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Velicity

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Alle erstellten Inhalte von Velicity

  1. Nun lässt sich natürlich von außen, aus der Brille von einen der beiden Parteien schwer beurteilen und die Art, wie du deinen Text geschrieben hast, lässt auch eher vermuten, dass du dich ggf. sehr ungeschickt ausgedrückt hast. Ich hatte auch schon sehr aufgebrachte Kunden am Apparat, in der Regel macht da aber der Ton die Musik. Natürlich kann der Kunde einen mal als Schuldigen oder gar "Gegner" sehen. Da ist es dann eben an einem ihm klar zu machen, dass man auf seiner Seite steht und mit ihm das Problem lösen möchte und man nicht persönlich das Problem ist. Ein wenig wie bockige Schüler, die den Lehrer als Herausforderung sehen, anstatt die Schule und ihre Aufgaben und den Lehrer im eigenen Boot. Ansonsten sind manche Leute ggf. einfach nicht gemacht für die direkte Kommunikation mit dem Kunden. Habe auch einen Kollegen, der es hin und wieder schafft Kunden zu verärgern, die dann im Zweifel nicht mehr mit ihm reden wollen und im Gespräch auflegen, ist dann auch immer ein ungünstiger Start so einen Fall zu übernehmen, weil er sich dann nicht mehr traut beim Kunden anzurufen. Da aber weniger weil er unfreundlich wäre, sondern ziemlich raschelig ist, viel zu weit ins technische Detail geht und auch zu schnell raushaut, wo er das Problem vermutet, was sich dann während der Analyse noch zig mal ändert. Ist eben einfach nicht kompatibel mit Kundenkontakt und dein Text lässt Ähnliches vermuten. Bezüglich der Abmahnung hast du ja schon entsprechende Tipps bekommen.
  2. Er nannte ja ebenfalls PHP, was mittlerweile Erwachsen geworden ist und sich bis auf einige Inkonsistenzen, was die Reihenfolge der Parameter angeht nicht mehr verstecken muss. Das OOP ist mittlerweile brauchbar, mit Composer haben wir nen vernünftigen Packet Manager, mit strict_types kann man auch an der Typisierung drehen, der Jungle an Frameworks ist mittlerweile sehr überschaubar und mit den PSR schafft man auch ein paar sinnige Standards. Sicher hat es hier und da noch seine Schwächen oder Unschönheiten und man kann auch unschön was zusammenschustern. Müll produzieren kriegt man aber in jeder Sprache hin, das liegt erstmal am Entwickler und mit seiner genannten Kombination HTML, PHP, SQL, kriegt man wenn man möchte schon verdammt mächtige Applikationen hin. Mal davon ab, dass der Umstieg vom modernen PHP zu einer anderen Sprache auch nicht so ein großer Sprung ist. Also doch, die Autos bauen kann er damit. Klar gehört noch mehr als Bauen dazu, angefangen bei Planung und Konzeption bis Inbetriebnahme und Dokumentation und einen riesen Haufen dazwischen. Da macht es dann aber auch keinen Unterschied ob ich "Html und sowas" nutze oder Sprachen, die du als "richtiges entwickeln" bezeichnest. Mal ganz davon ab, dass wir in den Bereich nicht wenige Quereinsteiger haben und auch im Studium nicht soviel an Praxis rüber kommt, trotzdem stelle ich die gewagte These auf, dass es studierte Informatiker gibt, die heute Entwickler sind, genauso wie die etlichen Quereinsteiger. Scheint also sowohl möglich sich diese Kenntnisse anzueignen, als auch Jobs zu finden. Leichter ist vor allem Zweites natürlich, wenn man das schön auf dem Papier hat.
  3. Nun wenn du dich mehr für den Bereich interessierst und ein Wechsel möglich ist, dann macht da natürlich Sinn. Da gehört ja noch mehr dazu, als die reine technische Umsetzung. Und ob nun Web oder nicht, das ist ein Detail. Natürlich gibt es immer Quereinsteiger und Unternehmen die in ihren Stellengesuchen etwas haben wie "Ausbildung im IT-Bereich". Denke mal du wirst es aber mit dem FISI schwerer haben an Stellen als Entwickler zu kommen, neben der Tatsache, dass es eine Umschulung ist. Oder man wird eben probieren dich daher noch weiter im Gehalt zu drücken. Und natürlich wirst du dir nun auch Wissen aneignen für den FISI Bereich, das du als Entwickler nicht unbedingt brauchst, während dir anderes fehlen wird. Klar kann man sich da selbst reinfuchsen aber wenn du eh nun die Umschulung machst, würde ich probieren zu wechseln, wenn du dir sicher bist, dass du das möchtest.
  4. @treffnix Ist mir schon klar. Mir geht es da eher um das Empfinden. Mich stresst eine erzwungene Pause, wo ich nix zutun habe eher deutlich mehr, als dass ich sie als Erholung empfinde, daher bin ich froh drum. Dass es wie vieles bei uns nicht mit dem ArbZG konform ist weiß ich. Ist hier bzgl. dem Thema aus meiner Brille aber eher eine Lockerung für den AN und nicht so kritisch wie Überstunden oder nicht eingehaltene Ruhezeiten. Wie gesagt, wer Pause machen will, der kann und das auch durchaus länger, da fahren auch mal paar Kollegen zusammen für zwei Stunden zu einem All-You-Can-Eat.
