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Octavius85

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  1. Mag in der "freien" Wirtschaft so funktionieren und würde ich warscheinlich dort auch so handhaben, ist bei Behörden aber dermaßen an der Realität vorbei, dass ich defacto in der Dokumentation erheblich lügen und schummeln müsste. Und das kann doch nicht im Sinne der IHK sein. Ich weiß auch nicht, warum sich daran so festgebissen wird, dass es nur eine eingeschränkte Auswahl gibt. Ich verstehe das Problem daran nicht wirklich. Wenn es ein einfacher Arbeitsauftrag, a la "fahr dahin und baue dieses Modell da ein, mit diesen Kollegen, an diesem Tag und nutze dafür folgendes" kann ich verstehen dass es da bedenken gibt (wobei das ja genauso in vielen Unternehmen im realen läuft, laut meinen Komillitonen).
  2. Sagt einem ja auch eine Firma, wenn man da wegem nem Praktikumsplatz nachfragt. Mal ganz davon ab, dass ich über 40 Absagen kassiert hatte, weil "coronabedingt nicht möglich" und die Firma die einzige war die es mir ermöglicht hatte. Dass in großen Unternehmen bereits sehr viele etablierte Lösungen existieren, an denen nicht gerüttelt wird kommt Ihnen nicht in den Sinn? Bzw. das Unternehmen nicht darauf warten, dass ein Praktikant/Azubi um die Ecke kommt um das Problem zu lösen? Ich muss ehrlich sagen, dass mir mittlerweile diese Abschlußprojektgedöns gewaltig auf die Kette geht. Jeder sagt was anderes, jeder legt das anders aus und auch über die eigentlichen Aufgaben enes FISI scheint es mittlerweile nicht einmal mehr Konsens zugeben. Dann noch dieser schwammige Begriff der Entscheidungsfindung. Ich plane den gesamten Ablauf, inkl. wann mit wem aufgebaut wird, welche Tel.Nummer die Anlage kriegt, über welchen Port und welchen Weg sie an das WAN angebunden wird und auch in Zusammenarbeit mit dem Kunden welches Modell es wird. Und nur weil festeht von welchem Lieferservice die Pizza kommt, weil das der Kunde so festgelegt hat (bzw. das deren oberste Chefetage so festlegte) ist das kein Projekt mehr? So arbeiten Behörden nunmal, vorallem Bundesbehörden. Bei der Bundeswehr kommt doch auch keiner auf die Idee nen anderes Gewehr zu nehmen, nur weil das im Projektbericht besser aussieht. Wenn es ein "lebendes", reales Projekt sein soll, dann verstehe ich solche Einschränkungen seitens der IHK nicht. Ach ja und auch mal nur am Rande erwähnt. Habe die Tage eine Projektdoku von einem FISI gelesen, der nix anderes gemacht hat, als eine Whitelist zur Software Restriction Policies dazugebastelt. Laut der Lesart hier im Forum wäre dies ja auch kein Projekt da, ja auch alles vorgegeben war.
  3. Hab da nochmal ne Verständnisfrage. In wie weit bin Ich als Techniker der das Ding dahinstellt für die Einhaltung der DSGVO verantwortlich? Nach meiner Lesart obliegt das doch beim späteren Nutzer, der ja nicht ich/Firma sondern die Behörde ist. So wie ich das sehe bin Ich doch nur für folgende Aspekte verantwortlich. Auzug aus dem Kompendium Videokonferenzsysteme des BSI Kapitel 9.3.3 >>9.3.3Anzubietende Leistungen Es soll eine Videokonferenzlösung mit den spezifizierten Anforderungen gemäß Kapitel 9.3.5 bis Kapitel9.3.7 angeboten werden. Alle Komponenten sollen On-Premises beim AG aufgebaut werden. Die Leistungen umfassen: •Lieferung der in Kapitel 9.3.9 aufgeführten Komponenten •Lieferung von zusätzlichen Komponenten, die vom Bieter für die beschriebene Videokonferenzlösung als notwendig erachtet werden •Vor-Ort-Installation, Konfiguration, Härtung, Test, Inbetriebnahme der Videokonferenzlösung im Zentralstandort und den größeren Außenstellen •Unterstützung bei der Implementierung (per Remote-Zugriff, Telefon, E-Mail etc.) für die transportablen Raumsysteme in kleineren Außenstellen •Service, d. h. Software-Support und Hardware-Wartung für die angebotenen Komponenten •Administrator- und Nutzer-Schulungen für die Videokonferenzlösung << Das ist doch genau, dass was ich in dem Projekt vorhabe, mit Ausnahme der Schulungen, Service. Alles andere was den Betrieb usw. betrifft obliegt dem Nutzer. Ich bin doch schließlich auch nicht verantwortlich, dass ein Betrieb wie Facebook DSGVO einhält, nur weil ich deren Server warte.
