Fachinformatiker - Blog

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Hallo Fachinformatiker.de Community,

auch ich möchte mich hier eben kurz vorstellen.

Ich bin der Marcel, 39 Jahre alt, verheiratet und komme aus Langenhagen bei Hannover.

Ich bin gelernter KFZ-Mechaniker und habe 2002, während meiner 12-jährigen Bundeswehrzeit, meinen KFZ-Meister im FBZ Garbsen absolviert. Zum Ende meiner Dienstzeit im Jahr 2008 entschied ich mich dann dazu, im Rahmen der Berufsförderung eine IHK-Ausbildung zum IT Administrator durchzuführen. Diese absolvierte ich an einer Privatschule in Hannover.

Ich arbeite mittlerweile seit 2011 als IT Administrator Fachrichtung Netzwerktechnik in einem sehr großen Konzern mit Hauptsitz in Wolfsburg, wobei ich aber in einem Werk in Hannover tätig bin. Hier verwalte ich mehrere hundert Router, Switches etc.

Ihr fragt euch nun evtl., was ich hier auf Fachinformatiker.de suche. Nun, ich suche eigentlich nichts sondern möchte viel eher helfen.

Während meiner gesamten beruflichen Laufbahn war ich, egal in welchem Bereich ich tätig war, immer viel mit dem Bereich Aus- und Weiterbildung beschäftigt. Sei es das Ausbilden von Lehrlingen selbst oder natürlich die eigenen Ausbildungen. Ich vermute mal das ich mittlerweile so eine Art Helfersyndrom entwickelt habe J.

Ich vertrete den Grundsatz: „Man hat erst ausgelernt, wenn alle Finger gleich lang sind“.

Während meiner IHK-Ausbildungszeit habe ich sogar ein Bildungsportal gegründet, welches ich dann aber mangels Zeit wieder auf Eis gelegt habe.

Mittlerweile habe ich es mir zum Hobby gemacht, kleine Videos zu bestimmten Themen zu erstellen. Hierbei setze ich den Focus auf Videos zum Thema Netzwerktechnik und genau hier möchte ich anknüpfen. 

Ich könnte mir gut vorstellen, dass FiSi oder ähnliche Ausbildungszweige vermehrt auf Videoinformation setzen. Natürlich sind Bücher und das darin enthaltene Wissen dem nicht gleichzusetzen, allerdings ist bekannt, dass das Lernen umso leichter fällt, je mehr Sinne angesprochen werden und Lehrvideos durchaus einen Beitrag zum besseren Verständnis liefern können. Ich möchte mein Wissen durch diese Art, auch wenn es vielleicht nicht so detailliert wie in den erwähnten Nachschlagewerken geschieht, weitergeben. Bisher habe ich zu meinen Videos sehr gute Rückmeldung in Sachen Verständlichkeit erhalten.

Nun schließt sich der Kreis. Ich werde hier also einen Videoblog starten. In diesem werde ich bereits gedrehte Videos zeigen, versuchen Fragen zu beantworten und natürlich auf Themenwünsche eingehen.

In diesem Sinne, danke für die Aufnahme und auf gutes Gelingen,

Euer Marcel.

Windows-Registry

Da dies mein erster Blog ist möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin Tician, 26 Jahre jung und im 2. Ausbildungsjahr zur Systemintegration (Stand 2017). Privat bin ich im Malware-Bereich aktiv - ich helfe Menschen bei der Bereinigung - und ich zocke gerne :)

Mein Ziel ist es alles so anfängerfreundlich wie möglich zu schreiben. Es soll also auch jemand verstehen der sich am Anfang der Ausbildung befindet und noch keine bis wenig Erfahrungenen hat.

 

Legen wir los!

Was ist die Registry?

Die Meisten haben vermutlich schon davon gehört, aber vielleicht noch nie damit zu tun gehabt - und genau so sollte es auch sein, denn die Registry ist seit Windows NT ein fester, sehr wichtiger und empfindlicher Bestandteil von Windows. Sämtliche Einstellungen von Windows (und den meisten installierten Programmen) werden dort gespeichert.

Einstellungen? Welche Einstellungen denn zum Beispiel?

Welche Dienste sind auf auto-start gestellt? Welches Hintergrundbild benutze ich für meinen Desktop? Ist die Firewall an oder aus? Werden die Windows-Updates automatisch gemacht oder sind sie deaktiviert? Welches Programm soll benutzt werden wenn ich eine *.txt Datei öffnen möchte (Editor, Notepad++ oder doch etwas ganz anderes)? Das und vieles mehr sind Beispiele die in der Registry zu finden sind.

Kommen wir auch kurz zu einem anderen Beispiel: Gruppenrichtlinien! Was passiert wenn wir auf vielen PCs Einstellungen setzen möchten ohne an jeden PC einzeln zu rennen (z.B. wollen wir nicht das Benutzer die Registry verändern dürfen ;) )? Wir benutzen Gruppenrichtlinien und die (meisten) machen auch nichts anderes als Registry-Einträge zu verändern.

Wo ist die Registry?

Jetzt wird es interessant. Die Registry lässt sich durch ein Windows-eigenes Tool öffnen. In unserem Fall die Regedit.exe die sich (wie manch andere Windows-Tools) standardmäßig unter C:\Windows befindet. Jetzt ist uns das aber zu mühselig jedesmal dort hin zu navigieren (das machen wir ja mit dem Editor oder der Kommandozeile auch nicht) und diese exe-Datei anzuklicken. Wir drücken einmal gekonnt die Windows-Taste+R (r für das englische 'run' also 'ausführen') und haben ein kleines Fensterchen offen mit dem wir die Windows-Tools aufrufen können. Wir geben 'regedit' ein und drücken einmal auf OK.

Und woher weiß Windows jetzt wo es nach der Regedit.exe suchen soll wenn ich das da eingebe?

Ich gebe euch einen Tipp: Das steht auch in der Registry ;) (* siehe Bonus-Wissen ganz unten!)

Bis hierhin kann man nichts falsch machen, reinschauen kostet also nichts! Was wir links sehen sollte einem Windows-Benutzer doch recht vertraut sein. Wir haben 'Ordner' die wir auf und zu klappen können und davon (meistens) ganze 5 Stück!

'Ordner'?

Vom aussehen her könnte man sie als 'Ordner' bezeichnen, aber wir lernen es gleich richtig. Alles was hier als 'Ordner' dargestellt wird nennt sich Schlüssel. Und wenn wir schon bei Begrifflichkeiten sind erkläre ich euch gleich auch was ein 'Hive' ist.

Aber gehen wir mal kurz einen Schritt zurück.

Habt ihr euch schonmal gefragt wo man das ganze Zeug auf der Festplatte überhaupt findet?

Da ist eine rießengroße Struktur mit vielen, vielen Schlüsseln ('Ordnern'), das kann ja nicht einfach so aus dem nichts auftauchen. Und genau darum findet man die Registry in folgenden Dateien:

C:\Windows\system32\config\System 	(HKEY_CURRENT_CONFIG)
C:\Windows\system32\config\SAM		(HKEY_LOCAL_MACHINE\SAM)
C:\Windows\system32\config\Security	(HKEY_LOCAL_MACHINE\Security)
C:\Windows\system32\config\Software	(HKEY_LOCAL_MACHINE\Software)
C:\Windows\system32\config\System 	(HKEY_LOCAL_MACHINE\System)
C:\Windows\system32\config\Default	(HKEY_USERS\.DEFAULT)
C:\Users\Benutzername\ntuser.dat	(HKEY_CURRENT_USER)

Hier mal ein Bild:

registry.PNG.b8f50b4f7a9e5f04e5e35f474412b9df.PNG

Diese 7 oben genannten Schlüssel nennen sich Hives und sind alles woraus die Registry besteht.

Moment mal, ich sehe doch noch andere Schlüssel! Wo ist denn zum Beispiel HKEY_CLASSES_ROOT?

Die simple (und vermutlich erstmal verwirrende) Antwort ist: Den Schlüssel selbst gibt es nicht.

... ?

Wir schauen uns das natürlich an:

Der Aufbau der Registry

Was wir sehen wenn wir die Registry öffnen (also diese 5 großen Schlüssel) ist eine von Windows benutzerfreundlich gemachte Ansicht.

Nehmen wir mal an wir haben ein x-beliebiges Stück Software. Dessen Standard-Einstellungen werden unter diesem Schlüssel gespeichert:

HKEY_LOCAL_MACHINE

\

Software\Classes

und gelten erstmal für alle Benutzer des PCs. Wenn ich mich nun am PC anmelde, die Software öffne und irgendwelche Einstellungen mache (die natürlich nur mich betreffen sollen und nicht alle anderen user, z.B. einen blauen Hintergrund haben möchte), dann befinden sich diese Einstellungen hier:

HKEY_CURRENT_USER

\Software\Classes

Der Schlüssel HKEY_CLASSES_ROOT führt diese 2 oben genannten Schlüssel visuell zusammen, damit wir nicht rumsuchen müssen. Nach demselben Schema bilden sich auch die übrigen Schlüssel die nicht zu den Hives gehören. Ich zeig euch das mal anhand dieses Beispiels:

Ich habe hier einen Schlüssel (den Pfad könnt ihr im unteren Bereich des Bildes sehen) und einen x-beliebigen Eintrag erstellt:

Registry1.PNG.c70e2b4fcaaefa82cdb0e07cbf1e432b.PNG

Ich habe nochmal einen gleichnamigen Schlüssel für den Benutzer erstellt und dem ebenfalls einen Eintrag verpasst:

registry2.PNG.8c9454c28268b9d2848eb8e610469e2b.PNG

Ich habe die oben genannten Schlüssel benutzt. Ohne mein weiteres Zutun sieht es in dem HKEY_CLASSES_ROOT Schlüssel nun so aus:

Registry3.PNG.c28f541ac8f655c6e627c685d42c2159.PNG

Seht ihr wie beide Einträge angezeigt werden? Windows hat die 2 gleich benannten Schlüssel (in HKLM und HKCU - die Kurzschreibweise)  zusammen gelegt.

Und das war schon das ganze Hexenwerk für heute! :)

Ich wollte es kurz halten, es würde so viel mehr zu erzählen geben! Ich wollte euch aber nicht mit der Entstehungsgeschichte langweilen, es sollte wirklich nur mal ein leichtes Kratzen der Oberfläche sein, da die Meisten vermutlich eh nie direkt in die Registry gehen müssen.

Wenn ihr also Fragen, Anmerkungen, Lob und Kritik habt immer her damit - am Besten in die Kommentare.

 

_____________________________________________________

Bonus-Wissen:

(*)Hier geht es um die sogenannte Path-Umgebungsvariable.

Bitte was?

Ja, das 'Ding' schimpft sich so, ist aber auch wichtig und vorallem nützlich!

Folgendes Szenario: Ich öffne ein Konsolenfenster (ganz ohne Administrator-Rechte) und befinde mich standardmäßig in meinem Benutzer-Verzeichnis (C:\Users\Tician). Gebe ich jetzt ein 'notepad.exe' und drücke die Eingabe-taste öffnet sich ein Editor. Das läuft für viele schon automatisch. Aber denkt mal über folgendes: Muss man nicht eigentlich erst in das Verzeichnis navigieren oder den ganzen Pfad angeben um eine Datei darin auszuführen?

