Alle Beiträge von Kwaiken
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Die Stellen sind nur dewegen weiter ausgeschrieben weil die Unternehmen "purple Squirrels" suchen. Die meisten Unternehmen, die eine Stelle zu besetzen haben, besetzen die innerhalb von X Monaten (Voraussetzung: sie haben die Stelle wirklich zu besetzen - kein Unternehmen kann es sich leisten eine wichtige Position über Jahre hinweg unbesetzt zu halten) und lassen die Anzeige dennoch online. Warum? Um sich eben vielleicht doch noch ein purple Squirrel zu angeln. Denn in jedem Unternehmen ist immer Platz für eines, egal ob ein absolutes Einstellungsstop herrscht oder die Abteilung nicht einmal mehr freie Tische hat. Als purple Squirrel werden extrem seltene Mitarbeiter bezeichnet. Die gelten als talentiert, intelligent, arbeiten lange, bringen Ideen und Innovationen und können Schicksale von Abteilungen im Alleingang umdrehen. Also genau das, was ein AG sich wünscht. Und wisst Ihr warum diese Personen Squirrels, d.h. Eichhörnchen und nicht etwa Frog, Rabbit oder Cat genannt werden? Denn die wären mit dem Zusatz "purple" ja auch selten. Nein, es sind die purple Squirrels, die gesucht werden. Und warum? Weil sich Eichhörnchen von dem ernähren, was diese Arbeitgeber den extrem talentierten Purple Squirrels am allerliebsten bezahlen würden: Peanuts!
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Könnte mir einer sagen, was ein "Teilbereich Informatik" ist?
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Eher einen 24 jährigen Workaholic mit 25 Jahren Erfahrung.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Klar, dass er muss. Aber er hat ein besseres Gefühl wenn es ein privater Termin ist, als wenn er weiß, dass es ein Fernstudium ist. Mag sein. Ausnahmen bestätigen die Regel. Siehe nur der entsprechende Thread unter studienservice.de. Die Mehrheit hat negative Erfahrungen gemacht. Wahrscheinlich tritt das Phänomen eher in kleineren Betrieben zwischen 5-25 Personen auf. Das müsste man eruieren. Bei 10 Mann ist sicherlich schwerer auf jemanden zu verzichten, als bei 300. Ich bin auch in einem mittelständischen Unternehmen beschäftigt und auch wir bieten unseren Azubis das berufsbegleitende Fernstudium an. Lieber einen Fernstudenten zu behalten, als jemanden, der 3 Jahre lang angelernt wurde zu verlieren. Jedoch auch nur an der FOM, da die Personalabteilung meint die FU z.B. würde die Leute zu sehr ans Lernen binden und es bliebe zu wenig Kapazität für den Betrieb.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
1. Wenn man mal einen Tag Urlaub wg. Klausur nimmt und am Abend vorher plötzlich für den nächsten Tag wieder ins Büro gerufen wird, kann man sagen, dass man einen unverschiebbaren privaten Termin hat. Das kann ein AG noch murrend akzeptieren. Weiß der AG jedoch vom Fernstudium, wird es einem negativ ausgelegt. Es ist wieder mal das Fernstudium schuld. Ohne dies wäre der MA wieder Gewehr bei Fuß. 2. Es stellt sich eine "Der ist eh bald weg"-Mentalität beim AG ein. Die wenigsten AG sehen das als Investition des Mitarbeiters in seine Arbeit, sondern denken sich: "Er braucht das Studium nicht um seinen Job zu tun, mehr Geld bekommt er später deswegen hier auch nicht. Also macht er das weil er weg will." Dass man durch das parallele Studium seine Aufnahmefähigkeiten von durchaus komplexen Themen um das x-fache steigert und sich dadurch mit Leichtigkeit in neue Produkte/Themenfelder im Beruf einarbeiten kann, merken die nicht. 