  5. Das kann man doch weiterspinnen. Ich persönlich empfinde den Arbeitsweg auch als Arbeit, meine Freizeit ist das ja nicht und wenn die Arbeit nicht wäre, würde ich mir das sicher nicht geben. Die gesamte Zeitaufwendung für die Arbeit übersteigt nun einmal die reine Arbeitszeit, mal mehr, mal weniger. Je nach Firma freut man sich ggf. auch darüber, wenn es z.B. keine Kantine gibt und ggf. nix brauchbares zu essen in der Umgebung und man quasi zum Einkaufszentrum oder Bistro ein ganzes Stückchen weiter fährt. Persönlich brauch ich i.d.R. gar keine Pause, esse i.d.R. nix zu Mittag, bin kein Raucher, am Platz sitzen und Löcher in die Decke gucken würde mir wenig bringen. Hier ist das eh recht locker und jeder kann es handhaben, wie er möchte. Kommt mir ganz recht, denn für mich ist das auch nur "Mehrarbeit". Einige fahren Weg und sind auch mal über eine Stunde weg, andere machen gar keine Pause, andere lassen sich was liefern etc. pp. Andere sind Raucher, da kommt in Summe vermutlich deutlich mehr Pause zusammen. 100% unter Strom steht man aber ja eh nie, denke der Mensch pausiert eh automatisch, hier was zu trinken holen, da eine kurze Diskussion, unabhängig ob sie mit der Arbeit zutun hat oder nicht, mal wartet man auch fünf Minuten auf einen Rückruf und hat nix Kleines, was man zwischenschieben kann und Meetings sind meist eh tiefen entspannt. Hatte mal während eines Praktikums eine Stunde Pause. Fand ich schrecklich und hat mich eher ausgelaugt, da sinnlos 60 Minuten rumlaufen dürfen und meine Freizeit verschwenden. Würde man 5 Minuten weiter wohnen wäre das ggf. lustig, dann könnte man sich um Haushalt und co. kümmern und hat vor der Arbeit, nach der Arbeit oder am Wochenende damit mehr Freizeit.
  6. Grob hast du eben deine Faktoren wie Tätigkeit und Verantwortung und dann die Unterteilung Region, Branche, Firmengröße. Auch findest du sicher noch Statistiken zu den verschiedenen Programmiersprachen und Frameworks und den Bezahlungen dort. Statistisch immer interessant, was einen wie großen Einfluss hat aber am Ende kommen eben alle Faktoren für den Einzelnen zusammen und der macht ggf. auch nicht rein nur das, sondern ggf. auch anteilig was anderes usw. Am Ende hast du gar keinen direkten Vergleich.
  7. Jap, so häufig treten Probleme, vor allem außerhalb der Bürozeiten, nicht auf und wenn, könnte ein dedizierter 1st-lvl auch überhaupt nix machen. Die meisten Kunden kriegen es nicht hin ihr Problem zu beschreiben oder verstehen es selbst nicht wirklich. In der Regel muss man denen alles aus der Nase ziehen aber muss eben auch wissen was man fragen muss. Im Zweifel brauch man dafür dann auch Projektkenntnisse, war im Idealfall mal Vorort und hat am Projekt mitentwickelt. Davon ab, mit der aktuellen Lösung ist zumindest einer, der das Problem lösen könnte offiziell greifbar, der 1st-lvl in dem Fall selbst. Ansonsten hättest du eben diesen und noch einen zusätzlichen? Und wenn das Problem immer noch nicht den sein Bereich ist? Oder sind alle generell immer erreichbar und der 1st-lvl, der gar nicht weiß worum es geht spielt Telefonist und ruft nur an um zu sagen, da hat einer angerufen? Da haben teilweise Kollegen bei uns schon Probleme die Sachen vernünftig aufzunehmen und zu hinterfragen, weil noch Kenntnisse fehlen, auch nach Jahren, weil man einfach noch nicht mit jeden Projekt, jedem Problem und jeder Schnittstelle zutun hatte. Ist eben ein zwanzig Jahre alter Core mit kundenspezifischen Erweiterungen, hunderten Tabellen, ein paar Anwendungen unterschiedlicher Sprachen oben drauf und in der Regel ne Hand voll Schnittstellenpartnern. Das ist wohl unmöglich, dass da jeder alles aus dem Effeff kann. Ist eben Logistik, da ist eh alles knapp bemessen. Der Kunde hat vor der Halle nen paar LKW stehen, die weg müssen, kriegt seine Touren aber nicht raus. Da kann man nicht sagen, wir schauen uns das in ein paar Stunden an. Und wenn es um Frischware geht, dann darf er sie ggf. vernichten und kann sie auch nicht später ausliefern/verkaufen, da muss hier und jetzt was passieren, wenn er das Problem meldet. Ja alles eine denkbar unglückliche Kombination. Aber mit der Firmengröße, dem Produkt und den Kunden denke ich, ist das nicht wirklich anders lösbar. Und größtenteils klappt es ja auch alles schon sein Jahrzehnten problemlos. Wir gesagt deshalb stacken wir Generalisten und verteilen Aufgaben dann je nach Kapazität. Mal ist man nur ein kleines Zahnrad in einem Projekt und hat eine Teilaufgabe, mal ist man von vorn bis hinten involviert, angefangen bei den Pflichtenheftgesprächen mit den Kunden, weiterer Schnittstellengespräche mit entsprechenden Partnern, hat die Datenbank aufgesetzt und kundenspezifische Erweiterungen gemacht, an der Businesslogik mitgewirkt, genauso wie an aufsetzenden Anwendungen und Prozesse, Aufgaben intern verteilt und ist auch Ansprechpartner für den Kunden, bei Erweiterungen und Problemen und eben wie jeder andere auch beim Support. Klar fängt man so nicht an, da kommt eben immer wieder mal was dazu, wenn man Luft hat, ggf. erstmal als zweiter Mann etc. pp. Aber letztlich ist das so die Rolle, in die sich die Leute hier mit der Zeit entwickeln. Und natürlich ist man bei den wenigsten Projekten in allem drin. Bei den meisten übernimmt man nur einige Teile. Muss bei all dem sagen, dass ich die Abwechslung und Verantwortung aber auch schätze und froh bin da überall Einblicke gewonnen zu haben.
