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Velicity

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  1. Bürostuhl

    IKEA Markus ist für das Geld wohl so ziemlich das Beste. Wenn es etwas mehr sein darf, tendiere ich persönlich zu Sedus. Habe persönlich einen Netwin mit Netz aber keine Ahnung ob es den mit Kopfstütze gibt, den Black Dot gibt es auf jeden fall mit, ist aber eben etwas teurer. DX Racer ist meiner Meinung nach nur Spielkram mit guten Marketing für Gamer, hat nix mit einen vernünftigen ergonomischen Stuhl zutun. Da die Dinger ewig halten, würde ich gerade bei sowas mehr raushauen. Habe in der Firma leider etwas, dass sehr viel schlechter ist als ein 90€ Ikea Stuhl, da ist die Arbeit Zuhaus eine Wohltat.
  2. Von Bremsern und Machern

    Ich kann die Frustration bedingt mitempfinden. Bei uns (Softwarebereich) läuft das Ganze auf etwas größerer Ebene, sprich wir haben eine Menge Probleme die bewusst komplett ignoriert werden, wo man auch gar nicht bei darf, weil es zuviel Aufwand wäre und am Core nix groß geändert werden darf. Menschen sind verschieden und in einen Team ergänzt man sich halt ein wenig und hier und da muss man schauen mit wen man kann für ein bestimmtes Problem und mit wem nicht. Habe auch einen Kollegen den ich als Bremser empfinden würde, was ich eigentlich schade finde, da ich ihn bei uns im Unternehmen von dem was er kann ganz klar in der Top 3 sehen würde. Schnellste Reaktion ist aber bei ihm meist, geht nicht oder weißt du wie viel Aufwand das wäre, weißt du wie umständlich das ist usw. Sachlich über sowas diskutieren kann man mit ihm auch nicht, er wird dann schnell laut und meint wer am lautesten ist hat Recht. Ich bin in 2-3 Bereichen stärker vertreten, den einen davon leitet er quasi bzw. ist da Dienstältester und der, der am meisten umgesetzt hat. Mittlerweile gehe ich bei kleineren Sachen einfach dazu über, sie einfach umzusetzen, seine Antwort kenne ich, er ist dagegen. Endet dann aber i.d.R. damit dass er froh über die Änderung ist und das auch so weiterpflegt. Nervt mich zwar ein wenig, sehe ich aber gar nicht als so problematisch, sofern ich mich darüber hinwegsetzen kann bzw. nicht darauf angewiesen bin, dass er mir zustimmt, dass einige Sachen geändert werden müssen. Größte Problem bei mir ist wie gesagt der Core bei uns. Und ja der ist auch "historisch" gewachsen. Er ist schrecklich, unwartbar, nicht erweiterbar und verdammt langsam. Verdammt langsam bedeutet, dass bei jeden Kundenprojekt mehre Wochen ins Land gehen, weil bestimmte Sachen zu langsam sind. Natürlich wird dafür nicht der Core angefasst, sondern man probiert mit Pflastern hier und da und ein wenig Parallelisierung Probleme zu lösen. Wir reden hier von Aktionen die innerhalb eines Dialogs ausgeführt werden, die dann gerne zig Sekunden bis Minuten in Extremfällen sogar Stunden dauern bzw. gar nicht vom Anwender genutzt werden, sondern damit enden, dass er anruft und wir direkt auf der Datenbank arbeiten. Natürlich ist das nix asynchrones, sondern würde bedeuten, der Kunde kann in der Zeit an dem Arbeitsplatz nicht arbeiten. Eigentlich müsste man den Core einmal weghauen, viele Sachen in der Datenbank mal umstellen, da um die selben Probleme bei jeden zweiten Projekt jeweils von einen anderen Kollegen eine andere Krücke gestrickt wird. Sind dann natürlich auch die Projekte, wo die Betreuung am meisten Spaß macht, weil sich immer nur ein Kollege damit auskennt. Wenn man Pech hat wie ich und die meisten der Kunden hat, die auch Nachts arbeiten bedeutet das für die Betreuung dann, dass man auch wenn andere Kollegen gerade Bereitschaft haben gerne Nachts rausgeklingelt wird. Alles verstehen wollen klingt ein wenig nach kleinerer Firma? Geht mir ähnlich, wobei man das auch bei Problemen muss. Es gibt halt kein Spezialisten für einzelne Bereiche. Bedeutet wenn