3. Wenn einem mal ein Fehler passiert oder man nun sich Uni-mäßig in seiner Freizeit weiterbildet statt die fehlenden Schulungen des AG durch Selbststudium in seiner freien Zeit auszugleichen, ist auch das Fernstudium schuld. Man konnte sich nicht erholen weil man ja lernen musste. 4. Viele Vorgesetzte denken noch an ihre Studienzeit zurück und erinnern sich an ihr immenses Lernpensum (die Schwelle des schaffbaren endet meist bei den eigenen Kapazitäten). Daran, dass die vielleicht ineffektiv gelernt, ein schlechtes Zeitmanagement hatten und die meiste Zeit gesoffen haben, blenden viele oft aus. Die wenigstens hatten nebenbei noch einen 40h Job und können das überhaupt nicht nachvollziehen. Entweder ist das Studium "lari-fari" oder der Mitarbeiter macht seine Arbeit nicht mehr vernünftig, denn irgendwo muss die zeit für das schwere Fernstudium ja herkommen. Dass man mit etwas intrinsischer Motivation beides problemlos stemmen kann, auf die Idee kommt niemand. Das geht ja auch garnicht, schließlich hat man es selbst auch nicht gekonnt. Dann kann es niemand, man ist ja schließlich die absolute Messlatte. Das sind nur ein paar Beispiele, die ich selbst miterlebt oder aus 1. Hand von Kollegen mitbekommen habe. Als Ziel der Vorurteile und auch als jemand, der die Personalverantwortlichen auf ihren Irrtum hinweisen musste als Mitarbeiterbewertungen im Team anstanden und die anderen Teamleiter der Runde alle Kollegen mit Fernstudium als Minderleister abstempeln wollten. Daher mein Rat: keinem vom Fernstudium erzählen. Auch nicht den engsten Kollegen. In Konzernen mag das anders sein, aber Mittelstand? Da rate ich dringend von ab!
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Also wenn ich mich auf Lehrstellen bewerbe, dann habe ich min. erste Erfahrung im unterrichten und bin Experte in dem Thema indem ich unterrichten möchte. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber Dir geht es wahrscheinlich um was anderes. Es gibt keinen Grund von Leuten Aufgaben wegzunehmen, die etwas gut können. Das ist eher der Grund warum einige Leute auf ihren Posten kleben bleiben und nie befördert werden: weil die etwas zu gut können. Es ist schwieriger jemanden zu finden, der die aktuelle Aufgabe so gut erledigen kann wie die Person, die befördert werden soll, als jemand geeignetes für den höheren Posten. Er kann dir ja keine genauen Centbeträge nennen. Wenn ich nach oben verhandeln muss, gilt der Grundsatz "so viel wie's geht". Wenn ich Zugeständnisse machen muss, die über meiner verantwortbaren Spanne liegen frage ich bei meinem Chef nach wieviel ich maximal runtergehen darf falls der Kunde bockt. Aber anders herum? Immer so viel wie's geht. Die Nachfrage war mMn unnötig und hat dem Chef nur signalisiert, dass Du unsicher bist. So hätte ich das wahrscheinlich aus gesehen, sorry. Achtung: das ist keine Unterstellung an dich, sondern gilt allgemein! Es gibt einen Unterschied zwischen "willig sein" und "fähig sein". Ich habe manchmal mit Kollegen zusammengearbeitet, die wollten wirklich. Saßen auch noch Abends um 21 Uhr und haben versucht das Problem zu analysieren, aber es ging einfach nicht. Die hätten da auch tagelang sitzen können und es hätte nichts gebracht. Ein anderer Kollege kam zum Kunden, hat das Problem dann in 2 Stunden gelöst, seinen Kaffee ausgetrunken und ist wieder ins Homeoffice abgedackelt um Diablo zu zocken. Der hat das System noch nie gesehen und nie mit gearbeitet. Konnte sich aber analytisch durch das Ding wühlen und hat dann gefunden wo es klemmt. Zu der Leistungsbereitschaft gehört eben auch Leistungsvermögen. Das ist das Wichtigste!