  8. Korrekt. Die Rufbereitschaft geht jede Woche zum nächsten Kollegen und erstmal ist das nur sein Problem und den Großteil wird er auch alleine lösen können, sofern er nicht neu in den Support hinzugekommen ist. Im Zweifel hat er aber eben nen Kunden oder ein Problem, wo er alleine nicht weiter kommt. Dann muss er eben probieren ein Kollegen zu erreichen. Wenn das was sehr Spezifisches ist, wo er einen von wenigen Kollegen brauch und die ggf. gerade kein Netz haben oder das Smartphone nicht auf den Nachtisch liegen haben, dann endet das auch mal so. Ist aber wie gesagt ne absolute Ausnahme. Im Normalfall kriegste hier selbst während des Urlaubs jeden ans Telefon oder die Leute haben kein Problem da mal wo mit auszuhelfen. Per se alle offiziell auf Bereitschaft halten kannst du auch nicht und welche Probleme es gibt kann auch keiner vorhersagen. Ist aber eher die Ausnahme. Letztlich ist alles Database-Driven und die verschiedenen Anwendungen setzen oben auf. An die eigentliche Geschäftslogik kommt jeder ran. Ist eben nicht so strickt getrennt, aufgrund der kleinen Firmengröße und der übergreifenden Verantwortlichkeiten. Ein System, mit ein paar Anwendungen die darauf aufsetzen. An vielen Sachen arbeitet man gemeinsam, für einige Sachen gibt es eher spezifische Ecken. Und per se hat eh jeder Berechtigungen für alles bzw. die Daten für entsprechende Accounts, da auch jeder Mädchen für alles ist. Da gibt es keinen dedizierten Support, Entwickler, Datenbankentwickler oder DBA, dafür fällt in den einzelnen Bereichen auch viel zu wenig an. So hat man halt ein paar Generalisten. Da hat aber keiner nen Problem, wenn jemand anders an den Code von anderen geht, das ist eher der Normalfall, wie gesagt bei den meisten Sachen sind alle irgendwo involviert. Und wenn da eben eine Operationen am offenen Herzen erfolgen muss, damit der Kunde weiterarbeiten kann, dann redet man eben ein paar Stunden später im Büro drüber. Gab Problem X, ihr habt da die API falsch bedient im Fall Y, hab das nun erstmal so gelöst, damit der Kunde weiterarbeiten kann. Das kann sich der Kollege dann anschauen. Im Zweifel sagt er ja, kann so bleiben passt oder ne, so möchte ich das nicht haben und darf selbst noch mal ran. Oder im anderen Fall hat man eben einen nachgelagerten Workaround und sagt eben Problem besteht, habe nun von mir aus auf der Tabelle einen Trigger gemacht, der eure falschen Inserts korrigiert, da ich euren Code nicht compilieren kann. Schau mal bitte was ihr da genau macht und fix das und hau den Trigger danach weg. Oder sofern komplexer setzt man sich auch daneben und löst das Problem eben gemeinsam. Wie gesagt ist ein kleiner Laden, das ist nicht eine Abteilung in einer anderen Stadt oder einen anderen Büro, da laufe ich 5-10 Meter und kläre das. Meist geht es eben eher um eine schnelle Lösung, wenn es beim Kunden steht.
  9. Jap ist aber leichter gesagt als getan. Daher sagte ich auch eher Stress gegenüber dem Kunden. Der hat eben sein Supportvertrag und seine Hotline, wo er mich dran kriegt in dem Moment. Das Problem ist in dem Fall kein externer Anbieter, sondern in unseren Unternehmen. Aber eben eine andere Ecke mit anderer Programmiersprache, Entwicklungsumgebung, Frameworks und Bibliotheken. Da habe ich keine Möglichkeit bzgl. eines Hotfixes, wenn der Kunde nicht arbeiten kann. Kann höchstens probieren den Fehler im Sourcecode zu lokalisieren, damit der Kollege, den ich als erstes drankriege schneller voran kommt und ggf. kann ich Datensalat aufräumen, der hinten rauskommt, wenn das hilft, danach sind mir aber technisch die Hände gebunden. In dem Moment habe ich aber nen Kunden der pissed ist und mich auf der anderen Seite, den er erstmal als den Verantwortlichen dran hat. Da kann ich auch schlecht reagieren wie die Verkäufer im MediaMarkt und wegrennen und dabei schreien nicht meine Abteilung. Aber ihm sagen, wir sind dran, während das Problem ggf. wächst und wir eben nicht dran sind, weil ich keinen Kollegen aus der Ecke an das Telefon kriege, ist eben doch etwas stressig, weil ich natürlich selbst auch keinen Dunst habe wann das Problem gelöst ist. Wenn das Problem bei externen Anbietern ist, habe ich da wenig Probleme. Klar da muss man sich gut genug auskennen um selbstbewusst sagen zu können, wir können nix tun oder nicht unserer Fehler aber wir können via Workaround X unterstützen. Und je nach Vertrag darf er sich dann an den anderen Anbieter wenden oder wir spielen stille Post.