was nicht funktioniert oder langsam ist oder wie auch immer, dann muss man einmal durch die ganze Kette durch, vom Frontend, über das Backend, über die einzelnen Abfragen der Datenbank, die Indizes, bis über Wireshark, um zu schauen was auf der Leitung überhaupt passiert. Arbeite mich hier aber auch gern in neue Sachen ein und verstehe die ganzen Abläufe, denke das ist auch wichtig, sonst optimiert man oft an der falschen Stelle. Größte Frustration bei uns, was ich als Bremse empfinden würde ist aber gar nicht ein Kollege oder der historische Code, sondern der Umgang mit Kunden bei Projekten wenn Probleme auftauchen. Wir haben bei jeden 2-3ten Projekt massive Probleme. Häufig sind die Sachen faktisch klar. Ggf. hat man was nicht bedacht und man müsste ein wenig was umstellen ggf. liegt es auch an den Daten des Kunden usw. Das sind aber alles Probleme die in ein paar Tagen zu lösen wären. Stattdessen probiert man den Kunden der sich beschwert aber zu beweisen, dass alles toll läuft und steckt Wochen an Energie rein um das Thema herum zu reden. Sei es bestimmte Testcases aufzubauen, die beweisen, dass bei uns alles läuft oder um andere Sachen umzusetzen, die optisch für ihn nach einer Verbesserung aussehen. Alles nur nicht eingestehen, dass man selbst ggf. einen Fehler gemacht hätte. Der Code wird umfangreicher. Häufig werden Sachen umgesetzt die totaler quatsch sind, der Kunde ist ggf. 1-2 Wochen ruhig, weil er an einer bestimmten Stelle eine Veränderung sieht, die aber gar nicht sein Problem ist. Anstatt dass man ihn sagt deine Daten sind Mist, wir haben uns hier ein wenig verplant, dadurch haben wir Probleme bei der Parallelisierung und da durch hast du effektiv aktuell unter 20% der maximalen Leistung. Ändern können wir das so und so. Du musst uns diese und diese Daten geben und wir müssen da noch was ändern. Den Kunden belügen und so ein riesen Eiertanz um das eigentliche Problem rum, da fühle ich mich persönlich mich als ausgebremst. Ich kenne ja die Probleme, würde sie gerne lösen, darf aber nicht. Wovor man da Angst hat kann ich auch nicht verstehen, am Ende kriegt der Kunde diese ganzen Testcases meist eh umsonst als Gewährleistung, sprich wir arbeiten Wochen lang umsonst um das Problem nicht zu lösen und das mehrfach, anstatt es in ein paar Tagen zu lösen und dafür einen Fehler oder eine Fehlplanung zuzugeben. Geht dann am Ende soweit, dass der Kunde selbst probiert die Fehler zu analysieren, sich Millionen von Datensätzen zuschicken lässt und probiert das Problem anhand von Logs nachzuvollziehen, wo er natürlich keine Chance hat. Das wird dann natürlich auch automatisiert mit täglichen Reporting usw. Naja ist ein Thema worüber ich ewig weinen könnte. Viele scheint das alles nicht zu stören, die können ihren Kopf bei der Arbeit ausschalten, machen was man ihnen sagt und sind glücklich. Wenn ich den Kunden sagen muss es liegt am Wetter oder der Badehose, dass seine Software nicht tut und Sachen umsetzen muss, die das Ganze im Zweifel sogar noch schlimmer machen, als Alibi um das eigentliche Problem zu vertuschen fühlt sich das für mich an wie ein Tritt in die Eier. Glaube auf lange Sicht wäre für mich eh eine Selbstständigkeit oder eine Freelancertätigkeit am besten aber dafür fehlen mir bis dato auch die Eier, ergo warte ich bis die Frustration ein entsprechendes Level erreicht um in diese Richtung zu gehen. Gesprochen wird bei uns über Veränderungen übrigens auch manchmal. Das endet dann in Stunden langen Meetings, wo immer wieder die selben Probleme auf den Tisch kommen und mögliche Lösungsansätze, die danach ganz schnell wieder vergessen werden. Man hat ja auch keine Zeit dafür, lieber kümmert man sich um neue Projekte die Geld einbringen, anstatt mal in die Eigenentwicklung zu investieren um im Anschluss die Projekte wesentlich schneller und besser durchziehen zu können.