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ihr habt natürlich recht, dass Papier geduldig ist. Doch meist lässt sich sowas mit 2 Anrufen überprüfen. Viele neue Arbeitgeber rufen beim alten AG an und fragen nach, ob denn alles wirklich stimmt wenn auf dem Arbeitszeugnis das Wasserzeichen von Superman drauf ist. Ebenso mit dem Lebenslauf. Ich erinnere mich da mal an einen, der hat an der Tankstelle gejobbt und schrieb im Lebenslauf "Assistenz der Geschäftsleitung" rein. Mag vielleicht alles stimmen, aber da wird der potentielle AG sicher sich mal selbst von überzeugen wollen...
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Du bewirbst dich auf Management-Stellen und wirst gefragt ob Du programmieren könntest? Konzeptionelle Kenntnisse kann man sicherlich verlangen damit Du von deinen "Untergebenen" nicht ver*rscht wirst (als ich damals in der Ausbildung war, hatten wir einen Teamleiter mit 0 technischem Sachverstand. Der hat sich von den Azubis mit den simpelsten Dingen veräppeln lassen und bei jedem noch so offensichtlichen Stuss ein wissendes Gesicht gemacht und genickt. Wie bei den KFZlern und der beleuchteten Kolbenrückholfeder). Aber absolutes Detailwissen ist sicherlich kaum für Leitungsfunktionen notwendig. Du solltest jedoch, wie gesagt, wissen wovon Du sprichst um nicht nur heiße Luft zu produzieren. Das geht nur in der Beratung am 1. Tag beim Presales gut D.h. entweder hast Du ein massives Defizit bei rudimentären Konzepten (OOP ist absolutes Basiswissen; selbst bei den WiInfs) oder der zukünftige Arbeitgeber hat keine Ahnung ob er nun eine fachliche Führungskraft sucht oder ein Codieräffchen. Im letzten Fall: froh sein, dass es nicht geklappt hat und nach einem AG suchen, der weiß was er will. Wie ein kleines Mädchen aussehen kann auch ein Vorteil sein: a) Vater-Instinkt beim männlichen Vorgesetzten (selbst oft genug gesehen bei einer Bekannten von mir, man muss seine Karten nur richtig zu spielen wissen), bei weiblichen Vorgesetzten rate ich jeder Frau: sofort raus da. Habe noch nie einen Fall erlebt, wo es bei >= 2 Frauen keinen massiven Zickenkrieg gab. Wenn die Damen nur durch eine Hierarchieebene getrennt sind, bekommt die Vorgesetzte meist Panik. Vor allem wenn die Anwärterin jünger und/oder hübscher ist und/oder mehr drauf hat. Es sei denn die Vorgesetzte ist deutlich älter und/oder sucht gezielt einen Nachfolger und Du spielst den Protegé (hier gleiches Kriterium: Mutter-Instinkt). Und Du wirst meist von Anfang an von Kollegen unterschätzt. Ist natürlich blöd wenn Du dann tatsächlich nichts drauf hast und zurecht den "dummes, kleines Mädchen"-Stempel bekommst. Aber ansonsten wirst Du von den Ellenbogen-Typen und Karrieristen nie als Bedrohung angesehen und kannst zur passenden Zeit in Ruhe brillieren. Solange Dir nicht entfallen ist, wie man das eindeutig bestimmten kann...