  10. Darauf gibt es vermutlich viele Antworten. Der eine teasert mit seinen Inhalten, die Teil eines Kurses sind oder coacht gar gegen Bares. Der nächste macht extra freien Content für Beginner und bietet eben wieder rum Inhalte für Fortgeschrittene gegen Bezahlung an oder nutzt die Plattform um Klicks zu generieren und ein paar Euro via Affiliate Links und co. zu machen. Gibt sicher auch welche, für die ist Aufmerksamkeit und Dankbarkeit genug. Die fühlen sich schlicht wohl in ihrer Expertenrolle mit einen entsprechenden Gefolge. Ob man sich einen Kurs sparen kann? Jein. Ich denke bei freien Inhalten muss man stärker filtern. Viel ist älteres Wissen, oft werden auch Sachen unvollständig wieder gegeben oder sind schlicht falsch oder Halbwahrheiten. Persönlich habe ich aber auch so gut wie alles was ich kann mittels freien Quellen gelernt, sei es Openbooks, Wikibooks, Youtube, freien Videos anderer Plattformen oder der Rest ist eben die Praxis und Erfahrung. Nix von den was ich heute mache habe ich von irgendjemand beigebracht bekommen, der dafür direkt bezahlt wurde. Ich weiß Geld regiert die Welt aber es muss eben nicht alles verkauft werden. Mal davon ab, es gibt sicher auch viele die scheuen sich bzgl. der Sachen, die das mitbringt. Steuern, Buchhaltung etc. pp. und wenn man sich da eh nicht riesige Summen ausrechnet, dann ist das als Hobby, bei denen man selbst sein Wissen festigt und noch etwas Neues lernt in Bezug aufs Schreiben, Videoediting usw. sicherlich auch nicht verkehrt.
  11. Nun die Frage ist, was Stress ist. Ist Stress objektiv? Etwas, wo man etwas tun muss unter Druck, man die Lösung für ein anliegendes Problem nicht kennt? Oder ist Stress erst Stress, wenn ich ihn stark als solchen empfinde? Ob Tätigkeiten wie viel Sport außerhalb des Büros da mit reinspielen, keine Ahnung. Laut Studien ja, einen Vergleich habe ich nicht, habe schon immer regelmäßig was gemacht, auch bevor ich ins Berufsleben eingestiegen bin. Daneben ist es natürlich Gewohnheit und Erfahrung. Habe aber durchaus erlebt, dass einige Kollegen da deutlich mehr Probleme haben, da gerade zu Panik kriegen oder eben nen Brett vorm Kopf haben. Ist bei uns der Bereich Softwareentwicklung für Logistikzentren aber eben mit direkten Support für den Kunden, der im Zweifel anruft ala nix geht, LKW steht vor der Tür und muss gleich los oder 50 Leute haben die Hände in den Taschen und können nicht arbeiten. Natürlich will der Kunde gleich wissen wann er wieder arbeiten kann, was das Problem ist etc. pp. Gerne ruft er dann auch im zwei Minuten Takt an und fragt wie es aussieht oder es skaliert nach oben, sprich vom normalen Mitarbeiter zum Schichtleiter/Leitstand, zum Bereichsleiter und in ganz seltenen Fällen auch mal zum Geschäftsführer. Gerade die letzten beiden nehmen dann auch gerne so Worte in den Mund wie Regressansprüche und co. auch wenn noch kein Mensch weiß, was eigentlich los ist. Im direkten Vergleich mit vielen Kollegen mache ich folgende Dinge anders: Ich tippe ein gutes Stück schneller als die meisten meiner Kollegen und habe das Gefühl oft etwas nicht besser zu wissen, sondern einfach in der gleichen Zeit an mehr verschiedenen Stellen gucken zu können. Ich nutze exzessiv Snippets, Templates und co. in meinen Entwicklungsumgebungen. Alles was ich häufiger brauchen kann, sei es komplexere SELECTs zur Analyse, oder Skripte um Sachen zu automatisieren, die aufwendig sind und häufiger vorkommen. Viele Kollegen suchen vor allem bei ersten immer wieder Minuten lang bei Google, Stackoverflow und co. Ich nutze gerade bei Problemen die das Netzwerk und andere Schnittstellen dazwischen haben auch andere Tools wie WireShark, nmap und co. und kann damit viele Probleme schnell eingrenzen ala nicht unsere Baustelle oder definitiv unsere Baustelle. Ich suche nicht ewig rum, wenn ich ein Problem nicht schnell von außen erfassen kann, debugge ich eben rein, davor scheinen sich viele zu scheuen, keine Ahnung warum, auch intern beim Testen usw. Ich habe Spaß an der Problemsuche, während mir das mit dem Kunden am Telefon vorher Stress gemacht hat, habe ich gerne Kollegen geholfen, wo die sich mit den Kunden rumschlagen konnten und ich unterstützen konnte so konnte ich das relativ stressfrei lernen und mittlerweile werde ich auch überall als Unterstützung hinzugerufen, haben sich die Kollegen eben dran gewöhnt, wodurch ich da wohl mehr Praxis hab. Das sind alles nicht Sachen die ich explizit deshalb mache, die mir aber im nachhinein dafür viel gebracht haben, ebenso die Fähigkeit den Kunden auch mal sagen zu können, dass ich mit der Fehlersuche nicht voran komme, während ich mit ihm telefoniere. Das hört er nicht gerne aber letztlich wächst sonst sein Problem und mein Problem. Wo ich teilweise noch Stress empfinde ist, wenn das Problem aus dem anderen Kernbereich hier ist. Bin mittlerweile schon so weit, auch wenn das komplett nicht meine Abteilung ist und ich entsprechende IDEs nicht habe, dass ich die Projekte trotzdem gepullt habe und mit Notepad++ in dem Source rumwühlen kann und ggf. Fehler die von dort auf Datenbankseite produziert werden nachvollziehen oder fixen kann aber wenn das Programm konstant Probleme verursacht und da was gemacht werden muss und ich dann keinen Kollegen diesen Bereichs ans Telefon kriege, dann ist das unschön. Quasi ein Problem haben aber sich nicht der Lösung nähren können, während Zeit verstreicht. Der Kunde ruft dann eben regelmäßig an und fragt nach dem Stand und ich kann ihn quasi nur belügen und sagen wir sind dran, kann ihn ja schlecht sagen sorry kriege keinen Kollegen an den Apparat, die pennen wohl alle noch. Der will natürlich auch wissen warum das solange dauert, ob wir schon an der Lösung sind und schon wissen was das Problem ist usw. Den dann irgendeinen Mist erzählen empfinde ich auch stressig, ebenfalls hinterher, wenn man Probleme wegreden darf usw. Habe immer das Gefühl der merkt eh, dass ich ihn für dumm verkaufe oder denkt eben ich hab selbst überhaupt keine Ahnung. Aber letztlich ist das nur Stress gegenüber dem Kunden und der Situation. Das mir da niemand im eigenen Laden für die Ohren lang zieht und ich alles gemacht habe, was ich kann und wohl auch weit mehr als die meisten anderen, die Probleme anderer Abteilungen generell nur abschieben weiß ich und mehr kann ich nicht tun, außer das organisatorische Problem auch noch mal intern ansprechen aber da sowas meist keine Konsequenzen hat, wird daran auch nix geändert, passiert auch nicht so oft. Mal davon ab, der Kundenkontakt war generell anfangs sehr stressig für mich, krankheitsbedingt (Soziale Phobie), bin diesbezüglich aber auch etwas abgestumpft und funktionieren tut alles, hier und da ist der Puls halt was höher und die Luft etwas knapper aber überlebt man alles und geht weiter.