  3. Rufbereitschaft - der Diskussionsthread

    Darum geht es auch nicht. Es geht nicht darum, dann fix das System umzuschreiben. Es geht darum, dass der Kunde nun erst einmal weiterarbeiten kann. Klar muss der Fehler, sofern es einer ist, vernünftig entfernt werden und das geht auch nicht in 15 Minuten. Alleine den Fehler nachvollziehen wird länger dauern. Es gibt aber immer wieder klassische Sachen ala eine Exception innerhalb einer Loop, die nicht in dieser Loop gefangen wird, sondern außen. Von Hunderten von Sachen die innerhalb der Loop bearbeitet werden, funktioniert eine nicht. Muss auf dem Papier nicht einmal unser Fehler sein. Ggf. hat ein Schnittstellenpartner was falsch gemacht usw. Dann muss man da halt mal reinsteppen können, sehen dass es sich um so einen Fehler handelt, den einen Satz ggf. mal manuell überspringen, damit der Kunde arbeiten kann und sich dann in Ruhe darum kümmern, wie es zu dem Fehler kam. An der Stelle ist aber nicht Zeit Stunden lang für Ursachen zu forschen oder ähnliches. In dem Moment hat der Kunde 40-50 Leute da, die ihre Hände in den Hosentaschen haben. Der muss erstmal wieder arbeiten können. Geht ja nur drum zu erkennen, die Sachen haben nix miteinander zutun, hier hätte wohl die Exception in der Loop abgefangen werden müssen, der eine Satz hängt, den umgehe ich manuell. Ist halt nur ein Beispiel. Wie gesagt geht dann weniger darum das halbe Programm umzuschreiben, sondern nur Problem festmachen, sofern es zum Stillstand führt schauen ob es einen akuten Workaround gibt und dann gehts weiter. Viele sind dann aber ganz panisch, kennen den Teil des System nicht und rennen rum wie ein Huhn ohne Kopf. Der Kunde ist natürlich selbst unter Stress und ruft daher im 3 Minuten Abstand an etc. pp. Damit muss man halt umgehen können. Hat wenig mit dem eigentlichen System zutun oder der einzelnen Komponente, das läuft imo bei jeder Komponente gleich. Problem festmachen, eingrenzen. Ggf. mal reinsteppen und schauen was los ist. Es gibt Leute die kriegen das hin und es gibt Leute, die kriegen das eben nicht hin. Soll ja nicht negativ gemeint sein, einige spezialisieren sich eben eher sind in einen großen Unternehmen und reichen andere Probleme weiter in andere Fachabteilungen usw. In einem kleinen Unternehmen ist man eben Mädchen für alles. Das mit den Sprachen hat schon seinen Sinn. Da sind einfach mit der Zeit noch weitere Plattformen dazugekommen. Einige alte unabhängige Prozesse sind erstmal in C verblieben, während vieles als Stored Procedures in der Datenbank läuft, neue Desktopanwendungen sind in C# umgesetzt. Anschließend kamen immer mehr mobile Sachen dazu. Erst CE Geräte, die mit einer Webapplikation befeuert werden, anschließend auch Androidgeräte. Für was anderes wurden dann bei Androidgeräten eher hardwarenahe Funktionen benötigt, da ist dann auch Java dazu gekommen. Aktuell würde ich aber zumindest die Windows und einige CE/Androidsachen persönlich zusammenlegen und als Webapplikation umsetzen. Alleine schon um weniger Sprachen im Team zu haben und mehr Leute zu haben, die im Zweifel daran arbeiten können.