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Wenn ich auf dem neusten Stand bin, was SAP angeht und mich auf Tivoli-Stellen bewerbe, muss ich mich nicht wundern wenn mir vorgehalten wird, ich hätte keine Tivoli-Erfahrung.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Im Artikel steht sinngemäß: 1. die 20-jährigen bringen mir für den Unternehmenserfolg mehr als die 35-jährigen. Außer mir, ich bin zwar schon 37, aber äußerst wertvoll. 2. mit 35 wird man schnell überflüssig. Außer ich, denn ich bin mit 37 immer noch wichtig! 3. für 40-jährige ist es schwierig relevant zu sein. Außer für mich, denn ich bin mit 37 immernoch toll und bleibe es auch. Der Typ muss der absolute Messias der IT sein.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Spix: je nachdem kann man die Leute auch verstehen. Es gibt Kollegen, die wollen einfach nicht arbeiten. Die schreiben Bewerbungen mit Fehlern und benehmen sich bein Vorstellungsgespräch daneben nur um nicht eingestellt zu werden. Bei uns in meiner alten Firma hatte einer mal eine Jeans, Sneaker und ein T-Shirt von Metallica an. Beim Gespräch fragte er sofort ob viele Überstunden anfallen und ob es vollständige Gleitzeit gibt. Der brauchte nur einen Stempel. Damit verschwenden sie aber die Zeit der Personaler und Abteilungsleiter, die wirklich suchen. Hier kann ich verstehen wenn dann eine böse Mail an die Arge geschickt wird. Da wir nicht wissen wie Du dich beim VG gegeben hast, ohne Dir was unterstellen zu wollen, kann man die Mail nicht beurteilen. Es gibt keinen rationalen Grund für Personaler sich die Mühe zu machen und nach einem VG auch noch Leute von der Arge anzuschreiben. Da verschwendete man - vielleicht sogar zu dritt - 2h Zeit für einen unpassenden Bewerber und setzt sich anschließend auch noch für eine Mail hin?! Das macht man selten "einfach so"... Es geht aber auch anders herum: da werden dann Gehälter von 16k p.a. für Programmierer angeboten. Wenn man deutlich macht, dass es zu wenig ist wird die Arge angeschrieben und dem Bewerber unterstellt er möchte nicht arbeiten, was ggf. eine Kürzung des Arbeitslosengeldes zur Folge hat.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Gibt auch hier unterschiedliche Wege dies zu erreichen wenn man es denn wirklich möchte
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Dann unterscheidet sich deine Message kaum von meiner. Nur, dass Du gemütlich mit einer 40h/Woche bis 67 lebst und ich mich persönlich entschieden habe weniger gemütlich mit 50h/Woche bis 40-50 zu leben und mich dann mit einer 20h/Woche zu entspannen oder überhaupt nicht zu arbeiten. Denn in meiner Rechnung kann ich eher voraussehen, dass ich bis 40-50 noch leistungsfähig bin, als dass ich den Zeitraum bis 67 abschätzen kann. Dass man in der Zeit aber nicht bewusster oder besser lebt halte ich für eine inkorrekte Implikation. Ich nutze meine Zeit derzeit einfach nur etwas effizienter als vor einigen Jahren und habe immernoch genug Zeit um mein Freizeitpensum einzuhalten.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Garnicht arbeiten bedeutet für mich auch garnicht arbeiten und nicht auf der Arbeit den Hintern platt sitzen. Und kannst Du sicher gehen, dass Du bis 67 durchhälst? Oder, dass Du nicht mit 70 die Radieschen von unten siehst? Genauso kannst Du argumentieren, dass dich der Stress (der ja nur bedingt vermeidbar ist) mit 65 Jahren eher dahinraffen wird als der Stress mit 40. Ich kann nicht planen, dass ich bei gemäßigtem Tempo bis 67 (oder werden es dann vielleicht schon 77?) durcharbeiten kann und welche Rente ich zu diesem Zeitpunkt noch bekomme. Da arbeite ich gemütlich auf durchschnittlichem Gehalt bis 67, schaffe es mit Mühe und Not und viel Verzicht