Ja... Aber dabei befindet sich die 'notepad.exe' doch gar nicht in meinem Verzeichnis!

Jupp, richtig und trotzdem öffnet es sich. Zum Verständnis müssen wir etwas weiter gehen. Geben wir also mal 'putty.exe' ein. Wir werden mit der Meldung "Der Befehl 'putty.exe' ist entweder falsch geschrieben oder konnte nicht gefunden werden" begrüßt. 'Konnte nicht gefunden werden' trifft es in unserem Fall auf den Punkt.

Aber ich hab putty! Liegt doch direkt auf meinem Desktop!

Auch korrekt. Was ist also passiert? Windows (und übrigens auch Linux) haben diese Path-Variable. Wir finden sie unter Windows in der Registry in diesem Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Environment

Hier gibt es den Eintrag 'Path'. Wenn ich nun also einen Befehl oder eine Datei zum öffnen/ausführen in die Kommandozeile eingebe sucht Windows erstmal in dem Verzeichnis in dem ich mich befinde danach. In unserem Beispiel das Benutzerverzeichnis (keine Unterordner!). Wenn Windows den Befehl dort nicht findet greift es auf diese PATH-Variable zu. Da stehen einige Pfade durch Semikolon getrennt drin und Windows geht sie alle nacheinander von links nach rechts durch und sucht in den Ordnern nach meinem Befehl, also 'putty.exe'.

Das heißt also...?

Wenn ich jetzt diesen Path-Eintrag veränder und ';C:\Users\Tician\Desktop\' anhänge kann ich auch mein Putty jederzeit - und unabhängig davon in welchem Pfad ich mich in der Konsole befinde - aufrufen!

Mathe...

Ich spare mir mal die übliche Anrede und komme direkt zur Sache. Mathematik, mit allem was man sich so vorstellt. Ich gebe zu, vor dieser Klausur hatte ich die größte Angst. Eine Woche Urlaub davor konnten mir die auch nicht nehmen. Aber nun zum Modul: Es gliederte sich in drei große Bereiche:

I. Grundlagen

  1. Aussagenlogik
  2. Mengenlehre
  3. Stellenwertsysteme
  4. Folgen und Reihen

II. Lineare Algebra

  1. Matrizen und Vektoren
  2. Lineare Gleichungssysteme
  3. Inverse Matrizen
  4. Determinenten
  5. Leontief Model

III. Analysis

  1. Funktionen
  2. Wichtige Punkte
  3. Differential-Rechnung
  4. Integral-Rechnung

An sich war alles nicht so schwer wie gedacht. Wenn ich auch Probleme hatte, der Vorlesung zu folgen, so war in der Vorbereitungsphase eigentlich alles halb so wild. Mit Matrizen hatte ich immer meine Probleme, aber im Endeffekt waren auch die machbar. Für viele ist ja Mathe so der große Blocker zum Studium, der große dunkle Endgegner, der einen gleich im ersten Semester auf die Intensivstation schickt. Diese Angst kann ich euch nehmen. Ich bin sicherlich keine Mathe-Genie, aber ein gesundes logisches Verständnis kann einem da ganze Welten an Arbeit ersparen. So bin ich auch in die Klausur, nach einer Woche intensiver Vorbereitung gab es kein Feld mehr, dass ich nicht bearbeiten konnte. Nur die Zeit, die war mir etwas zu knapp. Aber als dann die Mail mit den Ergebnissen kam, da war ich zufrieden und freue mich nun auf Statistik. :wub: Das kommende Semester wird eh der Wahnsinn, viele spannende Module, wo ich sicher auch als Fachinformatiker noch das eine oder andere neue hören werde. Aber dazu komme ich in einem anderen Eintrag.

 

Wie seht ihr das? Ist Mathematik wirklich der Nemesis aller Studenten, oder ist es längst nicht mehr der große Blocker? Gerne können wir das in den Kommentaren diskutieren.

 

Bis dahin grüßt euch

SebastianB.

 

 

Hallo zusammen,

um den Fachinformatiker-Blog mit etwas mehr Leben zu füllen, würde ich gerne wissen, welche Themen euch interessieren.

Womit können wir euch am besten helfen? Eher technische Themen oder Tipps zur Prüfungsvorbereitung? Lieber Projektdokumentation oder Fachgespräch? Besser Blog-Beiträge oder Podcast-Episoden? Oder, oder, oder...

Ich freue mich über euer Feedback! Schreibt mir gerne eure Wunschthemen oder Vorschläge für deren Gestaltung! Und auch Kritik an den bisherigen Blog- und Podcastinhalten nehme ich gerne an. Dadurch könnten wir im nächsten Jahr diese Seite mit noch mehr relevanten Inhalten für alle Azubis und Prüflinge da draußen füllen.

Viele Grüße!
Stefan

Diese Woche beenden wir das ISO/OSI-Modell mit den Schichten 5 bis 7: Sitzungs-, Darstellungs- und Anwendungsschicht.

 


Fachinformatiker-Podcast #7: Das ISO/OSI-Modell (Teil 4) (Länge ca. 35 Minuten, Größe ca. 12 MB)


 

Sitzungsschicht (Session Layer)

  • Wie wird eine dauerhafte Kommunikation von Netzwerkteilnehmern aus unterschiedlichen Anfragen und Antworten (Dialog) ermöglicht?
  • Einheit: Daten
  • Zusätzliche Informationen: Zuordnung von Anfragen und Antworten zueinander, Wiederaufsetzpunkte bei Ausfall der Kommunikation
  • Hardware: siehe Anwendungsschicht
  • Protokolle: RPC, siehe Anwendungsschicht

Darstellungsschicht (Presentation Layer)

  • Wie können Daten unabhängig von der konkreten Repräsentation auf den beteiligten Systemen verständlich ausgetauscht werden?
  • Einheit: Daten
  • Zusätzliche Informationen: Syntax der Daten, Encoding, Verschlüsselung, Kompression
  • Hardware: siehe Anwendungsschicht
  • Protokolle: ASN.1, siehe Anwendungsschicht

Anwendungsschicht (Application Layer)

  • Wie können anwendungsspezifische Daten und Befehle ein- und ausgegeben werden?
  • Einheit: Daten
  • Zusätzliche Informationen: Semantik der Daten
  • Hardware: Gateway, Load Balancer, Proxy, Firewall
  • Protokolle: HTTP, FTP, SMTP

Alle bisherigen und auch die zukünftigen Episoden des Podcasts bekommst du über den RSS-Feed auch im Podcatcher deiner Wahl: http://fiae.link/FIPodcastRSS


Hast du Ideen für Themen weiterer Podcast-Episoden? Dann schreib gerne einen Kommentar!


Diese Woche habe ich nur eine einzige Schicht geschafft: Die Transportschicht. Aber die hat es in sich!

 


Fachinformatiker-Podcast #6: Das ISO/OSI-Modell (Teil 3) (Länge ca. 35 Minuten, Größe ca. 12 MB)


 

Sicherungsschicht (Data Link Layer)

  • Wie kommen auch große Datenmengen vollständig und in der korrekten Reihenfolge beim richtigen Dienst des Empfängers an?
  • Einheit: Segment bzw. Datagramm
  • Zusätzliche Informationen: Ports, Ende-zu-Ende-Kommunikation möglich
  • Hardware: Firewall, siehe Anwendungsschicht
  • Protokolle: TCP, UDP

Sonstiges

 

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Die Reise durch das ISO/OSI-Modell geht weiter mit den Schichten 2 und 3!

 


Fachinformatiker-Podcast #5: Das ISO/OSI-Modell (Teil 2) (Länge ca. 35 Minuten, Größe ca. 13 MB)


 

Sicherungsschicht (Data Link Layer)

Vermittlungsschicht (Network Layer)

  • Wie kommen die Daten auch über Netzwerkgrenzen hinweg beim korrekten Empfänger (logische Zieladresse) an?
  • Einheit: Paket
  • Zusätzliche Informationen: Logische Adressen
  • Hardware: Router
  • Protokolle: IP, ICMP

 

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In der vierten Episode des Fachinformatiker-Podcasts gibt es eine allgemeine Einführung in das OSI-Referenzmodell und seine erste Schicht.

 


Fachinformatiker-Podcast #4: Das ISO/OSI-Modell (Teil 1) (Länge ca. 32 Minuten, Größe ca. 13 MB)


 

Allgemeines

  • Das ISO-/OSI-Modell ist ein herstellerunabhängiges Referenzmodell in Form einer Schichtenarchitektur für Kommunikationssysteme.
  • Es beschreibt die Netzwerkkommunikation von der konkreten Bitübertragung z.B. über ein Glasfaserkabel bis hin zu den Anwendungen, die abstrakte Befehle austauschen.
  • Die Schichten stellen der jeweils darüber liegenden Schicht über definierte Schnittstellen ihre Dienste bereit.
  • Die Schichten 1 bis 4 sind die transportorientierten Schichten, 5 bis 7 die anwendungsorientierten Schichten.

Bitübertragungsschicht (Physical Layer)

  • Wie kommen die Daten physikalisch vom Sender zum Empfänger? Beispiele: Glasfaser, Kupferkabel, Funk.
  • Einheit: Bit
  • Hardware: Repeater, Hub, Kabel, Antenne.
  • Protokolle: Ethernet, RS-232 (serielle Schnittstelle), IEEE 802.11 (WLAN)

 

Hast du noch etwas zu ergänzen? Dann immer her mit deinen Anmerkungen! :-D

 

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Liebe Leidensgenossen, oder auch Arbeitnehmer genannt,

ich hoffe ihr hattet einen schönen Tag der deutschen Einheit, denn wir sollten dankbar für unsere Freiheit sein, ganz besonders in diesen Tagen! Nun aber zurück zum Thema - Management Basics -. Es handelt sich dabei um eins der Module, welches ich im ersten Semester an der FOM Bonn durchnehme. Aber was steckt dahinter? Bisher eigentlich "nur" BWL. Bereits in der Berufsschule habe ich BWL gehasst, da ich mich ja eher als den Informatiker gesehen habe. Doch mittlerweile weiß ich ganz genau, dass es ohne die BWL und die Methodik, welche dort ihren Einsatz findet, gar nicht funktionieren würde. Bevor ich mein Studium begann hat es mir ein wenig vor diesen Themen gegräuelt. Ich hatte höchste Bedenken, dass ich für diese Module Motivation oder gar Spaß entwickeln könnte... Aber da habe ich die Rechnung nicht mit Herrn Wondzinski von der FOM gemacht. An dieser Stelle möchte ich diesem Dozenten ein besonderes Lob aussprechen, denn er versteht es, diese trockene, vermeintlich uninteressante Thematik ansprechend und belebend an die Studenten weiterzugeben. Da merkt man besonders den Praxisbezug des Dozenten, denn es handelt sich in diesem Modul nicht nur um sture, trockene Theorie, sondern auch um wirklich wichtige betriebliche Prozesse und Entscheidungshilfen. Besonders interessant ist es natürlich daher, dass viele der Studenten ja bereits eine größere Berufserfahrung mitbringen, das Gelernte also nicht erstmal nur Gelerntes bleibt, sondern man sich schon in der Vorlesung selbst Gedanken machen kann, in welchem Teil der täglichen Arbeit man die neu erworbenen, oder nochmals vertieften Techniken einsetzen kann. So muss ich gestehen, dass ich nur sehr geringes Interesse an der Bilanzierung habe, vor allem weil ich niemals so etwas gemacht habe, oder denke, es jemals machen zu müssen. Aber bei den Organisationssystemen, der Produkteinführung oder der Unternehmensgründung, da wurde auch ich hellhörig ;-). Wer weiß wo man selbst in 10-15 Jahren steht. Man kann also sagen, dass gerade in Management Basics, was ja sehr viele Themen-Gebiete behandelt, für jeden was dabei ist. Das bedeutet aber auch, dass jeder sich durch etwas „quälen“ muss, was ihm oder ihr nicht so besonders warm am Herzen gelegen ist.