  12. Bin dann schon eher für eine elektronische Nerfgun mit automatischer Zielfunktion und ordentlich Wums, die mit einen schönen großen roten Buzzer ausgelöst wird. Da hätte ich dann wenigstens ein bisschen Spaß dran. Im Idealfall in entsprechender Größe ala:
  13. Nein. In der Regel fragt die Person, bevor sie aufsteht, ob ich mal nen Moment habe, klingelt durch oder kommt eben rüber und wartet, was natürlich auch schon minimal ablenkt, wenn da im Augenwinkel einer rumtanzt. Im Zweifel sage ich eben, sorry bin gerade bei Xy, brauch hier nochmal fünf Minuten. Soviel Kommunikation kriege ich gerade noch hin. Je nach Dringlichkeit oder wie komplex meine Arbeit ist, kann ich die natürlich auch unterbrechen. Generell war ich aber früher ein Fan von asynchroner Kommunikation, für nicht dringende Sachen ala IRC. Theoretisch so auch in Teams, Slack oder Discord möglich, wobei mittlerweile eh jeder an Notifications gewöhnt ist, die überall defaultmäßig an sind und jeder einen tagged, ein @everyone, @here oder was auch immer raus haut. Die eigenen Bedürfnisse sind eben immer die Wichtigsten.
  14. Das eine hängt wohl mit dem anderen zusammen. Natürlich kann man sich schnell einarbeiten, wenn es noch nicht wirklich viel gibt. Nun bei etwas mit "recht schnell"er Einarbeitungszeit, halte ich dich damit dann nicht für unersetzlich. Es ist was anderes, wenn man irgendwelche Altprojekte und prozesstechnischen Abläufe kennt, von vor vielen Jahren, wo man sich nun kaum noch einarbeiten kann als der Einzige zu sein, der eine Aufgabe erledigt, in die man sich fix reinfuchsen kann. Klingt für mich wie eine normale Aufgabe in der IT und gerade in einem kleinen Unternehmen macht man eh alles was anfällt. Sofern wir nicht von einer anderen Rolle reden, sprich hauptsächlich Projektleitung statt Entwicklung oder Verantwortung für Mitarbeiter usw. sehe ich das nun nicht als große Änderung der Tätigkeit, die was am Gehalt drehen würde. Vermutlich schwer, wenn nicht vorher vereinbart und natürlich auch überhaupt kein Argument. Wie viel Gehalt du bekommst ist eben nicht abhängig davon, wie viel du ausgeben kannst, sondern anders herum. Ohne Wechsel vermutlich nur mit mehr Verantwortung, sofern es da irgendwas gibt und du soviel Luft hast und so routiniert bist in dem, was du nun machst. Ist natürlich immer von der Region abhängig. Halte ich aber für ein sehr solides Einstiegsgehalt.
  15. Jap und wenn irgendwas nicht optimal läuft, dann muss grundsätzlich alles maximal schlecht sein. Man redet eben über Themen die bewegen und das sind vermutlich meist eher Negative. Denke mal das Bild, was ihr da durch mich kriegt ist auch weit weg von der gesamten Realität. Ist eben normal, dass sich Bereiche entwickeln, Unternehmen neue Herausforderungen antreten und das im Zweifel auch noch nicht genug Wissen da ist. Und bei einer kleinen Firma auch bei weitem nicht genug Arbeit in dem Bereich um jemanden zusätzlichen einzustellen, der nur das machen soll. Denke aber wenn man das langsam hochfährt und sich bewusst ist, dass man erstmal keine riesigen Projekte in den Bereich annimmt, dann sollte das auch auf diesem Wege kein Problem darstellen.
  16. Läuft bei uns genauso, wie von @bigvic beschrieben. Kommt ab und an was Neues hinzu. Da gibt es dann meist erstmal kleinere Projekte. Da man keine Referenzen hat, kriegen die meist auch nen Preisnachlass als "Pilotprojekt" oder es gibt gar Features für Bestandskunden umsonst, die Erweiterungspotential haben, wofür man dann eben zahlt. Per se passiert die Einarbeitung On-The-Fly bei der Umsetzung. Natürlich ist dann noch nicht alles perfekt. Viele investieren dann auch Zeit privat in das Thema, nicht angeordnet, sondern weil sie einen guten Job machen wollen und dafür eben meist mehr Zeit notwendig ist und ggf. eher Käse rauskommt, wenn man alles erst bei der Umsetzung selbst am großen Ganzen lernt.
