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Kwaiken

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  1. Nicht missverstehen. Eine Ankerzahl ist keine Verhandlungszahl. Sie ist einfach "nur eine Zahl im Raum", die einen unwillkürlichen, psychologischen Effekt hat. Sie sollte nicht in direkter Nähe deines Wunschgehalts sein (dann wäre sie eine Verhandlunsgzahl). Aber auch nicht zu hoch und gleichzeitig noch realistisch, dann wirst Du abgelehnt. Vielleicht ein Beispiel, wie ich das meine: - "Was haben Sie sich denn vorgestellt?" - "Hatte Sie Frau X von der HR nicht informiert? Ich hatte das mit ihr schon besprochen und wir waren uns einig, dass 500.000 EUR, 30% Bonus und nochmal das gleiche an Stock Options angemessen sind. Sie wollte alles vorbereiten. Ach ja, und zwei Company Cars. Kann ja nicht die ganze Woche das gleiche Auto fahren ..." (Betrag entsprechend anpassen) In 99% der Fälle muss mein Gegenüber sowieso lachen. Und wenn nicht: Mit dem letzten Satz räume ich dann auch alle Zweifel aus, dass ich das irgendwie ernst meinen könnte. Aber eine Zahl ist im Raum.
  2. Ein sehr schönes Beispiel für den Ankereffekt. PS: Der funktioniert auch anders herum. Daher immer die Chance nutzen, und zuerst eine (auch exorbitant hohe als Scherz) Zahl auf den Tisch werfen. Mag zunächst ungewohnt sein, klappt aber erstaunlich gut.
  3. Wieso? Ich finde eher, dass man die Cojones haben muss es nicht zu tun. Wenn Dir dein Vorgesetzter sagen kann, was Du zu tun hast, kann er Dir auch sagen in welcher Reihenfolge das erfolgen soll, wenn er mit der Reihenfolge, die Du Dir zurechtgelegt hast nicht zufrieden ist und will, dass Du umpriorisierst weil ihm plötzlich etwas wichtiger erscheint. Was hingegen gar nicht geht, ist Dir immer wieder neue Prioritäten auf den Tisch zu knallen und dich im Anschluss dann für die Nicht-Erledigung deiner nach hinten geschobenen Aufgaben zu rügen*. Ansonsten endest Du quasi als Aufgabendeponie, wo immer wieder wahllos Tasks abgeladen werden, ohne dass sich der Ablader darüber Gedanken machen muss. Du springst von einem Taskhaufen zum anderen und bist 75% deiner Zeit mit Overhead durch ständigen Kontextwechsel beschäftigt. An Ende des Tages bist Du dadurch fix und fertig, erledigt hast Du dann aber trotzdem nix. * sieht man ganz, ganz oft bei frisch beförderten Teamleitern, die ihre Rolle noch nicht so drin haben. Daher gilt hier oft die ungeschriebene Regel: übertragene Aufgaben ~2 Tage liegen lassen. In 80% der Fälle waren die gar nicht so wichtig und erledigen sie sich von selbst und der neue Teamleiter fragt gar nicht mehr nach.
  4. Da bin ich nicht ganz bei Dir. Auch als interner Dienstleister ist man kein Bitsteller. Du hast einen Job zu erledigen; wenn 99% aller Leute an den Prozessen vorbei laufen, stimmt etwas an den Prozessen nicht. Dieses permanente "in der Tür stehen" ist ein himmelschreiendes Symptom hier dringend Ursachenforschung zu betreiben. Du darfst diese Dinge nicht andauernd zu deinen Problemen machen. Dann bist es am Ende auch andauernd Du, der den kürzeren zieht und sich erklären muss. - Z: "Mach mal A!" - "Bin hier gerade an B für Y dran. Soll ich umpriorisieren?" - "Ja!" - /Arbeit liegen lassen, neue machen - Mail an Z mit CC an Y: "Lieber Z, dem Wunsch nach Umpriorisierung von B nach A bin ich nachgekommen. Ergebnis liegt hier. @Y: Ich kümmere mich nun weiter um B." Und das machst Du bei jeder Umpriorisierung. Irgendwann hat Y die Schnauze voll. Sollen sich Y und Z um deine zeit streiten. Manchmal hilft das Mantra: "Ist nicht meine Gehaltsklasse!" Klappt wunderbar. Bei allen meinen Arbeitgebern und bei allen meinen Kunden (vor allem da - da reicht meist ein "Umpriorisieren? Mach ich. Sagen Sie dann B kurz Bescheid, dass er warten muss?", um ein zähneknirschendes "Nein, kann warten. Machen Sie sobald Sie Luft haben..." zu bekommen).
