-
Umorientierung in die IT-Welt
Hey Venom, Danke dir für die Einschätzung! Ich wollte das Fass nicht aufmachen, aber ok, ich versuche mich kurz zu fassen. Im Lehramt weiß ich dagegen relativ sicher, dass – selbst wenn ich das Ref schaffe – der Job, den ich annehme, nicht toll sein wird. Ja, das wäre aber wirklich eine Qual, noch übereineinhalb weitere Jahre, und bekanntermaßen sind die Berufseinsstiegjahre nicht viel besser (außer die Bezahlung). Zeitlich werde dabei sicher nicht dazu kommen, mich neben dem ganzen Aufwand auch noch parallel weiterzubilden und zu bewerben, das wird nicht möglich sein. Also gerade ein halbes Jahr ist rum. und das lief nicht so erfolgreich wie erhofft. Es stellen sich mir * Fragen über die Sinnhaftigkeit dieser Funktion (ich kann mich und meine Kollegen dabei häufiger nicht wirklich so ganz ernst nehmen), * ein pessimisitschen Blick auch hier in die Zukunft (Zusammenlegung Realschule/Mittelschule, Einstellungsstopp in Bayern, größere Klassen wegen Personalmangel, Bürokratie), * weil ich die Ortsgebundenheit (teilweise jahrelange Versetzungsantragsgenehmigungen) fürchte * weil mir der Lehrberuf tatsächlich einfach zu chaotisch und belastend ist, zu viel soziale Interaktion mit anstrengenden Menschen, viel Bürokratie,, etc. * weil ich Mitte 30 bin und mit der Umorientierung, sollte sie stattfinden, eigentlich nicht mehr ewig warten wollte oder sollte. Und auch der Lehrberuf gerät unter Beschuss, wenn die Kommunen aufgrund schlechter Konjunktur in Geldprobleme geraten. Das zeigt sich an mangelhafter Ausstattung von Schulen mit Personal und Material, und (wie erwähnt) auch an größer werdenden Klassen. Ich dachte mir: dann lieber nochmal reinklotzen und etwas wirklich sinnvolles machen, etwa IT-Sicherheit. Soweit meine Überlegungen in Kürze. Liebe Grüße Jemand
-
Umorientierung in die IT-Welt
Hallo zusammen, aktuell überlege ich gerade, das Referendariat abzubrechen für eine berufliche Umorientierung. Das bringe ich mit: * Vier Jahre Berufserfahrung im Energiesektor (Controlling, Kundenservice) * Bachelor im Wirtschaftsingenieurswesen * Staatsexamen Lehramt (Informatik/Wirtschaft) * Verschiedene Tätigkeiten in Nebenjobs und Praktika * 2 Jahre Tätigkeit im Schulwesen Nachdem ich meine Stelle in der Industrie verloren hatte, war ich damals unschlüssig, wie es weitergehen soll, und hab ein Lehramtsstudium nachgeschoben. Die Entscheidung für das Fach Informatik viel dabei neben meinem Interesse am Fach aber auch, weil ich mir mit einem Auge auch Karriereoptionen außerhalb des Schulwesens im Blick behalten wollte. Das IT-Studium und -Examen in Bayern waren beileibe kein Spaziergang, und nun würde ich gerne Kapital daraus schlagen. Aber praktisch gearbeitet habe ich damit eben noch nicht. Ich bin relativ offen bezüglich Branchen, von meinem persönlichen Interesse zieht es mich aber am meisten in die Branchen Infrastruktur und Energie. Mein Interesse geht ganz klar in in Richtung Linux. Aktuell strebe ich eine Zertifizierung mit LPIC-1 und Open Source Essentials an, danach auch gern LPIC-2. Welche Tätigkeit es genau werden soll -ob Systemadministrator oder Systemingieur, etc. – kann ich Stand jetzt noch nicht zweifelsfrei beantworten, das muss ich für mich noch besser sondieren. Sehr spannend (und auch sinnstiftend) klingt für mich bpsw. IT-Sicherheit. Ich sehne mich sehr nach einer Remote- oder Hybrid-Stelle. Zum einen, weil ich einfach gern ortsunabhängig arbeiten und aus einem breiteren Stellenmarkt schöpfen können möchte. Zum anderen, weil ich aus meiner früheren Erfahrung in der Industrie weiß, dass für mich persönlich die Arbeit in einem Büro nicht unbedingt produktivitätsfördernd ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich die Aussicht auf A13, drei Monate Ferien im Jahr und eine sichere und unbefristete Stelle nicht einfach mal eben so an den Nagel hängt. Jenseits davon hat der Lehrerberuf hat für mich allerdings stark an Attraktivität eingebüßt. Ja, ich rede von Referendariat abbrechen, nicht von abschließen und dann weiterschauen. Aber um das zu erörtern, müsste ich jetzt etwas weiter ausholen. Allerdings bieten ja auch längst nicht alle Industriejobs rosige Perspektiven, inbesondere vor dem Hintergrund von KI. Und was ich gerade wahrnehme, ist, dass der Arbeitsmarkt sehr angespannt ist und sich selbst Leute mit einschlägigem Hintergrund schwer tun. Was würdet ihr mir raten? Ist es angesichts der aktuellen Wirtschaftslage wirklich erstrebenswert, sich mit meinem nicht so geradlinigen Hintergrund diesen Wechsel zu wagen? Ist es realistisch, dass ich mit LPIC-1 oder LPIC-2 und meinem weiteren Hintergrund Fuß fassen kann, und dass man mich ggf. auch Remote einstellt? Was würdet ihr sagen, müsste ich auf dem Weg zu diesem Ziel richtig kalibrieren, damit ich das Ziel erreichen könnte? Viele Grüße Jemand
Jemand
User
-
Registriert
-
Letzter Besuch