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peon2t

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  1. Darfst du gerne in Frage stellen, ist aber so. Wie gesagt, war nie so geplant. Ich habe (nicht zum Spass) fast acht Jahre in eine Ausbildung "investiert", deren Wert sich dann durch politische Veränderungen innert kurzer Zeit quasi pulverisiert hat. Dies hat dazu geführt, dass ich meine Firma (die ja ursprünglich nur dazu da war, meine Ausbildung zu finanzieren) lange Zeit nicht mit dem Gedanken geführt habe, hier ein langfristiges Business aufbauen zu wollen. Wäre es nach Plan gelaufen, wäre die Firma jetzt zu und ich in meinem Wunschjob. Ist es aber leider nicht. Mit anderen Worten: Mit dem Gedanken diese Firma langfristig zu führen, muss ich mich erst seit ein, zwei Jahren anfreunden. Ist nicht meine erste Wahl. Ich war seither an ein paar kurzen "Schulungen" von Herstellern bestimmter Produkte. Hatte aber immer den Eindruck, dass es da vor allem darum geht, dem ITler das rhetorische Rüstzeug mitzugeben, damit er dem Kunden erfolgreich die Produkte schmackhaft machen kann. Technisch habe ich da nie viel mitgenommen und die Werbeversprechungen fand ich desöfteren auch eher abenteuerlich. "Arbeitskreise, Workshops und Seminare" kenne ich nicht. Kannst du näher erläutern, in welchem Kontext so etwas stattfindet? Verstehe ich. Magst du das näher erläutern? Nicht bis ins letzte Detail. Aber ja, ich denke, wenn jemand ein faires und transparentes Geschäftsmodell hat, dann sollte er kein Problem damit haben, dessen Grundzüge zu erläutern. Ich gehe davon aus, die Wettbewerbsfähigkeit und der Wettbewerbsvorteil eines soliden Anbieters liegt darin, das Geschäftsmodell kompetent und effizient umsetzen zu können, nicht darin, ein obfuskiertes Geschäftsmodell zu haben. Ich kann mich natürlich irren. (Nebenbei gesagt: Ich bin ganz im Süden des Deutschsprachigen Raumes in der Pampa und plane nicht zu expandieren. Ich werde wohl also niemandem hier die Butter vom Brot nehmen... oder auch nur irgend eine Überschneidung des "Einsatzgebietes" haben.) Ja, vermutlich muss ich wirklich mehr in diese Richtung überlegen. Ich bin für derartige "Ermutigungen" (natürlich im vernünftigen Rahmen) also durchaus dankbar. Nur brauche ich ein gewisses Gespür dafür, was hier "üblich" ist. Ich will ja nicht "Mutter Theresa" für meine Kunden spielen. Aber sie auch nicht über den Tisch ziehen. Ist Teil des Geschäfts. Verrechne ich nach Zeitaufwand. Aber hat natürlich sehr schwankendes Arbeitsaufkommen. Mal ruft drei Tage keiner an, mal klingelt an einem Tag das Telefon Rund um die Uhr. Zudem viele "Kurzanrufe" (Probleme z.T. in unter fünf Minuten gelöst), lohnt sich dann natürlich nur bedingt. (Grosser Mitbewerber in dem Bereich nimmt eine monatliche Grundgebühr zusätzlich zum effektiven Aufwand. Aber ich denke das geht nur, wenn man dann auch garantieren kann, dass immer jemand innert x Minuten die telefonische Anfrage entgegennimmt. Kann ich natürlich nicht garantieren.) Serversupport wie gesagt weniger, da ich davon ausgehe bzw. bereits seit einigen Jahren erlebe dass in meinem Geschäftsbereich (hauptsächlich KMU mit bis zu 10 IT-Arbeitsplätzen) die Server relativ bald aussterben werden (zu Gunsten von Cloud-Lösungen). Datensicherung und Ausfallsicherheit ist aber natürlich bei Storage (NAS) und auch den Workstations durchaus ein wichtiges Thema. Aber das wird halt bisher pro Kunde einmal eingerichtet und dann hin und wieder (idR im Rahmen anderer Fragen) kurz auf Funktion geprüft, d.h. das gibt noch keinen konstanten Strom an Einnahmen. Möglicherweise müsste man da irgendwas machen in Richtung "Wartungsvertrag für wöchentliche Prüfung des BackUp-Systemes"...? Aber eben, in dem Bereich fehlt mir die "Betriebswirtschaftliche Kreativität", deswegen suche ich hier nach Infos, wie andere das handhaben. Danke für diesen Satz. Ja, ich habe wahrscheinlich ein zu "serviles" Mindset. Wenn ich über die Begründbarkeit nachdenke, dann habe ich das Gefühl, dass ich in erster Linie gegenüber dem Kunden begründen muss, wieso ein solcher Vertrag für ihn notwendig ist. Ja. Alles Dinge über die ich natürlich schon "nachgedacht" habe. Vermutlich muss ich es einfach mal machen.
