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Harbor317

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  1. Ist ein Studium der Wirtschaftsinformatik auch eine gute Basis, um Systemadministrator zu werden, oder Analyst im Bereich Big Data? Natürlich muss man auch in diesen Bereichen kommunizieren können, aber es spielt eine weitaus geringere Rolle als z.B. bei einem Consultant. Muss ich, wenn ich auf diese Berufsfelder hinarbeiten möchte, darauf achten, dass mein Studiengang den Fokus eher auf Informatik und weniger auf Wirtschaft legt, oder ist das zu vernachlässigen?
  2. Ich habe mich über den Studiengang Wirtschaftsinformatik informiert und sowohl die Studieninhalte als auch die Berufsaussichten sehen für mich vielversprechend aus. Einziger Kritikpunkt wäre, dass die Berufe eventuell nicht das Richtige für mich sind. Ich bin ein eher introvertierter und stiller Mensch und teilweise auch etwas schüchtern. Die meisten Absolventen gehen meinen Informationen nach in die IT-Beratung (Consulting) oder werden Projektmanager. Ersteres ist ein Beruf mit extrem viel Kundenkontakt und auch im Bereich des Projektmanagements steht Kommunikation absolut im Vordergrund. Auf der anderen Seite könnte ich mir aber auch keinen Job als Softwareentwickler bzw. reiner Programmierer vorstellen, da ich in meinem Bereich zu den Besten gehören möchte und da ich kein IT-Nerd bin, würde ich da wohl nicht mithalten können. Viele sagen auch, dass man mit Wirtschaftsinformatik sehr viele verschiedenen Berufe ergreifen kann und nicht nur die von mir genannten. Allerdings entschiedet sich nur die Minderheit für einen Job außerhalb IT-Consulting, Projektmanagement und Software-Engineering, oder? Gibt es genug Stellen in anderen Bereichen, die ebenso profitabel sind, oder sollte man eher nicht darauf spekulieren? Sollten Introvertierte von Wirtschaftsinformatik eher die Finger lassen, oder stellt das gar nicht so ein großes Problem dar wie angenommen?
  3. Berücksichtigen die Personaler denn die Schwierigkeit der jeweiligen Uni bei der Interpretation der Abschlussnote? An "Top-Unis" wie Mannheim ist es meines Wissens auch deutlich schwerer gute Noten zu erreichen. Wenn das nicht berücksichtigt werden würde, würde der Mannheimer ja gegenüber einem gleichermaßen begabten Absolventen einer normalen Uni den kürzeren ziehen. Man könnte natürlich noch argumentieren, dass man an renommierten Hochschulen auch mehr lernt, aber nach meinen aktuellen Informationen braucht man sowieso einen Großteil des Uniwissens in der Berufspraxis nicht mehr...
  4. Bei der Wahl der Hochschulen wird einem ja oft gesagt, dass man sich an Unirankings etc. orientieren sollte und die richtige Uniwahl die späteren Jobchancen deutlich erhöhen kann. Beim reinen BWL soll das ziemlich ausgeprägt sein: Es gibt Hochschulen, bei denen man mit 3er Abi BWL studieren kann und andere, bei denen man einen 1er-Schnitt benötigt. Die Berufsaussichten der Absolventen an den "Exzellenzunis" wie z.B. Uni Mannheim sollen angeblich viel besser sein, als bei durchschnittlich angesehenen Unis. Gelten diese großen Unterschiede auch im Bereich der Wirtschaftsinformatik, oder ist hier die Uniwahl für die späteren Jobchancen relativ egal?
  5. Ich mag Mathe und bin auch ziemlich gut im Mathe-Verständnis. Nur mit der "Beweismathematik", bei der es quasi keine Zahlen mehr gibt, kann ich mich bisher nicht anfreunden. Die anwendungsbezogene BWLer-Mathematik liegt mir eher, auf Statistik freue ich mich sogar ^^.
  6. Meine Bedenken sind nur, ob vielleicht bei zu vielen BWL-Modulen die Informatik zu kurz kommt und ich deshalb manche Informatik-Berufe nicht so gut ausführen könnte. Eigentlich wäre es mir recht, wenn der Informatik-Anteil nicht so groß wäre. Ich denke etwa 50% BWL und 50% Informatik wären für mich ideal. Dann wären es wahrscheinlich auch weniger mathematische Beweise, oder? Wie finde ich am besten heraus, ob die jeweilige Uni den Fokus eher auf BWL oder eher auf Informatik legt. Kann man sich gut an der Anzahl der ETCS-Module orientieren? Z.B. 100 ECTS-Punkte Informatik, 80 ECTS-Punkte BWL → Leichter Informatikschwerpunkt?
