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  1. Ich war nach einem Abschluss als FISI ~8 Jahre IT-Administrator tätig, habe da ein nebenberufliches Studium in Wirtschaftsinformatik drangehängt, bin danach 2 Jahre als ERP-Inhouse Berater tätig gewesen. Wovon ich innerhalb des letzten Jahres vom Arbeitgeber um die 26 Wochen in Vollzeit in SAP-Schulungen direkt bei SAP in Walldorf, Berlin, Wien usw. geschickt wurde. (Und die Firma hat da insgesamt, selbst mit Flatrate, einen niedrigen 6stelligen Betrag für gezahlt). Ich bin inzwischen SAP-zertifiziert, habe dabei etliche Berater-Schulungen für SAP-Administratoren, als Programmierer, für Prozess-Integration und für Sales & Distribution besucht. Einige Prüfungen für die Zertifikate sind teilweise brutal hart und selbst erfahrene ABAP-Programmierer und SAP-Admins sind dort reihenweise durchgefallen. Und wir haben wochenlang vorher zusammen gemeinsam gelernt. Wir haben dort sogar die Wochenenden verbracht und gelernt. Ich habe jetzt eine Anstellung als Inhouse-SAP-Administrator. Meine Arbeitgeber sind wirklich zufrieden mit meiner Leistung und werden nicht müde zu betonen wie froh sie sind jemandem wie mich gefunden zu haben. Aber trotz meiner Ausbildung, meiner IT-Erfahrung, den vielen Schulungen, der Zertifikate und dem Lob, bin ich doch nichts als ein blutiger Anfänger. Mir helfen hier meine Berufserfahrungen außerhalb von SAP noch deutlich mehr als sämtliche Schulungen und Zertifikate zusammen. @neinall und @Kali haben mich bei dieser Reise wirklich unglaublich unterstützt und ohne die beiden wäre ich zu 100% im Dschungel der möglichen Schulungen untergegangen. Ohne Wissen wohin du letztendlich wirklich willst, bringen dir die ganzen Schulungen ebenfalls nichts. Die beiden haben mir eine grobe Richtung vorgegeben, an die ich mich klammern konnte. Wenn die beiden etwas sagen, solltest du dringend drauf hören. Jaaa, reib es mir doch noch weiter unter die Nase 😱 Im Basisbereich gibt es einige Ausnahmen. Da gibt es einige wenige Zertifikate, ohne die du bestimmte Tätigkeiten offiziell überhaupt nicht ausführen darfst. Aber ansonsten stimmt es schon.
  2. Das könnte IHK-Spezifisch sein. Hier hat es mich nur einen Anruf bei der IHK gekostet, um einen Umschüler zum FIAE nehmen zu dürfen, obwohl wir diesen Beruf nicht ausbilden. Könnte aber auch daran gelegen habe, dass ich schon jahrelang erfolgreich dort Fisi ausbilde und nebenbei als abH-Dozent FIAE durch die Prüfungen gebracht habe. Ich finde es aber absolut vernünftig, dass die IHK da ein paar Hürden einbaut, welche die Quaslität verbessern sollen
  3. Den Internetverkehr des Betriebsrates auszuwerten ist eine Überwachung und damit nach § 78 Abs. 1 BetrVG verboten. Es gibt diesbezüglich sogar ein Gerichsturteil. ( ArbG Gelsenkirchen, Beschluss vom 30.08.2016 - 5 BV 19/16 )
  4. Nein, ist es nicht. Der staatlich geprüfte Informatiker ist ein anderer Name für den staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Informatik und ein Bundesweit anerkannter Abschluss. Wird je nach Bundesland halt anders genannt. Der Techniker ist eine schulische Ausbildung während der Operative oder Strategische Professional keine vorherige Teilnahme an einer Schulung oder einem Kurs voraus setzt. Da kannst du auch einfach nur die Prüfung ablegen. Für beide benötigst du bestimmte Voraussetzungen. Der größte Unterschied ist, der staatlich geprüfter Informatiker/Techniker berechtigt zum Studium und die meisten Hochschulen rechnen den auf das Studium an (Bekannter ist so direkt ins 3. Semester gekommen). Soweit ich weiß, wird der OP und der SP nicht angerechnet. Ich hab den Techniker auf Verlangen meines damaligen Arbeitgebers abgebrochen. Aber viele Mitschüler aus der Technikerschule habe ich einige Jahre später in Hochschule wiedergetroffen, da der Techniker nicht so viel gebracht hat wie erhofft. Wir saßen da meist gemischt den Leuten mit den Professionell-Abschlüssen, die aus dem gleichen Grund danach angefangen haben zu studieren.