  2. Erstmal vielen Dank für eure Antworten! Das ist genau der Punkt: Ich weiss nicht, wie ich solche Wartungsverträge begründen würde. Ich habe im Laufe der Jahre ein paar "Beispiele" von Wartungsverträgen gesehen. In der Regel was gewisse Kunden bei Mitbewerbern hatten, bevor sie zu mir gewechselt haben. Mein Eindruck war eigentlich immer, dass diese Wartungsverträge intransparent und schwer zu begründen sind. Oft ist weitgehend unklar, was eigentlich "gewartet" wird (generell ist auch mir selber unklar, was denn überhaupt gewartet werden müsste/könnte...) Ich spreche jetzt nicht von Anbietern die den Serverpark des Kunden quasi 24/7 Remote-Monitoren... sowas ist auch nicht meine typische Kundschaft, ich habe ja nicht das Personal um so etwas überhaupt anzubieten. Aber ich spreche von Anbietern, die z.B. für jede Workstation, jeden Drucker und jedes NAS einen monatlichen Pauschalbetrag in Rechnung stellen, wo mir dann der Kunde auch nicht erklären kann, ob im Rahmen dieses "Vertrages" jemals eine Leistung erbracht wurde. Ich höre immer nur, dass "wenn mal etwas war", das immer separat bezahlt wurde. (Oder dann die Anbieter, die den Kunden sagen, sie sollen ihre Kisten min. alle zwei Monate in die Werkstatt bringen. Da wird dann ein Virenscan laufen gelassen und es gibt eine Rechnung für 180€. Schön mit gelogenem "200 Viren beseitigt" [eigentlich: 200 Cookies gelöscht] auf der Rechnung, damit die auch brav wiederkommen. Für sowas habe ich wenig Verständnis.) Ich sollte vielleicht darauf hinweisen, dass ich wenige Kunden mit eigenem Server habe. Mein typischer Firmenkunde verfügt über 1 - 10 (selten auch mal ein bisschen mehr) IT-Arbeitsplätze. Netzlaufwerke laufen oft über NAS, Branchensoftware und Exchange über die Cloud. Da wo ich mal einen Windows-Server habe, hab ich den meist vom Vorgänger "geerbt". Da aber dann bei der "Erneuerung" zunehmend in die Cloud gewechselt wird, werden es eher weniger als mehr. Heute stellt sich ja vernünftigerweise keiner mehr einen Exchange-Server für drei Mailboxen in die Bude... Kurzum: Was "wartet" ihr denn regelmässig, dass es einen Wartungsvertrag rechtfertigen könnte? "Im Schnitt x Stunden" ist schwierig. Bei meinem typischen Kunden bin ich u.U. mehrere Monate gar nicht, weil keine Arbeit anfällt. (Oder vielleicht mal kurz etwas gefernwartet wird.) Wenn es "grössere" Arbeiten gibt (so im zweistelligen Stundenbereich), dann ist das in der Regel nur dann, wenn Arbeitsplätze etc. erneuert werden oder weitere hinzukommen. Sonst ist es mehr so Kleinkram à la "Software xy startet nicht mehr", "Drucker druckt nicht", "Mailadresse muss auch auf dem Smartphone eingerichtet werden", "versehentlich gelöschte Daten sollen restored werden", ... und halt Hardwaredefekte und sowas. Das ist ein bisschen das, was ich mit "auf Abruf" meine und auch in den vorherigen Punkt (Wartungsverträge) reinfliesst: Die Kunden kommen dann, wenn sie etwas brauchen oder wenn etwas kaputt ist. Aber das ist ja nicht ständig der Fall. (Ich versuche natürlich auch die Installationen zu vorzunehmen, dass sie möglichst "wartungsarm" sind... aber vielleicht ist das ja ein Fehler 😉 Nur weiss ich halt eben nicht wie mans "besser" [oder schlechter] macht, weil ich einfach immer vom Gedanken ausgehe, wie ichs gerne eingerichtet hätte, wenn ich in der Haut des Kunden stecken würde.) Letzte Woche habe ich z.B. bei einem Immobilien-KMU das den Standort gewechselt hat zwei Arbeitsplätze hinzugefügt, zwei bestehende umgezogen, das NAS umgezogen, einen neuen Gross-Kopierer eingerichtet und die neuen Geschäftsräumlichkeiten vernetzt / mit UniFi-APs erschlossen. Bei der Gelegenheit natürlich noch das BackUp geprüft etc. Da bin ich dann einen Arbeitstag beschäftigt. Aber jetzt sind die wieder "happy" und ich höre vermutlich ein paar Monate nichts. Was würdet ihr denen jetzt für einen Wartungsvertrag verkaufen? Den Gedanken hatte ich auch schon. Ich habe auch tatsächlich