisierung der Netzwerk-Infrastruktur. Dabei habe ich den Titel und die betreffenden Stellen angepasst/umformuliert. Um den Erfolg besser messen zu können, wurden konkrete Zahlen eingefügt. Das sollte den von Muff Potter erkannten Widerspruch eliminiert haben. Projektumfeld und Projektbetreuer wurden etwas deutlicher ausgearbeitet und auch der Nutzen hat etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Dann wollen wir mal. Hier meine angepasste Version: Bezeichnung:
Konzeption und prototypische Umsetzung einer Infrastructure-as-Code-Lösung
zur zentralen Verwaltung der Netzwerk-Infrastruktur1. Ausgangssituation und Ist-Zustand
Das Projekt wird im eigenen IT-Dienstleistungsunternehmen mit Fokus auf Managed Services
durchgeführt. Für die Umsetzung des Proof of Concept steht eine separate, physisch vom Produktivnetz getrennte Testumgebung zur Verfügung. Diese besteht aus einem Proxmox-Virtualisierungshost sowie einem physischen Cisco-Switch.
Die Administration der produktiven Netzwerk-Infrastruktur erfolgt überwiegend manuell. Änderungen an Netzwerkobjekten, Firewall-Regeln, DHCP, VLAN und Switchportkonfigurationen werden direkt über die Administrationsoberfläche und das CLI vorgenommen. Eine zentrale, automatisierte, versionierte und reproduzierbare Bereitstellung der Konfigurationen besteht derzeit nicht.
Der Projektbetreuer übernimmt Auftraggeberrolle und fachliche Abnahme.2. Schwachstellen und Problemanalyse
Die derzeit manuelle Verwaltung der produktiven Netzwerk-Infrastruktur erschwert eine einheitliche und reproduzierbare Bereitstellung von Netzwerkobjekten, Firewall-Regeln, DHCP-Einstellungen, VLANs und Switchportkonfigurationen. Änderungen werden direkt auf den jeweiligen Systemen vorgenommen und sind dadurch nur eingeschränkt nachvollziehbar und versionierbar.
Ein zentral definierter Soll-Zustand der produktiven Netzwerk-Infrastruktur besteht derzeit nicht.
Dadurch können manuelle Änderungen zu Abweichungen zwischen der dokumentierten
und der tatsächlichen Konfiguration führen. Besonders bei wiederkehrenden oder
umfangreicheren Änderungen an der Konfiguration erhöht das den administrativen
Aufwand und das Risiko von Konfigurationsfehlern.
Auch die Wiederherstellung eines alten Konfigurationszustandes ist bei fehlerhaften
Änderungen nur eingeschränkt standardisiert. Für den zukünftigen Betrieb und die
Standardisierung von Managed Services besteht daher der Bedarf an einem
nachvollziehbaren und reproduzierbaren Verfahren zur Verwaltung von Netzwerkkonfigurationen.3. Zielsetzung und Anforderungen
Ziel des Projektes ist die Konzeption und prototypische Umsetzung einer Lösung zur
zentralen, automatisierten, versionierten und reproduzierbaren Verwaltung einer heterogenen
Netzwerk-Infrastruktur.
Hierzu werden geeignete Automatisierungsansätze und Werkzeuge bezüglich
ihrer technischen Eignung für die eingesetzten Zielsysteme untersucht und miteinander verglichen. Die Bewertung erfolgt dann anhand definierter Anforderungen wie
Integrationsfähigkeit, Automatisierungsgrad, Nachvollziehbarkeit von Änderungen,
Idempotenz, Fehlerbehandlung, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit.
Auf Grundlage der Evaluation wird ein geeigneter Ansatz ausgewählt und innerhalb einer
separaten Testumgebung als Proof of Concept umgesetzt. Dabei sollen im PoC mindestens
sechs Netzwerkobjekte, fünf Firewall-Regeln und ein DHCP-Bereich sowie zwei VLANs mit zugehörigen Switchportkonfigurationen automatisiert bereitgestellt, verändert und validiert werden.
