23. Mai 200521 j Hi, im Bereich der Bilanzanalyse gibt es die Kennzahl Return on Investment. Diese berechnet sich wie folgt: R.O.I. = Gewinn / Umsatz * Umsatz / eingesetztes Kapital *100 Ich habe hier eine alte Klausuraufgabe, wo man unter anderem den den ROI berechnen soll! Es sind unter anderem die folgendenden Werte vorgegeben: Gewinn = 4.800 Euro Umsatz = 5.400 Euro eingesetztes Kapital = 90.000 Euro Fremdkapital = 70.000 Euro Zinsen für das FK = 10 % p.a. Die Musterlösung lautet 13,1 % Auf das Ergebnis kommt man nur, wenn man als Gewinn nicht nur den Gewinn, sondern als Gewinn den Gewinn plus die FK-Zinsen nimmt. also ROI = (4800+70.000*0,1) / 5.400 * 5.400 / 90.000 * 100 = 13,1 Ich habe aber nirgendwo gelesen, dass man bei der Berechnung des ROI irgendwelche FK-Zinsen mit berücksichtigen muss. Ich wollte Euch daher fragen, ob Ihr schon einmal was davon gehört habe, dass man bei der Berechnung des ROI nicht nur den Gewinn sondern die FK-Zinsen mit berücksichtigen muss. Gruß vplus
23. Mai 200521 j natürlich muss das so sein, weils nur logisch ist. Deswegen rede ich mir immer den Mund fusselig, dass man Formeln nie auswendig lernen sollte, sondern diese auch kapieren muss. Was ist der Gewinn der Kapitalgeber in diesem Fall? Das eingesetzte Eigenkapital stammt von "mir". Ich behalte den ausgewiesenen Gewinn des Unternehmens. Das eingesetzte Fremdkapital stammt von "Fremden". Deren Gewinn aus ihrem Investment sind die Zinsen. Die bekommen ja nichts vom Gewinn ab. Wenn man also den Gewinn für das gesamte eingesetzte Kapital (Fremd- und Eigenkapital) berücksichtigen will, so sind das der eigentliche Gewinn + Zinsen für die Fremdkapitalgeber. Gleiches gilt z.B. bei der Gesamtkapitalrendite = Gewinn + FK-Zinsen/(Fremdkapital + Eigenkapital) Die Argumentation ist die Gleiche. Gruß Menzemer
26. Mai 200521 j Anders ausgedrückt ist der Return on Investment das Produkt aus Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag. Die Umsatzrentabilität entsprecht dabei dem ersten Faktor, also ((Gewinn + FK-Zinsen) / Umsatz). Zur Wahrung einer (internationalen) Vergleichbarkeit werden in der Regel die EBIT genommen.
Archiv
Dieses Thema wurde archiviert und kann nicht mehr beantwortet werden.