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Velicity

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Alle erstellten Inhalte von Velicity

  1. Wir haben es nur kurz getestet. Rein vom Empfinden, finde ich es wundervoll. Man spart den Arbeitsweg, kann ein paar Sachen nebenbei machen. Sei es nun ein Paket empfangen, dem man sonst am Wochenende hinterherjagt, mal eben die Waschmaschine beladen oder zum Mittag was vernünftiges auf dem Herd köcheln lassen. Ebenso wurde ich deutlich weniger aktiv unterbrochen durch Kollegen, man hat keine lauten Telkos und Telefongespräche oder klingelnden Telefone um sich rum, wenn einem zu warm ist, macht man das Fenster auf, wenn einem zu kalt ist, macht man das zu. Wenn man Bock hat auf Musik, dann macht man welche an, die einen nicht groß stört oder ablenkt und vice versa. Ich bin da sicher niemand der empfindlich ist und gar nicht arbeiten könnte oder so. Aber es fühlt sich einfach sehr viel entspannter an, wenn das alles wegfällt oder abnimmt. Im Büro ist wirklich fokussiertes Arbeiten selten möglich. Daneben waren aber einige technische Sachen (Telefon) und Abläufe (exzessive Teams Meetings) suboptimal. Das Unternehmen war also nicht unbedingt optimal aufs Homeoffice vorbereitet. Ansonsten bin ich Zuhause eh besser ausgestattet, sowohl von den Möbeln, als auch von Hardware bzw. vor allem der Peripherie. Würde sicher anders drüber denken, wenn ich am Küchentisch hocken würde, wenn eine Familie um mich rumturnt. Da ist es als Single als ITler mit einem vernünftig eingerichteten Arbeitsplatz eine ganz andere Geschichte. Overall würde ich aber trotzdem nicht gerne eine 100% Remotestelle haben. Ich denke da durch, dass ich eh eher introvertiert bin ist das ganz gut, dass ich ein wenig aus der Bude komme, neben dem Wochenende. Und da ich den Arbeitsweg mit dem Rad bestreite, tue ich meiner Pumpe da auch was Gutes. Für mich wäre auch so eine 2-4 Tagesgeschichte optimal. Gerne auch halbwegs spontan, gerade als Radfahrer. Wenn es pisst wie aus Eimern, dann spare ich mir gerne den Arbeitsweg, auch mit Regenklamotten ist das nicht ideal oder eben wenn man mal ein Paket erwartet etc. Generell hat mich das Homeoffice aber deutlich weniger ausgelaugt und man hatte nach dem Arbeitstag noch deutlich mehr Energie.
  2. Nun manchen Leuten kann man es nicht Recht machen oder nur sehr, sehr schwer. Ich hab sowohl von Chefseite schon viele Sachen erlebt, wo ich sage, geht gar nicht aber auch genug Arbeitnehmer, deren Verhalten nicht ging, die das aber selbst nicht nachvollziehen konnten. Wenn es immer dich trifft und nie die anderen, dann kann es ja nur was Persönliches sein oder dein Verhalten weicht stark von dem der anderen ab. Das muss nicht falsch sein, ggf. passt du dort einfach nicht rein. Ob dich das nun so unglücklich macht, dass du wechseln willst oder nicht, das musst du entscheiden. Da du eine unbefristete Stelle hast, hast du ja kein Druck und kannst die Fühler ausstrecken. Ist ja nicht so als musst du kündigen, deine Zeit des ALG1 absitzen und im Anschluss von heute auf morgen eine vergleichbare Stelle finden, weil du sonst Haus und Hof verlierst. Abläufe kann man ändern aber auch das ist schon sehr schwer. Andere Menschen kann man eher nicht ändern, vor allem nicht Leute nach deren Nase man selbst tanzen muss. Klar kannst du dein Verhalten anpassen, wenn du damit leben kannst und es klare Unterschiede gibt zu Leuten, die nicht das gleiche Problem mit dem Chef haben.
  3. @maestro impostor Nun ist aber so. Ist ja auch "nur" angestellter Geschäftsführer. Vertriebsleiter und Geschäftsführer/Entwicklungsleiter liegen beide bei 75k. Der Rest hängt zwischen 29k und 43k. Gab durchaus Entwickler in den 60k rum, die waren aber beide 30 Jahre in der Firma und sind mittlerweile in Rente.
  4. Keine Ahnung, hab hier im Forum durchaus bei normalen Entwicklern schon höhere Werte gelesen als die 75k, die mein Chef macht. Und der kloppt mit Abstand die meisten Stunden und hängt eigentlich 7 Tage die Woche hier etc. pp. Also auf die Stunden gerechnet verdient er vermutlich auch eher bescheiden. Absolut ist das natürlich ein ganzes Stückchen mehr als die kleinen Entwickler. Das eine war das Thema Inbetriebnahmen, wo wir unter Druck gestellt werden von den größeren Gewerken bzw. dem GU. Das andere ist die Rufbereitschaft. Die sorgt maximal dafür, dass der Kunde mit Regressansprüchen kommt und man schauen muss wie das aussieht, wenn wir fahrlässig nicht unseren Verträgen nachkommen. Für uns Mitarbeiter wird sich sicherlich nix verbessern, wenn wir das Boot auf dem wir schwimmen anzünden. Ist glaube ich ein Unterschied ob man das neben dem Tagesgeschäft macht und mehrere Leute da rausnimmt oder ob man von einen neu eingestellten Kollegen redet, der aktuell noch gar nix anderes zutun hat, wenn in der Kombination meine einzige Aufgabe ist, den zu schulen. Davon ab, habe ich durchaus schon probiert daran ein wenig was zu ändern. Quasi ne Knowledge Base (ebenfalls in der Freizeit) aufgebaut bzgl. den Kundenprojekten, wo häufiger Support anfällt. Generell gibt es sowas bei uns leider gar nicht und Dokumentation kommt auch zu kurz. Aber auch da gucken Leute dann entweder nicht rein, sind sich nicht sicher genug, haben Angst was kaputt zu machen oder es fehlt einfach an Ideen sich an das Problem ranzutasten. Ist aber auch immer eine Operation am offenen Herzen. Wohl ist mir da bei vielen, was man machen muss auch nicht.