  4. @toomuchcoffee und @charmanta danke, damit kann ich was anfangen.
  5. Hä? Irgendwie raffe ich gerade gar nix mehr. Das Musterprojekt der IHK sind doch Telefonanlagen. da mache ich doch nix anderes? bzw. bei einem Telefonrollout sogar noch weniger. Ganz ehrlich mit solchen Aussagen hab ich halt überhaupt nicht gerechnet, denn für mein Verständnis nehme ich ein System und integriere es in einem bestehenden System. Habe es halt im Kontext der Prüfungsordnung gesehen. "Erweitern eines komplexen Systems der Informations- und Telekommunikationstechnik sowie Einbinden von Komponenten in das Gesamtsystem unter Berücksichtigung organisatorischer und logistischer Aspekte einschließlich Anforderungsanalyse, Planung, Angebotserstellung, Inbetriebnahme und Übergabe." Ich habe das LAN/WAN mit seinen VLANs ist ein komplexes System, die VKA ist definitiv eine Komponente welche in das Gesamtsystem eingebunden wird. Und dabei berücksichtige ich organisatorische Aspekte (ich plan ja den ganzen Krempel), logistische Aspekte(beantrage Haushaltsmittel und berechne Gesamtkosten und wann sich das Ding amortisiert. Wo hab ich da jetzt den Denkfehler?
  6. es handelt sich um eine Videokonferenzanlage aus der Cisco Room Familie, jedenfalls sind das die, die wir im Portfolio haben. Insgesamt gibt es da halt 4 verschiedene Varianten und Größen. Laufen im Softwarebereich über Microsoft Hub bzw. Cisco Webex. Gehören zu einem eigenen VLAN mit deutschlandweitem WAN- Glasfaseranschluss. brauchen halt das volle Programm inkl. Telefonnummer über VoIP- Anlage und Co. Es gäbe halt noch die Möglichkeit einer komponentenbasierten Individualanlage mit Cisco Komponenten, aber die gibt es in ganz wenigen Ausnahmefällen und würde im Aufbau und Planung alleine schon 35h brauchen.
  7. Ich hoffe ich wurde jetzt nicht falsch verstanden. Aber ich würde mir da schon gerne fundierte Kritik und Vorschläge wünschen. mit geht eher in Richtung xy kann ich außer zur Kenntnis nehmen halt auch nicht viel anstellen. Ich weiß, dass das Projekt schon etwas Netzwerklastig ist, bleibt aber nicht aus, wenn ich ein System zu einem bestehenden System hinzufüge. Oder habe ich die ganze Umschulung über den FISI falsch verstanden? Ich meine der FISI besteht doch nicht nur aus Systemadmin und Active Directory Kram. Oder sehe ich das falsch?
  8. Tja, wo fängt der ITSE an Und wo hört der FISI auf. So richtig konnte mir das auch noch keiner erklären. Bei uns im Vor Ort Service findest du beide. Einziger Unterschied die ITSE machen auch die DGUV V3 Prüfung das können und dürfen wir FISIs nicht.
  9. Was machst du da genau? Ich habe eine Videokonferenzanlage, die ich in Abstimmung mit dem Nutzer auswähle (es gibt da eine paar vorgeschriebene zur Auswahl), vor Ort aufbaue, anschließe ( mit Rufnummerfestlegung, Portkonfiguration, Leitungswegüberprüfung, Eintragungen in mehrere Datenbanken) und anschließend teste und dazu auch eine Probekonferenz mit einer internen Abteilung abhalte. die Analysephase besteht aus 2h Vorbesprechung und Begehung des Standortes 2h Istanalyse 2h Sollanlyse 1h Identifikation der in Frage kommenden Anlagen 1h Wirtschaftlichkeitsbetrachtung 2h Vorstellung der Analyse beim Nutzer die Vorbereitungsphase besteht aus 1h Überprüfung Leitungsweg und Schaltung reservieren 1h Rufnummer heraussuchen und reservieren 0,5h Portreservierung 1h Indentifikation und Einweisung Aufbauteam (muss da mind 2 Kollegen mit zunehmen die kann man nicht alleine Aufbauen) 1h Haushaltsmittel beantragen 0,5h Anlage bestellen 0,5h Zubehör und benötigte Kleinteile bestellen 1h Aufbauort vorbereiten 1h Zugangsberechtigungen klären 0,5h Terminkoordinierung mit Transportunternehmen es ist halt schon ein technisches Projekt, weshalb ich ja auch die Feinplanung da gerne mit drinne hätte. Gerade die 8h Vorbereitung klingt viel, aber ich brauch halt aus der Erfahrung heraus diese Zeit. Dafür ist die Behörde viel zu komplex aufgestellt.