  4. Rufbereitschaft - der Diskussionsthread

    Nun groß Vorgaben, Prüfung oder Weiterbildung gibt es nicht. Planung halt je nach Größenordnung der Änderungen. Bin auch noch nicht ewig dabei, würde aber sagen einige schreiben ganz einfach grässlichen Code, zum anderen werden viele Probleme mit Workarounds und Pflastern gefixt. Wenn sowas dann 20 Jahre anwächst, dann ist das schon gruselig und erreicht dann ein Level, wo auch keiner an die Core Sachen mehr ran will, weil man damit 50 andere Sachen kaputt macht. Weiteres Problem wird wohl gewesen sein, dass man die Programmiersprachen und Frameworks gewechselt hat aber möglichst ein Programm haben wollte, dass genauso funktioniert. Und auch genauso programmiert aussieht, was für die aktuellen Sprachen und Frameworks einfach nicht effizient funktioniert. Das Ganze damals wohl auch als Stück für Stück Umstellung, was manchmal einfach nicht klappen kann. Viel ist sicher auch mach mal eben schnell. Haben hohe Stundenpreise, dafür gehen die Angebote mit wenigen Stunden raus. Sorgt dann dafür, dass es eigentlich immer Probleme gibt, die anschließend kostenfrei im Produktivsystem behoben werden. Sehe aber eben auch die Probleme, sind schon etwas länger am Diskutieren für einen erneuten Wechsel, von dem was unter der Haube ist. Auch hier müsste man eigentlich von 0 anfangen, dafür auf Projekte verzichten. Das geht finanziell nicht, ergo wird auch das wieder ein riesiger Haufen Sche.. werden, weil diese Stück für Stück Umstellung einfach nicht vernünftig klappen kann. Das fühlt sich selbst bei Microsoft mit der Systemsteuerung und den Einstellungen mehr als unschön an. Ein 10-20 Mann Unternehmen, dass kundenspezifische Lösungen erstellt und das bei einem kompletten System, bei wesentlich größeren Änderungen probiert (Sprache/Platform), das kann meiner Meinung nach nicht gut gehen. Aber da kann man auch nicht viel diskutieren. Habe dazu im Unternehmen schon oft meine Meinung geäußert. Wie man das finanzieren soll wüsste ich aber auch nicht. Ist einfach ne Situation, bei dem das ganze System an Beatmungsmaschinen hängt und man diese nur weiter betreiben kann oder die Maschinen abschalten kann. Klingt so aber sicher auch zu dramatisch. Konzentriere mich eben oft auf Sachen die nicht laufen und diese Ecken bei mir an. Läuft auch ne Menge super, Atmosphäre passt, die Leute kommen miteinander klar, mehre Kollegen sind seit Jahrzehnten da usw. Aber das System ist einfach zu einem ziemlich schwer zu wartenden Haufen gewachsen, den man nicht mehr entwirren kann. Und neu machen ist finanziell nicht drin. Habe aber schon viele Konkurrenzprodukte gesehen, da scheint mir das nicht viel besser zu laufen, ebenso sehe ich es immer wieder bei Schnittstellenpartnern. Scheint bei großen kundenspezifischen Lösungen häufiger vorzukommen. Und bis man die Erfahrungen hat, weiß was schief gelaufen ist und was man ändern müsste, ist das wohl meist zu spät.
  5. Rufbereitschaft - der Diskussionsthread

    Naja gibt ja durchaus immer wieder mal Leute die das hinkriegen und das auch häufig wesentlich schneller als 6 Monate. Es geht ja gar nicht so sehr, das ganze System auswendig zu kennen und alles zu verstehen. Das ist kaum möglich. Aber man muss sich an alles selbstständig rantasten können. Als Dienstleister mit vielen Kunden gehört nun einmal auch der Support dazu bzw. ist ein maßgeblicher Punkt. Wenn der Kunde sagt es steht, dann kann man den eben schlecht sagen, sorry ich verstehe unser System selbst nicht. Dann muss man sich auch, wenn man mit dem System nix zutun hatte zumindest soweit lang hangeln können, dass man das Problem versteht und lösen kann. Kannst ja schlecht sagen, mit dem Part hatte ich persönlich noch nix zutun, da brauch ich noch ein halbes Jahr Einarbeitungszeit. Wenn das nach einen halben Jahr noch nicht läuft, dann wird das auch in 20 Jahren nicht laufen. Es geht um die Herangehensweise. Ich habe heute noch mal mit ganz alten Projekten, Schnittstellen und Lösungen zutun, die weit weg von unseren aktuellen Core sind, von denen ich keine Ahnung hab. Trotzdem kann ich, wenn es deshalb beim Kunden steht, in 10-15 Minuten nachvollziehen was schief läuft und dafür sorgen, dass der Kunde weiterarbeiten kann. Geht ja nur drum bei einem Problem oder generell im System zu verstehen, was die einzelnen Komponenten sind, wie die miteinander kommunizieren etc. pp. Sprich kapieren was für Schichten