  5. @Rienne 1. Nun was ich bis dato gemacht habe, sollte ich doch wissen oder? Und was gesucht wird, das steht in der Stellenbeschreibung. Da könnte ich meist sagen, ich habe vorher nicht beruflich gemacht, was gesucht wird. Ich hab ggf. einen Teil davon schon privat bei Hobbyprojekten und co. benutzt. Und ja beworben habe ich mich bis dato nicht. Wenn ich denke, dass ich die Anforderungen nicht mitbringe oder nicht untermauern kann (und nein damit meine ich nicht 100% aber eben die wichtigsten Faktoren), dann motiviert mich das natürlich nicht zu einer Bewerbung. Gerade weil mir das 0 liegt, da bräuchte ich eher was, was ich vorweisen kann. So kann ich nur zusichern, dass es mich interessiert und das ich mich reinhänge. In die Zukunft sehen, ob ich die Arbeit gut machen werde oder nicht und wie ich mich da reinfinde weiß ich nicht. Und Imposter Syndrom glaube ich weniger. Ich weiß was ich kann und was ich nicht kann. Ich weiß eben auch, dass ich viele Sachen nicht nachweisen kann, weil ich sie nicht beruflich gemacht habe oder mir über Zertifikate angeeignet habe. Ich mag da auch keinen die Katze im Sack versprechen. Gibt z.B. Sachen mit den hab ich dann nur 1-2 kleine Projekte im Job umgesetzt. Da hab ich selbstverständlich nicht das Know-How von jemand der damit seit Jahren Tag ein, Tag aus arbeitet. Kann dann nur sagen, interessiert mich aber nein, groß Erfahrung bring ich nicht mit. Und nein, ich bin keine 20 Stunden am Tag eingespannt, das waren Extrembeispiele bzw. absolute Ausnahmen. Klar zu Inbetriebnahmen gibt es immer mal mehr Stunden. Durchschnitt ist normal aber auch irgendwas an 45-50 Stunden und ich denke das haben viele. Sicher je nach Rufbereitschaft gibt es da mal Ausreißer.
  6. Nun die entstehen an zwei Stellen. Inbetriebnahmen, wo ich schlecht sagen kann, so ich lauf nun ins Hotel, wir kommen einfach nochmal nächste bzw. eine Woche auf eigene Kosten her oder eben mehrere Wochen. Oder eben bei der Rufbereitschaft, wo man eben unterstützt. Das könnte ich ja in der Theorie genauso in Anspruch nehmen. Ist eben normal dass bei kundenspezifischen Lösungen, 10-15 MA und mehrere Fachbereichen nicht jeder alles überblicken kann oder schlicht einfach mal auch Tools und Software fehlt. Ich kann z.B. bei einem Fehler im C# Bereich bei uns zwar in den Source via Git reingucken und den Fehler lokalisieren. Ggf. auch auf der Datenbank umschiffen, dass der Kunde weiterarbeiten kann aber was ändern am Source kann ich nicht. Kann dann, wenn daraus ein dauerhafter Fehler entsteht auch nur einen Kollegen aus dem Bereich anrufen und ihn sagen, was er da kompilieren bzw. sich anschauen soll. Trifft mich wohl einfach mehr, aufgrund des Fachbereichs. Und eben teilweise, weil einige jemanden brauchen der Händchen hält. Ich weiß nicht mal wie das rechtlich aussieht, zumal die Rufbereitschaft nirgends im Detail beschrieben ist, wenn man sich da schlicht weigert und eben in Kauf nimmt, dass der Kunde entsprechenden Schaden nimmt. Aber ich fände es auch schon gut asozial seine Kollegen generell so im Stich zu lassen. Ist halt auch ne Sche.. Situation, wenn der Kunde bei dir alle zwei Minuten anruft, das Telefon alle paar Minuten ne Instanz höher geht und du nicht weißt, was du machen sollst und keinen ans Telefon kriegst. Kann der ja im Zweifel auch nix für. Auszahlen gibt es bei uns eh nicht. Laut Vertrag erstmal eh pauschal mit dem Gehalt abgegolten. Klar nicht gültig, glaube ich zumindest, bin ja kein Jurist, nur im Netz sowas gelesen, wie es halt bei so viele Klauseln in Arbeitsverträgen ist. In der Theorie halt Gleitzeit. Aber sowas zahlt man dann quasi mit seinem Boni selbst. Wobei das natürlich am anderen Ende auch wieder eine Auszahlung der Überstunden ist, anstatt wirklich ein Boni. Wüsste auch nicht was an Papier so groß relevant ist für Arbeitgeber bzgl. Zertifikate oder was weiß ich. War bei mir bis dato eben immer Learning by Doing und freie Ressourcen. Da gibt es in der Freizeit abgesehen vom Papier ja durchaus Synergien. Und in der Zeit, wo die Überstunden entstehen ist das ja eh nicht relevant. Werde ja kaum während der Inbetriebnahme beim Kunden irgendwas Privates machen.