  5. Was dazu geführt hat, warum Du eine Doku nicht aktualisiert hast, danach fragt am Ende niemand. Man sieht nur, dass Du es nicht gemacht hast. Dann schick einen Screenshot mit: "Habe nochmal nachgeschaut. Der relevante Abschnitt ist auf S. 12. [screenshot]. Anbei nochmal die Doku. Falls etwas unklar sein sollte, kannst dich jederzeit bei mir melden". Menschen sind grundsätzlich egoistisch effizienzgetrieben. Solange der Aufwand dich zu fragen < ist, als es selbst herauszufinden, wird man das auch weiterhin tun. Das Einzige was Du machen kannst, um es zu ändern ist höflich den Aufwand immer weiter zu erhöhen, bis selbst in die Doku schauen weniger Mühe kostet, als die Info bei Dir einzufordern.
  6. Das reicht schon. Damit hast Du dein Soll erfüllt und setzt die Kollegen in Holschuld. Wenn sie das Wissen nicht abholen: Menschen kann man zu ihrem Glück nicht zwingen. Wenn trotzdem andauernd nachgefragt wird: Einzeiler per Mail mit "dokumentation.pdf, S. 22". Wenn Du nett bist, machst Du einen Screenshot vom relevanten Abschnitt. Funktioniert auch wunderbar bei Kunden, die Produkthandbücher nicht lesen (wollen) und bei jeder Kleinigkeit den Architekten anschreiben. Hier natürlich etwas freundliche formulieren. Einer meiner ehemaligen Kollegen hat als Kundendoku immer ein "cat config" in ein Word-Dokument gepasted. Das ist kein Euphemismus. In der Doku fand sich tatsächlich der Paste der aus der UI des Produkts exportierten Config. Schade, dass es kein Binary war. Hätte ich gern gesehen, was er dann gemacht hätte.
  7. Derzeit werden oftmals Leute auf die Straße gesetzt, die sich gerade in der Probezeit befinden. Egal, ob sie gut sind oder nicht. Daher nutzen viele Firmen auch die Chance sich jetzt relativ günstig mit Fachkräften auszustatten. Zudem halte ich diese Zeit gerade für die perfekte Möglichkeit, sich auf lange Zeit die Loyalität der Mitarbeiter zu sichern. Wer trotz finanzieller Schwierigkeiten während der Pandemie zu seiner Belegschaft hält, dem wird (der Großteil der) Belegschaft dies nicht vergessen und sich beim nächsten Abwerbungsversuch gewiss daran erinnern.
  8. Bei sowas half immer etwas in der Form: "Ja, da haben Sie recht. Wenn wir bei Mitarbeiterzahl, Projektgröße und Umsatz wieder auf das Niveau von 1990 zurück gehen, wird das auch ohne neue Arbeitsmittel funktionieren. Aber wer statt 10, 100 Pizzen am Tag verkaufen will, braucht eben irgendwann einen größeren Ofen." - das war auch für die obere Ebene meist plakativ genug. Täusche dich mal nicht. Im ersten Moment wird das auf dem Rücken der Consultants ausgetragen und verursacht kaum Kosten, sondern nur Benefits auf der Haben-Seite der Chefetage. Man muss das nur vernünftig verargumentieren. Und auch die meisten MA ziehen mit, da sie sowieso gut dokumentieren. Es ist oft nur eine Handvoll, die diese optimierungsbedürftige Arbeitsweise an den Tag legt und das ganze Team runterzieht. Wenn 2, 3 von 10 Leuten es schwer haben, Vertreter zu finden, greift die Gruppendynamik ganz, ganz schnell. Zumindest ist das meine Erfahrung.