Ganz besonders interessant finde ich den gedanklichen Ansatz Herr Wondzinskis, dass die zukünftigen Unternehmen weniger in den aktuell starren, unflexiblen Organisationsstrukturen verharren, sondern immer mehr auf einer Art Projekt-Basis arbeiten werden. So werden sich wohl in Zukunft immer mehr "Projekt-Firmen" auf dem Markt etablieren, in denen Menschen ihre Fähigkeiten für die Dauer eines Projektes anbieten und dieses zum erfolgreichen Abschluss führen, um danach in das nächste Projekt einsteigen zu können. Dies sei, so Herr Wondzinski, die Antwort auf die immer höheren Anforderungen an Flexibilität und Leistungsbereitschaft der modernen Unternehmen. Ich für meinen Teil kann dieser Idee nur beipflichten, denn es ist sicher eine sehr gute Möglichkeit, seine eigenen Kompetenzen und Skills an verschiedenen Orten, mit verschiedenen Menschen und Aufgaben wachsen zu lassen. Nur die Frage der zwischenmenschlichen Beziehungen, welchen ja, nach dem Gehalt, eine große Rolle bei der Job-Wahl zukommt, sehe ich in diesem Modell noch unbeantwortet. Klar kann es ein Vorteil sein, wenn man sich nur über die Dauer eines Projektes mit dem schlechtgelaunten, besserwisserischen Arbeitskollegen umherquälen muss, aber was ist, wenn man jemanden wirklich schätzt, sowohl fachlich aus auch menschlich? Nach einem Projekt würde man wieder getrennter Wege gehen, was natürlich auch im Berufsleben passieren kann und passiert, jedoch wäre die Frequenz des Wechsels der Kollegen in diesem neuen Modell deutlich höher. Aber das lassen wir mal den BWL-Professoren zum Nachgrübeln, immerhin sollen die auch was dafür tun, dass sie BWL eine Wissenschaft nennen dürfen ;-).

Um noch einmal zu Management Basics zurück zu kommen: An sich ist das Modul natürlich sehr breit aufgestellt. Es reicht von Produktpflege, Unternehmensgründung, Personalführung und Marketing bis hin zur Absatz- und Betriebsstrategie. Da kann einem der Dozent schon leidtun, der uns dass alles in den Kopf prügeln soll... Naja, eigentlich tue ich mir ja mehr selbst Leid, schließlich werde ich ja geprügelt ;-). Wenn schon Prügel, dann immerhin von einem sympathischen, motivierten Dozenten wie Herrn Wondzinski. Ich hoffe ja, dass er kein Einzelfall an der FOM bleiben wird. 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in das Modul, aber auch in die Zukunft, die uns vielleicht allen bevor steht. Nächste Woche werde ich vermutlich über das Modul "Mathematik für Wirtschaftsinformatiker" bloggen. Haltet dafür bitte einen Brech-Eimer und genügen Zahnpasta bereit, denn bei dem Gedanken ist mir gerade selbst was hochgekommen :-P... Wobei auch hier der Dozent wirklich gut ist, denn er versucht nicht stur sein Skript durchzupeitschen, sondern hilft wo er kann und „muss“. Aber dazu ja das nächste Mal mehr.

Es grüßt euch

SebastianB.

 

 

Freunde, Bürger, Member,

mit den Worten Shakespeares, leicht gewandelt,  will ich den 1. Teil meines Blogs einläuten: Das berufsbegleitende Studium an der FOM (Hochschule für Ökonomie und Management). Aber wie bin ich überhaupt auf die FOM gekommen? Naja, direkt am Anfang war mir eins klar. Ich bin ein geldgeiler Sack, der niemals aus seinem Job in ein ärmliches Studentenleben wechseln könnte. Also war vom ersten Moment an klar, dass ich nur berufsbegleitend studieren würde. Außerdem besteht bei mir auch ein gesunder Selbstzweifel, der dafür gesorgt hat, dass ich nicht den Job aufgebe, um dann eventuell an der Last eines Studiums zu scheiten. Wer will schön diese allseits bekannte und berüchtigte Lücke im Lebenslauf erklären müssen?

Was bietet die FOM?

Ganz einfach, für den monatlichen Beitrag von 360€ (abhängig vom Studiengang) bekommt man eine ziemlich intensive Betreuung. Man sitzt nicht in einem engen Hörsaal, der viel zu warm für 350 Studenten ist, sondern mit 22 Mann in einem Klassenraum, der klimatisiert ist. Für einen Feind der warmen Räume wie mich also perfekt! Die Dozenten rattern ihr Skript nicht einfach durch, sondern weisen darauf hin, dass Zwischenfragen nicht erlaubt, sondern erwünscht sind. Wenn's also mal hängt, dann kann man einfach fragen, der Dozent oder Professor nimmt sich gerne die Zeit. Die Räumlichkeiten sind äußerst modern, so zumindest am Standort Bonn. Jeder Hörsaal verfügt über einen Beamer, einen Großbild-Fernseher für die hinteren Reihen und einen Overhead-Projektor, sodass der Dozent auch bequem von seinem Platz aus mal eine Rechnung außerhalb des Skripts erklären kann. Das Team der FOM ist, zumindest in den vier bisherigen Modulen, jung(-geblieben), motiviert und breit aufgestellt. Bisher sind es nämlich nicht die reinen Theoretiker, die alles besser wissen, sondern gestandene Menschen der Praxis, die lange in ihren Berufen gearbeitet haben, somit also ein beträchtliches Wissen einstreuen können.

Die Kommilidingsbums

Wie jeder Studiengang, steht und fällt das Ganze mit denen, die vor, hinter oder neben einem selbst sitzen. Die Kommilitonen sind ja quasi die Mitschüler, die das gleiche Ziel verfolgen wie man selbst. Da kann ich nur sagen: Wer berufsbegleitend studiert, der weiß ganz genau was er will. Keiner der 22 Männer und Frauen, die sich für Wirtschaftsinformatik eingeschrieben hat, wankte nur eine Sekunde als er/sie gefragt wurde, warum er/sie denn studieren wolle. Hätte mich auch gewundert, bei 360€ die nicht in allen Fällen der Betrieb trägt, überlegt man sich ja mehr als nur einmal was man dort beginnt.

Gibt’s schon was Negatives?

Ja, wo Licht ist, da ist auch Schatten, wenn auch nur ein kleiner. Bei einem solchen Betrag, da erwartet man schon dass man sein Auto nicht für 1,50€ die Stunde im Parkhaus abstellen muss, sondern ein paar reservierte Plätze für die zahlungswilligen Kunden. Hab ich Kunden gesagt? Ich meine natürlich Studenten… :P. Naja, am zweiten Tag wurde uns dann das Rabattier-Gerät vorgestellt, mein neuer bester Freund, der mir das Ticket auf 50 Cent die Stunde heruntersetzt. Also ist das auch nicht mehr ganz so schlimm.

Fazit - ohne geht's ja heute nicht mehr

Ich bin bisher wirklich zufrieden mit dem Modell der FOM. Auch wenn es teilweise hart ist, Samstagnachmittag noch 4 Stunden Mathe zu machen, während man sich am Morgen durch die Theorie der Wirtschaftsinformatik gequält hat. Dennoch: Ich bin froh, dass ich den Schritt gewagt habe, denn ich habe schon viele neue Menschen kennen gelernt, die alle samt ehrgeizig, zielstrebig und freundlich sind.

In der nächsten Episode beschreibe ich dann das Modul „Management Basics“. Und entschuldigt dass ich keine Bilder eingepflegt habe, der Text-Editor und ich sind momentan noch keine Freunde, aber ich habe ihm die Friedenspfeife angeboten. :-) Aber immerhin konnte ich euch unten die Links zu meiner FH und dem Studiengang da lassen, ist ja schon ein Anfang, oder?

Es grüßt euch

SebastianB.

Hauptseite der FOM

Studiengang Wirtschaftsinformatik

Hallo liebe FI-Member,

bevor ich mich hier vorstellen möchte, ein großes Dankeschön an das Blogger-Team, für die Aufnahme in euren Kreis. Nun aber zu dem, was der Titel verspricht. Mein Name ist Sebastian, ich bin 24 Jahre jung, komme aus der Nähe von Koblenz, genauer gesagt einem Randgebiet des wunderschönen Westerwaldes. Ich habe die Ausbildung zum Fachinformatiker - AE im Jahr 2012 beendet und bin seither auch in dieser Sparte tätig. Privat bin ich ein begeisterter Läufer, spiele Fußball und genieße die Zeit die mir auf unserer Erde gegeben ist. Ich möchte euch hier einen kleinen Einblick in das geben, was ich mir für die kommenden Jahre vorgenommen habe.

Wie ein jeder sicher schon selbst an sich erfahren hat, gibt es einen Zeitraum nach der Ausbildung, in dem man "satt" ist. Prüfung geschafft, jetzt nie mehr lernen, nur noch Kohle verdienen und das Leben genießen! Da war ich keine Ausnahme, ich hab mir am Tag der mündlichen geschworen, das war es jetzt. Endlich Freizeit, kein Lerndruck mehr, nie mehr in Noten an Themen gemessen werden, die mich mal so gar nicht interessieren. Und das Ganze hielt erstmal an, für genau zwei Jahre. Dann kam etwas in mir hervor, was ich so noch nicht kannte. Ich fühlte mich irgendwie leer, der einzige Antrieb den ich hatte war das Geld, das große Ziel immer nur der nächste Urlaub. Woran hat das gelegen? Ganz einfach: Ein Schiff ohne Ziel braucht auch keinen Antrieb...

 

 

„Stillstand ist Rückschritt.“

 

Rudolf von Bennigsen-Foerder (1926-89), dt. Topmanager, Vorstandsvors. Veba AG

 

 

Als ich dann bei Twitter über den oben stehenden Spruch gestolpert bin, dann wurde es mir klar, hier muss noch was kommen! Und mein Ziel war schneller gefunden als ich dachte. Über verschiedene Gespräche habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht, was ich denn an Weiterbildungen anstreben könnte. Doch eigentlich gab es für mich nur eins, was mich wirklich reizen konnte. Das Studium - Wirtschaftsinformatik sollte es sein.