gibt es da, in welcher liegt das Problem und das immer weiter eingrenzen. Man merkt meiner Meinung nach schon deutlich unter diesen 6 Monaten, ob das was werden kann oder nicht. Wird aber meist trotzdem bis ans Ende der Probezeit gezogen. Ich hätte die Leute persönlich wohl schon nach der halben Zeit aussortiert. Alternative ist dann eben, dass es immer an den selben Leuten hängen bleibt, was bedingt schon bei uns passiert, weil einige sich zwar über Wasser halten können aber trotz Jahrzehnten Erfahrungen mit unseren System bei komplexeren Sachen verloren sind. Klar hilft man den Leuten, sorgt aber dann auch dafür, dass trotz der Rufbereitschaft immer die selben 2-3 Kollegen bei jeden 2ten Problem dazu gezogen werden, was durchaus stressig werden kann, wenn man mal Pech hat und es nen paar Nächte in Folge vorkommt. Ist dann natürlich auch nicht unbedingt fair gegenüber denen die fitter sind. Wir brauchen da halt einfach nen anderen schlag Leute. Sind hauptsächlich die jungen Leute die auch in ihrer Freizeit irgendwelche Hobbyprojekte umsetzen, sei es was mit anderen Programmiersprachen, nen Raspberry Pi, mal andere Betriebssysteme auf die Router klatschen usw. Wer häufig über den Tellerrand blickt, der lernt einfach sich in neue Sachen intuitiv einzuarbeiten. Einstellen tun wir nun einmal wenn wir brauchen und Platz haben, weil z.B. andere in Rente gehen. Dann brauchen wir jemanden und zwar nicht in 3 Jahren, sondern möglichst gleich. Ja das System ist schrecklich und ja ich würde persönlich alles neu machen. Bedeutet dann aber auch nen Jahr arbeit, Frage ist wo kommt das Gehalt dann her, wenn man keine neuen Projekte umsetzt? Und nein hier und da Refactoring wird nicht helfen, da ist vieles schon von Grund auf falsch. Wenn der eine nach 2 Monaten fit im System ist und der andere nach 6 Monaten nicht wie soll das laufen. Das ist erst einmal schon mal unfair gegenüber denen, die es sind, denn die Arbeit bleibt bei denen hängen. Und wie sieht es aus mit der Bezahlung. Derjenige wäre für mich persönlich dann eben mindestens 3 mal schlechter/langsamer, soll der nur 1/3 Gehalt bekommen? Vorteil wäre natürlich, dass derjenige dann keine Steuern zahlen muss Nein mal Spaß beiseite wir sind nun einmal ein Dienstleister und tüfteln nicht im stillen Kämmerchen oder im Keller an neuen Produkten. Da ist es einfach elementar, dass die Leute aktiv mitarbeiten können. Wie gesagt es geht nicht darum alles zu kennen und zu verstehen usw. Sondern die Hauptfunktionalitäten zu verstehen und sich in Sachen selbstständig einarbeiten zu können. Und das ist einfach eine Fähigkeit die nix mit dem Unternehmen oder dem System zutun hat, das liegt an der Person und was diese Person mitbringt.
  6. Dauer Arbeitsweg (einfache Strecke)

    Nach Umzug nur noch 15-30 Minuten, je nach Temperatur, meist gediegener hin, man will ja nicht verschwitzt ankommen und dann etwas fixer nachhaus.
  7. Weiß auch nicht, warum sich das zu so einem Fass entwickelt. Gut 40% der Antworten erhalten Werte um 10 Stunden und mehr. Problem scheint wohl eher, dass ich versuche es zu verstehen und nicht sag alle sind böse, auf den Seiten davor sind Werte bis 20 Stunden exklusive Notfälle und co. zu finden. Wurde aber irgendwie wohl von den Meisten überlesen. Ebenso pendeln andere eben 10+ Stunden die Woche, was für mich letztlich auch nicht groß anders ist als Arbeitszeit. Ist am Ende einfach Zeit die von der Freizeit abgeht, aufgrund des Arbeitsverhältnisses. Sehe es nicht als ideale Lösung umzuziehen oder von Arbeitgeber zu Arbeitgeber hoppen, weil das finanziell gesehen am meisten bringt. Und ja ich verteidige meinen Arbeitgeber bzw. genauer meinen Chef, weil ich seinen Einsatz sehe, sowohl was die Kommunikation nach oben angeht, als auch Aktionen wie Verzicht auf einen Boni vorletztes Jahr, damit in dem Fall ich und zwei andere Kollegen, die ein wirklich gegen die Wand gefahrenes Projekt noch gerettet haben ein paar mehr Euro zu Weihnachten bekommen haben. Sowas erzeugt nun einmal eine gewisse Loyalität, mal ganz abgesehen vom gemeinsamen Miteinander usw. Hat nix mit resignieren zutun, probiere mich bestmöglich einzubringen und den Laden für alle voran zu bringen aber bevor ich salopp gesagt für Netto 5 Pfandflaschen mehr pro Tag umziehe und wo lande, wo ggf. kein gutes Arbeitsklima herrscht usw. mach ich eher nebenberuflich ein paar Stunden was, wenn ich das Geld brauchen würde.
