29. Mai 200520 j Hallo, ich habe hier eine Aufgabe zur Amortisationsdauer und bin mir unsicher, ob man bei der Lösung der Aufgabe die Abschreibungen mit berücksichtigen muss oder nicht. Im Voraus schon einmal vielen Dank für Eure Hinweise! Viele Grüße vplus Gegeben ist ein Investitionsobjekt mit Anschaffungsauszahlung = 120.000 Euro Nutzungsdauer = 7 Jahre Kalkulationszinssatz = 10 % Die jährlichen Rückflüsse (Nettoeinzahlungen) betragen am Ende des ersten Jahres 20.000 Euro. Ermitteln Sie die Amortisationszeit! Ansatz 1 Zinsen p.a. = 120.000 / 2 * 0,1 = 6.000 Abschreibung p.a. = 120.000 / 7 = 17.142,85 durchschnittliche Einzahlung p.a. = (20+22+24+26+28+30+32) * 1000 / 7 = 26.000 durchschnittliche Einzahlung p.a. 26.000 - Zinsen p.a. 6.000 + Abschreibung p.a. 17.142,85 --------------------------------------------- = Überschuss p.a. 37.142,85 Amortisationsdauer = 120.000 / 37.142,85 = 3,23 Jahre Ansatz 2 Zinsen p.a. = 120.000 / 2 * 0,1 = 6.000 durchschnittliche Einzahlung p.a. = (20+22+24+26+28+30+32) * 1000 / 7 = 26.000 durchschnittliche Einzahlung p.a. 26.000 - Zinsen p.a. 6.000 --------------------------------------------- = Überschuss p.a. 20.000 Amortisationsdauer = 120.000 / 20.000 = 6 Jahre
29. Mai 200520 j hm gar nicht so einfach, selbst als BWL-Lehrer also zunächst einmal. Wenn du die Abschreibungen dazu zählst, dann aber negativ. Es sind schließlich Kosten. Es ist ja wohl widersinnig, dass die Ammortisationsdauer sinkt, wenn der Wertverlust besonders hoch ist. Ich neige allerdings zum zweiten Lösungsansatz. Durch die Ammortisationsrechnung soll ja festgestellt werden ab wann die Zahlungsmittelüberschüsse ausreichen, um die Anschaffungsausgaben der Maschine auszugleichen. Hier geht es um eine Betrachtung der Ein- und Auszahlungen nicht der Kosten und Erträge. Das merkt man bereits daran, dass den Einnahmen jedes Jahr am Ende die Auszahlungen beim Kauf der Maschine gegenüber gestellt werden. (120.000/20.000 Euro = 6 Jahre) Wenn man jetzt noch die Abnutzung der Maschinen in Form von Abschreibungen berücksichtigen würde, würde das wenig Sinn machen, weil der Kauf der Maschine ja dann 2 x drin wäre (über die Anschaffung und über die Abschreibungen) Ich hoffe ich konnte mich verständlich machen, lasse mich aber gerne argumentativ (nicht die Musterlösung!!) eines besseren belehren. Gruß Menzemer
29. Mai 200520 j mit verlaub: amortisationsrechnung wird statisch betrieben. amortisationsdauer = kapital (=investitionsdauer) / gewinn + (!) abschreibung keine berücksichtigung des zinses. hgzh. api
29. Mai 200520 j Ok mit den Zinsen könntest du Recht haben, obwohl es auch dynamische Verfahren gibt. Auch gegen die Gewinne + Abschreibungen habe ich als Näherungslösung nichts einzuwenden. (Gewinn + Abschreibungen = Näherungslösung für Einzahlung - Auszahlung) Da in der Aufgabenstellung aber von Nettoeinzahlungen die Rede war, sind die Abschreibungen nicht mehr zu berücksichtigen. Gruß Menzemer
29. Mai 200520 j Hab nochmals darüber nachgedacht und bin zu der Überzeugung gelang, dass die Zinsen für die Finanzierung durchaus mitgerechnet werden müssen. Der Unterschied zwischen einer dynamischen und einer statischen Amortisationsrechnung ist dass bei der dynamischen Rechnung der Zeitpunkt der Zahlungsflüsse über einen Zinssatz berücksichtigt wird. Das ist ein gedachter Zinssatz um frühe Zahlungen höher zu werten als späte Zahlungen. Das hat aber nichts mit den Finanzierungskosten des Kredites wie in diesem Fall zu tun. Ich denke auch, dass wir die Aufgabe nicht übermäßig komplizieren sollte. Immerhin ist das keine BWL-Aufgabe für Studenten im Grundstudium. Hier handelt es sich um wahrscheinlich um eine statische Rechnung wo ganz einfach die Zahlungsausgänge mit den Zahlungseingängen verrechnet werden. Fertig. Gruß Menzemer
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