ein Häuschen bis zur Rente auszubezahlen und bekomme dann die Grundsicherung und lebe die verbliebenen Jahre von der Hand in den Mund und die letzte Zeit verbringe ich im städtischen Altenheim mit einer examinierten Pflegekraft auf drei Stationen. Genauso kann es aber auch gut gehen: fester und sicherer Job bei stetigen Gehaltssteigerungen und wenig Stress. Mit 67 dann in Rente und die letzten 13 Jahre um die Welt mit der Costa Concordia. Es gibt Leute, die entscheiden sich für einen anderen Weg: etwas mehr Stress in der Zeit, wo man noch leistingsfähig, belastbar und ungebunden ist um dann das Gehaltsniveau bei stetiger Arbeitszeitreduzierung zu halten. Am Ende spielen da so viele personenspezifische Faktoren mit rein, dass es nicht "den Königsweg" gibt. Dieser ist für jeden unterschiedlich. Jeder soll für sich entscheiden, was er für besser hält. Mit 72 dann in Rente gehen und mit 80 Jahren ins Grass beißen. Wie gesagt: es gibt Leute, die damals in Microsoft investiert haben (viele haben damals den Markt für Personal Computer nicht gesehen und prophezeiten MS eine düstere Zukunft) und sind nun sorgenfrei. Andere investierten in der Dotcom-Blase und verloren alles. Das ist keine Diskussion, die man logisch untermauern und auf ein klares Ergebnis hinsteuern kann. Die Faktoren haben für jeden eine persönliche Gewichtung und so spiegelt das Ergebnis eher eine Meinung und weniger eine unbestreitbare Vorgehensweise wieder.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Och, ich wüsste mit meiner Zeit schon was anzufangen
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Die beste Methode gegen Burnout ist garnicht arbeiten Ins Jenseits kann man sowieso nichts mitnehmen, daher bin ich der Meinung, dass man sein Leben genießen sollte. Ob man das direkt tut und bis 67 auf Sparflamme arbeitet, um 16:30 Uhr zu Hause ist und den Kindern beim Fußballspielen zuschauen kann oder ob man in jungen Jahren, wo man noch leistungsfähig und flexibel ist, Gas gibt und für das Alter "Vorarbeitet" um mit 50 bereits in den Ruhestand zu gehen ist jedem selbst überlassen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
blubbla: ich denke, dass es immernoch nur ein gefühlter Fachkräftemangel ist. Der Pool wird einfach nur kleiner aus dem man auswählen kann. Wenn ich statt 10 Angeboten nur 3 Angebote von Arbeitgebern bekomme, fühle ich einen Mangel, der aber nicht da ist. Ich denke euer angebotenes Gehalt liegt bei etwa 55-65k, was im Raum München für das geforderte Wissen einfach zu wenig. Bei eurer Stellenanzeige hat man aber das Gefühl, ihr sucht absolute Cracks auf den Gebieten und diese sind in der Konstellation entsprechend selten. Wenn Ihr die Anforderungen runterschraubt (Grundlagen RAC oder bereit sich einzuarbeiten, Grundlagen Netzwerke, Erfahrung in Linux, ca. 5 Jahre Berufserfahrung) kommen auch die Bewerbungen rein. Für mich ist ein Mangel wenn ich wirklich niemanden mehr finde obwohl meine Auswahlkriterien und mein Angebot passen. Als Richtwert würde ich den CT Gehaltsspiegel für die Position, den Standort und der gewünschten Erfahrung nehmen, ~10% Gehalt draufschlagen und wenn ich immernoch niemanden finde, ist wirklich ein Mangel vorhanden.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Schande über mich: ich musste googlen Aber anscheinend hat sich 40 Jahr später diesbzgl. nicht viel geändert. Wobei ich Behaupten würde, dass es damals einfacher gewesen sein musste auch als Experte ohne Social Skills gut zu verdienen. Viele Firmen hatten noch dicke Forschungsabteilungen und die Forschung brachte häufig was neues (wenn ich da gerade an die Mensch Computer Interaktion denke...) zu Tage. Heute nehmen nur wenige Firmen Geld für Forschung in die Hand, die Abteilungen sind viel kleiner.