  8. Nun erst einmal kenne ich es nicht anders. Wahrscheinlich würde man sowas total anders aufnehmen, wenn man vorher in einer anderen Situation war. Abgesehen davon verstehe ich es eben auch. Sehe die Situation einfach als unglücklich an. Kleiner Laden, stark kundenspezifisch, große Projekte. Wüsste selbst nicht, wenn ich es zu entscheiden hätte was ich da anders machen würde. Projekt das zu sehr nach hinten kippt nach hinten schieben? Da ist schon ein nächstes. Ggf. danach schieben? Dann bricht mal eben 30-40% des Umsatzes für das Jahr weg, wovon zahlt man dann die Mitarbeiter? Abgesehen davon, dass man dann nen Kunden hat, der ne Halle für 20 Millionen stehen hat, dort 50 Leute die arbeiten wollen, die keine Software haben. Externe Leute dazu holen? Bei so spezifischen Systemen bräuchten die erstmal ein halbes Jahr aufwärts, bis die produktiv arbeiten könnten. Jonglieren und Mitarbeiter im Unternehmen umplanen geht auch nicht, mehr gibt es nicht, ist eben ein kleiner Laden. Sehe sowas eben anders, wenn ich sagen kann hier Entscheidung Xy ist falsch weil und so hätte man es besser machen können usw. Das sehe ich hier aber nicht. Es geben sich alle Beteiligten alle Mühe, damit der Laden läuft. Abgesehen davon wie gesagt es sind hauptsächlich Stoßzeiten, den Großteil des Jahres läuft es ok und entspannt. Habe dazu aber auch gesagt, dass es Stoßzeiten sind und die Leute den Rest der Zeit rumsitzen würden. Es sei denn man nimmt noch weiter Projekte an, womit wir wieder beim Status Quo sind. Hatte ich auch schon Stellung zu genommen. Kriegen genug von der Kommunikation nach oben mit, unser Chef setzt sich maximal für uns ein, hier liefen schon ganz, ganz andere Sachen vor seiner Zeit bzw. als er noch Entwickler war.
  9. Rufbereitschaft - der Diskussionsthread

    Kannst halt nicht alles planen. Sind grob zwei große Projekte im Jahr, die musste fertig kriegen, sonst bricht zuviel vom Umsatz weg und du rutscht ins nächste Projekt rein. Leute kannst du ggf. mit Kleinvieh beschäftigen. Wenn da ne Hand voll Gewerke involviert oder vor einen sind kann eben alles glatt laufen, da kann einer Probleme haben oder du hast echt mal ein Projekt wo 2-3 Gewerke echt nix gesch.. kriegen, der Kunde den alten Standort weg gehauen hat und die Anlage laufen muss, da ist egal wie. Kannst bei so spezifischen Lösungen leider auch nicht mit Externen oder ähnliches arbeiten oder groß Mitarbeiter jonglieren, ist einfach die Firmengröße.
  10. Rufbereitschaft - der Diskussionsthread

    Sagte ja schon oben, schlechte Software, eigentlich müsste man von 0 starten. System ist aber groß und komplex, da geht gut ein Jahr ins Land, bis du das neu umsetzt. Dazu hast du dann am Ende zwei Systeme zu betreuen, abgesehen davon, dass dafür die Mitarbeiter erst einmal nen Jahr umsonst arbeiten müssten, denn ohne Kundenprojekte kommt keine Kohle rein. Gibt eben nicht für jedes Problem eine schnelle und einfache Lösung. Mit Planung hat das auf unserer Seite meist wenig zutun. Wir brauchen nun einmal unser Auftragsvolumen. Hier und da kommt man Stress auf weil der Kunde was verschiebt aber auch daran lässt sich wenig ändern, sind als letztes Glied in einer Kette oft auf die Arbeiten der Gewerke vor uns angewiesen und dann musste deinen Teil halt schneller fertig kriegen, da du sowohl das Geld des Auftrags brauchst, als auch der Folgeauftrag ansteht. Keine Ahnung man sieht halt, dass sich hier alle maximal reinhängen aber kleine Firmengröße und kundenspezifische Lösungen für halbwegs große Läden ist nun einmal eine harte Kombo in der Umsetzung.
