lalu1309
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Hallo,
nachdem ich selbst meine Berufsausbildung zum Fachinformatiker abgebrochen habe, fallen mir die unzähligen Bildungsträger auf, die Menschen zum Fachinformatiker umschulen wollen.
Ich kriege es überall knüppeldick angezeigt: "Starte deine Karriere in der IT..." - Ähm, wie bitte?
Man hat den Eindruck, als gäbe es in Deutschland nur noch die IT. Wo sollen die ganzen Leute Jobs herbekommen? Macht es Sinn, so viele Leute zum Fachinformatiker auszubilden? Was taugt so eine Umschulung? Ich hätte meine Ausbildung auf 2 1/2 Jahre verkürzen können. Eine Umschulung dauert gerade mal 2 Jahre. Da stellt sich mir die Frage, was man mit diesen Leuten anfangen kann. Was bringt es mir als Betrieb, wenn ich einen Fleischer einstelle, der 1 1/2 Jahre Unterricht hatte und danach 6 Monate Zeit hatte, um für den Abschluss fit gemacht zu werden? Mir kann niemand erzählen, dass diese Absolventen am Ende Ihrer Umschulung bereit sind, als Dev tätig zu werden.
Außerdem stehen bei jedem etwa 35000 € Weiterbildungskosten im Raum. Macht es Sinn, so viel Geld dafür auszugeben, dass Leute in einem Beruf "ausgebildet" werden, der wenig Zukunftsperspektiven hat? Es strömen massenweise Uni-Absolventen auf dem Markt. Wer soll die alle einstellen? Was passiert mit jenen, die keinen Job bekommen? Würde ein derartiges Überangebot von Fachinformatikern nicht dazu führen, dass die Gehälter in der IT massiv einbrechen?
Fragen über Fragen .... Letztendlich bin ich froh, dass mich das alles nicht mehr betrifft.
LG