Moin zusammen, ich muss bald meinen Projektantrag für den FiSi einreichen und ich würde mich über euer Feedback freuen.
1. Ist das Thema für den FiSi geeignet?
2. Ist der Antrag zu ausführlich bzw. zu lang formuliert?
1. Projektbezeichnung
Auswahl und Implementierung eines zentralen Digital Signage Systems zur Mitarbeiterinformation und Prozessvisualisierung
1.1 Kurzform der Aufgabenstellung
Ich absolviere meine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration über das XXX und führe mein Praktikum bei der XXX durch, einem mittelständischen Unternehmen aus dem Bereich XXX mit ca. XXX Mitarbeitern. Im Rahmen meines Praktikums habe ich festgestellt, dass keine zentrale Lösung zur Verwaltung und Anzeige von betriebsrelevanten Informationen auf Bildschirmen in den Produktions-, Lager- und Pausenbereichen existiert. Gewerbliche Mitarbeiter ohne PC-Arbeitsplatz werden dadurch nicht zuverlässig mit aktuellen Informationen versorgt. Mein Ziel ist daher die Einführung einer zentral verwaltbaren Digital Signage Lösung, die Inhalte automatisiert, sicher und standortübergreifend auf Bildschirmen bereitstellt.
1.2 Ist-Analyse
In den Produktions-, Lager- und Pausenbereichen fehlen visuelle Informationssysteme nahezu vollständig. Ankündigungen der Geschäftsführung, Betriebsratsinformationen und Sicherheitsunterweisungen werden überwiegend als Papierausdrucke am schwarzen Brett veröffentlicht oder per E-Mail versendet, erreichen die gewerblichen Mitarbeiter ohne PC-Arbeitsplatz jedoch nicht zuverlässig. Lediglich in einem Produktionsbereich ist ein einzelner Monitor vorhanden, der manuell über einen USB-Stick bespielt wird und dessen Inhalte nur ca. einmal pro Monat aktualisiert werden. Eine zentrale Verwaltung, ein Zugriffsschutz oder eine Netzwerktrennung existieren nicht.
2. Zielsetzung / Soll-Konzept
2.1 Was soll am Ende des Projektes erreicht sein?
Mein Ziel ist die Einführung einer funktionierenden Digital Signage Lösung, mit der ich Inhalte zentral verwalten und auf verteilten Bildschirmen in Echtzeit ausspielen kann. Den manuellen USB-Stick-Prozess löse ich dabei vollständig ab. Da ich das CMS auf betriebseigener Hardware im internen Netzwerk betreibe, werden keine Daten an externe Drittanbieter übertragen und die DSGVO-Konformität ist gewährleistet. Die Infrastruktur lege ich so aus, dass sie zukünftig ohne wesentlichen Mehraufwand um weitere Standorte erweitert werden kann.
2.2 Welche Anforderungen müssen erfüllt sein?
Zentrale Verwaltung aller Bildschirminhalte über eine Management-Oberfläche
Ausstattung der Priorität-1-Standorte: Pausenräume, Lagerbereich, Leitwarte sowie Migration des bestehenden Monitors
Zeitgesteuerte Ausspielung von Inhalten
Netzwerktrennung durch ein dediziertes Signage-VLAN mit Port-Security
Zugriffsschutz und Rechteverwaltung im CMS (inkl. datenschutzkonformer Rollenverteilung)
Skalierbarkeit für zukünftige Erweiterungen auf weitere Standorte
Monitoring des Systemstatus und der angeschlossenen Player
Einhaltung der DSGVO durch Self-Hosted-Betrieb auf betriebseigener Hardware
2.3 Welche Einschränkungen müssen berücksichtigt werden?
Die Umsetzung muss innerhalb meines Projektzeitrahmens von 40 Stunden erfolgen. Die Standorte der Prioritäten 2 und 3 sind nicht Bestandteil dieses Projekts und werden in einem Folgeprojekt umgesetzt. Die Auswahl der CMS-Software sowie der Player-Hardware treffe ich auf Basis einer Nutzwertanalyse unter Berücksichtigung von Funktionsumfang, Sicherheit, Lizenzkosten und Betriebsaufwand. Da ich mich auf Open-Source-Lösungen beschränke, muss ich deren Stabilität und Kompatibilität mit der vorhandenen Infrastruktur sorgfältig prüfen. Zudem sind Abstimmungen mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat bezüglich der datenschutzkonformen Inhaltspflege einzuhalten.
3. Projektstrukturplan
3.1 Was ist zur Erfüllung der Zielsetzung erforderlich?
Für die Umsetzung plane ich zunächst eine detaillierte Analyse und Konzeptionsphase, in der ich ein Lastenheft und ein Pflichtenheft erstelle, eine Nutzwertanalyse für CMS-Software, Player-Hardware und Displays durchführe sowie eine Schutzbedarfsanalyse und ein Netzwerk- und Sicherheitskonzept erarbeite. Nach der Installation und Konfiguration aller Komponenten führe ich einen umfassenden Testbetrieb durch, bevor ich das System nach einer Anwendereinweisung vollständig dokumentiere und übergebe.