Außerdem soll ein Verfahren entwickelt werden, mit dem Konfigurationsänderungen
versioniert und ein vorheriger Zustand im Fehlerfall nachvollziehbar wiederhergestellt werden.
Anforderungen:
- automatisierte Bereitstellung von Netzwerkobjekten, Firewall-Regeln,
DHCP-Einstellungen, VLANs und Switchportkonfigurationen
- versionierte und nachvollziehbare Verwaltung der Konfigurationsdaten
- strukturierte Abbildung der Netzwerkkonfigurationen in einem einheitlichen
Konfigurationskonzept unter Berücksichtigung der Schnittstellen und
Datenstrukturen des ausgewählten Automatisierungswerkzeuges
- reproduzierbare Bereitstellung eines definierten Soll-Zustandes
- Unterstützung idempotenter Änderungen
- Validierung der ausgerollten Konfigurationen
- definierte Fehlerbehandlung und Wiederherstellung eines vorherigen Zustandes
- Sichere Verwaltung notwendiger Zugangsdaten und Secrets durch verschlüsselte
Ablage und kontrollierte Bereitstellung zur Laufzeit
- Umsetzung und Erprobung ausschließlich innerhalb einer separaten Testumgebung
- Erweiterbarkeit des Ansatzes auf weitere Netzwerkkomponenten und Konfigurationsbereiche4. Projektabgrenzung und Einschränkungen
- Testumgebung: Die Konzeption, Umsetzung und Erprobung des Infrastructure as Code
Proof of Concept erfolgt ausschließlich in einer separaten Testumgebung. Änderungen an der
produktiven Netzwerkkonfiguration werden im Rahmen des Projektes nicht durchgeführt.
- Funktionsumfang: Der Proof of Concept beschränkt sich auf ausgewählte Konfigurationsbereiche,
insbesondere auf Netzwerkobjekte, Firewall-Regeln, DHCP-Einstellungen, VLANs und Switchports.
- Eigenentwicklung: Die Entwicklung einer eigenen Automatisierungssoftware oder eines
herstellerunabhängigen Datenmodells ist nicht Bestandteil des Projektes.
- Produktivsetzung: Eine Überführung des Proof of Concept in den produktiven Betriebs-erfolgt nicht innerhalb des Abschlussprojektes. Das Projektergebnis dient als Grundlage für die spätere produktive Einführung.
- Zeitrahmen: Die Projektdurchführung ist auf insgesamt 40 Stunden begrenzt.
- Eigenleistung: Planung, Evaluation, Konzeption, Umsetzung, Test und Dokumentation des
Proof of Concept erfolgen als Eigenleistung und werden vom Projektbetreuer abgenommen.Projektphasen und Zeitplanung
Informationen:
5 Stunden
Analysephase:
• Ist-Analyse der bestehenden administrativen Abläufe und Konfigurationsverwaltung (1h)
• Anforderungsanalyse und Erstellung eines Anforderungskatalogs (2h)
• Definition der Anforderungen an die Testumgebung (1h)
• Projekt- und Meilensteinplanung (1h)
Beschreibung: Analyse der derzeitigen manuellen Administration der Netzwerk-Infrastruktur und der bestehenden Abläufe bei Konfigurationsänderungen. Definition der technischen und organisatorischen Anforderungen an die zukünftige automatisierte Konfigurationsverwaltung sowie Festlegung des Projektablaufs und der Anforderungen an die separate Testumgebung.
