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Calitex18

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    Der IT-Arbeitsmarkt hat weniger ein Bewerberproblem als ein Erwartungsproblem: Gesucht werden Berufseinsteiger mit Erfahrung, Spezialwissen und KI-Kompetenz — also im Grunde keine Einsteiger.

    Wir haben eigentlich keinen Fachkräftemangel — wir haben aber einen Markt, der Einsteiger zu wenig entwickeln will und gleichzeitig über fehlende erfahrene Leute klagt.

    1. Der angebliche Fachkräftemangel ist oft kein reines Mengenproblem, sondern ein Komfortproblem der Unternehmen.
    Bewerber gibt es durchaus — aber viele Unternehmen suchen keine Nachwuchskräfte, sondern am liebsten sofort produktive Leute mit Erfahrung, Spezialwissen und möglichst moderaten Gehaltsvorstellungen. Es fehlen also oft nicht einfach „Fachinformatiker“, sondern perfekt passende Kandidaten ohne Einarbeitungsaufwand.
    2. Der schwierige Berufseinstieg widerlegt den Fachkräftemangel nicht — er entlarvt seine Widersprüche.
    Wenn ständig vom Mangel gesprochen wird, Einsteiger aber trotzdem reihenweise Absagen bekommen, dann zeigt das: Gesucht werden vor allem verwertbare Fachkräfte, nicht unbedingt Berufsanfänger. Viele Firmen klagen über Knappheit, investieren aber zu wenig in Ausbildung, Mentoring und systematischen Kompetenzaufbau. Wer keine Junioren entwickeln will, darf sich über Seniorenmangel nicht wundern.
    3. KI löst den Mangel nicht, sondern verschiebt die Hürde nach oben.
    KI ersetzt vor allem einfache Einstiegsaufgaben: Standardcode, Dokumentation, Routinetests, triviale Analysen. Genau dadurch fallen klassische Junior-Tätigkeiten teilweise weg. Das Ergebnis ist nicht „KI ersetzt alle Fachinformatiker“, sondern: Der Einstieg wird härter, weil von Anfängern heute oft schon fast Mid-Level-Leistung erwartet wird

    Für Umschüler verschiebt sich der Markt von „Abschluss genügt“ zu „Abschluss plus Beweis“. Der Abschluss bleibt wertvoll, aber er trägt heute weniger allein. Besonders wichtig werden:
    ein belastbares Praktikum mit echten Aufgaben,
    ein Portfolio mit realen Projekten,
    sichtbare Praxis mit Git, Tickets, Doku, Tests, Deployment, Support oder Admin-Aufgaben,
    und zunehmend der souveräne Umgang mit KI-gestützten Workflows. get in IT beschreibt, dass Junior-Talente heute zusätzlich Automatisierung, KI-gestützte Arbeitsweisen und interdisziplinäres Arbeiten beherrschen sollen.
    Gerade für Umschüler ist das entscheidend, weil sie häufiger gegen den Verdacht antreten müssen, zwar einen Abschluss zu haben, aber noch nicht hinreichend betriebsnah erprobt zu sein. Dieser Verdacht ist nicht immer fair, aber er ist im Markt real.
    Umschüler haben in der Fachinformatik weiterhin Chancen, aber sie konkurrieren heute nicht nur über den Abschluss, sondern vor allem über den Praxisnachweis.

    Quellen für die obigen Aussagen:
    Gern — hier ist ein sauberes Literaturverzeichnis in APA 7 und Harvard-Stil auf Basis der verwendeten Quellen. Bei Webquellen ohne klar ausgewiesene Einzelautor:innen habe ich die Institution als Körperschaftsautor gesetzt. Wo kein genaues Veröffentlichungsdatum sichtbar war, habe ich mit dem Jahr der Quelle gearbeitet und bei Webartikeln einen Abruf am 10. April 2026 ergänzt. Die bibliografischen Angaben zu Titel, Institution und Verfügbarkeit habe ich anhand der Originalquellen geprüft. (Bitkom e. V.)

    Bitkom. (2025). Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte: Studie 2025. Bitkom e. V.
    Bundesagentur für Arbeit. (2025). Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der Transformation. Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung. (Bundesagentur für Arbeit)
    Bundesagentur für Arbeit. (2025). 2.2 Informatik. Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung. (Statistik der Bundesagentur für Arbeit)
    Anthropic. (2025). Anthropic Economic Index: AI’s impact on software development. Abgerufen am 10. April 2026. (Anthropic)
    get in IT. (2026). IT-Arbeitsmarkt 2026. Abgerufen am 10. April 2026. (get in IT)
    IHK Nord Westfalen. (2026). Umschulung. Abgerufen am 10. April 2026. (IHK)
    Stepstone. (2025). Berufseinstieg 2025: Weniger Jobs, neue Chancen. Abgerufen am 10. April 2026. (www.stepstone.de)
    Westby, S., & Sasser Modestino, A. (2025). The impact of generative AI on job opportunities for junior software developers [Working paper, submitted manuscript]. Northeastern University.
    Meine Interpretation der Situation:

    Umschulung ist eine Chance, aber keine Garantie mehr.
    Die guten Umschüler werden direkt in Ihren Praktikumsbetrieben verbleiben und dort Erfahrung aufbauen können.
    Die, welche nicht übernommen werden, haben es sichtlich schwerer, falls es keinen weiteren Nachweis von Erfahrungen und Skills im Selbststudium gibt.

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