  9. Anders ging es nicht. Die findigsten Berater haben dann sogar mehr Stunden für den Kunden gekloppt, um sich mit "Ich hatte doch gar keine Zeit!!!" hinter der Faktura zu verstecken. In der Hoffnung, dass der Umsatz die Mittel heiligt. Dem war dann nicht so. Im ersten Jahr waren die Krokodilstränen schon groß. Da mussten dann einige ein paar Tage aus dem Hotelzimmer Hand ansetzen, sonst hätte für zwei, drei Leute, mangels Doku, niemand die Vertretung unterschrieben. Vor dem nächsten Sommerurlaub waren die Confluence-Pages dann auf Hochglanz. Customer-rating ging in den Folgejahren hoch, Mitarbeiterzufriedenheit stieg, weniger Überstunden fielen an. Davon profitierten dann auch neue Teammitglieder bei ihrer Einarbeitung. Die ging dann deutlich schneller von der Hand. Und mit viel weniger Betreuung. Subjektives Gefühl. Konkrete Zahlen habe ich hierzu aber leider nicht.
  10. Mache mich wahrscheinlich wieder unbeliebt, aber ich halte Wissenshortung mit dem Ziel sich unverzichtbar zu machen für einen Abmahngrund. Sehe das zwar vor allem bei Kunden, die ein paar Taler sparen wollen ("Ne, für Doku bezahlen wir Sie nicht! Da ist kein Budget für da!"), aber bis jetzt habe ich mich erfolgreich gegen eine Angebotsabgabe für ein Projekt gewehrt, wenn dort der Punkt Dokumentation nicht adäquat budgetiert war. Und mit adäquat meine ich nicht 2 Tage Doku für ein 500 PT-Projekt. Bei den Consultants galt: Im Urlaubsprozess musste ein Vertreter eingetragen werden, der den Urlaub mit genehmigt. Dieser trug die volle Verantwortung für die Projekte des Urlaubers. Und die Vertreter durften das Gesuch ablehnen, wenn sie auch nur ein Fünkchen Zweifel hatten, die Kunden als Vertreter vernünftig zu betreuen. Was meint ihr, wie gut die Projektübergaben und Dokumentationen ab dann liefen.
  11. Oder sich in der Rolle wohl fühlen, die sie eigentlich ausfüllen sollten: Hilfsfunktion für die Fachabteilung beim Bewerbungsprozess. Koordination der Termine, Organisatorisches, sich kümmern um die Vertragsunterzeichnung, Bestellung des Mentors während der Einarbeitung, Ansprechpartner bei HR-Fragen, etc. Leider gibt es aber in diesen Positionen oft einen Menschenschlag, den man auch wo anders manchmal beobachten kann. Prädestiniert sind hierfür Sachbearbeiter, Finanzbeamte, Ordnungsamt, Dozenten, usw. Jede Position, die mit ein bisschen Macht über Andere verbunden ist. Diese wird dann nicht selten bis zum Exzess ausgelebt. Wichtig ist hierbei das Wörtchen bisschen. Hat jemand viel Macht, gib es diese Exzesse seltener. Da gab es mal ein Experiment und einen Fachbegriff aus der Verhaltenspsychologie für, der mir leider entfallen ist.
  12. Wenn man danach geht, haben wir hier auf jeden Fall den ein oder anderen Kiffer im Forum 🙂 Viel Erfolg Dir!
  13. Wir können uns auch gerne von einem Extrem ins andere stürzen. Aber ich kann Dir versichern, dass von denen niemand mit weniger als einem sechstelligen Betrag nach Hause gegangen ist. Und die Arbeitszeit war auch selten über 40h pro Woche, meist weniger. Aber nicht in Spanien. Und das ArbZG ist auch nicht deaktiviert, wenn es "sinnvoll", d. h. von dem, den es eig. schützen soll, temporär gewünscht wäre. Ich denke, ich habe meinen Standpunkt deutlich gemacht und meine Argumente dargelegt. Würde mich nur wiederholen.