  5. Am Anfang sollte er dein Schatten werden und du solltest ihm möglichst alles erklären, was du gerade machst. So lernt er eure Infrastruktur und Besonderheiten kennen. Ansonsten soll er sich an euer Ticketsystem setzen und dort Tickets bearbeiten. Man kann gut damit anfangen, dass er es nicht gleich selber löst, sondern Lösungsmöglichkeiten recherchiert und dir/euch vorstellt. So bekommt er ein Gefühl dafür, was dabei zu tun ist und lernt euer Vorgehen. Wenn er, deiner Meinung nach, eure Infrastruktur und euer Vorgehen verstanden hat, schicke ihn selber los um kleinere Aufgaben zu erledigen. Die Anforderungen sollten dabei stetig steigen. Wichtig ist, er muss jederzeit das Gefühl haben, sich an euch wenden zu können ohne Ärger zu bekommen, wenn er alleine nicht weiter weiß. Egal wie nervig das am Anfang sein mag. Dabei immer alles schön dokumentieren lassen. In den letzten 2 Monaten solltet ihr dann gemeinsam ein Problem suchen, das in ein Projekt umgesetzt werden kann. Aber kein Abschlussprojekt, sondern es nur nach dem gleichen Vorgehen absolvieren. Hier kann man noch regelmäßig Eingreifen und ihm zeigen wo er noch Probleme hat. Dabei am besten drauf achten, dass es wirkliches Problem im Betrieb löst und auch danach weiterverwendet werden kann. Hier sollte auch eine vollständige Projektdokumentation nach IHK-Vorgaben entstehen. Danach ein Problem für das Abschlussprojekt finden und ihn selbständig machen lassen. Während der ganzen Zeit drauf achten, dass er sein Berichtsheft führt. Möglichst ausführlicher als ein normaler Azubi, damit er exakt bestimmen kann, was aus dem Rahmenplan er dort gerade gelernt hat. Es hat sich auch als hilfreich erwiesen, den Praktikanten alle 2 Wochen eine alte IHK-Prüfung durcharbeiten zu lassen und mit ihm über die Resultate zu diskutieren. Danach sollte er eigentlich für seine Prüfungen gerüstet sein.
  6. Exakt aus diesem Grunde auch "eigentlich". Aber aus insgesamt 8 Jahrgängen von IT-Umschülern ist mir nicht ein einziger Fall davon untergekommen. Sehr wohl aber viele, die (verdient) durchgefallen sind und dann den Bildunsgträger dafür verantwortlich gemacht haben. Und nahezu alle haben in der Zeit rumgegammelt, gezockt oder sich mit anderen Dingen beschäftigt. Da ist völlig egal was die Bildungsträger versprechen. Es liegt alleine an dir und du hattest definitiv genug Zeit um den benötigten Stoff zu lernen. Ein schlechter Praktikumsbetrieb ist zwar eine echt miese Sache, aber trotzdem keine Entschuldigung sich nicht selber um das nötige Wissen zu kümmern. Wie gesagt, ich nehme Schickschalsschläge hier explizit raus. Die sind glücklicherweise nämlich die Ausnahme und nicht die Regel. Und es ging in meiner Aussage auch nicht um solche Fälle sondern genau um die Aussage, dass erforderliches Fachwissen in der Regel nur bedingt vom Bildungsträger vermittelt wird.