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Damit das nicht gleich scheitert, habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie ich mich sinnvoll darauf vorbereiten kann. Ohne Hochschulreife studieren, das war mir zu riskant, auch wenn’s der Abschluss hergegeben hätte. Also dann, zwei Jahre Abends die Schulbank drücken, das war nicht unbedingt einfach, vor allem wenn die Tage sich dann noch mit dem Fußball schnitten, aber naja, was man beginnt, soll man auch zu Ende bringen... Zwischendurch musste dann noch der AdA-Schein her und ich bekam zwei Azubis ins Team. Im Frühjahr erhielt ich dann meine Hochschulreife und es konnte endlich starten, die große Aufgabe, welche mich nun die nächsten 3 1/2 Jahre begleiten sollte. An der FOM in Bonn schrieb ich mich für Wirtschaftsinformatik ein, für das Modell am Freitagabend und Samstag. So, das nun zu meinem Vorhaben. Ich glaube viele stehen vor einem ähnlichen Problem wie ich es tat, daher hoffe ich euch in meinem Blog einen Einblick in das Leben eines dualen Studenten zu geben.

In diesem Semester behandeln wir die Module

  • Wirtschaftsinformatik Basics
  • Management Basics
  • Mathematik für Wirtschaftsinformatiker
  • Konzepte der prozeduralen Programmierung

Ich werde versuchen, zu jedem dieser Module einen entsprechenden Blog-Eintrag zu veröffentlichen, aber ich kann euch eins sagen: Zeit hat man als dualer Student nicht besonders viel... Dennoch werde ich versuchen, euch immer auf dem Laufenden zu halten, sodass ich vielleicht dem ein oder anderen bei der Entscheidung zum Thema Weiterbildung helfen kann.

Es grüßt euch

Sebastian B.

 

 

Hallo zusammen,

passend zum August, in dem wahrscheinlich die meisten neuen Azubis ihre Ausbildung starten, habe ich die dritte Episode des Podcasts von fachinformatiker.de aufgenommen und gebe ein paar allgemeine Tipps für den Einstieg in die Ausbildung in den IT-Berufen.


FI-Podcast_003_Einstieg_in_die_Ausbildung.mp3 (Länge ca. 32 Minuten, für Play/Pause einfach den Link anklicken)


Ein gelungener Start in die Ausbildung

  • Stell viele Fragen.
  • Verstehe alles, was du tust.
  • Nimm deine/n Ausbilder/in in die Pflicht.
  • Lerne so viele Kollegen wie möglich kennen.
  • Nutze jede Gelegenheit, um neue Technologien kennenzulernen.
  • Baue dir direkt eine Leseliste für Neuigkeiten auf (z.B. Blogs, c't).
  • Fundiertes Wissen vermitteln hauptsächlich Bücher (zum Buchclub zum Handbuch für Fachinformatiker).
  • Sieh das Berichtsheft nicht als lästige Pflicht, sondern mach das Beste draus.
  • Das Gleiche gilt für die Berufsschule.
  • Achte von Anfang an auf einen ergonomischen Arbeitsplatz.
  • Du kannst gar nicht früh genug anfangen, dich auf die Prüfung vorzubereiten.
  • Wenn dein Unternehmen dich nicht gut betreut, such dir ein anderes und leg Beschwerde bei deiner IHK ein.

Wie immer hoffe ich, dass ein paar interessante Inhalte für den ein oder anderen (angehenden) Azubi dabei sind. Wenn ihr noch weitere Tipps für die "Neulinge" habt, dann schreibt gerne einen Kommentar.

Viele Grüße!
Stefan

PS: Ich habe einen RSS-Feed für diesen Podcast eingerichtet, damit du dir die Episoden auch direkt im Podcatcher deiner Wahl anhören kannst: http://fiae.link/FIPodcastRSS

Hallo zusammen,

aktuell laufen die Vorbereitungen auf die mündlichen Prüfungen 2016 (Projektpräsentation und Fachgespräch) auf Hochtouren. Daher dachte ich, es wäre vielleicht hilfreich, ein paar allgemeine Tipps bzgl. der Vorbereitung zu geben und habe die zweite Episode des Podcasts von fachinformatiker.de aufgenommen.


FI-Podcast_002_Vorbereitung_muendliche_Pruefung.mp3 (Länge ca. 25 Minuten, für Play/Pause einfach den Link anklicken)


Vorbereitung auf die Projektpräsentation

  • Zeige nur die Highlights deines Projekts.
  • Orientiere dich am Ablauf der Projektarbeit (Phasen, Prozessmodell).
  • Verwende so wenig Text wie möglich und nutze stattdessen Grafiken.
  • Üben, üben, üben: Mit Ausbilder/in, Kollegen, Freund/in, Eltern.
    • Ist der Aufbau nachvollziehbar und sinnvoll?
    • Ist das Foliendesign ansprechend?
    • Sind alle Folieninhalte klar erkennbar und lesbar?
    • Wird die Zeit eingehalten?
    • Ist der fachliche Inhalt korrekt?
    • Feedback einholen zu: Augenkontakt mit dem Publikum, Körpersprache, deutliche Sprache, Gestik, Mimik usw.

Vorbereitung auf das Fachgespräch

  • Sind alle verwendeten Begriffe aus der Projektpräsentation klar (und zwar nicht nur scheinbar)?
  • Die üblichen Verdächtigen durchgehen (am besten mit Ausbilder/in).
    • Objektorientierung (FIAE)
    • Datenbanken
    • Netzwerkgrundlagen (FISI)
    • Stundensatz
  • Praxisbeispiele für häufige Fragen bereitlegen (z.B. Vererbung in der Objektorientierung oder IP-Adressbereiche für Subnetting).
  • Fragen der Prüfer wie ein Wasserfall beantworten ohne nötige Rückfragen.

Ich hoffe, es sind einige interessante Inhalte für euch dabei. Für weitere Tipps und Anregungen bin ich immer offen. Hinterlasst einfach einen Kommentar!

Viele Grüße!
Stefan

PS: Noch mehr Tipps zur konkreten Gestaltung der Projektpräsentation gibt es in der aktuellen Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts: Ansprechende Gestaltung der Projektpräsentation.

Hallo Welt!

Technische Blogbeiträge die Zweite. Heute möchte ich euch ein Tool vorstellen, dessen Einsatzfelder im Beruf unfassbar flexibel sind. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich um Slack.

Slack - be less busy
Slack - be less busy

Wir nutzen das zwar leider (noch) nicht in der Firma, aber privat haben wir schon den ein oder anderen Slack-Channel aufgesetzt, um uns mit dem Funktionsumfang vertraut zu machen. Und der ist schon in der kostenfreien Variante wirklich ansehnlich. Also, heute kurz und knackig:

Was ist Slack und was kann das?

Der ein oder andere kennt sicherlich noch den guten alten IRC. Auf den ersten Blick ist Slack auch erstmal nicht viel mehr als das. Ein Online-Messenger, der im Browser oder per App(iOS, Android, Windows Phone(noch Beta)) genutzt werden kann. Eigene Kanäle, zu denen man Mitglieder hinzufügen und löschen kann. Zu den Slacks, die die verschiedenen Kanäle enthalten, wird man vom Administrator des Slacks eingeladen.

Slack bietet verschiedene "Räume" für verschiedene Subthemen innerhalb eines "Slacks" an
Slack bietet "Räume" für verschiedene Subthemen innerhalb eines "Slacks" an

So weit, so bekannt. Von der App abgesehen erstmal nichts wirklich bahnbrechendes. Abgesehen davon, dass Slack einen ungeahnt guten Parser besitzt, der z.B. Tweets direkt im Kanal per Vorschau anzeigt und auch Links zu Bildern automatisch einbettet.

Aber wie gesagt, das ist nur der erste Blick. Slack hat unter der Haube einige Funktionen parat, die aus diesem schlank daherkommenden Messenger ein mächtiges Collaboration-Tool für den Betrieb machen (können).

Ok, und wo ist jetzt der Mehrwert für mich?

Ganz einfach: Slack ist, was du draus machst. Slack bietet von Haus aus Benachrichtigungen für und von diversen andere Tools an. Selbst für die Tools, die noch keine native Unterstützung haben, gibt es in den meisten Fällen gitHub-Projekte oder Zaps, die diese Funktionalität anbieten.

Beispiele gefällig?

#1: Bernd erstellt in Bitbucket einen Feature-Branch für seine neue App. Commits und Pushes nach remote werden automatisch in entsprechenden Branches angezeigt und können dort durchsucht und kommentiert werden. Man muss sich als Entwickler nicht durch endlose Commits wühlen, sondern kann einfach direkt einsehen und suchen, was wann passiert ist.
Und wenn man möchte, guckt man einfach in den Commit-Details nach.
Kleiner Wermutstropfen: Slack gibt es bisher nicht on Premise. Wer also etwas Vergleichbares intern aufsetzen will, muss wohl auf HipChat oder ähnliches ausweichen.

slackundtrello.png?w=518&h=257
Automatische Channelupdates per Trello-Integration

#2: Ein agiles Team hat sich ein SmartBoard angeschafft und nutzt ein Trello-Board zur Verwaltung ihrer Tasks. Leider sitzen nicht alle Teammitglieder in einem Raum. Durch die Trello-Integration mit Slack werden Aktivitäten der Tasks auf dem Board automatisch in einen Slack-Channel mit übertragen. Teammitglieder können sich so auch außerhalb der Daily Stand-Ups einen Überblick über die Tätigkeiten verschaffen.

Guckt einfach mal rein. Für die meisten Dienste und Apps, die ich kenne, gibt es bereits eine Unterstützung in irgend einer Form in Slack.

Was kostet das?

Gar nichts. Also in der Basisversion. Und die reicht zum Evaluieren oder für kleine bis mittelgroße Teams definitiv aus.
Für alles darüber gibt es in der Preisübersicht  einen guten Überblick über die Kosten.
Besonders schön: Die "Einarbeitung" in das Tool benötigt nicht mal sonderlich viel Zeit. Jeder, der schon mal irgendwie in einer WhatsApp-Gruppe war, wird sich mit den Grundfunktionalitäten von Slack in Browser und App schnell vertraut machen. Alte IRC-Nerds sogar noch besser.

Fazit –  TL;DR

Slack ist ein leichtgewichtiges, aber mächtiges Tool, das es dem Benutzer ermöglicht, sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Dokumente, Statusupdates, Informationen, alles voll durchsuchbar und indiziert.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dass es "in der Cloud" läuft, sollte Slack definitiv mal ausprobieren. Der potentielle Mehrwert, grade für räumlich getrennte Teams ist nicht zu unterschätzen.

Euer "devopsdad" Patrick

Hallo Welt!

Ein unfassbar anstrengendes, aber inspirierendes und motivierendes Wochenende liegt hinter mir. Nachdem mich ein sehr geschätzter Kollege bei einer firmeninternen Vorstellung des "Augenhöhe"-Films und des Projekts im Frühjahr 2014 sehr mit der ganzen "New Work, Systemtheorie, Sinnkopplung im Job"-Materie angefixt hatte, fasste ich den Entschluss, mich damit stärker zu befassen.

intrinsify.me-Logo

Seit Montag bin ich jetzt Mitglied dieses Netzwerks, das sich "intrinsify.me" nennt, und ich möchte diesen Blogpost nutzen, um euch gleichermaßen das Netzwerk und das "Wevent" vom Wochenende vorzustellen. Der Post fällt daher etwas länger aus als gewohnt, aber ich kann mich hier nicht kürzer fassen, ohne den Kern der Sache ordentlich zu beschreiben.

happy working people - Das Netzwerk

Das intrinsify.me-Netzwerk, welches seit 2011 besteht, hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Austausch- und Vernetzungsplattform für Menschen anzubieten, die sich mit den Themen "Sinnkopplung im Job" und vielen anderen, die sich dem Buzzword "New Work" zuschreiben lassen, beschäftigen. Gegründet wurde es von Mark Poppenborg und Lars Vollmer ursprünglich als Beratungsunternehmen. Im Laufe der Zeit hat sich dieser Zweck jedoch hin zu der jetzt so existierenden Austauschplattform gewandelt, die natürlich auch noch Beratungs- und Schulungsleistungen anbietet.