  17. Nun Einhörner gibt es immer. "Ich kenne genügend Leute" klingt aber fast so, als wäre es der Normalfall. Kann natürlich sein, dass du einfach in sehr auserlesenen Kreisen verkehrst. Ich kenne eher das Gegenteil aber natürlich auch keine statistisch relevante Menge, sondern knapp ne Hand voll Leute. Da musst du jeweils das Gehalt von 3-4 Leuten zusammenwerfen, damit da was Sechstelliges rauskommt. In der Regel verdient man laut allen möglichen Statistiken und Umfragen aber im Bereich Web und im Support mit Abstand am schlechtesten, ergo verstehe ich die Sorge schon. Heißt nicht man kann nicht viel verdienen, die Wahrscheinlichkeit scheint aber nicht gleich zu sein. Und auch hier im Bord, wo das Gehalt schon eher überdurchschnittlich ist bei den meisten, kommen nur sehr, sehr wenige an so Gehälter, trotz deutlich mehr Verantwortung und höheren Qualifikationen.
  18. Nun ich denke man muss da sehr, sehr stark unterscheiden. Das Web bietet vielen Leuten einen gewissen Einstieg etwas zu realisieren. Sei es nun ein Wordpress oder Joomla zusammen zu klicken, etwas Fertiges von Stackoverflow in eine HTML, JS oder PHP Datei zu kopieren. Auch ist die Lernkurve anfangs sehr flach, genauso wie die Sprachen. Man macht sich keine Gedanken um Datentypen und hat irgendwelche lustigen flachen PHP Dateien, die aus Tutorials um 2000 rum basieren und keinerlei Struktur haben und keinen der angesagten Konzepte, sei es OOP oder Functional Programming folgen. Ja "irgendwas mit Web" kann man relativ schnell machen und das vermutlich leichter als alleine eine richtige Entwicklungsumgebung mit Compiler und co. erstmal soweit zum laufen zu kriegen, dass man damit was anderes entwickeln könnte. Aber ich kann mit den Websprachen natürlich auch sehr komplexe Applikationen abbilden. Dazu haben wir viele, viele Geräte, Auflösungen, verschiedene Browserversionen und mittlerweile auch immer mehr Build Tools, Frameworks und co. Ich finde aufgrund dessen die Webentwicklung eher schwerer, gerade das Frontend bringt einen ab und an dazu, dass man sich die Haare ausreißen möchte. Ich bin immer froh, wenn ich eher im Backend unterwegs bin, im Idealfall in einer vernünftig typisierten Sprache. Auch weil viel Struktur vorgegeben wird. PHP und JS laden mit ihrem Aufbau auch ein, mal eben ein kleinen Workaround zu basteln oder etwas nicht ganz so schön zu lösen, ist ja nur ne Kleinigkeit.. die wächst und wächst und wenn du den Code als Fünfter vor die Augen kriegst, dann willst du weglaufen. Letztlich ist es am Ende aber ein großer Unterschied, ob ich nen Wordpress zusammenklicke mit 20 Plugins für einen Affiliate Blog oder eine komplexe Webanwendung für die Industrie schreibe, ob ich dafür noch Kenntnisse brauche in verschiedenen Frameworks, Präprozessoren und anderen Build-Tools und auch auf der Datenbankseite fit sein muss. Das was ein Webentwickler ist, ist für mich einfach viel weiter gefasst als das was ein Java-Entwickler ist. Wenn ich Hundert von den letzteren habe, dann werden zumindest die Kenntnisse in Java selbst und den Konzepten sich irgendwo ähneln. Natürlich wird es da auch Flachpfeifen geben. Bei den Webentwicklern werde ich aber sicherlich auch Leute bei haben, die wie gesagt nur was zusammenklicken können. Das ist auch nicht schlecht oder soll abwertend sein. Es gibt einen Markt dafür. Der Handwerker um die Ecke der seine Website nur als digitale Visitenkarte versteht, der brauch nicht mehr. Genauso wie viele Blogger usw. Wir werfen einfach nur zu verschiedene Sachen in den einen Begriff rein, was dann leider den Leuten ein wenig schadet, bei denen da durchaus mehr hinter ist. Dazu kriegt man im Web schnell Wind von Sachen, denen man ggf. bei einer normalen Desktopanwendung etwas aus dem Weg gehen kann. Das es Frontend und Backend gibt ist die Norm. Reine Clientanwendungen sind eher selten. Genauso Sachen wie Caching, Verschlüsselung, Komprimierung, Zertifikate usw. Ebenso ein wenig Wissen um den Webserver etc. pp. Und auch das Arbeiten mit mehreren Sprachen an einem Projekt ist relativ normal. Dazu eben die rasante Entwicklung an Tools und co. Webentwickler müssen meiner Meinung nach heute schneller oder öfter ihr Wissen erneuern.
  19. Nun wie sollst du denn damit umgehen. Die Erhöhung freundlich ablehnen? Drüber freuen und gut ist. Bestätigt ja, dass man mit deiner Arbeit wohl zufrieden ist. Habe selbst auch schon einige Erhöhungen bekommen ohne zu fragen. Ob das ansonsten üblich ist? Keine Ahnung. Und warum das gemacht wird? Wohl weil man gute Arbeit leistet und das Unternehmen einen halten will. Das Gehalt ist wohl eines der Gründe für einen Wechsel. Sowas erzeugt eben Loyalität.