3.2 Aufgaben
Ist-Analyse der bestehenden Infrastruktur und des Informationsflusses
Erstellung eines Lastenhefts und Pflichtenhefts
Durchführung einer Schutzbedarfsanalyse und Planung des Sicherheitskonzepts
Marktrecherche und Nutzwertanalyse für CMS-Software, Player-Hardware und Displays unter Berücksichtigung der Kosten und Wirtschaftlichkeit
Installation und Konfiguration der Server- und Virtualisierungsumgebung
Aufsetzen und Absichern der CMS-Instanz
Netzwerkseitige Einrichtung (VLAN, Firewall-Regeln, Port-Security)
Konfiguration und Absicherung der Player-Hardware
Physische Integration, Netzwerkanbindung und Inbetriebnahme der Prio-1-Systeme inkl. Migration des bestehenden Monitors
Durchführung von Funktionstests und Sicherheitstests
Einweisung der Redakteure sowie Projektabnahme
Erstellung der technischen Dokumentation und Übergabe
4. Projektphasen mit Zeitplanung
Phase 1: Projektinitiierung und Analyse – 5 Stunden
Ist-Analyse: Aufnahme des bestehenden Informationsflusses und Identifikation der Schwachstellen – 1 Stunde
Lastenheft: Erstellung des Lastenhefts mit funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen – 2 Stunden
Projektplanung: Erstellung des Projektplans (Ablaufplanung, Meilensteine, Ressourcenplanung) – 2 Stunden
Phase 2: Evaluierung und Konzeption – 8 Stunden
Nutzwertanalyse: Marktrecherche und Nutzwertanalyse für CMS-Software, Player-Hardware und Displays unter Berücksichtigung von Funktionsumfang, Lizenzkosten und Betriebsaufwand – 3 Stunden
Wirtschaftlichkeitsprüfung: Amortisationsrechnung und Kostenvergleich (manueller vs. automatisierter Prozess) – 1 Stunde
Sicherheitskonzept: Schutzbedarfsanalyse und Erstellung des Pflichtenhefts – 2 Stunden
Netzwerkplanung: Planung des Netzwerk- und Sicherheitskonzepts (VLAN, Firewall, Port-Security) – 2 Stunden
Phase 3: Implementierung und Konfiguration – 14 Stunden
Serverbereitstellung: Installation und Konfiguration des Hypervisors auf der Serverhardware – 2 Stunden
CMS-Bereitstellung: Aufsetzen und Absichern der virtualisierten CMS-Umgebung – 2 Stunden
Netzwerk-Konfiguration: Switch-Konfiguration: VLANs, Routing und Port-Security – 3 Stunden
Client-Konfiguration: Erstellen und Absichern des Player-Master-Images (Kiosk-Modus) – 3 Stunden
Systemintegration: Physische Integration, Netzwerkanbindung und Inbetriebnahme der Prio-1-Systeme inkl. Migration des bestehenden Monitors – 4 Stunden
Phase 4: Qualitätssicherung und Abnahme – 5 Stunden
Funktionstests: Testen von Stromausfall-Simulation, Watchdog-Verhalten und automatischer Wiedergabe – 2 Stunden
Sicherheitstests: Verifikation der Port-Security und der Firewall-Regeln (Netzwerktrennung) – 2 Stunden
Übergabe & Einweisung: Kurze Einweisung der zukünftigen Inhalts-Redakteure und formelle Projektabnahme – 1 Stunde
Phase 5: Projektdokumentation – 8 Stunden
Erstellung der vollständigen Projektdokumentation und aller Anlagen – 8 Stunden
Gesamtaufwand: 40 Stunden
Dokumentationsanlagen
Netzwerkplan (Vorher-/Nachher-Vergleich mit neuem Signage-VLAN und Player-Standorten)
Lastenheft und Pflichtenheft
Nutzwertanalyse (CMS-Software-Vergleich, Player-Hardware-Auswahl, Monitorauswahl mit Kostenübersicht)
Wirtschaftlichkeitsberechnung (Kostenvergleich USB-Stick-Prozess vs. neues System, Amortisationsrechnung)
Schutzbedarfsanalyse
Konfigurationsauszüge (Switch-Port-Konfiguration, Firewall-Regeln, Netzwerkkonfiguration)
Player-Dokumentation (Absicherungsschritte, Klonskript, Kiosk-Konfiguration)
Abnahmeprotokoll mit Testergebnissen und Einweisungsnachweis
Projektumfeld
Es handelt sich um ein betriebsinternes Projekt bei der XXX, einem mittelständischen Unternehmen mit ca. XXX Mitarbeitern. Der Auftraggeber ist die IT-Abteilung in Abstimmung mit der Geschäftsführung. Das Projekt betrifft die Bereiche Produktion, Logistik und die zugehörigen Pausenräume. Die bestehende IT-Infrastruktur umfasst ein verwaltetes Netzwerk mit VLAN-Unterstützung sowie einen vorhandenen Serverraum mit verfügbarer Serverhardware.