  14. Richtig. Das ist das "Problem". Deswegen sind wir Deutschen ja auch die einzigen, die im Spanienurlaub um 4:00 Uhr Nachts, bei absolut leeren Straßen als Fußgänger an der roten Ampel stehen und warten, bis es grün wird. Daher fahren auch alle in der Nacht 30 km/h. Leider hat das ArbZG aber keinen Zusatz und so hast Du entweder die, die sich - egal ob in dieser aktuellen Situation sinnvoll oder nicht - wortgenau dran halten. Oder welche, die sich eine situationsangemessene Auslegung wünschen. Leider gibt es viele, die das Fehlen von Regeln ausnutzen würden. Wir sehen ja, wohin fehlender Mindestlohn oder Arbeitsschutz, etc. führt. Daher gibt es keine Verträge, wo drin steht "Mach deinen Job! Stunden egal!" und kein ArbZG, wo drin steht, dass Du so viel arbeiten kann, wie Du Lust hast. Eben der kleinste, gemeinsame Nenner. War ein Beispiel, um die starre Linie von 12h zu sprengen.
  15. Nichts ist schlimm daran. Wenn beide Seiten das möchten, ist es toll. Aber ich hatte z. B. auch Projektmitarbeiter, die zu bestimmten Zeiten am produktivsten sind. Nachteulen, Frühaufsteher, Mittagsschläfer. Oft landeten welche dann so gegen 20 Uhr plötzlich "in the Zone" und programmieren noch Stunden durch (sah ich dann an den Commits). Nach ArbZG müsste ich spätestens nach 12h eingeloggt-sein sagen: "Jetzt reicht's. PC aus!". Der MA wird aus seiner Zone gerissen, ist unzufrieden und ich habe am nächsten Morgen einen frustrierten und weniger produktiven MA. Die meisten würden dann einfach in Slack offline gehen und trotzdem weitermachen. Und morgens dann, um die 40h dann vermeintlich vollmachen zu müssen, übermüdet wieder auf der Matte stehen. Das ist der Sache abträglich. Das ArbZG ist da, um Leute (auch vor sich selbst) zu schützen. Es kann aber aufgrund seiner Allgemeingültigket keine Rücksicht auf den unterschiedlichen Rhythmus einzelner Individuen nehmen. Vielleicht will einer mal 16h durchcoden und am nächsten Tag komplett ausschlafen und fühlt sich wohl dabei. Vielleicht schafft einer heute nix, will lieber abbrechen und im Park Vögel beobachten, hat dafür aber einen tollen Tag morgen. 30 km/h auf der Autobahn in der Baustelle sind von 6 - 24 Uhr vielleicht sinnvoll. In der Nacht kann man hier aber ruhig 50 km/h fahren, wie ich finde. Dass man das Schild aber nicht immer auf- und abbauen kann, steht halt immer 30 km/h da. Zum Frust derer, die am liebsten zwischen 24 Uhr und 6 Uhr die AB benutzen. Jeder sollte die freie Wahl haben. Als Vorgesetzter sollte man hin und wieder ein Auge auf seine MA werfen, dass sowas nicht ausartet. Und wer 40h Stechuhr will, soll sie bekommen. Wer Freiheit will, ebenfalls. Da muss man dann, meiner Meinung nach, nicht stoisch auf Paragraphen beharren. Auch wenn sie für im Allgemeinen sinnvoll sein mögen. Nur sind wir halt alle unterschiedlich. Daher wäre meine Herangehensweise eher: "Mach einfach deinen Job. Wie, wann, wo, wie lang, ist deine Sache. Wenn Du was brauchst, um Dir das Leben zu erleichtern, sag mir Bescheid!". Und zwischendurch frage ich mal nach dem allgemeinen Wohlbefinden.

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