schon Kunden gefragt, ob es Ihnen lieber ist, wenn die Warnmails von NAS, Backup etc. zu mir kommen oder zu ihnen. Die Antwort lautet dann: Wenn es günstiger ist wenn die Mails zu uns kommen, dann lassen sie die zu uns kommen. Wir leiten sie dann an Sie weiter, wenn in den Mails eine Auffälligkeit ist... Auch dir Danke für die Antwort! Routine ist durchaus vorhanden. Das was ich regelmässig mache, mache ich schnell und effizient, glaube ich. Da ich zudem nach Zeit bezahlt werde, wäre noch effizienteres Arbeiten nicht zwangsläufig ein Vorteil für mich 😉 Auch die Sache mit den Support-Leveln ist etwas, was ich mir schon überlegt habe... aber auch dort bin ich bisher daran "gescheitert", eine Idee davon zu erlangen, wie man das in der Praxis konkret und sinnvoll umsetzen könnte in meiner Situation. Für Beispiele wie andere das so machen, wäre ich daher sehr dankbar! Als "Einzelmaske" kann ich nicht wirklich Reaktionszeiten garantieren. Zumindest nicht solche die auf dem Papier so gut klingen, dass jemand dafür viel Geld extra bezahlen würde. Und die Leute noch zusätzlich dazu zu animieren, mich gegen "Aufpreis" ausserhalb der Geschäftszeiten zu beanspruchen, möchte ich aus gesundheitlichen Gründen auch eher vermeiden. Es kommt leider bereits jetzt oft genug vor, dass ich wegen Nichtigkeiten zu Unzeiten angerufen werde. Aber wenn ich das noch offiziell bewerbe, dann fürchte ich, dass es kein Halten mehr gibt... (Wobei das auch ein Irrtum meinerseits sein könnte. Vielleicht schrecken gezielt beworbene "Aufschläge" die Kunden auch eher davon ab, ausserhalb der Geschäftszeiten anzurufen. Erfahrungswerte sehr willkommen!)
  3. Hallo Community Folgende Situation: Ich betreibe seit gut 10 Jahren eine kleine Firma für Beratung und Support im IT-Bereich (selbstständig). Zuerst neben dem Studium, seit einigen Jahren Vollzeit. Die Selbstständigkeit mit eigener Firma war eigentlich nie "geplant" sondern es war nur als Nebenerwerb neben der Ausbildung gedacht. Da sich jedoch in meinem sehr spezifischen Studienbereich die Jobsituation in den letzten Jahren verschlechtert hat sitze ich jetzt quasi auf meiner "ungeplanten" Firma fest, da es schlicht keine Stellen in dem Bereich gibt, den ich ursprünglich angepeilt hatte. Nun läuft die Firma prinzipiell nicht schlecht, d.h. ich kann vom Ertrag sehr gut Leben und brauche mir um Kundenmangel kaum Sorgen zu machen. Ich habe mir über die Jahre einen grossen (und soweit ich das beurteilen kann überaus zufriedenen) Kundenstamm erarbeitet. Allerdings habe ich auch hohe Arbeitszeiten und wenig "Planbarkeit". D.h. fast alles läuft auf Abruf, es gibt keine längerfristigen Wartungsverträge oder Ähnliches. Auf Dauer ist das Privat und Gesundheitlich schwierig, ein Spielball der kurzfristigen Not- und Einfälle einer anspruchsvollen und im wesentlichen leider auch einigermassen rücksichtslosen Kundschaft zu sein, die meist immer alle auf einmal kommen. Das Problem ist: Mir fehlt das "KnowHow" mein Geschäft so zu optimieren, dass es für MICH gut ist. Ich habe ja alles selber aufgebaut und nie in einer anderen Firma gearbeitet. Ich weiss also wenig darüber wie "man" das in der Branche so macht. Momentan läuft alles nach der Überlegung "was ist am besten für den Kunden". Aber dabei bleiben leider meine Bedürfnisse als Dienstleister auf der Strecke und ich laufe Gefahr (wie offenbar viele in der Branche) vorzeitig ausgebrannt oder tot zu sein. (Habe das ja schon x-mal von Kunden gehört, wie meine "Vorgänger" alle den Betteln hingeschmissen oder den Löffel abgegeben haben....) Daher meine Frage: Was sind die Strategien eurer Firmen oder Arbeitgeber, um das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag zu optimieren und mehr Planbarkeit zu erreichen? D.h. auch mal einen planbaren Geldfluss und planbare Arbeiten zu haben, statt immer nur "situationsbedingt", "wenns brennt" und "auf Abruf"?

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