27. Dezember 20214 j Hallo, Ich arbeite aktuell an meinem YouTube Kanal zum Thema Informatik. TatsĂ€chlich muss ich zugeben, dass es mich bei meinem vorherigen Beitrag sehr gefreut hat, dass viele auf meinen Kanal aufmerksam geworden sind. Daher, poste ich es hier noch einmal. Ihr seid ja auch meine Zielgruppe WĂŒrde mich freuen, wenn ihr mal reinschaut. Ich habe eine Playlist angehangen.  Wenn das nicht erwĂŒnscht ist, einfach löschen. Vielen Dank:)
27. Dezember 20214 j Warum ist das ER-Modell so wichtig fĂŒr die Implementierungsphase? Genau das halte ich fĂŒr falsch. Die Datenbank ist fĂŒr die Speicherung der Daten zustĂ€ndig und sie sollte nicht maĂgeblich fĂŒr die DomĂ€menmodelle sein, die wir bei der Implementierung der DomĂ€nenlogik benötigen. Ergo: Die Datenbank ist nur ein Detail und sollte nicht im Mittelpunkt der Implementierung stehen. Genau dies versucht man ja mit der Hexagonal Architektur bzw. der Clean Architecture zu korrigieren, indem die DomĂ€menmodelle im Vordergrund stehen. Gerade in der Informatik ist nichts in Steinen gemeiĂelt. Das DomĂ€menmodell wird sich in Laufe der Zeit Ă€ndern aber es ist sehr aufwendig Spalten in eine relationale Datenbank hinzuzufĂŒgen. Es mĂŒssen Migrationsskripte, etc. geschrieben werden und Historisierungskonzepte sind in relationalen Datenbanken sehr schwer umsetzbar. Wer dann auch noch eine objektorientierte Sprache verwendet, muss die Daten von der objektorientierten Welt in die relationale Welt ĂŒberfĂŒhren und umgekehrt (O/R-Mapper), was zusĂ€tzliche KomplexitĂ€t in unserer Anwendung bedeutet. Anstatt also relationale Datenbanken und somit das ER-Modell als die heilige Seekuh darzustellen, wĂ€re ein kritischer Blick auf all das mal sinnvoller.
27. Dezember 20214 j Autor Ich persönlich habe damit in meiner Zeit als Entwickler sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir haben oftmals im Team in verschiedenen Phasen mit den Fachabteilungen zusammengesessen und das ER-Modell diente als Grundlage. Das hat fĂŒr uns sehr gut funktioniert. Es ist aber völlig in Ordnung, dass du das anders siehst.
27. Dezember 20214 j Das ER-Modell ist zu technisch, sodass Fachabteilungen damit ĂŒberhaupt nichts anfangen können. Eine Fachabteilung kann oft nicht abschĂ€tzen, welche Daten sie wirklich brauchen und schon gar nicht in welcher KardinalitĂ€t sie zueinander stehen. Im Zweifel wollen sie alles haben was sie kriegen können, weil alles irgendwie mal wichtig sein könnte und wĂ€re schön, es im Vorwege zur VerfĂŒgung steht. Das sehe ich beruflich auch jeden Tag. Im Ernst, wir hatten mal einen Kunden, der die Anforderung stellte, dass unsere Software "alles reporten können soll" (echtes Zitat).Das bedeutet auch mehr KomplexitĂ€t und Kompliziertheit in der Anwendung. Was aber eine Fachabteilung kann, ist deren Arbeitsalltag zu beschreiben und genau daraus entstand DDD (Domain-driven Design) und der Begriff feiert auch schon fast seinen 20-jĂ€hrigen Geburtstag. Ein ER-Modell hab ich schon seit 10 Jahren nicht mehr geschrieben. Höchstens nur noch zur spĂ€teren Dokumentation aber nie in der Implementierungsphase. Wie gesagt, das ER-Modell zwingt einen, die Daten als relationale Daten zu betrachten. Die Welt der relationalen Daten sieht aber anders aus, als die Welt der objektorientierten Daten. Also braucht man da auch wieder einen komplexen Mapper. Sei es z.B. das Entity Framework fĂŒr .NET-Sprachen oder Niberhate fĂŒr Java, etc. z.B. möchte ich vielleicht ein Dictionary (C#) bzw. ein HashMap (Java) in die Datenbank speichern. Viel SpaĂ beim Mapping... Mit z.B. dokumentbasierten Datenbanken kann dies aber ggf. wegfallen und ich spare mir die AbhĂ€ngigkeit zum O/R-Mapper. Bearbeitet 27. Dezember 20214 j von Whiz-zarD
27. Dezember 20214 j Autor Meine Erfahrungen sind andere. Aber gut, lassen wir das mal so stehen. Ich nehme deinen Hinweis mit auf. Aber selbst wenn du zu 100 Prozent recht hast, steht das ER-Modell im Lehrplan und zwar in allen BildungsgÀngen. Daher komme ich (und auch meine SuS) in keinem Fall drumherum.  VG
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