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Kleiner Nachtrag: es gibt auch "Juwelen" in der Administration. Vielleicht suchen die Firmen nach denen? Ist legitim, aber sich zu beschweren, dass man niemanden findet ist wie sich beim Lotto-Verkäufer zu beschweren, dass man wieder nicht gewonnen hat. Kenne selber welche bei einigen meiner Kunden. Da sitzen Jungs in der Administration, die problemlos sechstellig verdienen könnten, da die über ein derart immenses Wissen und eine unglaubliche Auffassungsgabe verfügen. Die kannst Du für 8 Stunden in einen Raum sperren und sie programmieren Dir ein neues Windows. Aber bei vielen fehlen für so ein Gehalt die notwendigen "Soft Skills". Deswegen verdienen Leute, die nur heiße Luft produzieren ihre 250k und der "Techie", der die ganze Arbeit macht landet mit Mühe bei 70k p.a. Sie haben Angst vor der Kommunikation/dem Umgang mit Menschen und fragen kaum nach Gehaltserhöhungen. Ein neuer Server zum spielen ist ihnen genug. Wenn Du sie als Projektleiter einsetzt verlieren sie sich im Doing und Details und fahren Projekte zielgerichtet gegen die Wand oder verschrecken ihre Teammitglieder, da sie alles besser wissen. Auch wenn sie meist Recht haben, können sie das nicht adäquat rüberbringen ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen: statt zu sagen "Das ist eine gute Lösung, es könnte aber sein, dass wir unter bestimmten Konstellationen in Probleme laufen. Was halten Sie davon wenn wir zusätzlich noch XY einsetzen?" kommt eher ein "Bist Du total bescheuert? Das fliegt uns beim ersten Einsatz um die Ohren! Wo hast Du denn dein Handwerk gelernt, Du Stümper?! Besorg Dir nochmal XY für Dummies und lies ein bisschen!". Man kann sich vorstellen, was passiert wenn noch Kundenkontakt hinzukommt. Aber als Experten und Ratgeber sind sie absolute Spitze wenn man einen PL hat, der mit ihnen umzugehen weiß und die notwendige Ruhe und Überblick hat! Einige würde dazu "Nerds" sagen, was ich ehrlich gesagt eine Frechheit finde. Sie schauen weniger auf das Gehalt, sondern auf persönliche Freiheiten oder spannende Aufgaben bei ihren Arbeitsstellen. Kann sein, dass die Firmen solche Leute suchen. Aber diese sind, wie gesagt, sehr rar. Viele erkennen irgendwann ihr Potenzial und bauen ihre Softskills gezielt auf um dann ihr Talent gewinnbringender für sich selbst und nicht nur für die Company einzusetzen. Einige bleiben ewig auf einer Stelle kleben weil sie zu scheu sind zum Wechseln. Aber man kann es ja mal versuchen, nicht wahr? Der einzige Admin mit solchen Fähigkeiten, den ich noch aus Ausbildungszeiten kenne blieb lange bei seinem AG und ist erst dann gewechselt als er seiner Freundin hinterher zog.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Carsten, ich habe mich wahrscheinlich unspezifisch ausgedrückt. Die Kenntnisse, die verlangt werden sind in einer gewissen Tiefe die Kenntnisse eines Sensior Architects. Wer damit in die bloße (nicht abwertend gemeint) Administration geht ist selber Schuld. Um die Matapher von Systemlord weiter zu strapazieren: wenn ich einen KFZler suche, der sich gut mit Aerodynamik, Materialkunde, Chemie und Physik auskennt und ihn aber nur für die Montage eines Heckspoilers verwenden und bezahlen möchte, brauche ich mich nicht zu wundern, dass ich niemanden finde. Die Stellenanzeige müsste heißen: suchen erfahrenen Linux-Administrator mit Kenntnissen in relationalen Datenbanken (vorzugsweise erste Erfahrung Administration von Oracle) und Grundlagenwissen Netzwerk-Protokollen, die er zielgerichtet ausbauen und vertiefen möchte. Erfahrungen mit CISO sind vorteilhaft, aber nicht Bedingung.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