Es heißt immer: Arbeit ist das halbe Leben. Und meistens steht »Arbeit« für die Hälfte, die weniger Spaß macht.[...]
http://intrinsify.me/ueber-uns.html

Dabei gilt stets die Annahme, dass ein erfolgreiches Unternehmen nicht aufgrund seiner Kultur erfolgreich ist und die Kollegen deswegen gut zusammenarbeiten, sondern die Kultur eine Begleiterscheinung des Erfolgs ist. Eine Firma, die durch Freiräume eine "gesunde", auf echtem Vertrauen basierte Kultur ermöglicht, wird in aller Regel nicht oder weniger mit "unter den Tisch gekehrten" Problemen zu tun haben. "Die haben so eine gute Kultur bei Google, deswegen sind die so erfolgreich." ist nach dieser Auffassung nämlich ein Trugschluss. Ich skizziere mal ein Beispiel:

Fall 1:

Das Unternehmen "BuzzwordSoft", eine aus einem 250.000 Mitarbeiter starken Konzern ausgegliederte Tochtergesellschaft, hat zuletzt eine hohe Rate an Fehlern und Reklamationen im Produktivsystem ihrer Datenbewirtschaftungssoftware festgestellt. Ein besonders kritischer Fehler führte dazu, dass ein Kunde sich beschwerte und mit Kündigung des Systems drohte. Während der Analyse fällt auf, dass aufgrund von akutem Kundendruck ein Entwickler "unter der Hand" Änderungen ins Produktivsystem eingespielt hat, ohne dies mit seinen Kollegen abzusprechen oder einen ausführlichen Test der Anwendung nach dem Testprotokoll 27.4, Version 12, Paragraph 3, Absatz 5 durchzuführen.
Das Unternehmen mahnt seinen Mitarbeiter ab, schickt dann aber als Versöhnungsmaßnahme die ganze Abteilung im Anschluss verpflichtend in den Kletterwald, um Vertrauen untereinander zu schaffen.
Der Mitarbeiter begibt sich aktiv auf Jobsuche.


Fall 2:

Das Team im Startup "DataNerds from outer space" hat die gleiche Situation wie die Firma BuzzwordSoft. Nur gehen sie damit anders um.
Sie erkennen, dass zwar letztendlich der Mitarbeiter den "Bock geschossen hat", in einem klärenden Gespräch unter Kollegen kommt jedoch heraus, dass dieser privat momentan viel Stress hat und der direkte Kundendruck das Fass zum Überlaufen brachte. Er wollte das Problem einfach schnell beheben; leider war er damit nicht erfolgreich.
Das Team stellt fest, dass der einzelne zwar "den Fehler" begangen hat, dieser jedoch mit einem Prozess aus Unit Tests, Integrationstests, einer automatisierten Build Pipeline und 4(oder mehr)-Augen-Reviews gar nicht erst passiert wäre, unabhängig von der privaten Situation des Kollegen. Statt den Kollegen zu vergraulen beschwichtigt man den Kunden und beginnt, das Produkt robuster zu designen und eine automatisierte Buildpipeline mit frei verfügbaren Open Source Tools zu erstellen.
Der Mitarbeiter fühlt sich als Mensch wahrgenommen und geht trotz des Vorfalls gern zur Arbeit.

Anfahrt nach Berlin. Hagel. Gewitter. Die Frisur hält.
Anfahrt nach Berlin. Autobahn A2. Hagel. Gewitter. Die Frisur hält.

Natürlich sind die beiden Beispiele stark überzeichnet. Jedoch dienen sie meiner Meinung nach gut der Veranschaulichung, wie unterschiedlich man je nach Kontext, Systemumgebung und Sozialisierung mit Problemen umgehen kann. Solche und ähnliche Fragestellungen werden oft von den Mitgliedern des Netzwerks beleuchtet. Der Hintergrund hier ist, dass wir in unserer modernen, von Dynamik geprägten Arbeitswelt mit den Methoden klassischen Managements oft nicht mehr weiterkommen.
Und damit man sich dazu nicht nur im Internet oder auf den sogenannten "intrisify.meetups"(eine Art Stammtisch, ähnlich wie User Group-Treffen) austauscht, gibt es mittlerweile im 2-Monats-Turnus die sogenannten "Wevents", auf denen man mit dem Rahmen "Open Space" diskutieren, Lösungen erarbeiten und sich mit seinen unterschiedlichen Hintergründen und Fragen begegnen kann.

"Ich will nicht nach Berlin♪♫" - Das Wevent

Ein paar Entscheidungen zur Planung und Finanzierung, eine Buchung per AirBnb, eine gepackte Reisetasche und 5 Stunden Autofahrt durch Gewitter und Hagel später waren mein Kollege und ich dann endlich in Berlin angekommen. Freitag Abend gab es ein Warm-Up zum Kennenlernen im Wirtshaus Max und Moritz. Hier konnte man sich schon mal gegenseitig zu Speis und Trank beschnuppern und bekam einen kleinen Eindruck vorab, wie die Stimmung am Wochenende werden sollte(Spoiler: Verdammt gut).

Sessionsammlung vom Samstag
Sessionsammlung vom Samstag - Entscheiden, du dich musst!

Samstag "früh" um 9:00 war dann Einlass in der Forum Factory, einer ziemlich coolen Location, die als Tagungs-, Seminar- oder Gallerieraum dienen kann. Nach einer kurzen Vorstellung der Open Space-"Grundsätze" ging es dann auch schon an die Sessionplanung. Jeder konnte Themen einbringen, die dann parallel in verschiedenen Räumen diskutiert werden konnten. Der Charakter der Session war jedem selbst vorbehalten. So gab es z.B. eine Session "Wieviel(sic!) Persönlichkeit braucht Future Leadership?", in der eine Diskussion im Fishbowl-Format der Kern war. Andere Sessions waren ein "einfacher" Erfahrungsaustausch im Gespräch, die Möglichkeiten zur Moderation und zum Austausch waren jedem selbst überlassen.
Neben dem eigentlichen Inhalt der Sessions hat mich am stärksten die Haltung der Teilnehmer im Gespräch beeindruckt. Es herrschte eine unfassbar große Offenheit, eine hohe Reflexionstiefe und ein sehr ehrlicher Umgang mit Kritik. Bei vielen Gesprächen war implizit eine Vertrauensebene vorhanden, auch mit persönlichen Themen "nach außen" zu gehen, weil einfach eine Wohlfühlstimmung und ein "Hier kann ich ich sein"-Gefühl im Raum standen.

Vegane Leckereien, bereitgestellt vom "Supermarkt-Team"
Vegane Leckereien, bereitgestellt vom "Supermarkt-Team"

Samstag Abend gab es die Option, sich im Café brennBar zu Abendessen und weiterem informellen Austausch und Netzwerken zu versammeln, was auch von vielen wahrgenommen wurde. Ich selbst hatte viele Gespräche zum Thema "Beruf und Familie", die mich in meinem Selbstbild als Vater und Berufstätiger teils bestätigten, aber auch viele neue Impulse legten, über mein Handeln unter neuen Gesichtspunkten zu reflektieren.

Sonntag gab es noch einmal die Möglichkeit, neue Sessions oder Folgeangebote vom Vortag anzubieten. Da man sich schon etwas besser kannte, ging es auch hier wieder ordentlich "in die Tiefe", und gefühlt waren die Gespräche noch eine Spur bedeutsamer und "impulsgebender"(gibt es das Wort?) als am Vortag. Zu dem Zeitpunkt machte sich in meinem Kopf aber schon das Gefühl breit, ob der Menge an Input nicht mehr so ganz auf der Höhe zu sein. Ich nutze eine Zwischenpause, um auf meinem Surface(das sich das Wochenende als treuer Begleiter erwiesen hat) die bisherigen Gedanken zu strukturieren und in Form zu bringen.

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Lieblingsbücher auszulegen
Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Lieblingsbücher auszulegen...

Eine weitere, aber prägnante Besonderheit im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art möchte ich noch erwähnen, da sie meiner Meinung nach viele Gedanken, die dieses Netzwerk antreiben, sehr gut wiederspiegelt. Nämlich die Bezahlung.

...und Heidewitzka, waren das viele gute Bücher.
...und Heidewitzka, waren das viele gute Bücher.

Im Eingangsbereich der Forum Factory liegen Excel-Listen aus, welche die Reinkosten des Wevents darstellen. An der Wand hängt dazu passend ein Flipchart, das anzeigt, wie viel die Veranstaltung insgesamt kostet und was bisher an Einnahmen erfolgt ist. Während der Veranstaltung wird dieser Stand ständig aktualisiert. Der Hintergrund ist hier, dass die Veranstaltung zum einen als selbsttragend angelegt ist(also keine Profitveranstaltung) und zum anderen, dass es keine festen Beiträge gibt. So waren am Wochenende 185€ als empfohlener Betrag angegeben. Wer mehr zahlen kann und möchte, darf das genauso tun, wie jemand, der das nicht kann oder mag. Und man mag es kaum glauben, das funktioniert.

Fazit - TL;DR

Was habe ich von dem Wochenende mitgenommen und was erhoffe ich mir von der Mitgliedschaft bei intrinsify.me(die übrigens kostenlos ist)?

Ich habe viele unfassbar aufgeschlossene Menschen mit tollen Ideen und Gedanken getroffen. Ich habe ein Netzwerk kennengelernt, dass es zu schaffen scheint, dabei zu helfen, diesen Ideen Form zu verleihen und über den Status der "Spinnerei" hinauszuwachsen. Ich hatte ein geniales Wochenende in Berlin, obwohl ich von der Stadt außer dem Checkpoint Charlie beim Abholen unseres Autos nicht wirklich etwas gesehen habe. Und ich habe sehr viel über mich selbst gelernt. In meiner Position als Angestellter, als Vater und als Mensch überhaupt. Wenn ihr in eurer Nähe mal ein Wevent und dazu Interesse an dem Thema "Neue Arbeitswelt" habt, ich kann euch nur empfehlen, euch das ganze mal anzusehen.

Gruß, euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz

Hallo Welt!

In einer Zeit, in der eine unüberschaubare Menge an Informationen im Internet verfügbar und jederzeit abrufbar ist, verlieren Bücher oft zunehmend an Stellenwert. Ich sehe das anders. Ich mag Bücher, momentan besonders Fachbücher zum Thema Organisationsentwicklung und "Umgang mit Dynamik".