  20. Schlimm/extrem ist relativ. Ich bin jung, habe auch noch viele Hobbys um den PC, keine Familie, ergo nix wo es groß stört und meist sind es eher Kleinigkeiten. Aber generell klingelt das Telefon täglich, auch nach Feierabend, während der Kurzarbeit (wird dann natürlich korrekt von dieser abgezogen) oder während des Urlaubs. Geht dann eben i.d.R. um Supportfälle bei Projekten, wo ich tiefer drin stecke, sind leider so gut wie alle, die auch außerhalb der Bürozeiten arbeiten bzw. 24/7 laufen. Sind mal Kollegen, die sich in dem Bereich gar nicht auskennen, mal Leute die ungefähr wissen was los ist aber nicht sicher genug sind um den Kunden z.B. zu sagen, wenn sein ganzer Laden steht, dass wir da nix machen können und das an Schnittstellenpartner ABC liegt. Oder schlicht länger brauchen würden und entsprechend Druck vom Kunden kriegen. Klar frag ich mich da auch, ob der Laden überhaupt laufen würde, wenn ich nicht immer verfügbar wäre oder was passieren würde, wenn ich mal schlicht im Urlaub nicht dran gehe. Ob man mir das dann um die Ohren haut? Wäre vermutlich was anderes, wäre ich nen Familienvater, der seine Kids und Frau kaum zu Gesicht bekommt. Dann mal einen schönen Abend mit denen verbringt und dauernd klingelt das Telefon und man darf den Rechner hochfahren. Wertschätzend ist nun zuviel des Guten. Mir wäre schon klar, dass es eben um die Arbeit und Planungssicherheit usw. geht. Glaube wie ich das aufnehmen würde, wäre stark davon abhängig wie es mir mit meiner Krankheit geht. Wenn die Geschichte so gut wie rum ist, ich eigentlich keine großen Beschwerden habe, dann würde ich das vermutlich lockerer aufnehmen. Klar wenn man schmerzen hat, eh schon eine nicht ganz so positive Grundstimmung, dann nimmt man das wohl eher nervig auf. Ist aber eben normal, der Arbeitgeber kriegt eben auch Anfragen von Kunden rein und möchte denen irgendwann nen Stand geben und muss wissen wann entsprechende Mitarbeiter verfügbar sind. Ist ja auch nicht böse gemeint.
  21. Nun beim Smartphone sehe ich ebenfalls wenige Vorteile. Habe ebenfalls, auch aufgrund der Rufbereitschaft, nen Smartphone vom AG an der Backe, ebenfalls mit Privatnutzung. Wüsste aber nicht in welchen Kontext ich das als Benefit sehen sollte. Sparen tut man letztlich nur, wenn man das Gerät statt einen Eigenem benutzt. Das wieder rum würde unendlich viele Nachteile bringen und sehr unschöne Situationen. Sei es, dass die Nummer irgendwo hinterlegt ist für 2FA, das Leute aus dem privaten Umfeld sie haben usw. Und wenn ich das eh trenne, dann fällt der Benefit quasi weg. Das Smartphone an sich, auch für die Arbeit, wenn mal kein Netz usw. ist sicher sinnig. Vermischung mit privat sehe ich da aber ausschließlich als Nachteil, bis hin zum wirklichen Problem. Dual-Sim ist sicher eine Möglichkeit aber auch da vermischt man es dann doch stark. Sei es in Bezug auf Profile, Apps, Datensicherungen, Accounts für Mails usw. Und klar, da ist dann die Firmenmail eingerichtet und poppt dann eben auch auf. Das hat auch den Nachteil, wenn man drauf reagiert, dass es schnell unbewusst erwartet wird. Beim Notebook usw. ist das wieder was anderes. Wenn ich auf das Teil nen Spiel draufhauen darf oder nen Stream schauen darf, wenn ich damit beim Kunden im Hotel hänge Abends, dann ist das für mich ein Mehrwert ohne dass ich ne zweite riesige Kiste mit Netzteil und co. mitschleppe. Wenn es aber um etwas geht mit Kontakten, Accounts innerhalb der gleichen Programme usw. dann ist das für mich klar zu trennen.
  22. Ist ja auch nicht der Alltag und da will keiner zufälligerweise, dass sich jemand überarbeitet. Geht nicht um kleine In-House Entwicklungen im eigenen Büro, die man im Zweifel leicht verschieben könnte. Mal konkreter. Kunde baut sich nen neuen Standort, der alte fällt zum Ersten weg. Wir sind drei Wochen vor dem Go-Live mit der Inbetriebnahme Vorort geplant, wo natürlich auch durch die Reisezeit gut Stunden zusammenkommen. Davor muss natürlich neben den Bau und co. vieles andere stehen. Das sind Maschinen und Fördertechniken, die wir ansprechen, der Stahlbau usw. Meist sind das dann eher die Probleme. Etwas konnte nicht geliefert werden, SPS Programmierer sind noch nicht fertig oder es fehlt auch schlicht wo nen Kabel, nen Bauteil ist kaputt gegangen oder geht gar immer wieder kaputt und keiner peilt warum. Das alles muss Vorort getestet werden, da gibt es sicher noch Abstimmungsbedarf und kleinere Korrekturen. Zwei Wochen brauch wir sicher, drei sind geplant. Sind eben auch Schulungen usw. bzw. Sachen die man Worst-Case etwas verschieben könnte. Nun gibt es irgendwo in der Kette davor Probleme. Am Ende stehst du dann drei Wochen vor dem Go-Live Vorort aber kannst an etliche Stellen nicht ran, irgendwas ist nicht fertig usw. Hier und da kannst du natürlich noch ein wenig schieben aber dann hast du eben mal den Punkt, da hast du knapp eine Woche für etwas, das eben zwei Wochen dauert. Der Kunde kann nicht mehr zurück. Der alte Standort ist weg, der hat zig oder hunderte Mitarbeiter, die an dem Standort arbeiten müssen und du bist der letzte in der Kette, an dem liegt es natürlich, dass es gerade noch nicht losgehen kann. Mal davon ab, dass Software so schön dynamisch ist. Wenn irgendwo in China ein Werk abbrennt und irgendwas nicht geliefert werden kann, dann verstehen Leute das leichter als wenn man Software nicht etwas schneller fertig kriegt, im Zweifel mit mehreren Leuten (die natürlich nicht im Projekt involviert sind).