  11. Kriegen aufgrund der Firmengröße usw. genug von der Kommunikation dort mit. Da gibt es nicht viel mehr zum Durchsetzen, willst du dich durchsetzen brauchst du eben ein Druckmittel, da können höchstens alle demonstrativ die Kündigung auf den Tisch legen und auch sowas ist vor meiner Zeit hier schon geschehen. Das sind eben Stoßzeiten. Es gibt durchaus ruhige Zeiten, wo Sachen wie Kurzarbeit usw. im Gespräch sind. Dafür dann auch Monate mit 300-400 Stunden, wobei das wirklich Ausnahmen sind. Ansonsten kommen die Überstunden auch durch Arbeit nach Feierabend und im Urlaub zusammen, wenn jemand ran muss, weil etwas bzgl. seines Fachgebiets sehr dringend ist und entsprechende Redundanzen aufgrund der Firmengröße fehlen. Ebenso die Telefonbereitschaft. Da ist niemand der Böse der jemanden ausnutzt, das ist einfach die Struktur. Bei uns ein gutes Stückchen mehr, je nach System fängt es bei 140€ an, geht bis 250€ hoch, teilweise noch Pauschalen usw. Dafür sind die Angebote wohl zeitlich immer zu gering vom Zeitaufwand und man arbeitet via Gewährleistung was nach aber das ist wieder ein anderes Thema. Dass dem Kunden egal ist, ob es Überstunden sind ist klar. Der Preis der Arbeitskraft regelt sich nun einmal ganz normal nach Angebot und Nachfrage. Wir nehmen einen Kunden auch nicht weniger ab, weil die Arbeitskräfte hier günstig wären oder anders herum ist ein Unternehmen in München daher nicht groß teurer. Die Arbeitskräfte sind nun einmal regionale Ware, während die Lösungen das nicht zwangsweise sind, vor allem in der IT.
  12. Rufbereitschaft - der Diskussionsthread

    Najo Geld gibt es eben eher für Firmengröße, Branche, Spezialisierung oder über Probleme zu reden, nicht dafür sie zu lösen. Hier gibt es auch ein paar Euro mehr für die Projektleitung. Bin da zwar teilweise schon mit drin aber das ist ein Rumgeeier, da bin ich wirklich nicht der Mensch für. Kleine Firma + Norden oder Osten ergibt nun einmal kleines Gehalt. Da gibt es wohl nur wenige Ausnahmen. Und damit Netto so viel mehr raus springt, dass es was ändern würde, müsste es Brutto schon ein gewaltiger Schritt sein. Aber wie gesagt, betrifft alle. Cheffe verdient hier für seine Position und seine Stunden auch lächerlich. Ist nicht so als steckt er sich gut in die Tasche und lässt den Rest verhungern. Das tut eher der Vorstand oben drüber, der mit den Laden aber auch nix am Hut hat, außer die Kohle einsacken. Und sicher geht das auf Dauer gut, ist kein neues Unternehmen, schon 30-40 Jahre am Markt. Sofern nicht die 2-3 Leute die richtig tief in der Materie drin stecken gleichzeitig kündigen oder zusammen mit dem Flugzeug abstürzen, ist alles gut.
  13. Ganz ehrlich @Enno darüber habe ich mir bis dato überhaupt noch keine Gedanken gemacht. Lebe gerne hier und bin abgesehen vom Gehalt und der Tatsache, dass der Laden ein wenig festgefahren ist auch zufrieden hier. An meinen aktuellen Leben würden ein paar Euro mehr oder weniger wahrscheinlich eben auch nix ändern, ist eben nur der Gedanke bzgl. Rente usw. und der nationale Vergleich. Dafür dann aber weg von Freunden, dem Rest der Familie usw. und noch mal Stress mit neuer Wohnung usw. keine Ahnung. Habe gerade erst ein Umzug hinter mir zwecks kürzeren Arbeitsweg. Kann mich aber wohl auch nicht verkaufen, für mich wäre wohl nebenberuflich noch ein wenig was machen die passendere Lösung. @mylurid Das klingt zwar alles nett aber bei 70km lässt du sicher hier und da mal mehr Stunden auf der Strecke als ich zusätzlich im Büro oder beim Kunden verbringe, wobei die zwei Tage Homeoffice das natürlich ein wenig relativieren. Aber wie gesagt ansonsten hier auch nett. Mal mit Kollegen ins Kino, Mittags öfter mal auf der Terrasse grillen usw. Sicher besser geht immer, geht aber sicher auch wesentlich schlechter.