~80k sind ein übliches *nix + Oracle-Gehalt in Frankfurt für einen Senior DBA mit Erfahrung zwischen 5 und 10 Jahren. Jemand, der auch noch die anderen Dinge abdeckt ist ein Senior Solutions/Infrastructure Architect und geht mit einem sechstelligen Betrag nach Hause.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Danke für den Artikel, den hätte ich übersehen. Dazu sollte man noch sagen, dass von den 15.000 Bewerbungen, den 26 Jobs nur 6 IT Spezialisten gefunden wurden. Der Rest waren Kellner und Barkeeper. Ich bin mir gerade unschlüssig, was ich an Essenz daraus ableiten soll. Zu wenig tatsächliches IT Know How aus Portugal? Dann müsste man aber in Deutschland fündig werden, denn Ausbildung und Studium sind durchaus Anspruchsvoll. Aber wenn das Know How passt, dann hätte man nicht in Portugal suchen müssen, wir haben einige IT Spezis, die Arbeit suchen. D.h. das geforderte Gehalt für das gebotene Know How war Schwäisch Hall anscheinend zu hoch. Man hat also versucht das Know How auf deutschem Niveau für einen portugiesisches Gehalt zu erwerben. Und das ist nur in 6 Fällen gelungen, was nun aber nicht verwunderlich ist. Sondern den Fachkräftemangel als das zeigt, was es tatsächlich ist: den Mangel an billigen, aber gut ausgebildeten Fachkräften.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ich finde, es herrscht Arbeitgebermangel. Von 30 Einladungen zum Vorstellungsgespräch in meiner Branche habe ich nur 15 Arbeitsverträge, aus denen ich wählen kann.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Hier wurde ja bereits in einem Artikel definiert was für die Wirtschaft Mangel bedeutet: keine dreistellige Zahl an Bewerbungen auf eine offene Stelle. Wenn ich für ein iPhone nicht 500 EUR ausgeben möchte und es auf dem Markt kein günstigeres Angebot gibt, heißt es nicht, dass ein Mangel an iPhones herrscht. Sondern einfach nur, dass ich nicht bereit bin für etwas einen entsprchenden Betrag in die Hand zu nehmen. Würde ich hier als Konsument von einem Mangel sprechen, würde man mit den Vogel zeigen. Aber als Unternehmen brauche ich nur oft und laut genug das Wort "Fachkräftemangel" zu wiederholen und schon springt die Politik im Kreis. Der Unterschied zwischen mir und den Firmen ist, dass meine Spenden an die Parteien etwas kleiner ausfallen und dass ich mich mit der Abwanderung aufgrund unbefriedigender Rahmenbedingungen etwas schwerer tue als die Unternehmen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
In den Augen der Firmen verdient man immer zu viel. Wenn der Endverbraucher ein Produkt haben möchte, es jedoch in der hiesigen Produktion zu teuer ist, schaut er sich nach Alternativen um. Dann wird es halt kein Auto aus Wolfsburg, sondern eins aus einem Werk in Japan. Oder im schlimmsten Fall aus Rumänien. Der Markt ist offen. Der Staat hält nur immer seine Hand in Form von MwSt und Zoll auf. Das Gleiche wird nun mit den Arbeitnehmern gemacht, Öffnung des lokalen Marktes für mehr Konkurrenz auf dem hiesigen Markt. Und der Staat hält auch hier in Form von Lohnnebenkosten die Hand auf. Im ersten Fall schadet es den lokal ansässigen Firmen, im letzten den lokal ansässigen Arbeitnehmern. Der Arbeitnehmer ist mittlerweile sowieso nur eine Human Ressource (zu deutsch: Humankapital) und unterscheidet sich auf dem Papier nicht wesentlich von Produktionsgütern. Er kostet und bringt Gewinn. Ende der Geschichte. Carsten: auch wenn ich die Kernaussage unterstütze, so stimmen einige Kleinigkeiten nicht. Die "neuen" Zahnärzte, die seit ein paar Jahren aus der Uni kommen und sich selbstständig machen verdienen nicht sonderlich viel. Zumindest bleibt nicht viel übrig. Die goldenen Zeiten auch für die Zahnärzte dank der Gesundheitsreform sind vorbei.