  10. Ja Moin erstmal, kurz zur Vorstellung bin Umschüler zum FISI und derzeit im Praktikum bei einem größeren Systemhaus, das für eine deutsche Behörde arbeitet. Dort bin ich zumeist im Vor Ort Service tätig, da dieses Unternehmen deutschlandweit arbeitet und deshalb viele zentralisierte Abteilungen hat. Nun würde ich gerne meinen Projektantrag in anonymisierter Form hier gerne zu Diskussion stellen. Um ehrlich zu sein, bin ich etwas unsicher hinsichtlich der geforderten Komplexität. Allerdings sehe ich in der derzeitigen Lage auch kein anderes Projekt welches durch meinen Standort abgebildet wird. Projektbezeichnung Videokonferenzanlage Planung, Aufbau, Integration und Inbetriebnahme kurze Projektbeschreibung Projektmotivation In Anbetracht der derzeitigen pandemischen Lage und auch im Zusammenhang der steigenden Bedeutung von umweltverträglichen Maßnahmen, soll eine Möglichkeit gefunden werden, Besprechungen und Schulungen von Mitarbeitern abzuhalten, ohne die physische Anwesenheit an bestimmten Standorten erforderlich zu machen. Weiterhin soll eine bessere Abstimmung und Besprechungsmöglichkeit mit anderen Behörden realisiert werden. Es wird dafür auf die bereits bestehende digitale Infrastruktur zurückgegriffen und sinnvoll durch die Integration von marktüblichen Komplettsystemen ergänzt. Die erforderlichen behördlichen Geheimhaltungsstufen, sowie eine möglichst einfache Anwendung der Systeme stehen dabei im Vordergrund. Weiterhin soll durch den Einsatz Ausgaben für Dienstreisen und damit verbundene CO² Ausstoßung reduziert werden. Projektziele Sachziel Für eine Behörde soll eine Videokonferenzanlage geplant, aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Diese soll sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur einfügen, über die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen verfügen und sich auch möglichst einfach von den dortigen Mitarbeitern bedienen lassen. Weiterhin soll die Videokonferenzanlage zu einer Reduzierung von Präsenzveranstaltung und somit zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie zu einer besseren Ökobilanz beitragen. Kostenziel Für die Realisierung des Projektes werden Mittel aus dem Haushalt des Bundes zur Verfügung gestellt. Eine möglichst kostengünstige Realisierung ist aufgrund des Verhältnisgebotes und der Rechtfertigung gegenüber dem Steuerzahler geboten. Langfristig soll der Einsatz der Videokonferenzanlage die Ausgaben für Präsenzveranstaltungen verringern und somit zu einer Amortisation der Ausgaben für die Anlage sorgen. (Anmerkung: eigentlich hatte ich hier auch noch Qualitätsziel und Zeitziel mit eingeplant zu schreiben, allerdings lässt die Eingabemaske meiner IHK nur 1000 Zeichen zu.) Projektumfeld lasse ich hier weg, da sonst zu offensichtlich wird, um welches Unternehmen es sich handelt und welche Behörden involviert sind. Projektphasen mit Zeitplanung Projektphase Geplante Zeit Analyse 10h Vorbereitung 8h Aufbau 5h Inbetriebnahme 2h Übergabe 1h Dokumentation 9h gesamt 35h eine ausführliche Zeitplanung kann bei Bedarf zugesandt werden, da diese nicht mit dem 1000 Zeichenlimit dieser Eingabemaske kompatibel ist. (auch hier hätte ich liebend gerne die ausführliche Zeitplanung reingesetzt, allerdings wird von der Eingabemaske keine Formatierung übernommen, so dass diese zu unübersichtlich wird und ausserdem das 1000 Zeichenlimit der Eingabemaske dermaßen reißt, das selbst mit Einkürzungen es nicht passt) Projektdokumentation Als Projektdokumentation ist ein prozessorientierter Projektbericht mit folgender Grobgliederung 1. Einleitung/ Projektbeschreibung 2. Projektplanung 3. Analysen und Wirtschaftlichkeit 4. Vorbereitungen 5. Aufbau und Anschluss 6. Inbetriebnahme 7. Übergabe und Dokumentation vorgesehen, welche durch die folgenden Anlagen ergänzt wird ausführliche Zeitplanung Ressourcenplanung Vorstellung der möglichen Videokonferenzanlagen anonymisierte Screenshots der jeweiligen Einstellungen und Reservierungen der entsprechenden Datenbanken anonymisierte Auszüge aus den Begehungs- und Übergabeprotokollen Präsentationsmittel der Projektarbeit Für die Präsentation werden folgende Hilfsmittel mitgebracht: Laptop Handout Soweit mein Antrag, bzw. dass was die Eingabemaske zulässt. Und nun würde ich bitten, diesen nach Bestem Wissen und Gewissen zu beurteilen. Mit freundlichem Gruß Octavius

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