  14. Rufbereitschaft - der Diskussionsthread

    Nun letztes Beispiel wäre vier Leute eingestellt, bei Dreien haben wir gesagt macht kein Sinn, weil sie gegen Ende der Probezeit nicht in der Lage gewesen wären halbwegs mitzuarbeiten. Ist eben ein riesen Haufen schlecht geschriebener Legacycode in einem relativ komplexen System, wo es an Dokumentation mangelt usw. Abgesehen davon ist man in einen kleinen Laden eben Mädchen für alles und muss sich fix in neue Aufgabengebiete reinarbeiten können. Aber die Tatsache, dass wir Leute haben, die das können, zeigt dass es durchaus möglich ist. Gibt halt genug Leute die das so nicht kennen. In einen größeren Laden waren, ein sehr spezielles Teilgebiet hatten, sauberen und relativ neuen Code, Dokumentation usw. Ist halt was anderes, wenn man ein großes Problem hat über mehre Sprachen und Programme, dass man dann eingrenzen darf und ggf. von der eigentlichen Desktopanwendung, über die Datenbank, runter bis hin zu Wireshark geht und sich die Bits und Bytes anguckt, um zu verifizieren wo an welcher Stelle welche Daten verschwinden oder falsch sind. Im großen Unternehmen heißt es dann wohl, hat nix mit uns zutun, muss sich Abteilung Xy mal angucken, dafür gibt es dann einen Bug Eintrag in Jira und ne Woche Verwaltungsaufwand. Hier hast du den Kunden am Telefon, der dich dabei anschreit weil hinter ihm 50 Leute die Hände in den Taschen haben, weil sie nicht arbeiten können oder verderbliche Ware für den Tag weggeworfen werden kann, wenn die nicht in 30 Mins rausgeht.
  15. Keine Ahnung, als ich mich hier vor 5 Jahren beworben habe, wurde überall so ziemlich das Gleiche geboten, weiß natürlich nicht wie es da mit Arbeitszeit und Überstunden aussieht usw. Wenn ich aber mal rüber schiele zu den Firmen/Schnittstellenpartnern mit denen wir häufig für den Kunden zusammenarbeiten, so sieht das da nicht anders aus. Gerade zu heißen Phasen und Inbetriebnahmen sitzen die Leute dort dann auch um 8 Uhr beim Kunden und verlassen das Haus erst Nachts. Und Umzug des Geldes wegen muss auch nicht sein, ist ja sonst auch ein netter Laden wo ich bin. Ist eben nur ein wenig festgefahren und das lässt sich nun schwerlich ändern. Per se komm ich mit der Kohle als Single auch bestens aus, ist ja auch nicht teuer hier zu leben, groß Rücklagen bilden ist natürlich nicht drin und die Rente macht da ein wenig Sorgen. Darüber hinaus fühlen sich nur Gehaltsvergleiche ein wenig an wie ein Tritt in den A***** aber das ist eben letztlich Firmengröße und Firmenstandort, was auch mit höheren Mieten und co. in Verbindung steht. Würde da wohl eher probieren nebenberuflich was zu machen um ein paar Euro rein zu kriegen, zwecks Altersvorsorge. Kann da auch nur schwer jemand böse sein.Vorstand oben drüber verwaltet die Kohle von weit weg und hat von dem Laden keine Ahnung, mein direkter Chef setzt sich für uns super ein und sitzt im selben Boot, hat die meisten Überstunden usw. Ist einfach eine Kombination aus kleiner Stadt, kleiner Firma, sehr kundenspezifischen Lösungen in der Kombination logischerweise mit wenigen Redundanzen, wodurch es zu vielen Überstunden kommen kann. Wäre gefühlt einfach ne andere Kiste, wenn Cheffe um 16-17 Uhr alles fallen lassen würde und auf der Sonnenliege chillen würde, während der Rest tief in die Nacht schuftet und er die Gehälter klein halten würde. Wenn er sich aber maximal für seine Mitarbeiter einsetzt, im Jahr 4-5 Tage Urlaub macht, am Wochenende in der Firma hockt usw. ist das eben definitiv nicht so, dass man das Gefühl hat Chef ist böse und beutet mich aus. Darüber hinaus schätze ich auch die Vorteile eines kleinen Ladens. Man hat halt Einblicke vom Angebot über die Umsetzung, Projektleitung bis hin zu den Zahlen des Unternehmens, flache Hierarchien und eine gute Atmosphäre. Sehe häufig bei größeren Kunden wie das alles enden kann. Mehre Abteilungen die miteinander nicht einmal reden können, für Besprechungen externe Moderatoren brauchen, die sie an die Hand nehmen, Abteilungen schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu und machen sich schlecht. Klar muss nicht so sein ist aber auch eine Möglichkeit und selbst wenn nicht ist man da eben ein kleines Zahnrad, das relativ wenig vom großen Ganzen mitbekommt.
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