  7. Ich habe mich nochmal genauer über die Studieninhalte informiert. Mir ist aufgefallen, dass die Gewichtung der einzelnen Module stark von der Uni abhängig ist. Universität A behandelt z.B. 75% Informatik und 25% BWL, während Uni B 50% Informatik und 50% BWL durchnimmt. Ist die Überlegung: "Ich bin kein IT-Nerd, deshalb nehme ich lieber einen WiInfo-Studiengang, bei dem der Info-Anteil nicht so groß ist." gut, oder verschlechtert das meine Berufsaussichten enorm? Ich denke, dass ein Job als reiner Programmierer nichts für mich wäre. Es gibt genug Nerds, die schon lange vor Studienbeginn komplizierte Programme programmieren und auch in ihrer Freizeit dafür brennen. Realistisch gesehen werde ich nie mit diesen Leuten mithalten können wenn es ums reine programmieren geht. Deshalb wäre vielleicht etwas wie Systemabministrator, IT-Projektmanager oder IT-Consultant eher was für mich.
  8. Mich würde mal interessieren, wie typische Uniklausuren aufgebaut sind. Drehen sich die meisten Klausuren um mathematische Beweise, oder muss man oft Programme auf Papier schreiben? Gibt es auch viele Klausuren mit Praxisbezug, bei denen man z.B. am Modell einer Firma die Abläufe optimieren soll?
  9. Ich habe mein Abitur an einem Gymnasium gemacht. Meine Schule hat Wirtschaft als Fach nicht explizit angeboten. Ein paar Basics habe ich gelernt, indem ich Sozialwissenschaften im Abi belegt habe. Ich kann also immerhin schon etwas mit Begriffen wie z.B. Konjunktur(zyklus), Wirtschaftskreislauf, Märkten, Wirtschaftspolitik etc. anfangen. Allerdings habe ich bisher immer gehört, dass im Bereich BWL (außer vielleicht grundlegende Mathekenntnisse) keine Vorkenntnisse nötig sind und auch der Schwierigkeitsgrad viel geringer als im MINT-Bereich sein soll. Ist aber wahrscheinlich Typsache.
  10. Danke schonmal für die vielen Infos. Ich hätte noch ein paar Fragen zu den Übungsblättern. Beim Mathestudium ist es ja meist so, dass man jede Woche ein Übungsblatt mit mehreren Aufgaben bekommt, in denen man etwas mathematisch beweisen muss. Oft sind diese Blätter sehr schwer zu lösen und man braucht meist viele Stunden und die Hilfe der Kommilitonen, um mit Glück die Hälfte der Aufgaben lösen zu können. Wie sehen die Übungsblätter in einem Wirtschaftsinformatikstudium aus? Geht es da auch nur um theoretische mathematische Beweise oder gibt es auch Aufgaben mit Praxisbezug oder aus anderen Themenbereichen? Sind die Übungsblätter bei guter Vor- und Nacharbeitung der Vorlesung auch gut alleine machbar, oder sind Lerngruppen nötig?
  11. Meinst du mir fachlicher Richtung eine abgeschlossene Ausbildung? Wenn ja: Noch aus keiner, ich bin Abiturient.
  12. Ich möchte Mathe keineswegs ganz aus dem Weg gehen. Mir hat Mathe in der Schule immer Spaß gemacht und ich hatte auch gute Noten (14 bis 15 Punkte im GK). Was ich nur eher weniger mag ist die Art von Unimathe, die sich nur noch mit Beweisen beschäftigt und bei der es Quasi keine Zahlen mehr gibt. Mir ist bewusst, dass Informatik nicht nur aus programmieren besteht, aber es ist auf jeden Fall ein zentrales Element. Viele sagen, dass man im Studium selbst verhältnismäßig wenig programmieren lernt, aber meist soll man sich die Programmierkenntnisse dann selber aneignen. Ein Informatikstudium läuft ja meist daruaf hinaus, dass man Softwareentwickler/ Programmierer wird. Das wäre nicht so meins, da gibt es sicherlich viele, die das schon Jahre vor dem Studium geübt haben und mit denen ich wohl kaum mithalten kann. Der Bereich Wirtschaftsinformatik ist ja eher nicht auf Softwareentwicklung spezialisiert, weshalb ich eher dazu tendieren würde.
  13. Hallo Liebe Forenuser, ich überlege im Wintersemester dieses Jahres Wirtschaftsinformatik zu studieren. Allerdings habe ich im Bereich Informatik keine Vorkenntnisse. Bis jetzt kann ich noch nichts programmieren, außer vielleicht ein Hallo-Welt-Programm. Werde ich ohne Vorkenntnisse im Studium Probleme bekommen, oder ist es auch so gut machbar? Ein Grundwissen könnte ich mir in den Monaten vor dem Studium noch aneignen. Mein persönlicher Anspruch wäre, einen 1er-Schnitt in Bachelor und Master zu erreichen. Ist das mit entsprechendem Fleiß realistisch, oder schaffen das nur diejenigen, die schon vor dem Studium sehr viel Programmiererfahrug gesammelt haben? Gegen reine Informatik habe ich mich entschieden, da ich die technische Informatik nicht besonders mag und nicht so viele mathematische Beweise machen möchte, wie es meines Wissens nach im Informatikstudium nötig wäre. Ich bin eigentlich sehr gut in Mathe, mag aber lieber das Rechnen als Beweise.

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