  23. @treffnix das war schon bewusst etwas spöttisch ausgedrückt. Klar hast du bei 8 Stunden am Tag, dann kein Problem mit der Heimfahrt, die restliche Problematik bleibt aber eben. Wie gesagt sind auch Ausnahmen aber wenn dann nicht alle die A..backen zusammenkneifen, hat es eben Konsequenzen. Und wenn alle lieber die Überstunden in Kauf nehmen, um das Kind aus den Brunnen zu holen, dann ist das praktisch für den Einzelnen doch eher schwer. Mal davon ab, dass ich in dem Falle eigentlich auch dafür bin das Projekt zu retten aber selbst wenn ich es nicht wäre, könnte ich in der Situation schlecht mit den Konsequenzen leben. Ggf. ein wenig anders, weil es ein kleines Unternehmen ist und die Chefetage nicht ewig weit weg und ein abstraktes Konstrukt ist und man eben alle Sachen drum rum mitkriegt, wie das Gewerk oder den Planer dadrüber der schlicht sagt ist mir sche.. egal wie ihr das möglich macht, entweder der Laden läuft am Ersten oder wir machen nix mehr zusammen. Kriegen wir eben mit, wissen was es finanziell bedeutet, für das Unternehmen, für uns, im Zweifel wäre es auch unsere Entscheidung. Aber da sagt keiner, okay, brennen wir den Laden ab. Wie gesagt sind trotzdem Ausnahmen, das ist kein Regelfall aber ist eben schon vorgekommen.
  24. Wie sieht sowas eigentlich in der Praxis aus, wenn man sich dagegen entscheidet bei entsprechenden Überstunden? Ich sag mal bei uns gab es auch schon Projekte mit aberwitzigen Stunden, nun nicht so häufig aber ich sag mal 2-3 Projekte von 20-30 bis dato. War auch in keinem der Fälle wirklich unsere Schuld, sondern Leute die vorher ran mussten brauchten länger auch länger als der bereits eingeplante Puffer und bis man vor der Tür stand haben sie es auch runtergespielt ala passt schon alles. Ggf. war es auch nicht ihre Schuld, sind eben viele Gewerke in einer Reihe und den letzten beißen die Hunde. Aber mal spöttisch durchgespinnt. Ich sage Mitte der Woche, mehr arbeite ich nicht, fliege mit meinen Privatjet schon mal nachhause, während der Rest der Kollegen noch beim Kunden ist und dann eben nochmal 10-15 Stunden mehr macht. Sofern jemand meine Arbeit übernehmen kann und nicht die Woche dann erstmal flach fällt. Dann zaubert man irgendwie die Flüge nach vorn oder hat eben Freizeit im Industriegebiet am A.. der Welt und fliegt trotzdem Freitag zurück. Im Zweifel fährt deshalb dann das ganze Projekt gegen die Wand. Jahresboni für die Kollegen und einen selbst gibt es dann selbstverständlich nicht, das danken die mir sicher und sorgt für gute Stimmung. Ggf. sagt das Gewerk oben drüber oder der Planer dann, dass er mit einen nix mehr machen möchte. Das beeinflusst dann natürlich auch die nächsten Jahre, mit Glück gibt es für mich und die Kollegen also noch mehr Freizeit z.B. in Form von Kurzarbeit. Ich mein sagt man da einfach nein und bleibt trotzig im Hotel und schaut TV, wenn die Mannschaft losfährt? Unabhängig der Konsequenzen? Oder fliegt selbstständig nachhaus und legt dem AG anschließend das Ticket auf den Tisch? Und hat das so hier auch mal wer gemacht und kann über dieses Erlebnis berichten? Würde mich ja durchaus interessieren, wie das dann wirklich praktisch abläuft und wie das Arbeitsverhältnis anschließend aussieht.
  25. Das waren für mich nun nur zwei Bilder von verschiedenen Unternehmen. Groß und klein habe ich denen nur zugeordnet, weil es für mich zu den Attributen passt und große Unternehmen für mein empfinden häufiger organisierter sind, zumindest was ich von außen mitbekomme bei Kunden. Ansonsten hast du recht, denk dir das groß und klein einfach weg. Davon ab sind natürlich eh alle Unternehmen als auch Arbeitnehmer unterschiedlich. Wenn wir das also so sehen dann dürfen wir hier gar nicht mehr diskutieren, solange wir nicht zumindest im gleichen Unternehmen gearbeitet haben und selbst dann wird es noch genug Unterschiede geben. Dafür sind Diskussionen nun einmal da. Ich weiß, hier sind alle Arbeitgeber schlecht, die Arbeitnehmer immer die armen Opfer und die Arbeitgeber machen alles, weil sie menschlich böse sind. Gründe hinterfragen, verstehen oder Empathie ist gleichbedeutend mit einem Stockholm-Syndrom und ein Arbeitsverhältnis ist eh nix anderes als eine Geiselnahme. Außerdem geht es bei meiner Meinung zum Thema Kündigung in keinster Weise um meinen Arbeitgeber, sondern meiner Einstellung und Moralvorstellung zum Thema an sich. Dass die hier bei den Meisten anders aussieht, habe ich durchaus bemerkt, da scheint die Kündigung und ein neuer Arbeitgeber das Mittel der Wahl in jeder Situation und wenn einen der Chef nur schief angeschaut hat, spätestens aber wenn man eingearbeitet ist. Aber wir ticken eben alle unterschiedlich. Da könnte ich im Gegenzug zum Stockholm-Syndrom natürlich auch Sachen unterstellen von Illoyalität oder fehlender Belastbarkeit. Aber ggf. sollten wir uns da lieber ein Beispiel an @Maniska nehmen, der da wesentlich sachlicher geblieben ist.

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