Guten Abend zusammen, mein Name ist Alex, ich bin 38 Jahre alt und arbeitete als Kfz-Mechatroniker. Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen steht mir in absehbarer Zeit eine berufliche Rehabilitation bevor. Da ich mich schon immer für Technik begeistert habe und eine hohe technische Affinität mitbringe, habe ich mich nach eingehender Auseinandersetzung mit den verschiedenen Möglichkeiten für eine zweijährige Umschulung zum Fachinformatiker entschieden. Worin ich derzeit jedoch noch unschlüssig bin, ist die Wahl der Fachrichtung. Ich schwanke zwischen der Fachrichtung Anwendungsentwicklung (FIAE) und Daten- und Prozessanalyse (FIDP). Je intensiver ich mich mit dem Thema beschäftige, desto schwieriger fällt mir die Entscheidung. Einerseits lese und höre ich immer wieder die Einschätzung, dass die Anwendungsentwicklung durch den rasanten Fortschritt der Künstlichen Intelligenz langfristig an Bedeutung verlieren könnte, da ein Großteil der Programmierarbeit automatisiert wird. Andererseits berichten Umschüler und Berufseinsteiger, dass man mit der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse häufig als Generalist wahrgenommen wird und der Berufseinstieg mitunter schwieriger sein kann. Daher würde mich eure Einschätzung aus der Praxis interessieren: Wie beurteilt ihr die beiden Fachrichtungen hinsichtlich der aktuellen Nachfrage am Arbeitsmarkt, ihrer Zukunftsfähigkeit und der langfristigen Entwicklungsperspektiven? Mir ist selbstverständlich bewusst, dass die Umschulung lediglich das Fundament bildet und man sich im weiteren Berufsleben in unterschiedlichste Richtungen spezialisieren und weiterentwickeln kann. Dennoch würde mich interessieren, wie die beiden Fachrichtungen derzeit in der Praxis wahrgenommen werden. Persönlich tendiere ich momentan eher zum FIDP, finde jedoch auch die Anwendungsentwicklung interessant. Ich würde mich sehr über eure persönlichen Erfahrungen, Einschätzungen und Empfehlungen freuen.