Komplexithoden, Organisation für Komplexität und das titelgebende "Denkwerkzeuge der Höchstleister"
Komplexithoden, Organisation für Komplexität und das titelgebende "Denkwerkzeuge der Höchstleister", Quelle: "Denkwerkzeuge der Höchstleister: Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen" von Wohland/Wiemeyer, Unibuch Verlag

Meinen Liebling aus dieser Kategorie möchte ich euch heute vorstellen. Hierbei handelt es sich um die "Denkwerkzeuge der Höchstleister" von Gerhard Wohland und Matthias Wiemeyer mit dem bedeutungsschwangeren Untertitel "Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen"; vorliegend in der dritten Auflage, 2012 erschienen im Unibuch Verlag.

Vorweg: Das Buch ist kein Buch, das man einfach nur liest und dann weglegt. Es ist ein Arbeitsbuch, das man immer wieder aufschlägt, darin nachliest, stöbert und studiert, um sich immer und immer wieder teils ungläubig von den plakativ klingenden aber so einleuchtenden Thesen zu überzeugen. Ich habe es förmlich verschlungen, es bereitet mir heute teilweise noch schlaflose Nächte.

Aber genug gewarnt, jetzt wird angefixt! Worum geht es bei den "Denkwerkzeugen der Höchstleister"?

Inhalt

Beschrieben werden im Buch Ansätze, die sogenannten "Denkwerkzeuge", die dienlich sein können, um Dynamik und Systeme besser verstehen zu können und mit Ihnen umzugehen. Das ganze idealerweise ohne daran zu verzweifeln oder wirtschaftlich daran zu Grunde zu gehen. Es bietet Impulse und Ansätze, die man in der eigenen Organisation unter Einbeziehung der eigenen Umgebung und der Fakten nutzen kann, um eine für sich funktionierende Lösung für verschiedene Probleme zu finden. Das ganze vor einem einfachen, nachvollziehbaren, geschichtlichen und wirtschaftlichen Hintergrund. Wieso sind die Märkte heute, wie sie sind; wieso können Unternehmen, die flexibel und agil aufgestellt sind, besser mit den engeren Märkten der Globalisierung umgehen als klassische, hierarchisch aufgebaute Konzerne, und wieso passen viele Management-Instrumente aus der klassischen BWL nicht mehr zu heutigen Anforderungen? Für all diese Fragen und mehr findet der Leser hier plausible Theorien, die als Erklärung dienen.

Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie
"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie" - Kurt Lewin

Auf keinen Fall werden hier aber "Best Practices" angeboten, die man in seinem Unternehmen umsetzt, auf einmal geschieht ein Wunder und der Umsatz steigt wie von Zauberhand in einem Jahr um 150%. So etwas gibt es nicht, bzw. wenn es funktioniert passten glücklicherweise viele Parameter beim Anwenden des Denkwerkzeugs. Unternehmen sind bedingt durch die verschiedenen Typen von Menschen, die in ihnen arbeiten, hochkomplexe Systeme, die keinen "Wenn > Dann"-Mustern folgen. Man kann vielleicht vermuten, welche Wirkung eine Maßnahme hat, sicher sein kann man sich jedoch nie.

Und das ist auch völlig in Ordnung so. Komplexität und Dynamik sind weder schlecht noch gut. Sie sind einfach da. Wie das Wetter.
Schlecht ist nur, darauf als Organisation nicht vorbereitet zu sein und dann nicht reagieren zu können. Denn dann steht man im Zweifel ohne Schirm und Jacke "im Regen".

Aufbau

Ein Hauptteil des Buches ist der Glossar, auf dem die präzisen Begriffe, die in diesem(sytemtheoretischen) Kontext genutzt werden, erläutert und eingeordnet werden. Dem voran gehen ein Vorab-Bereich in dem der Aufbau im Detail erläutert wird und 13 kurze, 10 Seiten nicht übersteigende Kapitel, die klassische Management-Thesen im Kontext moderner, dynamischer Märkte beleuchten. In diesen Kapiteln gibt es zusätzlich zu den im Fließtext sehr anschaulich formulierten Thesen und Vergleichen die sogenannten "Denkzettel". Diese beschreiben ein Problem und geben einen Hinweis, in welche Richtung man sich bewegen kann, um eine mögliche Lösung im eigenen Unternehmenskontext zu finden.

Denkzettel "Zentrum und Peripherie" samt Kapitelresümee
Denkzettel "Zentrum und Peripherie" samt Kapitelresümee "Taylorismus - Aufstieg und Fall einer genialen Idee", Quelle: "Denkwerkzeuge der Höchstleister: Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen" von Wohland/Wiemeyer, Unibuch Verlag

Das klingt erstmal recht kompliziert, wenn man jedoch begriffen hat, dass man das Buch weder am Stück noch in der geschriebenen Reihenfolge lesen muss, sondern es immer und immer wieder als Nachschlagewerk und Referenz nutzen kann, passt dieses gut sortierte Format ganz hervorragend.

Die Denkzettel sind ein großartiger Einstieg, um sich mit der Systemtheorie und den Denkwerkzeugen auseinanderzusetzen, wenn man in diesem Umfeld noch völlig unbedarft ist. Wer in die Tiefe gehen will, liest einfach die umspannenden Kapitel.

Zielgruppe und Fazit

Das Buch ist für alle geeignet, die das Gefühl haben, Projekte in ihrer Organisation laufen "irgendwie schlecht", verfehlen oft das Ziel, Kunden und Mitarbeiter sind unzufrieden, die Konkurrenz überholt uns ständig, Sarkasmus ist an des Tagesordnung, es gibt "zu viele Meetings"; aber keiner weiß so richtig wieso, etc.

Das Buch ist definitiv nicht für Menschen geeignet, die sich eine schnelle Lösung per "Best Practice" erhoffen und der Meinung sind, man könnte per steuernder Direktive "von oben" Dinge wie Unternehmens- und Wertekultur der Mitarbeiter ändern oder steuern. Das dies nicht funktioniert, machen die Autoren immer wieder mit vielen Beispielen zum Thema "Kultur" und "Steuerung" im Unternehmen klar.

Mir selbst hat das Buch viele Ansätze und Handlungsräume eröffnet, die mir helfen zu verstehen, wieso im Beruf so oft so viel "Theater" um Probleme gemacht wird, die eigentlich mit dem berühmt-berüchtigten "gesunden Menschenverstand" einfach zu beheben sein sollten.
Ich nutze es regelmäßig und gehe schon fast missionarartig damit hausieren, weil ich es schlicht und einfach großartig und unendlich wertvoll finde.

Ganz akut Interessierten aus der Umgebung kann ich mein Exemplar zum Reinschnuppern gerne auch Ausleihen. Für alle anderen gibt es in der Linksektion noch mehr Futter. Viel Spaß beim Stöbern!

Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz

Weiterführende Links zum Thema

Hallo Welt!

Besser spät als nie möchte ich euch von der DevOpsCon 2015 in München berichten. Dort habe ich zum ersten mal "ernsthaft" den Entschluss gefasst, unter die Blogger zu gehen und die ganzen Gedanken, die mir im Kopf rumschwirren, zu "Papier" zu bringen.

Disclaimer: Aufgrund der Menge an Infos, Tools und Eindrücke der Konferenz kann und werde ich hier nur einen Einblick in die für mich interessantesten Themen geben und über das allgemeine Konferenzfeeling schreiben. Für mehr müsst ihr schon selbst dahin. ;) Es lohnt sich aber, die Themen für Sommer/2016(Berlin) sind im Verhältnis zum Termin Winter/2015 noch recht ähnlich.

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Pool im 23ten Stock des Hotels - Nicht DAS, aber definitiv eins der Highlights der 3 Tage

Vorwort

Vom 23.11 - 25.11 2015 waren zwei Kollegen von mir(einer der zwei bloggt übrigens auch schon eine ganze Weile) im Sheraton Hotel München im Arabellapark und hatten den Plan, in den zwei Tagen Konferenz und einem Tag Praxis-Workshop so viel wie möglich mitzunehmen, ohne angesichts der Menge an Informationen zu verzweifeln.

Von München selbst haben wir außer einem Besuch im "Burger House 2", was ja auch nicht wirklich "typisch München" ist, nicht wirklich viel mitbekommen. Das ist in Anbetracht der vollgepackten Tage aber auch normal, die BASTA! Spring, die ich 2014 besucht habe, hat einen ähnlichen Effekt verursacht. Außer nem Hefeweizen abends in der Lobby war da nicht mehr viel zu holen bei mir.
Nach dem Abendessen ging es mit den Kollegen eine Runde im Pool schwimmen, den grandiosen Ausblick auf den Liegen um den Pool genießen, den nächsten Tag planen und damit war der Abend meistens auch schon rum.

Tag 1(Workshop)

Zum geschmeidigen Start in den Montag gab es den "Docker-Basis-Workshop" von und mit Peter Roßbach, seines Zeichens Systemarchitekt, Docker-Experte der ersten Stunde und "DevOps"-Enthusiast. Selbst bis dato auf *nix-Systemen völlig unbedarfte Entwickler(wie mich) waren mit Peters Anleitung und aufgrund der Einfachheit der Docker-Syntax in der Lage, in Kürze Container für Webserver, Datenbankserver mit entsprechenden Befehlen zu erzeugen und die Netzwerke gleich mit zu konfigurieren. Mächtiges Tool und mächtige Architektur diese Container-Technologie. Mit einer verhältnismäßig niedrigen Hemmschwelle zum Einstieg und Unmengen an Blogs, Snippets und Infomaterial zu Docker selbst im Netz scheinen die Docker-Container in *nix-Umfeldern eine echte Bereicherung zu sein, wenn es darum geht, skalierbar schnell Infrastruktur bereitzustellen. Obwohl ich mit Infrastruktur und mit Linux bisher wenig zu tun hatte, das hat definitiv mein Interesse geweckt. Der Raspi liegt im Warenkorb. Bücher zu Docker übrigens nicht, die sind oft schon beim Erscheinen veraltet.

Nicht vorenthalten möchte ich euch noch folgendes Zitat von Peter zur Frage , wie man diese Technologie in einer abgeschotteten, kontrollierten Konzern-IT-Infrastruktur implementieren könnte:

"So eine Docker-Welt in einer Enterprise-Company zum Laufen zu bringen kann ein Scheiß-Sport sein."

¯\_(ツ)_/¯

Tag 2&3(Konferenz, Expo)

Nach einem überschaubaren ersten Tag gab es an den Tagen 2 und 3 ausschließlich Vorträge, Keynotes und informell gestaltete Treffen zum Austausch(Open Space-ig).

Gemeinsam war allen von mir besuchten Vorträgen, das sie unglaublich viel Lust aufs "Basteln" machten. Was sich in der Praxis aufgrund der Open Source-Natur vieler genutzten Tools als gar nicht so schwierig herausstellen sollte.

