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FI/AE Ausbildung (RPG) mit anschließendem Studium


Gast DaReaLSy
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Guten Tag FI-Forum ;)

Ich bin mir momentan unschlüssig ob eine Ausbildung zum FI/AE der richtige Weg ist um meine persönlichen Ziele zu erreichen.

Ich würde im Velraufe meiner Karriere gerne mit moderner Technik zusammenarbeiten und immer Up-To-Date sein (vergütung ist nur Sekundär). Leider bin ich genau in die Ausbildung gerutscht die mit der spaltenorientierten Programmiersprache RPG arbeitet (zusätzlich dazu ist es noch eine kaufmännische Programmiersprache).

Vor allem kommt die Unsicherheit durch Stellenausschreibungen die in den meisten Fällen 1-3 Jahre Erfahrung in einer Programmiersprache erforden - leider bekomme ich durch RPG nicht einmal Objektorientierung geboten. Der einzigen beiden Vorteile die ich momentan erkenne sind die großen Übernahmechancen und die rarität dieser Programmierer (was natürlich sowohl Vorteil als auch ein Nachteil sein kann).

Ich würde gerne wissen wie die Chancen auf den Arbeitsmarkt stehen, wie es mit der Vergütung aussieht und inwiefern ein anschließendes Studium die beruflichen Chancen erweitert da man im Netz leider sehr wenig dazu findet.

Grüße

DaReaLSy ;)

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Salve,

ich bin zwar kein Programmierer o.ä. aber zu deiner Frage:

Gebe ich dir das Stichwort "Junior" bzw. "Junior Entwickler" bei der Jobsuche mit auf dem Weg.

grüße

Smau

Danke ;)

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Ich würde gerne wissen wie die Chancen auf den Arbeitsmarkt stehen, wie es mit der Vergütung aussieht und inwiefern ein anschließendes Studium die beruflichen Chancen erweitert da man im Netz leider sehr wenig dazu findet.

Willkommen in der IBM-i-Welt, in der ich seit 1988, damals noch AS/400-Welt genannt, tätig bin. Vor ca. fünf Jahren habe ich mich in diesem Umfeld selbstständig gemacht. In diesem Zusammenhang beschäftigte mich selbstverständlich auch die Frage, ob ich mich mit meiner Spezialisierung auf das IBM System i, nicht mittelfristig „ins Abseits stelle“. Bereits zum damaligen Zeitpunkt stagnierte die Anzahl der Installationen in Deutschland und der Zuwachs kam nur durch neue Installationen insbesondere in Asien und Lateinamerika zustande. Da die IBM keine Zahlen über die Anzahl der Installationen veröffentlichte, war ich dankbar über einen Artikel, der am 21. Juli 2008 in der Fachzeitschrift DV-Dialog erschien. In dem Artikel schrieb man, dass circa 10.000 Unternehmen in Deutschland das Rechnersystem einsetzen würden. Dazu gehören neben einer Vielzahl kleiner und effektiver Mittelständler auch bekannte Unternehmen wie McDonalds, Miele, Nintendo, Haribo, u.v.m.. Da es nur sehr wenig universitäre Einrichtungen gibt, in denen IBM i gelehrt wird, arbeiten viele Fachinformatiker ohne Studium in diesem Umfeld. Wie immer im Leben schadet Bildung jedoch noch denen, die sie nicht haben, auch wenn es einige Unternehmen gibt, die Fachinformatiker den Absolvent(inn)en von Informatikstudiengängen vorziehen.

Während man sich zu Beginn meiner IT-Karriere noch am „AS/400-Stammtisch“ mit Gleichgesinnten über alle Details des Systems AS/400 austauschen konnte, sitzen heute jede Menge Spezialisten mit unterschiedlichen Kenntnissen an einem Tisch. Das System hat sich permanent weiterentwickelt und es läuft neben IBM i auch unter Linux, AIX und Windows und ist ein super SAP-Server.

Kritisch beobachte ich die altersmäßige Entwicklung der Spezialist(inn)en. Besucht man eine IBM-i-Konferenz, trifft man viele grauhaarige Menschen. Da es keine offizielle Statistik zu diesem Thema gibt, fahre ich meine eigene Statistik, die aktuell ein Durchschnittsalter von ca. 49 Jahren berechnet. Bereits heute klagen viele meiner Kunden über Fachkräftemangel. In den kommenden Jahren kann dieser durchaus noch zunehmen, wenn die Unternehmen keinen eigenen Nachwuchs ausbilden. Berücksichtigt man ferner, wie viele Zeilen Code in RPG oder COBOL geschrieben wurden und noch auf den Systemen laufen, dann sollte sich der Nachwuchs eigentlich keine Gedanken über Arbeit machen.

Nichtsdestotrotz empfehle ich Dir, Dich auch mit modernen Entwicklungsumgebungen vertraut zu machen. Aktuell wird das Thema Anwendungsmodernisierung im IBM-i-Umfeld wieder einmal hoch gehandelt. Dabei gehen die Ansätze von RPG Open Access über EGL bis hin zum Einsatz von Java oder .NET. Bereits heute suchen die meisten meiner Kunden Entwickler(innen) mit mindestens „einer Affinität zu modernen Programmiersprachen“.

Fazit: Das IBM-i-Umfeld bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für junge Interessierte und Engagierte, die sich weiterbilden und über den Tellerrand der AS/400-Welt hinausschauen.

Bearbeitet von MarcoDrost
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Erstmal danke für die super nette und ausführliche Antwort ;)

Nichtsdestotrotz empfehle ich Dir, Dich auch mit modernen Entwicklungsumgebungen vertraut zu machen. Aktuell wird das Thema Anwendungsmodernisierung im IBM-i-Umfeld wieder einmal hoch gehandelt. Dabei gehen die Ansätze von RPG Open Access über EGL bis hin zum Einsatz von Java oder .NET. Bereits heute suchen die meisten meiner Kunden Entwickler(innen) mit mindestens „einer Affinität zu modernen Programmiersprachen“.

Fazit: Das IBM-i-Umfeld bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für junge Interessierte und Engagierte, die sich weiterbilden und über den Tellerrand der AS/400-Welt hinausschauen.

Wenn ich es richtig Interpretiere ist IBM interessiert daran die i-Series weiterzuentwickeln und schafft möglichtkeiten in dem Bereich der i-Series-Entwicklung zu arbeiten?

Für mich ist momentan wichtig eine klare Zielsetzung da der IT-Bereich gigantisch ist und ohne einen erkannbaren Faden verliert man schnell die Übersicht und fällt in einen Job den man gar nicht ausführen möchte (und in dem man sich aufgrundessen nicht richtig entfalten kann).

Hälst du es für realistisch mit folgendem Studium mit nötigen Ehrgeiz durch IBM Unterstützung zu bekommen und später an der Entwicklung und Umsetzung mitwirken zu können (gerade durch die Ausbildung an der AS/400)?

Oder ist die Zeit die benötigt wird um zu sich fortzubilden so lang das die Entwicklung bis dahin wieder eingestellt wurde?

(Ich kenne mich leider nicht so gut mit der Thematik aus deshalb sind die Fragen leihenhaft, erhoffe mir allerdings dadurch eine klare Sicht auf das IBM-i-Umfeld und das was daraus machbar ist bzw. wie man den Schwerpunkt legen könnte)

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