3. November 20241 j Hallo zusammen, ich bin noch ganz neu hier und hoffe, dass ich mit meinen Fragen keine Regeln breche. Also, ich habe eine Umschulung als FIAE begonnen. Mein Interesse gilt eher der Datenanalyse als der Softwareentwicklung (habe einen auslĂ€ndischen Bachelorabschluss in VWL). Ich habe mich jedoch fĂŒr dieses Feld entschieden, weil ich den Eindruck hatte, dass die Umschulung in Datenanalyse und Prozessanalyse ein neues Feld ist und herausfordernd sein könnte, zumal es einerseits an Lern- und PrĂŒfungsvorbereitungs-materialien mangelt und andererseits zwei Jahre möglicherweise nicht ausreichen, um die Datenanalyse umfassend zu behandeln. Nach drei Monaten habe ich jedoch das GefĂŒhl, dass es im FIAE-Bereich sehr wenig bis gar keine Datenanalyse gibt. Was wĂŒrdet ihr empfehlen? Sollte ich zu Datenanalyse und Prozessanalyse wechseln oder weitermachen? Danke!
3. November 20241 j Hallo, die Datenanalysten sind meist mit den FIAEs zusammen, da geeignete Dozenten oder ausreichend SchĂŒler fehlen. Kann dein BildungstrĂ€ger Themen wie kĂŒnstliche neuronale Netze, Support Vector Machines und EntscheidungsbĂ€ume abdecken? Wenn ja: Machen. Wenn nein: Lassen oder Selbststudium in Kauf nehmen. Ăber die Grundlagen gehen die Themen nicht hinaus. Backpropagation, insbesondere z.B. bei RNNs und Sachen wie die Transformerarchitektur (ChatGPT) sind fĂŒr die Erstausbildung zu komplex, zumindest wenn man es richtig macht. Das ist sehr mathematisch und daher eher an der Uni zu finden. Ich wĂŒrde mal schĂ€tzen, dass du als FiAe genauso die Möglichkeit hast, dich in das Thema einzuarbeiten und ggf. in Zukunft in dem Bereich FuĂ zu fassen. Es wird auch einen Bachelor Professional in dem Bereich geben, mal sehen was da so dran kommt.... Du könntest aber auch als FiAe den BP Datenanalyse machen. Du brauchst im Beruf neben den eigentlichen Fachkenntnissen gute Kenntnisse in Python und Mathematik (Matrixmultiplikation, Ableiten von Funktionen, ...), wenn du nicht nur die Schnittstelle zu Anbietern oder der "Bediener" von fertiger Software sein willst. Der Bedarf an Datenanalysten in der Marktwirtschaft bleibt abzuwarten. GrĂŒĂe
4. November 20241 j Hey, ich bin UmschĂŒler und gerade in der Vorbereitung auf die AP2.  Ich wĂŒrde es an deiner Stelle vom Dozenten abhĂ€ngig machen und mich dazu mit SchĂŒlern aus den JahrgĂ€ngen vor deinem bei deinem Bildungsanbieter austauschen. Lernmaterial an sich wirst du genug finden und es wurden ja nun auch schon 6 PrĂŒfungen in der Fachrichtung geschrieben.  Â
4. November 20241 j Ich bin VerkĂŒrzer auf 2,5 Jahre beim FIDP und stehe kurz vor meiner PrĂŒfung. Das einzige was ich an meiner Berufsschule sinnvolle gelernt habe fĂŒr den FIDP waren die Diagramme: UML, AktivitĂ€tsdiagramm, ER-Diagramm, Use-Case Diagramm, Zustandsdiagramm, Programmablaufplan, Nassi-Shneiderman-Diagramm. Beim 5M-Ishikawa-Wirkungs-Ursache-Diagramm und SWOT-Analyse wurde sogar einfach nur gesagt dass wir es uns selber anschauen sollen.  Programmiertechnisch nichts was wirklich brauchbar war. Etwas JS nicht mal annĂ€hernd in Richtung Objekt-Orientiert oder Klassen. Java wurde nur Low/No-Code gemacht (Wie man in einem UML Programm ein Knopf drĂŒckt und damit Java Code generiert). Ansonsten Datenbanken und SQL war an der Berufsschule lachhaft. Lag aber am Lehrer. Als Referenz, unser Lehrer ist Informatiker mit einem M.Sc und kennt den typ "Serial" nicht. Deshalb musst als ID ein Integer genommen werden und dann programmiertechnisch ĂŒberprĂŒft werden ob es die ID schon gibt; weil was er nicht kennt gibt es nicht...  Betrieblich hatte BPMN. Python ĂŒberhaupt nicht sondern musste ich mir selber beibringen da der Betrieb PHP7 als Server-seitige Programmiersprache verwendet. Der einzige der mehr zu dem Thema "lineare Regression, Naiver Bayes-Klassifikator, Machine-Learning, Random Forest, Regressionsprobleme..." etwas sagen konnte war unser CIO. Die ganzen mathematischen Themen fĂŒr mich wurde in der Berufsschule nicht angesprochen. Nichtmals Median und Arithmetisches Mittel. Dazu wurde immer nur gesagt, dass man es nicht schafft fĂŒr zwei Personen dafĂŒr Unterricht zu machen. Damit ich Themen ĂŒberhaupt lernen kann auĂer in Selbstlernzeit wurde ich an eine Fachhochschule als Gastzuhörer fĂŒr Data Scientist B.Sc und Angewandte KI M.Sc geschickt.  Zum GlĂŒck zu der zweiten Person FIDP welcher von seinem Betrieb das nicht hatte und auch nur einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10 hat, habe ich Schweizer Matura abgeschlossen.  Persönlich sehe ich den Datenanalysten auch nicht so sehr bei FIDP als Zukunft. Ich denke dass ein Datenanalyst mit B.Sc oder M.Sc mehr Zukunft hat als ein FI. Prozessanalyse dagegen sehr stark als Bindeglied zwischen Anwendern/Auftraggeber und Programmierer. Sofern du nicht die richtigen Personen um dich hast und gut im Selber lernen bist, wĂŒrde ich davon abraten. Nach eigenem GefĂŒhl (1er SchĂŒler), halte ich selbst die 2,5 Jahre fĂŒr recht sportlich.
5. November 20241 j Am 4.11.2024 um 12:02 schrieb tacoshy: Nichtmals Median und Arithmetisches Mittel. das ist schon traurig fĂŒr einen FIDP, da hast du vollkommen Recht ! Das wĂ€re eigentlich eine Ă€uĂerst coole neue FI Richtung, da sehr mathematisch, aber die Berufsschule versauts mal wieder. Hier bei uns im Betrieb bilden sie jetzt MATSE (Mathematisch technische Software Entwickler) aus. Die berechnen immerhin Ableitungen, Inverse und Determinanten von groĂen Matrizen in der Berufsschule ... Bearbeitet 5. November 20241 j von Parser fixed typo
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