Am interessantesten waren für mich die Talks zum Thema Unternehmenskultur und Veränderung in der Organisationsstruktur des "DevOps"-Unternehmens. Besonders hervorstechend waren da für mich zum einen Wix.com(WYSIWYG-Baukasten für Webseiten) und zum anderen dm(Ja, die Drogerie). Bei Wix war sehr interessant, wie der Referent Aviran Mordo klar und einfach zeigte, dass man nicht jedes Tool benutzen muss, solange man nicht den "Schmerz spürt", den der Einsatz des Tools zu lindern vermag. Wenn deine Idee grundsätzlich Mist ist, bringen dir die besten Tools nichts, deine Idee bleibt Mist.

aviranmordo_microservices_vs_monoliths.j
Das Bild spricht denke ich für sich.

dm im Kontrastprogramm merkte recht schnell, dass man als "Drogerie" mit offenen Augen und Ohren durchaus Gewinn mit ordentlichen Onlineportalen und Webshops machen kann. Ein Onlineshop, der schnell auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kunden reagieren kann und in kurzen Abständen qualitativ hochwertige Stände online stellen kann war hier das Credo. Daraus folgte fast natürlich und logisch eine Umstellung des Deployment-Prozesses in Richtung Continuous Delivery und ein damit einhergehendes Umdenken in der Unternehmensorganisation.
Im Verlauf des Talks wurde klar, dass zum einen Vertrauen und Offenheit für ein solches Umdenken notwendig sind. Zum anderen auch, dass dafür nicht jeder bereit ist. Unterm Strich kam jedoch eine effizientere Organisation bei dem Prozess heraus.

Fazit - TL;DR

Das nicht immer alles eitel Sonnenschein ist, war bei allen Vorstellungen von Tools oder Prozessen, die durchlebt wurden, immer zu erkennen. DevOps an sich bedeutet in erster Linie, Verantwortung gemeinsam zu übernehmen für ein geteiltes Bild eines Produkts oder eines Prozesses. Was oft vergessen wird, ist aber, dass dieses Bild manchmal gar nicht existiert oder abteilungsübergreifend völlig anders wahrgenommen wird.

Empathie, echtes Verständnis füreinander und für die Anforderungen des Gesprächspartners waren immer wiederkehrende Merkmale, die notwendig sind, damit so etwas wie Continuous Delivery funktionieren kann.

 

Tools, Tools, Tools!

Zum Abschluss noch ein paar Links und Einzeiler zu vorgestellten Tools, falls jemand bastelwütig wird:

  • Docker - Software, mit der man andere Software(z.B. Betriebssysteme, Webserver, Datenbankserver,...) virtualisiert in "Containern" verpacken kann, die dann auf jedem System funktionieren
  • Hadoop -  Framework für verteilte Software. Man nehme 10 Raspis, schalte sie zusammen und e voilá: Man hat einen Hadoop-Cluster-Datenbankserver
  • ELK-Stack - Bestehend aus Elasticsearch, Logstash und Kibana zum Durchsuchen, Ablegen und Visualisieren von Logs aller Art
  • OWASP ZAP - Zum manuellen oder automatisierten Security-Scan(aktiv, passiv) von Webanwendungen, auch automatisiert in Jenkins verwendbar
  • Jenkins - Tool für Continuous Integration und so ziemlich alles, was dazu gehört. Lächerlich viele und gute Plugins verfügbar
  • Consul - Service Discovery-Tool, das neue Dienste, die verfügbar werden, automatisch erfasst und diese verwalten kann. Nützlich aber erst, wenn man schon mehrere Microservices im Einsatz hat, sonst tut es auch ein DNS-Eintrag
  • Github - Viel mehr als nur das, aber hauptsächlich ein Repository-Server für GIT

Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz

 

Hallo zusammen,

wenn man diesem Forum nur lang genug folgt, liest man irgendwann immer wieder die gleichen Fragen. Daher habe ich mich dazu entschieden, in der ersten Episode des Podcasts von fachinformatiker.de einige dieser häufigen Fragen zu beantworten.

 


FI-Podcast_001_Haeufige_Fragen.mp3 (Länge ca. 35 Minuten, für Play/Pause einfach den Link anklicken)


 

Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang übrigens auch diese FAQ zum Forum: Uli's Prüfungspage für IT-Berufe.

Hier nun also meine Liste der häufigen Fragen mit kurzer Antwort. Wenn du mehr wissen willst, hör doch mal in die Podcast-Episode rein.

  • Die Sache mit der IHK.
  • Muss ich für eine Ausbildung schon programmieren können?
    • Nein. Sollte das anders sein, wirst du wahrscheinlich als billige Arbeitskraft eingestellt.
  • Warum muss ich so viel Wirtschaftskram lernen?
    • Weil die IT-Berufe zu den kaufmännischen Berufen zählen.
  • In einem Monat ist die Prüfung. Was soll ich lernen?
    • Du fängst viel zu spät an. Lern mit alten Prüfungen und einschlägiger Literatur.
  • Was kommt in der schriftlichen Prüfung dran?
    • Das weiß leider nur der Ausschuss, der die Prüfung erstellt.
  • Woher bekomme ich alte Prüfungen?
  • Könnt ihr mir ein Projektthema empfehlen?
    • Nein. Es muss sich um ein Thema aus deiner Praxis handeln.
  • Ich muss nächste Woche mit meinem Projekt anfangen und habe kein Thema.
    • Das ist ein Problem, das wir nicht lösen können.
  • Warum wurde mein Projektantrag abgelehnt?
    • Wahrscheinlich, weil die fachliche/wirtschaftliche Tiefe deines Themas nicht deutlich wird oder du eine unrealistische Zeitplanung hast.
  • Welche Vorgaben gibt es für die Ausbildung?
  • Welche Vorgaben zur Projektdokumentation muss ich einhalten?
    • Das kann dir nur deine IHK sagen.
  • Wie viel verdient ein Fachinformatiker?
    • Das kommt auf die Branche, die Aufgaben, die Region, die Vorbildung usw. an.
  • Warum wird meine Bewerbung immer abgelehnt?
    • Wahrscheinlich, weil du ständig nur über dich redest und die Anforderungen des Unternehmens nicht berücksichtigst.

 

Hast du zu den obigen Themen auch eine Meinung? Dann immer her damit! Antworte einfach auf diesen Beitrag. Ich würde mich über einen Austausch freuen.

Wenn du konkrete Themenvorschläge oder Fragen für den Podcast hast, dann immer her damit. Und wenn du selbst am Podcast mitarbeiten möchtest, melde dich einfach!

 

Viele Grüße!
Stefan

PS: Auf eine Vorstellung meiner Person habe ich an dieser Stelle verzichtet. Ich bin Stefan! ;) Wenn dich im Detail interessiert, wer hier schreibt und spricht, schau einfach auf meiner Website vorbei: Über mich.

Hallo Welt!

Den Start in die technischen Blogbeiträge möchte ich mit einer kleinen Tool-Vorstellung machen. Mit Trello, um genau zu sein. Laut der Homepage ist Trello ein Tool, um "alles mit allen" zu organisieren. Laut Wikipedia ist es eine "Projektmanagementsoftware".

VerzetteltLaut mir(und zu nicht zu verachtenden Teilen auch laut meiner Frau) ist es ein ziemlich cooles, übersichtliches Programm, um sich die ganzen Themen, die man sonst gerne mal aufschiebt oder ignoriert aus dem Gehirn zu schreiben und zu organisieren.
Und zwar ohne sie zu vergessen oder Gefahr zu laufen, dass das WICHTIGE und DRINGENDE Post-IT an der Korkwand in der Küche den Geist aufgibt und aus Versehen im Müll landet.

Das erste mal auf Trello aufmerksam wurde ich beim Lesen von Joel Spolskys Blog, der mir schon in der Vergangenheit durch den ein oder anderen guten Beitrag aus der Richtung "Anfangen. Jetzt. Nicht morgen. Jetzt. Hey, mach reddit zu. Anfangen!" sehr hilfreich war.

Aber genug davon. Ein paar Anwendungsfälle und Features in der Kurzbersicht:

Wofür kann ich Trello benutzen?

Ein paar Beispiele:

  • Den Wocheneinkauf planen
  • Ein Kanban oder SCRUM-Board für agile Projekte managen
  • Einzukaufende Geburtstagsgeschenke im Kopf behalten, z.B. Ideen mit Amazon-Links anhängen, etc.
  • Eine Übersicht mit Checkliste über noch zu erledigenden Papierkram erstellen
  • (Arzt)-Termine pflegen mit zugehörigen Informationen und Dokumenten. Natürlich mit Fristen und dazugehörigen Erinnerungen
  • Teams erstellen, die bestimmte Boards bearbeiten können und bestimmte nicht
  • Automatisch Benachrichtigungen bei Änderungen versenden bzw. in der zugehörigen App "pushen" lassen
  • An alle "Karten" in der Basis-Version Anhänge bis zu 10 MB hinzufügen
  • Für Tickets "voten", um Trends erkennen zu können. Super z.B., um favorisierte Themen für den eigenen Blog herauszuarbeiten ;)
  • ...
Wie geht das?

5_Trello_Listenbaner

Das hier ist eine Basis-Kurzanleitung für ein ganz einfaches "ToDo-Doing-Done"-Board mit einem beispielhaften Eintrag für einen Einkaufszettel.

  1. Board anlegen
    1. Wenn man erst mal angemeldet ist, wird nach einem Klick direkt links oben auf den Button "Boards" das Board-Menü angezeigt. Dort gibt es die Option "Neues Board erstellen", mit der ihr, ihr erahnt es schon, ein neues Board erstellen könnt.
    2. Optional: Board-Sichtbarkeit einstellen. Auch das ist eigentlich ist selbsterklärend. Der Standard ist hier "Privat", was bedeutet, das nur ihr selbst und explizit eingeladene Mitglieder das Board sehen.
  2. Listen(oder auch: Spalten) anlegen
    1. Hier könnt ihr euch voll austoben. Vom einfachen "ToDo - Doing - Done" bis hin zum Abbild einer kompletten, virtuellen Produktionslinie ist alles möglich.
  3. Karten bzw. Einträge hinzufügen
    1. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, die die meisten mir bekannten Anwendungsfälle abdecken. Listen, Fristen, Anhänge, farbige Markierungen. Trello bietet alles out of the box.

 

Was kostet mich das?

Gar nichts. Das ganze ist absolut kostenlos. Ich nutze Trello schon eine ganze Weile und viele der zukaufbaren Features, die hauptsächlich kosmetischer Natur sind, vermisse ich überhaupt nicht. 10 MB reichen als Anhang für die meisten meiner Anwendungsfälle auch locker aus.

Und wo bekomme ich das?

*Zum Zeitpunkt des Abrufversuchs auf meinem Surface (21.03.2016, 22:37) war Trello im Windows Store nicht abrufbar

Fazit -  TL;DR

Trello ist ein Tool mit einer sehr niedrigen Hemmschwelle zum Einstieg, welcher dann auch noch mit einer steilen Lernkurve belohnt wird. Beispiel gefällig? Meine Frau z.B. ist so weit davon entfernt, ein Ditigal Native zu sein, wie es nur geht(sie hat mit Anfang 20 ihre erste E-Mail geschrieben). Trello hatte sie innerhalb nicht mal einer Woche drauf und bombardierte mich mit meinen diversen Unzulänglichkeiten.(Klodeckel reparieren, Termine beim Kinderarzt machen, Schreibtisch aufräumen, Steuererklärung machen, Dachbox für den Urlaub organisieren, ... ihr kennt das bestimmt auch...)

Allen, die keine Lust mehr auf Zettelwirtschaft haben, aber trotzdem ein bisschen Struktur in ihre imaginäre "Noch zu erledigen"-Liste bringen wollen, kann ich Trello daher nur wärmstens empfehlen.

