vor 4 Stunden4 h Guten Morgen, ich hätte eine Frage zu Einstellungskriterien und was mich bei der Jobsuche entmutigt. Ich habe mein IHK-Diplom als FIAE mit einer Abschlussnote von 2,5 erworben. Die nicht ganz so gute Note führe ich darauf zurück, dass ich in meinen Prüfungen (abgesehen von Klassen und Sequenzen) nichts über Projektmanagement, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, UI/UX-Design und UML-Diagramme gelernt habe. Da ich seit etwa fünf Jahren in Deutschland lebe, fällt es mir als Nicht-Muttersprachlerin natürlich schwer, in der Prüfungssituation offene Fragen auf Deutschmit nur 90 min Zeit. zu beantworten Ich frage mich, warum Pseudocode und SQL, meine Stärken, da ich viel Zeit mit Programmieren verbringe, nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ich finde das ziemlich unfair und den BWL-orientierten Ansatz eine ideologische Verzerrung, die vom freien Markt diktiert wird. Ich würde gerne Ihre Meinung dazu hören. Außerdem wollte ich fragen, ob Noten ein entscheidendes Einstellungskriterium sind. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Bearbeitet vor 4 Stunden4 h von BeppeCSharpNauter
vor 3 Stunden3 h Ich verstehe Deinen Frust über die Zeit als Nicht-Muttersprachler, das ist ein Punkt, über den man nachdenken kann, es wird Dich aber nicht retten.Nun zu der Antwort Deiner Frage.Die Ausbildung, die Du gemacht hast ist im Grunde genommen eine kaufmännische Ausbildung mit IT-Bezug, denn dort genau ist dieses Berufsbild angesiedelt. Zu der kaufmännischen Ausbildung gehört es auch, ein Verständnis für Werte, Kosten und Projekte zu haben. Was Du schreibst, was Dein Schwerpunkt ist, ist eigentlich nur „nebensächliches Handwerkszeug“.Anders wäre es beispielsweise bei einem Informatikstudium. Die Ausbildung die Du gemacht hast, ist auch kein Diplom, sondern ein Facharbeiterbrief, das ist ein gravierender Unterschied. Ein Diplom ist ein akademischer Abschluss, den man nur an einer Hochschule machen kann.Was Deine Noten angeht, darüber hast Du keinen Grund zur Sorge. Du hast gezeigt, dass Du ein solides Wissen in diesen Bereichen hast.Vielleicht solltest Du Dich bei einer Jobsuche genau darauf konzentrieren, was Deine Kernkompetenzen sind.Über die Gründe für die Gewichtung der Lernfelder findet man eigentlich genügend Material im Netz, wenn man nach genau diesem Stichpunkt sucht.In Deutschland haben wir eine sog. Duale Ausbildung, dass heißt dass die Inhalte eigentlich immer mit einem sehr hohen Praxisbezug von Menschen, die in der Wirtschaft tätig sind in Zusammenarbeit mit den Kultusministerium (also der Politik) erarbeitet und ggf. auch reformiert bzw. angepasst werden.
vor 1 Stunde1 h vor 3 Stunden, BeppeCSharpNauter hat gesagt:Guten Morgen, ich hätte eine Frage zu Einstellungskriterien und was mich bei der Jobsuche entmutigt. Ich habe mein IHK-Diplom als FIAE mit einer Abschlussnote von 2,5 erworben. Die nicht ganz so gute Note führe ich darauf zurück, dass ich in meinen Prüfungen (abgesehen von Klassen und Sequenzen) nichts über Projektmanagement, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, UI/UX-Design und UML-Diagramme gelernt habe. Da ich seit etwa fünf Jahren in Deutschland lebe, fällt es mir als Nicht-Muttersprachlerin natürlich schwer, in der Prüfungssituation offene Fragen auf Deutschmit nur 90 min Zeit. zu beantwortenIch frage mich, warum Pseudocode und SQL, meine Stärken, da ich viel Zeit mit Programmieren verbringe, nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ich finde das ziemlich unfair und den BWL-orientierten Ansatz eine ideologische Verzerrung, die vom freien Markt diktiert wird. Ich würde gerne Ihre Meinung dazu hören. Außerdem wollte ich fragen, ob Noten ein entscheidendes Einstellungskriterium sind. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!Ich habe auch eine Ausbildung zum FIAE gemacht und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es riesige Unterschiede zwischen den Berufsschulen und den Ausbildungsbetrieben gibt! Ich hatte das Glück, dass ich sowohl eine Schule als auch einen Betrieb hatte, in denen ich an produktiven Produkten mitwirken konnte und zwar im Entwicklungsteam. Dadurch habe ich natürlich sehr viel von dem Handwerkzeug, den du als Softwareentwickler benötigst, mitbekommen.Leider machen das nicht alle Betriebe so...Insbesondere an Hochschulen lernst du keine praktische Softwareentwicklung.Die Arbeitswelt und das was die Arbeitgeber suchen, lernst du nicht im Studium.Ich spreche da aus jahrelanger Erfahrung und habe selbst schon bei Bewerbungsgesprächen auf der anderen Seite gesessen und in die hilflosen Gesichter frischer Hochschulabsolventen geblickt.Mein Tipp für deine Jobsuche ist folgender:Unternehmen sehen unheimlich gerne, wenn du praktische Erfahrung mitbringst. Das muss nicht unbedingt ein anderer Arbeitgeber sein. Das können auch eigene Projekte sein. Mache dir Gedanken, mit welcher Sprache, mit welchen Werkzeugen und mit welchen Frameworks du arbeiten möchtest. Schau dir verschiedene an und schaue auch was auf dem Arbeitsmarkt aktuell am meisten gesucht wird.Setze dich dann hin und lerne diese praktischen Dinge und erstelle ein kleines eigenes Projekt, an dem du zeigst, dass du diese Dinge kannst. Dein Projekt muss nicht perfekt sein. Es reicht völlig aus, wenn man sieht, dass du da einige Wochen Zeit investiert hast und du zeigen kannst, dass du dich selbstständig in neue Technologien einarbeiten kannst. Lege das Projekt dann der Bewerbung bei zusammen mit einer individuellen Bewerbung und Gründen, warum du genau bei diesem Unternehmen arbeiten möchtest.Viel Erfolg!Morrigan
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