  7. Du hast dort einen Arbeitsplatz, einen Rechner mit Internet, den Rahmenplan, den Rahmenlehrplan und 8 Stunden Zeit pro Werktag. Dazu dann ein mehrmonatiges Praktikum, um das gelernte in die Praxis umzusetzen. Selbst ohne Frontalunterricht und extra Fachliteratur gibt es eigentlich keine valide Ausrede dafür in der Zeit nicht genug gelernt zu haben. Wenn du das wirklich durcharbeitest, hast du schon einmal eine wirklich solide Grundlage.
  8. Ich habe meinen ersten Job nach der Ausbildung ebenfalls nach 2 Monaten gewechselt. Das wird heute noch in jedem 2. Vorstellungsgespräch zur Sprache gebracht. Ich sage dann immer ehrlich, es wurde sehr schlecht gezahlt und mir wurde über das doppelte Bruttogehalt angeboten.
  9. Egal ob du es in den Lebenslauf schreibst oder nicht, du solltest es beim Arbeitgeber auf jeden Fall angeben. Der Verein hat eine IT-bezogene Dienstleistung zum Ziel. Damit könnte ein AG auf die (unsinnige) Idee kommen, du könntest damit gegen das gesetzliche Wettbewerbsverbot verstoßen.
  10. Öffentlicher Dienst. Ich kann mir Fahrkarten über ein bestimmtes Reisebüro für Geschäftsreisen anfordern. Für alles andere muss ich in Vorleistung gehen. Völlig egal ob Bar, privater Kreditarte, Paypal, Bankkarte usw. Sobald ich wieder da bin, mach ich die Abrechnung und bekomme alles in 2-4 Wochen später zurück. Kann sich durch Urlaub verzögern. Anfang Herbst hatte meine Firma mehr als 3000€ Schulden bei mir. Ich persönlich hatte noch nie Probleme. Ich weiß aber andere Kollegen laufen manchmal ewig ihrem Geld hinterher. Meine Frau ist ebenfalls im öffentlichen Dienst und die haben quasi immer Probleme. 6 Monate bis das Geld wieder da ist, sind keine Seltenheit.
  11. Ich denke ja, es gibt da nur eine Antwort. Ja, es geht! Man kannst es persönlich verkacken, aber das liegt dann nur an einem selber. Aber es geht definitiv. Ich will inzwischen nur noch raus aus dem öffentlichen Dienst ?
  12. Ich schaue mir gerade vermehrt Junior Consulting-Stellen an. Und dort wird regelmäßig bereits in der Stellenanzeigen mit Dienstwagen geworben.
  13. Habe genau das durch. War erst lange Zeit IT-Admin. Hab mich dann auf eine Entwicklerstelle beworben und hab sie auch erhalten. Ok, darüber bin ich dann jetzt in die ERP/SAP-Berater-Schiene geraten. Aber auch da hab ich mit der (ABAP)Programmierung zu tun. Also einfach bewerben. Wer es nicht versucht, schafft es definitiv nicht.
  14. Aber die Umschulung in einem Beruf der eine standardmäßige Lehrzeit von 3 Jahren hat sowie eine gewisse Zeit (3 Jahre in Niedersachsen) an Berufserfahrung im gelernten Beruf, ist in den meisten Bundesländern sehr wohl eine Hochschulzulassungsberechtigung. Ein konkretes Beispiel: Ein Umschüler komplett ohne Schulabschluss kann mit bestandener Prüfung des Berufes Fachinformatiker und nach 3 Jahren im First Level Support an der Fernuni Hagen Informatik studieren. Er muss dazu auch keine weiteren Tests bestehen sondern sich einfach nur anmelden und seine Unterlagen abgeben. An allen diversen (Technischen )Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen gilt übrigens das übrigens auch.
  15. Wenn ich „ Chemie“ schreibe, meine ich exakt „Chemie“. Den das wird auf der Webseite der hiesigen TU beim Studium ohne Abi für den Beruf Fachinformatiker angezeigt. Und das habe ich hier im Forum auch bereits mehrfach verlinkt.

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