Und damit ihr auch ein bisschen mitbestimmen könnt, hier der Link zum Trello-Board zum Blog für die Priorisierung der Themen oder Kommentare dazu.

Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz

 

Vorstellung StefanE

Ich mach's kurz:

Stefan Eling, Fachinformatiker Systemintegration, wohne im Münsterland, 46 Jahre, verheiratet.

Anfang bis Mitte der Neunziger habe ich nach dem Fachabitur zunächst Elektrotechnik / Nachrichtentechnik in an der damaligen Gesamthochschulue Duisburg studiert, und nach dem Vordiplom abgebrochen. Ein blöder Fehler, aus heutiger Sicht.

Anschließend begann ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration. Der Beruf des Fachinformatikers war gerade erst entstanden, wir waren der zweite Jahrgang, der in Nordrhein-Westfalen startete. Bevor der "Fachinformatiker" aufgelegt wurde, war eine Ausbildung zum "Datenverarbeitungskaufmann" Mitte der 90iger der Weg in der EDV zu arbeiten.  Zu den damaligen Bedingungen der Ausbildung werde ich nochmal einen separaten Beitrag schreiben, das war stellenweise schon sehr abenteuerlich. Um 1999 registrierte ich dann auch mal die noch brachliegende Domain "Fachinformatiker.de". Vermutlich hätte ich damals auch eine Karriere als Domain-Broker starten können. Irgendwie hatten die Leute das Handeln mit den Domains noch nicht so auf dem Schirm, oder nur Wenige waren dort aktiv.

Fotolia_1957311_XS.jpg.86e3b6eb0ec1f2a3cIch habe mich dann doch für die IHK-Ausbildung entschieden und die Abschlussprüfung erfolgte im Mai 2000. Ich kann mich heute noch gut an die Prüfung, und insbesondere die Präsenation erinnern, der Eindruck ist geblieben, während z.B. die Erinnerung an die Zwischenprpüfung komplett fehlt. Anschließend schrieb ich zwei Bewerbungen, hatte dann ein Vorstellungsgepräch und wurde direkt genommen. War damals irgendwie ganz easy, oder vielleicht hatte ich einfach nur Glück. Den Arbeitgeber habe ich bis heute nicht gewechselt.

Ich startete als "IT-Support" in "meiner" Geschäftsstelle und betreute die Engeräte der Mitarbeiter, das Netzwerk und die Server.

Etwa 2005 wurde das Unternehmen durch einen französischen Konzern mit Hauptsitz in Paris gekauft, sowie Niederlassungen in D-A-CH, England, Frankreich, Spanien, Singapur. Support Prozesse wurden industrialisiert, wir haben ein "Global Delivery Center" in Polen und Indien.

2010 besuchte eine Fortbildung zum ITIL - Expert, und bin heute als "IT Service Manager" in einer international ausgerichteten Support Organsiation tätig.

Ich möchte hier bloggen über alle Themen die ich spannend finde, sowohl beruflich, als auch privat, eher organisatorisch, nicht zu technisch. Ich bin per PN oder über "Kontakt" erreichbar.

Vorstellung Blaargh

Hallo Community,

Ich bin der Zweite aus einem bisher schmalen Team von Bloggern auf fachinformatiker.de. Von mir gibt es in erster Linie fachliche Themen im Bereich der Windows-Administration, gepaart mit meinen Erfahrungen aus der Ausbildung, aber kommen wir erstmal zu meiner Person:

Bevor mein Username bei irgendjemandem die Party von letzter Woche, die leider auf der Toilette vorzeitig enden musste, wieder in Erinnerung ruft, eine kurze Erklärung: der Name und der zugehörige Avatar stammen von einem “Monster” aus Super Mario World für den SNES (Super Nintendo Entertainment System).

Ich bin der Lukas, ich bin 21 Jahre alt und stehe kurz vor meiner Abschlussprüfung. Das Fachinformatiker.de Forum verfolge ich seit Beginn meiner Ausbildung, lange Zeit ohne Account. Angestellt bin ich bei einem mittelständischen IT-Dienstleister in Schleswig-Holstein. Zurzeit bin ich offiziell noch Auszubildender Fachinformatiker für Systemintegration, in nur wenigen Monaten dann “IT-Systemadministrator”. Zu meinen primären Aufgabengebieten werden die Automatisierung mit Powershell, sowie die Verantwortung für unsere SharePoint-Infrastruktur gehören.

Was soll jetzt genau das Thema hier sein? In vielen Köpfen steckt immer noch Batch wie verankert fest. Ich habe heute noch Alpträume von dem Logon-Skript meiner Firma, das aus einem 2000 Zeilen Batch-Monster besteht. Viele Aufgaben die sonst viele Zeilen Code benötigen, werden durch Powershell auf meist eine Zeile reduziert. Das möchte ich hier demonstrieren. Das Ganze in Form von Beispielen, Erklärungen und best-practice-Empfehlungen. Best practice ist gleichzeitig der Untertitel des Blogs.rsz_4titelbild-konferenz.png

Ich stelle euch Lösungen aus der Arbeitswelt vor, die so funktionieren und eingesetzt werden. Das Microsoft TechNet ist zwar auch toll, teilweise aber sehr unübersichtlich und überladen, oft weicht die Praxis von dem ab was Microsoft sich vorstellt. Ganz nebenbei dürft ihr auch noch mit mir leiden, falls ich mir bei einem Problem den Kopf zerbrechen muss (das wird GARANTIERT passieren).





Desweiteren gibt es jedes Jahr die gleichen Themen im Forum. "Warum wurde mein Antrag abgelehnt?" oder "Wie lerne ich am besten für die Abschlussprüfung?". Mit meinen Erfahrungen aus der Zeit möchte ich angehenden Azubis eine Mischung aus Wissensdatenbank und Sammelstelle für immer-wieder-Problem-XYZ bieten. Kommentare mit eigenen Erfahrungen und speziellen Tipps und Tricks sind dort ausdrücklich erwünscht.

Zu guter Letzt möchte ich das Thema SharePoint mit einfließen lassen, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt. Für viele ist SharePoint DAS Hassthema Nummer Eins, ich werde euch etwas die Panik davor nehmen und zeigen, dass in dem Produkt mehr steckt als nur nervige Berechtigungsstrukturen und Funktions-Wirr-Warr.

Natürlich behalte ich mir vor auch mal Themen anzuschneiden, die nicht genau in den Rahmen passen. Generell bleibt es selbstverständlich in der IT-Schiene, aber falls irgendeine Firma von heute auf morgen ein funktionsfähiges Hoverboard für 100$ anbietet, werdet ihr davon hier lesen!

Ich hoffe, dass ich euer Interesse wecken konnte. Ich freue mich auf den ersten “richtigen”, fachbezogenen Blog-Eintrag, eine mitwirkende Community und einen spannenden Austausch.

Grüße,

Blaaaaaargh aka Lukas 

Vorstellung Goulasz

s53YPlf.pngHallo Welt!

Nach langem Prokrastinieren und diversen mehr oder minder gut passenden Ausreden ist hier endlich der Eröffnungsbeitrag auf meinem Blog(bzw. in angepasster Form hier im Fi.De-Blog). Ich möchte an dieser Stelle ein bisschen was über mich erzählen, was ich hier schreiben möchte und warum ich das tue.

Mein Name ist Patrick, die älteren kennen mich hier noch unter "Zieg0re", die nicht ganz so alten unter "Goulasz". Ich bin mittlerweile fast 30 Jahre alt, verheiratet, Vater dreier bezaubernder Kinder(ein Sohn, knapp 3 1/2, zweieiige Zwillingstöchter im Alter von 20 Monaten) und hauptberuflich zumindest auf dem Papier "Datenbankentwickler". Das mache ich bei einem mittelständischen (IT-)Dienstleister für die Automobilindustrie im schönen Nordhessen.

Tja, und wie das in der IT(und eigentlich allem, wenn ich so drüber nachdenke) eben so ist, gibt es immer wieder Neuerungen, Änderungen, Anpassungen, die dein Weltbild in Schutt und Asche zu legen in der Lage sind. Darüber möchte ich hier schreiben. Dinge, die ich im Beruf oder privat erlebe, erfahre und die in Resonanz mit mir und meinem Leben geraten.

DevOps als namensgebendes Thema ist so ein "Ding". Jeder kennt das, in den meisten Fällen ist die unternehmenseigene IT ein "Mittel zum Zweck", eine nicht einsehbare, undurchsichtige Kiste, ja, Abteilung, in die man ein Problem reinwirft, sich ein bisschen darüber aufregt, wieso man keine Antwort bekommt, dann irgendwann doch eine bekommt und sich dann mehr oder weniger darüber freut. DevOps als Ansatz versucht, diesen unheiligen Zirkel zu durchbrechen, wieder echt und ehrlich miteinander zusammenzuarbeiten und Wert zu schaffen.

Die Allgemeine Systemtheorie ist noch so ein Thema. Durch einen guten Kollegen von mir und dessen Überzeugungsarbeit im Punkt Organisationsentwicklung bin ich auf Gerhard Wohlands "Denkwerkzeuge der Höchstleister" gestoßen. Das Buch, die Inhalte und die Art, Dinge zu betrachten begleiten mich seitdem in meinem Leben und machen mich, da bin ich der festen Überzeugung, ähnlich wie das Erfahren agiler Methoden zu einem besseren Entwickler, Vater und Menschen.

Dann gibt es da natürlich noch viel, viel technischen Krempel, der mich umtreibt und interessiert. Tools für automatische Tests, Datenqualität, Monitoring... Dinge wie Docker, Hadoop, die Sprache "R" und allgemeine Dinge zur Datenverarbeitung und -visualisierung beschäftigen mich akut sehr und ich gehe davon aus, bald einiges dazu zu bloggen und damit zu experimentieren.

Und last but not least gibt es natürlich auch viel, was mich in meiner Rolle als Vater und (Ehe-)Mann so beschäftigt. Seien es abgefahren nützliche Dinge wie dieser mitnehmbare Kindersitz für unterwegs, tolle Locations für Eltern mit ihren Kindern, Bücher und Filme zum Thema Bildung und Erziehung oder Erlebnisse, die für mich einschneidend waren.
Was das hier auf dem Blog zu suchen hat? Bei vielen Themen, die für mich eigentlich primär arbeitsrelevant sind(Agile Methoden, Systemtheorie, DevOps, Augenhöhe, etc.) stelle ich fest, dass die Inhalte sich auch auf mein Selbstbild als Vater beziehen lassen und andersrum. Grade die Themen, in denen "Empathie" eins der Hauptthemen ist - daher auch der Untertitel dieses Blogs "empathy rocks".

Denn sind wir mal ehrlich, ohne Empathie und ein Einfühlen und Eindenken in unser gegenüber, sei es das eigene Kind, ein Kollege, ein Kunde, der grade eine Anforderung beschreibt, kommen wir einer echten Lösung unserer Probleme auf Dauer nicht näher sondern bekämpfen nur Symptome, keine Ursachen.

Also, ich hoffe den ein oder anderen zum Schmunzeln zu bringen, Impulse zu stiften, zum Nachdenken anzuregen oder einfach nur zu unterhalten. Für Kritik bin ich immer zu haben, scheut euch also nicht, mit mir in Kontakt zu treten oder Beiträge hier zu teilen oder zu kommentieren!

Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz :goulasz: