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Kwaiken

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  1. Ich hatte mal irgendwo im Kontext gutbetuchten Gesellschaftsschichten den Begriff "Zahnwälte" gelesen. 😉 Darf man nicht vergessen. Verlorenen Rentenpunkte in der Jugend kann man mit einem Gehalt über der Bemessungsgrenze nicht wieder aufholen. Das vergessen viele und sind dann am Ende überrascht. Persönlich würde ich so vorsorgen, als gäbe es die Rente gar nicht.
  2. Die Definition von "Luxus" ist etwas ganz persönliches. Sieht man auch an deinen Ausführungen sehr schön: Und dann definierst Du eine eigene Immobilie und einen Garten als Nutzgegenstand und nicht als Luxus. Da würden Dir so einige Mieter widersprechen ... In meiner Kindheit hatten meine Eltern keine eigene Immobilie und ich keine Garten zum herumtollen; für mich ist das Luxus. Und ich verdiene mittlerweile weit über dem Durchschnitt. Angelina Jolie hingegen würde Dir widerrum sagen, dass bei 9 Bädern der Nutzen (jedes Kind eines + Vater/Mutter/Gäste) im Vordergrund steht und es sicher kein Luxus gilt, während Du - und der Rest der Welt wahrscheinlich auch - das ganz anders sieht. Genau wie Du mit der eigenen Immobilie und dem Garten. Denn reich, das sind immer die anderen.
  3. Okay, den Punkt gebe ich dir. Ist sicher subjektiv. Was ist mit 100% HO und den ~95.000 EUR? Kannst Du das auch nicht unterschreiben? 😉
  4. Da bin ich nicht ganz so bei Dir. Wenn Du unzufrieden bist mit der Art und Weise, wie jemand dich behandelt, dann sollte das keine Rechtfertigung für sein Verhalten sein, wenn er andere ebenfalls zur Sau macht. Da gilt es, meiner Meinung nach, Flagge zu zeigen und die Person höflich darum zu bitten (ich-Botschaften wären hier sinnvoll) Dir gegenüber andere Gepflogenheiten an den Tag zu legen. Victim-blaming halte ich für den falschen Weg an dieser Stelle.
  5. Tatsächlich sehe ich das mittlerweile ein wenig differenzierter: Wenn es von der Firma geforderte Weiterbildungen sind, die einen aber nicht groß weiterbringen, dann sollte die Firma für aufkommen. Vollständig. Kein wenn und aber. Wenn es Wunschweiterbildungen sind, die für die Firma nur sekundär relevant sind, Dir aber ein schönes Zertifikat bescheren, wäre ich einem Co-invest nicht abgeneigt. Firma zahlt Prüfung, Du bereitest dich in deiner freien Zeit darauf vor. Oder Firma zahlt Bootcamp, das zusammen mit der Prüfung an einem Samstag stattfindet. Ist das Komensationsmodell der Firma aber so aufgestellt, dass dem MA gerade so viel geboten wird, so dass er permanent am Rande einer Kündigung entlang schabt, ohne über den Rand zu fallen, dann wird der füher oder später in einen Sciopero bianco verfallen und beide Seiten haben nichts davon. Ende vom Lied ist ein Mitarbeiter, der sich den Kasten Wasser und den Kaffee für die Senseo selbst mitbringen muss, dann aber auch pünktlich um 16:30 Uhr den Stift fallen lässt, selbst wenn um ihn herum alles in Flammen steht. Es läuft immer darauf hinaus, dass sich alles die Waage halten muss. Im positiven. Und letztendlich auch im negativen.
  6. Wenn Du dich nicht darauf meldest, dann nicht. Du musst dich aktiv beim Recruiter zurückmelden (und das muss man ja manchmal, da man aus der zugesandten Stellenbeschreibung nicht immer direkt auf's Unternehmen schließen kann) und Interesse bekunden. Daher geben die ja auch so ungerne den Namen des Unternehmens preis, bevor sie deinen CV in der Hand haben.
  7. Ich bin kein Recruiter und in der HR sitze ich auch nicht, habe mir das aber plakativ so erklären lassen, dass es ähnlich ist wie bei einem Makler. Sobald er Dir das Exposé zugeschickt hat, zahlst du bei Vertragsabschluss die Provision. Nur in diesem Fall zahlt eben der AG. Und das Exposé sind die Firmendaten, die an den Bewerber herangetragen wurden. Und der Recruiter bekommt es sicher früher oder später mit, wenn er ins Xing/Linkedin-Profil schaut. Am Ende wird dann bewertet, ob der Kandidat erst durch den Recruiter auf die Stelle aufmerksam wurde, oder ob es doch eine eigenständige Bewerbung war.
  8. Es ist weniger das "zu viel", als einfach eine falsche Kennzahl. Ist wie die Ererwärmung messen zu wollen und dafür die C19 Erkrankung als Messwert zu nehmen. Sobald Du den Recruiter wegen einer Stelle kontaktierst, muss der AG dem Recruiter seine Provision zahlen. Selbst wenn Du dich ohne Hilfe des Recruiters bewirbst und genommen wirst. Er muss nur nachweisen, dass Du vorher mit ihm genau wegen dieser Stelle in Kontakt warst. Die 40% des Bruttogehalts an Provision sind nicht selten das Zünglein an der Waage, um sich gegen einen Bewerber zu entscheiden, wenn sich jemand gleichwertiges ohne Recruiter beworben hat.
  9. Alleine schon diese Aufzählung disqualifiziert den Staat, meiner Meinung nach, als Arbeitgeber. Es gibt ganz, ganz wenig Behörden, die Wert auf die Telearbeit legen. Es wird oft nicht ohne Grund wehement auf Präsenz bestanden. 2 Tage die Woche grenzen schon an ein Wunder. Für spannende Projekte werden externe Berater angeheuert und das Gehalt ist gedeckelt. Die Auswirkungen, die alleine flexible Arbeitszeiten und die Remotearbeit auf die Arbeitszufriedenheit und somit das eigene Wohlbefinden haben, werden in Deutschland unglaublich unterschätzt. Zusammen mit den Einsparungen, die in Form von Benefits an den MA weitergegeben werden können. Wenn das Modell ohne wenn und aber vom Unternehmen gelebt wird (dazu gehört leider auch das konsequente Aussieben der MA, die mit dieser Freiheit nicht umgehen können), ist das Potential immens. Ganz zu schweigen von der damit einhergehenden Mitarbeiterbindung. Ich bin gespannt, wann sich diese Erkenntnis auch in DE durchsetzt.
  10. Lt. den Infos meines "Vertrauensrecruiters" liegt es einfach daran, dass viele Recruitingfirmen ein Kennzahlen-basiertes Bewertungssystem für ihre Angestellten haben, welches als Messlatte die ihnen zugesandten CVs nimmt. Je mehr CVs der Recruiter "einsammeln" konnte, desto besser für ihn. Daher hörst Du auch oft von den Recruitern nichts mehr, wenn sie deinen CV erst einmal in ihrem Postfach haben. Sehr, sehr oft in UK der Fall.
  11. Ich muss @allesweg hier ein wenig zustimmen. Das Ziel muss von Dir kommen. Das Problem mit der IT ist, dass sie sehr volatil ist. Was jetzt gerade angesagt ist, ist es morgen evtl. nicht mehr. Was heute gut bezahlt wird, wird morgen durch ein Überangebot wieder verwässert. Da hilft Dir - meiner Meinung nach - keine Beratung. Du solltest Dir evtl. zunächst überlegen, in welchem Bereich Du etwas machen willst. Und dann welchen Stellenwert Geld für dich hat und ob Du für den schnöden Mammon auch die nächsten ~30 Jahre etwas machen würdest, was Dir nicht 100%ig zusagt. Dann lichtet sich meist der Neben ein wenig.
  12. Ich wollte dem Junior keine Flausen in den Kopf setzen, noch bevor er angefangen hat. Er wird schon früh genug merken, dass man auch durchaus selbstbewusst über Dingen sprechen können muss, die man sich erst am Vorabend in den Kopf gehämmert hat. Ist eine Consultant-Spezialität. Und meiner Meinung nach der wichtigste Skill eines Beraters: die Auffassungsgabe. Nur sollte man hierfür zunächst einmal das Schwimmen gut genug beherrschen, bevor man es vor Publikum in einem unbekannten Gewässer vorführt. Wenn man aber weder die selbstbewusste Tonspur, noch das fachliche drauf hat, geht's schief. Eins von beiden muss sitzen 😉 Den dabei erzählten Unsinn biegt man dann im Nachhinein wieder gerade. 🤐
  13. Meine persönliche Meinung: Ich kann nur zu etwas beraten, wo ich auch Ahnung von habe. Alles andere sind nur Luftnummern und Schaumschlägerei, was nicht gerade zum guten Ruf der Beratungsbranche beiträgt. Ein für mich sinnvoller Weg wäre erst einmal schauen, welches Themengebiet man beackern möchte. Dann sich dort Wissen anzueignen, gerne inhouse. Wenn man dann noch in die Beratung will: ab ins Consulting. Mit einer soliden Basis an Fachwissen. Dort lernt man dann dann das Beratungsgeschäft on top. Verstehe mich nicht falsch: klar, kannst Du als Junior Berater ohne Fach- und Beratungserfahrung einsteigen und sich alles gleichzeitig erarbeiten. Aber wenn Du vom Themengebiet keine Ahnung hast und auch noch nicht sicher in der Kommunikation mit Kunden bist, ist es ungleich schwerer, als wenn Du zumindest auf einem der Beine einen sicheren Stand hast. So wackelst Du vielleicht, fällst aber nicht gleich um, wenn der Wind rauer wird.
  14. Auch OT, aber mein Korinthenkacker-OCD ist gerade getriggert: Meinst Du vielleicht die Ankerzahl? Diese hat den psychologischen Effekt, den Du krummen Zahlen zuschreibst. Um nicht gänzlich unkonstruktiv zu sein: Ich stimme in den Tenor ein. Wenn Du nichts anderes hast, annehmen und sofort wo anders bewerben. Darauf achten, dass das kein befristeter Vertrag ist (keine ordentliche Kündigungsmöglichkeit) und keine zu lange Kündigungsfrist in der Probezeit drin ist.
  15. Grundsätzlich ja. Stellt sich nur die Frage, ob die 3 Jahre Ausbildung dann wirklich nötig waren, wenn man sowieso studieren gehen wollte.

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