  7. Dafür brauch man als Ratte erst einmal eine Alternative. Mal davon ab, dass ein Abgang sicher nicht den Laden in die Insolvenz treibt. Halten kann sich der Laden vermutlich auch ganz alleine über die Wartungsverträge und Features für Bestandskunden. Ist nicht so als nagt die Firma am Hungertuch aber Neuprojekte sind eben auch ein großer Faktor. Wenn einer der Know-How Träger gehen würde, dann wird eben wer neues eingestellt und das halbe Jahr eingelernt, bis dieser weg ist. Zumindest für die Basics wird es reichen, wenn man vorher sicherstellt, dass derjenige was auf dem Kasten hat. Wobei mein Chef hier auch Entwicklungsleiter ist und vermutlich den Großteil des Wartung und viele Erweiterungen selbst in Eigenregie abarbeiten könnte. So plötzlich vor dem nix und Laden zu halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich. Im Zweifel stößt man halt bestimmte Felder ab, wo kein Know-How mehr da ist. Davon ab ist das quasi eine Gruppe, wo auch noch andere Läden zugehören. Der Softwaredienstleister ist in dem Setting immer klein und bekommt den Druck ab. Ein Logistikcenter kümmert sich halt i.d.R. eher um teure Anschaffungen wie Fördertechniken, Regalbediengeräte, Shuttlesysteme, Kompaktlager, Stahlbau und Regale selbst. Der Softwaredienstleister ist da immer der Kleinere, der machen kann, was ihm diese Firmen sagen, egal wie. Wir sitzen da ja Nachts nicht alleine auf der Baustelle und das betrifft in dem Fall genauso andere Gewerke, daher wirkt das alles für mich auch gar nicht so extrem, weil ich es bei jeden Projekt das schlechter läuft, genauso bei anderen Firmen sehe. Ja ggf. darf es dann das Geschäftsmodell nicht geben, so wie auch viele andere. Nix ist relativ. Immerhin mehr als das Doppelte von mir. Was am Ende für Vorstand, Aufsichtsrat usw. über bleibt, keine Ahnung. Ich kenne nur die Zahlen von hier, ist aber eine Gruppe, wo noch andere Läden zugehören und ich weiß, dass da viel hin- und hergeschoben wird, wenn die anderen Läden nicht performen, wie es hier vor 10-15 Jahren auch mal eine Zeit lang war. Ja hier läuft sehr viel falsch. Ich bringe aber auch nicht mit, was der Markt sucht und das hier kann ich. Bzw. eigentlich hört es bei mir schon bei Bewerbungsgesprächen auf, was die Fähigkeiten angeht bzgl. einer potentiellen neuen Stelle. Beste Voraussetzungen also. Wie gesagt, ich will das eigentlich auch gar nicht schön reden. Es ist aus meiner Sicht immer nur Kontext, um es zu verstehen und ggf. auch ein wenig meine Sicht zu verstehen. Das ist eben die Welt die ich kenne und bis dato auch nur die, so wie ihr eine andere kennt. Die Diskussion fing ja an, ob man mal für ne Pizza und ein Bier optionale Arbeiten ausführen würde, die sonst nicht teil des Hauptgeschäfts sind und das würde ich. Alles andere ist schon wieder sinnloses nebenschauspiel.
  8. Nun erstmal ist "knapp 400 Stunden" um genau zu sein in beiden Fällen knapp 10 Stunden drunter. Ansonsten stimmt die Zahl. Da wurden teilweise Wochenenden mitgenommen, wobei nicht alle. Dazu gab es auch den ein oder anderen All-Nighter, der dann alleine schon mit 30-40 Stunden rein haut. War eben wie gesagt eine Extremsituation. Man hat uns an die Wand gestellt. Der Kunde hatte sein festen Termin und seinen alten Standort gekündigt, das Gewerk über uns, das eigentlich verkackt hat, hat gesagt macht irgendwie oder gibt keine Aufträge mehr. Zu dem Zeitpunkt war das der Laden, der uns quasi die Hälfte der Neuaufträge zugeschanzt hat. Und nein das soll das nicht schön reden, das ist nur Kontext. Zu der Inbetriebnahme gingen eine Menge Sachen ab, die überhaupt nicht gingen. Das dass das alles weit weg ist vom ArbZG ist ebenso klar. Das Projekt generell zu retten, dafür hat man sich aber auch gemeinsam entschieden, weil jeden auch klar war, dass das ansonsten 1-2 Jahre mit Durststrecke werden, ohne Boni, ggf. mit Kurzarbeit etc. Da zaubert man halt nicht gleich Ersatz aus dem Hut. Klar, was das genau heißt hat da auch keiner überblicken können, zumal uns ein Gewerk dann auch noch während unserer Arbeiten dauernd reingegrätscht hat usw. Aktuell sind wir Gott sei Dank ein wenig breiter aufgestellt und ggf. haben auch die Leute, die dort beteiligt sind daraus gelernt und würden sich heute anders entscheiden. Da trenne ich auch ganz klar die Tätigkeit an sich und das Arbeiten im Unternehmen. Ich denke mal auf der Arbeit wird es immer Punkte geben, die einen stören. Entscheidungen aufgrund Deadlines, Budgets, Status Quo, Altlasten usw. Da wird es immer Sachen geben, die einen nicht schmecken und die dafür sorgen können, dass das Hobby zum Beruf machen auch dafür sorgen kann, dass einen der Beruf den Spaß am Hobby verdirbt. Ich glaube echt glücklich und zufrieden wäre ich da auch nirgendwo.
  9. War eben im Threadverlauf eines der Themen. Die Rufbereitschaft rotiert bei uns. Bei mir kommt aber auch ziemlich viel rein von Kollegen, während ich keine Rufbereitschaft habe, weil die Kollegen dann nicht weiter kommen, das Problem nicht verstehen, sich nicht trauen eine bestimmte Änderung zu machen, sich nicht sicher genug sind um zu sagen, das Problem liegt nicht an uns etc. pp. Und ich weiß auch nicht ob es immer besser ist, wenn sie es dann doch alleine probieren. Hatte letztens z.B. einen Anruf von einem Kollegen, wo der Kunde gesagt hat, er möchte dass ich ihn anrufe und mit meinen Kollegen will er nicht mehr sprechen. Weil er sich wohl nicht so sicher war, ob das Problem an uns liegt, an dem anderen Gewerk und sich da irgendwie widersprochen hat usw. Sowas hab ich teilweise hier auch während der Arbeitszeit bzgl. Problemen aus der anderen Abteilung, wo der Kunde dann anfängt mit, ich weiß ist nicht ihr Bereich aber ich hab schon mit den und den gesprochen und da passiert nix oder er sagt er kann das Problem nicht nachvollziehen usw. Zum Großteil sind diese Probleme eben vom schrecklichen Code getrieben.
  10. Tut er ja. Und wir kriegen eben unsere Pauschale dafür. Je nach Supportaufkommen ist das dann pro Stunde auch deutlich mehr als die normalen Bürostunden. Vom Geld her ein schlechter Deal ist das glaube ich auch für mich nicht. Da geht es meist auch um Notfälle. Für unwichtigen Kleinkram ruft i.d.R. kein Kunde außerhalb der Bürozeiten an. Aber man muss eben auch ein wenig über den Tellerrand schauen bei vielen Problemen. Sich nicht zu schade sein mal in Code reinzugucken, der nicht aus der eigenen Abteilung kommt oder wenn man sich damit nicht auskennt mit einem Fall vergleichen, wo es das Problem nicht gab usw. Das kann mal was am Webserver sein, was an der Datenbank, was bei Verbindungen zwischen Clients und diesen, Anbindungen anderer Hardware, dass die ganze Kommissionierung steht oder Probleme bzgl. der Fördertechnik, Regalbediengeräten etc. pp. Oft sind es auch gar nicht Probleme, die durch uns entstehen, sondern einem Schnittstellenpartner oder es war schlicht eine fehlerhafte Entstörung usw. Dann kommt gar keines rein. Wir haben sehr, sehr, sehr wenige Kunden die nur zu den Bürozeiten arbeiten. Und ich glaube keiner von denen kann es sich leisten da häufiger über Nacht den ganzen Standort stehen zu lassen und das regelmäßig.
  11. Da kommt es imo auf den Rahmen an. Gibt eben eine 24/7 Rufbereitschaft, auch gar nicht anders möglich, wenn man Kunden haben möchte in dem Bereich. Wie gesagt, für mich kommt es da drauf an was das für Probleme sind. Wenn es was kompliziertes ist, wo ich stark involviert war und der Kollege, der Rufbereitschaft hat nicht, dann kann er nur wen hinzuziehen. Wenn es nur das wäre, dann wäre das auch kein Problem. Ich sag mal so, wir hatten ein Projekt was quasi kurz davor war komplett gegen die Wand zu fahren. Nicht unsere Schuld, sondern von einem Gewerk oben drüber, das den Druck weitergeben kann und die Partner wie uns eher mit rein holt. Sprich der Kunde stellt sich einen Standort für zig Millionen hin, kauft dort Maschinen und co. für paar Millionen ein und die ziehen i.d.R. das entsprechende Softwarehaus mit rein. Wenn die dann Probleme haben, heißt es dann eben, macht es irgendwie möglich oder es gibt keine Aufträge mehr von uns. Das waren dann zwei Monate mit knapp 400 Stunden pro Monat, das fand ich dann auch nicht mehr angenehm, keine Ahnung ob ich sowas noch mal mitmachen würde bzw. im Anschluss das Weite suchen würde. Habe eben auch absolut kein Bedarf auf Umzug oder Pendeln und 100% Remote wäre auch nicht meins, auch wenn ich eine Homeoffice Möglichkeit durchaus schätzen würde. Damit ist der Kreis natürlich schon relativ klein. Dazu kenne ich mich auch zu gut und weiß, dass ich mich nicht verkaufen könnte, gerade wenn ich einen größeren Wechsel machen müsste bzgl. Branche, Tech-Stack usw. Das ist zwar erstmal so für mich kein Problem, als dass ich sage ich könnte mich da nicht reinfuchsen. Aber natürlich hat man wenige gute Argumente für sich, wenn man sagen kann ich hab 9 Jahre was anderes gemacht, als das was ich hier machen würde. Über 50% von dem was ich heute mache sind Kommissionierlösungen und Materialflussrechner in PL/SQL. Dazu wie das in einem kleinen Laden so ist, ist man auch Mädchen für alles. Den Rest teilen sich dann DBA-Tätigkeiten, Projektleitung, Support, Webentwicklung (und da auch eher uralt Technologien), Design und etwas Java und C, wobei das beides langsam ausstirbt hier. Klar privat hat man sich etliche andere Sachen angeguckt aber da hat man natürlich kein Papierchen für. Kurz mir fehlt da auch der Glaube wirklich was zu finden, ich wüsste nicht mal wonach ich suchen soll, gerade wenn der Stack wechselt, eine Seniorstelle weil generell Erfahrung? Eine Juniorstelle, weil keine in dem Stack. Und wenn ich mir unabhängig der Branche und des Stacks mal die Unternehmen der Umgebung bei kununu usw. angucke, dann klingt da vieles auch nicht rosiger. Klar miese Bewertungen hat man da meist von Leuten, wo es eben nicht gepasst hat, was genau an denen gelegen haben kann usw. Letztlich ist das ganze Theme Bewerbung auch überhaupt nicht meins, also jetzt nicht Unterlagen fertig machen, sondern sich verkaufen in einem Bereich, wo man noch nix vorzuweisen hat usw. Vermutlich wird sich bei mir also erst was ändern, wenn es das muss. Chef geht auch in paar Jahren in Rente, keine Ahnung. Ggf. wird hier einiges besser mit einem Nachfolger, ggf. ist hier Feierabend, keine Ahnung was geplant ist.
  12. Das betrifft dann aber im Zweifel nicht nur mich, wenn das Ergebnis schlechter ist und es deshalb keinen Boni oder einen Niedrigeren gibt, sondern genauso meine Kollegen. Mal davon ab schlage ich mich dann immer noch mit Problemen rum, die es meiner Meinung nach nicht geben soll. Auch wenn ich dafür dann an anderer Stelle ein paar Stunden weniger mache, ein paar Euro weniger kriege und ein anderer im Zweifel ein paar Stunden mehr machen muss.
  13. @Kwaiken wir reden doch bei dem ganzen um optionale Sachen, die vielleicht die Anwendung verbessern oder das Leben der Entwickler angenehmer machen. Wo soll der AG da lernen, dass er Geld in die Hand nehmen muss. Die Alternative kann genauso sein, dass man die Sachen belässt wie sie sind. Das tut dem AG nicht weh. Und wenn die Entwicklungszeit sich bei einigen Sachen erhöht, dann kommt eben noch mehr Pfusch rein oder andere Sachen die kaum Aufwand machen werden höher bepreist, so dass es am Ende egal ist. Der Kunde hat eh keine Ahnung was wie viel Aufwand im System bedeutet. Solange man genug Kunden ranschafft, die vorhandenen fleißig für Erweiterungen zahlen, für Anwenderfehler, die aufgrund schlechter Benutzerfreundlichkeit entstehen oder für Fehler der Anwendung, die man ihnen als solche verkauft, passt das aus Sicht des AG doch alles. In der Theorie kann ich sowas abfeiern, wobei das zum einen zeitlich oft nicht möglich ist, als auch dann natürlich das Ergebnis schmälert. Schneide mir also ins eigene Fleisch bzgl. möglicher Boni. Davon ab geht es mir ja nicht um das Thema an sich, sondern um Probleme die überhaupt unnötigerweise entstehen oder Sachen, die meiner Meinung nach ein Kollege, der mich hinzuzieht selbst hätte lösen können sollen. Ich wüsste nicht wie man sowas großartig unterschiedlich bepreisen möchte.
  14. der dann weg, hab den übertragen, wobei es mir bei der diskussion durchaus um sein ein event wie oben beschrieben ging, was arbeiten für umme ist oder?
  15. @OkiDoki wie gesagt, mir geht es darum, dass man die Sachen eben nicht riechen kann und bestimmte Situationen dafür eben eine höhere Wahrscheinlichkeit bieten. Bei Inbetriebnahmen die weiter weg sind gehen schon mal 5-7 Stunden für die Anreise drauf. Die liegt man i.d.R. dann aber auch so, dass man trotzdem möglichst früh da ist und Montags arbeiten kann und fährt Freitags erst später weg. Und groß im Hotel hocken und viele Wochen zusätzlich da sein bringt auch keinen was, ergo kommen bei sowas fix Stunden zusammen. Der Kunde muss am Tag irgendwie arbeiten, wo man ihn betreut, einige Änderungen wo das System nicht läuft können aber nicht gemacht werden und verschieben sich in die späten Stunden etc. pp. Und auch die Rufbereitschaft ist ja bei kundenspezifischen Sachen eben an gewisses Know-How gebunden. Nicht jeder ist in jeden Projekt tief drin, Leute sind unterschiedlich gut in Themen wie Fehleranalysen usw. Ich glaube nicht, dass es da in anderen Firmen nicht auch Know-How Träger gibt, die durch sowas stärker belastet werden. Gleiche mit Kundenkontakt und generell Support. Und die Vergütung ist wieder das Thema Geld, die das Problem an der Stelle eben nicht löst. Ich möchte kein Schmerzensgeld, sondern weniger Schmerzen. Also das sicherste ist damit Sachen, die zu diesen Schmerzen führen aus dem Weg zu gehen. Am Ende wirbt eben keiner mit den Sachen, die nicht richtig laufen, oft kriegt man die auch nicht während der Probezeit mit usw. @Graustein man kann es auch komplett übertreiben. Aber ja, ich hatte hier z.B. auch einen privaten Monitor mit dran, der Zuhause in der Abstellkammer gegammelt hat. Ich habe mir eine andere Tastatur und Maus geholt, ich hab mir hier einen Ventilator hingestellt und die Musik dödelt aus meinen alten Boomblaster aus den 90ern, der Zuhause nicht mehr genutzt wurde. Das alles erzeugte nun aber keine großen Mehrkosten und erhöht meine Zufriedenheit. Nicht weil die Bedingungen unmenschlich wären, wie in deinen überspitzen Beispiel, sondern weil ich mich dafür entschieden habe und es mir das wert ist.
  16. Korrekt, das ist immer die Lösung. Aber irgendwelche Probleme wird es doch überall geben, das Szenario würde für mich immer noch das Gleiche bleiben. Sind dann eben ggf. nur andere Probleme. Für mich bleibt auch dann der Spaß and er Arbeit weit über 150 Euro im Monat an Geld und das war schon der worst case mit zwei Tagen je Monat. Davon ab weiß man im Vorfeld eben auch nicht, ob das Gras auf der anderen Seite wirklich grüner ist. Habe genug bei Partnerunternehmen und co. mitbekommen, wo vieles gleich oder sehr ähnlich lief. Ggf. liegt es auch mit an der Branche, der Firmengröße, was weiß ich. Ich glaube so verkauft wurde das in den Bewerbungsgesprächen auch niemanden. Klar kann ich aus Erfahrungen lernen, schauen wie und wo Überstunden anfallen, was für Unzufriedenheit sorgt usw. und dann im Bewerbungsgespräch sagen eine Rufbereitschaft mache ich nicht mit, Inbetriebnahmen beim Kunden Vorort auch nicht, da dort auch oft Überstunden anfallen können und wenn etwas sche.. gelöst ist, dann möchte ich das man das Problem angeht und da nicht drum rum baut oder die Finger davon lässt, weil man Angst hat, dass alles auseinander fällt. Oder eben einfach die Branche wechseln in einem Bereich, wo es sowas einfach nicht gibt, wobei ich da natürlich viel an Know-How aufgeben würde. Und bei einem Wechsel vermutlich der Tech-Stack ein anderer sein würde. Btw mal ein anderer Gedanke. Wie steht ihr eigentlich OpenSource gegenüber, zumal es da häufig das gleiche Setting gibt. Leute arbeiten in ihrer Freizeit an einer Lösung, sei es weil es ihnen einfach Spaß macht, um ihre Fähigkeiten zu verbessern in bestimmten Bereichen, was häufig auch umsonst dem Arbeitgeber zugute kommt. Dazu werden die Lösungen dann häufig von anderen in kommerziellen Produkten verwendet, wovon dann quasi wieder ein anderer in den Urlaub fährt..
  17. Ist sie, das ist ja das Problem. Das ändert sich aber nicht von alleine. Und ja kostenlos aber nicht umsonst. Wie gesagt für mich steht der Spaß an der Arbeit und Reduktion von unnötigen Stress und Unzufriedenheit deutlich, deutlich, deutlich über Geld. Ja, da haben wir wieder das Geld. Erstmal reizt mich Urlaub nicht groß, das zusätzliche Geld würde stumpf auf dem Konto gammeln, sind dann eben nur 1.800 Euro mehr im Jahr. Wenn ich in den Urlaub fahren wollen würde, dann hab ich genug Geld dafür. Was ist so schwer daran zu verstehen, dass es mir nicht an Geld fehlt, sondern mein Problem ist, dass mir die Arbeit nicht wirklich schmeckt, obwohl ich die Tätigkeit sehr gerne ausführe und das man das mit so einer Aktion z.B. deutlich verbessern könnte.
  18. Das hat nix mit Troll zutun. Ich identifiziere mich eben stark mit meinem Job bzw. der Tätigkeit an sich. Natürlich ist die Softwareentwicklung für mich auch nicht alles und ich habe durchaus andere Hobbies, sei es Sport, Gitarre spielen, mal ins Kino gehen, ne Radtour etc. pp. Aber der Computer nimmt auch außerhalb des Jobs Zeit ein. Ich hab Spaß dran. Mal tüftelt man an was Eigenem, schaut sich etwas an, dass einen interessiert, mal hilft man jemand aus, ist in Foren aktiv, in Discords etc. pp. Oft gibt es natürlich Synergien mit der Arbeit. Sachen mit denen man sich 40-50 Stunden die Woche auseinandersetzt, die beschäftigen einen nun einmal, dazu hat man dann auch mehr Ideen, mehr Probleme etc. pp. Und ja meine Zufriedenheit auf der Arbeit hängt damit auch ziemlich zusammen mit der Qualität der Arbeit. Das an vielen Stellen bewusst gefuscht wird. Viele Probleme ignoriert werden, weil sie zu viel Aufwand bedeuten würden und der Grund warum alles so ist, ist eben "historisch gewachsen" und den Kunden stört es nicht so sehr, dass er Geld dafür zahlt, dass sich was ändert. Vieles davon ist eben für mich purer Stress und raubt mir den Spaß an der Tätigkeit. Da sind Supportfälle, die da durch heraufbeschworen werden, die überwiegend bei mir landen, auch außerhalb der Arbeitszeit. Wir haben eine Rufbereitschaft die rum geht, wenn ich dran bin schön und gut. Mal einen Kollegen aushelfen, der nicht weiter kommt oder neuer im Team ist, ist auch schön und gut. Ich würde aber sagen bei 80% der Fälle, die über ein Neustart eines Prozesses oder ähnliches hinausgehen werde ich hinzugezogen, was sich dann je nach Aufkommen auch anfühlen kann als hätte ich 2-3 Wochen die Bereitschaft gemacht, statt 1. Und auch wenn mir Fehleranalysen mit am meisten Spaß machen, sind viele der Sachen einfach nur idiotisch und mehr als vermeidbar. Auch hab ich da echt Probleme, dem Kunden ein vom Pferd zu erzählen, dass man ihn das ggf. noch als Anwenderfehler oder ähnliches verkaufen kann und dafür kassiert und ihn nicht direkt zu sagen, was Sache ist. Keine Ahnung, ich kann nicht zur Arbeit gehen, meine Arbeit machen, den Kopf dabei ausschalten und gut, mich belastet sowas. Hab da teilweise das Gefühl der gegenüber am Telefon muss denken ich bin total verblödet und habe überhaupt keine Ahnung von meiner Arbeit. Da gibt es viele Stellen wo man ran müsste. Vieles war technisch früher nicht anders möglich, ist es aber mittlerweile seit 20 Jahren. Viel ist vom Aufbau gelöst, wie vor 50 Jahren, einfach weil die Leute damals Know-How anderer Technologien hatten, führt aber heute vermehr zu Problemen, Fehlern, mehr Wartungs- und Entwicklungsaufwand. An vielen dieser Stellen kommt dann ein Pflaster drauf, welches die Performance verschlechtert und die Gesamtkomplexität erhöht. Jobs die Fehler nachdem sie entstanden sind bereinigen, etc. pp. Gerade Performance ist auch so ein Thema, was bei uns bzw. unseren Kunden immer wieder hoch kocht. Ich reiß mir da in meinen Bereich wirklich den A.. auf und optimiere was geht, darf dann aber die heiligen Standardroutinen aufrufen, die ich nicht anfassen soll, was im aktuellen Zustand auch nur dafür sorgen kann, dass das ganze System auseinander fällt. Dann habe ich eine relativ komplexe Anwendung, die verdammt viel macht und in wenigen Millisekunden z.B. für 500 Datensätze durch ist, vernünftig testbar und optimiert ist und verständlich geschrieben ist. Muss dann aber für diese 500 Datensätze eine Routine aufrufen, die kaum etwas macht aber pro Datensatz so lange brauch. Anstatt da bei zu gehen kommen dann Sachen wie Multithreading und co. dazu, an Stellen wo es kaum einen Sinn macht und nur mehr Probleme verursacht, da die Daten eh im Zusammenhang stehen, entsprechende Locks brauchen etc. pp. Man stapelt den Sche.. einfach immer höher. Also ja, ich wäre bereit da ein paar Stunden in lockerer Atmosphäre mit einer Pizza und ein Bierchen bei einer Veranstaltung, die keine Pflicht ist zu investieren, weil diese Sachen mich quasi 40-50 Stunden die Woche massiv stören. Warum soll ich nicht 12 oder 24 Stunden im Jahr etwas ohne Geld machen, was meine Zufriedenheit im Zweifel massiv erhöht für die anderen 2.200 Stunden, meinen Stress hier senkt, ggf. auch die Stunden. Weil ich dafür kein Geld kriege? Klar ist das schöner, wenn man das im Arbeitsalltag einbauen kann, es fester Bestandteil der Arbeit ist, der Kunde irgendwie dafür zahlt, die Mitarbeiter dafür bezahlt werden etc. pp. Wenn diese Option aber nicht angeboten wird und die andere schon, dann wäre sie mir hier trotzdem tausend mal lieber als der Status Quo. Dabei geht es für mich um eine Währung, die mir wesentlich wichtiger ist als ein paar zusätzliche Euros. Ich sehe da kein Grund das zu verteufeln, weil der böse Arbeitgeber damit was umsonst kriegt. Sche.. ich drauf, um den geht es mir nicht, sondern darum, dass ich weniger Stress habe und mehr Spaß habe. Das ich mich während meiner Arbeit auf die zu lösenden Probleme konzentrieren kann als immer wieder mit den selben Schwachsinn aufhalten muss. Ich werde aktuell vermutlich weit aus mehr Stunden damit verbraten Kollegen beim Support zu helfen, ebenso ohne extra Tallerchen, als ich das mit so einem Konzept machen würde, durch die da durch eingesparte Zeit. Also ja, Overall ist es vermutlich sogar eine Gehaltserhöhung und Stundenreduzierung. Aber wie gesagt, die Kohle ist mir an dieser Stelle sche.. egal. Für mich ist Zufriedenheit bzw. Reduktion von Unzufriedenheit deutlich mehr wert als ein paar Euro, vorausgesetzt man nagt nicht eh am Hungertuch und brauch das Geld wirklich bzw. hat finanzielle Sorgen. Wenn wir von zwei Tagen im Monat ausgehen, dann sind das Netto bei mir gut 150 Euro im Monat. Klar Geld stinkt nicht, ich lege aber eh schon gut die Hälfte meines Gehalts bei Seite, diese 150 Euro da sind oder nicht, davon merke ich nix, während die andere Lösung sich auf 220+ Tage im Jahr meines Lebens positiv auswirken könnte und vermutlich auch würde, keine Ahnung warum man das unbedingt als trollen verstehen möchte. Zumal ich von der Tätigkeit eben so ziemlich genau das, sicherlich auch an 1-2 Tagen im Monat am Wochenende ohnehin schon mache, nur eben nicht für die großen Baustellen in unserem Laden, es ist also für mich nicht einmal zusätzliche Arbeit, es ändert sich nur wer den Code am Ende ausführt und das jemand daran verdient, daraus entsteht für mich aber kein Nachteil.
  19. Wenn ich das so lese, hätten wir im vergleichen Betrieb arbeiten können. Wir haben nur kurz Homeoffice zum ersten Lockdown probiert. Unser Chef hielt da generell wenig von. Morgens gab es ein gemeinsames zweistündiges Teams Meeting, wo jeder erzählen durfte was er vorhat. Abends das gleiche mit Vorstellen der Ergebnissen. Dazu haste paar Telefonate, Mails, mal einen Kollegen wo unterstützen. Ergo wirklich viel Zeit zur eigentlichen Umsetzung gab es nicht mehr. Ich hatte zwar das Gefühl in der Zeit mehr hinzukriegen als sonst in dem Zeitfenster aber overall hat eben die Zeit gefehlt. Einige haben sich generell schwerer getan mit HO, ergo war dieses Experiment auch schnell wieder Geschichte und hat Cheffe in seiner Meinung bestätigt, dass Homeoffice bei uns nicht klappt.
  20. Ja ich würde bei sowas mitmachen. Das sind eben so Themen, die man sonst nie angeht. Es fehlt Zeit und der Kunde zahlt für diese Sachen auch nicht, ergo ist das vermutlich schwer in den normalen Alltag zu integrieren, sofern man nicht glaubt, dass sich diese Entwicklung auszahlt und mehr wert ist als das Geld, was man gleich dafür bekommt. Am Ende ist es Arbeit für Lau. Aber hey, das könnte man genauso auf das Event übertragen oder? Zumindest für mich persönlich macht das Produkt mit dem bzw. an dem ich arbeite auch viel aus mit der Zufriedenheit auf der Arbeit, wie viel Spaß mir diese macht, wie stressig sie ist und im Zweifel hängen da auch Sachen dran wie Überstunden und co. weil man einen unwartbaren Haufen Code hat, der immer weiter vergammelt. Ich muss aber auch sagen, die Arbeit als Entwickler macht mir eh Spaß. Ich beschäftige mich auch oft genug am Wochenende mit so Themen, ob ich mich in neue Sachen einarbeite, aus Interesse oder was für die Arbeit brauchbar wäre, ob ein Hobbyprojekt oder man jemand anderen bei einen solchen unterstützt. Das statt dessen zu machen um mehr Zufriedenheit und Spaß außerhalb des Wochenendes zu haben, wäre für mich zumindest nix Negatives, solange es eben keine Pflichtveranstaltung ist, die für jede Woche geplant ist. Aber Overall hätte ich kein Problem bei sowas 1-2 mal im Monat teilzunehmen.
  21. Klingt erstmal so als wäre der Bewerbungsprozess zu löcherig. Gibt es, ist bei uns nicht anders und ja dann holt man mal ein faules Ei an Bord. Das kann bedeuten jemand der gut labern kann aber nix dahinter oder jemand der sein Mund nicht aufkriegt wenn er Fragen hat, jemand der alles besser weiß, jemand der wenig Eigeninitiative hat, oder, oder, oder. Gerade wenn man viel in Englisch macht, sollte aber zumindest entsprechende Sprachkenntnis klar sein. Der Kollege soll ja im Zweifel auch mal alleine arbeiten können und einen vertreten können der Krank ist, der im Urlaub ist usw. So einen 25-50% Mitarbeiter an Bord zu holen, der vermutlich nicht wirklich eigenständig arbeiten können wird ist natürlich suboptimal. Hart ausgedrückt, dafür ist dann die Probezeit da. Bzgl. Aufgaben kannst du ihn natürlich versuchen ein wenig an die Hand zu nehmen und ein wenig mehr zu delirieren, anstatt zu warten dass er auf die Idee kommt zu fragen, ob er helfen kann. Manche brauchen das halt, dass man ihnen klipp und klar sagt was sie wie machen sollen. Du machst dir ja nun auch ein wenig Luft, wie extrem das am Ende ist oder nicht können wir wohl nicht beurteilen. Generell klingt das für mich aber als habt ihr da einen netten Kerl, der aber leider keine große Bereicherung für EUER Unternehmen sein wird. Ggf. wird er glücklicher woanders ohne englisch und mit ein wenig weniger Eigenverantwortung. Aber weiß natürlich auch nicht wie speziell bei euch die Sachen sind, ob das einfach nur an der Einarbeitung liegt und er noch nicht so warm mit eurer Arbeit und den Leuten ist etc. pp. Klingt aber einfach, als wenn da zu viel Grundsätzliches fehlt und wenn das bei der Sprache bzw. Kommunikation anfängt ist das sehr ungünstig, gerade wenn es um Kundenkontakt usw. geht und nicht nur die Kommunikation im Team.
  22. In erster Linie auf Kosten des Arbeitgebers, denn zum Großteil wird das nicht auffallen und er kriegt die vereinbarte Arbeitsleistung an dieser Stelle nicht. Dann schadet man gesundheitlich eben auch sich und wenn jemand regelmäßig die gesamte Abteilung lahmlegt, dann wird man da wohl auch gegensteuern und nicht belohnt. In allen Fällen reden wir davon, dass der Arbeitnehmer zu Gunsten persönlicher Vorteil sich und anderen schadet. Was aus so einer Reglung wird entscheiden die Arbeitnehmer selbst und hier gibt das i.d.R. keinerlei Probleme. Noch hab ich hier keinen gesehen, das auf ansteckende Weise halbtot hier war. Ist aber alles auch kein Thema für den Thread und was dem TE helfen würde. Können gerne einen eigenen Faden aufmachen, wo wir meinen AG bashen. War generell erstmal nur ein, bei uns gibt es generell kein Homeoffice, Leute sind krank oder im Büro, was dazwischen nur in ganz seltenen Ausnahmefällen aber nicht als generelle Option.