Planung:
11 Stunden
Evaluierungs- & Konzeptionsphase:
• Recherche geeigneter Automatisierungsansätze und Werkzeuge (1,5h)
• Technischer Vergleich der vorausgewählten Lösungen (2h)
• Nutzwertanalyse und Auswahl des geeigneten Ansatzes (1,5h)
• Wirtschaftlichkeits- und Aufwand-Nutzen-Betrachtung anhand von Einführungsaufwand, laufenden Kosten, administrativem Zeitaufwand und erwarteter Zeitersparnis bei wiederkehrenden Konfigurationsänderungen (1,5h)
• Erstellung des Konfigurationskonzepts (1,5h)
• Konzeption der Versionierung und Secret-Verwaltung (1h)
• Konzeption von Deployment, Validierung und Wiederherstellung (1,5h)
• Erstellung des Testkonzepts (0,5h)
Beschreibung: Systematische Bewertung geeigneter Lösungen zur automatisierten Verwaltung der Netzwerkkonfigurationen. Vergleich der vorausgewählten Ansätze anhand definierter Anforderungen wie Integrationsfähigkeit, Automatisierungsgrad, Idempotenz, Wartbarkeit, Fehlerbehandlung und Erweiterbarkeit. Auswahl einer geeigneten Lösung mittels Nutzwertanalyse und Erarbeitung des technischen Soll-Konzepts für Konfigurationsstruktur, Versionierung, Secret-Verwaltung, Deployment, Validierung und Wiederherstellung sowie die Aufstellung einer Wirtschaftlichkeits- und Aufwand-Nutzen-Betrachtung.
Durchführung:
11 Stunden
Realisierungsphase:
• Vorbereitung der Testumgebung sowie Bereitstellung und Grundkonfiguration der für den PoC vorgesehenen Zielsysteme(1,5h)
• Installation und Konfiguration der ausgewählten Automatisierungslösung (1,5h)
• Aufbau der Repository- und Konfigurationsstruktur (1,5h)
• Automatisierung von Netzwerkobjekten und Firewall-Regeln (2h)
• Automatisierung ausgewählter DHCP-Einstellungen (1h)
• Automatisierung ausgewählter VLAN- und Switchportkonfigurationen (1,5h)
• Umsetzung der Versionierung und sicheren Secret-Verwaltung (1h)
• Umsetzung des Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahrens (1h)
Beschreibung: Technische Umsetzung des zuvor erarbeiteten Soll-Konzepts innerhalb einer separaten Testumgebung. Einrichtung der ausgewählten Automatisierungslösung und Aufbau einer strukturierten, versionierten Konfigurationsverwaltung. Automatisierte Bereitstellung ausgewählter Netzwerkobjekte, Firewall-Regeln, DHCP-Einstellungen, VLANs und Switchportkonfigurationen sowie Umsetzung der vorgesehenen Secret-Verwaltung und des definierten Wiederherstellungsverfahrens.
Kontrolle:
13 Stunden
Qualitätssicherung, Projektabnahme & Dokudurchführung:
• Funktionsprüfung der automatisierten Konfiguration (1,5h)
• Prüfung der Idempotenz (0,5h)
• Validierung des definierten Soll-Zustands (1h)
• Fehler- und Wiederherstellungstest (1h)
• Soll-Ist-Vergleich, Übergabe der Projektergebnisse und Projektabnahme durch den Projektbetreuer (1h)
• Erstellung des Projektberichts / Dokumentation (6,5h)
• Zusammenstellung technischer Anlagen & Betriebsdokumentation (1,5h)
Beschreibung: Überprüfung der automatisiert bereitgestellten Netzwerkonfigurationen anhand definierter Testfälle. Prüfung von Funktion, Idempotenz, Reproduzierbarkeit und Übereinstimmung mit dem definierten Soll-Zustand. Durchführung eines kontrollierten Fehler- und Wiederherstellungstests sowie Soll-Ist-Vergleich und Projektabnahme. Erstellung der Projektdokumentation einschließlich technischer Anlagen, Evaluationsergebnissen, Soll-Konzept und Testergebnissen sowie einer technischen Betriebsdokumentation.
Von
Ueba3ba · vor 11 Stunden 11 h