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  1. Flp

    Berufswechsel mit 32

    Bin jetzt seit drei Jahren im Berufsleben. Mein Chef hat halt damals die Einrichtung der Umgebung und IDE + gitlab auf meinem Laptop gemacht. In unserer Anwendung, die wir dann kontinuierlich weiterentwickelt haben, hab ich mich dann aber nach einer Weile sehr gut ausgekannt und effektiv mitgearbeitet. Jetzt, wo wir aber komplett neu anfangen mit einer neuen Version und Sprache, wird mir aber bewusst, wie stark ich aufgeschmissen bin, mich selbst in solche Frameworks einzuarbeiten und glaube, ich werde nach diesen erfolgreichen drei Jahren aber demnächst quasi als "Hochstapler" auffliegen. Das war jetzt auf das eigentliche "Problem lösen" und Programmieren bezogen. Ja das Technische drumherum macht mir tatsächlich keinen Spaß, wenn ich ehrlich bin. Ich glaub, ich bin vielleicht doch eher so der mathematische als der technische Typ. Diese ganzen Sachen, die hier im Thread aufgezählt wurden, würde ich wahrscheinlich nur aus Pflicht machen, aber nicht aus Spaß in der Freizeit. Ich mach mir jetzt halt große Sorgen um meine berufliche Zukunft, dass ich mit dem Wechsel von Mathematik auf Informatik einen schweren Fehler gemacht habe und jetzt in einem Gebiet feststecke, in dem ich unterqualifiziert bin. Mir war das nicht bewusst, dass das Studium an der Uni allein evtl nicht ausreicht für den Beruf. Oder ich finde eine Stelle, in der das Technische weniger schwer ist oder man mehr Wert auf das reine Programmieren legt, aber mit so einem Anspruch kann ich mich ja auch nirgendwo bewerben.
  2. Flp

    Berufswechsel mit 32

    Hallo allerseits, Ich habe das starke Gefühl, dass ich trotz guten Informatik- und Mathematikstudiums irgendwie nicht für den Programmiererberuf tauge. In der Uni waren die Aufgabenstellungen immer sehr "sauber" und wenn es erst mal darum geht, etwas auf logischer Ebene zu implementieren, kann ich das einerseits gut und hatte daher Topnoten. Aber im Beruf fühle ich mich ständig von den technischen Problemen überfordert und habe das Gefühl, dass meine Kollegen sich alle viel besser mit Frameworks, Betriebsystemen, etc... auskennen, während mein technisches Wissen im Vergleich mega gering ist. Kennt ihr solche Fälle von Leuten, die logisch/mathematisch die Dinge verstehen, aber die mit dem ganzen Drumherum überfordert sind? Ich überlege, ob ich zurück an die Uni für einen Master in Mathematik sollte und dann vielleicht doch eher in eine Versicherung. Andererseits ärgert es mich, dass es an den technischen Dingen scheitern soll, wo ich das ja theoretisch eigentlich gerne mache. Aber es ist halt ultra unangenehm, wenn man so oft Kollegen fragen muss, wenn irgendwas Grundsätzliches zerschossen ist.

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