  23. Konkret geht es um gutes Gesamtergebnis, was erstmal Voraussetzung ist. Danach gilt persönlich Mehrarbeit abzüglich Krankheitsstunden, da draus wird ein Faktor gemacht, der auf das persönliche Gehalt angewandt wird. Das ist nun eine Interpretationssache. Hier geht es ja nicht um Abzug des Grundgehalts, sondern um eine freiwillige Sonderzahlung. Am Ende wird man immer Leute haben, die um bestimmte Metriken zu erreichen Sachen tun, die suboptimal sind. Das ist aber eine Entscheidung des Einzelnen. Und wie sieht das bei Selbstständigen aus? Da "honorieren" wir das auch, dass sie krank arbeiten und alle Welt anstecken. Kannst es ja durchaus auch an alles andere übertragen. Lass es irgendeinen Leistungsparameter sein, wobei da die Frage ist, wie man das überhaupt misst, dann zwingt der böse Arbeitgeber den Arbeitnehmer zu Überstunden oder in seiner Freizeit noch unentgeltlich zu arbeiten, sich weiterzubilden oder, oder, oder. Oder anders herum, wenn das Blaumachen keine Konsequenzen hat, wie es der Normalfall ist, dann honorierst du dieses, immerhin kriegt er Urlaub für lau bei gleicher Kohle. Am Ende gibt es immer Möglichkeiten Vorteile zu genießen, entweder auf Kosten des AG, auf Kosten der Kollegen oder auf eigene Kosten. Ist eben einfach ein, wir haben ein gutes Ergebnis und die Leute, die sich über der Norm den Hintern aufgerissen haben, die bekommen einen kleinen Boni über die Norm. Geht da halt i.d.R. eh um die heißen Projektphasen und Inbetriebnahmen beim Kunden Vorort oder wenn es mal wo brennt und später wird. Da geht es weniger um die normale Arbeit im Büro. Keine Ahnung. Beschwerden wo ich das Bedürfnis hatte für zum Arzt zu gehen, hatte ich nur einmal während meines Arbeitslebens. Das war ne Wurzelentzündung letztes Jahr, worauf die oberen Weisheitszähne, das zeitliche gesegnet haben. Davor war abgesehen von den Zahnreinigungen mein letzter Arztbesuch 2007 aufgrund einer Nebenhöhlenentzündung und glaube im selben Jahr ein Termin aufgrund unvorsichtiger Bedienung eines Teppichmessers. Klar hat man mal was gehabt, das waren aber meist eher Wehwehchen weil man sich beim Sport blöd angestellt hat und die Schulter oder der Rücken mal 1-2 Tage etwas wehgetan hat. Habe aber nie was gehabt wo ich sage mir geht es zu schlecht zum Arbeiten oder so schlecht das ich einen Arzt aufsuchen möchte oder eben was Ansteckendes habe. Klar hat man mal Kopfschmerzen, mal was Falsches gegessen usw. Ein Mensch bin ich schon noch. Bin aber mit Mitte 30 auch noch nicht so alt, mache relativ viel Sport, probiere mich halbwegs vernünftig zu ernähren usw. auch weil ich z.B. mehrere Diabetes-Fälle in der Familie habe.
  24. Eigene Erfahrung habe ich da keine, da ich noch nie krankgemeldet war. Generell gibt es bei uns kein Homeoffice. Denke mal da Krankheit bzw. Abwesenheit bei uns auch für eventuelle Boni relevant ist, überlegen sich Leute ggf. auch ob sie wirklich arbeitsunfähig sind. Das jemand dann Remote was macht habe ich nur 1-2 mal erlebt, das war dann um eben an Telkos/Remotemeetings teilzunehmen, wenn Büroanwesenheit keine Option war, verschieben des Termins aber auch nicht. Aber ja denke mal wenn man generell gesund wäre aber der Arbeitsweg nicht möglich ist, dann könnte man sich unbürokratisch auf Homeoffice für die Zeit einigen. Ist bei uns aber auch ein kleiner Laden, da muss mein Chef niemanden mehr fragen. Normalfall ist bei uns aber wohl entweder im Büro oder richtig, richtig krank und wirklich arbeitsunfähig, wobei so Workaholics wie unser Chef selbst dann noch aus dem Krankenhaus heraus arbeiten, weil ihnen die Decke auf den Kopf fällt. Ansonsten wie bereits angesprochen wurde sollte das bei dir dann eben geklärt sein, dass das halbwegs spontan möglich ist, wenn das bei dir vom Krankheitsbild ebenso spontan abläuft aber die Arbeit generell möglich ist und nur der Arbeitsweg oder die Büroanwesenheit ein Problem darstellt. Das Unternehmen profitiert ja nur da durch, wenn das angesprochen war, dann ist ja die einzige andere Option arbeitsunfähig und die Füße hochlegen. Ist ja ein entgegenkommen von dir an dieser Stelle. Hat dein Chef ja wie ich das verstehe auch nicht generell verneint, sondern nur gesagt, dass er das nicht alleine entscheiden kann. Bürokratie eben. Denke mal wenn das in Kombination mit einem gelben Schein passiert und kein spontanes mir geht es nicht gut ich bleib im Homeoffice, was man natürlich auch ausnutzen könnte, dann sollte dem aus Sicht des AG eigentlich wenig entgegen sprechen, wenn du das möchtest. In wie weit das ohne gelben Schein geht musst du eben klären. Das hängt sicher schlicht von der Einstellung zum Homeoffice im Betrieb ab und in wie weit man da seinen Mitarbeitern vertraut, dass sie Zuhause ihren Kram machen. Da kann natürlich auch ein Vorgesetzter gebrandmarkt sein und frühere Probleme auf dich übertragen, obwohl du gewissenhaft aus dem HO arbeitest.
  25. Ich glaube ja gerade hier gibt es das Problem durchaus auch anders herum, wo du von gesunderer Ernährung und hier iss einen Apfel sprichst. Sprich Leute die durch Stress und co. sei es aufgrund von Zeit, ausgelaugt sein, für ein wenig Dopamin oder was auch immer gerade auf sowas gar nicht achten, nur Sche.. in sich reinstopfen und wo es dann auf lange Sicht auch in Übergewicht und unseren Zivilisationskrankheiten mündet. Hier und da unterstützt natürlich auch eine nicht gerade ausgewogene Kantine, wobei das vermutlich meist sogar die bessere Alternative ist. Kann natürlich auch wieder ein Kreislauf sein. Kollege fällt aus, anderer Kollege hat mehr auf dem Tisch. Ggf. staut sich da Arbeit auf und der andere Kollege kommt ggf. nach einer Krankheit aufgrund physischer Beschwerden mehr oder weniger auskuriert direkt in eine höhere Arbeitsbelastung usw. Glaube so 100% isoliert ist das Problem gar nicht, wie es meist getrennt wird in physisch/psychisch, weder für den Einzelnen und schon gar nicht im Gesamtkontext.

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